Hi Guys! Das hier ist Halbzeit - es gibt also noch mehr ^^ Ich werde Demnächst irgendwann mal die andere Hälfte online stellen (so wie mein Kleiner mir Zeit lässt :), ihr hättet also genug Zeit, mit ein kleines Feedback zu hinterlassen!
xoxo
Kapitel 13
Das erste Mal seit Wochen setzte er sich an seinen Schreibtisch. Wie immer war er extrem aufgeräumt, zwei schlichte Federn lagen neben einem roten und einem grünen Tintenfass, ansonsten häuften sich leere Pergament-Blätter (er benutzte nie Rollen) neben einem ordentlichen Stapel Akten. Nirgendwo stand ein Bild oder hingen lose Zettel oder lag Kleingeld, wie bei Sirius zum Beispiel, dessen Schreibtisch in neun von zehn Fällen wie ein Schweinestall aussah. „Hey.", er sah zur Seite.
„Guten Tag, Alastor."
„Ich suche Sie schon seit Stunden, sind Sie gerade erst her gekommen?", fragte der barsch.
„Ja, Alastor, ich habe heute ausgeschlafen.", erwiderte er.
„Es wird Zeit, dass Sie Zwischenbewertungen schreiben, Sie sind schon ganz schön spät dran mit den ersten Zwischenberichten.", meckerte er, aber James hatte ein viel zu dickes Fell um sich von seinem Ton aus der Ruhe bringen zu lassen.
„Ich war gut beschäftigt, dafür sorgen Sie ja regelmäßig.", erinnerte er ihn.
„Ich möchte Sie bitte in meinem Büro sprechen, Potter.", fügte er hinzu, da seufzte er.
„Ich komme gleich.", tat er das ab, aber Moody blieb stehen. „Ich sagte-"
„Nein, kommen Sie jetzt mit mir mit!", verlangte er, also stand James stöhnend wieder auf und folgte dem alten Mann in das Büro, in dem sie ständig hockten und die Köpfe zusammen steckten. „Setzen.", wies er ihn an.
„Können Sie mir bitte sagen, was los ist?"
„Es geht um Evans.", im ersten Moment dachte er, etwas sei passiert und genau so musste er auch aussehen, denn Moody zog eine seiner Augenbrauen herauf, aber dann dachte er daran, dass er sie erst vor einer halben Stunde in der Halle gesehen hatte. „Um ihren Werdegang, Potter. Ich habe mit ihrem Mentor gesprochen, wie wir das angehen, da sie ja auf Ihren Befehl hin bereits getötet hat. Dementsprechend müssten wir eigentlich längst eine Akte von ihr haben, aber das haben wir natürlich nicht, da sie noch gar nicht abgeschlossen hat.", holte er vorwurfsvoll aus.
„Können Sie sich vorstellen, dass ich Einblick in diesen Umstand hatte?", fragte er genervt.
„Wieso?"
„Sirius ist ihr Mentor, er kommt häufig mit Fragen zu mir?", schlug er als angebrachte Antwort vor, obwohl das eine Lüge war. „Nur als Beispiel. Außerdem bin ich Evans' Lehrer und sie kommt ebenfalls häufig mit Fragen, ähnlich der Mentor-Fragen, zu mir.", jetzt runzelte sein eigener Mentor seine Stirn.
„Nun, das sollte sie nicht.", ermahnte er ihn. „Und Sie, Mr Potter, sollten sie an ihren Mentor verweisen!", maulte er hinterher.
„Alastor, mir gefällt dein Ton nicht.", stellte er jetzt ganz deutlich fest. „Du kennst mich! Du weißt, wie objektiv ich bin, du weißt, ich bin der Beste, den du vorzuweisen hast. Ich schwöre dir, ich könnte ihr Mentor sein und das würde sie immer nur stärker machen!", maulte er.
„Es ist wieder passiert, nicht wahr?"
„Ja, es ist wieder passiert.", bestätigte er.
„James-"
„Und es wird auch wieder passieren! Sieh doch ein, dass es nicht mehr aufzuhalten ist! Dann siehst du auch, dass es niemanden gibt, der sie besser ausbilden könnte, als ich!", rief er heftig aus. „Sie hört auf mich, verstehst du? Sie nimmt alles aus meinem Mund an, du wolltest den perfekten Auror und ich kann sie dir ausbilden!", sein Mentor verdrehte seine Augen.
„James, du kannst nicht einfach durch die Gegend spazieren und deine Schülerinnen flach legen, nur, damit sie dir hörig sind und tun was du sagst!", ermahnte er ihn.
„Das ist nicht, was ich tue! Evans hat das Potential über sich hinaus zu wachsen, die anderen haben das nicht, diese Einschätzung ist völlig unabhängig davon, ob ich Gefühle für sie habe!", widersprach er ihm. „Moody, du musst mir vertrauen, dass ich weiß, was ich tue. Ich verspreche dir, dass ich die ganze Sache mit Evans vollkommen unter Kontrolle habe!", meinte er dann hochnäsig. „Also, worüber genau wollen Sie mit mir sprechen, Alastor?", fragte er dann stur, da räusperte der alte Mann sich. Sie kannten sich einfach zu gut, als dass er das Thema stur hätte durchkauen wollen, wenn James ihn gerade abgeblockt hatte und so nickte der schließlich nur.
