Disclaimer: Die handelnden Personen und die Orte an denen diese Geschichte spielt, sind das geistige Eigentum von Joanne K. Rowling. Ich beabsichtige nicht mit dieser Geschichte Geld zu verdienen, sie dient lediglich der Unterhaltung. Mir gehören nur Jane Baker, Nicole Smith, Sarah Smith bzw. Black, Sophie Evans, Lucy Potter, Samantha Lestrange, Debbie Grant und Josh Black sowie einige unbedeutende Nebencharaktere.


Die Rebellion des Phönixorden

Kapitel 13

Der Einbruch


Der Plan, den sie ausgearbeitet hatten, war in Harrys Augen so gut wie es unter den gegebenen Umständen ging. Sie hatten mit Hilfe von Karten eine Route ausgearbeitet, die etwa 740 km lang war und bei der sie größere Muggelstädte umflogen. Der Vier-Punkte-Zauber sollte ihnen zusätzlich zu den Karten helfen den Kurs zu behalten. Außerdem hatte Draco eine Grundrisszeichnung von Malfoy Manor angefertigt, die sich Harry, Ron und Ginny so gut wie irgendwie möglich eingeprägt hatten. Sie würden sich erst mit Desillusionierungszaubern belegen, wenn sie den Eingang zum Tunnel erreicht hatten, damit sie sich auf dem Flug nicht verlieren würden, daher konnten sie erst in der Dämmerung losfliegen.

Sie rechneten damit, für die Flugstrecke etwa sieben Stunden zu brauchen, weiterhin rechneten sie mit einer bis zwei Stunden für ihren Aufenthalt in Malfoy Manor. Nach ihrem Eindringen in das Haus würden sie bis zum Abend warten müssen, ehe sie zurückflogen. Sie würden also länger als einen Tag weg sein.

Das stellte sie vor mehrere Probleme. Erstens durfte niemandem ihre Abwesenheit im Schloss auffallen - es kam also nur in Frage das Wochenende zu nutzen - Das zweite war, dass über 24 Stunden ein sehr langer Zeitraum war in dem zunächst keiner mitkriegen würde, wenn ihnen etwas passierte. Zur Absicherung hatte Harry daher seinem Vater und Sirius unter einem Vorwand ihre Zwei-Wege-Spiegel abgequatscht. Er hatte ihnen allerdings das Versprechen geben müssen, sie ihnen wieder zu geben, falls sie sie brauchen sollten.

Sie hatten vereinbart, bei ihrer Ankunft am Tunnel Lucy zu kontaktieren. Dann wieder, wenn sie den Tunnel verließen und das Haus betraten. Solange sie im Haus waren, alle halbe Stunde, mit einem Spielraum von fünf Minuten und schließlich wenn sie das Haus wieder verlassen hatten. Um ihre Abwesenheit im Schloss zu vertuschen, hatte Lucy äußerst wiederwillig noch mehr Vielsafttrank gestohlen. Alle paar Stunden würde sich einer der anderen in Harry, Ron, Ginny oder Draco verwandeln und sich im Schloss sehen lassen.

So viel zur Theorie, jetzt kam es darauf an, das ganze auch in der Praxis umzusetzen.

Ginny und Ron, die Beide keine besonders guten Besen besaßen hatten sich zwei von Dean und Blaise Zabini geliehen. Wobei es genau genommen Debbie und Draco gewesen waren, die die Beiden um die Besen gebeten hatten. Die Jungen aus Harrys, Rons und Dracos Schlafsaal würden ohnehin mitkriegen, dass irgendetwas Komisches vor sich ging, daher war es sinnvoll gewesen sie um die Besen zu bitten und nicht noch jemanden, der vielleicht komische Fragen stellen würde. Dean, Seamus und Blaise waren ohnehin schon neugierig genug. Obwohl Harry zugeben musste, dass es nur natürlich war, Fragen zu stellen, wenn er und Malfoy auf einmal miteinander auskamen. Harry selbst sah die Verbindung mit Draco als Zweckgemeinschaft. Er konnte den Slytherin immer noch nicht leiden und war weit entfernt davon, ihm zu verzeihen. Doch sie brauchten Draco um an diese Horkrux-Information zu kommen und dafür war Harry bereit mit ihm zusammenzuarbeiten.


Ginny, Ron, Harry und Draco waren in warme, schwarze Umhänge gehüllt, mit denen man sie hoffentlich am Nachthimmel nicht sehen würde. Schon im Raum der Wünsche hatten sie sich von Debbie, Lucy und Neville verabschiedet. Die drei wollten die Nacht über dort bleiben. Ron hatte ihnen angesehen, dass sie sich schon jetzt Sorgen machten. Sogar Draco war von beiden Mädchen mit einer Umarmung bedacht worden.

