Warning: Lemon…Oder auch stark angedeutete heiße Szenen… *lol*
13. In der Hitze des Gefechts
Mit zahlreichen Büchern bepackt schloss sie etwas unbeholfen ihre Zimmertür hinter sich und machte sich wackelig auf den Weg hinab in die Bücherei. Sie hatte sich am vergangenen Wochenende, mit Hilfe der vielen Wälzer die sich nun in ihren Armen befanden, auf eine saftige ZAG-Vorbereitungsprüfung für die *Geschichte der Zauberei* vorbereitet.
Der Weg gestaltete sich zu ihrem Übel jedoch komplizierter, als sie es gedacht hatte. Sie wusste bereits als sie die Wälzer in ihrem Arm stapelte, dass sie sich übernommen hatte. Doch sie hatte gehofft ihr würde einer der Schüler über den Weg laufen, den sie dazu verdonnern konnte ihr beim Tragen zu helfen. Leider waren die Gänge momentan erschreckend leer.
Scheinbar waren wirklich alle zurzeit im Unterricht. Und so taumelte sie selber die Last stemmend hinab in die große Halle. Vielleicht konnte sie die Bücher dort irgendwo ablegen um ihren Zauberstab aus ihrer Hosentasche zu ziehen.
Gott, sie war manchmal wirklich eine jämmerliche Hexe.
Sie hatte gerade die letzte Stufe hinab in die große Halle hinter sich gelassen, als sie jemand von hinten grob anrempelte. Sekunden später fand sie sich inmitten der Wälzer wieder, die nun zu ihren Füssen verstreut lagen.
Der Blonde drehte sich im Laufen nach ihr um, lief ein Stück rückwärts und stoppte dann langsam. Er trug eine dunkelgraue Sporthose, ein grünes Shirt und eine schwarze Sportjacke. Ein selbstgefälliges Grinsen umspielte seine Lippen.
„Malfoy, du bist so ein Arschloch", knurrte sie.
„Entschuldige, dass war ein Versehen", entgegnete er amüsiert.
Sie schüttelte den Kopf. „Natürlich! Das war also kein jämmerlicher Versuch deinen gekränkten Stolz zu rächen?", hauchte sie und hockte sich hin um die Bücher aufzusammeln. Warum sie keine Magie nutzte wusste sie nicht. Es erschien ihr richtiger es auf die altbewährte Art und Weise zu tun.
Er kam langsam auf sie zu, blieb direkt vor ihr stehen. „Du glaubst doch wohl nicht ernsthaft, dass du mich mit diesem Unsinn gekränkt hast, Granger?", sagte er schneidend.
„Oh doch", entgegnete sie lachend.
Er hockte sich ruckartig vor sie hin, ihre Gesichter berührten sich fast. „Dass das keine Glanzleistung war wissen wir beide. Du bist immerhin mehrmals aus dem Bett gefallen und hast mich gebissen", flüsterte er dann kaum hörbar. Sein Atem streifte sie.
„Du mich auch", gab sie schnappend zurück.
Er lachte leise, stapelte einige der Bücher lieblos. „Granger, wir waren beide zu dicht um unsere eigenen Namen zu schreiben. Ein Wunder dass wir es tatsächlich hingekriegt haben… Also, nichts für Ungut. Was mich wirklich verärgert hat, ist die Tatsache, dass du es scheinbar sofort deiner kleinen Freundin unter die Nase binden musstest."
„Das habe ich nicht", fauchte sie so leise wie möglich zurück, „das war ein dummer Zufall. Ich war genauso geschockt wie du!"
Er lachte bitter. „Sicher!"
Mione blickte sich kurz in der immer noch menschenleeren Halle um, dann rückte sie noch näher an ihn heran. Sie fragte sich ob es überhaupt noch näher ging. „Außerdem hast du es ja scheinbar auch schon in die Welt hinaus getragen", flüsterte sie dann so leise, dass sicherlich nur er es hören konnte.
Malfoy runzelte sichtlich verwirrt die Stirn.
„Zabini", flüsterte sie herausfordernd.
„Zabini?", wiederholte er ungläubig. „Wie kommst du darauf, dass ich es Zabini erzählt hätte?"
„Ich sehe wie ihr mich anseht. Und ich sehe dass ihr flüstert", knurrte sie.
