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14. Snake hunters in town

Während Rango sich noch im Rathaus aufhielt, ahnte er nicht was sich inzwischen draußen auf der Straße abspielte.

Waffles war gerade dabei sich den Tag zu verschönern, um wieder an den See zu gehen, als er in diesem Moment mehrere Reiter in die Stadt kommen sah. Überrascht blieb er auf dem Gehweg stehen und starrte die Fremden verwundert an. Kaum hatten sie den Ortseingang passiert, verlangsamten sie ihr Tempo und sahen sich prüfend um.

Waffles überkam ein merkwürdiges Gefühl. Die Fremden schienen nach etwas zu suchen.

Er kniff die Augen zusammen, um genauer zu erkennen; wer diese Fremden waren. Unter ihren abgetragenen Klamotten erkannte er nur dichtes Fell an den Händen und im Gesicht. Nachdenklich kratzte er sich am Kopf. Solche Frettchen hatte er noch nie gesehen.

Ihm stockte der Atem, als sie an ihm vorbei ritten.

Der vordere Reiter merkte, wie er ihn anstarrte und hob die Hand.

„Halt! He, du!"

Waffles sah auf.

„Wer? Ich?"

„Ja, wer denn sonst?", fragte der Fremde unwirsch. „Wo finden wir den Sheriff?"

„Äh,… warum wollen Sie den Sheriff sprechen?"

„Das geht dich nichts an!"

„Boss, beruhige dich", mahnte ihn sein Kollege. „Vielleicht kann er uns ja etwas sagen."

Der Anführer nickte grimmig. „Na schön. Also hör zu, ist hier zufälligerweise eine Schlange in die Stadt gekommen? Hat jemand hier eine gesehen?"

Waffles stutzte. Im ganzen Umkreis gab es nur eine Schlange, und die kannte jeder.

„Äh… also…" Waffles überlegte. Was sollte er sagen? Die Fremden kamen ihm nicht ganz geheuer vor. Sie sahen sogar sehr gefährlich aus. „Also… ich weiß nicht. Ich krieg nicht viel mit in dieser Stadt."

Der Anführer schnaubte verächtlich. „Idiot", murmelte er und gab seinen Leuten ein Zeichen, weiter zu reiten. Waffles sah ihnen nach. Als die Reiter am Sheriffbüro vorbeikamen, stiegen sie der Reihe nach ab. Der Anführer klopfte an die Tür. Als sich drinnen nichts tat begann er gegen die Tür zu hämmern.

„Scheint keiner da zu sein", meinte ein anderer.

„Das sehe ich selbst!", schnauzte ihn der Anführer an.

In diesem Moment kam Miss Oats den Gehweg entlang spaziert. Der Anführer stellte sich ihr in den Weg.

„Wo ist der Sheriff?", fragte er, ohne zu grüßen.

„Der ist im Rathaus", sagte Miss Oats eingeschüchtert und wies auf das Rathausgebäude.

Waffles durchzuckte ein Gedanke. Er musste Rango warnen. Was immer diese Fremden hier wollten, sie führten nichts Gutes im Schilde.


Rango war im Flur stehen geblieben und betrachtete nachdenklich die Ölgemälde vom Bürgermeister. Er war immer noch wütend, weil Jake ihn vor der Tür hat stehen lassen. Jetzt war er mit seinem Wissenstand wieder da, wo er vorher gewesen war. Warum wollte Jake ihm nicht sagen, was vorgefallen war?

Wieder starrte er die Ölgemälde an. Die Sachen mussten weg! Er konnte diese Bilder fast gar nicht mehr sehen; wo der Bürgermeister einmal mit Pfeil und Bogen und auf dem anderen mit seinem Gewehr postiert abgebildet worden war.

Er sah auf, als er Waffles Rufe im Eingangsbereich hörte.

„Sheriff Rango! Sheriff Rango!"

„Hier oben."

Hastig, stieg Waffles die Treppe hoch.

„Sheriff! Da sind ein paar Leute, die Sie sprechen wollen. Die haben nach einer Schlange gefragt."

Rango stutzte. „Ein paar Leute? Wie sahen sie aus?"

