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Heey,
ich werde schneller. Xd
Aikatherine: Schön das es dir gefallen hat, irgendwie nimmt meine Symbol die den Szenenwechsel anzeigen sollten nicht an.
Ich probiers mit was anderem.
Ja...der cliffhanger bleibt vorerst. *gg*
Danke fürs kommi.
To be close in the darkness
Hermione hatte sich am frühen Abend von den anderen verabschiedet mit der Ausrede sie hätte vergessen ihren Aufsatz für Professor Binns zu überarbeiten.
In Wahrheit hatte sie sämtliche Recherche über den Invasionsversuch der Kobolde von 1497 schon vor Tagen erledigt und den zwei Pergamentrollenaufsatz bereits ins reine geschrieben.
Doch der Nachmittagsunterricht, Kräuterkunde, hatte gefühlte Monate gedauert. Ron hatte verkündet, dass Hermione ihm für den Rest des Tages die Sprache verschlagen hatte, bloß weil sie eine Frage von Professor Sprout falsch beantwortet hatte.
Hermione hatte sich wirklich zusammengerissen um Ron nicht anzuschreien, doch sie wollte ihr Glück nicht auf eine zu harte Probe stellen.
Schließlich akzeptierte Ron widerwillig ihr Bitte vom Vortag und auch den Streit am Mittagstisch hatte er vollkommen ignoriert. Außerdem redete er mit ihr.
Das alles war offenbar fast zu viel verlangt.
Hermione war froh das keiner einen erneuten Streit angefangen hatte, aber sie wollte alleine sein.
Die Schülersprecherräume waren leer und trostlos. Der Kamin flackerte unentwegt und das prasselnde Feuer verschlang einen Holzscheit nachdem anderen.
Erleichtert hatte Hermione bemerkte das die Fee verschwunden war und der Strigoi in dem Gemälde wieder einmal zu viel gesoffen hatte und in dem Gemälde vor sich hin döste.
Sie rechnete nicht damit, dass er sie besuchte, als sie sich auf dem Sofa nieder ließ. Sie griff nach einem Buch nachdem anderen, doch sie konnte keinen klaren Gedanken fassen und sie hab sie das Lesen rasch auf.
„So deprimiert, meine kleine Striga?", hickste eine Stimme an der Wand.
Die Damen in dem großen Gemälde waren ausgeflogen und der Vampir hockte lässig auf dem roten Diwan wie üblich einen Krug in der Hand.
Hermione antwortete nicht.
„Ist es nicht Samstagnacht?"
„Na und?"
„Ich dachte, dass wäre jene Nacht in der ihr Sterblichen trinkt, feiert und in die tiefsten Abgründe fallt?"
„Hast du Schundromane gelesen?"
Der Strigoi unterdrückte seinen Schluckauf und knallte mit dem Krug gegen den Rahmen, ehe er sich taumelnd zurück fallen ließ und in schallendes Gelächter ausbrach.
Was immer er da andauernd trank, es machte ihn wahnsinnig, stellte Hermione stöhnend nach. Ein besoffenes Gemälde auf dem Hals zu haben war tatsächlich das Letzte was sie jetzt gebrauchen konnte.
Der Strigoi zog die Beine auf den Diwan und stellte vorsichtig den Krug auf einem Schoßpult ab.
„Ein paar.", gestand er. „Schließlich hatte ich fünfzig Jahre Zeit."
„Fünfzig Jahre?", Hermione erstarrte.
„Natürlich...", der Strigoi hickste „ihr habt euch doch die Zeit gelassen und jetzt...habe ich die Chance meine Aufgabe zu erfüllen."
„Was weißt du über Gawains Leben?", fragte sie stockend.
Der Strigoi schwankte zur Seite. Amüsiert betrachtete er ihr aufgeregtes Gesicht und reckte sein markantes Kinn empor.
Was immer er über den Fluch wusste, dachte Hermione, durfte er normal nicht preisgeben. Doch er war nicht bei vollem Verstand.
Vielleicht würde sie nie wieder die Gelegenheit haben ihn auszuhorchen. Sie musste sie nutzen. Jetzt wo die Fee nicht da war und ihn zum Schweigen brachte.
„Oh, Darling. Ich weiß nichts über sein sterbliches Leben, aber ich entsinne mich viel über seinen Tod zu wissen."
„Sein untotes Leben oder seinen Tod selbst?", griff Hermione zögernd seine Worte auf.
