So, nun haben die Zwei sich wieder gefunden und sogar ohne Trickserei diesmal!

Meint ihr, dass die Story ein HappyEnd hat?

Ich sag nur soviel: es gibt noch 3 Kapitel (mit diesem) und einen Epilog.

Kapitel 14: Gefährdet

An einem der nächsten Tage war Hermine nach Unterrichtsende mal wieder auf dem Weg in die Bibliothek. Plötzlich fühlte sie sich an den Schultern gepackt und in einen Seitengang des Hauptganges geschoben. Eine dunkle, verführerische Stimme flüsterte ihr ins Ohr: „Hast du schon wieder eine Verabredung mit einem alten staubigen Wälzer oder hast du Zeit für etwas Lebendigeres?"

Mit diesen Worten drückte Severus Snape die Klinke einer Tür herunter, die plötzlich in der Wand aufgetaucht war und schob Hermine in das Zimmer hinein. Es war ein kleines Gemach in einem der vielen Ecktürme des Schlosses. Hermine kannte dieses Zimmer nicht und sie vermutete, dass es sich dabei um den Raum der Wünsche handelte, den Severus in dieser Form heraufbeschworen hatte. Snape schloss die Tür und drehte Hermine zu sich herum. Sofort bemächtigte er sich ihrer Lippen und stimulierte sie mit einem leidenschaftlichen Kuss. Sie ging mit der gleichen Leidenschaft auf seinen Kuss ein und als sie spürte, wie seine Erregung wuchs, schmiegte sie sich noch enger an ihn.

Sie erkannte die Begierde in seinem Blick und sie seufzte ebenfalls vor Erwartung. Severus Finger fanden ihren Weg unter ihren Rock und drangen in ihren Slip. Ihr feuchter Schoss war ihm Bestätigung genug für sein weiteres Vorgehen.

„Na, na, Miss Granger, äußert sich so Ihre Vorliebe für verstaubte Wälzer?", fragte er mit einem anzüglichen Grinsen. „Ich sollte dich besser nicht von deinen Studien abhalten", fügte er hinzu und nahm seine Finger aus ihrem Höschen.

Hermine fauchte ihn empört an: „Untersteh dich, jetzt aufzuhören!" Er lachte und sie erkannte, dass er nur geblufft hatte. Snape öffnete seine Hose, befreite sein steifes Glied aus den beengten Verhältnissen und hob Hermine hoch. Dann ließ er ihren Slip mit einem Schlenker seines Zauberstabs verschwinden. „Was tust du da mit meiner Unterwäsche?" funkelte sie ihn, scheinbar noch immer empört, an.

„Ich bin der Ansicht, dass das Tragen eines Höschens gerade jetzt extrem unpassend ist", entgegnete er. Hermine fing beim Klang seiner verführerischen Stimme an wie eine Violinensaite zu vibrieren. Severus hob Hermine auf seinen Schoss, drückte ihren Rücken gegen die Wand des kleinen Raumes und fing an, sie mit vorsichtigen Stößen nach und nach in Besitz zu nehmen. Als er vollständig in ihr versunken war, schlang sie die Beine um ihn und erwiderte seine kraftvollen Stöße. Hermine kam es vor, als ob sie seine stattliche Männlichkeit noch nie so intensiv gespürt hätte wie in dieser flüchtigen Umarmung. Ihre Erregung steigerte sich immer mehr und als er sich mit einem kurzen Aufstöhnen in sie ergoss, war es bei ihr auch schon soweit. Sie blieben noch eine Weile in der engen Umarmung, bevor Snape Hermine vorsichtig herunterließ und sie beide mit einem weiteren Schlenker seines Zauberstabs säuberte.

Hermine stand noch etwas atemlos und mit geröteten Wangen da, als er sagte: „Komm heute Abend um neun Uhr zu mir. Dann machen wir genau dort weiter, wo wir gerade aufgehört haben."

Hermine nickte und er fügte hinzu: „ Ich gehe jetzt hinaus. Warte bitte ein paar Minuten, damit niemand uns aus dem gleichen Gang herauskommen sieht."