„Ich weiß es nicht genau", sagte Waffles und zuckte nervös die Achseln. „Sahen aus wie Frettchen, aber solch eine Tierrasse; habe ich noch nie gesehen."

Rango wurde blass.

„Wo sind die jetzt?"

„Sie sind auf dem Weg hierher…"

„WAS!?" Rango stieg die Panik hoch. „Warum hast du ihnen gesagt, wo ich bin!?"

„Ich doch nicht! Miss Oats hat ihnen den Tipp gegeben."

Rango biss sich auf die Fingernägel und sah sich panisch um. „Wo kann man hier raus ohne gesehen zu werden?"

„Im Erdgeschoss gibt es eine Hintertür."

Sofort rasten sie die Treppe runter und flüchteten durch eine Seitentür, die hinter das Haus führte. Keine Sekunde zu früh, denn gerade in diesem Moment betraten der Anführer und seine Leute die Eingangshalle und sahen sich suchend um.

„Hallo?", rief der Anführer in den Raum. „Ist jemand hier?"

„Hey Boss", meldete sich einer seiner Leute. „Sieh mal hier."

Er deutete auf die kaputten Eingangstüren.

Prüfend, betrachtete der Anführer die demolierten Türen.

„Randale?", fragte sein Kumpan.

Der Anführer schüttelte den Kopf. „Ich denke nicht."


Inzwischen waren Rango und Waffles draußen an der Hauswand entlang geschlichen und lugten vorsichtig um die Ecke zum Eingang des Rathauses.

„Die dürfen auf keinen Fall ins Rathaus reinkommen", murmelte Rango verzweifelt.

„Warum gehen Sie nicht hin und sagen es ihnen?", fragte Waffles.

„Das kann ich nicht!", zischte Rango ihm zu. „Die kennen mein Gesicht. Wenn die mich sehen, dann werden sie mich killen."

Waffles kratzte sich am Kopf. „Wissen die, dass Sie der Sheriff sind?"

Rango überlegte. „Nein, ich glaube nicht. Es war dunkel und außerdem hatte ich eine Decke über mir gehabt. Ich glaube kaum, dass sie meinen Sheriffstern gesehen haben."

Beide erschraken, als sie die wütende Stimme des Anführers in der Eingangshalle hörten.

„HE! Verdammt nochmal! Ist hier jemand!? Ich hab nicht den ganzen Tag Zeit!"

„Vielleicht sollten wir oben nachsehen, Boss."

Rango wurde blass.

„Aaah!", jammerte er und schlug die Hände über den Kopf. „Was machen wir denn jetzt?"

„Alles in Ordnung Rango?"

Rango sah auf und starrte in die Augen von Priscilla.

„Hast du Kummer?"

„Kleine Schwester, du musst mir einen Gefallen tun", plapperte Rango darauf los und hielt die Wüstenmaus feste an den Schultern. „Sag diesen Leuten, dass der Sheriff sie vor dem Saloon erwartet."

Priscilla blickte um die Ecke. „Die wie Frettchen aussehen…"

„Genau! Beeil dich!"

Ohne nach zu fragen, rannte Priscilla los.

Kaum war Priscilla um die Ecke verschwunden packte Rango Waffles am Hemd und schüttelte ihn kräftig.

„Waffles! Tut mir jetzt den Gefallen und denk bitte mit!"

„Okay, okay! Ich denke ja schon", stammelte Waffles. „Hey, sehen Sie mal!"

Rango sah auf. Die Frettchen-aussehenden Fremden waren auf die Straße gegangen und marschierten schnurstracks zum Saloon rüber. Dort blieben sie stehen, und starrten grimmig vor sich hin.

„Die wären, erst mal weg vom Rathaus", meinte Waffles. „Aber was machen wir jetzt?"

Rango hatte die Stirn in Falten gelegt und dachte fieberhaft nach.

„Auf jeden Fall müssen sie verschwinden. Auf keinen Fall dürfen sie ins Rathaus kommen."

Ratlos sah Waffles ihn an. „Und was genau sollen wir jetzt tun?"

Rango seufzte. „Irgendjemand muss sie davon überzeugen, dass sie hier an der falschen Adresse sind. Ich kann es nicht tun. Die kennen mich. Irgendjemand muss die Rolle des Sheriffs übernehmen, und es ihnen sagen."