Der Strigoi grinste verwegen und griff nach seinem Krug. Er musste ihn mit beiden Händen festhalten um die rote Flüssigkeit nicht überschwappen zu lassen.
Hermione wartete bis er den Krug zu hälfte gelehrt hatte.
Die dunkelrote Flüssigkeit benetzte seine blassen Lippen und Hermione wurde klar worum es sich handelte. Sie verkniff sich ein würgen, als der Strigoi das Blut von seinen Lippen leckte.
„Über Beides, meine Liebe.", prostete er ihr zu.
„Und was?"
„Du bist schlecht informiert, liebste Striga.", warf er ihr torkelnd vor.
Hermione verzog säuerlich das Gesicht. Das hatte ihr noch nie jemand vorgeworfen. Nicht einmal Ron in seinen taktlosesten Phasen.
Sie hatte die Bibliothek nach Büchern über Wiedergeburt durchforschtet, hatte jegliche historische Bücher über Vampirismus im 20. Jahrhundert durch gelesen und diese dahergelaufene Zeichnung eines besoffenen Vampires unterstellte ihr sie hätte sich nicht informiert. Nein! Das konnte sie nicht auf sich sitzen lassen.
„Sein Name taucht in Vampirismus der Neuzeit nicht einmal auf, ebenso wird er in keiner Strafakte der 40er Jahre erwähnt und desweiteren habe ich weder sein Geburts- noch sein Todesdatum gefunden. Ebenso gibt es kaum Informationen über Aveline. Schließlich kenne ich ihren Mädchennamen nicht und zu den schriftlich festgehaltenen Daten und Fakten über Cateline Malfoys Leben habe ich keinen zu gang..."
Hermione stockte. Malfoy war auf dem Anwesen seiner Familie. Er hatte Zugang zu den Familienrecherchen und zu allen Fakten, die sie über Catelines Leben preis gaben. Er würde wieder nach Hogwarts kommen ohne etwas darüber zu wissen.
Dabei war es so greifbar nahe.
Oder...war er vielleicht nur gegangen um etwas herauszufinden?
Hatte sie Zabini angelogen? Hermione schüttelte den Kopf. Es war eine naive unwirkliche Hoffnung und sie machte alles nur noch schlimmer.
Malfoy tat was er tun sollte und es ging sie gar nichts an. Aber was wenn sie ihm schreiben würde und ihn darauf aufmerksam machen würde nach Catelines Unterlagen zu suchen.
Hermione seufzte. Das wäre ein toller Brief:
„Hallo, Malfoy. Ich hoffe du hast eine schöne Nacht mit den Todessern und das Mal auf deinem Arm schmerzt nicht all zu sehr, obwohl du es eigentlich verdient hättest, weil du ein hirnloser Idiot bist. Aber kommen wir zur Sache, könntest du die Unterlagen über deine Ururgroßmutter mitbringen? Nein, ich bin nicht sauer auf dich. Ich hasse dich. Aber ich hab dir schließlich ein Versprechen gegeben und das sollte ich wohl halten. Nein, ich hab kein Mitleid mit dir, Malfoy. Also wir sehen uns dann Montagmorgen in Zaubereigeschichte. Ja, mir graut es auch schon davor dich sehen zu müssen. Granger"
Hermione schüttelte den Kopf. Das war schwachsinnig.
„Du bist zu stolz, kleine Striga. Hier geht es nicht nur um dein Leben.", zischte der Strigoi bösartig.
Hermione schnellte hoch. „Ach nein?"
„Nein.", er lachte hämisch. „Es gibt gravierende Folgen.", er leerte den Krug.
„Und sie sind euch beiden nicht bewusst, meine kleine hübsche Striga."
Hermione zögerte. „Warum soll ich dir glauben?"
„Ich habe keinen Grund dich zu belügen. So etwas ist menschlich."
Er hatte Recht. Ein Gemälde hätte nichts davon ihr Lügen zu erzählen. Es konnte sich noch nicht einmal wirklich darüber amüsieren, denn der Strigoi und seine Fee schienen tatsächlich eine Aufgabe zu haben. Wir sind ihre Aufgabe, dachte Hermione und war sich dessen schmerzlich bewusst.
Mit zitternden Händen klaubte sie ein Stück Pergament aus ihrer Tasche und zog Feder und Tinte hervor.