„Also gut...", maulte er. „Es geht um Evans. Sie haben ihr befohlen, den Todesser am Weihnachtsball zu eliminieren, also wie stellen Sie sich vor, wie es von hier an weiter geht?", fragte er erwartend.
„Es ist ganz einfach.", stellte er fest. „Stellen Sie ein Zeugnis aus und lassen Sie Sirius Protokoll führen. Ich werde ihm meine Bewertung zukommen lassen.", schnaubte er.
„Unmöglich, sie ist noch nicht fertig ausgebildet!"
„Ich habe nicht gesagt, sie soll aufhören, den Unterricht zu besuchen, sondern Sie sollen eine Akte anlegen. Niemand hat je gesagt, dass die Akte der neuen Auroren blank sein muss! Meine war es jedenfalls nicht.", erklärte er ihm, sodass Moody stöhnte.
„Deine Gefühle beeinflussen deine Entscheidungen!", ärgerte er sich.
„Moody, sie ist so weit!", beharrte er. „Sirius selber hat bestätigt, dass sie dringend einen Mentor brauchte und dem war auch so! Lass sie sich entwickeln, lass sie sich beweisen!", verlangte er.
„Und dann? Wenn sie sich entwickelt hat und wenn sie sich bewiesen hat? Was hast du dann mit ihr vor? Noch mehr Auroren, die so eine unberechenbare Karte wie du sind, kann ich mir nicht leisten, mit dir habe ich schon genug Ärger, Sirius kommt gleich auf Platz zwei!", maulte er wütend.
„Wann habe ich dir je Ärger gemacht?", fragte er jetzt beleidigt zurück.
„Zum Beispiel, als du Prewett beinahe umgebracht hast!", schlug er vor. „Oder als du vier Tage lang verschollen warst und unter Trollen gelebt hast ohne irgendwem Bescheid zu sagen!", er verdrehte seine Augen.
„Das ist ja schon hundert Jahre her, Moody!", tat er das ab.
„Ich hatte den halben Gamot vor der Tür und musste mich für dich rechtfertigen!", ermahnte er ihn.
„Dann steck' sie nach ihrer Ausbildung mit mir zusammen, dann muss ich mich für sie rechtfertigen!", hielt er dagegen. „Aber lass sie nicht in einem Käfig versauern, wenn sie so viel erreichen kann!"
„Ja, das hättest du gerne, richtig? Wenn sie nach der Ausbildung mit dir zusammen gesteckt wird, dann kannst du wenigstens ohne Probleme mit ihr bumsen!", knurrte er.
„Es geht nicht darum!", wies er diesen Vorwurf zurück. „Du hast mich gefragt, was ich mit Evans machen würde, ich habe es dir gesagt. Wenn du meinem Rat nicht folgen willst, dann frag' nächstes Mal gefälligst nicht so blöd!", maulte er.
„Hey, ich bin immer noch dein Chef, du kannst deinen Ton mal überdenken, Junge!", warnte Alastor ihn.
„Ich muss jetzt an meine Zwischenberichte, mein Chef hat gemeckert, dass ich mir damit Zeit lasse.", überging er diesen Kommentar und drehte ihm den Rücken zu.
Alle sahen auf, als er aus dem Büro des Leiters kam und der ihm gerade ein biestiges: „Es ist drei Jahre zu spät, um in die Pubertät zu kommen, James, wenn du jetzt mit Türen knallst, machst du dich lächerlich!", hinterher rief. Ungeachtet dessen knallte James trotzdem mit der Tür und ließ sich ächzend an seinen Tisch fallen.
Nachdem er etwa vier Stunden Zwischenberichte geschrieben hatte, fiel ihm die leere Akte von Lily in die Hände. Er warf einen Blick zu Sirius, der tatsächlich gerade an seinem Tisch saß und stirnrunzelnd durch ein paar Pergamente blätterte. „Hey.", rief er. „Sirius?", sein bester Freund sah auf und hob seine Augenbrauen, da griff er nach der Akte und streunte zu ihm herüber. „Hey, Mann."
„Hey.", grinste er zurück. „Was gibt's?"
„Hat Moody dir Bescheid gesagt?", fragte er.
„Du meinst wegen Lily's Akte?", schlug er vor, da nickte James. „Ja, ja, er hat so etwas erwähnt, ausgeschmückt mit wüsten Worten und einigem Brummen, das ist nicht verstanden habe und wahrscheinlich auch nicht verstehen wollte.", er schnalzte mit seiner Zunge.
„Arschloch."
„Ihr habt gestritten, huh?", fragte sein bester Freund amüsiert, der das von den beiden schon kannte.
„Tun wir das nicht immer?", schnaubte er. „Hast du Zeit?", Sirius warf einen Blick auf die Uhr.