„Und wer soll das sein?"

Beide sahen auf, als sie ein Pfeifen auf dem Gehweg vernahmen. Löffel spazierte gut gelaunt den Gehweg entlang und schien bester Laune zu sein. Trotz der Tatsache, dass Jake sich in der Stadt aufhielt, schien er seinen Ärger längst vergessen zu haben.

Rango zögerte nicht lange und zerrte Löffel schnell zu sich in die Gasse.

„Löffel, du kommst wie gerufen!", sagte Rango mit übertriebener Heiterkeit und klopfte Löffel auf die Schulter.

„Ach wirklich?", fragte Löffel verwirrt.

„Aber natürlich!", fuhr Rango fort. „Hör zu, da sind ein paar Fremde in die Stadt gekommen, die nach Jake suchen."

„Was?" Löffel riss die Augen auf.

Rango deutete zum Saloon.

„Siehst du die Fremden da drüben?"

Löffel folgte seinem Fingerzeig. „Diese komischen Frettchen?"

Rango nickte. „Ganz genau und es sind leider dieselben Frettchen, die Jake so gequält hatten."

Löffel hob die Augenbrauen. „Die? Aber was haben Sie vor?"

„Genau deswegen kommst du ins Spiel. Jemand muss sie davon überzeugen; dass sie an der völlig falschen Stelle suchen."

„Und was habe ich damit zu tun?", fragte Löffel verständnislos. „Sie haben doch gesagt, dass Sie die Verantwortung übernehmen…"

„Ich weiß, ich weiß. Aber die kennen mich und wissen, dass ich Jake kenne. Immerhin sind wir beide vor ihnen geflohen. Als Sheriff kann ich da nicht auftreten. Deshalb musst du so tun, als wärst du ich. Du musst so tun, als ob du der Sheriff wärst."

„Was!?"

Auch Waffles riss die Augen auf. „Was? Warum er? Warum nicht ich?"

„Weil sie dich schon gesehen haben", argumentierte Rango.

„Moment mal", unterbrach ihn Löffel; dem das alles zu schnell ging. „Sie verlangen allen ernstes von mir, dass ich zu denen hingehe und ihnen sagen soll,…"

Rango nickte. „Ganz genau! Wenn du sie davon überzeugst, dass Jake nicht hier ist, werden sie bestimmt wieder verschwinden."

„Aber, wie soll ich das machen?", fragte Löffel. „Ich bin doch gar kein Sheriff."

„Oh doch", sagte Rango und nahm seinen Sheriffstern ab. „Und zwar sofort. Hiermit erkläre ich dich hier, Kraft meines mir verliehenen Amtes, kurzfristig zum Sheriff, mit allen dazugehörigen Rechten."

Mit diesen Worten steckte Rango Löffel den Sheriffstern ans Hemd.

Löffel war sprachlos.

„Mister Rango? Ich… ich weiß nicht, was ich sagen soll. Ich… ich bin zutiefst gerührt."

Vor lauter Rührung musste Löffel schniefen.

„Schon gut, schon gut", sagte Rango hastig. „Du gehst jetzt zu den Leuten rüber und tust jetzt so, als wärst du der Sheriff. Was immer sie wollen, sie dürfen auf keinen Fall ins Rathaus kommen. Und… du hast keine Schlange gesehen."

Mit diesen Worten schob er Löffel auf die Straße.

Einen kurzen Moment, stand Löffel sprachlos auf dem Gehweg und schien erst nach und nach aus seinem Trancezustand zu erwachen. Dann ging er mit langsamen Schritten zu den Fremden rüber, die immer noch vor dem Saloon standen.

„Ich, der Sheriff", murmelte er vor sich hin. „Dass ich das noch in meinen alten Tagen erleben darf…"

Vorsichtig, lugten Rango und Waffles um die Ecke und sahen Löffel nach.

„Hoffentlich plappert er vor lauter Rührung nicht etwas aus", flüsterte Rango unsicher.

Als die Fremden Löffel auf sich zukommen sahen, begannen sie zu tuscheln.

„He, sieh mal Boss", sagte einer und schubste den Anführer an. „Er trägt einen Stern. Muss der Sheriff sein."

