Kapitel 14

So schnell sie konnte, rannte Jessica auf Malfoy zu. Oh, dieser Mistkerl würde ihr nicht noch einmal entkommen.

"Ah Miss Silver? Wollen wir unseren Kampf also fortsetzen?"

"Und beenden, ja."

"Sie kämpfen ziemlich beeindruckend muss ich sagen. Haben sie Interesse an einem Platz in den Reihen des Dunklen Lords? Sie könnten groß werden und..."

"Vergessen sie es. Ich verrate keine Freunde und werde nicht sinnlos morden."

"Wenn sie das so sehen? Avada Kedavra."

Jessica wich zur Seite aus und schickte Malfoy einen mächtigen Explosionszauber entgegen, welchen er jedoch mit einem Schild gerade noch abwehren konnte.

Das Schild überstand den Angriff jedoch nicht und sie erschuf schnell einen Hagel von Eiszapfen, den sie in seine Richtung schickte. Er konterte mit einer Feuerwand die sich, nachdem sie das Eis abgehalten hatte, in fünf Kugeln verwandelte, welche auf sie zuflogen. Sie wich der ersten mit einem Sprung aus welche in eine Gruppe Dämonen krachte und löschte die nächsten beiden mit einem Schwall Wasser. Die letzten beiden schickte sie zurück indem sie die Kontrolle über sie übernahm. In Geiste danke sie Harry, dass er ihr seinen Blitzfluch beigebracht hatte, welchen sie jetzt auf Malfoy los ließ. Dieser ließ jedoch eine Eisenstange erscheinen, welche im Boden steckte und den Blitz ableitete. Dann verwandelte er die Stange in einige Dolche und ließ sie auf sie zurasen.

Mit eine schnell gemurmelten Zauber erschien ein zwei Meter hoher Steinwall, an welchem die Dolche abprallten. Im nächsten Moment hatte sich der Wall zu steinernen Spitzen verformt, welche auf Malfoy zurasten. Dieser konnte sich nur retten, indem er eine Metallwand erschuf, was ihn allerdings sichtlich erschöpfte. Er wollte sie jetzt wohl in irgend einer Form auf Jessica werfen, aber diese war schon nicht mehr zu sehen.

"Wo bist du hin, du kleines Schlammblut?"

Er spürte wie es unter seinen Füßen plötzlich sehr heiß wurde und blickte nach unten. Sekundenbruchteile später verwandelte sich der Boden in Lava und das letzte was Lucius Malfoy hörte war: "Ich bin Reinblut!" Dann ging er in der Lava in Flammen auf.

Auch Jessica keuchte leicht nach diesem Kampf. Wie beim letzten Mal hatten sie auch diesmal einen Elementarkampf ausgetragen und das war sehr ermüdend. Sie blickte sich jetzt suchend nach Harry um und sah gerade noch, wie er wieder auf dem Boden landete. Sofort eilte sie besorgt zu ihm rüber.


Innerhalb von Sekunden erkannte Kian wer die gefährlichsten Gegner waren und Jessica kämpfte schon gegen Malfoy und Harry würde Voldemort nehmen. Also rannte er auf Rudolphus Lestrange zu.

"Ihr!...Ihr habe meine Bellatrix ermordet! Dafür werdet ihr bezahlen! Crucio!"

Kian schickte ihm einen Felsbrocken entgegen, welcher den Fluch abblockte und dann ging es los. Lestrange schleuderte fast nur Folterflüche und Kian konnte eine kurze Zeit lang nur ausweichen. Er ging in Sekundenbruchteilen seine Möglichkeiten durch und wirkte dann einen Finsterniszauber, welcher um sie herum jedes Licht auslöschte. Innerlich lächelte er. Harry war sehr gut mit seinen Illusionen, aber er war in dieser Kategorie noch besser und das sagte sogar Merlin. Blitzschnell wirkte er 100 Illusionen und hob dann die Finsternis auf. Lestrange sah sich geschockt um und jagte dann reihenweise Folterflüche in die Menge und jede getroffene Illusion ging vor Schmerzen zuckend zu Boden und er schien sich an dem Leid zu ergötzen und jagte vor Freude grinsend immer mehr Flüche in die Menge und bald lag die Hälfte der Illusionen zuckend vor ihm. Kian hingegen widerte es an, wie man sich so sehr am Leid anderer ergötzen konnte und gab seinen Illusionen gedanklich den Befehl, anzugreifen. Jeder seiner Doppelgänger war nämlich mit einem Sprengzauber versehen, der auf Befehl ausgelöst wurde. Jetzt stürzten sich alle auf den perplexen Lestrange und einen Gedanken später starb er in einer 20-fachen Explosion.

Kurz sah er sich suchend um und eilte dann zu Harry und Jessica.


Vastor rannte, rechts und links Gegner erledigend, auf den größten der Minotauren zu. Auf dem Weg tötete er auch noch zwei weitere Cerberusse mit seiner Dämonenmagie. Als er dem Minotauren allerdings näher kam, spürte er das dieser nicht normal war. Nicht nur das er die Dämonen anscheinend befehligte, er spürte auch deutlich mehr Macht als bei einem Minotauren üblich.