„Uh – was gibt's denn?", fragte er.
„Ich bin jetzt bei ihrer Akte angekommen, wollen wir essen gehen und darüber reden?", fragte er ihn schulterzuckend, da hob Sirius seine Augenbrauen an.
„Ich dachte, das ist verboten?", hakte er nach.
„Ist es, aber – uh – ich scheine auch alle anderen Regeln außer Acht zu lassen.", gab er zu. „Vielleicht will ich auch einfach nur mit dir reden.", mutmaßte er, da seufzte Sirius und stand auf.
„Also schön, gehen wir.", gab er ohne weitere Diskussion nach, sodass die beiden sich auf den Weg ins Restaurant machten. Sie bestellten, zahlten und nahmen ihre Nummer entgegen, danach suchten sie sich einen Platz ganz hinten in der Ecke. „Worüber willst du reden?", fragte er.
„Keine Ahnung, ich glaube, ich will einfach nur reden.", seufzte er. „Fangen wir mit Lily's Akte an, okay?", darauf seufzte Sirius tief. „Was denn?"
„James, du weißt, dass du ihr Mentor sein solltest, richtig? Ich meine... Ich kann das nicht so gut wie du und sie ist mir in mancher Hinsicht weit voraus. Du hast gesehen, wie sie letztlich im Unterricht reagiert hat. Ich war total schockiert von dem, was du dir erlaubt hast, aber sie-", er schüttelte seinen Kopf seufzend. „Sie ist schon so sehr Auror, dass sie das locker weg gesteckt hat.", erklärte er seine Meinung, sodass James mit seinen Schultern zuckte.
„Aber nicht ich bin ihr Mentor, sondern du.", erwiderte er einfach. „Ich habe sie abgewiesen, da warst du ihre erste Wahl.", er seufzte.
„Ich war ihre zweite Wahl."
„Nun, ich war ihre natürliche Wahl. Als sie nachdenken musste, wen sie will, da warst du ihre erste Wahl.", korrigierte er. „Und weißt du warum das so ist?"
„Weil sie Probleme mit ihrem Gewissen hat und du ihr bereits gesagt hattest, dass ich davon keines mehr habe?", schlug Sirius vor, da schnaubte James.
„Nein, weil sie wusste, dass du ihr die richtige Motivation liefern kannst. Sirius, wie immer in allem bilden wir beide eine Einheit. Denn weißt du, ich kann sie vielleicht trainieren, sie abhärten und den Finger auf ihre Schwachstellen legen, damit sie daran arbeitet, aber Motivation kann ich ihr nicht geben. Das konntest wie immer nur du.", er musterte ihn nachdenklich, dann räusperte er sich.
„Du weißt gar nicht, was für Motivation ich ihr geliefert habe, oder?", fragte er, da runzelte er seine Stirn und schüttelte seinen Kopf. „Siehst du, Lily hat angefangen, Auror werden zu wollen, weil sie dafür bereits geeignet ist.", erklärte er ihm ruhig. „Körperlich, meine ich, sie war schon immer stark, sie hat einen ausgeprägten Beschützerinstinkt und natürliche Abwehr.", er nickte.
„Richtig. Das habe ich gemerkt, aber sie hat sich als Frau gesehen und nicht als Auror.", bestätigte er.
„Weißt du, ich habe viel Zeit in ihrem Kopf verbracht in den vergangenen vier Wochen.", gab Sirius zu. „Aber wichtiger ist, dass sie sehr viel mehr Zeit in meinem Kopf verbracht hat.", jetzt starrte er seinen besten Freund an. War das sein Ernst? „Und...", er atmete tief durch. „Und ich habe ihr nicht alles gezeigt, sondern das, was ihre Motivation bewusst verändern würde. Zum Beispiel die drei Wochen in den Todesser-Gossen, damit sie sieht, welchen Unterschied unsere Arbeit für Menschen macht.", erklärte er. „Und nach dem letzten Unterricht habe ich ihr auch St Tropez gezeigt und – uh – und damit auch, was Marlene passiert ist.", gab er zu.
„Du meinst, du hast ihr mehr Gewissen eingeflößt.", stellte er letztendlich tonlos fest.
„Ich habe ihr die Verantwortung gezeigt, die sie als Auror übernimmt.", erklärte er ihm. „Einen Teil ihres Gewissens angerührt, der noch unberührt war.", er nickte schließlich, konnte aber für den Moment nichts sagen. Dieses Gespräch hatte eine unerwartete Wendung genommen. „Und dabei festgestellt, dass ihre Barmherzigkeit etwas in mir bewegt.", endlich konnte er sich räuspern.
„Barmherzigkeit hat zwei Seiten.", erinnerte er ihn.
„Ich weiß.", meinte er. „Und wir sind momentan daran, beide Seiten zu definieren."
„Wichtig ist, ob Barmherzigkeit sie stark macht.", meinte er nachdenklich. „Denk' an Gideon, die Wut auf sein Schicksal macht ihn stark, er kann Berge versetzen, wenn er sie richtig einsetzt. Kann Lily auf ihr Erbarmen den Opfern gegenüber zurück greifen?", darauf schüttelte Sirius sofort seinen Kopf.
