Here We Come a Wassailing by Cheryl Dyson

Chapter 14

Ein blasses Gesicht erschien in der Tür und Harry seufzte beinahe vor Erleichterung. Er hatte nicht wirklich einen ehemaligen Todesser mit Groll erwartet, doch es war eine Möglichkeit gewesen. Dann wiederum passte Pansy Parkinson vermutlich auch in diese Kategorie.

„Draco. Was eine angenehme Überraschung." Ihr Blick fiel auf Harry und sie hob eine Augenbraue. „Und Potter. Wie interessant. Seid ihr für einen Dreier hier?"

„In deinen Träumen, Darling. Tatsächlich hat Potter mich zum Weihnachtssingen überredet und ich wusste du wärst schrecklich verärgert falls wir dich dabei vernachlässigen."

„Weihnachtssingen?"

„Ja."

„Aber du weigerst dich zu singen wenn du nicht vollkommen besoffen bist."

„Dinge ändern sich", sagte Malfoy milde.

„Dinge ändern sich", neckte Parkinson. „Was hast du ihm geboten, Potter?"

Harry blinzelte sie an. Er war sich nicht ganz sicher, wie er das beantworten sollte. Hatte er Malfoy etwas angeboten? Nichts außer ihn ein Jahr lang allein zu lassen. Harry runzelte die Stirn und dachte an das Versprechen zurück.

„Ärgere nicht den Retter, Pans. Wir sind hier um zu singen und nicht mehr. Welches Lied willst du hören? Und lade uns doch bitte ins Warme ein, ja?"

Sie schmollte. „Oh, na schön. Kommt rein."

Als Harry sah, wie Parkinson ihn taxierte, fühlte er sich als würde er die Höhle eines hungrigen Sibirischen Tigers betreten. Eine falsche Bewegung und er würde zerfleischt werden.

„Möchtest du einen Drink, Draco, Darling?" Sie hielt inne und fragte dann: „Potter?"

„Nein, danke", antwortete Malfoy. „Wir bleiben nur für ein Lied. Entscheide dich weise."

Sie schlang ihren Arm um einen von Malfoy und lehnte sich an ihn heran, wobei sie ihre enormen Brüste in seinen Unterarm drückte. Harry fühlte, wie sich sein Kiefer anspannte. Aus irgendeinem Grund wollte er sie von Malfoy wegschleifen. Sie schien wie ein bösartiger Tumor, der den makellosen Blonden vergiften könnte.

„So ein giftiger Blick, Potter", kommentierte Parkinson schnurrend. „Man könnte denken, du wärst eifersüchtig."

„Pansy. Hör' auf Potter zu ködern oder wir gehen sofort."

„Oh, in Ordnung. Du weißt, was ich will."

Malfoy lächelte. „Schön. Geh' und setz' dich hin damit du vollends in unserer Brillanz baden kannst. Komm' her, Potter."

Parkinson ließ Malfoy los und stolzierte zum Sofa. Harry trat auf Malfoy zu.

Chestnuts roasting on an open fire…", sang Malfoy.

Harry stimmte schnell in den Song mit ein, wobei er über ihre Entscheidung für so etwas Schönes und Angenehmes überrascht war. Ihr ganzes Wesen schien sich zu verändern. Sie lehnte sich mit einem erfreuten Lächeln in die Sofakissen zurück. Harry suchte seine Tonlage so aus, dass sie einen schönen Kontrast zu Malfoys bildete und war erneut sehr zufrieden damit, wie sie beide zusammen klangen.

Als die letzten Noten verklangen waren setzte sich Parkinson auf und lachte. „Fantastisch! Draco, du klingst mit Potter sogar noch besser! Stell' dir das mal vor."

To be continued…

Ob es weiterhin so gut läuft? :)