So, es geht mal wieder weiter. Entschuldigt die Pause, aber die Muse hatte mich verlassen! Ich hoffe, sie bleibt jetzt wieder eine Weile! Also, viel Spass beim lesen!


Kapitel 14:

Seit drei Wochen war auch Hermine schon auf ihrem Trip nach Ägypten und Ginny fühlte sich sehr einsam. Zwar kamen jeden zweiten Tag Briefe von Hermine, auch Harry und Ron schrieben mehr oder weniger regelmäßig, doch das war nicht das Gleiche. Ihr fehlte das stundenlange Quatschen mit Hermine, das geschwisterliche Zanken mit Ron und natürlich vermisste sie die Zärtlichkeiten, die sie mit Harry genießen konnte.

Mir ist so furchtbar langweilig. Alle sind mit ihren Familien beschäftigt und die drei Menschen, mit denen ich in den letzten Jahren die meiste Zeit verbracht habe, sind nicht da. Was soll ich nur tun?

Ginny saß in ihrem Zimmer am Fenster und überlegte. Kurze Zeit später sprang sie auf und lief in die Küche.
" Mum, ich geh mal Luna besuchen, hab sie schon ewig nicht mehr gesehen!"
"Alles klar, mein Schatz. Wann bist du wieder da? Zum Abendessen?"
" Denke schon. Bis dann."
" Grüß Luna von mir."

Ein paar Meter vom Haus entfernt disapparierte Ginny. In der Straße angekommen, in der Luna wohnte, rannte sie die paar Schritte bis zu deren Wohnung und klingelte.
" Moment, ich komme gleich."
" NEIN! "
Ginny stand mit offenem Mund vor der Tür.

Das war doch nicht etwa? Nein, das kann nicht sein. Ich muss mich verhört haben. Das ist nicht möglich.

Die Tür ging auf und eine ziemlich zerzaust aussehende Luna stand im Türrahmen.
"Ginny, ähm… Du kommst etwas unpassend."
"Ach komm schon Luna, wir haben uns doch schon so lange nicht mehr gesehen."
Zögernd öffnete Luna die Tür ganz und Ginny lief auf direktem Weg ins Wohnzimmer. Doch an der Tür blieb sie abrupt stehen und starrte ihr Gegenüber nur stumm an.
"W-Was machst du denn hier?"
Der Angesprochene knöpfte sich gelassen sein Hemd zu, strich sich das weißblonde Haar aus dem Gesicht und sagte:
"Nichts, oder besser: Nichts mehr. Du hast uns ja unterbrochen."

Wie kann er nur so gelassen bleiben? Ich würde mich in Grund und Boden schämen.

" Oh, das tut mir leid."
" Braucht es nicht, ich muss eh weg. Mein Vater erwartet mich im Geschäft. Bis dann, Ginny."
Er wandte sich an Luna:
" Wir sehen uns morgen und dann machen wir da weiter, wo wir heute aufgehört haben."
Mit einem letzten Kuss verschwand er.
" Luna, wie kommst du denn an den? Das glaub ich ja jetzt nicht!"
" Ach, weißt du, es hat sich einfach so ergeben. Mein Vater hat doch ein paar Male über die Malfoys berichtet und da musste ich für ihn recherchieren. Draco ist mir öfter über den Weg gelaufen und irgendwann haben wir uns mal unterhalten und so kam eines zum anderen."
Ginny starrte Luna nur mit großen Augen an.
"Jetzt schau nicht so. Komm, wir setzen uns. Ich hol noch schnell was zu trinken."

Es wurde noch ein schöner Nachmittag, Ginny dachte die ganze Zeit kaum einmal an die anderen drei. Doch als es draußen dunkel wurde und sie sich von Luna verabschiedete, wurde ihr wieder ganz schwer ums Herz.
"Ich bin froh, dass du heute da warst. Es hat dir gut getan. Ich merke doch, dass du die Drei vermisst. Aber mach dir keine Sorgen, es wird ihnen nichts geschehen und sie werden bald wieder da sein!"
"Ich hoffe, du hast Recht! Danke noch mal für alles und bis bald."
"Bis bald."
Kaum war die Tür hinter ihr ins Schloss gefallen, wurde Ginny bewusst, dass es zu regnen angefangen hatte.

Gott sei Dank muss ich nicht laufen! Die armen Muggel tun mir bei diesem Wetter schon etwas leid!

Am Fuchsbau angekommen, setzte sie sich zu ihrer Mutter in die Küche: Diese war gerade dabei, das Abendessen zu machen.
"Na, wie war es bei Luna?"
"Ganz lustig. Wir haben über alles und nichts geredet. Es hat gut getan. Und sie hat einen Freund!"
Molly drehte sich erstaunt um.
"Luna hat einen Freund? Du meinst doch dasselbe Mädchen wie ich, oder? Die Luna, die immer mit einer Zwiebel in der Tasche herumläuft und komische Sachen über irgendwelche Viecher erzählt, die es angeblich irgendwo gibt?"
Ginny musste kichern.
"Ja, genau die Luna!"
"Und die hat jetzt einen Freund? Wen denn?"
"Setz dich lieber mal hin, jetzt wird es nämlich noch ulkiger: Sie ist mit Draco zusammen."
Molly starrte ihre Tochter, wenn möglich, noch ungläubiger an als zuvor schon.
"Mit Draco? Dem unmöglichen Bengel aus Slytherin, der ihr und euch in Hogwarts das Leben immer zur Hölle gemacht hat?"
"Genau mit dem."
"Na, wenn sie meint! Aber mal was anderes: Heute sind drei Eulen für dich gekommen. Ein Brief von Harry und Ron, einer von Hermine und einer vom St. Mungos."
Ginny sprang auf. Endlich Neuigkeiten von ihren drei liebsten Menschen! Doch ihre Mutter hielt sie zurück, als sie schon halb auf dem Weg in ihr Zimmer war, um die Briefe zu lesen.
"Mach den Brief vom St. Mungos doch lieber hier auf, ich möchte auch wissen, was bei deiner Bewerbung herausgekommen ist."
Ginny riss den Umschlag auf und überflog die Mitteilung rasch.
" Sie haben mich angenommen, am Montag soll ich anfangen! "
Und weg war sie.
Molly stand alleine in der Küche und murmelte vor sich hin, während sie weiter das Abendessen bereitete.
"Meine Kleine wird Heilerin! Wenigstens eines meiner Kinder lernt etwas Vernünftiges!"


Denkt daran, ich bin Review-süchtig! Helft ihr mir? ganz lieb guck