Er stand lachend auf, wandte sich ab und entfernte sich einige Schritte von ihr. „Granger, du bist paranoid."
Sie richtete sich ebenfalls ruckartig auf, spürte dass sie vor Wut errötete. „Paranoid? Du hast sie ja wohl nicht alle. Du hast meine ärmliche Situation aufs hinterhältigste ausgenutzt. Entschuldige also bitte, dass ich dir nicht über den Weg traue, Malfoy!"
Der Blonde lachte ungläubig auf. „Ich habe deine Situation ausgenutzt? Meiner Erinnerung nach bin ich hier das arme Opfer."
Nun war es an ihr zu lachen. Es war unglaublich wie er es schaffte ihre in den vergangenen Stunden gewonnene Ruhe in Sekunden in ein inneres Unwetter zu verwandeln. „Ach ja? An was erinnert sich das arme Opfer denn? Worauf willst du hinaus?"
Er verschränkte die Arme vor der Brust. „Es ist interessant, dass du mich bis vor wenigen Wochen noch angeblich so wenig leiden konntest; es im entscheidenden Moment aber gar nicht erwarten konntest endlich zur Sache zur kommen."
„Ich kann dich nicht leiden! Und ich konnte es noch nie", spie sie so laut, dass sie einen Moment befürchtete jemand musste sie gehört haben. Doch die große Halle blieb menschenleer.
Er taxierte sie mit einem fast schon wissenden Grinsen, die Arme hatte er immer noch abwehrend vor der Brust gekreuzt. Sie konnte regelrecht das Spiel seiner Muskeln unter der hauchdünnen Sportjacke sehen.
Sie wich schwer atmend zurück und verdrängte diesen absurden Gedanken.
Wieder sah er sie einfach nur herausfordernd an. Gott, sie konnte es in seinem Blick lesen. Ganz klar und deutlich. „Du meinst also ich hätte es tatsächlich gewollt?"
Er zuckte schwach mit den Schultern. „Ab einem gewissen Punkt ja. Warum auch immer."
„Das ist Schwachsinn."
„Granger, deine Blicke sagten bereits alles. Außerdem bist du fast schon gekommen, als ich vor den Ferien in der Halle gegen dich gefallen bin."
Sie schnappte lachend nach Luft. „Du selbstgefälliges Miststück, du glaubst doch nicht ernsthaft-"
„Und ich kann mich auch noch sehr gut daran erinnern, wie du mich regelrecht durch den Türrahmen in dieses scheiß Zimmer drängen wolltest", fiel er ihr herausfordernd ins Wort.
„Ja, richtig", gab sie schneidend zurück. „Das Zimmer, das du - spürbar und sichtlich angeregt - für uns organisiert hast."
Seine Augen funkelten dunkel auf und er ließ die Arme sinken. „Weil du wolltest, dass ich es organisiere. Du hast regelrecht darum gebettelt."
„Jetzt mach dich nicht lächerlich, Malfoy"
Nun lachte er spöttisch, doch sie konnte seine Augen deutlich vor Wut funkeln sehen. „Ich kann deine Worte für dich wiederholen, Granger. Jedes einzelne Wort."
Sie hechtete zu ihm herüber, ein Teil von ihr verlangte ihm eine schallende Ohrfeige zu verpassen. Der andere brüllte danach ihn einfach nur anzufassen, was ziemlich absurd war. Doch überraschenderweise zeigte sie nur mit dem Finger auf ihn. „Weißt du was, Malfoy. Vielleicht wollte ich dich in diesem Moment. Vielleicht weil ich sturzbetrunken war. Vielleicht sogar, weil ich noch vollkommen geblendet von deinem Ruhm und dem Hype den du ausgelöst hast war. Doch eines steht fest: Du warst es nicht wert. Ich versuche jetzt noch deinen elenden Gestank von mir zu waschen."
Zufrieden und mit rasendem Herzen wich sie wieder etwas zurück. Gott, ihr scheiß Herz schien sie umbringen zu wollen. Es schlug so heftig gegen ihre Brust, dass ihr übel wurde. Und wieder wurde ihr bewusst wie fantastisch er roch…
Er sah sie an. Wütend, scheinbar sogar sprachlos. Und es tröstete sie fast über die Tatsache hinweg, dass er nicht ängstlich zusammengezuckt war, als sie an ihn herangestürmt war.
