Hey! Hier gibts das nächste Kapitel :) Und als Zusatz noch eine kleine Sidestory. Viel Spaß!
Ginny
Es war 16:00 Uhr und Ginny schaute sich ein wenig im Zonkos um. An einem Regal mit besonders widerlichen, blutigen oder anderen makaberen Scherzartikeln blieb sie stehen.
Nicht, dass sie sich besonders für diese Abteilung in dem Laden interessierte... Sie wartete. Auf Draco. Und deshalb hatte sie an diesem Tag nichts für solch einen Kram, der sie sonst ihr Herz schneller schlagen ließ, übrig.
Draco
Draco betrat Zonkos Scherzartikelgeschäft und schaute sich suchend um, als er Ginny an einem Regal, mit dem Rücken ihm zugewandt, stehen sah. Ein freudiges Lächeln umspielte seine Lippen. Ich kann es gar nicht abwarten den Duft ihrer Haare einzuatmen, sie an mich zuziehen und...
Draco näherte sich ihr, doch bevor er sie erreichte geschah etwas Grausames.
„Draco!", hörte er eine aufdringlich hohe Stimme, die in seinen Ohren schmerzte. Es war Pansys Stimme.
Verdammt. Was macht die hier?
Er wollte sie ignorieren und tat so, als ob er sie nicht gehört hätte. Auch wenn er insgeheim wusste, dass er Pansy nicht so leicht abwimmeln konnte.
„Draco!", rief seine Hauskameradin und ,weiß Slytherin warum, beste Freundin erneut.
Draco gab nicht so schnell auf und reagierte immer noch nicht.
„Draco!", doch diesmal zerrte Pansy zusätzlich noch an dem Ärmel seines Umhangs.
0k. Weiter so zu tun, als ob ich sie nicht bemerke, wäre wohl lächerlich...
Draco drehte sich zu Pansy um und setzte ein überraschtes Gesicht auf: „Pansy! Ich dachte du seist mit Theo unterwegs?"
Sie warf ihm einen finsteren Blick zu: „Bin ich auch...er guckt sich da hinten etwas an. Ich hätte nicht gedacht, dass du in diesem ...", sie rümpfte ihre Nase, „...Laden anzutreffen bist. Bist du ganz alleine?"
Nun schaute sie sich suchend um, schien aber niemanden zu entdecken, der infrage kam mit Draco unterwegs zu sein.
„Wie du siehst", antwortete Draco, „Also dann, wir sehen uns heute Abend. Ich wünsche dir noch eine schöne Verabredung."
Draco blickte kurz zu Theo, der ziemlich fasziniert von irgendeinem Spielzeug war. Er wollte sich schon abwenden, als Pansy meinte: „Komm doch einfach mit uns mit."
„Äh...nein, danke, aber ich will euch doch nicht stören", stammelte Draco hastig.
Pansy warf ihm einen sanften Blick zu: „Aber du störst doch nicht...Theo!"
Jetzt erst schaute Theo zu ihnen herüber und schlenderte dann auf sie zu. Er war etwas größer als Draco, hatte dunkle Haare und braune Augen, alles in allem sah er gut aus.
„Hey, Draco", begrüßte er Draco nicht besonders erfreut. Zwar waren sie befreundet, doch Theo wusste natürlich von Pansys Schwärmerei für Draco und war deshalb nicht besonders entzückt darüber ihm jetzt zu begegnen, wo er es endlich geschafft hatte mit Pansy ein Date zu haben.
„Theo, ist das nicht toll wen hier getroffen habe? Draco ist ganz alleine und da habe ich mir gedacht, dass er einfach mit uns mitkommt! Das ist doch in Ordnung, oder Theo?", Pansy schaute Theo aus großen Augen an.
„Hm..."
„O,Theo, ich wusste, dass du nett bist!", Pansy grinste über das ganze Gesicht.
„Ich auch", knurrte Theo leise.
Draco musste grinsen. Es war doch immer amüsant, wie Pansy mit ihren Mitmenschen umging.
„Dann lasst uns jetzt in Die drei Besen gehen", meine Pansy gut gelaunt.
0kay, manchmal ist es auch weniger amüsant.
Draco sah noch ein letztes Mal zu Ginny, denn er wusste wirklich nicht, wie er Pansy loswerden könnte. Und als Theo etwas an der Kasse bezahlt hatte, verließen sie Zonkos zu dritt, Pansy bei Draco eingehakt, und machten sich auf dem Weg ins Wirtshaus. Pansy mit einem glückseligen Lächeln im Gesicht, bei Draco und Theo war es eher eine verzweifelte Grimasse.
