Disclaimer: Die Figuren und Handlungsorte gehören alle Frau Rowling, ich verdiene kein Geld mit ihnen und leihe sie mir nur aus.

Nachdem ich mit dem Kapitel zuvor nicht so recht zufrieden war, habe ich mich diesmal mehr bemüht. Und da die deutsche Sprache, eine schwere Sprache ist… hab ich jetzt meine liebe Freundin gebeten, die Geschichte Korrektur zu lesen, danke Schatzi.

Es tut mir außerdem so Leid, dass das mal wieder so lange gedauert hat, aber da war die Fußball-EM und die Hitze und eine große Inspirationsschwierigkeit, sodass das sehr lange gedauert hat. Okay, aber genug davon. Viel Spaß beim Kapitel!

„Nur noch 2 Tage bis zu den Ferien und wir haben immer noch so viele Hausaufgaben auf wie sonst.", meckerte Megan.

„Sie wollen eben, dass wir perfekt auf die Prüfungen vorbereitet sind. Mich stört eher, dass wir wegen dem schlechten Wetter gestern nicht hinaus können, da alles total matschig und irgendwie eklig ist."

sagte Natasha bedauernd und sah sich im überfüllten Gemeinschaftsraum um. Sie hatten großes Glück gehabt, dass sie noch einen Tisch bekommen hatten und nicht wie andere mitten auf dem Boden ihre Schularbeiten machen mussten.

„Nun ja, wir könnten sowieso nicht raus gehen, da wir heute unsere letzte Tanzkursstunde haben.", meinte Lily.

„Ich finde es schade, dass es schon vorbei ist. Ich meine, das waren jetzt gerade mal 4 Mal." Natasha senkte ihre Stimme, da es um sie herum mucksmäuschenstill war.

Du solltest beachten, dass diese Kurse dann jeweils 2,5 Stunden gedauert haben. Ich denke die Tänze, die wir gelernt haben, haben wir verinnerlicht. Und ansonsten kannst du dir ja Emilian schnappen, der tanzt bestimmt gerne mit dir, so wie er dich immer ansieht."

„Megan, wie oft soll ich es dir noch sagen?! Ich habe die Nase gestrichen voll von Jungs, sie sind einfach … ach keine Ahnung, jedenfalls möchte ich nichts mehr mit ihnen zu tun haben."

„Mit wem willst du nichts mehr zu tun haben?", fragte Marek, der von hinten an sie herantrat und auf seine zu laute Frage ein „Psst!" von einigen gestörten 4-Klässlern zu hören bekam.

„Mit dem männlichen Geschlecht.", sagte Megan und sah Lily interessiert an, die sich in ihre Bücher vergraben hatte. „Und willst du auch nichts mehr von Jungs wissen, Lily?"

„Ich will von der ganzen Welt nichts mehr wissen. Im Moment richtet sich meine ganze Aufmerksamkeit nämlich auf Muggel und ihre merkwürdigen Gebrauchsanweisungen. Und glaub mir, ich könnte dieses Regal nicht aufbauen. Da ich aber genau das bald tun werde müssen, lerne ich, was ich dir auch empfehlen würde."

„Ja, ja, schon gut."

„Ich störe euch ja nur ungern bei euren unheimlich wichtigen Unterhaltungen, aber einige hier versuchen tatsächlich zu lernen, also seid bitte leise.", sagte Baldur von hinten.

„Ja, ja, du Streber.", grummelte Megan und schlug ihr Buch auf.

„Also Malfoy, lass es uns so angenehm wie möglich machen: du provozierst mich nicht und ich mutiere nicht zur Zicke, in Ordnung?"

„Bedeutet das, dass wir uns wieder die ganze Zeit anschweigen?"

„Ja."

„Dann tut es mir Leid, aber das will ich nicht machen." Sie standen sich gegenüber und diskutierten: Lily immer unruhiger und Malfoy immer belustigter werdend. Die anderen Paare tanzten bereits seit einigen Minuten um sie herum, doch Lily war zu spät gekommen, in der Hoffnung wieder Christopher vorzufinden, anstatt Malfoy.

„Nun komm schon, spring über deinen hübschen Schatten: wir können ja auch einfach so reden; ohne ein Wort mit Anfangsbuchstaben N zu erwähnen. Über Hogwarts oder so."

Lily blickte ihn misstrauisch an, doch sie gab achselzuckend nach: „Na gut, aber nur darüber und du fängst nicht plötzlich an, mich über meine Kindheit oder so etwas auszufragen."

„In Ordnung und nun komm her, wir müssen mal anfangen, alle anderen starren uns schon so komisch an."

„Ja, ja." Damit begab sie sich in Tanzposition und ließ sich von ihm führen.

„Konntest du schon früher tanzen?", versuchte er sie in ein Gespräch zu verwickeln.

„Nein.", antwortete sie knapp.