Wie angewurzelt starrte sie ihn an; und er starrte aus tiefdunklen Augen zurück. Sein Anblick fesselte sie. Das Gefühl, welches sie überkam war merkwürdig, schien sie zu benebeln. Fahrig leckte sie sich über die Lippen, ihr Hals war entsetzlich trocken.
Dann schoss er vor und sie zuckte zu ihrer Schande zusammen. Doch anstatt ihr die schallende Ohrfeige zu geben, die sie für den Bruchteil einer Sekunde erwartet hatte, zog er sie grob an sich und küsste sie hart.
Sie wollte ihn von sich schieben, doch ihre Hände gehorchten ihr nicht. Stattdessen krallte sie sich schmerzhaft in seinen Schultern fest, presste sich gegen ihn. Irgendwie schien die Verbindung zu ihrem Verstand gekappt, sie wusste selber nicht mehr, was sie hier tat.
Stöhnend taumelten sie zurück, stolperten beinahe über einige der Bücher, die hinter ihnen lagen. Doch er hielt sie aufrecht während sie zusammen an der unteren Brüstung des Treppengeländes zum Stehen kamen. Sie wusste sie sollte ihn von sich stoßen, ihm die Ohrfeige verpassen, die er verdiente. Doch komischerweise erschien ihr das gerade nicht das richtige zu sein.
Stattdessen küsste sie zurück, krallte sich grob in seinen Haaren fest. Er keuchte unter ihrem Griff auf und biss ihr leicht in die Unterlippe. Sie öffnete die Lippen, stieß ihre Zunge bestimmt gegen seine, während sie wie von selbst das linke Bein hob und es eng um seine Hüfte legte.
Unerträgliche Hitze durchfuhr sie und es kam ihr beunruhigend vertraut vor. Sie fühlte sich in diesen verhängnisvollen und volltrunkenen Kuss zurück versetzt, der alles ins Rollen gebracht hatte. Doch irgendwie war heute alles erschreckend vernebelter und doch klarer zugleich.
Er umfasste ihr Bein, ließ dann seine Hand grob und doch unendlich sanft an der nackten Haut ihre Oberschenkels entlang wandern. Sie hasste sich dafür heute einen schwarzen Rock angezogen zu haben; und zeitgleich war irgendetwas in ihr erleichtert darüber.
Grob versuchte sie ihre Hände zwischen sich und ihn zu bringen; sie war überrascht dass der Reißverschluss seiner Sportjacke bereits geöffnet war. Viel mehr noch, sie hatte ihm die Jacke bereits über die Schultern zurück geschoben. Die nackte Haut seiner Schulterblätter blitzte ihr verführerisch unter dem Muskelshirt entgegen, welches er trug.
Sie ließ ihre Nägel über die spärlich freigelegte Haut fahren und er drückte sich fester und spürbar hart gegen sie. Ihre Lippen hatten sich von einander gelöst, er knabberte an ihrem Schlüsselbein während sie sich mit fiebrigen Augen in der immer noch menschenleeren Halle umsah.
„Malfoy", keuchte sie, versuchte sich etwas von ihm zu lösen. Ihr Körper gehorchte ihr nur widerwillig. Sie rang regelrecht nach Luft und seiner Nähe, als er ihrer stummen Bitte langsam nachkam.
Er sah sie aus fast tiefschwarzen Augen kritisch an und sie konnte nicht anders als seine Lippen wieder zu verschließen.
Irgendetwas in ihr hielt sie davon ab solange von ihm abzulassen, dass er oder sie wieder rechtzeitig zu Verstand kommen konnten. Sie löste ihr Bein aus seinem Griff und schob ihn bestimmt zurück. „Nicht…hier", krächzte sie dabei zwischen zwei groben Küssen.
Auf entsetzlich wackeligen Beinen manövrierte sie sich gemeinsam in einen der Seitengänge. Hier und da streiften sie einen Vorsprung oder kamen stark taumelnd an einer der Steinwände zum stehen. Doch letztendlich erreichten sie ihr mehr oder weniger bestimmtes Ziel: Eine fast ungenutzte Besen- und Rumpelkammer.
