Disclaimer: Das hier gehört alles J.K. Rowling, von mir aus sogar die Sachen, die ich erfunden habe.

Hauptsache, sie schreibt endlich das siebte Buch fertig…

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Irgendwie komme ich von der ernsten Schiene nicht weg, das hier wird wieder so emotional…

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Kapitel 13: Nichts als die Wahrheit:

Harry weinte hemmungslos, Liams Geschichte war einfach zu traurig gewesen. Kurz nachdem er zu erzählen begann, hatten seine Hände zu zittern und seine Augen zu glänzen begonnen. Seine Stimme hatte sich verändert und Sekunden darauf hatte Harry nicht nur gehört, was Liam als Sterblichem zugestoßen war, sondern er hatte es selbst gesehen, es selbst miterlebt! Er hatte von seiner ersten und einzigen Liebe erzählt, einem Jungen namens Kieran. Harry hatte ihn in seinem Geist gesehen, er war wunderschön gewesen, lockiges schwarzes Haar und liebevolle Augen, immer ein freundliches Lächeln auf den Lippen. Aber dann hatte Harry ihn sterben sehen, durch Liams Hand und das war erst der Beginn des dunklen Pfades des Hasses gewesen, dem Liam danach folgte.

Harry sah unzählige Muggel und auch Zauberer durch Liams Hand vernichtet und weinte bitterlich um sie, aber viel mehr schmerzte ihn die Finsternis, die Besitz von Liams Herz ergriffen hatte. Nach ein paar Jahrhunderten der blutigen Rache war Liam dann auf die Essenz der Magie gestoßen und sie hatte ihn vor den Schatten seiner eigenen Verbitterung gerettet, aber nicht nur dass, sie hatte ihn auch zurück ins Licht geführt und ihm eine neue Aufgabe gegeben, die anderen Elementals zu finden, um den Kreis der Macht zu vervollständigen.

Liam hatte erzählt, wie er von James und Lily Potter gehört hatte und wie er Harry vom ersten Moment in sein Herz geschlossen hatte. Harry hatte seine Eltern durch Liams Augen gesehen und war noch nie in seinem Leben glücklicher gewesen. Doch Liam fühlte sich schuldig wegen dem Tod der Potters und verschwand im Nichts, als ihm klar wurde, dass er seine Erinnerungen mit seinen neuen Freunden geteilt hatte. Harry und die anderen verspürten sein Verschwinden, bevor sie es sahen.

Hermine sprach als erste, „Wo ist Er denn jetzt hin, ich habe noch so viele Fragen.", aber Harry unterbrach sie, „Hermine, fühlst Du es denn nicht? Liam schämt sich dafür, so passiv gewesen zu sein und glaubt, es sei seine Schuld, dass uns in den letzten Jahren so viele schlimme Sachen passiert sind. Er leidet und ist ganz allein, wir müssen ihn finden!"

Draco meldete sich vorsichtig zu Wort, „Vielleicht sollten wir die heiligen Tiere um Hilfe bitten, sie kennen Ihn schon viel länger als wir. Byaako? Byaako, hörst Du mich? Weißt Du wo Liam sich aufhält?" Eine Windböe durchzog den Raum und der kleine eisblaue Tiger erschien wie gerufen.

„Hey Draco, hast Du jetzt Zeit zu spielen?", und sprang aufgeregt zwischen den anderen umher.

Draco sah ihn genervt an, „Ich spiele mit Dir, wenn Du mir verrätst, wo Liam hin verschwunden ist, Du kannst ihn doch bestimmt finden."

„Hm, er ist im Sanktuarium und versteckt sich in der Höhle der Magie. Was willst Du denn von Ihm?", Byaako war verwirrt, warum wollte Draco nie mit ihm spielen?

„Liam ist im Sanktuarium? Wie kommen wir dahin, Byaako?", Harry verlor langsam die Geduld, er konnte spüren, dass Liam seine Hilfe brauchte, aber er wusste nicht, wie er ihm helfen sollte oder wie er zu ihm gelangen konnte.

