Wie ich meine Gefährtin fand…
Kapitel 14
Gedanken und Geschenke
Edward POV
Was war das? Mein Gehirn war wie auf Stand-by geschaltet, ich nahm meine Umgebung war,
aber ich konnte nicht denken. Sowas hatte ich noch nie. Und ich glaubte nicht, dass ich Jemals
in so einer abgedrehten Situation gewesen war. Ja, das auf jeden Fall nicht.
Ich rannte einfach irgendwo hin in den Wald, ich folgte auch nicht Jaspers Spur, ich wollte
und musste jetzt alleine sein um Nachzudenken. Aber das auch nur, wenn ich demnächst
wieder richtig denken konnte. Ich hoffte es einfach mal.
Nach einer Weile hatten meine Füße wohl beschlossen, dass ich genug gerannt war, denn sie
blieben stehen, ohne dass ich ihnen einen bewussten Befehl gegeben hatte. Ich hockte mich an
Ort und Stelle auf den Boden und versuchte mein Gehirn wieder in Gang zu bringen.
Ich musste an die ganzen Gedanken von Allen denken und auf einmal verstand ich
sie alle. Es war so offensichtlich. Oh Gott was, war ich blind! Ich klatsche mir hart gegen die
Stirn und fuhr mir durch die Haare, dann legte ich das Gesicht in die Hände. Ich Vollidiot.
Was hätten sie, besonders Emmett wohl sonst damit meinen sollen?
Jasper sagte, es sei das was sie mir die ganzen Jahre verheimlicht hatten, es war das was ich
versucht hatte herauszufinden. Es war so offensichtlich, aber ich hatte es nicht einmal
wirklich in Betracht gezogen, dass es wirklich so sein konnte. Ich meinte, dass ich vielleicht
vor zwei Jahren, überlegt hatte, was sein könnte, wenn ich mich später wenn sie erwachsen
ist, in Bella verliebe, so richtig verliebe und sie vielleicht auch nicht ganz abgeneigt von mir
wäre.
Damals hatte ich mir jeglichen Gedanken in diese Richtung verboten, weil es unmöglich und
einfach nur hinterhältig ihr gegenüber wäre, wenn ich sie von Anfang an nur auf mich fixierte,
sozusagen. Es wäre einfach nur Falsch, der Meinung war ich immer noch. Aber das jetzt? Die
Gewissheit zu haben, dass es wirklich so kommen könnte?
Alice kann sich immer irren, das war mir bewusst, aber die Möglichkeit, dass es mit Glück so
kommen könnte. Mir kam im Moment eine viel wichtigere Frage; Was genau hatte Alice
gesehen? Sie sagte, dass Bella meine Gefährtin war und mich heiraten
würde.
Sie ist meine Gefährtin. Oh mein Gott, ich konnte es kaum glauben… Konnte das wirklich
wahr sein? Oder war es doch nur ein gemeiner Scherz, der mir später das Herz zerreißen
würde, wenn es dann doch nicht stimmen würde.
Wenn man logisch dachte würde man doch sofort wissen, dass es nur ein Witz sein konnte.
Bella, so jung sie auch noch war, war jetzt schon viel zu gut für mich. Ich musste einfach mal
darauf hoffen. Wenn ich nur an die Möglichkeit dachte, dass mein kleiner wunderschöner
Sonnenschein später wirklich mit mir zusammen sein könnte und mich mit ganz viel Glück
vielleicht wirklich heiraten könnte, bekam ich so ein komisches ziehen in der Brust, wo
vorher mein Herz war.
Ich musste einfach mal darauf vertrauen was Alice sagt, und ich bin fest entschlossen alles
dafür zu tun, um diese schöne Vision der Zukunft, Wirklichkeit werden zu lassen.
Ich lief eine noch einen Moment gemächlich durch den Wald, als mein Handy vibrierte, eine SMS.
Komm nach Hause. Bella frägt nach dir und bring meinen
nichtsnutzigen Ehemann mit, er hat sich irgendwo bei dir in der Nähe auf den Boden gehockt
und macht sich Gedanken darüber ob ich schon Heute oder erst Morgen die Scheidung
einreichen lasse.
Alice
Als ich eine Weile gerannt war, hörte ich Jaspers Gedanken und folgte ihnen bis ich ihn sah.