Hermine war nicht dort gewesen. An ihrer Meinung zu dem Plan hatte sich nichts geändert und ihr Verhalten unterstrich diese zusätzlich. Ron unterdrückte die Enttäuschung über Hermines Abwesenheit, während er Zabinis Besen bestieg und mit den drei Anderen in den schwarzen Nachthimmel aufstieg. Harry flog ganz vorne, Ginny war direkt hinter ihm, ihr folgte Ron und Draco bildete den Schluss.

Harry hatte die Karte vor sich auf seinen Besen geheftet. Erst gestern hatte Neville noch einen nützlichen Zauber gefunden, mit dem man eine Landkarte dazu bringen konnte, die eigene Position auf ihr anzuzeigen. Das kam den Vieren natürlich sehr zu Gute, da es so viel leichter sein würde, nicht vom Kurs ab zu kommen. Sie flogen hoch, so hoch, dass es unmöglich sein würde, sie von unten zu sehen. Der Wind pfiff ihnen um die Ohren und Ron war dankbar für den Umhang, den sie in weiser Voraussicht mit Wärmezaubern versehen hatten. Weil der Wind viel zu laut pfiff, als dass sie miteinander hätten reden können, hatte jeder von ihnen Zeit den eigenen Gedanken nach zu hängen.

Rons Gedanken landeten, ein wenig zu seinem eigenen Verdruss, erneut bei Hermine. Es ärgerte und verletzte ihn gleichermaßen, dass sie sich weigerte, den Plan auch nur im mindesten zu unterstützen. Auch Neville war dagegen gewesen und trotzdem hatte er, nachdem für Harry, Ron und Ginny klar gewesen war, dass sie mit Draco nach Wiltshire fliegen würden, die drei unterstützt, so fern es ihm möglich war. Hermine war stur geblieben.

Ron ignorierte die Tatsache, dass es noch vor kurzem anders herum gewesen war geflissentlich. Als Hermine sich auf die Seit von Lucy, Debbie und Neville geschlagen hatte, hatten Harry und Ron ihr ihrerseits die kalte Schulter gezeigt. Doch das wollte Ron in diesem Moment, als er durch den schwarzen Nachthimmel schoss, schlicht nicht sehen. Stattdessen fühlte er sich unfair behandelt, war es Hermine egal, dass er, Harry und Ginny sich in Gefahr begaben. Warum war sie so stur, dass sie sich nicht einmal verabschieden konnte?


„Sie sind schon weg, oder?" fragte Hermine.

Debbie, Lucy und Neville sahen zu ihr auf.

„Ja, du wusstest doch, dass sie um elf Uhr fliegen wollen," erwiderte Neville und wandte sich wieder dem Kartenspiel zu.

„Ich dachte ich erwisch sie vielleicht noch. Ich wollte sie eigentlich nicht so gehen lassen," sagte Hermine. Sie biss sich auf die Unterlippe und machte ein geknicktes Gesicht.

„Willst du mitspielen?" fragte Debbie.

Hermine nickte und ließ sich zu den drei anderen auf den Boden sinken.

„Sie melden sich, wenn sie in Malfoy Manor ankommen, oder?" fragte sie, während Neville die Karten austeilte.

„Ja, das dauert aber noch einige Stunden. Wir haben uns aber überlegt, dass es trotzdem ganz gut wäre, wenn jemand wach bleibt und auf den Spiegel aufpasst, nur für den Fall, dass sie schon vorher Hilfe brauchen," erzählte Lucy.

„Klingt vernünftig, sie sind zwar alle gute Flieger, aber trotzdem, so viele Stunden, Nachts, quer durch Großbritannien..." Sie ließ den Satz unvollendet und nahm die Karten auf.

„Was spielen wir überhaupt?"

„Mau-Mau," sagte Debbie und legte eine Karte auf den Tisch.

Hermine spielte fast mechanisch. Es tat ihr leid, dass sie den Abflug der anderen verpasst hatte und sie hatte ein schlechtes Gefühl dabei. Während Neville die Runde beendete, waren Hermines Gedanken weit entfernt und flogen mit einem rothaarigen Jungen durch die Nacht.


Es begann bereits wieder hell zu werden, als Harry, Ron, Ginny und Draco in einem kleinen Wald in Wiltshire landeten.

„Also viel länger hätten wir nicht brauchen dürfen," meinte Harry leise.

Keiner der anderen erwiderte etwas. Wortlos folgten sie Draco, der sie zu einer Stelle führte, an der der Boden von dichtem Gestrüpp bewachsen war. Er brauchte einen Moment um den Eingang unter den Büschen zu finden.

„Folgt mir."

Er warf zuerst seinen Besen in das Loch, dann rutschte er selbst hinterher. Harry, Ron und Ginny folgten. Sie rutschten ein paar Meter nach unten, wo sie von Draco, in einer Art Raum, mit entzündetem Zauberstab empfangen wurden.

„Wo geht's weiter?" fragte Ginny, die ihren eigenen Zauberstab entzündet hatte.

„Dort," Draco deutete auf ein weiteres Loch im Boden, „wir müssen vorsichtig sein, es geht erst etwa zehn Meter eine Leiter runter, dann kommt eine ziemlich steile Treppe. Wenn einer von uns abrutscht kann er sich ziemlich leicht das Genick brechen."

