Mr P und Hermine Potter: grossen Dank für eure Reviews! nun, ich wollte noch sagen, dass diese FF 25kapitel und einen epilog enthalten wird.
ich hoffe sie wird euch immer noch so gut gefallen!
here we go:
Kapitel 14: der Schein trügt
die nächsten Wochen flogen nur so dahin. Dass Harry und Hermine ein Paar waren, blieb nicht lange verborgen. Die Slyths zogen immer öfter über sie her, doch der Tag mag kommen, an dem sie endgültig zu weit gingen. Der neue Orden trainierte härter denn je. Harry trieb sich selbst und die anderen immer öfter an den Rand des Zusammenbruchs. Obwohl sie bereits dreimal die Woche Training hatten, Harry, Ron und Ginny auch noch Quidditch, verschwand Harry fast täglich im Raum der Wünsche. Niemand wusste richtig was er dort tat, doch wenn man ihn danach im Gemeinschaftsraum antraf, hatte man den Eindruck, er hätte jedes Mal gegen eine Horde Todesser gekämpft. Hermine sah das Ganze mit gemischten Gefühlen. Sie merkte, dass Harry sehr wenig ass und doch so hart trainierte. Das einzig Positive daran war, dass er eine aussergewöhnliche Kondition bekam und immer besser wurde. Und, dass er das Schneiden sein gelassen hatte. Bis jetzt jedenfalls.
Harry hetzte sie an einem stürmischen, kalten Sonntagmorgen über das Quidditchfeld. Sie waren in zwei Teams aufgeteilt. Das eine repräsentierte die Todesser, das andere den Orden. Jedes Mal, wenn zwei der drei Teammitglieder ausser Gefecht gesetzt wurden, tauschten sie die Rollen.
„Schluss!", rief Harry über das Feld und jeder kam zu ihm.
„Respekt Leute. Ihr werdet immer besser. Das hier war jetzt das letzte Training vor den Weihnachtsferien die morgen beginnen. Wer bleibt alles im Schloss?" Hermine meldete sich.
„Nur einer, gut mit mir zwei. Ron, Ginny, Luna und Neville, seht bitte zu, dass ihr nicht aus der Übung kommt und schlagt vielleicht den ein oder anderen Fluch nach. Und…versucht an Informationen über den Phönix zu kommen. So und nun lasst uns hoch gehen…" Auf dem Weg zum Schloss torkelte Harry leicht, lies sich jedoch nichts anmerken. Er war müde und wollte eigentlich nur noch schlafen, jedoch zwang er sich wach zu bleiben. Was keiner der anderen wusste, war dass er seit Tagen oder vielleicht auch Wochen nicht mehr, mehr als zwei bis vier Stunden schlief. Nicht einmal Hermine wusste es, jedoch ahnte Harry, dass es ihr nicht verborgen blieb. Sie waren im Schloss angekommen, wo Luna sich verabschiedete und zu ihrem Turm ging. Die Verbliebenen machten sich auf den Weg zu ihrem eigenen um sich dort umzuziehen und hinunter zum Mittagessen zu gehen. Da die Schüler heute nach Hogsmeade gehen durften, war die Halle bis auf Erst und Zweitklässler fast ausgestorben. Die Freunde begannen schweigend zu essen. Als plötzlich Hedwig auf ihrem Tisch landete. Sie hielt Harry einen Brief entgegen, welcher ihn ihr sofort abnahm. Er öffnete den Brief und las:
Hallo Harry,
ich befinde mich gerade im Ministerium auf Dumbledores Befehl hin. Wir haben etwas herausgefunden, dass nun ja… sehr besorgniserregend ist. Wir haben vor einer Woche einen Hinweis erhalten über jene Nacht in der Mysteriumsabteilung. Wir sind der Sache nachgegangen und haben Erstaunliches festgestellt. Ich schicke dir diesen Brief obwohl Dumbledore es uns allen untersagt hat. Damit meine ich Tonks, Moody, Kingsley und mich. Also bitte ich dich, mir nicht zu antworten. Ich werde in zwei Tagen wieder im Schloss sein, dann kann ich dir genaueres erzählen. Mach dir keine Sorgen. Alles wird gut… das hoffe ich jedenfalls.