Sie setzte mehrfach an, doch ihr fielen keine Worte ein, die ehrlich waren. Wenn sie ihn Malfoy nannte klang es so förmlich, so distanziert...Hallo, Hermione? Malfoy und du sollten eine sehr distanzierte Beziehung zueinander haben.
***
Draco klang viel zu vertraut und Gawain? War wahrscheinlich das Beste, aber auch der Name kam ihr nach seinem Wutausbruch so unwirklich vor und so ließ sie die Anrede komplett weg.
Draco warf einen prüfenden Blick auf die Uhr. Nicht einmal Neun. Noch drei Stunden bis sie ihn abholen würden. Drei Stunden bis es geschehen würde.
Er kam sich vor als würde er auf den Henker warten.
Der Wind hatte nachgelassen, doch Tante Bellas hysterisches Kreischen aus dem Salon war nicht zu überhören.
Ein scheppern am Fenster riss ihn aus seinen Gedanken.
Eine Eule kratzte mit ihrem Schnabel an der beschlagenen Fensterscheibe. Draco erhob sich wiederstrebend das letzte was er jetzt brauchen konnte war ein Brief von Zabini, der ihn beglückwünschte.
Er öffnete das Fenster und ließ die flatternde Eule hinein. Es war eine der Schuleulen. Draco seufzte genervt und löste den Brief von dem Bein der Eule. Gelangweilt legte er ihn beiseite.
Zabini hatte gelegentlich wirklich noch weniger Taktgefühl als Pansy.
Draco rieb sich die Schläfe. Bald würden sie kommen und ihn abholen. Eine Todesserzeremonie war hart und körperlich sowie seelisch anstrengend, doch niemand hatte ihm Kraft zugesprochen oder ihm geraten sich auszuruhen. Nicht einmal seine Mutter.
Keinem von ihnen konnte er seine Unentschlossenheit offenbaren. Aber was scherte es Granger schon wenn er verzweifelte? Sie lebte doch auf der „richtigen" Seite.
Außerdem ging es sie nichts an.
Granger hatte Nichts in seinen Gedanken verloren. Er ließ sich auf dem Sofa nieder.
Das Ticken der Uhr war unüberhörbar und die Zeit ließ sich nicht anhalten.
Das Mal auf seinem Arm brannte wie Feuer als Draco am nächsten Morgen erwachte. Sein Kopf war schwer und er konnte sich nur unklar an die Zeremonie in der letzten Nacht erinnern und er wollte sich nicht erinnern.
Seine Augen brauchten eine Weile bis sie sich an das Grelle Licht gewöhnten, doch die schemenhaften Konturen auf seinem Arm erkannte er ohne nachzudenken.
Den Totenkopf.
Erschöpft blickte er sich im Zimmer um. Der Hauself hatte sein Frühstück bereits serviert und die hohen Vorhänge aufgezogen.
Lucius stand am Fenster und las etwas. Es war der Brief den die Eule am Vortag gebracht hatte.
Lucius fing Dracos Blick auf. Er störte sich nicht im geringsten daran, dass sein Sohn ihn beobachtete wie er in dessen Post las.
„Guten Morgen, Sohn.", bemerkte Lucius kalt und hob den Zettel hoch.
Draco musterte ihn verschlafen und versuchte die Schrift zu identifizieren. Es war definitiv nicht Blaises Sauklaue.
Er erhob sich und trat Lucius entgegen.
„Deine Freundin?", fragte Lucius herablassend.
„Keine Ahnung. Hab ihn noch nicht gelesen, Vater. Ich hatte gestern wichtigere Sachen im Kopf als die Post."
„Sehr gut.", schnarrte Lucius eisig.
Draco schwieg. Sein Vater hatte nicht einmal seinen Stolz ihm gegenüber geäußert. Er tat als wäre es eine Selbstverständlichkeit das Draco ihm in den Kreis der Todesser folgte.
Draco korrigierte sich in Gedanken, es war eine Selbstverständlichkeit. Es war seine Pflicht als Erbe einer reinblütigen Familie. Als Erbe der Malfoys.
Lucius legte den Brief neben das Teeservice und Draco griff rasch nach ihm.
„Na, na, Draco, doch eine Angelegenheit die mein Interesse regen sollte?", zischte Lucius zynisch.
„Sichtlich nicht, wenn es sich um ein Mädchen handelt, Vater."