„Alles klar, die Besen lassen wir wohl hier, oder?"

„Ja, wir können nicht mit ihnen runterfliegen, dafür ist es zu schmal und klettern können wir mit denen schlecht."

Harry informierte kurz eine schlaftrunkenen Lucy darüber, dass sie im Tunnel waren. Dann ging es weiter. Der Abstieg war eine mühsame Angelegenheit. Draco hatte Recht gehabt, der eigentliche Tunnel lag tatsächlich gut siebzig Meter unter der Erde.

„Ich freu mich schon, da wieder hoch zu steigen," meinte Ron, als sie unten angekommen waren.

Sie machten sich auf den Weg durch den Tunnel. Draco hatte berichtet, dass er drei Kilometer lang war.

„Mich würde interessieren, warum er von den Schutzzaubern nicht erfasst wird," meinte Harry.

Es war offensichtlich, dass der Tunnel mit voller Absicht angelegt worden war und in Harrys Augen stellte es eine ziemliche Sicherheitslücke dar, einen solchen Zugang zum Haus zu haben.

„Keine Ahnung, wie gesagt meine Eltern kennen den Tunnel nicht und als Kind fand ich es unheimlich cool, so ein Geheimnis zu haben. Das Haus ist schon seit etlichen Generationen im Besitz meiner Familie, ich denke, man hat die Existenz des Tunnels einfach irgendwann vergessen."

„Aber müssten die Zauber ihn nicht trotzdem erfassen?" hakte Ginny nach.

„Theoretisch schon. Aber ich könnte mir vorstellen, dass auf dem Tunnel selbst Zauber liegen, die verhindern, dass er magisch versperrt wird."

„Und wozu sollte das gut sein."

„Na ja, bei Angriffen sorgen die Angreifer in der Regel erst mal dafür, dass das Opfer nicht fliehen kann, oder? Magische Wälle, Anti-Disapparier-Zauber und so ein Zeug, vielleicht war der Tunnel ursprünglich als Fluchttunnel gedacht und ist deswegen mit starken Zaubern belegt, die so was verhindern, was weiß ich. Jedenfalls ist es in diesem Fall unser Glück, dass die Schutzzauber ihn nicht erfassen."

Damit hatte Draco zweifelsfrei Recht. Den Rest des Weges legten sie schweigend und in zügigem Tempo zurück, je eher sie das Haus erreichten umso besser, denn dann bestand die Möglichkeit, dass Lucius und Narcissa noch gar nicht aufgestanden waren. Ihnen war klar, dass sie sich darauf nicht verlassen konnten doch die Hoffnung starb schließlich zuletzt.

Zum Ende stieg der Tunnel stark an, doch hier gab es keine Treppe, wie an der anderen Seite. Als sie schließlich das Tunnelende erreichten, benachrichtigte Harry zunächst Lucy, die jetzt nicht mehr ganz so schlaftrunken war. Im Hintergrund konnte er Stimmen hören, was darauf schließen ließ, dass auch Debbie und Neville aufgewacht waren.

„Passt auf euch auf," sagte Lucy.

Er nickte und beendete die Verbindung. Draco desillusionierte sie alle, dann öffnete er den Tunnel. Sie traten in einen Keller, der Harry ziemlich unsympathisch vorkam.

„War sie in diesem Keller?" fragte er.

Eiseskälte durchdrang ihn, als er die schweren Holztüren sah.

„Nein," erwiderte Draco.

Harry sagte nichts weiter zu dem Thema. Sie hatten einander an den Armen gefasst, um sich auf dem Weg durch das Haus nicht zu verlieren, das erschwerte das Vorankommen zwar etwas, stellte jedoch kein Problem dar, so lange ihnen niemand begegnete. Auf einem Flur mussten sie einen Hauself umrunden, der ihre Anwesenheit nicht bemerkte. Schließlich erreichten sie den Bibliothekssaal in der ersten Etage.

„Okay, die schwarzmagischen Sachen stehen in der Regel im hinteren Teil der Bibliothek," erklärte Draco leise und führte sie zu den hinteren Reihen.

„Müssen wir es jetzt suchen?" fragte Ron.

„Ich hoffe nicht," erwiderte Draco leise und hob seinen Zauberstab und murmelte einen Aufrufzauber, doch es geschah überhaupt nichts.

„Mist," murmelte er.

„Was bedeutet das, Malfoy?" zischte Harry.

„Keine Ahnung, entweder die Bücher sind gegen Aufrufzauber geschützt, oder..."

Harry konnte ihn nicht sehen, doch plötzlich verschwanden einige Bücher aus dem Regal und schwebten in der Luft. Dann schwang ein anderes Regal nach vorne.

„Wie viele Geheimtüren gibt es denn noch in diesem Haus?" fragte Harry.

„Ich weiß von zwei weiteren," erwiderte Draco leise.