In diesem Moment drehte sich der gehörnte Riese um und erblickte ihn. Er lächelte fies und verwandelte sich dann in einen ungarischen Hornschwanz. Er brüllte kurz und schickte ihm dann eine Feuerwalze entgegen.

Er schlug einmal kräftig mit den Flügeln, was ihn einige Meter in die Luft katapultierte, wodurch er den Feuer entging.

Er fluchte innerlich. Ein Gestaltwandler war schon ein ganz anderes Kaliber als ein Minotaurus. Er war auf jeden Fall mindestens Stufe 5.

Der Drache hatte sich mittlerweile ebenfalls von Boden erhoben und schwebte nun auf seiner Höhe.

"Na? Überrascht? Ich glaube nicht das du jemanden wie mich erwartet hast. Dein Name?"

"Vastorius. Und deiner?"

"Nulaney. Ich bin auf der Stufe 5 und du?"

"Partnerdämon."

"Also nicht definiert. Na dann finden wir heraus ob über oder unter Stufe 5."

Und er ließ wieder ein Flammenmeer auf ihn zurasen, welchem er mit einem kurzen Sturzflug ausweichen konnte.

Nulaney verwandelte sich jetzt in sein Ebenbild und griff ihn von oben mit den Schwertern an.

Mit einem kurzen Gedanken erschuf er einen mattschwarzen Schild, vor welchem sein Gegner jetzt in der Luft schwebte.

"Versteckst du dich etwa?"

Anstatt einer Antwort bekam er eine Salve Blitze, welche ihn auch trafen. Er sackte ab und konnte sich erst kurz vorm Boden wieder fangen. Vastor hatte den Schild inzwischen aufgehoben und schoss einen seiner Todesstrahlen auf den Gestaltwandler. Dieser wich aus, indem er sich in einen Kolibri verwandelte. Ein Blinzeln später war er ein peruanischer Viperzahn. Eine kleine und sehr schnelle Drachenart mit einem hochgiftigen Biss.

Blitzschnell flog er auf ihn zu und wich im letzten Moment seinen Schwertern aus, indem er um ihn herumflog und ihn jetzt von hinten atackierte. Er schnappte nach ihm und verfehlte nur knapp sein linkes Bein. Es gab nicht viele Gifte, welche überhaupt eine Wirkung auf Dämonen hatten. Aber Viperzahngift gehörte zu den gefährlichsten für sie.

Jetzt griff er mit hunderten beschworenen Messern an. Er ließ sie auf ihn zurasen, aber Nulaney verwandelte sich wieder in den Horschwanz und schmolz die meisten. Drei Messer aber kamen durch und trafen ihn in den Bauch. Zuerst schien er die für einen Drachen winzige Wunde nicht zu bemerken, aber nach einigen Sekunden begann das Betäubungsmittel zu wirken und er wurde langsamer.

Er spie immer noch Feuer in seine Richtung, aber Vastor wich mühelos aus und flog hinter ihn.

Von dort aus jagte er ihm einen dunkelroten Strahl in den Rücken, welcher ihn zu Boden zwang.

Er schickte einen Schwarzen hinterher, welcher den Drachen in den Kopf traf und den ganzen Körper in schwarze Flammen aufgehen ließ. Mit einem Schrei verendete der Dämon, aber Vastor hatte sich schon dem nächsten Minotauren zugewandt.


Kaum auf dem Boden angekommen, fiel Jessica ihm schon um den Hals.

Kian stand nur neben ihnen und verbarg sie drei mit einer Illusion, während sich die Todesser begannen sich zurück zu ziehen.

"Oh Harry, warum musst du immer mit den Besten kämpfen?"

"Vielleicht weil ich es kann?", antwortete er keuchend.

"Und ich muss mir immer Sorgen um dich machen, oder?"

"Während du selber kämpfst?"

"Ja, auch dann."

Ohne sich groß um die Schlacht zu kümmern küsste sie ihn sanft, wobei ihre beiden Kapuzen verrutschten.

"Schlechter Ort dafür.", rügte Kian sie.

"Hier wird immer noch gekämpft!"

Die Zwei trennten sich wieder und Harry grinste Kian an.

"Also ist deine Illusion doch nicht perfekt?"

"Doch ist sie!", antwortete Kian gespielt beleidigt.

"Na dann."

Die Zwei rückten ihre Kapuzen wieder an ihren Platz.

"Vertreiben wir den Rest.", kam es von allen Dreien.

Kian ließ die Illusion fallen und die Drei stürzten den Rückzug der Todesser mit einer Flut von Sprengflüchen in das totale Chaos.

Auch die Dämonen verschwanden nach und nach, aber am Ende entkamen nur 4 Todesser und etwa ein Viertel der Dämonen.

