Kapitel 14

Los Angeles – 03.01.2014 - 5 Stunden nach der Ankunft

Chief Pope hatte darauf bestanden Sharon und Andy zu dem Treffen mit den Neuankömmlingen zu begleiten. Sharon wusste natürlich das seine Sorge nicht ihrer Sicherheit galt sondern viel mehr dem Einschleimen bei dem Gouverneur und dem Bürgermeister. Er konnte es nicht ertragen, dass man Sharon zu dem beiden wichtigsten Männern im Bundesstatt gerufen hatte und ihn außen vor ließ. Schließlich war er der Chief der Polizei und sie war NUR Captain. Er saß gemeinsam mit Sharon und Andy in einem gepanzerten Fahrzeug und beobachtete die beiden. Pope hatte ein Auge für Mitarbeiter, die eine Affäre hatten, hatte er schließlich auch schon einmal eine Liebschaft mit einer Kollegin. Aber das ausgerechnet Raydor sich auf so etwas einließ, war für ihn eine Überraschung. Unter normalen Umständen hätte er sie in sein Büro zitiert und ihr einen langen Vortrag über solche Affären gehalten, doch das hier war alles nicht normal und wenn er ehrlich mit sich war, war ihm Raydor ziemlich unheimlich. Die Frau hatte immerhin Kontakte zu Menschen aus dem Weltall. Möglicherweise war sie nicht einmal ein Mensch. Egal, er musste vorsichtig sein. Ungewollt dachte er an den Film Species und ihm überkam eine Gänsehaut.

Sharon bemerkte natürlich das seltsame Verhalten von Pope, doch es kümmerte sie in diesen Moment nicht. Sie dachte an Rusty und an sein angsterfülltes Gesicht, als sie ihm sagte wohin sie ginge. Der Junge wollte mit aber es wäre einfach zu gefährlich. Provenza würde gut auf ihn achten, dessen war Sharon sich sicher. Sie sah auf ihre Uhr, in weniger als 2 Minuten würden sie an den Treffpunkt ankommen. Sie war innerlich ein absolutes Chaos, doch wirkte nach außen hin so ruhig wie eh und je. Vielleicht war auch Andy ein Grund dafür, dass sie sich so fühlte. Ohne es selbst richtig zu bemerken, nahm sie Andys Hand in ihre. Er drehte seinen Kopf zu Sharon und sah sie ernst aber liebevoll an.

„Wir sind da." Pope unterbrach die beiden und rutschte als erstes aus dem Wagen.

„Soviel zum Thema Frauen zuerst." spottete Flynn laut. Gott, er hasste es wie Pope sich anbiederte.

Als Sharon und Andy ausstiegen, kam ihnen der Gouverneur entgegen und begrüßte Sharon.

„Meine Liebe, ich bin so froh das sie gekommen sind. Ich weiß nicht ob diese seltsamen Gerüchte über sie stimmen, aber ich empfinde es als sehr beruhigend Sie bei diesem Treffen dabei zu haben."

Der Gouverneur war ein großer gutaussehender Mann Mitte vierzig, der Sharon aufrichtig lächelnd ansah.

„Wie ich sehe, haben Sie ihren Ehemann als Unterstützung mitgebracht." der Gouverneur deutete auf Andy und Sharon wurde etwas unruhig.

„Oh nein Sir, das ist Lieutenant Andy Flynn. Wir sind Kollegen und….naja Freunde."

Andy verspürte einen Schmerz, sie bezeichnete ihn als Kollegen und Freund? Nur Freund? Aber was war er sonst? Er verstand das Sharon ihn nicht einfach als neuen Geliebten vorstellen konnte und doch tat es weh.

„Oh tut mir Leid, guten Tag Lieutenant. So, unsere neuen Gäste warten oben. Ich selbst habe sie noch nicht kennen gelernt aber der Bürgermeister ist bei ihnen. Es ist kaum zu glauben, es sollen wohl auch Menschen sein und es soll keine Anzeichen von Aggressivität geben. Ich danke Gott dafür, stellen Sie sich nur vor, das wäre wie in Independence Day."

Der Gouverneur ging mit Andy und Sharon voran und warf nicht einen Blick auf Pope, der wie ein Hund hinter dem Trio hinterher lief.

Gemeinsam betraten sie den Fahrstuhl und führen in die oberste Etage. Dort angekommen, kam der Assistent des Bürgermeisters auf sie zu.

„Sir, alles verläuft ruhig und friedlich. Es wurde noch nicht besonders viel gesprochen aber diese Leute sind keinesfalls auf Angriff aus, denken wir jedenfalls."

„Danke, und was müssen wir noch wissen? Woher kommen sie?"

„Leider sagten sie noch nicht viel. Der Anführer, ein Admiral Adama sagte, er wolle auf….Sharon Raydor warten." Der junge Mann warf einen ehrfürchtigen Blick auf Sharon.

„So wie es aussieht Captain, sind Sie in der ganzen Galaxis bekannt. Lassen wir unsere Gäste nicht warten."

Sie folgen den jungen Mann, zu einen Konferenz Raum am Ende des Flures. Sharon würde mit jeden Schritt nervöser, was würde sie jetzt wohl erwarten? Die Tür öffnete sich und sie betraten den Raum.

Der Bürgermeister und einige Männer in Uniform standen an einem großen Tisch. Dann erblickte Sharon einige jüngere Leute in seltsamen Anzügen. Eine junge blonde Frau, fünf Männer im alter von 25-40 Jahre und ein Mann der mit dem Rücken zu ihr stand. Alle Blicke landeten auf Sharon und sie sahen sie bewundernd an.

„Admiral, sehen Sie doch." sagte Starbuck

In diesen Moment drehte sich der Mann um und Sharons Herz blieb für einen Moment stehen. Sie erkannte das Gesicht des älteren Mannes sofort. Sie schluckte schwer als sie Bill ansah.

Bill hörte Starbuck und drehte sich zu der Tür, wo nun einige Leute standen und in mitten der Männer, erblickte er eine Frau. Eine Frau, die Laura so ähnlich sah, dass Bill es für einen Traum hielt. Er ging einige Schritte auf sie zu und sah sie noch immer ungläubig an.

„Sie sind Sharon, nicht wahr?" fragte Bill und sah Sharon so tief in die Augen, das sie das Gefühl hatte er könnte in ihre Seele blicken.

Sharon nickte nur.

„Ich bin froh Sie gefunden zu haben. Mein Name ist…."

„Bill! Ihr Name ist Admiral William Adama."

Verwundert sahen alle zu Sharon, niemand hatte ihr seinen ganzen Namen gesagt und auch Bill hatte sich nur mit Admiral Adama vorgestellt.

„Ich sah Sie. Ich sah Sie in meinen Träumen Bill. Sie waren bei Laura…sie waren bei ihr als sie starb."

Alle in dem Raum sahen zu Sharon und Bill, die sich nun direkt gegenüber standen und sich tief in die Augen sahen.