In den Drei Besen trafen sie Blaise, der in Begleitung einer schwarz gelockten Gryffindor mit blauen Augen war. Draco meinte, sie schon öfter mit Ginny zusammen gesehen zu haben.
Pansy musterte diese unfreundlich.
„Blaise, möchtest du uns nicht deine entzückenden Begleitung vorstellen?", fragte Draco elegant.
Bevor Blaise auch nur ein Ton sagen konnte mischte sich Pansy schnaubend ein: „Du bist eine Gryffindor!"
„Stimmt. Und du bist wohl eine Slytherin?", entgegnete die daraufhin.
Pansy ließ ein weiteres Schnauben hören.
„Setzt euch doch", schlug Blaise vor und Theo und Pansy setzten sich schließlich an den Tisch.
„Draco, setz dich neben mich", rief Pansy und schlug mit ihrer Hand auf den freien Platz neben sich.
„Ich hole uns erstmal etwas zu trinken", sagte der Blonde.
„Nell!", vernahm Draco plötzlich eine liebliche Stimme.
Es war Ginny, die sich schließlich neben Draco stellte.
„Nell was machst du hier?!", fragte Ginny, und leichtes Entsetzen schwang mit in der Stimme.
„Ich treffe mich mit Blaise", antwortete Nell und ihre schwarzen Locken wippten dabei auf und ab.
In diesem Moment öffnete sich die Tür der Drei Besen erneut und Draco sah, wie Weasley, Potter und das Schlammblut eintraten.
Das könnte interessant werden.
Als Weasley sie erblickte, hastete er sofort auf sie zu.
„Ginny, was machst du da neben Malfoy?! Komm sofort her!", kreischte Weasley.
Bevor jemand anderes das Wort ergreifen konnte, schnaubte Pansy: „Weasley hat doch nicht im ernst den Gedanken, dass Draco etwas mit dieser Blutsverräterin anfangen würde, oder?"
Jetzt blickte Pansy höhnisch in die Runde.
Keiner sagte etwas.
Draco bemerkte, dass Ginny leicht errötete.
Pansy lächelte immer noch verächtlich.
Ginny hatte sich mittlerweile ihrem Bruder zugewandt, die Arme verschränkt und fragte: „Nun, was glaubst du, Bruder?"
Weasley musterte Draco immer noch wütend und skeptisch. Inzwischen waren Potter und Granger an die Seite ihres Freundes geeilt.
Was wäre, wenn ich einfach...Das wären zwei Fliegen mit einer Klatsche: Ich wäre Pansy los und ich würde dem Trio eins reinwürgen...
Draco konnte der der Situation nicht widerstehen.
Er zog Ginny zu sich und küsste sie leidenschaftlich.
Blaise Zabini und Helen Haynes grinsten.
Theodore Nott war erfreut.
Pansy Parkinson dagegen war fassungslos.
Hermine Granger war überrascht und Harry Potter verblüfft.
Ronald Weasley war erstarrt.
Dann nach jedoch nach einer geschätzten Minute riss er Draco von seiner Schwester weg.
Er sieht etwas wütend...
Ein Kinnhaken schlug Draco zu Boden. Pansy schrie auf. Draco spürte den pochenden Schmerz. Blut lief ihm aus der Nase.
Potter und Granger zogen Weasley zurück. Der Blonde meinte irgendetwas von „später", „mit Ginny reden" und „erstmal in den Gemeinschaftsraum" zu verstehen, als die zwei Ginnys Bruder nach draußen begleiteten.
Draco stand auf und hielt sich ein Taschentuch an die blutende Nase.
„Draco du hast doch nicht wirklich etwas mit dieser...", fragte Pansy hysterisch.
„Kaum zu glauben, nicht wahr?", entgegnete er trocken.
Pansy schaute ihn entsetzt an.
„Ginny, wollen wir gehen?", fragte er, legte ihr einen Arm um und beide verließen die Drei Besen.
Theo
Pansy schluchzte. Theo versuchte sie zu trösten, auch wenn er nicht genau wusste wie.
„Wie kann er mir das antun?", jammerte Pansy.
„Versteh endlich, dass ihr nur Freunde seid", riet Blaise ihr leicht genervt.
Pansy warf ihm einen zornigen Blick zu, was durch die fast schwarzen Augen sehr furchteinflößend wirkte, Blaise jedoch nicht beeindruckte.
