12. Prophezeiung
Still und drohend thronte die einstige Schule über dem Dorf Hogsmeade. Niemand außer den Anhängern des dunklen Lord wagte sich mehr auch nur in die nähe des Schlosses Hogwarts. Aus der Bastion des Lichtes war eine Festung der Dunkelheit geworden. Wo früher Schüler unterrichtet wurden lebten nun die Anhänger des dunklen Ordens. Wo einst gelacht wurde hörte man nun die Schreie der Gefangenen. Doch nun mischten sich die Schreie der Gefangenen mit den Schmerzschreien eines Todessers. Seit Stunden schrie sich der junge Rothaarige Anhänger Voldemorts die Seele aus dem Leib. Schwer atmend lag er zu Füßen Voldemort als der Cruciatus wieder kurzzeitig von ihm genommen wurde.
Rote Augen blickten erbarmungslos auf den ihn hinab, der Blick dieser Augen alleine würde Reichen Ron für die nächsten Wochen den Schlaf zu rauben.
„Sag mir, wie konnte das geschehen?" Fragte Voldemort seinen sich windenden Diener. Zögerlich begann Ron erneut die Geschichte zu erzählen, so weit er sie kannte. Er erzählte das er von einer unsichtbaren Kraft fortgerissen worden wäre und Bewusstlos geworden war. Voldemort knurrte unwillig.
Er wusste das sein Diener die Wahrheit sprach, er hatte es schon längst in dessen Unwürdigem Geist gesehen und doch wahr er unzufrieden. Zwei seiner Gefangenen waren geflohen, so etwas durfte nicht passieren. Doch sie waren nicht nur geflohen nein auch einen seiner Dämonischen Diener hatten sie getötet. Beiläufig sprach er erneut den Schmerzfluch über den Weasley. Dieser Narr hatte es zugelassen das dieses Schlammblut ihm entkam, dafür musste er zahlen. Lord Voldemort duldete kein Versagen. Er lauschte den Schmerzschreien des Mannes und lächelte leicht. Dies war Musik in seinen Ohren. Nach einiger Zeit jedoch schrie er nicht mehr, sondern zuckte nur noch. Voldemort hob den Fluch auf. Er würde gnädig sein. Der junge Mann hatte ihm einige Dienste erwiesen.
„Geh, versage nie wieder." Zischte er leise.
Ron rappelte sich hoch so schnell er konnte. Vor Schmerzen stöhnend wankte er aus der großen Halle. Voldemorts Blick spürte er im Nacken wie Messerstiche. Eine Gänsehaut, kroch ihm über den Rücken. Niemals wieder wollte er den Zorn des Lords auf sich ziehen. Endlich nach endlosen Augenblicken hatte er die Eingangshalle erreicht. Die Türen zum Thronsaal vielen hinter ihm zu. Kaum hörte er das klicken des Schlosses ging er in die Knie und übergab sich. Ihm war klar das er die Schmerzen des Cruciatus nicht mehr viel länger ausgehalten hätte, von den Unzähligen Schnittflüchen ganz zu schweigen. Er verfluchte das Miststück in Gedanken dafür das sie geflohen war. Nur deshalb hatte er dieses Stundenlange Martyrium über sich ergehen lassen.
Doch immer wieder schoss ihm die Frage durch den Kopf wie sie das gemacht hatte. Wie hatte sie ihn von sich schleudern können? Wie hatte sie die Magischen Fesseln abstreifen können? Wie hatte sie die Überwachungszauber des Schlosses ausgetrickst? Aber vor allem wie war es ihr gelungenen, seine kleine Schwester auch noch zu befreien und einen der Dämonen zu töten?