Nachdem die letzten Gegner verschwunden waren, wirkten alle Drei großflächige Analysezauber. Sie rannten dann zu den 8 Verletzten und schickten sie mit Portschlüsseln direkt ins Lager.

Dann gingen sie zu den beiden Toten, schlossen ihre Augen und schickten auch sie per Portschlüsseln ins Lager. Allerdings ins Totenzelt.

Auch ihre Dämonen waren schon wieder weg und sie versammelten sich gerade, um zum Lager zurückzukehren, als eine Gruppe von gut 30 Menschen aus der Richtung des Schlossen kamen, mit Dumbledore an der Spitze.

"Na klasse. Der Orden der Brathühnchen ist im Anmarsch.", kam es genervt von Harry, "Na dann Augen zu und durch."

In etwa 50 Meter Entfernung blieb der Phönixorden stehen und Dumbledore trat zwei Schritte vor.

"Mit wem kann ich reden?"

Auch Harry trat zwei Schritte vor und wurde von Jessica und Kian, welche einen Schritt hinter ihm standen, flankiert.

"Was wollen sie Dumbledore?"

"Ich verlange von ihnen..."

"SO NICHT! Sie wissen sicher was für eine Armee Voldemort hier angeschafft hat, oder? Dann wissen sie auch zu was wir fähig sind!"

"Allerdings. Er kam mit Dämonen und da man sie nur mit anderen Dämonen besiegen kann, haben sie welche beschworen und das macht sie zu Schwarzmagiern. Also..."

"NICHTS ALSO! Sie mit ihrer Meinung von Schwarz und Weiß. Es gibt nur eine Art von Magie. Die Einteilung in Hell und Dunkel kommt vom Ministerium. Sie hat nichts mit der Magie an sich zu tun."

"Ich verlange jetzt, dass sie uns die Antworten geben die wir haben wollen. Ansonsten werden wir uns gezwungen sehen, sie anzugreifen."

Harry fing schallend an zu lachen.

"SIE wollen uns ernsthaft angreifen?"

"Sie sind nur knapp 20 und wir 32. Wir sind also in der Überzahl."

"Das wird ihnen nicht nützen."

"Was meinen sie?"

Innerhalb von Sekunden standen Vastorius, Jarena und Cemal wieder neben ihren Partnern.

"Das. Ich wünsche ihnen einen schönen Tag und ich rate ihnen, bleiben sie uns fern."

Und wie auf Kommando verschwanden alle gleichzeitig.


Lager der Bruderschaft:

Alle tauchten hier auf und verteilten sich sofort. Harry zog genervt seinen Umhang aus.

"Ich kann es nicht leiden, wenn ich Andere einschüchtern muss. Das ist wie angeben und das hasse ich!"

Jessica, welche ihren Umhang ebenfalls los war, küsste ihn kurz.

"Es ist nicht schön, da hast du Recht. Aber es ist einfach nötig, damit sie uns in Ruhe lassen."

"Ja ja. Du hast wie immer Recht."

Sie küssten sich innig und lösten sich erst aus Luftmangel.

"Sucht euch ein Zimmer!", rief Kian dazwischen und sie antworteten gleichzeitig: "Du bist doch nur neidisch!"

"Pff.", kam es von ihm als Antwort und dann fingen sie alle an zu lachen.


Festung Darkemian:

Nachdem Merlin ihnen die Wälzer in die Hand gedrückt hatte, fuhr er fort: "Jetzt möchte ich euch noch zwei Sachen erklären, bevor ihr das letzte halbe Jahr frei habt. Als erstes noch einmal zu euren Partnern. Im Normalfall verleiht euch euer Partner eine besondere Fähigkeit. Über diese gibt es ein Register. Harry und Jessica, bei euch ist es einfach. Eure beiden Dämonen geben euch die Fähigkeit zu fliegen. Nicht mit Flügeln oder so. Nein, einfach durch euren Willen könnt ihr fliegen."

Die Zwei nickten. Beide flogen gerne und würden es versuchen, sobald sie draußen waren.

"Und dein Cemal Kian, macht dich deutlich widerstandsfähiger. Deine Knochen können praktisch nicht mehr brechen und auch ansonsten hältst du deutlich mehr aus."

Auch Kian nickte.

"Bei der zweiten Sache muss ich etwas weiter ausholen. In eurem Körper gibt es drei Energien. Die Geistige, die Physische und natürlich die Magische. Was nur wenige wissen ist, dass man mit der Magischen die anderen beiden stärken kann. Zum Beispiel geschieht dies bei der Okklumentik. Aber man kann mit ihr eben auch die Körperliche verstärken. Das ist sogar relativ einfach. Ihr müsste wie beim zaubern eure Magie in das entsprechende Körperteil leiten. Aber anders als beim zaubern, wo ihr die Magie aus eurem Körper hinaus lasst, müsst ihr sie in den Muskeln konzentrieren. Damit gelingen euch zum Beispiel meterhohe Sprünge."

Er erklärte noch eine ganze Weile weiter und am Ende gingen sie hinaus, wo ihnen alles praktisch sofort gelang.