Hektisch entriegelte sie das Schloss und öffnete die knarrende Tür so lautlos wie nur möglich. Als sie ins Innere taumelten meldete sich kaum merklich ihre innere Stimme. Nicht die gehässige und sie verspottende innere Stimme, die sie nun seit geraumer Zeit plagte. Diese hier flehte sie an zu stoppen und zu gehen. Doch die unerträgliche Hitze in ihrem Körper, die ironischerweise ganz offensichtlich nur durch ihr Gegenüber befriedigt werden konnte, brachte sie jäh zum Schweigen.
Bevor die innere Stimme sie ein zweites Mal stoppen konnte, war die Tür geschlossen und Malfoy sah sie wieder aus diesen undeutbaren dunklen Augen an. Sie presste sich bedenklich fest an ihn, saugte sich regelrecht an seinen Lippen fest und ließ sich so heftig nach hinten fallen, dass sie schmerzhaft an die seitliche Regalwand gedrückt zum Stehen kamen.
Einige der Möppe fielen auf sie herab, ein Besen krachte geräuschvoll neben ihnen auf den Boden. Ihre Hüften fest umklammert befreite er sie von zwei Putzlappen, schob sie zurück zur Rückwand des Raumes. Doch ihr Weg endete auf halber Strecke, da sie in einen herumstehenden Eimer trat.
Leise fluchend löste sie sich etwas von ihm, er folgte ihrem Blick, hob sie genervt an und sie beförderte den Eimer mittels Schwung ihres Fußes in die andere Ecke des Raumes. Dann setzten sie ihren Weg fort, bis sie die harte Steinmauer in ihrem erhitzten Rücken spürte.
Malfoy löste seinen Griff um ihre Hüften, stützte sich schwer atmend und mit beiden Händen links und rechts von ihr an der Wand ab. Sein Atem streifte sie und sie hatte das Gefühl zu verbrennen, sie griff nach seinen Hüften um ihn erneut an sich zu ziehen, doch er ging bestimmt auf minimalen Abstand und öffnete schließlich mit einem fast schon erlösendem Ruck ihre beigefarbene Bluse; ließ sie gefühlt nur in ihrem rosafarbenen BH zurück.
„Rosa, Granger?", flüsterte er heiser.
„Halt den Mund", knurrte sie und beobachtete mehrere Knöpfe dabei wie sie absprangen und in der Dunkelheit verschwanden. Mit ebenso schnellen, gezielten und doch ungewöhnlich hektischen Bewegungen, riss er an den Trägern ihres BHs, bis dieser ihren Busen mehr oder weniger entblößte.
Währenddessen zerrte sie regelrecht am Stoff seiner Sporthosen, versuchte sie über seine Hüften hinabzudrängen; da sie die Kordel nicht zu fassen bekam gestaltete sich dies entsetzlich schwer. Fast zu schwer für ihre fahrigen und fiebrigen Finger. Endlich gelang es ihr, er fluchte leise und schmerzerfüllt auf, als sie den Bund grob mitsamt seiner Shorts über seine empfindliche und angeschwollene Körpermitte hinweg riss.
Ihre innere Stimme, die gehässige, schien amüsiert und belustigt über sie selber und ihre Handlungen zu lachen. Doch sie ignorierte es, drängte jegliche Gedanken beiseite und zog ihr persönliches Lieblingsmiststück erneut fest an sich, schob eine Hand dabei unter sein Shirt und krallte sich an seinem nackten Rücken fest, die andere platzierte sie ebenso bestimmt auf seinem Hintern.
Seine Finger fuhren blitzschnell unter ihren Rock, schoben ihren Slip fast schon schmerzhaft grob beiseite und berührten sie spielerisch und doch testend. Benommen drängte sie sich gegen ihn.
„Mach schon", raunte sie ungeduldig und zog ihn an den Haaren.
Wieder ging er leicht auf Abstand, funkelte sie aus dunklen Augen an. Seine Miene war natürlich wie immer undeutbar und dennoch so deutlich erhitzt. Dann umfasste er mit einer Hand ihr Bein, hievte es über seinen Arm und stützte sich mit dem anderen wieder an der Wand am. Im nächsten Augenblick war er in ihr, füllte sie mit einer einzigen Bewegung aus. Sie warf sich stöhnend zurück, ihr Hinterkopf kollidierte hart mit der Wand hinter ihr.