Langsam bekam er seine Schmerzen unter Kontrolle, vorsichtig erhob er sich. Mit einem Schwenk seines Zauberstabes verschwand das Erbrochene von Boden und von seiner Kleidung. Er machte sich auf den weg zu Krankenstation, dort würde er zwar keinen fähigen Heiler bzw. Heilerin mehr vorfinden, Madam Pomfrey weigerte sich für die Todesser zu arbeiten, aber wahrscheinlich einige Heiltränke die ihm helfen würden. Während sich Ron den weg die Treppe hinauf schleppte um zum Krankenflügel zu gelangen, hörte Nymphadora Tonks die schnellen Schritte die ihr folgten.
Verwundert bleib sie stehen und blickte über die Schultern. Um die Gangbiegung kam Draco Malfoy gehetzt. Tonks wollte schon weiter gehen doch der Junge Mann sprach sie an.
„Hatten Sie einen seltsamen Traum?" Tonks erstarrte mitten in der Bewegung. Eigentlich hatte sie erwartet, das der junge Malfoy etwas aus der Bibliothek benötigte oder aber wieder einmal bewies das sich auch ein Malfoy um jemanden Sorgen konnte und sie unbedingt in die Bibliothek begleiten wollte. Sie hatte mit so ziemlich allem gerechnet. Aber nicht damit. Sie drehte sich zu ihm um und versuchte den Blick von Draco zu deuten. Wieder einmal verfluchte sie dessen Fähigkeit seine Gefühle perfekt zu verbergen. Trotzdem spürte sie wie schon so oft zuvor was in dem jungen vorging, es war nur leicht ein Hauch. Es war weniger Wissen, man konnte es am ehesten als eine Ahnung Beschreiben. Sie glaubte Neugier und Hoffnung zu spüren.
„Wie kommen Sie darauf?" Fragte sie ruhig, sie hatte nicht vor jemandem von diesem Traum zu erzählen auch und vor allem nicht Draco Malfoy. Sie zweifelte nicht daran das der junge Mann auf ihrer Seite stand, aber es gab Dinge die auch Draco nichts angingen. Wieder einmal fragte sie sich warum dieser Junge plötzlich so viel Platz in ihren Gedanken einnahm. Wieso sie ihm Vertraute. Draco lächelte und sagte „Ich hatte auch solch einen Traum."
Tonks spürte das er die Wahrheit sprach, sie wusste einfach immer wann er log und wann nicht. Sie wusste nicht warum das so war. Aber das war auch egal. Sie blickt Draco in die Augen und sagte mit schwacher Stimme: „Worum ging es in deinem Traum?" Sie wusste das sie damit indirekt zugab auch einen solchen Traum gehabt zu haben. Aber das war egal, genau wie sie spürte, wenn er log so spürte Draco es, wenn sie log. Das Gesicht von Malfoy verdüsterte sich.
Noch immer konnte er sich an diese Nacht erinnern als er schweißgebadet erwacht war. Noch immer stand jedes grausame Detail dieses Traums ihm so klar vor Augen das er glaubte erst eben erwacht zu sein. Schnell blickte er sich um.
„Ich glaube nicht das wir das hier Besprechen sollten." Tonks nickte. Natürlich nicht. Sie wollte erst sicher sein was dieser Traum zu bedeuten hatte. Sie zweifelte nicht mehr daran das er etwas bedeutete, den Draco schien zumindest etwas ähnliches erlebt zu haben. Etwas in ihr sträubte sich dagegen der Bedeutung auf den Grund zu gehen doch ignorierte sie diese Stimme.
„In deinem Zimmer nachher. Ich muss erst mal in die Bibliothek." Malfoy nickte. Er schenkte Tonks eines seiner wenigen ehrlichen Lächeln und ging in sein Zimmer. Wäre er noch einen Augenblick geblieben hätte er den Nachdenklichen Blick der Aurorin bemerkt.
Doch er blickte nicht zurück. Draco musste erst mal seine Gedanken ordnen. Er hatte eigentlich nicht vorgehabt so mit der Tür ins Haus zu fallen, aber bei dieser Frau gelang es ihm nicht wie bei den anderen seine kühle Fassade zu erhalten.