„Ich schon, wir hatten so eine Veranstaltung wie diesen Maiball schon einmal vor drei Jahren. Meine damalige Freundin hat mich dazu genötigt, hierher zu gehen, aber damals war die Tanzlehrerin eine Schreckschraube."

„Ich vermute, deine Freundin war älter als du?", fragte sie mit einem zynischen Unterton.

„Sehr komisch."

„Dankeschön." Ihr Lächeln war eher von böser Natur, da sie schon jetzt genervt davon war, sich alle von Malfoys Freundinnengeschichten anhören zu müssen, denn die würden sicherlich in dieser langen Zeit alle zur Sprache kommen.

„Und wieso hast du diesen Tanzkurs gemacht?", fragte Malfoy weiter.

„Um das reizende Vergnügen zu haben, mit dir zu tanzen."

„Tatsächlich?" Seine Augenbrauen wanderten in die Höhe und er tat so, als würde ihm der Sarkasmus nicht auffallen.

„Nein. Ich habe nicht darum gebeten, mit dir zu tanzen. Ich fand meinen Tanzpartner gut, wir haben hervorragend zusammen gepasst." Malfoy brach in so einen Lachanfall aus, dass sie einen Moment stehen bleiben mussten. Als er sich wieder beruhigt hatte, sagte er unter gelegentlichem Lachen: „Ihr wart eine wahre Lachnummer, Lily, mit mir bist du definitiv besser dran. Ich kann immerhin schon etwas tanzen, er hingegen ist dir immer auf die Füße gestiegen. Alle im Saal hatten richtig Angst um dich, weil du immer ein schmerzverzerrtes Gesicht gemacht hast."

„Na ja, du hast vielleicht Recht, aber er hat nicht immer mit mir diskutiert."

„Ich finde, man sollte mindestens einmal die Woche eine anständige Diskussion führen, ansonsten ist das Leben langweilig."

Sie war beeindruckt von diesen Worten, obwohl sie sich gegen diesen Eindruck sträubte.

„Und am Liebsten diskutiere ich mit dir.", sprach er ungerührt weiter. „Du zeigst dabei immer so viel Leidenschaft." Sie öffnete entsetzt den Mund, doch indem er sie ausdrehte und wieder an sich zog, zerschlug er ihre Argumente mit dem Überraschungseffekt.

„Und diese Leidenschaft gefällt mir gut, denn das bedeutet, dass du ein Herz hast. Und deines liegt dir sogar die meiste Zeit auf der Zunge. Versteh mich nicht falsch, ich finde das gut."

„Du findest das gut?", fragte sie, die diese Eigenschaft nicht unbedingt mochte, da sie meistens alles sagte, was sie dachte und das manchmal ungeahnte Folgen hatte.

„Seit wann gibst du denn etwas auf meine Meinung? Aber ja, ich finde es gut."

„Ich gebe nichts auf deine Meinung, ich dachte nur, dass ich mich verhört hatte, weil aus deinem Mund auch mal nette Worte gekommen sind."

„Ich bin netter als du denkst. Generell habt ihr Gryffindors eine völlig falsche Ansicht von uns Slytherins."

„Dann sag mal: wie seid ihr tatsächlich?" Sie wollte ihn damit aufziehen, doch er hatte wie immer eine schlagkräftige Antwort parat.

„Ich denke, wir sind euch ähnlich: Mutig und klug. Wir haben nur eine andere Eigenschaft, die ihr Gryffindor nicht habt: wir sind ein kleines bisschen link. Nur zu Leuten, die wir nicht mögen und solchen, die wir ausspielen wollen. Zu Freunden sind wir nett, aber sie fühlen sich meistens nicht sicher, obwohl ein Slytherin niemals einen Freund verraten würde. Deshalb findet man in Slytherin noch wahre Freunde. Bei euch im Haus, würden sich einige durchaus verraten, auch wenn sie es nicht glauben. Sie gestehen sich nicht ein, dass sie durchaus hinterhältig sein könnten. Wieso der Hut sie trotzdem in das Haus gesteckt hat? sie fressen alles in sich rein, lassen ihren trieb zur falschheit nicht herraus und deshalb sind sie nicht für slytherin geschaffen."

Lily war etwas geschockt von der Länge seiner Rede und von den Schritten, die sie gerade gemacht hatten, denn es war eine komplizierte Figur gewesen. Nach ein paar Minuten neckte sie ihn wieder: „Sei ehrlich: Wie lange hast du diese Rede vor dem Spiegel einstudiert?" Sie lächelte ihn an und ab diesem Zeitpunkt war das Eis gebrochen.

„Oh, nein, kein Spiegel, so etwas denke ich mir in meinen schlaflosen Nächten aus." Er grinste sie an.

„Ich denke darüber nach, was ich am nächsten Tag anziehe oder wie mein Traummann aussieht und du schreibst Lobreden auf Slytherin."

„Nun, das ist Solidarität. Oder ich leide zu oft an Schlafstörungen." Sie brachen in Gelächter aus und tanzten holprig weiter.