Alle vier gingen in den Raum, der hinter dem Regal zum Vorschein gekommen war,

„Aber ich bezweifle, dass ich alle kenne."

Der Raum war leer doch dann konnte Harry sehen, dass sich eine einzelne Wandfliese löste und dahinter ein Holraum lag.

„Da ist es," stellte Draco leise fest, „ich möchte wissen warum mein Vater es hier versteckt hat. Zusammen mit einem leeren Taschenkalender."

Er verkleinerte Beides.

„Willst du es nehmen Potter?"

Harry nahm Draco Beides aus der Hand und schob es in seine Umhangtasche. Dann kontaktierte er erneut seine Schwester, um ihr mitzuteilen, dass das Unterfangen geglückt war und sie sich auf den Weg zurück zum Tunnel machen würden.

„Und warum nehmen wir diesen Taschenkalender mit?" flüsterte Ginny, während sie den Raum verließen, der dann von Draco wieder verschlossen wurde.

„Wenn mein Vater es dort aufbewahrt, dann hat es eine Bedeutung."

Harry packte erneut Dracos Arm, seine andere Hand schloss sich um die warme, unsichtbare Hand von Ginny, die ihrerseits Rons Hand nahm.

„Okay, sehen wir zu, dass wir hier raus kommen."

Sie verließen die Bibliothek gerade rechtzeitig. Sie waren kaum ein paar Meter den Gang entlang gegangen, als Lucius Malfoy mit einem mörderischen Gesichtsausdruck an ihnen vorbeirauschte, dicht gefolgt von Narcissa.

„Bist du dir sicher?" fragte diese gerade.

„Wer sonst weiß von diesem Geheimfach?" erwiderte Lucius rasend vor Zorn.

Er betrat die Bibliothek, während Narcissa im Flur stehen blieb und ihnen ein vorbeikommen unmöglich machte. Sie wussten, dass sie hier waren. Es musste Alarmzauber geben, die Malfoy informierten, wenn jemand das Fach öffnete. Die vier Teenager pressten sich an die Wand und wagten es kaum zu atmen, während Narcissa unbewegt und mit nachdenklichem Gesichtsausdruck im Flur stand.

„Diese kleine Ratte," hörte man schließlich Lucius aus der Bibliothek. Er trat wieder in den Gang und sah in beide Richtungen.

„Wo bist du Draco?" fragte er, „ich weiß, dass du hier bist du verlogener kleiner Mistkerl. Schandfleck auf meinem Stammbaum."

„Das hat keinen Sinn," sagte Narcissa.

„Er muss noch hier sein."

„Natürlich ist er hier," erwiderte sie, „unsichtbar und er wird sich sicher nicht zeigen. Geh du und hol meine Schwester und Rodolphus hier her. Draco wird das Haus nicht verlassen, er nicht und auch nicht die, die bei ihm sind."

Harry hatte seine Hand von Dracos Arm gelöst und stattdessen seinen Zauberstab genommen. Narcissa Malfoy hatte ihren eigenen in der Hand und ein schwaches, blaues Schimmern, zeigte dass sie sich mit einem ihm unbekannten Schutzschild umgeben hatte. Das hinderte Harry daran, sie einfach außer Gefecht zu setzen. Er merkte wie Dracos Hand sich um seinen Arm schloss. Er folgte diesem Beispiel und griff seinerseits nach Ginnys Arm. So leise wie irgendwie möglich schlichen sie von Narcissa Malfoy weg und Harry hoffte inständig, dass Draco einen weiteren Weg in den Keller und zu dem geheimen Tunnel kannte. Doch dem war offenbar nicht so, denn Draco führte sie um eine Ecke nur um dann einen Schweigezauber über sie zu legen.

„Ich hoffe du kennst einen Fluchtweg," wisperte Harry.

Er wagte es nicht laut zu sprechen, obwohl er wusste, dass der Zauber verhinderte, dass sie gehört wurden.

„Nein," erwiderte Draco mit gepresster Stimme, „von der ersten Etage zum Erdgeschoss führt nur der breite Treppenaufgang. Du hast doch die Skizzen gesehen."

„Was tun wir?" fragte Ginny.

„Wir sollten uns beeilen, das eintreffen der Lestrange wird unsere Flucht nicht vereinfachen," flüsterte Ron.

„Vielleicht ist Sam dabei," sagte Ginny hoffnungsvoll.

„Also darauf sollten wir uns nicht verlassen," zischte Draco, „wir müssen uns was überlegen um an meiner Mutter vorbei zu kommen, sie weiß genau, dass wir an ihr vorbei müssen um ins Erdgeschoss zu kommen, nur deshalb steht sie dort."

„Was ist das für ein Schild den sie benutzt, meint ihr wir können ihn mit vier Schockzaubern durchbrechen?" schlug Ron vor.

„Zu großes Risiko," wiedersprach Harry, „falls es nicht klappt verraten wir unseren Standpunkt."

„Ich würde sagen wir versuchen an ihr vorbei zu schleichen," meinte Ginny, „ich sehe keine andere Möglichkeit und die Lestrange werden wohl nicht mehr lange auf sich warten lassen."