Er spürte einfach das sie ihn durchschauen konnte wann immer sie es wollte. Sie war der erste Mensch den er einfach nicht belügen konnte. Ein leichtes Lächeln stahl sich auf sein Gesicht. Sie war auch der erste Mensch bei dem er es nicht wollte.
Es hatte sich von ihrer ersten Begegnung an irgendwie falsch angefühlt sie zu belügen. Er konnte seine Gefühle nicht erklären, alles war anders geworden. Nicht zum ersten mal brachte er die Ereignisse der letzten Zeit mit diesem Traum, der ihn so erschreckt hatte in Verbindung. Bevor er es verhindern konnte stiegen erneut die Bilder in ihm auf. Auch wenn er jetzt wach war und bereits wusste was ihn erwartete so erschreckte ihn doch was er sah.
Er ging mit gemessenen Schritten über eine weite Ebene auf der es nichts gab außer einigen vereinzelten Sträuchern und ein paar einsamen Bäumen und doch war es eine schöne Lebendige Landschaft. Er konnte das Leben fühlen was hier über all hauste. In der Ferne sah er eine prächtige Stadt. Seine Schritte führten ihn zu dieser Stadt er konnte viele kleine Punkte sehen die sich auf ihn zu bewegten, er wusste das es eine Armee war. Ein Lächeln umspielte seine Mundwinkel als neben ihm drei weitere Personen auftauchten. Er kannte sie, auch wenn er sie im Augenblick nur schemenhaft erkennen konnte. Sie blieben nicht lange, nur Sekunden dann waren sie fort. Er ging weiter und konnte aus der Entfernung die ersten Schreie hören. Spürte wie seine Schwestern ihre Macht frei setzten. Er sah wie die geordneten Schlachten Reihen der Feinde zusammenbrachen, konnte die Rufe hören die Schrei den Klang des Krieges. Sein Blick löste sich von dem Chaos vor ihm und ging schweifte wieder über die Ebene. Er hob die Hand und ließ sie im Halbkreis mit der Handfläche nach durch die Luft gleiten. Als ob er über die grünen saftigen Felder streicheln wollte. Seiner Bewegung folgend breitete sich der Tod aus. Das Gras starb ab, die kleinen Tiere hauchten ihren letzten Atemzug aus die Bäume und Sträucher verdorrten. Binnen Sekunden verwandelte sich das vor Leben strotzende Tal in eine Wüste. Er lächelte und wandte sich wieder der Stadt zu. Der Lärm der Schlacht hatte abgenommen. Er fühlte wie das Leben aus der Stadt wich. Er spürte wie die Menschen in der Stadt leiden, wie sie von der Pest heimgesucht wurden. Konnte die letzten Atemzüge der Krieger vor der Stadt spüren. Ein leichter Wind kam auf und wehte den Geruch des Todes heran, gierig sog er ihn ein. Genoss was seine Schwestern taten. Langsam ging er weiter. Mit jedem Schritt spürte er das Leid noch mehr, mit jedem Meter den er sich der Stadt näherte konnte er noch mehr Lebewesen fühlen die sich im Todeskampf befanden. Wieder war eine Stadt gefallen. Er lächelte als er sah wie einige versuchten aus der Stadt zu entkommen. Ohne zu zögern löschte er ihr Leben aus. Niemand würde entkommen.
Nach weiteren Minuten hatte er das Schlachtfeld vor der Stadt erreicht. Der Kampf war aus, er sah seine Schwester auf einem Haufen von Leichen Thronen die blutige Klinge steckte neben ihr in einem Körper. Er wandte den Blick ab und fühlte, nahm alles in sich auf. Noch immer quälten sich einige der Männer und Frauen im Todeskampf. Rangen mit ihren Verletzungen. Er ließ sie gewähren, sollten sie versuchen zu überleben. Er würde sie später töten, würde sie in die Erlösende Dunkelheit entfliehen lassen. „Ein Segen der Finsternis!" Hörte er eine seiner Schwestern aus der Stadt rufen.