°Oh mein Gott was habe ich getan? Nein, ich dummer Idiot. Alice wird sich deswegen
wahrscheinlich von mir scheiden lassen. Sie wird mich aus dem Haus raus schmeißen. Oh
Gott nein, ich werde das nicht überleben können, vielleicht ist sie aber auch barmherzig
genug, dass sie mich einfach umbringt um mir die Schmerzen zu ersparen …° dachte Jasper
ganz verzweifelt. Er hatte sich auf dem Waldboden zusammengerollt und schaukelte wie ein
Entflohener der Geschlossenen vor und zurück.
Ich ging zu ihm hin und legte ihm einen Arm auf die Schulter, wartete bis er mich ansah. Es
dauerte einen Moment bis ich merkte, dass er mich nicht mal wahr nahm. Ich schüttelte ihn
einmal durch, bis er anscheinend begriff, dass er nicht alleine hier war. Er sah mich mit
großen Augen und einem verdatterten Gesicht an.
„Du bist aber nicht der Tod." meinte er ernsthaft. Ich dachte ich hätte hier einen zweiten
Emmett sitzen …oh schauderhafte Vorstellung, ich schüttelte mich. Ich verdrehte die Augen
und setzte mich neben ihn. „Doch, seit Neustem, Jasper." scherzte ich. Er drehte den Kopf
weg und ließ ihn hängen. „Alice wird dich nicht umbringen." meinte ich aufmunternd. „Du
hast recht, sie lässt sich scheiden." erwiderte er monoton und ließ den Kopf noch mehr
hängen, dass ich dachte es bricht ihm gleich das Genick.
Ich zog ihn an den Schultern zurück, weil mir seine Haltung Angst machte und er fiel wie
eine hilflose Schildkröte auf den Rücken und deckte sich das Gesicht mit den Händen zu. Er
übertrieb maßlos. „Das war´s, wenn sie mich verlässt, war´s das für mich" murmelte er so
leise, dass ich Probleme hatte, ihn zu verstehen.
°Alles nur, weil du zu verblendet warst um es von alleine zu verstehen.
Was hast du denn gedacht, was Emmett die ganze Zeit mit seinen einfallslosen dummen
Witzen meint? Du kennst ihn, er denkt doch nie über seine Worte nach. Da war kein
Hintergedanke, er meint das was er sagt! Es war einfach nur dumm es ihm zu sagen, ich
dachte wirklich, dass er es seien wird, der sich verplappert. Aber nein, Ich! Wir haben es
Alice versprochen und was ist das Ende von Lied? Ihr eigener Ehemann erzählt es dir. Das
IST Verrat, Edward° dachte er. Ich merkte, dass er am Ende mit seinen Nerven war.
„Weist du eigentlich wie schlimm es für mich ist, deine komischen Gefühlsausbrüche zu
ertragen? Nein, weißt du nicht, aber es ist sehr schlimm. Wenn sich Alice jetzt von mir
scheiden lässt, würde mich das umbringen. …Oder vielleicht macht sie es auch so, lässt sich
erst von mir scheiden, und bringt mich dann um, wenn ich denke es kann gar nicht mehr
schlimmer kommen."
Also jetzt ufert, aber seine Fantasie ein bisschen zu sehr aus. „Jasper, hör auf damit, Alice
wird dich nicht umbringen. Sie wird sich auch nicht scheiden lassen. Sie liebt dich. Hör auf
dir irgendwelche Horrorszenarien auszudenken" sagte ich bestimmend.
Jasper lachte verächtlich. „Werd du dir erst mal über deine Gefühle für Bella bewusst."
Musste er das jetzt erwähnen? Er lachte wieder. „Siehst du, du machst es schon wieder.
Warum machst du immer einen auf heile Welt, wenn du deine Gefühle versuchst zu
bestimmen?"
Ich seufzte. Ich wollte nicht darüber nach denken, da Bella noch so jung war und ich mich
nicht jetzt schon SO in sie verlieben konnte. Es wäre falsch, das zu tun. Ich stand auf, ich
wollte mich nicht mit ihm darüber unterhalten. Ich hatte dazu keine Nerven.
Ich griff nach seinem Handgelenk und zog ihn hoch. Er hatte keine Blätter in seinen
verwuschelten Haaren. Von seinem leblosen Gesichtsausdruck wollte ich erst lieber gar nicht
anfangen. Er sah aus, als läge er schon eine Woche auf dem Drecksboden rum und hätte sich
im Matsch gewälzt. Ich fragte mich, wie er das wohl hingekriegt hatte.