„Damit hast du recht," stimmte Draco zu, „wenn es nicht klappt probieren wir es mit Rons Methode und rennen, wenn wir den Tunnel erreichen ohne erwischt zu werden, haben wir gewonnen. Ich hoffe ihr alle habt euch den Weg eingeprägt, falls wir uns verlieren."

Die drei anderen bejahten die Frage. Dann schlichen sie sich zurück. An die Wand gepresste schoben sie sich Stück für Stück durch den Flur, in der Hoffnung, von Narcissa Malfoy nicht bemerkt zu werden.

Dracos Mutter stand mitten im Flur, die Augen wachsam und ihre Körperhaltung zeigte, dass sie bereit war jeden Moment anzugreifen. Harrys Herz schien so laut zu schlagen, dass er sich fragte, warum sie es nicht längst gehört hatte. Dann erreichten sie die Stelle an der Narcissa stand. Draco war bereits fast an ihr vorbei, als ihre Hand vorschnellte und ihn packte.

„Finite!" rief sie und beendete damit die Wirkung des Desillusionierungszaubers.

Einen Moment lang sahen Mutter und Sohn einander in die Augen. Dann handelten Harry, Ron und Ginny gleichzeitig.

„Stupor!"

Drei rote Lichtblitze trafen Narcissa Malfoy. Der Schutzschild verhinderte zwar, dass sie Bewusstlos wurde, doch er schleuderte sie von Draco weg, so dass dieser wieder frei war.

„Rennt!" schrie Harry.

Es war jetzt ohnehin egal, ob sie Lärm machten, Narcissa wusste wo sie waren. Narcissa schoss nun weitere Finite Zauber in die Richtung der Teenager, von denen einer Harry traf. Einen Moment lang wirkte Narcissa verblüfft, dass ausgerechnet Harry Potter ihren Sohn begleitete. Dann erschien plötzlich Lucius vor ihnen im Flur. Keiner von ihnen wusste, woher der Todesser auf einmal gekommen war. Harry und Draco stoppten abrupt. Beide hoben ihre Zauberstäbe.

Draco rief „Expelliarmus!"

Harry „Pertrificus Totalus."

Doch Lucius blockte beide Zauber. Harry hatte keine Ahnung wo Ginny und Ron waren. In diesem Moment traf ein Cruciatus-Fluch Draco, der schreiend zusammenbrach. Harry wollte ihm zur Hilfe eilen, wurde jedoch von Flüchen aus Narcissa Malfoys Zauberstab abgelenkt. Zu allem Überfluss trafen nun auch Bellatrix und Rodolphus Lestrange ein. Harry wehrte sich verbissen gegen Narcissa Malfoy, indem er ihren Flüchen auswich und versuchte sie mit einem Schock- oder Entwaffnungszauber zu treffen.

Hermine hatte Recht durchfuhr es ihn, diese ganze Sache ist einfach eine Nummer zu groß für uns, wie konnten wir so dumm sein. Er konnte Draco immer noch schreien hören. Ginny und Ron, die immer noch unsichtbar waren, lenkten die Lestrange ab, so dass diese immerhin nicht in das Duell zwischen Harry und Narcissa eingreifen konnten. Schließlich schaffte Harry es Narcissa mit einem Stoßfluch zumindest kurzzeitig aus der Bahn zu werfen.

Vielleicht wäre es ihm in diesem Moment gelungen, sie mit einem Schockzauber zu treffen, doch sein Blick fiel auf Draco, der sich immer noch von seinem Vater gequält am Boden wand. Seine Augen waren verdreht, so dass nur das weiße zu sehen war. Statt Narcissa außer Gefecht zu setzen nutzte Harry den winzigen Moment, in dem er nicht unter Beschuss stand um mit der gesamten Kraft seines Körpers Lucius Malfoy zu rammen. Dieser hatte mit Harrys Angriff nicht gerechnet und flog zur Seite. Draco hörte auf vor Schmerz zu zucken und zu schreien. Seine Augäpfel drehten sich wieder, so dass seine Pupille zu sehen waren.

„Potter," keuchte er und riss Harry zu sich herunter, wodurch er einem blauen Blitz aus Narcissas Zauberstab entging, der sicher bösartige Folgen gehabt hätte. Harry rappelte sich auf und zog Draco mit sich hoch.

„Komm schon Malfoy," sagte er und legte sich einen Arm des gepeinigten Jungen um die Schulter.

Draco schoss einen Zauber auf seine Mutter die erneut zum Angriff ansetzte. Harry sah, dass Ron als letzter unsichtbar war, offenbar war auch Ginny inzwischen von einem „Finite" Zauber getroffen worden. Dennoch war es den Geschwistern offenbar gelungen, Bellatrix außer Gefecht zu setzen. Ron hatte nun offenbar gesehen, wie schlecht es um Draco stand. Während Ginny weiterhin mit Rodolphus kämpfte, nutzte er den Vorteil seiner Unsichtbarkeit um Lucius und Narcissa von Harry und Draco abzulenken. Harry nahm diese Hilfe dankbar an und manövrierte den fast bewusstlosen Draco an den Kämpfenden vorbei.