Doch das Gefühl seiner Bewegungen in ihr brachte den Schmerz zum Schweigen bevor er überhaupt wirklich aufkeimen konnte. Sie vergrub ihren Kopf in seinem Nacken, biss keuchend in die zarte Haut, während sie ihre Finger fest in seinem Fleisch versenkte. Es entlockte ihm ein beinahe göttliches Keuchen und seine Bewegungen wurden schneller und fester.
Sie drängte ihn noch näher an sich, legte ihr angehobenes Bein fest um seine Hüften. Nach zwei kaum spürbaren Stößen winkelte er es weiter an um sich wieder mehr Bewegungsfreiheit zu schaffen.
Der Raum schien mit jedem folgenden Stoß immer mehr ins Schwanken zu geraten. Sie krallte sich noch tiefer in sein Fleisch, saugte hart an seinem Nacken. Dabei spürte sie wie die Steinwand in ihrem Rücken ihr langsam aber sicher, selbst durch den Stoff ihrer Bluse, die Haut vom Rücken zu schälen begann. Doch es war ihr egal, es fühlte sich unbeschreiblich an.
Stoß für Stoß spürte sie wie es sie innerlich verbrannte, sie immer mehr fortriss. Sie versuchte erneut ihr Bein fester um ihn zu legen, doch sein eiserner Griff hielt sie davon ab. Sie keuchte lautstark auf als sie eine ziemlich steile Klippe zu passieren schien, dann begann ihr Innerstes zu zucken. Mit unbeschreiblicher Kraft drängte sie seinen Griff zurück, presste ihr Bein um seine Hüften und verstärkte den Griff um ihn mit all ihrer Kraft. Ohne ihm auch nur einen Millimeter Bewegungsfreiheit zu gönnen kippte sie über die letzte Klippe und riss ihn schließlich auf halber Strecke mit.
Zuckend und keuchend rutschten sie an der Wand hinab, hielten sich schließlich mehr oder weniger gemeinsam halb aufrecht. Keuchend und schwitzend rang sie nach Luft. Nur langsam und fahrig sammelten sich ihre Gedanken klar in ihrem Kopf.
Mit zittriger Hand strich sie sich eine verschwitzte Locke aus der Stirn, sah ihn aus vernebelten Augen an. Er brachte sich etwas auf Abstand, ließ ihr Bein los und es schien wie von selber kraftlos auf dem Boden aufzuschlagen. Seine Haare waren eine schier unglaubliche Farce, sie standen in allen Himmelsrichtungen ab. Zwischen den Fingern ihrer linken Hand hing ein ganzes Dutzend silberblonder Strähnen.
Gott, sie hatte gerade nicht nur ihren ersten wirklichen Quickie vollzogen. Sie hatte auch noch ihren ersten Orgasmus während des Aktes und ohne manuelles Zutun erreicht. Mit Malfoy!
Ihre innere Stimme lachte schallend.
Plötzlich schien seine Nähe unerträglich. Sie drängte ihn keuchend zurück, doch er folgte dem Druck scheinbar mehr als willig. Mit schnellen und gezielten Handgriffen zog er sich wieder halbwegs an.
Schließlich musterte er sie mit abfälligen Augen, strich sich das verwirrte Haar etwas glatt und betastete sich dann seinen geschändeten Nacken. Er zuckte bereits bei der leichtesten Berührung zusammen, begutachtete dann etwas umständlich seine nackte und zerkratzte Schulter.
„Scheiße Granger, bist du ein Vampir oder was?", spie er dann schneidend hervor.
Mione zog die Stirn kraus und bedachte ihn mit einem ungläubigen Blick. Doch er sah sie gerade gar nicht wirklich an, war viel mehr damit beschäftigt sich mittels provisorischer Reinigungszauber wieder halbwegs in Ordnung zu bringen.
Und schließlich schien ihr Verstand zu arbeiten, in welche Richtung auch immer. Sie schoss vor und verpasste ihm eine schallende Ohrfeige. Offensichtlich eine mit der er nicht gerechnet hatte, denn er taumelte mit ungläubigen Augen vor, verlor das Gleichgewicht und prallte am Regal ab.