Als dieser letzte Kurs vorüber war, fragte Malfoy: „Und, bin ich so ätzend, wie du dachtest?"

„Nein, bist du nicht.", sagte Lily ehrlich. Die Schüler strömten um sie herum auf den Eingang zu und der Saal leerte sich langsam.

„Und hast du das hier gut überlebt?"

„Wieso fragst du das?"

„Wieso beantworten Frauen Fragen immer mit Gegenfragen?"

„Ja, ich habe es gut überlebt."

„Könntest du diese Umstände in deine Überlegungen einbeziehen, wenn ich dich jetzt etwas frage?"

„Ja. Ich denke schon."

„Gut, Lily, willst du mit mir zum Maiball gehen?" Lily war so überrascht, dass sie nichts sagte, doch Malfoy kam ihr sowieso zuvor: „Du musst nicht sofort antworten, und wir würden auch nur als Freunde gehen. Ganz zwanglos, nur um einen netten Abend zu verbringen. Sag mir einfach am Balltag Bescheid." Damit verließ auch er die Große Halle und Lily stand alleine in ihr. Normalerweise bekam man nicht mit, wie groß dieser Saal war, doch nun wurde es ihr bewusst und sie stürzte förmlich hinauf in den Gryffindorturm. Hier war ihr alles vertraut und sie fühlte sich schlagartig sicher.

Sie hockte sich neben Natasha, die in einem Sessel saß und alle Viere von sich streckte, und flüsterte ihr zu: „Malfoy hat mich zum Ball eingeladen, was soll ich denn jetzt machen?" Natasha sprang überrascht auf und die beiden liefen tuschelnd in den Schlafsaal.

Beim Abendessen sah sie sich um und fand mit den Augen Christopher, dem sie eine kräftige Standpauke halten wollte. Sie entschuldigte sich kurz bei ihren Freunden, die eine große Diskussion angefangen hatten, ob nicht jeder in der Schule eine Flasche Gripsschärfungstrank kostenlos zum Schuljahresbeginn erhalten sollte. Sie tippte kurz auf Christophers Schulter, der sich überrascht umwandte und sie erschrocken anblickte. Sie nickte kurz in Richtung Tür und ließ ihn vorgehen.

„Es scheint dir besser zu gehen.", sagte sie, als sie sich in eine Ecke des Vorraums zur großen Halle verzogen hatten.

„Wie meinst du das?", fragte er ängstlich und Lily rätselte, ob er dachte, dass sie ihm den Kopf abreißen wolle.

„Nun, du warst nicht beim Tanzkurs, also nahm ich an du wärst krank, aber du bist offensichtlich ganz gesund."

„Ähm ja, ich bin durchaus gesund, es war nur so, dass ich…nun es hört sich dumm an…"

„Chris, sag es einfach."

„Nenn, mich nicht Chris. Also, du weißt ja, dass meine Freundin letzten Mittwoch Schluss gemacht hat.

Nun, es war wegen dir. Sie fand, du wärst zu hübsch und dachte, ich würde mich in dich verlieben. Wir haben uns aber wieder vertragen und nun ja, sie hat mir verboten weiter zum Tanzkurs zu gehen."

Lily konnte ihr Lachen nur schwer unterdrücken, was teils an der Geschichte selbst, wie auch an seinem Gesichtsausdruck lag.

„Und wieso hast du es mir nicht gesagt?", fragte sie und versuchte das nun über ihm kreisende Herz zu ignorieren.

„Ich darf nicht mehr mit dir reden."

Nun war Lilys Selbstbeherrschung dahin und sie begann herzhaft zu lachen. Offenbar hatte seine Freundin auch Recht gehabt, mit dem Redeverbot, denn in seinem Herz war ihr eigenes Gesicht, das leicht rosa unterlegt war.

„Nun, dann solltest du schnell wieder hineingehen. Ich komme dann in 2 Minuten nach." Christopher rauschte, so schnell ihn seine Beine trugen, davon und Lily stand lachend in der Ecke, wo sie von vorübergehenden Schülern merkwürdig gemustert wurde. Als sie an den Gryffindortisch zurückkam, war die Diskussion auf ihrem Höhepunkt angelangt und Lily beteiligte sich lebhaft daran, obwohl ihr im Unterbewusstsein eine Frage auflauerte, die auf einen geeigneten Zeitpunkt wartete, um herauszukommen: 'Hatte Malfoy nicht eine Freundin, und wenn ja, wieso wollte er dann mit ihr zum Ball gehen?'

Die Herzen um sie herum betrachtete sie eher mit Neugierde und es schien so, als seien Frühlingsgefühle erwacht, denn fast jedes der Herzen hatte einen rosanen Farbton und selbst Natasha hatte kein gebrochenes mehr. Nur Lilys eigenes hatte einen leichten Schatten.

Hinterlasst doch bitte ein paar Reviews, meine Beta und ich sind schon ganz gespannt, wie ihr auf das Kapitel reagiert.