Sorry, ich war eine Woche in Marseille! Tut mir echt Leid, ich habe versucht, das Kapitel noch vorher fertigzustellen, aber es hat leider nicht geklappt, weil wir noch zwei Arbeiten geschrieben haben! Dafür ist hier das nächste chap!
Kapitel 14: Verzweiflung und das Ende?
Piep… piep… piep…
Alles um sie herum war schwarz, nur dieses Geräusch war zu vernehmen.
Piep…piep…piep…
Wo war sie hier gelandet? Was war passiert?
Piep…piep…piep…
Ach ja… Weihnachten. Sie war ohnmächtig geworden. Danach konnte sie sich an nichts mehr erinnern. Sie war fast gefallen…
Ob wohl alles in Ordnung war? Ging es James gut? Weihnachten war ruiniert…
Langsam öffnete sie die Augen. Sie starrte an die weiße Decke. Dieser Geruch, diese Atmosphäre… anscheinend war sie im St. Mungos. Neben ihr stand ein seltsames Gerät, das dauernd dieses Geräusch von sich gab. Es erinnerte sie an ein Muggelradio.
„Vielleicht ist das so was wie ein EKG", sagte Lily sich. Genau in diesem Moment öffnete sich die Tür und eine in weiß gekleidete Heilerin kam herein.
„Ah, Mrs. Potter, sie sind wach. Wie fühlen sie sich?", fragte die Heilerin tröstend.
„Ganz gut soweit" Lily erschrak vor ihrer eigenen Stimme. Sie klang zittrig und sehr unsicher.
„Wir haben bereits ihre Testergebnisse vorliegen. Alles ist in bester Ordnung" Die Frau lächelte sie an.
„Sagen sie sie nicht. Ich weiß es bereits. Aber könnten sie mir freundlicherweise sagen, welchen Tag wir heute haben und wie viel Uhr es ist"
„Natürlich. Wir haben heute den 25. Dezember und es ist genau 14:30 Uhr"
Die Heilerin stoppte, fuhr dann aber fort.
„… Verzeihen sie mir meine Neugier, aber woher wussten sie es?"
„Ach, das war mir schon völlig klar. Ich hatte in letzter Zeit viel Stress und war komplett geschafft. Und da ist es ja völlig natürlich, dass ich mal umgekippt bin, außerdem bekomme ich meine Menstruation. Durch Stress kann so etwas ja verzögert werden" Lily lächelte die Heilerin an.
Die Dame in ihrem weißen Rock stutze.
„Aber ich habe etwas ganz anderes mitgeteilt bekommen, und wenn ich ehrlich bin, halte ich diese Möglichkeit für viel wahrscheinlicher"
Sie blickte auf ihr Klemmbrett.
Lily wunderte sich. Was konnte es denn sonst noch sein? Sie war immer völlig gesund gewesen, nur die Masern hatte sie überstanden, abgesehen von kleinen Erkältungen und Grippen natürlich.
Jetzt lächelte die Heilerin sie breit an.
„Können sie es sich denn gar nicht denken?"
Lily schüttelte den Kopf. ‚Können sie es nicht einfach sagen?', dachte sie etwas genervt.
„Etwas sehr Schönes. Sie werden sich bestimmt sehr freuen. Sie sind…"
Lily erstarrte. Nein. Das konnte doch nicht wahr sein! Oder doch? Sie hatte schon so lange gehofft… aber war es keine Lüge?
„Sind sie sich vollkommen sicher? Keine unsicheren Ergebnisse?"
Die Heilerin schüttelte den Kopf.
„Nein, es ist vollkommen sicher. Mrs. Potter, ich darf sie beglückwünschen. Sie sind schwanger!"
Es bildeten sich Tränen in Lilys Augen. So lange schon hatte sie sehnsüchtig gehofft, gewartet und schon befürchtet… aber jetzt war es wahr geworden! Lily erwartete ein Baby. Bald waren sie zu dritt.
„Im wievielten Monat bin ich?", fragte sie, während sie sich eine Freudenträne aus dem Augenwinkel wischte.
„Ende des ersten. Und bis jetzt ist alles in bester Ordnung"
„Was ist mit meinem Mann? Weiß er schon davon?"
Die Heilerin beruhigte sie.
„Nein, schließlich kann sich doch jeder normal entwickelte Mensch denken, dass ein werdender Vater es von der werdenden Mutter erfahren sollte. Soll ich ihn hereinschicken? Der Arme sitzt schon seit gestern Abend auf dem Flur und durfte aber noch nicht zu ihnen"
Lily überlegte. Es war lange her, dass sie über Kinder gesprochen hatten. Vielleicht hatte sich seine Meinung ja geändert, dachte Lily, und ihr Herz zog sich zusammen. Das könnte sie nicht ertragen.
„Lassen sie mir noch ein paar Minuten Zeit, ja? Dann schicken sie ihn bitte rein"
Ihr Gegenüber nickte und zog dann die Tür hinter sich zu.