„Nein."
„Dann wird sie die Barmherzigkeit in die Knie zwingen und sie wird zögern.", sagte er resolut.
„Aber sie zögert nicht, das ist es ja!", sagte er. „Bist du dir darüber im klaren, dass ich seit dem Weihnachtsball mit ihr auf zwei Missionen war? Sie zögert nicht, sie tut, was man ihr aufträgt und entscheidet instinktiv, wer von ihr eliminiert werden muss. Und sie liegt immer richtig. Und das ist, was du ihr beigebracht hast.", schlussfolgerte er. Mit einem mal grinste James schief.
„Gar nichts kann ich ohne dich.", schnaubte er spöttisch, sodass Sirius tatsächlich ein bisschen lachte. „Hast du schon Berichte über die Missionen geschrieben?", fragte er dann.
„Uh – ja, aber natürlich nur inoffiziell. Mir wäre es lieb, wenn du den Bericht über den Weihnachtsball verfasst, immerhin warst du Einsatz-Leiter und du hast auch den Befehl gegeben, während ich Leute evakuiert habe und dachte, alles ist im Lot, weil du ja da bist.", meinte er schließlich schulterzuckend.
„Mh.", machte er. „Scheint, dass Evans unser Liebeskind ist.", in diesem Moment kam ihr Essen, sodass Sirius nur lachte, aber vorerst nichts sagte.
Während des Essens machte James noch ein paar Notizen über Lily, mit dem festen Vorsatz, sobald wie möglich den Bericht zu schreiben, bis ebendiese sich plötzlich neben Sirius fallen ließ und ihre Arme verschränkte. „Ich weiß, ihr findet alle, Moody ist der beste Auror der Welt, aber meiner Meinung nach ist er einfach nur ein Arschloch!", schnaubte sie aufgebracht.
„Das eine schließt das andere nicht aus.", bestätigte Sirius ihr nur mit vollen Mund, woraufhin sie ihr Gesicht angewidert verzog, weil er sie offensichtlich angespuckt hatte. Sie nahm seine Serviette und wusch es fort, dann drehte sie sich zu James.
„Irgendwelche Äußerungen?", fragte sie.
„Uh – ich für meinen Teil habe mich heute genug über Moody geärgert, aber lass dich von mir nicht abhalten.", meinte er nur schulterzuckend. „Sirius und mir ist gerade eben bewusst geworden, dass wir dich anscheinend teilen müssen.", sie runzelte ihre Stirn.
„Ich werde nicht geteilt.", wehrte sie das ab.
„Ich meinte das Mentoren-Ding.", sagte er ungeduldig. „Denk' nicht, ich würde mit Sirius teilen.", bat er danach direkt etwas versöhnlicher, woraufhin sie schnaubte.
„Ich denke du würdest, wenn du müsstest.", hielt sie dagegen.
„Und ich glaube, du würdest dich teilen lassen, wenn du müsstest.", schoss er sofort zurück, da schnaubte sie erneut, widersprach aber nicht. „Aber wovon ich spreche, ist etwas harmloser.", fügte er dann hinzu.
„Ach ja? Erläutere.", forderte sie ihn auf.
„Nun, Moody hat mich heute zu sich gerufen, um über deinen Werdegang zu sprechen. Und ich hatte ja damit gerechnet, darum hatte ich auch bereits einen Vorschlag. Du wirst nicht vom Unterricht ausgeschlossen, aber deine Akte wird bereits gefüllt. Sirius hat gesagt, er hat über die zwei Sachen, die du mit ihm erledigt hast, Berichte verfasst, ich verfasse einen über die Weihnachtsgala und schreibe wie gehabt meine Berichte über den Unterricht.", erklärte er ihr.
„Ihr meint, ihr seid beide meine Mentoren?", fragte sie.
„Also... Offiziell bin ich dein Mentor.", griff Sirius ein. „Aber eigentlich sind wir es beide, würde ich sagen, ja."
„Hast du dagegen Einwände?", fragte James nun, aber sie schüttelte ihren Kopf. „Sag schon, was hat Moody ausgefressen, dass dir Schlangenköpfe wachsen?", sie warf ihm einen vorwurfsvollen Blick zu, woraufhin er nur noch breiter grinste.
„Zwei von uns dürfen auf einen Übungseinsatz gehen und er hat Miranda und Benjy gewählt.", maulte sie. „Ich sollte gehen, er weiß, dass ich das besser kann als die beiden Idioten, die sich danach urplötzlich ein Rückgrat wachsen ließen!", jetzt schnaubte James nur.
„Lily, findest du nicht, du wirst von uns beiden genug gefördert? Lass den anderen auch etwas übrig."
„Aber-"
„Keiner von uns beiden war bei diesem ersten Übungseinsatz dabei.", unterbrach Sirius sie. „Weil wir besser waren, als die anderen. Wen hat er bei uns mitgenommen?", fragte er James dann.