Draco riss sich von den Erinnerungen los. Er spürte das sein Herzschlag sich beschleunigt hatte. Mit einer fahrigen Bewegung wischte er sich die Schweißnassen Haare aus dem Gesicht. Er war froh das er sich aus der Erinnerung hatte lösen können, niemals wieder wollte er sehen was sich innerhalb der Stadt abgespielt hatte. Vor allem wollte er nicht die Gefühle dieses Scheusals teilen was wie er aussah. Diesen Genuss am Leid dieser Menschen. Er verdrängte den Gedanken. Er wollte nicht daran denken und doch würde er es tun müssen. Tonks würde Fragen und er würde es ihr Erzählen.
Seufzend öffnete er die Tür zu seinem Zimmer. Er hatte den weg hierher gar nicht wahr genommen so vertieft war er in die Erinnerung gewesen. Schnellen Schrittes ging er zu der Kommode neben seinem Bett, er öffnete die oberste Schublade und nahm eine der Philolen heraus. Schnell schluckte er den blauen Trank der sich darin befand und spürte sofort wie er ruhiger wurde. Severus hatte ihm die Beruhigungstränke gegeben. Nicht zum erstenmal danke Draco ihm im stillen dafür. Er ließ sich auf sein Bett gleiten und schloss die Augen, doch wagte er nicht zu schlafen.
Er redete sich ein das er Tonks nicht verpassen wollte doch das war nicht die ganze Wahrheit, er fürchtete das der Traum wieder kommen würde. Oder ein anderer Traum. Er wollte so etwas nicht noch einmal sehen müssen. Er versuchte an nichts zu denken einfach nur zu liegen und zu warten. Seine Gedanken verschleierten sich und er wartete ruhig auf die Ankunft der jungen Aurorin die ihn über alle maßen verwirrte. Währendessen legte sich ein junger Mann auf den Rücken und Schloss die Augen.
Für einen Moment verdrängte Harry alles aus seinen Bewusstsein, schloss die gesamte Welt aus. Er fragte sich noch immer ob er richtig gehandelt hatte als er das Angebot ausschlug und doch blieb die Antwort die gleiche. Ja. Für diese wenigen kurzen Momente die er wirklich glücklich war für diese Momente hatte es sich gelohnt. Er spürte den Aufruhr seines ehemaligen Mentors. Seine Fähigkeiten hatten sich extrem erweitert als er sich mit Alucard gebunden hatte. Aber das war bei weitem nicht alles er hatte auch neue Fähigkeiten gewonnen, die er erst noch ergründen musste. Lernen sie zu kontrollieren. In seinem inneren machte sich eine unglaubliche Ruhe breit er hatte seine Entscheidung getroffen, er würde kämpfen. Er wusste noch nicht wie aber er würde es tun. Wahrscheinlich würde er sterben. /Vielleicht nicht mal schlecht./ dachte er.
Er verdrängte diesen Gedanken wieder. Jetzt hatte er keine Zeit dafür, es gab noch andere wichtige Fragen zu klären. Ob er wollte oder nicht, er war wieder hier gefangen in dem Käfig des Auserwählten. Er würde kämpfen, würde alles daran setzen Voldemort ins Nirwana zu pusten. Er seufzte leise. Erst mal musste er erfahren was Dumbledore hier trieb. Den eigentlich war Avalon nicht für die toten Gedacht. Er öffnete die Augen und blickte zu Dumbledore auf.
