bane: Ich weiß ja selber wie das ist, wenn ewig keine Updates kommen. Das will ich euch echt nicht antun +lach+ ... nur im Notfall.

Reni: Jetzt erfährst du auch, wer der Verräter ist ... und ein paar Reaktionen bekommst du ebenfalls mit. Ich find es übrigens richtig toll, wie du mitfieberst. +drück+

sweatheart: TOLL ... ein neuer Leser, freut mich, dass dir die Geschichte so gut gefällt. Harry versucht auf jeden Fall sein bestes um Sev zu helfen, auch wenn später einiges in die Hose geht +neugierig mach+

an alle: Fudge ist bei mir noch Zaubereiminister ... den kann man einfach viel besser nieder machen +fies grins+

So nun wünsch ich euch viel Spaß beim 14. Kapi

GLG angeltears-and-deviljoy

14. Verteidigung

Als Harry die Tür zu Dumbledores Büro öffnete, erlebte er die zweite negative Überraschung an diesem Tag. Es saßen nicht nur der Direktor und Professor McGonagall im Zimmer, sondern auch Fudge, Umbridge und zwei Auroren. Snape, der nach ihm den Raum betrat, griff sofort instinktiv nach seinem Zauberstab. Harry legte ihm aber behutsam die Hand auf den Unterarm und bat ihn stumm nichts zu übereilen.

Nachdem sich Harry sicher war, dass sein Lehrer den Minister und seine Leute nicht in Grund und Boden hexen würde, drehte er sich wieder um. Er bedachte Fudge und Umbridge mit einem kalten Lächeln und meinte schließlich: „Guten Tag, Minister. Wie ich sehe, konnten Sie es gar nicht abwarten, sich in Ihrem vermeintlichen Triumph zu suhlen."

Fudge versuchte selbstsicher zu lächeln, aber ein Blick in Harrys Augen ließ ihn kläglich scheitern. Stattdessen meinte Umbridge mit falscher Freundlichkeit in der Stimme: „Mr. Potter, wir wissen aus einer sicheren Quelle, dass der Todesser Severus Snape ihr Sklave ist. Wir würden Ihnen beiden dazu gerne ein paar Fragen stellen."

Harrys Augen wurden noch einen Grad härter, als er seine ehemalige Lehrerin musterte und mit nur einem Wort antwortete: „Nein!" Alle Anwesenden im Raum blinzelten im ersten Moment überrascht auf. „Allerdings würde ich gerne wissen, wer ihre so genannte Quelle ist. Vielleicht verstehe ich dann endlich, wieso Sie Severus als Todesser bezeichnen.", fuhr Harry ungerührt fort.

Fudge war seine Verunsicherung nun sehr deutlich anzusehen. Offensichtlich hatte er sich diese ganze Situation bedeutend einfacher vorgestellt. Er öffnete mehrmals den Mund um etwas zu sagen, brachte aber keinen Ton heraus. Dadurch hatte er große Ähnlichkeit mit einem Fisch. Schließlich blickte er zuerst Umbridge und dann Dumbledore Hilfe suchend an.

Der Direktor schaute jedoch nur zwischen Harry und Snape hin und her. Er hatte sehr wohl die beruhigende Geste am Anfang mitbekommen. Ihm fiel auch auf, dass sich Harry mehr oder weniger schützend vor seinen Lehrer gestellt hatte. Von der intensiven Abneigung der beiden zueinander war nichts mehr zu spüren.

Während Fudge langsam begriff, dass er nicht so leicht an Snape heran kommen würde, hatte Umbridge nicht so schnell aufgegeben. „Mr. Potter", sagte sie mit ihrer unnatürlich kindlichen Stimme: „Sie wurden von einem alten Muggellandstreicher dabei beobachtet wie Sie das Ritual durchführten, durch das Sie nun der Meister von ... IHM sind. Er hat laut und deutlich gehört wie Sie ... diesen Verräter als solchen enttarnt haben, um dann den Zauber zu sprechen. Sie haben diesen armen Menschen einen gehörigen Schrecken eingejagt, mein Lieber."

Harrys Laune hatte sich mit jedem Wort weiter verschlechtert und das wollte etwas heißen, da er sich sowieso schon am unteren Limit bewegte. Er wollte diese Frau am liebsten ins nächste Jahrhundert hexen. Mühsam beherrschte er sich. Es wäre zwar ziemlich amüsant, aber er würde Severus damit keinen Gefallen tun. Darum antwortete er so ruhig wie möglich: „Erstens bin ich nicht ,Ihr Lieber.

Zweitens werden Sie aufhören so über Severus zu reden. Er hat mehr als einmal sein Leben riskiert, um viele andere zu retten, als das Ministerium noch alle Anzeichen ignorierte und fröhlich Däumchen gedreht hat.

Drittens war das Ritual ein Unfall. Voldemort hatte Severus als Spion enttarnt. Er wollte ihn jedoch nicht töten, da er dessen enormes Potenzial erkannt hatte. Deswegen entschloss er sich zu diesem Ritual, dass ich lediglich gestört habe. Diesen Punkt können Ihnen Professor Dumbledore und Professor McGonagall auch gerne bestätigen.

Viertens wurde dieser Landstreicher sicherlich von Voldemort geschickt, um Severus doch noch in irgendeiner Form zu schaden. Das ist ihm ja auch leider gelungen, da der Tagesprophet es nicht abwarten konnte, diesen Blödsinn zu schreiben.

Und fünftens können Sie sich Ihre Befragungen sonst wohin schmieren. Falls Sie versuchen sollten Severus mit Gewalt ins Ministerium zu schaffen oder ihn in sonst einer Weise zu belästigen, werden Sie mit ein paar unschönen Flüchen konfrontiert werden ... sowohl von Severus als auch von mir."