„Uh – ich weiß gar nicht mehr, Marlene und Remus glaube ich.", meinte der stirnrunzelnd.
„Richtig.", erinnerte er sich. „Und während Marlene sich danach ordentlich verbessert hatte, hat Remus aufgehört.", Lily hob ihre Augenbrauen an. „Ärgere dich nicht, dass er dich nicht mitnimmt, du hast mit uns beiden schon interessantere Sachen gemacht, als auf diesem Übungseinsatz passiert.", fügte er hinzu.
„Wirklich?"
„Wirklich. Kein Grund, Moody den Kopf abreißen zu wollen.", zwinkerte er ihr zu.
Zuerst war es ihm ein bisschen unangenehm, dass Lily jetzt häufiger vor seiner Zimmertür stand, ihre Haare unter Kappen versteckt, den Körper in weite Kleidung verhüllt, aber mit der Zeit legte sich das sicher. Und so betretener die Stimmung zwischen ihnen war, wenn sie auftauchte, umso lustiger war es dann mit ihr, gerade zum Beispiel tanzte sie für ihn. Beziehungsweise, sie zeigte ihm, wie sie momentan im Club tanzte, denn sie hatte die Bewegungen angepasst, bis es wirklich eher wie ein Training aussah.
Nur halt halbnackt.
„Mach das nochmal.", forderte er sie auf.
„Das geht einfacher, wenn man eine Stange zwischen den Beinen hat.", erwiderte sie darauf.
„Dann komm her, wir finden schon eine für dich.", zwinkerte er ihr anzüglich zu. Zu seiner größten Freude schnaubte sie darauf amüsiert und kletterte halbnackt auf seinen Schoß. „Schon besser.", murmelte er grinsend, während sie nun auf seinem Schoß tanzte. Merlin, sie würde ihn umbringen...
„Wieso bin ich so verrückt nach dir?", fragte sie unverständig, da grinste er breiter. „Nein, ich meine das ernst, ich sollte dich unausstehlich finden, James, du bist mein Lehrer und sicher kein Sonnenschein!", maulte sie.
„Tja, ich schätze, dann scheint das vielleicht dein Typ zu sein?", schlug er spöttisch vor, da gab sie ihm einen festen Klaps auf die Wange. Er ließ das zu, natürlich hätte er sich wehren können, aber es machte mehr Spaß, sie zu überwältigen, wenn sie das Gefühl hatte, sie hätte die Oberhand. „Glaubst du nicht?"
„Was?"
„Dass du vielleicht auf Arschlöcher stehst?", sie schnaubte.
„Arschloch.", kommentierte sie das, sodass er lachte. Ihre Bewegungen wurden jetzt ein bisschen drängender, sodass er sie aufhielt. „Na, hältst du nicht mehr lange?", spöttelte sie jetzt zurück, er hielt sie dennoch zurück und biss kräftig in ihre Brüste, ihre Schulter, ihren Hals und zu seiner Überraschung stöhnte sie nur genießend und hielt hin. „Nicht aufhören...", bettelte sie gierig.
„Evans, du begibst dich auf dünnes Eis, wenn du solche Informationen preis gibst.", ermahnte er sie.
„Du bist mein Lehrer, du findest sowieso alles heraus.", maulte sie darauf, stand aber von seinem Schoß auf und drehte ihm ihre appetitliche Rückseite zu.
„Wie würde ich das heraus finden?"
„Nun, vermutlich durch Sirius. Würde ich nicht mit dir bumsen, dann vermutlich mit ihm.", zog sie ihn auf.
„Also doch Kummer und Demütigung?", zog er sie auf, erntete aber jetzt nur noch einen bösen Blick von ihr, den er nur mit einem weiteren Grinsen kommentierte. „Die Vorstellung, dass du mit Sirius unter einer Decke steckst, gefällt mir gar nicht.", murmelte er schließlich, da schnaubte sie.
„Solche Worte aus deinem Mund. Ich dachte, du bist aus Stein?", hakte sie nach.
„Ich dachte, ich hätte gesagt, dass ich das nicht bin.", erinnerte er sie. „Merk' dir meine Worte, Lily, nur dann kannst du sie im Zweifelsfall gegen mich verwenden.", belehrte er sie. „Komm zurück zu mir.", bat er schließlich, aber sie gehorchte nicht. „Was?"
„Du bist ein Arschloch.", schnaubte sie.
„Wieso? Weil ich dich verwirre und manipuliere?", hakte er nach. Zwar kam sie seiner Bitte jetzt endlich nach und kletterte zurück auf seinen Schoß, aber ihr Blick war tödlich und sie griff unsanft an sein Kinn.
„Zum Beispiel.", meinte sie.
„Du tust so, als hätte dich nie jemand gewarnt, dass ich dich verwirren und manipulieren würde.", argumentierte er. „Oder als hätte ich dir nicht selbst versprochen, dass ich dich stärker machen werde, mit allem, worüber du dich ärgerst mache ich dich stärker, Evans, weißt du das?", ihr Griff war schmerzhaft und wenn sie nicht bald aufhörte, dann würde er sie belehren müssen, auf ganz und gar nicht vorteilhafte Art und Weise.