„Rennt!" schrie er dann Ginny und Ron zu.

Ginny folgte ihm Rückwärts, so dass sie immer noch die Todesser beschießen und sich selbst und die anderen decken konnte. Ron schien das gleiche zu tun wie seine Schwester, jedenfalls schließen die Lichtblitze, die von einer unsichtbaren Quelle stammten darauf schließen. Draco löste seinen Arm von Harrys Schulter.

„Ich laufe alleine," stieß er abgehackt und undeutlich hervor, „hilf du den Beiden."

Harry hatte ernsthafte Zweifel, dass Draco tatsächlich alleine laufen konnte, doch andererseits gerieten Ron und Ginny zunehmend in Bedrängnis. Wiederwillig ließ er Draco los, der zwar stolperte, sich jedoch aufrecht halten konnte.

„Lauf so weit du kommst Malfoy, wir kommen nach, du bist uns hier grad keine Hilfe," wies Harry den Slytherin an.

Dann schloss er sich Ron und Ginny an. Alles was die Drei taten, war Zauber zu blocken und immer weiter zurück zu weichen. Doch Harry wusste, dass sie auf diese Weise früher oder später zur Haupttreppe gelangen würden. Sie mussten es nur schaffen, nicht getroffen zu werden, ein Sieg gegen die drei Todesser, deren Duellfähigkeiten die ihren bei weitem überstiegen, war keineswegs nötig.

Plötzlich stand Draco wieder neben Harry. Er wirkte immer noch benommen, jedoch nicht mehr so als sei er von der Ohnmacht bedroht. Die Vier beschleunigten ihren Rückzug nun und endlich kam der breite Treppenaufgang in Sicht. Sie verteidigten sich weiter, bis sie den Treppenaufgang fast erreicht hatten und dann rannten sie nur noch. Es war pures Glück, das keiner von ihnen von einem Fluch getroffen wurde. Harry machte sich nicht die Mühe die Treppe hinunter zu laufen. Er sprang einfach über die Brüstung. Dann fing er Ginny auf die seinem Beispiel folgte. Draco, der durch den Cruciatus-Fluch am stärksten geschwächt war, misslang die Landung und er prallte recht schmerzhaft auf den Boden. Der nun auch nicht mehr unsichtbare Ron half Draco auf und die Vier rannten weiter zum Kellereingang.

„Was bitte wollen die dort unten?" hörte Harry Narcissa fragen.

Immer noch folgten ihnen Flüche. Harry schlug die Kellertür hinter ihnen zu, was ihnen eine kurze Pause von dem Beschuss gönnte. Sie erreichten den Eingang zu dem Tunnel Draco drückte seine Hand gegen einen Stein in der Wand, die zur Seite glitt und den Tunnel öffnete. Die vier sprinteten hinein.

„Was zum..." hörte Harry Lucius Stimme während die Wand sich wieder schloss.

„Weiter rennen," keuchte Draco, „sie kennen den Tunnel vielleicht nicht, aber irgendwann werden sie schon auf den richtigen Stein drücken."

Sie rannten weiter. Im Stillen dankte Harry für das intensive Ausdauertraining, dass sie in den letzten Wochen gemacht hatten und das jetzt dafür sorgte, dass sie in der Lage waren weiter zu rennen. Sie hatten bereits den ebenen Teil des Tunnels erreicht, als sie hörten, wie sich die geheime Tür öffnete.

„Schneller!" trieb Ron die anderen an.

Er konnte dank seiner langen Beine am schnellsten Laufen. Draco war aschfahl.

„Hilf ihm Ron!" sagte Harry.

Ron packte Draco und trieb ihn weiter an, hielt ihn aber gleichzeitig davon ab zusammenzubrechen. Flüche folgten ihnen nun erneut und die Todesser kamen wieder in Sicht. Harry fluchte. Die Zauberstäbe machten nur spärliches Licht und das Tunnelende war noch nicht in Sicht. Er und Ginny hatten inzwischen einen größeren Vorsprung vor Ron und Draco.

„Lauf weiter Ginny!" befahl Harry während er selbst zurück rannte um Ron mit Draco zu helfen.

Zu Zweit gelang es ihnen, den fast bewusstlosen Slytherin deutlich schneller fortzubewegen, doch der Abstand zu den Todessern schrumpfte dennoch bedenklich. Und dann erschien endlich die rettende Treppe vor ihnen, von der Ginny bereits ein gutes Stück erklommen hatte. Sie schien erleichtert, die Jungen zu sehen, blieb jedoch nicht stehen, wofür Harry dankbar war. Der Anblick der rettenden Treppe schien in Draco neue Kraftreserven zu mobilisieren. Er schaffte es erneut aus eigener Kraft zu laufen, was dafür sorgte, dass alle drei Jungen schneller voran kamen. Das Tempo, dass sie auch auf der Treppe beibehielten, war unvernünftig schnell, doch keiner von ihnen dachte an die Folgen eines Sturzes, jetzt wo sie von den Todessern gejagt wurden. Diese waren inzwischen an der Treppe angekommen.