„Blaise, du bist ein taktloses Arschloch!", rief sie.
Sie schluchzte erneut, warf sich an Theos Brust und heulte herzergreifend sein Hemd nass.
Theo fragte sich auch manchmal, warum er diese nervige Frau liebte, doch er konnte es nicht ändern. Und strich ihr beruhigend über den Rücken.
„Ich wollte ihn doch heiraten... Schon immer...", schluchzte sie weiter.
Blaise verdrehte genervt seine Augen und wendete sich wieder Nell zu.
Theo bemerkte, wie andere Leute interessiert die Szene beobachteten.
„Komm, ich bringe dich ins Schloss, Pansy. Kannst du laufen?", fragte er die Schwarzhaarige sanft.
Sie schüttelte wild ihren Kopf und machte den Eindruck gleich zusammenzubrechen.
Theo seufzte.
Was bleibt mir anderes übrig? Ich kann sie nicht hier lassen...
Den einen Arm unter ihre Knie und den anderen unter ihren Schulterblättern. Und dann hob er sie hoch.
Es bereitete ihm nicht allzu große Mühe, denn er war groß und kräftig, sie hingegen klein.
Zum Glück wiegt sie nicht mehr...
Er trug sie die Laub bedeckte Hauptstraße von Hogsmeade entlang, immer weiter.
Schließlich trug er sie im Schloss in die Kerker in den Gemeinschaftsraum der Slytherins.
„Wenn du jetzt in den Mädchenschlafsaal willst, musst du selbst laufen. Ich kann da schließlich nicht rein", sagte Theo.
„Ich will nicht...", schluchzte Pansy leise.
Theo seufzte. Na, dann brachte er sie eben in den Jungenschlafsaal.
Vincent und Gregory, die irgendein sinnloses Kartenspiel spielten, schickte er mit einem Blick nach draußen.
Dann legte sie auf sein Bett und zog ihr die Schuhe aus.
Zierliche Füße...
Theo deckte sie zu und strich ihr eine schwarze Strähne aus dem Gesicht.
„Ich lass dich mal alleine", meinte er behutsam.
Sie ergreift seine Hand: „Nein. Lass mich nicht alleine."
Theo sah nachdenklich auf sie herunter.
„Du bist der Einzige der mich versteht", flüsterte sie.
Die Wahrheit war, er verstand sie nicht. Er verstand nicht, warum sie Draco jahrelang hinterherlief, verstand nicht, warum sie so launisch war, verstand nicht, warum...
„Selbst Daphne meinte, ich solle mich endlich mal mit anderen treffen", fuhr sie fort.
Da hat Daphne nicht so ganz unrecht...
„Legst du dich zu mir?", fragte Pansy nun zögerlich.
Da kann ich nicht widerstehen...
Theo schlüpfte zu ihr unter die Decke. Minutenlang lagen sie einfach nur nebeneinander.
Schließlich beugte Pansy sich über ihn und ihre Lippen fanden seinen Mund.
Als sie sich nach einem zärtlichen Kuss voneinander lösten, sagte Theo ernst: „Dir ist schon klar, dass ich nicht dein Draco bin?"
„Ja, ich weiß. Du bist Theo, gehst mit mir in eine Klasse, bist ebenfalls in Slytherin, obwohl du manchmal besser nach Hufflepuff passen würdest", lächelte sie ihn an.
„...ich würde besser nach Hufflepuff passen?! Das kann ich unmöglich auf mir sitzen lassen!...Moment mal, du scheinst mir plötzlich wieder recht fit zu sein..", er sah ihr fest in die Augen, „Kann es sein, dass du ein bisschen geschauspielert hast, als ich dich den ganzen Weg von Hogsmeade hier hochgetragen habe?"
In Pansys Augen blitzte es übermütig auf: „Die Möglichkeit konnte ich doch nicht einfach ungenutzt lassen."
„Du hast mich ausgenutzt!", rief Theo gespielt empört aus.
„Na klar!", grinste Pansy.
„Okay, dann muss ich ja auch kein schlechtes Gewissen haben, wenn ich dich jetzt ausnutze...", ließ Theo verlauten und er warf sich auf Pansy.
Er küsste sie stürmisch.
Theo konnte sich nicht mehr zurückhalten, doch anders hätte Pansy es auch gar nicht gewollt...
Später lag Pansy eng an Theo gekuschelt und auf ihrem Gesicht lag ein zufriedenes Lächeln.