Sie nickte wiederum und sagte: „Bis später, Severus."

Hermine dachte, dass es ein komisches Gefühl sein musste, ohne Höschen durch die Gänge von Hogwarts zu laufen und beschloss, ihren Besuch in der Bibliothek diesmal ausfallen zu lassen, direkt ihr Zimmer aufzusuchen und sich auf den heutigen Abend zu freuen.

Als sie ein wenig später den Raum verließ, konnte sie nicht ahnen, dass ihr Geliebter gerade dabei war, in einem Jungenklo die Folgen eines unverantwortlich angewendeten Fluchs zu beseitigen! Harry Potter hatte durch die Anwendung des Sectumsempra nicht nur sich, sondern auch Hermine Granger große Schwierigkeiten bereitet, wie sich bald herausstellen sollte.

Hermine war natürlich entsetzt, als sie später erfuhr, was passiert war und sie machte Harry schwere Vorwürfe, einen unbekannten Fluch eingesetzt zu haben, dessen Folgen überhaupt nicht absehbar waren. „Was wäre, wenn der Fluch tödliche Folgen gehabt hätte? Dann wärst du vermutlich in Askaban gelandet!", sagte sie wütend.

Doch ihre Wut ging in der allgemeinen Empörung darüber unter, dass Harry wegen Snapes Strafarbeit nicht mehr an den Quidditsch-Spielen teilnehmen konnte. Hermine zog erbittert die Konsequenzen und verließ den Gemeinschaftsraum. Nach einem kurzen Abstecher in der Bibliothek, wo sich ihre Wut bei der Lektüre von höchst ersprießlichen Arithmantikformeln abkühlte, machte sie sich auf den Weg zu Severus Snapes Gemächern.

Sie rechnete nicht damit, anderen Schülern zu begegnen, sondern richtete ihr Augenmerk hauptsächlich darauf, Peeves aus dem Weg zu gehen, der auf dem Gang zur Großen Halle sämtliche Fackeln aus ihren Halterungen riss und auf den Boden warf. Hermine versteckte sich eilig in einem Seitengang, der zum Krankenflügel führte, um zu warten, dass Peeves verschwand, nachdem er sein Werk vollendet hatte.

Vor lauter Anspannung entging ihr, dass Malfoy, flankiert von Crabbe und Goyle, vom Krankenflügel in Richtung Slytherin-Quartiere unterwegs war. Erst als sie die schweren Schritte von Crabbe und Goyle hörte, registrierte sie die drei Slytherins.

Hermine erschrak. Aus Malfoys Miene ließ sich nichts Gutes ableiten. Er hatte noch eine Rechnung mit ihr offen wegen des Zauberstabs und eine mit Harry Potter, für die er sie zunächst in die Verantwortung nehmen würde. Hermine hatte keine Möglichkeit mehr zu fliehen. Ihr Griff nach ihrem Zauberstab wurde durch Goyle unterbunden, der sich ihr von hinten näherte und ihre Arme wie in einen Schraubstock gepresst festhielt. Malfoy holte ganz langsam und lässig ihren Zauberstab aus ihrem Umhang und hielt ihn ihr unter das Kinn.

„So, Schlammblut, jetzt bist du nicht mehr so rotzfrech", giftete er. „Jetzt ist es aus mit dem Verhexen von Zauberstäben anderer Leute. Du musst jetzt aufpassen, dass wir dich nicht verhexen. Oder umbringen. Damit wäre der ganzen Zaubererwelt gedient. Wieder so ein dreckiges Schlammblut weniger!"

„Ja, Malfoy", entgegnete Hermine und ließ seinen Namen wie ein Schimpfwort klingen, „jetzt bist du stark, denn ihr seid ja zu dritt! Ist das der Mut der Reinblütler? Drei Kerle gegen ein Mädchen? Kein Wunder, dass ihr am Aussterben seid! Und auch nicht schade darum!"