Aber die Diskussion wurde unterbrochen, als es klopfte. James verdrehte seine Augen. „Wer ist da?", fragte er laut.
„Ich bin es. Wieso steckt der Schlüssel?", er stöhnte, als er Marlene hörte und schob sie ein bisschen widerwillig von sich herunter. Tatsächlich begann sie rasch, sich zu kleiden. Noch während sie ihr Top gerade über ihren Kopf zog, öffnete er die Tür. Marlene erstarrte, als sie Lily sah, warf einen Blick zu James und trat dann dennoch ein. Er hob seine Augenbrauen an, denn sie durchquerte zielstrebig den Raum und öffnete ein Fenster. „Ach darum steckt der Schlüssel.", schnaubte sie abfällig, als sie sich wieder umdrehte, stieß sie seine halb volle Bierflasche um und zückte ihren Zauberstab, um ihr Missgeschick zu begradigen. „Hier stinkt es wie in der Gosse, James.", ermahnte sie ihn.
„Womit habe ich die Ehre, Marlene?", fragte er nur stirnrunzelnd.
„Moody hat mir einen Auftrag gegeben.", antwortete sie einfach. „Und ich suche deinen Rat.", Lily wurde rot und griff nach einem seiner Pullover, den sie anzog, danach versteckte sie ihre Haare unter einer Kappe.
„Bin schon weg.", sagte sie.
„Kommst du wieder?", fragte er sie, woraufhin sie errötete.
„Uh-", ihr Blick huschte zu Marlene, dann schüttelte sie ihren Kopf. „Nein, eher nicht.", obwohl es deutlich war, wie sie sich schämte, griff er also an ihr Handgelenk und zog sie zu sich, um sie flüchtig zu küssen.
„Dann ist diese Diskussion noch nicht beendet.", erinnerte er sie. Sie entzog sich ihm und nickte.
„Ich weiß.", tat sie das ab.
„Ich habe es ein bisschen eilig.", maulte Marlene jetzt, woraufhin sie nur noch nickte und eher Hals über Kopf verschwand. James drehte sich zu ihr, als sie fort war und verschränkte seine Arme. „Merlin, James, was denkst du dir dabei?", fragte sie vorwurfsvoll.
„Das geht dich nichts an.", erwiderte er.
„James, das ist deine Schülerin!", sagte sie hitzig. „Du hast gesagt, du hältst dich zurück!", er verdrehte seine Augen.
„Das ist nicht, was ich gesagt habe.", widersprach er, da fuhr sie über ihr Gesicht.
„Du hast gesagt, sie bedeutet dir nichts! Du hast gesagt, du willst sie fördern und ihr Mentor sein, aber dass du keine Gefühle für sie hättest!", warf sie ihm seine Lüge vor, woraufhin er stöhnte. „Wenn das raus kommt, dann bleibt Moody nichts mehr übrig, außer dich zu feuern, ist sie dir das wert?", fragte sie.
„Bist du etwa eifersüchtig?", fragte er sie jetzt überrascht, da starrte sie ihn schockiert an.
„Der Vorwurf allein!", ärgerte sie sich. „Merlin, James, ich bin nicht eifersüchtig, ich will nur nicht, dass du verletzt wirst!", ermahnte sie ihn dann. „Du bist emotional schon gestört genug, musst du noch einen oben drauf setzen?", er schnaubte.
„Tue ich nicht, Marlene!", maulte er.
„Ach, nicht? Es sieht aber danach aus, wie du sie gerade geküsst hast und gefragt hast, ob sie wieder zurück kommt und-"
„Na und? Frank und Alice haben so angefangen!", verteidigte er sich jetzt eher schrill.
„Erstens waren die beiden ausgelernt und zweitens hat keiner von den beiden jemals emotionale Störungen gehabt, wie du!", erwiderte sie heftig. „Du bist es, der durch die Gegend rennt und alle seine Freunde verprügelt, seine Schüler bis zum Rande des Wahnsinns treibt und allen, die es hören wollen, erzählt, dass er nicht lieben kann! Du wirst demnächst verrückt und jetzt hast du dir die Kleine angelacht und das wird nichts daran ändern, dass du völlig unfähig dazu bist, zu lieben!", er stöhnte.
„Was nicht meine Schuld ist!", sie griff an seine Schultern.
„Ich weiß das, aber wenn du nicht lieben kannst, kannst du auch keine Beziehung führen, Mann!", schrie sie ihn an. Er hatte sie noch nie so gesehen. „Außerdem ist Evans selber ebenfalls eher emotional gestört, Moody hat mir gesagt, dass sie fast durchgefallen ist, als man letztlich ein Profil von ihr erstellt hat!", er hob seine Augenbrauen an.
„Wieso das?", fragte er.
„Weil sie ein emotionaler schweizer Käse ist, sie hat solche Barrieren um sich aufgebaut, dass der Sachverständige kaum durchdringen konnte!", er verdrehte seine Augen.