Der Anführer rümpfte die Nase. „Das soll der Sheriff sein? Genauso heruntergekommen, wie dieses Kaff hier."

„Guten Tag, Gentlemen", begann Löffel höflich. „Ich begrüße Sie hier in unserer Stadt."

„Und Sie sind der Sheriff?", unterbrach ihn der Anführer mürrisch.

Löffel nickte stolz. „Ja, ich bin der Sheriff und ich habe keine Schlange gesehen."

Rango blieb das Herz stehen und schlug sich die Hände über den Kopf. Löffel, du Idiot!

Der Anführer hob die Augenbrauen. „Woher wissen Sie, dass wir nach einer Schlange suchen?"

Löffel räusperte sich fachmännisch. „Man hat mich bereits informiert. Ich kenne meine Stadt ganz genau. Und ich weiß jederzeit, was hier gesprochen wird. Sogar die kleinsten Geheimnisse sind mir vertraut."

Rango kaute nervös auf seinen Fingern. Ob die ihm das abkauften?

Der Anführer knirschte mit den Zähnen. Sein Kumpan beugte sich zu ihm vor. „Äh, Boss? Wenn er nicht hier ist, dann reiten wir besser weiter."

Der Anführer knurrte. „Na schön. Aber vorher nehmen wir noch einen Drink."

Mit diesen Worten drehte er sich um und betrat den Saloon.


Buford sah überrascht auf, als er die ganze „Kundschaft" durch die Tür hereinkommen sah.

Auch der Klavierspieler beendete für einen Moment sein Lied. Alle starrten sie die Fremden an. Doch der Anführer schien einen solchen Empfang gewohnt zu sein und ging schnurstracks an die Bar. Ohne zu grüßen haute er mit der Hand auf den Tisch.

„Neun Drinks von Ihrem besten Schnaps."

Wortlos griff Buford hinter sich ins Regal und stellte Gläser auf die Theke. Kaum hatte er das erste Glas gefüllt, griff der Anführer danach und trank es in einem Zug aus.

Die Stadtleute sagten kein Wort. Anscheinend fragte sich gerade jeder, was das für Frettchen waren. Sogar so sehr, dass niemand den Sheriffstern auf Löffels Weste bemerkte, und das war großes Glück.

Dem Anführer wurde das ganze „Angestarrt-werden" langsam zu viel.

„Was gibt's da zu glotzen?", fragte er mürrisch in den Raum.

Sofort drehten sich alle um und beschäftigten sich wieder damit womit sie aufgehört hatten. Auch der Klavierspieler begann wieder zu spielen.

Löffel nahm entschuldigend seinen Hut ab. „Verzeihen Sie, aber wir kriegen hier so selten Besuch. Wie mir scheint, kommen Sie nicht von hier."

Der Anführer schnaubte. „Als ob wir freiwillig in diesem gottverdammten Land verweilen würden", grummelte er verärgert und ließ sich sein Glas neu eingießen. „Das Einzige wonach wir suchen ist eine Klapperschlange."

Auf einmal wurde es mucksmäuschenstill im Saloon. So still, dass man eine Stecknadel auf den Boden hätte fallen hören können. Dem Anführer war das natürlich nicht entgangen und blickte überrascht von seinem Drink auf. Seine Augen verengten sich. Diese plötzliche Stille hatte ihn misstrauisch gemacht. Ohne sich umzudrehen, stellte er sein Glas beinahe geräuschlos auf dem Tresen ab. Löffel, der direkt neben ihm stand, schluckte schwer.

Jetzt kam Bewegung in den Anführer und ging mit langsamen, bedächtigen Schritten durch die Stuhl-Tisch-Reihen, wobei er jeden versuchte für einen kurzen Moment in die Augen zu blicken und sich dann das nächste Augenpaar vornahm. Als ob er versuche in den Augen die Gedanken zu lesen.

Buford hatte sich hastig ein Glas geschnappt und putzte es nervös ab, während Ambrose unruhig über seine Spielkarten strich. Dann machte der Anführer kehrt und ging im selben langsamen Schritt wieder zurück an den Tresen. Dann lehnte er sich an den Bar-Tisch und stützte sich mit seinem rechten Ellbogen ab, sodass er in lockerer Haltung dastand.