„Was machst du?" fragte er desinteressiert, als ich ihn hinter mir herzog. „Wir gehen jetzt
nach Hause, Alice hat eine SMS geschickt und sagt, dass ich dich einsammeln soll." sagte ich,
das "und ihr zum Fraß vorwerfen" sparte ich mir aber. Er würde auch jetzt schon genug
bocken.
„Was?! Bist du wahnsinnig? Sie wird mich umbringen!" rief er verzweifelt und versuchte sein
Handgelenk zu befreien. Was hatte ich gesagt? Ich griff fester zu und er hockte sich trotzig
auf den Boden. Ich ließ mich nicht beirren und lief weiter, zog ihn hinter mir her. Ich wollte
wieder zu Bella!
„Sie wird dir nichts tun, Jasper, sie liebt dich!" versuchte ich ihn dazu zu bewegen
aufzustehen und selbst weiter zu laufen. Er lachte hysterisch. „Oh-oh-oh nein, das musst du
gerade sagen, dich macht es ja schon fertig, wenn du befürchtest, dass dein Essen Bella nicht
schmeckt! Warte mal ab, bis sie älter ist und du was Schlimmeres als Essen verbockst!" Als
ich ihm ins Gesicht sah merkte ich, dass er einen irren Gesichtsausdruck hatte. Der dreht mit
hier noch durch.
„Jasper! Mach mir das Leben doch nicht so schwer." jammerte ich genervt. Ich wollte Heim,
zu meiner Bella… „Alice hat geschrieben, dass ich dir sagen soll, dass sie nicht böse auf dich
ist." log ich und versuchte mir nichts anmerken zulassen. Er sah mich misstrauisch an und
schwieg einen Moment. „Zeig!" wollte er. „Komm jetzt einfach, oder soll ich dich tagen?"
drohte ich.
Er brummte während aufstand und seine Hand los riss. Also, nach dieser Bodenrutschaktion
sah er jetzt endgültig aus wie ein Obdachloser. Alice wird sich gleich noch mehr freuen, wenn
sie ihn so wieder kriegt.
Wir rannten nach Hause und schon von Weitem hörte man Emmett verzweifelt jammern. Was
haben sie, denn mit dem gemacht? Der verträgt doch nichts! Ich folgte den Geräusch, meines
verzweifelten Bruders in den kleinen Blumengarten von Esme auf der Südwestseite, dicht
gefolgt von Jasper.
Ich dachte mich trifft der Schlag, als ich den Garten sah. War hier eine Bombe hochgegangen,
oder was!? Der Garten war komplett aufgegraben, keine Pflanze war mehr an ihrem alten
Platz und mittendrin saß Emmett und hatte ein kleines Holzstück in der Hand. Ich wusste
nicht was ich von diesem Bild halten sollte.
Ich trat zur Seite um Jasper anzusehen, weil der sich hinter mir versteckt hatte. Er war in
Alarmbereitschaft, Alice könnte ja um die Ecke springen und ihm die Papiere in die Hand
drücken!
Als Emmett ihn richtig sehen konnte ließ er das Holzstück auf den großen Erdhügel vor ihm
fallen. Sein Gesichtsausdruck wechselte von äußerst verzweifelt zu einer gemeinen
Schadenfreude. Er zeigte mit dem Finger auf Jasper und fing laut an zu lachen, dabei fiel er
rückwärts in die aufgewühlte Erde so, dass man ihn nicht mehr sah. „Oh mein Gott Jasper!
Wo warst du denn?!" lachte uns der Erdhügel laut an. Jasper zuckte bei seinem Namen
zusammen und stellte sich wieder hinter mich. Er hatte wirklich große Angst.
Ich musste Emmett dieses Mal zustimmen, Jasper sah aus, als hätte man ihn aus einer
Mülltonne gezogen. °In der Hölle!° antworte er auf Emmetts Frage.
„Was machst du da, Emmett?" fragte ich um von dem Frack hinter mir abzulenken. Ich
wollte ihn nicht noch mehr demütigen.
Auf einmal kam Alice durch die Terrassentür zu uns. Jasper schreckte auf, wie ein
verschrecktes Huhn zog mich mehr vor sich und klammerte sich an mir fest. Ich merkte dass
sie ihn extra nicht beachtete, sie wollte mit ihm spielen. „Unser Genie hat heute morgen den
kleinen Tisch neben der Tür in Bella´s Zimmer kaputt gemacht und die Teile irgendwo im
Garten verscharrt, aber jetzt hat er anscheinend vergessen, wo er die einzelnen Teile
verbuddelt hatte und ist verzweifelt, weil wir ihn sonst nicht mehr ins Haus herein lassen."
erkläre sie mir. Ich nickte. „Ach so" sagte ich. Sie schwieg und sah mich an. Ich wusste sie
wollte nur, mit dieser Ruhe vor dem Sturm, Jasper hinter mir quälen. Ich wollte nicht in seiner
Haut stecken.