„Das bedeutet nur, dass sie stark ist!", argumentierte er.
„James, wenn sie ihn nicht durchlassen konnte, dann kann sie niemanden durchlassen!", erwiderte sie. „Im besten Fall könnt ihr in einer halbherzigen, lieblosen Beziehung leben, bis einer von euch beiden mal fällt und den anderen in Trauer und Zweifel und Reue zurück lässt, aber im schlimmsten Fall lernst du, zu lieben und sie wird dich immer vor der Tür stehen lassen! Oder umgekehrt, das ist genau so möglich!", er verdrehte seine Augen erneut.
„Deine Sorge ist nett, Marlene, aber hast du schon darüber nachgedacht, dass sie ihn absichtlich nicht rein gelassen hat, weil sie belastende Erinnerungen hat, die mich im schlimmsten Fall meinen Job kosten könnten?", schlug er vor, sodass sie inne hielt.
„Nein, noch nicht.", gab sie zu.
„Oder dass Sirius als ihr Mentor vielleicht mit ihr einen Weg eingeschlagen hat, der etwas unkonventionell ist und zum jetzigen Zeitpunkt als Schwachstelle ausgelegt werden könnte?", fuhr er fort. „Glaub mir, ich habe das mit Evans vollkommen unter Kontrolle.", maulte er dann noch.
Eigentlich wusste er, dass das nicht mehr ganz die Wahrheit war. Dass ihm die Kontrolle manchmal entglitt, wenn sie in seiner Nähe war und er an nichts anderes mehr denken konnte, als an ihr Stöhnen und ihre Haut und ihre Küsse. Und ihr unglaubliches Lachen... „Du sagst, du hast das unter Kontrolle?", fragte sie unsicher, da nickte er trotzdem wieder.
„Ja, vollkommen.", log er. „Jetzt sag mir, was ist das für ein Auftrag ist und ich schaue, ob ich Rat für dich habe.", forderte er sie auf, um von dem Thema abzulenken. Sie sah sich in der Wohnung um und seufzte.
„James, sagst du die Wahrheit?", fragte sie aber nur nach, sodass er sich ebenfalls umsah, allerdings eher ertappt. Sie spielte auf den Zustand seines Zimmers an, die ausgezogene Couch, die Unterwäsche von gestern, die sie in ihrer Eile nicht mehr eingepackt hatte und über seinem Fernseher hing, die leeren Schachteln vom Chinesen, die davon zeugten, dass sie jetzt ein paar Tage am Stück bei ihm gewesen war. Und Marlene kannte ihn zu gut. „Du siehst nämlich aus, als würdest du lügen.", gab sie kleinlaut zu.
„Erzähl' mir von deinem Auftrag!", bat er sie jetzt nur noch. Und damit hatte er sich vor ihr verraten...
Lily war auf einem Trainingseinsatz, Marlene war noch nicht aus Bristol zurück gekehrt, Peter saß in Oxford fest, sodass Remus, Sirius und er zu dritt in seinem kleinen Zimmerchen saßen und Bier tranken, während sie Fußball guckten. „Sag mal, Moony-", begann er, da sahen beide auf. „Kennst du Lily Evans?", fragte er ihn. Remus runzelte seine Stirn.
„Uh – ne, ich glaube nicht.", meinte er.
„So eine kleine, dünne Maus mit roten Haare und grünen Augen.", Sirius musterte ihn von der Seite.
„Ah – doch, doch, die kenne ich aus Hogwarts.", fiel ihm jetzt ein. „Aber ich kannte den Nachnamen nicht. Wir haben ein paar Mal zusammen in der Bibliothek gesessen.", Sirius hob seine Augenbrauen herauf.
„Was, wirklich?", fragte er nach.
„Ja, ja.", er grinste schief. „Sie war ganz schön in dich verknallt, Krone.", zog er ihn dann auf.
„Mh.", machte er.
„Wirklich?", fragte Sirius wieder.
„Jaah, mega, hat ihn immer gierig angestarrt, wenn sie ihn gesehen hat. Ich meine, ich habe ihr deutlich gesagt, dass sie ihm wahrscheinlich noch nicht einmal aufgefallen ist und ein bisschen zu jung für ihn sein sollte, sie war ja erst dreizehn oder so, und sie hat das auch eingesehen, aber ich habe trotzdem manchmal gesehen, wie sie dich sehnsüchtig angeglotzt hat.", gegen seinen Willen gluckste James ein bisschen, erntete aber einen bösen Blick von Sirius. „Wieso fragst du?"
„Sie wird Auror und hat letztlich mal erwähnt, dass sie viel in der Bibliothek gesessen hat und da das dein bevorzugtes Versteck vor unserem Unsinn war, dachte ich, dass eure Wege sich doch irgendwann mal gekreuzt haben müssen.", schlug er vor, was soweit die Wahrheit war.
„Ja, ja, ich habe ihr mal ein bisschen Nachhilfe zum Thema 'Zauberergesellschaft' gegeben und sie hat mir im Gegenzug erklärt, wie ein Kühlschrank funktioniert.", erklärte er ihm.