„Du solltest dir kein Weib suchen das intelligent ist, Junge. Schließlich soll sich die Frau an deiner Seite unterordnen und in der Öffentlichkeit eine Zierde sein.", erklärte Lucius tonlos.
Draco zögerte. Granger hatte doch nicht etwa...? Er begann zu lesen:
Ich hab dir etwas versprochen, also halte ich mich daran. Während du Zuhause bist könntest du über Cateline nachforschen, vielleicht bringt es uns etwas.
Ave
Er wurde blas. Sie hatte mit Ave unterschrieben. Sein Vater konnte unmöglich wissen, um wenn es sich handelte. Das es sich um ein Schlammblut handelte und um eine Gryffindor. Potters Anhängsel.
Nein Lucius nahm auch noch an sie wäre seine Freundin. Draco würgte was für ein hirnrissiger Gedanke...wäre sie nicht Ave. Er fuhr mit der Hand über das ebene Papier.
Offenbar hatte sie ihm seinen Wutanfall verziehen.
Zähneknirschend wandte er sich um, nicht das es ein Draco Malfoy nötig hatte, dass ihm ein Schlammblut verzieh.
Trotzdem Granger würde ihm helfen.
Lucius beobachtete ihn aus den Augenwinkeln. Ein grausames Lächeln umspielte seinen schmallippigen Mund.
„Nun gut, Sohn. Sofern es keine Begebenheit ist, die dich von deinen Pflichten ablenkt werde ich mich nicht weiter mit dieser jungen Dame beschäftigen."
Er machte Anstalten zu gehen. „Du solltest packen."
Draco blickte ihm nach. Ein Stechen in seinem Arm erinnerte ihn an die vergangene Nacht. Granger würde ihm nicht mehr helfen wenn sie erfuhr was er war.
Sie würde zu Potty und Wiesel rennen und der heilige Potter würde noch arroganter herumstolzieren. Wiesels Kommentare würden dämlicher den je werden.
Ihm gefiel die Vorstellung nicht das sie sich wieder vollkommen mit Wiesel vertragen würde. Er hatte kein Recht dazu, dass sie ihn gut behandelte.
Draco überflog den Brief ein zweites Mal.
Lady Iseulte Cateline Malfoy war eine Dame von hohem Ansehen hatte. Kein Wunder das nicht jeder dahergelaufene etwas über ihr Leben herausfinden.
Ende des 16. Jahrhunderts hatte Duke Rousel Malfoy ein Ahne Dracos einen Raum geschaffen der alles über die Malfoy preisgab.
In alten, reinen Zaubererfamilien war es oft üblich das ein Stammbaum das Haus festigte. Um zu zeigen wie weit die Wurzen der Magie zurückgingen.
Doch der Raum im westen Malfoy Manors übertraf jeden Stammbaum. Draco warf rasch seine Sachen zurück in den kleinen Koffer. Er griff nach Hermiones Brief, er zögerte, dann steckte er ihn in die Seitentasche des Koffers.
Er musste einfach noch Zeit haben um etwas über sie heraus zu finden, denn wenn möglich wollte er es meiden über Weihnachten nach Hogwarts zurück zukehren.
Denn es war die Zeit von Gawains Verhandlung und nach dem er Gawains Grab gefunden hatte, hatte er sich fest vorgenommen den Lauf der Geschichte zu ändern.
Wenn das Datum stimmte und davon war auszugehen, durfte Gawain diese Zeit nicht in Askaban verbringen. Nicht diese kurze Zeit.
Granger sollte nicht von diesem Datum erfahren. Niemand würde erfahren wann Gawain gestorben war und wo er begraben lag.
Draco hatte kaum Gelegenheit gehabt sich zu fragen warum Gawain auf dem Grundstück der Malfoys begraben war. Schließlich hatte Cateline ihn gehasst...Cateline.
Draco verschloss den Koffer und machte sich auf den Weg zum Westflügel.
Wahrscheinlich würde Granger keine Notwendigkeit mehr darin sehen ihm zu helfen, wenn sie von Gawains baldigem Tod erfuhr.
Und er brauchte ihre Hilfe.
Draco rümpfte die Nase. Er war nie auf jemanden angewiesen. Die Handlung in der Vergangenheit konnte er alleine durchführen, aber ohne sie würde er nie zurück reisen können und das war das Problem. Granger half ihm ja nicht wirklich.
Zumindest nicht durch ihr handeln oder durch ihre Intelligenz.