„Machen Sie sich keine Sorgen. Ich werde damit fertig, wie immer. Doch nun Professor würde ich gerne Wissen was Sie hier tun und was es mit der vorhin erwähnten Prophezeiung auf sich hat." Seine Stimme war zum Ende hin fordernd geworden. Dumbledore war äußerst überrascht, Harry war um so vieles stärker als Selbst er es erwartet hätte. Jeder andere wäre wohl schon längst durchgedreht oder hätte aufgegeben. Aber Harry kämpfte weiter, trotz allem. Kurz schloss der Direktor die Augen und betete zu allen Göttern die er kannte das dieser Junge am Ende glücklich, wirklich glücklich würde. Dann begann er zu erzählen.
„Der eine Grund war Severus, natürlich hat sich das ja bereits erledigt. Der andere Grund ist wichtiger was wir im letzten Schuljahr besprochen haben. Die Horkruxe Voldemorts alles was ich dir über Tom erzählt habe, so schwer es mir fällt das zu sagen es war Zwecklos. Durch seine Wandlung sind die Horkruxe wirkungslos geworden. Tom hat erreicht was er wollte er ist unsterblich. Aber nicht unverwundbar." Harry nickte. Das würde die Sache für ihn erleichtern. Aber es war schwer zu akzeptieren das alles was sie unternommen hatten, bevor Voldemort zu einem gewandelten Dämon wurde umsonst war. Dumbledore war umsonst gestorben.
Nach einigen Augenblicken fuhr er fort. „Nun diese Prophezeiung. Sie handelt von den gesegneten der Finsternis und Voldemort, ich habe erst im Jenseits von ihr erfahren." Harry nickt und fixierte Dumbledore mit festen Blick. Der alte Zauberer sammelte sich kurz und begann zu erzählen.
Dreizehn Millennien werden vergehen...dann wird die Finsternis wieder auferstehen...der Führer der Finsteren wird ein Mensch gewesen sein...nach dreizehn Millennien wird er sie führen...das Ende wird kommen...nach dreizehn Millennien...dreizehn Millennien nach der letzten Schlacht...nur der Eine steht ihm im weg das Ende zu bereiten...nur der eine der die Macht erhalten hat...seid bereit...es wird kommen das Ende...
Harry und Dumbledore verfielen in schweigen. Noch immer hallten die Worte der Prophezeiung in Harrys Kopf nach. Es war eindeutig das die Gesegneten der Finsternis gemeint waren. Sie waren die Verkörperung der Finsternis, sie waren die Dunkelheit in Person. Die Verkörperung aller Dinge die Menschen fürchten, nein die alle Lebewesen fürchten. /Wie weit reicht die Macht der Gesegneten?/ Fragte sich Harry. Alucard antwortete /Sie übersteigt meine Macht, wenn alle vier zusammen sind, ich kann sie einzeln besiegen, das heißt du kannst das jetzt. Auch gegen zwei von ihnen kannst du bestehen aber nicht gegen alle./ Harry seufzte. Er konnte sie also besiegen, doch was, wenn er gar nicht gegen sie kämpfen wollte? Wieder hatte er keine Wahl, den nur der Eine steht ihm im Weg. Wieder einmal hatte er keine Wahl, er musste kämpfen. Doch er konnte es nicht, er würde es nicht tun können. /Liebe/ Schoss es ihm durch den Kopf. Ja auch hier stand ihm die Leibe im weg, den Hermine war eine gesegnete der Finsternis oder würde es sein. Er konnte sie nicht töten da sein Herz ihn dies Verbot.
/Für die Liebe opferst du die Welt?/ Fragte Alucard in seinen Gedanken. Harry antwortete nicht, doch damit schien der Dämon auch nicht gerechnet zu haben. Ein leises Lachen hallte durch Harrys Kopf. Seufzend erhob er sich.