Einer hob seinen Zauberstab und ein Fluch traf Ginny, die ein gutes Stück über den Jungen war, am Bein. Sie schrie auf. Blut durchtränkte ihre Kleidung. Ein Todesfluch folgte dem ersten Zauber, doch irgendwie gelang es Ginny nach vorne zu springen und dem Fluch zu entgehen. Stein bröckelte unter ihren Füßen und sie schwankte. Ein paar schreckliche Sekunden lang, dachte Harry sie würde fallen, doch dann fand sie das Gleichgewicht wieder und lief weiter, durch ihr verletztes Bein jedoch deutlich langsamer als zuvor. Die Jungen, die natürlich nicht stehen geblieben waren, hatten sie inzwischen fast eingeholt. Die Treppe schien endlos nach oben zu führen. Die Todesser folgten ihnen weiterhin und die Flüche, denen sie ausweichen mussten, erschwerten den Anstieg zusätzlich. Hin und wieder schoss Harry selbst einen Fluch nach unten in der Hoffnung, einen der Todesser zu treffen. Dann war endlich das Ende der Treppe erreicht und sie kletterten die Leiter hinauf und in den Raum, indem ihre Besen sie erwarteten.

„Schnell," keuchte Harry.

Er schoss als erster durch den kurzen Tunnel nach draußen. Ginny, Draco und Ron folgten.

„Wohin?" fragte Ron.

Sie hatten ihre Besen in der Luft gestoppt. Der eigentliche Plan war gewesen in dem Tunnel zu warten, bis es Nach wurde, doch das war jetzt nicht mehr länger möglich.

„Erst mal ein paar Kilometer fort von hier, folgt mir ich hab da eine Idee," erwiderte Draco.

Er hatte wieder etwas Farbe im Gesicht. Die Vier stiegen höher, und flogen so schnell es zwischen den Bäumen ging davon. Sie konnten die Todesser noch nicht hören und nahmen daher an, dass diese den Tunnelausgang noch nicht erreicht hatten. Der Wald begann sich relativ schnell zu lichten und Harry war sich nicht ganz sicher, ob es eine gute Idee Dracos war, diese Route zu wählen. Der Wald verschwand schließlich ganz und ging in eine Ebene, leicht steinige Fläche über.

„Man kann uns hier übrigens super sehen!" rief Harry Draco zu.

„Vertrau mir!"

Draco zu vertrauen gehörte zu den Dingen, die Harry normalerweise komplett zu wieder waren. Doch in diesem Moment, dachte er nicht einmal über eine andere Möglichkeit nach. Dann tat sich vor ihnen ein Abhang auf, auf den Draco zu hielt. Harry folgte diesem Beispiel und sie flogen in die Tiefe. Draco fand einen geeigneten Vorsprung, auf dem sie Landen konnten, der von oben aber auch nicht gleich zu sehen war.

„Was ist das hier?" fragte Harry.

„Hier wurde irgendwas abgebaut," erwiderte Draco, „und ich denke, dass wir hier sicher sind. Zumindest für ein paar Stunden."

Ron besah sich unterdessen besorgt Ginnys Bein.

„Wir müssen das verbinden," sagte er.

Ginny hatte das Gesicht verzogen, offenbar hatte sie ziemliche Schmerzen, doch sie gab kein Geräusch von sich. Harry zögerte nicht lange, sondern schnitt einen breiten Streifen von seinem Umhang ab. Ron ließ vorsichtig Wasser über die Wunde laufen, so dass sie einigermaßen gereinigt war. Harry reinigte auch den Stoff vom gröbsten Schmutz, dann begann er damit die Wunde zu verbinden. Nachdem Ginny versorgt war setzten sich die Drei zu Draco, der an der Felswand lehnte, die Augen geschlossen.

„Alles klar Malfoy?" fragte Ginny.

„Scheiß Cruciatus," sagte er nur, „ich war sicher zehn Minuten damit belegt."

„Scheiße!" sagte Harry plötzlich.

Er griff in seine Umhangtasche und holte den Spiegel daraus hervor.

„Lucy?" sagte er.

Nichts geschah, dann fragte er erneut nach seiner Schwester. Statt ihr erschien Hermine im Spiegel.

„Lucy hat den Spiegel vergessen, als wir zum Frühstück gegangen sind. Ist bei euch alles in Ordnung?"

„Schöne Aufpasser seit ihr," grummelte Harry, „wir werden von irren Todessern gejagt und keiner von euch bekommt irgendetwas mit."

„Was?" Lucys Kopf erschien nun auch im Spiegel, „geht es euch gut?"

„Ja," erwiderte Harry, „aber von jetzt an behalten wir den Rhythmus von Nachrichten alle halbe Stunde bei, okay? Es kann nämlich sein, dass wir noch verfolgt werden."

