Tja, das hätte wohl keiner vermutet, dass ich noch mal zum schreiben komme… Ihr könnt euch bei einigen Lesern bedanken, die vor ein paar Wochen meine Story ausgegraben haben und sie zu ihren Favs und Alerts hinzugefügt haben, das hat mir irgendwie den nötigen Ansporn gegeben…

Dieses Kapitel ist nicht gebetat, da ich es gerade erst fertig getippt habe und es euch nicht länger vorenthalten möchte, falls es euch denn noch irgendwo gibt, euch „Leser der ersten Stunde" :-)

So, nun aber genug geredet, freut euch auf ein neues Kapitel von Teachers in Love, und hinterlasst mir doch bitte ein Review, da ich so lange nicht mehr geschrieben habe, würde es mich doch interessieren, wie ihr es findet ;-)

Viel Spaß

Chapter 13: .~*Ein unverhofftes Wiedersehen*~.

Es war spät, und Hermine war bereits am schlafen, als ein markerschütternder Schrei durch die Wohnung drang und sie weckte.

Verschlafen setzte sie sich in ihrem Bett auf und rieb sich die Augen. Fast meinte sie, nur geträumt zu haben, als sie erneut Schreie vernahm.

Hastig griff sie zu ihrem Zauberstab, der auf ihrem Nachttisch lag und schlüpfte unter der warmen Bettdecke hervor.

Das Geschrei wurde immer lauter und die junge Lehrerin fragte sich, was es war. Sie konnte bisher nur feststellen, dass es ein Mann war, der da schrie.

Mit Bedacht drückte sie die Türklinke hinunter und spähte vorsichtig in den Gemeinschaftsraum hinaus.

Während Hermine versuchte, die Laute zu lokalisieren, bemerkte sie, dass die Tür des dritten Zimmers einen Spaltbreit geöffnet war.

Auf Zehenspitzen schlich sie auf die Türe zu und hielt währenddessen den Atem an.

„Wer konnte das bloß sein? Ob Draco irgendetwas passiert war? Vielleicht wurde er gerade angegriffen!

Ihre Schritte wurden schneller und sie drückte die Tür ein wenig weiter auf, um etwas sehen zu können. Was sie sah, verschlug ihr die Sprache!

Da sprang ein aufgescheuchter Draco umher, und war sichtlich damit beschäftigt, Flüchen auszuweichen, die eine Person mit schwarzen Haaren abfeuerte. Hermine konnte diese Person nicht genau sehen, denn sie saß mit dem Rücken zu ihr und offensichtlich war sie auch gefesselt, denn sie wand sich hin und her, und der ganze Stuhl drohte mit ihr umzukippen. Das einzige, was Hermine sicher sagen konnte war, dass die Person männlich war und dass die Schreie von ihr kamen.

Hermine betrat vorsichtig den Raum, und hatte gerade einen Zauber gesprochen, der die Person in eine Starre versetzen sollte, als sie plötzlich selbst von einem Fluch getroffen wurde.

Einer der Flüche, den der Mann ausgesandt hatte, war gegen einen Spiegel, der im Zimmer hing, abgeprallt und direkt auf sie zu gerast. Hermine hatte es viel zu spät bemerkt, und so krümmte sie sich nun vor Schmerzen, denn der Fluch hatte sie mitten in der Bauchgegend erwischt.

„Hermine!" hörte sie noch jemanden rufen, dann fiel sie in eine erlösende Ohnmacht.

oooOOOooo

Draco war, nachdem er den Schrei gehört hatte, sofort aufgesprungen und in das dritte Zimmer, dessen Tür immer verschlossen war, gehastet.

Irgendetwas musste passiert sein, sonst würde sein Gast nicht so ein Theater machen. Eigentlich sollte er doch geruhsam schlafen, immerhin hatte Draco ihm erst vor ein paar Stunden – Oh nein!

Dem jungen blonden Mann fiel es siedend heiß wieder ein, dass er ja vollkommen vergessen hatte, seinem Gast den alltäglichen Schlummertrunk vorbeizubringen, da er vollkommen beschäftigt war mit dem Brief an Max.