Vor lauter Wut registrierte Hermine zunächst gar nicht, in welcher Gefahr sie sich tatsächlich befand. Sie war allein und ohne ihren Zauberstab. Draco ließ sie das jedoch gleich spüren, indem er ihr einen Schlag ins Gesicht versetzte und seinen Kumpanen befahl: „Bringt sie in den Raum der Wünsche. Dort werden wir uns ein paar Wünsche mit ihr erfüllen!"

Hermine erschrak, als sie tatsächlich von Crabbe und Goyle weggeschleppt wurde. Dieser Raum der Wünsche, in den man sie brachte, war allerdings ein anderer als der, den Snape heraufbeschworen hatte. Es war vielmehr das Gemach, in dem Harry das alte Schulbuch des Halbblutprinzen versteckt hatte. Hermine fragte sich voller Angst, was die drei mit ihr vorhatten, doch Malfoy ließ sie nicht lange im Unklaren darüber. Er sagte mit einem dreckigen Grinsen: „Jetzt werden wir dich erst einmal ausziehen und dann werden sich Crabbe und Goyle mit dir vergnügen. Die Reihenfolge ist mir egal, die kannst du dir raussuchen."

Dracos Zynismus ihr und seinen Gefolgsleuten gegenüber war nicht zu überbieten. Doch weder Crabbe noch Goyle schienen dies so zu empfinden! Sie grinsten nur ebenfalls dreckig und fingen an, Hermine auszuziehen. Den Umhang und den Pullover hatten sie ihr schon ausgezogen, als sich plötzlich Malfoy an seinen linken Unterarm griff. „Verdammt, ich muss weg", sagte er. „Ihr beide kommt mit mir. Ich sorge dafür, dass uns das Schlammblut nicht entwischt."

Hermine erfasste in einem Bruchteil einer Sekunde, was er damit meinte. Dasselbe hatte er mit Harry im Hogwarts-Express gemacht. Harry hatte damals Glück gehabt. Tonks hatte ihn gesucht und gefunden. Sie wurde bestimmt auch vermisst, aber es gab keine Chance für sie, gefunden zu werden.

Als Malfoy den Fluch „Petrificus totalis" abfeuerte, drehte sie sich in einem Reflex zur Seite, so dass der Fluch nur ihre rechte Körperhälfte traf und lähmte. Sie fiel trotzdem steif wie ein Brett vornüber, um Malfoy und seine Kumpane vom Erfolg ihrer Tat zu überzeugen.

„Hab keine Angst, Schlammblut, es wird nicht lange dauern, bis wir wieder da sind. Du kannst dir inzwischen ja die Zeit damit vertreiben, dich auf Crabbe und Goyle zu freuen und dir zu überlegen, wen du zuerst willst!"

Mit unflätigem Gelächter entfernten sich die drei, ohne dass Hermine erkennen konnte, wie sie das anstellten. Sie konzentrierte sich darauf, ihren Zauberstab wieder zu bekommen. Den hatte Malfoy auf den Tisch neben sich gelegt, als er das Zeichen an seinem Arm wahrnahm. Mühsam schleppte sie ihren halb gelähmten Körper zu dem Tischchen Das gelang ihr nur langsam und mit äußerster Kraftanstrengung. Noch schwieriger war es, sich daran hochzuziehen. Hermine schaffte es gerade noch, sich hinzuknien, wobei sie ihr gelähmtes Bein mit ihrem linken Arm heranzog, damit sie nicht wieder wegrutschte.

Es gelang ihr, den Zauberstab zu packen, bevor sie wieder zusammensank. Hermine richtete den Zauberstab gegen sich und beschwor den Gegenfluch. Da sie nicht sprechen konnte, musste dies wortlos erfolgen. Wieder einmal erwies sich Hermines Lerneifer als Rettung in höchster Not. Der Lähmfluch löste sich und Hermine stand, am ganzen Körper zitternd, auf.

Doch sie zwang sich, tief durchzuatmen und war danach in der Lage, den Raum zu verlassen. Draußen blickte sie sich vorsichtig um, bevor sie sich schleunigst auf den Weg zu Severus Wohnung machte. Es war schon fast elf Uhr. Er hatte sie bestimmt schon aufgegeben und war schlafen gegangen.