Während seiner kleinen Ansprache konnte Harry die verschiedensten Reaktionen beobachten. Fudge war merklich blasser geworden. Umbridge hingegen zitterte vor unterdrückter Wut. Dumbledores Gesicht zeigte keinerlei Regung, aber er hatte Harry und auch Snape keinen Moment aus den Augen gelassen. McGonagall versuchte mit mäßigen Erfolg nicht allzu sehr zu grinsen. Die beiden Auroren sahen sich immer wieder an und wussten nicht, was sie von der ganzen Situation halten sollten. Severus hingegen hatte bei dem letzten Satz seinen Zauberstab wieder hervor geholt und beobachtete wachsam die Leute vom Ministerium.

Umbridge meldete sich schließlich als Erste wieder zu Wort: „Nun Mr. Potter, da Sie sich so gegen eine Befragung wehren, würden Sie dann bitte diese kurze Erklärung unterschreiben." Bei diesem Satz waren sämtliche Alarmglocken in Harrys Kopf angesprungen. Ein schneller Blick zu Snape sagte ihm, dass er ebenfalls nichts von der ganzen Sache hielt. Umbridge würde niemals so einfach aufgeben, schon gar nicht, wenn das Ministerium dringend Erfolge brauchte. Sein Misstrauen wurde noch stärker als er die „kurze" Erklärung sah: sechs Seiten Pergament!

Wie in Zeitlupe nahm er die Unterlagen entgegen und begann sie langsam durchzulesen. „Sie müssen sich nicht die Mühe machen alles zu lesen, Mr. Potter. Das meiste sind nur irgendwelche Paragraphen.", meinte Fudge und lächelte unsicher. Tatsächlich verstand Harry kaum ein Wort von dem Geschriebenen. Es kam ihm so vor, als ob sich alles auf diesen Seiten auf irgendwelche anderen Bücher bezog. Er würde jedoch nichts unterzeichnen, was er nicht verstand, erst recht nicht, wenn ihm Fudge und Umbridge geradezu die Feder in die Hand drücken wollten.

Deshalb wandte er sich nur an Dumbledore: „Professor haben Sie zufällig die hier erwähnten Bücher? Ich würde gerne genau nachschlagen, was diese Dokumente beinhalten." Der Direktor nickte nur und zeigte auf den hinteren Teil seines Büros, wo seine private Bibliothek war.

Harry ignorierte Fudges Stammeleien und gab Severus ein Zeichen ihm zu folgen. Dieser verstand auch sofort, dass Harry ihn lieber in seiner Nähe haben wollte, wo sie sich beide notfalls den Rücken decken konnten.

Die beiden setzten sich gemeinsam an einen kleinen Tisch und begannen sich durch die diversen Gesetze zu wühlen. Sie arbeiteten etwa eine Stunde als Harry plötzlich fündig wurde. Es zeigte sich, dass sein Misstrauen durchaus berechtigt gewesen war. Neben vielen Erklärungen, die sich alle auf andere Bücher und Texte bezogen, stand dort noch etwas anderes.

Es war eigentlich fast nur eine Randbemerkung, aber die besagte, dass Harry im Falle seiner Unterschrift Snape sofort an Fudge abtreten würde. Dadurch zeigte sich mal wieder, dass man das Kleingedruckte auch in der Zaubererwelt sorgfältig lesen sollte. Snape hatte in der Zwischenzeit bemerkt, dass Harry etwas gefunden hatte und schaute seinen Meister fragend an. Dieser nickte nur leicht und zerriss dann alle Pergamentblätter, bevor er sie in den Kamin warf.

Nachdem das erledigt war, zog er seinen Zauberstab und blitzte Fudge und Umbridge kalt an: „Sollten Sie so etwas noch einmal versuchen, können Sie sich einen neuen Vorkämpfer gegen Voldemort suchen. Severus bleibt bei mir und wenn Sie das in Frage stellen, werden wir beide verschwinden. Vergessen Sie niemals, dass Sie mich brauchen. Nur ich kann Voldemort wirklich besiegen. Habe ich mich jetzt klar ausgedrückt?"

Während Fuge wie ein Häufchen Elend aussah, verschwand bei Umbridge jegliche aufgesetzte Freundlichkeit: „Sie haben zwar diesen Kampf gewonnen, Mr. Potter, aber lehnen Sie sich nicht zu weit aus dem Fenster. Sie werden aber verstehen, dass es Ihrem Sklaven nicht gestattet ist, hier weiterhin zu unterrichten." Dann wandte sie sich direkt an Dumbledore: „Sie haben bis zum Ende der Ferien Zeit einen geeigneten Nachfolger für dieses ... Halbblut zu finden. Ansonsten wird das Ministerium jemanden bestimmen."

Dumbledore schaute ihr ruhig in die Augen und meinte: „Ich habe bereits jemanden gefunden und kann Ihnen versichern, dass keine Einmischung Ihrerseits erforderlich ist. Severus wird jedoch im Schloss bleiben, da es Harrys ausdrücklicher Wunsch ist ... und auch meiner." Nachdem Umbridge merkte, dass sie hier nichts mehr erreichen konnte, verließ sie zusammen mit Fudge und den Auroren das Büro.

Dumbledore seufzte auf und schaute Snape traurig in die Augen: „Es tut mir Leid, mein Junge. Ich fürchte du wirst umziehen müssen. Aber ich versichere dir, dass deine neuen Räume den alten in nichts nachstehen werden." Snape nickte nur leicht und sah dann zu Harry hinüber. Dieser verstand die stumme Bitte seines Lehrers und gemeinsam verabschiedeten sie sich.