„Beruhige dich, bitte!", rief er, als er das Zimmer betrat und ging um den Stuhl herum, auf dem der Mann saß, der aus Leibeskräften schrie.

Doch an Beruhigen dachte dieser gar nicht, sondern er begann, Draco mit Flüchen zu bombardieren, und Draco hatte große Mühe, den roten und grünen Geschossen auszuweichen.

Es ging alles ganz schnell, auf einmal sah er mitten in dem Farbenwirrwarr einen goldenen Strahl, der den Mann auf dem Stuhl traf, und dieser sackte sofort in sich zusammen. Draco aber schwenkte seinen Blick in die Richtung, aus der der Erstarrungszauber gekommen war und entdeckte eine am Boden liegende Hermine.

„Hermine!", schrie er und stürzte zu ihr. Sie bewegte sich nicht.

Draco konnte nur einen Gedanken fassen: „Bitte, das darf kein Todesfluch gewesen sein! Nicht Hermine, bitte nicht sie."

Er hob sie ganz behutsam auf und trug sie ins Wohnzimmer auf das grüne Sofa, und fühlte nach dem Puls. Als er ihn fand, und noch dazu einen recht starken und regelmäßigen, hätte er am liebsten geweint vor Freude.

„Hermine, wach auf!", rief er, und verpasste ihr einen Klaps auf die Wange.

Sichtlich verwirrt öffnete sie langsam die Augen.

„Draco!"

oooOOOooo

Irgendjemand hatte ihr eine leichte Ohrfeige verpasst und sie öffnete vorsichtig die Augen. Diesmal konnte sie sich ganz genau daran erinnern, weshalb sie bewusstlos geworden war, doch zum Glück spürte sie nur noch ein ganz leichtes Ziehen in der Magengegend.

Als sie die Augen öffnete, sah sie Draco, der über sie gebeugt war und dessen Augen einen sorgenvollen Blick ausstrahlten.

„Draco!"

„Geht's dir gut? Tut dir irgendetwas weh? Du bist hart auf dem Boden aufgeschlagen.", fragte Draco besorgt und sah sie an.

„Nein, nein, es ist alles in Ordnung – glaube ich. Aber ich glaube, du bist mir jetzt erst mal eine Erklärung schuldig. Ist das wirklich Snape, den du da in diesem Zimmer versteckst?"

„Ja, es ist Snape. Er ist sozusagen mit mir gemeinsam hier eingezogen. Ich habe ihn kurz nach dem Sieg über Voldemort gefunden und seitdem kümmere ich mich um ihn."

Hermine, der es komisch vorkam, sich die ganze Geschichte liegend anzuhören, setzte sich auf und sah Draco lange an, bevor sie weitersprach.

„Ich kann einfach nicht begreifen, dass ich hier jetzt seit einem halben Jahr wohne und dir offensichtlich noch nicht in den Sinn gekommen ist, mich darüber zu informieren, dass dieser Mann nebenan wohnt. Und entschuldige, wenn ich das so sage, aber sonderlich dankbar für deinen Freundschaftsdienst kam er mir auch nicht vor."

„Er stand ebenso wie ich unter dem Einfluss des Imperius-Fluchs, nachdem dem Dunklen Lord klar geworden war, dass Snape in seiner Funktion als Doppelagent gegen ihn arbeitete. Und ich glaube, aus Rache hat er ihm einen viel stärkeren Fluch auferlegt, denn wie du bemerkt hast, hat er Probleme, sich zu rehabilitieren. Eigentlich wäre es meine Pflicht, ihn ins St. Mungo's zu bringen, und ich würde es liebend gerne tun, doch ich weiß genau, dass man ihn, sobald er geheilt ist, nach Askaban stecken wird. Wer würde ihm, dem dunklen, geheimnisvollen Zaubertränkelehrer von damals schon glauben, dass er keinen Spaß dabei hatte, Dumbledore zu töten und dass er es nur tat, weil er von einem Fluch beeinflusst wurde?"

Draco machte eine kurze Pause und sah sie an, bevor er fortfuhr: „Seien wir ehrlich, Hermine, es würde niemand, zumindest niemand, der Severus gekannt hat, so wie du, Harry, Ron und alle anderen, die nicht gerade aus Slytherin kamen, ihn kennen gelernt haben. Und ich verdenke es auch niemandem, doch es ist wirklich wahr, er stand unter diesem Einfluss."