„Ich kann auch gleich zu Dumbledore gehen," schlug Lucy vor, „wenn ihr in Gefahr seit, dann..."

„Nein, wir schaffen das schon, oder?" Die drei Anderen nickten tapfer.

Lucy sah skeptisch aus.

„Also schön, alle halbe Stunde dann," willigte sie schließlich ein.

„Ein Glück, dass sie noch keinen Alarm ausgelöst hatten," stellte Harry fest, als er die Verbindung wieder geschlossen hatte.

„Wer von euch hat eigentlich das essen?" fragte Ron.

Ginny zog ein kleines Päckchen aus ihrer Umhangtasche, dass sie wieder auf normale Größe wachsen ließ. Darin befanden sich belegte Brote, Kuchen, Obst und Flaschen mit Kürbissaft.

„Bedient euch!" Sie selbst nahm sich ein Brot und biss hinein.

Auch die drei Jungen waren froh über die Stärkung.

„Wie spät ist es?" fragte Draco.

„Gleich neun Uhr," erwiderte Ginny.

„Das heißt wir müssen noch etwa 14 Stunden warten bis wir zurück fliegen können," stellte Draco fest.

„Wir fliegen so früh los, wie irgendwie möglich," entschied Harry, „notfalls landen wir noch mal zwischen, wenn wir dieses unbewohntere Gebiet verlassen."

Die Stunden krochen zäh dahin. Abwechselnd versuchten sie auf dem unbequemen Stein zu schlafen, doch keinem wollte es so recht gelingen. Einmal, gegen Mittag, glaubten sie von oben Stimmen zu hören. Draco desillusionierte sie alle, damit sie nicht zu sehen waren. Danach blieben sie in diesem Zustand. Notfalls würde es ihnen auch gelingen, ein paar Kilometer desillusioniert zu fliegen, ohne einander zu verlieren, denn immerhin waren im Tageslicht auch die Besen besser zu sehen. Gegen drei Uhr, kurz nachdem Harry Lucy kontaktiert hatte, stieß er plötzlich ein entnervtes Stöhnen aus.

„Wir sind Helden," meinte er, „stehlen erst diese Bücher und gucken dann nicht mal rein."

Er holte die Bücher heraus, die sichtbar wurden, sobald er sie auf den Boden legte, dann vergrößerte er sie wieder. Er nahm das Buch, für den sie den ganzen Aufwand überhaupt betrieben hatten, in die Hand und begann darin zu blättern. Schließlich fand er das Kapitel über Horkruxe und begann, daraus vorzulesen.

Die Erstellung eines Horkruxes zählt zu den schwarzmagischsten Praktiken. Jeder Leser dieses Buches sei eindringlich vor der Herstellung eines Horkruxes gewarnt, da diese ein weit tiefer greifende Zerstörung des eigenen selbst beinhaltet, als jegliche Blutriten. Zunächst sei geklärt, was ein Horkrux überhaupt ist. Ein Horkrux ist ein Gegenstand, in dem ein Seelenbruchstück eines Zauberers eingesperrt ist, dass dieser zuvor von seiner eigenen Seele abgerissen hat."

Harry brach ab, er hatte einen entsetzten Ausdruck im Gesicht, den jedoch niemand sehen konnte.

„Ein Seelenbruchstück?" fragte Ginny leise und mit belegter Stimme, „was soll das bedeuten."

„Keine Ahnung," erwiderte Harry leise, er schluckte, „soll ich weiterlesen."

„Ja."

Das Seelenbruchstück wird dann an einen Gegenstand gebunden, den der Zauberer frei wählen kann. Jeder, der plant seine Seele auf diese Weise zu spalten, sei weiterhin gewarnt, dass diese Praktik nicht ungefährlich ist und bei Fehlern nicht selten den eigenen Tod zur Folge hat. Fortgerissen aus dem Körper, zu dem die Seele gehört, hat das eingesperrte Seelenbruchstück also der Horkrux eine klare Funktion, es bindet seinen Besitzer an das irdische Leben. Solange ein Stück Seele auf der Erde verbleibt, wird der Mensch nicht fähig sein zu sterben."

Harry brach erneut ab, das musste es sein.

„Darum ging es also," flüsterte er, „bei den Horkruxen über die sie nach der Ordensversammlung gesprochen haben. Voldemort muss Horkruxe geschaffen haben und solange diese Horkruxe existieren, kann Voldemort nicht sterben."


AN: Es hat zwar ein bisschen länger gedauert, als die letzten paar Kapitel, aber dafür ist dieses hier auch um einiges länger. Ich hoffe es hat euch gefallen und ihr spendet mir ein paar Reviews, wie wär's wenn ihr die 50 knackt?

Ich versuche wie immer schnell weiter zu schreiben, aber es gilt auch weiterhin: ich stecke mitten im Abi und verspreche daher gar nichts.

Liebe Grüße und bis demnächst

Sanny