„Ihr müsst einfach sagen –Malfermu Portalo de Cielo– und Ihr werdet geradewegs ins Heiligtum gebeamt. Können wir jetzt spielen?", fragte Byaako ungeduldig.

Harry und die anderen sahen sich einen Augenblick an, dann sagten sie gemeinsam –Malfermu Portalo de Cielo– und einen Moment später standen sie in der Kristallhöhle.

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Harry, Draco, Ron und Hermine sahen sich um und erkannten nirgendwo eine Nische, wo Liam sich vor ihnen verstecken konnte. Genbu, Suzaku und Seiryuu erschienen in ihrer Tiergestalt, verwandelten sich dann aber in Menschen. Genbu sah jetzt aus wie ein alter Mann, mit einem Stock, auf den er sich stützte. Harry fühlte sich an einen fiktiven Außerirdischen namens Yoda erinnert, denn er einmal in einem Muggelfilm gesehen hatte. Suzaku saß nackt auf dem Boden, in ihre Haare gehüllt und Seiryuu stand mit verschränkten Armen etwas abseits in einer Ecke. Er schien Ende Zwanzig zu sein und beobachtete Hermine und ihre Freunde interessiert, mit zugekniffenen Augen.

Harry ging zu seinem elementalen Partner und fragte aufgeregt, „Genbu, bitte, wo ist Liam? Ich habe das Gefühl, dass er uns jetzt braucht."

Genbu seufzte und antwortete dann, „Liam hat sich zurückgezogen, aber ich kann euch nicht sagen, wohin. Dafür ist er zu stark, er hält sogar mich fern. Allerdings glaube ich, dass Eure Male Euch weiterhelfen könnten. Er gehört wie Ihr zu Eurem Zirkel, Eure Male sind eine Verbindung miteinander eingegangen, aber ich kann nichts versprechen. Versucht es, etwas anderes fällt mir momentan auch nicht ein. Ihr müsst Euch nur im Kreis aufstellen und Euch auf die Male konzentrieren, dass sollte den Kreis aktivieren."

Die vier stellten sich im Kreis auf und hielten ihre rechten Handgelenke in die Mitte, dann schlossen sie ihre Augen und konzentrierten sich auf Liam. Ihre Male begannen zu glitzern und kurz darauf öffnete sich eine Wand an Rons linker Seite.

Sie hörten Liams Schluchzen, unterbrochen von Schreien und rannten zu dem Eingang der neu geformten Höhle. Liam saß an ihrem Ende auf dem Boden und hielt seine Beine fest umklammert.

Harry rannte voraus, die drei anderen folgten ihm.

„Liam?", flüsterte Harry behutsam, „Liam, bitte komm zurück zu uns."

Der schreckte auf. Mit weit aufgerissenen Augen starrte er seine Freunde an, „Ihr wollte wirklich noch etwas mit mir zu tun haben, nach allem was Euch meinetwegen zugestoßen ist?"

Harry lächelte seinen Kumpel liebevoll an, „Du bist jetzt einer von uns und wir kümmern uns um unsere Freunde. Wir haben alle gesehen, was mit Dir passiert ist. Wir haben nicht wegen deinen Taten geweint, sondern weil wir deinen Schmerz gespürt haben. Wir haben uns Sorgen um Dich gemacht, lauf bitte niemals wieder weg!"

Liam war verwirrt, sie hatten ihm verziehen, aber warum.

Draco kniete sich neben seinem geliebten Harry vor Liam und sprach zum ersten Mal, „Liam, Du bist jetzt ein Teil von uns und wir von Dir, wie hätten wir Dir nicht verzeihen können?"

Liam spürte, dass sie die Wahrheit sagten, sogar Ron sah besorgt aus, auch wenn er es nicht wirklich zeigen konnte oder wollte. Er lächelte seine Freunde an und stand dann auf, „Danke, ich werde versuchen, mich Eurem Vertrauen gegenüber als würdig zu erweisen."

Sie umarmten sich lange, ihre Elementals kamen auch dazu, sogar Seiryuu. Byaako dagegen hüpfte in der Gestalt eines 8-jährigen Jungen kichernd um sie herum.

Dann kehrten sie zurück nach Grimmauldplatz 12.

TBC