„Wo ist Bella?" fragte ich um das Gespräch wieder aufleben zulassen. „Spielt mit Rose im
Wohnzimmer, sie wollte nicht ohne dich einschlafen, aber sie ist jetzt wieder einiger maßen
wach, weil Emmett ihr Cola gegeben hat." Na großartig Emmett! Als sie sprach hatte ich das
Gefühl, dass sie nicht mit mir, sondern mit den blonden verwuschelten Locken in meiner
Halsbeuge sprach.
Mir wurde das hier langsam ein bisschen zu blöd. Ich wollte wieder zu meiner kleinen Bella.
Das hier würde eh nichts bringen. Entweder sie zerriss ihn sofort in der Luft oder sie macht es
langsam und schmerzvoll. Ich wollte mich von Jasper losmachen, aber als ich es versuchte
brach er mir fast das Handgelenk und mit der anderen Hand die eine Rippe worauf sie lag. Ich
verbiss mir einen Schmerzensschrei. °Wenn du mich jetzt mit ihr alleine
lässt, warst du die längste Zeit mein Bruder!° drohte er mir.
„Was geht denn da bei euch ab?" fragte Emmett, der mit dem Kinn auf dem Erdhügel vor sich
lehnte. Wow hatten sich meine Brüder abgesprochen, oder warum gingen sie heute im
Partnerlock? „Mach du deine Arbeit Emmett!" befahl Alice.
„Aber ich find´ nichts mehr" „Emmett such das bescheuerte Holz, sonst kommst du hier nicht
mehr rein. Das da, kann unmöglich alles sein." Sie zeigte auf zwei kleine Holzstücke die auf
einem Haufen lagen. Er guckte geschockt, dann widmete er sich wieder seiner Aufgabe und
grub den halben Garten dabei um. Er sah aus, wie ein zu gut gefütterter Maulwurf. Das war
ein interessanter Anblick.
„Jasper?" fragte Alice zuckersüß. Er zuckte zusammen und zerdrückte mir fast die linke Seite
meines Brustkorbs. Er rührte sich nicht und blieb einfach hinter mir. „Jasper komm sofort zu
mir und lass Edward los!" befahl sie leise und bedrohlich. Er seufzte und ging schließlich die
paar Meter zu ihr, sah ihr vorsichtig in die Augen. „Alice" hauchte Jasper mutig zur
Begrüßung. Ihr Blick glitt angewidert über seine zerfetzten und dreckigen Klamotten.
„Ich bin dir nicht böse Jasper, ich weiß es war schwieriger für dich, als für Emmett und ich
verstehe das. Du kannst nichts dafür und er hätte es sowieso demnächst erfahren. Aber
trotzdem kannst du unserem Erdferkel jetzt bei der Holzsuche helfen, weil er damit einfach
überfordert ist und du ja auch nicht ganz ungeschoren davon kommen sollst." sagte sie aus
heiterem Himmel und Jasper klappte der Mund vor Erleichterung auf. Sie grinste ihn an.
„Außerdem bist du gerade passen dafür angezogen." Sie küsste ihn kurz und ging dann wieder
rein. Er drehte sich verdattert zu mir. Ich grinste und zuckte wissend mit den Schultern. Alice
halt. Unberechenbar.
Ich ging dann auch endlich ins Haus. Zu Bella. Meiner Bella. Meiner Seelenverwandten.
Meiner Gefährtin.
Oh Gott Edward, mach dir keine leeren Hoffnungen, es ist nichts sicher. Ich sollte mir
wirklich keine großen Hoffnungen machen. Die Chancen, dass sie mich wählt, standen Eins
zu Hundert. Und ich sollte mir darüber wirklich noch keine Gedanken machen, sie ist noch so
jung.
Ich brachte Bella ins Bett, es war schon spät und Emmett gehörte dafür verprügelt, dass er ihr
Coffein eingeflößt hatte. Selbst nach zwei Stunden waren sie draußen immer noch nicht fertig
und ich hörte Jasper wie er Emmett als dummen Hohlkopf bezeichnete, weil er sich keinen
Plan gezeichnet hatte, wo genau er das Holz verscharrt hatte. Es waren schon zwei komische
Vögel. Der Eine hatte panische Angst vor seiner Frau und der Andere war …war Emmett.