„Sagt mal spinnst du?", fauchte er, richtete sich so ruckartig wieder auf dass sie zusammen zuckte und zog dann den Reißverschluss seiner Jacke mit einem schnellen Ruck zu. Dabei musterte er sie mit vor Wut funkelnden Augen und wandte sich dann ab und verließ lautstark die Tür hinter sich zuwerfend die verdammte Besenkammer.
Errötend wurde sie sich über ihre eigene Lage bewusst und tat es ihm mit dem Anziehen und den Reinigungszaubern so schnell wie möglich gleich. Als sie ebenfalls wieder in ihrer lädierten – doch durch Zauber wieder halbwegs hergerichteten - Kleidung steckte, folgte sie ihm. Sie sah ihn gerade um den Vorsprung zurück in die große Halle verschwinden.
„Ich bin hier das Miststück? Du hast mich geküsst", brüllte sie ihm über den leeren Flur hinterher.
Er stoppte, sah sie herausfordernd an, während sie schnellen Schrittes nahte. „Soweit ich es meiner schwammigen Erinnerung entnehmen kann, hast du mich keuchend hierher gezerrt."
Mit knirschenden Zähnen schüttelte sie die blonden Strähnen aus ihrer Hand. „Ja, weil du mich sonst ganz sicher mitten in der großen Halle gefickt hättest." Sie war eine Sekunde schockiert über ihre eigene, schroffe Wortwahl.
Der Blonde lachte gehässig und sie schob sich ohne ihm Beachtung zu schenken vorbei in die große Halle. „Weil du es ganz offensichtlich nötig hattest!"
„Spar dir das, Malfoy. Ich weiß selber nicht was das gerade zu bedeuten hatte, aber so verzweifelt kann ich normalerweise gar nicht sein", hauchte sie, warf ihm einen vielsagenden Blick zu und hockte sich dann vor die immer noch in der Halle liegenden Bücher um diese aufzusammeln. Dabei zitterten ihre Hände entsetzlich, doch sie hoffte er würde es nicht merken.
„Ich bitte dich, Granger. Wiesel war schon immer in allen Lebenslagen eine Niete und wird es auch immer bleiben. Allerdings habt ihr zwei auch schon immer bestens zusammen gepasst", hauchte er süffisant und sprang die Stufen hinauf. Sie bedachte ihn mit dunklen Augen. „Wenn du mich entschuldigen würdest. Ich hatte für heute wohl genug Sport."
„Du Arschloch", fauchte sie und warf das Buch nach ihm, welches sich gerade in ihrer Hand befand.
Er wich blitzschnell aus, fing es ab und warf es direkt zurück. Dummerweise war sie weniger schnell und es traf sie mitten im Gesicht: Hart und schmerzhaft.
Mit einem entsetzlichen Knacken jagte ein Schmerz durch ihren Körper, der augenblicklich Übelkeit in ihr hochsteigen ließ. Als sie zurück taumelte stolperte sie über den Haufen Bücher und stürzte unbeholfen zu Boden.
„Du mieses Arschloch", wimmerte sie und fasste sich benommen ins Gesicht. „Ich blute!"
„Halte deinen Mund, bleib sitzen und atme tief durch", zischte er neben ihr und schien einige Bücher beiseite zu schieben um näher an sie ran zu kommen.
Himmel, er war viel zu dicht bei ihr. Sie wollte ihn von sich schieben, aber es gelang ihr nicht wirklich.
„Lass mal sehen", sagte er und umfasste ihr Gesicht.
„Miss Granger?", hörte sie eine Schülerin atemlos sagen.
Benommen blickte sie in die Richtung, aus der die Stimme kam. Dort standen drei Ravenclaw des sechsten Jahrgangs, die Namen waren ihr gerade entfallen, und blickten sie entsetzt an.
„Mir geht's gut", sagte sie lächelnd und verschluckte sich an ihrem eigenen Blut.
„Verdammt Granger, halte endlich still", fauchte der Blonde und begutachtete ihr Gesicht. „Habt ihr Taschentücher?", sagte er dann schroff an die drei Mädchen gewandt.
„Ja", hauchten zwei und holten wie auf Kommando ihre hauseigenen Stofftaschentücher aus ihren Umhängen.