Draco sah nun wirklich verzweifelt aus und Hermine hatte Mitgefühl, sodass sie ihm eine Hand auf den Arm legte.

„Ich glaube dir, Draco."

Doch gleich darauf fiel ihr wieder ein, dass sie ja eigentlich noch sauer auf ihn gewesen war, und so sagte sie: „Aber trotzdem kann ich nicht verstehen, dass du mich nicht eingeweiht hast. Was wäre denn gewesen, wenn ich eines Tages unvorbereitet die Tür geöffnet hätte, und dann einem wahnsinnig gewordenem, mit Flüchen um sich schmeißenden Severus Snape gegenüber gestanden hätte?"

„Ich habe die Tür immer mit mehreren Sicherheitszaubern belegt, die du auch schon einmal zu spüren bekommen hast, was mir übrigens auch furchtbar Leid tut. Aber bitte versteh mich doch, ich wollte einfach kein Risiko eingehen und ich wollte dich schützen. Es tut mir leid."

Hermine sah ihn an und tief in ihrem Inneren wusste sie vielleicht, dass er wirklich nur Gutes im Sinn gehabt hatte, und doch war sie enttäuscht.

„Ich hätte wirklich geglaubt und gehofft, dass du mir Vertrauen entgegen bringen würdest, aber da habe ich mich ja wohl getäuscht."

Und mit diesen Worten verließ sie ihren Gemeinschaftsraum.

oooOOOooo

Draco sah ihr seufzend nach und fluchte leise vor sich hin.

Er hätte es ihr schon längst sagen müssen, das war ihm natürlich auch klar, aber er hatte nie den Mut gehabt, denn er hatte immer gefürchtet, dass sie aus Angst und Sorge ausziehen wollen würde und schlimmer noch, irgendjemanden davon informieren würde, dass er Snape beherbergte.

Er kam grundsätzlich sehr gut mit Severus zurecht und dieser machte auch nie Probleme, doch das lag wohl hauptsächlich daran, dass Draco schon lange nicht mehr vergessen hatte, ihm seinen Schlummertrunk zur rechten Zeit zu verabreichen.

Pflichtbewusst stand er auf, denn auch jetzt hatte sein Schützling immer noch nicht seine Medizin, nur der Zauber von Hermine hatte ihn außer Kraft gesetzt und dieser Spruch würde auch nicht ewig anhalten, deswegen musste er sich jetzt beeilen und Snape die nötige Menge des Trankes einflößen, bevor es erneut ein derartiges Spektakel geben würde.

Er war sehr froh, dass er an der Schola Magistri studiert hatte, denn dort wurden den zukünftigen Lehrern die neuesten Zaubertränke beigebracht und unter ihnen war auch ein Rezept zur Behandlung von schwerwiegenden Schäden, die man durch einen Imperius-Fluch erlitten hatte. Draco hatte diesen Trank gleich ausprobiert und er konnte aus eigener Erfahrung bestätigen, dass der Trank wahre Wunder wirkte, denn Snape hatte zwischenzeitlich einige wenige „helle Momente" gehabt, in denen Draco sich ganz normal mit seinem ehemaligen Lehrer hatte unterhalten können.

Selbstverständlich wäre eine Behandlung im St. Mungo's Hospital das Beste für seinen Patienten, doch das Risiko konnte und wollte er einfach nicht eingehen, dafür war seine Loyalität gegenüber dem ehemaligen Zaubertränkelehrer einfach zu groß.

oooOOOooo

„Madam Pomfrey?", rief Hermine, als sie in den Krankenflügel stürmte.

„Aber, Professor Granger, was ist passiert?", ertönte die aufgeregte Stimmer der Krankenschwester hinter einem Vorhang hervor.

„Ich brauche Ihre Hilfe, dringend!", sagte die junge Lehrerin und dabei klang sie so entschlossen und dringlich zugleich, dass Madam Pomfrey sofort zu Hermine eilte und ihr einen Stuhl in ihrem Büro anbot.