Ich deckte sie zu und legte mich neben sie. Sie kuschelte sich an meine Seite und ich legte
einen Arm um sie. „Entschuldige noch einmal, dass ich weg musste, aber war dein Geburtstag
trotzdem schön?" fragte ich, während ich beruhend bzw. einschläfernd, über ihren Arm strich.
„Ja, der Tag war echt toll, Ed. Em war so schön lustig, heute Nachmittag." sagte sie und
kicherte, als sie sich wahrscheinlich daran zurück erinnerte.
Musste sie ihn jetzt schon wieder erwähnen? Was war mit mir? War es mit mir nicht lustig?
Wow, ich war jetzt schon wieder eifersüchtig auf Emmett, das gibt's doch nicht! „Das ist
schön" sagte ich, ließ mir aber nichts anmerken, wie sehr mich das jetzt schon wieder zerfraß,
und gab ihr einen kleinen Kuss auf die Stirn.
Mir fiel gerade etwas Wichtiges ein. Ich entzog mich ihr vorsichtig, um ihr nicht aus
Versehen weh zu tun. „Was ist los?" fragte sie mich, während ich in der Nachtischschublade
nach, der kleinen Schachtel kramte. „Ich hab vergessen, dir dein Geschenk zu geben" Sie
grinste vor Vorfreude. Ich setzte mich neben sie auf meine Seite und sie tat es mir gleich. Sie
sah gespannt auf die kleine bundverzierte Schachtel in meiner Hand und ich musste lachen.
Sie war einfach zu süß.
„Also mein erstes Geschenk ist, dass wir beide mit Mom und Dad zwei Wochen Urlaub
machen. Auf einer kleinen Insel, die wir nur für uns alleine haben." Dass ich ihr die Insel
gekauft hatte, musste ich ihr ja nicht unbedingt jetzt schon erzählen. Und ich wollte ohne
Carlisle und Esme mit ihr dort hin, aber Carlisle hatte es mir aus irgendeinem Grund nicht
erlaubt. „Echt?" fragte Bella mit einem breiten Lächeln im Gesicht. Ich nickte lächelnd und
sie umarmte mich, als ich sie wieder los ließ rückte sie näher an mich.
„Und als zweites hab ich dass hier." Ich richte ihr die kleine Schachtel. Sie sah sich erst einen
Moment die Verpackung an. Na, zumindest kann ich was einpacken, wenn es ihr nicht gefällt.
Sie machte vorsichtig die Schachtel auf und wirkte erstaunt. Ich hatte ihr eine kleine silberne
mit kleinen blauen Achaten besetzte Herzhalskette geschenkt, auf der mit geschwungener
Schrift mein Name stand. „Die ist wunderschön" sagte sie und strich beinahe ehrfürchtig über
das Herz. „Mein Herz gehört dir, Bella" sagte ich sanft und wunderte mich plötzlich wie sehr
das stimmte, was ich sagte. Ich liebte sie. SO. Sie war meine Gefährtin.
Sie sah mir in die Augen und lächelte mich überglücklich an, dass ich es sofort erwidern
musste. Mit einem mehrfach wiederholtem „Danke" warf sie sich mir in die Arme und
plötzlich drückte sie mir einem Kuss auf die Lippen. Oh Gott.
Ich schreckte sofort zurück und sah sie mit offenem Mund an. Ich glaubte zu diesem
Zeitpunkt hatte ich überhaupt nichts gedacht. Sie wurde leicht rot und bat mich ihr die Kette
um zu machen. Meine Hände zitterten, als ich es tat. Heute war zu viel passiert. Ich kam nicht
mehr mit. Ich deckte sie wieder zu und nach kurzem schlief sie wieder in meinen Armen ein.
Meine Augen waren immer noch weit aufgerissen, wegen ihrer Aktion.
Ich versuchte mir ein Mantra ein zu reden. °Das hat nichts zu bedeuten, Edward.
Das hat sie auch vor drei Jahren noch bei Esme gemacht. Sie war dir nur dankbar.
Du bist für sie jetzt nur ihr Bruder! ...°
Das Problem war nicht, dass es mir unangenehm war sondern, dass es für mich mehr war.
Hallo, ;) ich bedanke mich für die Reviews. Was sagt ihr zu diesem Kapitel? Wie fandet ihr Jaspers Panikarttake? Ich bin auf euere Meinung gespannt :)
Liebe Grüße