„Soll ich Madam Pomfrey holen?", hauchte die dritte etwas unbeholfen.
„Oh Gott nein!", rief Mione und riss ihr Gesicht einen Moment aus Malfoy Griff. „McGonagall bringt uns um", hauchte sie dann an den Blonden gewandt.
„Halte endlich still", fauchte er und betastete ihr Gesicht.
„Aua", keuchte sie und begutachtete seine schlanken Finger wie einen verhassten Fremdkörper, der ihr Gesicht verunstaltete. Sie wollte nicht dass er sie noch einmal berührte, doch Gott sei Dank machte der Schmerz die Berührung gerade erträglich.
„Du gibst mir das Tuch, du gehst raus und füllst deins mit etwas Eis", sagte Malfoy an die zwei Ravenclaw gewandt. Beide taten augenblicklich wie ihnen geheißen wurden. „Und du hältst still, verdammt!", sagte er dann zu ihr.
„Weißt du was du tust", jammerte sie, als er nach seinem Zauberstab griff.
„Deine Nase ist glatt gebrochen", sagte er.
„Weißt du was du tust?", fragte sie erneut. Dieses Mal etwas schroffer.
Er sah sie mit starrer Miene an. „Granger, das habe ich schon unzählige Male gemacht. Teilweise sogar mehrmals am Tag!"
Sie zog eine Augenbraue hoch.
„Bei Merlin, beim Training zum Beispiel. Blair bekommt die Klatscher öfter ab als uns allen lieb ist", sagte er.
Sie spürte einen Stich als er den Namen der Brünetten aussprach. Doch sie verdrängte es. Oder eher: Der Schmerz in ihrem Gesicht und ihr dröhnender Schädel verdrängten es.
Etwas unsicher nickte sie schließlich und schloss die Augen. Sie wusste es würde wehtun, das tat es immer: Auch wenn sie sich bisher noch nie die Nase gebrochen hatte. Meistens waren es Zehen gewesen und einmal ihr kleiner Finger. Und sie wusste auch, dass-
„Episkey", hauchte er und ihre Nase richtete sich wieder.
„AUA", kreischte sie und fasste sich mit Tränen in den Augen ins Gesicht. „Warum hast du mich nicht vorgewarnt?"
Er runzelte die Stirn. „Vorgewarnt? Ich dachte es ist klar, dass ich das jetzt tun würde."
„Ja", wimmerte sie. „Aber…", sie stockte. „Sogar Poppy sagt einem man soll jetzt tief Luft holen. Harry zählt sogar bis drei."
„Merlin, bist du ein Baby? Willst du jetzt auch noch einen Lutscher, weil du so tapfer warst?", sagte er schneidend und nahm das Taschentuch der Ravenclaw. Mit einer kleinen Bewegung seines Zauberstabes tränkte er es in Wasser und hielt es ihr entgegen.
Sie nahm es ihm ab und wischte sich damit über die vertränten Augen.
„Bei Merlin Granger", fauchte er, riss ihr das Taschentuch aus der Hand und wischte ihr damit über das blutverschmierte Gesicht.
Nun stand auch die zweite Ravenclaw wieder vor ihnen. In ihren Händen hielt sie das, mit Eis gefüllte, georderte Bündel.
„Mr. Malfoy", hauchte sie und reichte es dem Blonden.
Der wiederum drückte es ihr grob in die Hand und führte diese an ihr Nasenbein.
„Kühlen", sagte er, „sonst siehst du morgen aus wie Hagrid."
Sie bedachte ihn mit einem strafenden Blick. Zu mehr war sie nicht fähig, denn ihr war immer noch entsetzlich übel.
Er sah sie einen Moment forschend an. „Ist dir übel oder schwindelig?", sagte er dann.
Sie schüttelte mit schmalen Lippen den Kopf. Nein, diese Blöße würde sie sich nicht geben. Nicht vor ihm!
Er richtete sich langsam auf. „Falls dir übel wird denk dir was aus und geh zu Pomfrey. Dann hast du wahrscheinlich eine Gehirnerschütterung und damit solltest du nicht spaßen", sagte er dann sichtlich etwas unschlüssig. „Ihr helft ihr mit den Büchern", sagte er dann schroff an die Mädchen gewandt.