‚Was er wohl sagen wird? Er hat ja gesagt, dass er mal Kinder mit mir haben möchte, aber jetzt? ‚Später' hat er immer gesagt. Wann er wohl wollte? Ob es in Ordnung ist? Aber ich werde das Kind auf jeden Fall behalten, nein, ich könnte niemals unser beider Kind töten… Nein, auf keinen Fall, niemals'
Sie seufzte und ließ sich zurück in ihre Kissen fallen.
Keine zwei Minuten klopfte es vorsichtig an der Tür, und ein schwarzer Haarbusch kam zum Vorschein.
James lugte vorsichtig um die Ecke, als wüsste er nicht genau, was zu tun war. Lily setzte ein Lächeln auf und prompt erwiderte er es. Er schlüpfte um die Ecke, schloss die Tür und kam vorsichtig näher.
„Ich beiße nicht, und todkrank bin ich auch nicht", sagte Lily, als er sich immer noch nicht traute, sich ihr vollständig zu nähern.
Das vertrieb seine Angst ein bisschen, und er gab ihr einen schnellen Kuss.
„War das alles?"
Sie griff sich seinen Kopf und küsste ihn lang und leidenschaftlich. Er löste sich von ihr, und setzte sich neben sie auf die Bettkante. Ohne ein Wort zu sagen, starrte er sie an und setzte einen fragenden Gesichtsausdruck auf.
„Liebling, ich weiß, du willst wissen, was mit mir los ist. Aber ich bin selber noch so geschockt, dass ich es dir noch nicht sagen kann. Du musst bitte noch ein bisschen Geduld haben. Ich kann dir nur soviel sagen, eigentlich ist alles in Ordnung", seufzte sie.
„Aber wenn alles in Ordnung ist, dann kannst du mir es doch sagen", stieß James hervor.
„Bitte versuch doch, mich zu verstehen", bat Lily, „es ist nicht alles in Ordnung, aber es ist auch nicht besonders schlimm"
Er runzelte die Stirn. „Das klingt irgendwie unlogisch, was du da sagst..."
"Ich weiß, mein Schatz, ich weiß" Sie massierte sich die Stirn.
"Vielleicht sollte ich dich besser noch etwas alleine lassen"
Damit stand er wortlos auf und wollte den Raum verlassen.
‚Vielleicht sollte ich es ihm doch sofort sagen... Ach, ich weiß nicht was ich machen soll...'
„James? Kannst du mir einen Gefallen tun?", rief sie noch schnell hinter ihm her.
„Ja?"
„Könntest du Remus holen, wenn er Zeit hat?"
„Natürlich... wenn du lieber mit ihm redest" Er spuckte die Worte wie Gift und Galle aus.
„Ach, und Schatz? Frohe Weihnachten" Sie lächelte ihn an, obwohl sie wusste, dass er es nicht erwidern würde.
Er tat es auch nicht, sondern schloss wortlos die Tür.
/-/
Es klingelte an der Tür.
Remus wunderte sich. Wer sollte denn das sein? Eigentlich erwartete er jetzt keinen Besuch. Er legte sein Buch zur Seite und öffnete die Tür. Er war hocherfreut, einen seiner besten Freunde zu erblicken.
„James! Was machst du denn hier?"
Er sagte nichts, sondern kam wortlos herein.
Remus schloss die Tür und folgte ihm wortlos ins Wohnzimmer.
„Willst du 'nen Whiskey?", fragte Remus, als er James auf der Couch sitzen sah.
Er nickte.
Remus schenkte zwei Gläser voll und reichte eins davon seinem besten Freund, der komplett aufgelöst auf dem Sofa saß.
„Alles okay?", fragte Remus vorsichtig.
„Lily möchte dich sehen", antwortete James.
„Was ist denn mit ihr?"
„Sie liegt im St. Mungos. Dritte Etage, Zimmer 376. Kann ich solange hier bleiben?"
„Natürlich. Ich bin gleich zurück"
Damit schnappte Remus seine Jacke und apparierte.
/-/
Es vergingen Stunden, bis Remus endlich da war, so schien es Lily.
In der Zwischenzeit war eine Heilerin vorbeigekommen und hatte sich nach ihrem Befinden erkundigt, außerdem hatte sie gesagt, dass Lily in ein paar Stunden entlassen werden könne.
Für Lily waren es fast die Glocken zum Paradies, als es an der Tür klopfte und Remus den Raum betrat, denn dadurch musste die überbesorgte Frau ihren Redeschwall aus guten Ratschlägen unterbrechen.
Er schob sich einen Stuhl neben Lilys Bett, legte seine Jacke über die Lehne und begann ohne Pause sofort, sie auszufragen.
„Also, was ist hier los? Wir haben einen Tag nach Weihnachten und eigentlich hatte ich nicht damit gerechnet, an so einem Tag meinen besten Freund völlig aufgelöst und einem Selbstmordversuch nicht so fern bei mir auftauchen sehe, noch dazu, dass er mir mitteilt, dass seine Frau, ebenfalls eine meiner besten Freunde, im Krankenhaus liegt" Er holte Luft.
„Remus… es ist alles anders, als ihr eigentlich denkt", seuftze Lily. „Es ist nur so schwer zu erklären… und ich weiß nicht, wo ich anfangen soll!"
