Disclaimer: Langsam fallen mir keine Disclaimer mehr ein… klingt sicher bescheuert wenn ich immer wieder sage schneller zu schreiben und es dann doch nicht mache. Vielleicht können einige ja noch mal darüber hinwegsehen und mir ein Review schreiben…

Hinweis: Zwischen den Teilen a), b) und c) liegen größere Zeitsprünge, deshalb hab ich es auf drei Teile geteilt.

Zweiter Hinweis: Damit hier keine Missverständnisse aufkommen, ich hatte es bis jetzt nicht erwähnt: Aragorn wird hier NICHT Gondors König. Hängt mich. Ich habe den König enterbt. Aber ich hab es ausprobiert und es würde im weiteren Verlauf echt merkwürdig rüberkommen… sry, aber ging nicht anders.

Chapter14a: Einsicht

Ich weiß nicht wie es verlaufen wäre, wenn ich Elrond nicht mehr begegnet wäre. Die Tage in Bruchtal haben mir geholfen den Weg zu finden von dem ich ohne Zweifel abgekommen war. Wenn Elrond Recht hat, ist es hier noch nicht zu Ende. Der Weg wird noch weitergehen, und was er am Ende bringen wird weiß niemand genau. Es ist sinnlos der Erinnerung nur mit Trauer zu begegnen und dabei alles andere zu vergessen. Damals in Bruchtal konnte ich Elronds Worte nicht verstehen, ob ich sie je wirklich begreifen werde weiß ich nicht, aber ich habe ihm immer vertraut und tue es auch diesmal. Die Zeit zwischen Ende und Anfang ist vorüber. Die Zeit, in der nichts mehr zählte, nichts eine Rolle spielte. Die Zeit in der ich nicht mehr nach vorne sehen konnte, ist endlich vorbei.

Ich werde Legolas immer vermissen. Und selbst wenn es besser wäre, kann ich es nicht als vorbei bezeichnen, als bloße Erinnerung. Noch ist die Trauer zu groß. Aber die Dunkelheit wird wieder erhellt durch… Leben. Vollkommen wird sie niemals wieder verschwinden. Vielleicht führt das Schicksal uns erneut zusammen. Aber würde man uns dann Toleranz entgegen bringen? Es wäre falsch, das zu glauben. Ich weiß nicht ob ich auf dich warten soll. Es wäre doch töricht. Vielleicht ist es besser wenn wir uns nie mehr sehen, da sich doch nichts ändern würde. So haben wir vielleicht noch die Chance die Erinnerung an Schmerz und Trauer durch die, vielleicht gering erscheinende, Erinnerung an die Momente von Hoffnung und Liebe zu verdrängen. Ich wünschte nur ich hätte eine Gelegenheit dir sagen zu können, was ich dir nicht mehr sagen konnte: Das ich dich immer lieben werde.

Ich spüre den Schmerz in mir. Ich erinnere mich mit Trauer an die einzige Zeit meines Lebens, in der ich wirkliche Liebe gefühlt habe. Es müsste nicht so sein. Ich hoffe dass die Erinnerung an die Trauer verdrängt wird, von der Erinnerung an die wenigen Momente, in denen wir vergessen konnten. Wenn die Zeit es zulässt.

Elronds Entgegenkommen vor etwa sieben Monaten hat mich gewundert. Er sagte man solle jemanden nicht hassen für etwas, was zurück liegt, ebenso wenig wie die Vergangenheit zu bedauern. Ich habe es nie bereut. Aber wie ändert der Einfluss von Worten die eigene Einstellung? Was fühlst du bei der Erinnerung? Wie viel Zeit brauchtest du um das alte Leben wieder aufzunehmen?

Soll ich auf dich warten? Du fehlst mir.