Elgin, der ebenfalls an der Bar saß, erweckte den Eindruck als ob er eingefroren wäre.

Der Anführer musterte ihn prüfend. „Hast du eine Klapperschlange gesehen?"

„Äh… er ist taub", sagte Löffel schnell.

Der Anführer hob ungläubig die Augenbrauen. „Ach wirklich?"

„Ja", bestätigte Buford und nickte hastig. „Taub und stumm."

„So, so", murmelte der Anführer bedächtig und drehte sich zu den anderen Stadtleuten um. „Die anderen hier im Raum aber nicht, oder!?"

Er verschränkte die Arme auf dem Rücken und trat zwei Schritte nach vorne zwischen die Tischreihen. Wieder blickte er jedem in die Augen.

„Also, da die anderen wohl nicht taub sind, kann ich ja nochmal die Frage stellen: Hat jemand eine Klapperschlange gesehen?"

Alle schwiegen. Aber der Anführer merkte, dass es ein unterdrücktes Schweigen war. Zwar sagte keiner ein Wort, aber die Stadtbewohner wiesen eine Haltung auf, als ob sie unschlüssig wären eine Auskunft zu geben. Und immer wenn der Anführer jemandem in die Augen sah, wichen die Augen seinem Blick aus, was ihn umso misstrauischer machte.


Rango und Waffles waren inzwischen ebenfalls zum Saloon rüber geschlichen und lugten vorsichtig durch ein Seitenfenster.

Rango kaute nervös auf seine Unterlippe. Zwar hatte er den Stadtleuten eingeschärft, niemanden von Jake zu erzählen. Aber jetzt schienen die Bewohner doch beim Anblick der Fremden unschlüssig zu sein. Wollten sie Jake wirklich noch länger Schutz geben?


Im Saloon war die Anspannung inzwischen schon so hochgestiegen, dass man sie fast fühlen konnte. Einem der Stadtbewohner wurde das Schweigen langsam zu viel und hob die Hand. Doch Buford warf ihm einen mahnenden Blick zu, sodass die Person die Hand wieder sinken ließ. Löffel, der das bemerkt hatte; warf Buford einen fragenden Blick zu. Buford schüttelte den Kopf. Es gefiel ihm zwar auch nicht, Jake in Schutz zu nehmen, aber andererseits wollte er Rango nicht in den Rücken fallen.

So langsam wurde der Anführer ungeduldig. „Also, hat hier jemand eine Schlange gesehen, ja oder nein!?"

Seine Frage wurde wieder mit Schweigen gestraft, was eine unsagbare Wut in ihm hochtrieb.

„Redet gefälligst!"

„Madog!", meldete sich einer seiner Leute. „Jetzt reg dich doch nicht so auf."

„Halt die Klappe!", fuhr ihn der Anführer an. „Wie oft soll ich dir sagen, du sollst meinen Namen nicht erwähnen!"

Madogs Blick fiel auf den Tisch, wo Ambrose und ein paar andere Spieler saßen und immer noch ihre Karten in den Händen hielten. Mit drohenden Schritten ging Madog auf sie zu, während die Spieler versuchten sich wieder auf ihre Karten zu konzentrieren.

Jetzt versuchte Madog es wieder auf die harmlose Tour. „Habt ihr was gesehen?"

Er beugte sich etwas runter und versuchte Ambrose in die Augen zu sehen. Ambrose gab sich Mühe sein Pokergesicht auf zu behalten. Aber sein leichtes Händezittern, mit denen er die Karten hielt, verriet zu viel von seiner Unsicherheit.

„Also, ich höre."

Ambroses Blick wanderte zu Löffel. Dieser schüttelte heftig den Kopf.

Madog schlug mit der Faust auf den Tisch. „ANTWORTE!"

„Ich hab eine Schlange gesehen."

Alle drehten sich um. Auch Madog.

Eine Wüstenechsen-Frau im blauen Kleid stand in der Tür.

Rango und Waffles, die alles durchs Fenster beobachtet hatten, waren wie erstarrt. Rango stockte der Atem, und Waffles blieb der Mund offen.

Ohne zu Zögern betrat Bohne den Saloon. „Ich kann euch sagen, wo er ist."


Will Beans betray Jake to the strangers?

Next chapter comes Friday. ;)