Remus trommelte mit den Fingern auf seinem Oberschenkel herum.
„Könntest du dich bitte ein bisschen beeilen und die ganze Sache endlich erzählen, damit ich endlich weiß, warum James gleich aus dem Fenster springt und ihr beiden schon wieder auseinander seid?"
Sie holte tief Luft.
„Ok, ich fang an."
„Dann tu es auch wirklich", er wurde nun wirklich sauer.
„Also… die Sache ist…"
„Ja?", hakte Remus ungeduldig nach.
Sie stieß die Luft komplett wieder aus.
„Ich kanns nicht sagen!"
„Jetzt mach schon, oder ich verschwinde wieder von hier!", brüllte Remus.
„VERDAMMT, ICH BIN SCHWANGER!", schrie Lily zurück.
Stille. Man hätte eine Stecknadel fallen hören können.
„Das… ändert die Sache ein wenig" Remus' Gesichtsausdruck wandelte sich ein ein breites Grinsen.
„Erst einmal herzlichen Glückwunsch!" Er umarmte sie.
„Aber jetzt zu James. Was ist denn mit ihm? Freut er sich denn gar nicht?"
„Er weiß es ja noch gar nicht" Sie schlug die Augen nieder.
Remus Augen weiteten sich vor Schreck.
„Es ist doch von ihm, oder nicht?"
„Was denkst du von mir? Natürlich ist es von ihm!" Lily wurde knallrot im Gesicht.
„Warum zögerst du dann noch? Warum hast du solche Angst?"
Eine Träne bahnte sich einen Weg auf Lilys Wange herunter.
„Ich weiß es nicht, aber… was ist, wenn er es nicht will?", schluchzte sie.
„Lily, jetzt wirst du unvernünftig. Hat dir noch keiner gesagt, dass James seit der vierten Klasse davon gesprochen hat, dass er später mal Kinder mit dir haben wolle? Dann wird es jetzt höchste Zeit dafür"
Sie blickte auf.
„Ist das wahr?"
„Natürlich. Habe ich dich schon jemals angelogen?", sagte Remus und lächelte.
„Nein" Lily wischte sich eine Träne von der Wange.
„Dann schlage ich vor, dass ich James jetzt Bescheid gebe, und dass ihr dann endlich nach Hause geht. Es gibt viel zu besprechen"
/-/
Der Holzboden knarrte, als James und Lily gleichzeitig in ihren Flur apparierten. Seit er sie aus dem St. Mungos abgeholt hatte, hatte keiner ein Wort gesprochen. Sie hatten sich angeschwiegen, und weil James die Initative nicht ergriff, anscheinend nicht ergreifen wollte, war Lily komplett verunsichert. Sie holte tief Luft.
‚Lily Potter, sei einmal in deinem Leben mutig!'
„James, können wir reden?" Sie stieß die Worte so schnell wie möglich hervor, nur, um es endlich hinter sich zu bringen.
„Wieso? Ich denke, du hast schon genug mit Remus geredet. Anscheinend bin ich dir ja nicht mehr gut genug", spottete er.
Sie fing wieder an zu weinen.
„Aber es tut mir doch Leid. Ich will mich doch entschuldigen und dir alles erzählen. Wie kann ich das tun, wenn du mir keine Chance gibst?", schluchzte Lily.
Er wandte ihr den Rücken zu.
„Ach, und was ist mit mir? Du hast keine Ahnung, wie sehr du mich verletzt hast. Ich habe auch Gefühle", antwortete er.
„Das weiß ich doch. Dein Schmerz ist auch mein Schmerz. Ich habe mir selber einen Dolch ins Herz gestoßen, als ich dich fortgeschickt habe. Ich habe nur nach einer vorläufigen Fluchtmöglichkeit gesucht, ich wollte nur vor der Wahrheit weglaufen"
Die Tränen rannen unaufhörlich.
Er antwortete nicht.
Sie trat nah an ihn heran und lehnte ihre Stirn an seinen breiten Rücken. Er ließ es zu.
„Die Wahrheit ist doch nur…"
Seine Muskeln spannten sich in seinem gesamten Körper an.
‚Jetzt kneif' bloß nicht. Du hast nur diese eine Chance. Oder willst du ihn für immer verlieren? Du weißt genau, wenn du es jetzt nicht versuchst, wird auf jeden Fall gehen. Wenn du es ihm sagst, bleibt vielleicht noch ein Fetzen Hoffnung übrig, dass er dir verzeiht. Also, nicht zögern!'
3…
„James…"
2…
„Ich"
1…
„bin"
0!
„schwanger"
Er drehte sich nicht um. Kein Wort, nicht einmal ein Zucken. Sie krallte ihre Hände in sein T-Shirt und schluchzte.
Was für ein Cliffhanger! Mann, bin ich fies! Lol Aber ich muss ja schließlich sichergehen, dass meine Story noch weitergelesen wird. Und es gibt nur eine Fortsetzung, wenn ich mindestens fünf reviews für dieses Kapitel kriege! Sonst geht's nicht weiter, und ich bin eine Person, die ihre Versprechen hält. Danke an alle reviewer des letzten Kapitels!