„Dann muss ich verhindern das die Gesegneten erwachen, den ich kann niemanden Opfern den ich Liebe. Nicht einmal zum Preis der Welt." Seufzte er. Er wandte sich um und Schritt ohne auf Dumbledore zu warten zurück ins Haus. Dumbledore folgte Harry etwas langsamer ein trauriges Lächeln umspielte seinen Mund und das Typische Funkeln seiner Augen war erloschen. Er wusste das Harry es nicht tun konnte. Er würde es nicht über sich bringen seine Lieben zu töten um keinen Preis. Aber das Erwachen dieser dunklen Wesen konnte auch er nicht verhindern. „Dann wird das Ende kommen." Flüsterte er.
Harry Schritt auf das Schloss zu. Seine Gedanken weilten noch immer bei der Prophezeiung die er eben Erfahren hatte. Er musste Wissen wer die gesegneten der Finsternis sein würden. Eine leise Stimme flüsterte ihm zu das er es eigentlich nicht Wissen wollte. Er ahnte das es Menschen sein würden die ihm lieb waren. /Ich kann sie nicht einfach töten. Ich kann nicht, ich muss verhindern das sie erwachen/ dachte er grimmig. Er würde kämpfen und jetzt wusste er auch wie. Er musste schneller sein, schneller als seine Gegner, er musste es schaffen das Erwachen zu verhindern. Er wollte nicht für das Ende verantwortlich sein. Während er durch die Korridore Schritt und den weg zum Speisesaal einschlug wanderten seine Erinnerungen zurück zu den ersten Tagen seiner Anwesenheit hier. Zu dem Tag an dem er erfuhr was die Gesegneten sind.
Er erinnerte sich noch sehr gut daran wie die sechs ihm die Geschichte der letzten großen Schlacht zwischen Gut und Böse erzählten. „Die letzte Schlacht Harry liegt 13-Tausend Jahre zurück. Damals wurde ein dunkler Herrscher geboren der Voldemort wie einen Waisen Knaben aussehen lässt. Er war mächtiger als alle vor ihm, nicht auf dieser Welt konnte sich ihm in den weg stellen. In seinen Adern Floss die Macht des Herrschers der Hölle. Luzifers." Hatte Hades am dritten Abend die Geschichte Fortgesetzt. Harry hörte gebannt zu. Während der Erzählung sah Harry Bilder, er sah eine Stadt die wie eine Friedliche Oase in einem Meer aus Chaos wirkte. Er sah wie sich nach und nach die Dunkelheit über die Welt ausbreitete. Ein gigantische Heer aus dunklen Kreaturen und Schwarzmagiern überrannte die Welt.
Aber sie alle waren nur Statisten in diesem letzten Kampf. In der letzten Schlacht. Es gab nur noch ein freies Landauf der Welt, ein Land welches nicht der Dunkelheit anheim gefallen war.
„Der dunkle Lord marschierte mit seinem Heer zu dieser letzten Bastion des Lichtes, es war unsere Heimat." Sagte Selene traurig.
Harry konnte die fünf Führer des dunklen Heeres sehen. Der dunkle Lord mit der Macht Luzifers und die Gesegneten der Finsternis. Er sah sie nur als düstere Schemen und doch kroch ihm eine Gänsehaut über den Rücken. Sie waren zweifellos Schrecklich.
„Sie kamen über uns wie eine Sturmflut, wir hatten schon viele Schlachten für das Licht geschlagen. Doch gegen diesen Lord und die Gesegneten waren wir beinahe Machtlos. Stück für Stück viel unser Königreich."
Bilder von Tausenden Leichen, von Tod und Zerstörung von brennenden Städten stiegen vor seinem inneren Auge auf. Er sah wie tapfere Kämpfer vielen, spürte ihre Leiden und fühlte den Genuss der dunklen Wesen. Harry musste hart schlucken um sich nicht zu übergeben. Mit schwacher Stimme fragte er: „Was sind die Gesegneten der Finsternis?"
Es war Ares der antwortete. „Du kennst sie vielleicht aus der Mythologie. Man nennt sie heutzutage die 4 Reiter der Apokalypse."