„Was erklärt, warum du so clever daher gekommen bist, als Sirius und ich gerätselt haben, wie man das Ding anschließt.", schnaubte James. „Ihr habt keinen Kontakt mehr, oder?", zu seiner Überraschung wurde Remus total verlegen rot und räusperte sich unangenehm berührt. Sirius runzelte seine Stirn. „Habt ihr?"
„Nein, nein, aber unsere letzte Begegnung ist noch nicht allzu lange her.", erwiderte er.
„Erzähl!", forderte er ihn interessiert auf, ehe er nach einem Stück Pizza griff.
„Uh – vor einem Jahr oder so bin ich mal mit ein paar Studienkollegen in so einem Nachtclub gelandet und sie hat dort an der Stange getanzt.", Sirius räusperte sich bedeutungsvoll, vermutlich, damit James eingriff. Der jedoch sagte gar nichts und kaute nur nachdenklich auf der Pizza herum. „Und sie hat mich auch wiedererkannt und – uh – und wir sind dann später im Bett gelandet.", jetzt war es Sirius, der endlich eingriff.
„Aber du stehst nicht auf sie oder so, richtig?", hakte er vorwurfsvoll nach. „Weil – uh – ich weiß nicht, ob dir das gefällt oder nicht, aber James hier ist mit ihr zusammen.", er schnaubte.
„Wir sind nicht zusammen, wir schlafen miteinander.", widersprach er sofort.
„Ihr seid ineinander verliebt.", argumentierte Sirius.
„Wenn sie Auror wird, bedeutet das nicht, dass sie deine Schülerin ist?", fragte Remus unangenehm berührt.
„Doch."
„Okay.", machte sein Freund. „Das – uh – ist das nicht verboten?", hakte er nach, sodass James stöhnte.
„Doch."
„James, du bist in sie verliebt, es ist mehr als nur miteinander schlafen!", ermahnte Sirius ihn aber nun, sodass er erneut stöhnte. „Was, ist doch wahr!", maulte er noch vorwurfsvoller.
„Evans und ich haben kein Interesse daran, die unterschiedlichen Aspekte unserer zwischenmenschlichen Beziehung irgendwie zu analysieren oder zu diskutieren, Sirius, geschweige denn, dem ganzen einen Namen zu geben, klar so weit? Und so lange wir das nicht getan haben, ist die einzige Tatsache, dass wir miteinander schlafen.", korrigierte er ihn hochnäsig, was Sirius natürlich gar nicht gefiel.
„Aber-", begann er, wurde jedoch von Remus unterbrochen.
„Wartet, wartet, wartet!", er hob seine Hände in die Luft, wie, um eine Auszeit zu erbitten. „Willst du mir sagen, dass du es mit deiner Schülerin machst? Merlin, James, wenn Moody das heraus findet, dann muss er dich feuern!", erinnerte er ihn, woraufhin der nur schnaubte.
„Moody weiß das.", stellte er trocken fest.
„Er weiß das?", hakte er ungläubig nach.
„Ja, aber was soll er schon tun? Feuern würde er mich nur, wenn das alles raus kommt und dafür sind wir zu klug.", erklärte er hinterher.
„Du schläfst mit deiner Schülerin und Moody tut nichts?", fragte Remus zweifelnd.
„Er ärgert sich auch darüber, aber ja.", bestätigte er. „Letztendlich kann er nichts tun. Wenn er mich feuert, muss er jemand neues für die Schüler suchen und – seien wir ehrlich: Ich bin der Beste meines Jahrgangs.", er zuckte mit seinen Schultern.
„Nun, Lily macht er das Leben gerade mächtig zu Hölle.", warf Sirius jetzt ein. „Lässt sie ständig von irgendwelchen Leuten prüfen und schließt alle Türen, die er kann.", James verdrehte seine Augen.
„Nun, was macht es für einen Unterschied, wir beide fördern Lily mehr, als er alleine einen von den anderen fördern könnte.", tat er das ab. „Und Marlene hat gesagt, dass sie solch starke Barrieren in ihrem Geist hat, dass sie niemand durchdringen konnte.", sein bester Freund räusperte sich.
„Ich habe sie durchdrungen.", erwiderte er.
„Du weißt aber eh, dass wir miteinander schlafen.", schoss er jetzt zurück, da räusperte Sirius.
„Ja.", gab er zu. „Und dass sie genau so in dich verliebt ist, wie ich dir ansehe, dass du es in sie bist und Panik hat, diese letzte Abwehr abzubauen. Und dass sie dir teilweise misstraut, weil du klar gemacht hast, dass du sie manipulieren wirst, wenn es nötig ist.", er zuckte mit seinen Schultern.
„Natürlich würde ich und dieses Thema ist jetzt beendet.", knurrte er. „Lasst uns einfach das Spiel gucken, okay? Ich habe echt keine Lust, mich mit euch über Evans zu streiten.", die beiden sahen sich hinter seinem Rücken vielsagend an, das merkte er sehr wohl, aber da keiner noch einmal davon anfing, sagte er nichts.