Tschüss, Remus
Verwirrt blickte Harry von dem Schreiben auf. Er reichte es Hermine und diese las den Brief gemeinsam mit Ron.
„Was zur Hölle?", entfuhr es diesem.
„Hab ich auch gedacht", sagte Harry leise.
„Lasst uns das ganze auf sich beruhen. Es bringt nichts wenn wir uns darüber die Köpfe zerbrechen." Wie immer war Hermine der kühle Kopf von ihnen. Nichts desto trotz machte sich Harry Gedanken über das was Remus ihm geschrieben hatte.
„Harry? Gehst du mit mir nach Hogsmeade jetzt?", wurde er von Hermine aus den Gedanken gerissen.
„Klar. Ron?"
„Ich bleib hier. Luna…" er grinste verlegen.
Die beiden verabschiedeten sich und machten sich auf den Weg runter ins Dorf. Plötzlich blieb Harry stehen. Ihm schien als würde es immer kälter werden. Seine Hände fühlten sich wie festgefroren an und dann hörte er Schreie. Schreie die von überall und nirgendwo kamen. So grotesk sie klangen, so vertraut waren sie ihm.
„Hörst du das?", flüsterte er kaum vernehmbar.
„Nein, was soll ich hören, Harry?"
„Diese…diese Schreie!"
„Hier schreit niemand! Komm wieder zu dir, du bist vollkommen abwesend!" Hermine fing an ihn zu schütteln, jedoch half es nichts. Harrys Augen sprachen eine Sprache die sie erzittern lies. So voll von Hass, Wut und Rachedurst. Dann wendete sie das einzige Mittel an, das ihr noch wirkungsvoll erschien: sie gab ihm einen Kuss und nahm ihn in den Arm. Als sie sich voneinander lösten, waren seine Augen wieder klar.
„Was ist passiert?", fragte sie ihn.
„Voldemort hat jemanden gefoltert. Jemanden, den ich kenne. Ich weiss nicht wer, aber diese Schreie kamen mir bekannt vor…"
„In wie fern bekannt?"
„Es klang w…wie… aber, nein. Das ist unmöglich. Lass gut sein, ich habe mich geirrt."
„OK. Willst du noch immer ins Dorf?"
„Sicher doch. Lass uns gehen."
Dieser kleine Zwischenfall wurde von keinem der beiden mehr erwähnt. Sie wollten diesen einen Tag einfach zwanglos geniessen wie jedes andere Pärchen. Sie schlenderten durch die Gassen und als es ihnen zu kalt wurde, begaben sie sich in die Drei Besen und tranken ein Butterbier, bevor sie sich bei Dämmerungsbeginn wieder auf den Weg zurück machten.
„Sieh mal! Dort oben!" Hermime wies in Richtung Schlossportal. Dort stand Remus Lupin. Er wirkte schon von weitem etwas erschöpft und mitgenommen. Harry und Hermine liefen ihm entgegen. Remus lächelte müde. „Hallo ihr beiden. Wie geht es euch?"
„Das wollten wir eigentlich dich fragen. Du siehst mitgenommen aus."
„Das kommt davon, wenn man seit einer Woche Tag ein Tag aus nach etwas forscht. Harry, würdest du mich bitte in mein Büro begeleiten?"
„Ist gut, aber warum bist du früher zurück als in deinem Brief steht?"
„Dir entgeht auch nichts… Dumbledore hat mich hier her geschickt, weil ich, wie ihr bereits bemerkt habt, ziemlich angeschlagen aussehe."
Damit trennten sich Hermine und Harry mit einem Kuss, bevor Harry mit Remus in dessen Büro ging.
„Harry, bitte, setz dich hin. Ich muss dir etwas sagen, was dich… ziemlich verwirren wird."
„Was, Professor?", fragte Harry skeptisch.
Remus schloss die Augen und seine Stimme zittere als er sagte:
„Er…er ist zurück."