Diese nickten überschwänglich.
Sie richtete sich langsam auf, das Bündel immer noch fest ans Gesicht gepresst. Ihr wurde schlagartig entsetzlich schummerig. Sie hörte noch wie eines der Mädchen sie ansprach und sie scheinbar am Arm umfasste. Sie schwankte extrem und übergab sich dann mitten in der großen Halle.
„Mr. Malfoy", hörte sie die Mädchen kreischen.
Sie war überrascht wie schnell er wieder neben ihr war. „Granger, du bist so eine Idiotin."
Kraftlos ließ sie sich gegen ihn fallen. „Mir ist schlecht", hauchte sie dann.
„Ach wirklich?", hörte sie ihn hinter sich sagen, während er sie langsam zur Treppe buxierte. „Setz dich hier hin und wage es nicht dich zu bewegen."
„Miss Granger?", jammerte eines der Mädchen.
„Hol Pomfrey", sagte der Blonde zu ihr.
„Nein", flüsterte Mione flehend und fasste nach seiner Hand. Ihr mochte zwar übel sein, doch McGonagalls drohende Standpauke machte ihr weitaus mehr Angst als das.
Einen Moment blickte er sichtlich verwirrt hinab auf ihre Hände, ließ sie aber gewähren. „Die Stufen waren nass und du bist gefallen, Granger. Kein Grund zur Sorge also", sagte er dann und schenkte ihr einen vielsagenden Blick.
Sie atmete tief aus, umklammerte seine Hand. Sie wusste nicht warum sie es tat, doch sie konnte nicht anders.
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Vorschau auf das nächste Chapter:
Mit matter Miene und fast ohne auch nur mit der Wimper zu zucken ließ Malfoy die Prozedur des Wundenreinigens und Heilens über sich ergehen. Zurück blieben jedoch die typischen Schwellungen und Rötungen, die letztendlich nur die Zeit verschwinden lassen konnten.
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So ihr Lieben… Ich hatte in dieser Woche ziemlich viel Stress, weshalb dieses Kapitel etwas auf sich warten ließ… Naja, aber lieber etwas später als nie… ;)
Ich denke dieses Chapter spricht mal wieder für sich… *lol* Vielleicht konnte ich wieder den einen oder anderen damit schocken… Falls ja gut so oder auch sorry… *lol* Mal sehen… ;) Ich hoffe der Schmuddelkram war nicht too much… Ich habe versucht einen guten Mittelweg zu finden und Ashe und India gaben mir ihr johlendes Okay… Wie gesagt, im Grunde geht der Plot jetzt erst richtig los: Denn nu nahen die eigentlichen Probleme… In was werden sich unsere zwei wohl noch so verrennen? Und wo wird es enden? hehe…
Wie immer geht ein großes Dankeschön an alle Leser, an Kiggi, Ashe und India für´s Betalesen und an alle meine Reviewer… Ich knuddel euch alle… :) Und natürlich flehe ich weiterhin um Revs… Leute, das ist mein Überlebenselixier …
Nessi.C.: Und weiter geht es mit dem nächsten Gefecht… *hust* *lol*
MissXXX: Ja, ich denke die Auseinandersetzungen machen es für viele aus… Sagen jedenfalls alle meine Betas… und es macht auch tierischen Spaß diese zu schreiben… *lol*
HexenLady: Ja, ich stehe auch eher auf die bösen Typen… *lol* So langweilige Gryffindor würde mich nie reizen… Naja, Sirius hätte mich vielleicht gereizt… Der war ja auch so´n Bad Boy… Naja, genug der Gedankenausschweifungen… *lol* Draco ist übrigens in meinem HP-Freundeskreis der Favo… neben Snape… Jaja… :P
Franzi: Schön dass du hierher gefunden hast… :) Ja, das Angiften und Runtermachen mag ich auch am liebsten… Ich kann dir versichern, dass sie so schnell nicht damit aufhören werden… *lol*
Die-na: Ich glaube es wurde verdammt warm?! *lol* Ich finde es echt toll, ich habe für so was echt kein Talent… ich zeichne und Male, aber am PC versage ich immer; was mich echt ungemeint ärgert… *lol* ich muss mich übrigens immer noch anmelden… Ojee…