Wäre es möglich auf sie zu verzichten so hätte es Draco sofort getan.
Glaubte er zumindest. So jedoch durfte Granger unter keinerlei Umständen erfahren das er ein Todesser war. Er berührte das Mal und zuckte zusammen.
Vom Westflügel aus konnte er auf den Wald hinaus sehen. Dort wo Gawains Überreste begraben waren. Draco schnaubte abfällig und schob das Regal zum Raum des Stammbaumes zur Seite.
Bestimmt kletterte er in die Öffnung.
Der Raum war schmal und vollkommen eingenommen von der Rückfront des Regals. Alte Bücher im unbeschreiblichen Wert kamen ihm entgegen, doch Draco hatte längst keine Bewunderung dafür mehr übrig.
Ein hämischen Lächeln stahl sich auf seine Lippen, bei dem Gedanken daran was Granger beim Anblick dieser Bücher sagen musste.
Es war durch aus eine verlockende Vorstellung.
Draco fuhr sich über die Unterlippe und wandte sich dem Stammbaum zu. Er verfolgte die Linien von seinem Gesicht aus nach oben und entdeckte Cateline Malfoy drei Generationen über ihn an der Seite ihres früh gestorbenen Mannes.
Die Abbildung seiner Ururgroßmutter warf ihm einen grimmigen Blick zu. Draco war sicher, dass sie Gawain in ihm erkannte.
Abwertend erwiderte er den Blick und zog seinen Zauberstab. Er berührte die Abbildung und ein tiefes Fach trat sich auf. Das meckern seiner Ururgroßmutter ignorierte er.
Lucius durfte nicht bemerken das sich sein Sohn an seinen Unterlagen vergriff. Er würde es nicht bemerken. Schließlich interessierte er sich kaum für die Frauen in der Familie.
Draco zog die in leinen gebundenen Umschläge heraus.
Langsam zog er das Papier hinaus und überflog den ersten Bogen.
Das würde Granger genügen.
***
Hermione hatte sich selbst nicht eingestanden, dass sie auf den Montagmorgen wartete. Beim Frühstück entdeckte sie Malfoys blonden Haarschopf unter den Slytherins.
Er prahlte weder noch redete er mit Zabini oder Parkinson.
Etwas in ihr freute sich darüber.
Sie verschlang ihr Frühstück hastig um Ron keinen Grund zum Meckern zu geben und wandte sich ihren Freunden zu.
„Ronald, Beeilung! Wir komm zu spät zu Zaubereigeschichte."
Ron verschluckte sich an seinem Kürbissaft. „Wenn schert das? Binns ist doch wirklich nicht aufregend?"
„Ich wollte mit ihm über meinen Aufsatz reden. Egal wie Langweilig er ist, er ist immerhin ein Lehrer."
„Na und? Snape war auch ein Lehrer.", warf Ron ein und erntete ein zustimmendes Nicken von Harry.
„Das ist kein Vergleich. Jetzt mach schon."
„Hermione.", stöhnte Harry. „Du weißt, doch sowieso alles über diese Invasion."
„Es war nur ein Invasionsversuch."
„Was für ein gravierender Unterschied.", murmelte Ron und leerte seinen Kürbissaft.
„Aber bitte wenn es dir so wichtig ist lass uns gehen."
Hermione grinste ihn zufrieden an. „Danke, Ron."
Allein Malfoy und Zabini saßen bereits in dem leeren Klassenraum. Harry und Ron ließen sich in der letzten Bank nieder und Hermione folgte ihnen.
Sie hatte Mühe Malfoys Blick zu meiden und Zabinis unverschämtes Grinsen machte es nicht gerade besser.
Professor Binns schwebte in die Klasse ohne zu bemerken das die Hälfte seiner Schüler zu spät ein trudelten und begann in seiner üblichen monotonen Tonlage mit dem Unterricht.
„Damit schließen wir die Invasionen der Kobolde ab und beginnen mit dem Bündnis der Zauberergesellschaft mit den Vampiren von 1867.", schnappte Hermione Binns Worte auf.
Malfoy in der Reihe vor ihnen richtete sich aufmerksam auf.
„Kein Wunder das DEN das interessiert. Die schlimmsten Geschöpfe der Finsternis.", murmelte Ron Harry zu. Er reckte das Kinn Malfoy entgegen.
Harry grinste. „Außerdem sieht er aus wie einer."
Hermione versetzte Ron einen Stoß in die Seite. „Psst!"
„Verteidigst du das Frettchen etwa?"
„Ronald, ich höre Binns nicht."
Ron verstummte gekränkt und malte bewegliche Skizzen auf sein Pergament, während sie Hermione wieder dem Unterricht zu wandte.
„...es war eine Zeit, in der viele Magier unter der Macht der Vampire zu leiden hatten. Unzählige Angriffe und Blutorgien wurden veranstalten. Denn magisches Blut gilt für die Untoten als besonders begehrenswert. Der damalige Zauberminister ist mit strengen Strafen und eigens ausgebildeten Jägern gegen den Vampirismus vorgegangen.
Es herrschte ein Krieg, der auf beiden Seiten hohe Opfer forderte.
Am 27ten April 1867 traten somit zum ersten Mal in der Geschichte Vertreter beider Seiten zu einer Verhandlung zusammen, sodass im April jenes Jahres ein Bündnis geschlossen wurde. Was besagte das Magier und Untote getrennte Wege gehen und beide der Gegenseite nicht nach dem Leben trachten."
Hermione ließ den Federkiel sinken. Binns sprach weder über Kai noch den Zusammenbruch dieses Paktes. Offenbar hatte der Geist sich vorgenommen, die Unterpunkte des Bündnisses die ganze Stunde zu erörtern.
Draco wirkte verkrampft und gelangweilte und abermals musste sich Hermione konzentrieren um ihn nicht anzusehen.
Er ist ein Todesser, ein Mörder, rief sie sich immer wieder in Erinnerung, doch ihr Verstand half Nichts.
Sie musste Gawain einfach helfen. Danach wenn alles erledigt war würde sie mit Malfoy brechen wie zu vor. Alles würde Normal sein.
Das Klingeln riss sie aus ihren Gedanken. Ron und Harry packten hastig ihre Sachen ein.
„Freistunde.", verkündete Ron zufrieden. „Du hast Alte Runen, oder?"
Hermione nickte. „Wir sehen uns beim Mittagessen. Viel Spaß."
Sie trat enttäuscht hinaus in den Korridor und bog um eine Ecke. Er hätte wenigstens irgendeine Reaktion auf ihren Brief zeigen können.
Immerhin hatte es sie viel Überwindung gekostet im den Wutausbruch zu verzeihen und offen zu ihren naiven Versprechen zu stehen.
„Ey Ave, warte.", erklang eine eisige Stimme und Hermione hielt inne.
„Was willst du, Malfoy?", fragte sie ohne sich umzudrehen.
„Das mit dem Brief war nicht sehr vorsichtig.", tadelte er sie. „Mein Vater denkt jetzt ich hätte eine neue Freundin.", erklärte er herablassend.
„Arme Pancy."
„Bei Merlin, Granger. Eifersüchtig?"
„Sicher.", antwortete sie kühl und blickte in seine klaren Augen.
Hermione hatte Mühe nicht unentwegt hinunter auf seinen Arm zu blicken. Malfoy sollte nicht wissen das Zabini geprahlt hatte, wenn er es ihr selbst sagte würde sie anders damit umgehen. Sie schürzte die Lippen.
Mit ihm als einen Mörder.
„Wusste ich es doch."
„Tatsächlich, Malfoy? Schön für dich." Der Sarkasmus war nicht zu überhören.
Seine Augen verdüsterten sich nachdenklich und Hermione hatte Mühe den Blickkontakt aufrecht zu halten. Doch sie wollte sich nicht abwenden.
Vor ihm würde sie nicht noch einmal Schwäche zeigen.
„Die Idee war trotz allem gut.", sagte Malfoy.
Hermione hob überrascht eine Braue. „Du hast also etwas herausgefunden?"
„Selbstverständlich. Es wird bald geschehen, Granger."
„Ich weiß." Auch Hermione hatte die Signale erkannt die ihr Körper in seiner Anwesenheit von sich gab.
„Wir sollten es steuern bis der Unterricht beendet ist.", fuhr er in abwertendem Tonfall fort.
„Klingt Vernünftig. Also wann?"
„Heute Nacht."
„Okay"
„Und jetzt beweg dich. Professor Babbling wartet nicht mit dem Unterricht auf uns, Ave."
Hermione stockte. Widerstrebend auf seinen unverschämten Ton zu reagieren, doch dann nickte sie und folgte ihm steif.
