A/N: Oh man, ist schon wieder Sonntag? Tja, ihr wisst ja, was das bedeutet. Und heute sogar doppelt so viel, denn weil ich ja nächsten Sonntag im Urlaub bin, gibt es heute noch ein Leckerli, sprich, ein Doppelupdate! Immerhin lass ich euch dann nicht mit einem Cliffy hängen.

Viel Spaß!


Teil II

Kapitel 13: Fliegen für Anfänger

„Ich bin zu Hause!", rief Gohan als erstes, nachdem er durch die Tür zum Hauptgebäude von Capsule Corporation getreten war. Er bückte sich über um seine Schnürsenkel aufzubinden, bevor er seine Schuhe ordentlich neben den anderen auf einem Teppich im Flur hinstellte. Er runzelte die Stirn, als keine Antwort kam. Normalerweise, wenn er von irgendwo nach Hause kam, wurde er von mindestens einem Mitglied des Haushaltes begrüßt, wobei es gewöhnlich die Kinder waren. Aber an diesem Tag begrüßte ihn nur Stille. Er zuckte mit den Schultern, als er dachte, dass Vegeta sie vielleicht irgendwohin zum Training geschleppt hatte und dass Bulma mit ihrem Vater zusammen im Labor war. Da er zu faul war um nach ihren Kis zu fühlen, machte er sich auf den Weg in die Küche, wo er Mrs. Briefs vermutete, doch fand nur einen leeren Raum vor. Seufzend ließ er dort seine Tasche fallen und drehte sich um. Es gab noch ein Zimmer mehr, neben der Küche und dem Gravitationsraum, wobei er den letzteren garantiert nicht besuchen wollte, da er sich vorstellen konnte, im Moment besseres vorzuhaben als mit Vegeta zu trainieren, falls er dort war, und das wäre das Wohnzimmer.

Und Tatsache, ohne sich überhaupt konzentrieren zu müssen, konnte er die Kis der drei Kinder drinnen spüren, und wenn das ihren Aufenthaltsort nicht verraten hätte, dann hätten ihre lauten Stimmen genau das getan. Die Tür stand offen und sie schienen sich wieder einmal zu streiten. Er überlegte, ob er einfach hineingehen sollte um den Streit zu unterbrechen oder draußen warten sollte um zuzuhören, doch die Neugier siegte und er beschloss zu lauschen. Wenn es zu schlimm werden sollte, konnte er immer noch eingreifen, bevor sie sich wörtlich an die Kehle gingen. Er senkte sein Ki soweit, damit sie es nicht spüren konnten und stand neben der Tür, wobei er seinen Hals gerade genug streckte, damit er sie auf der Couch und auf dem Fußboden vor dem Fernseher sitzen sehen konnte. Dem nach zu urteilen, was er sehen konnte, lief gerade eine dieser täglichen Seifenopern, doch die Kinder schienen ihr nicht viel Aufmerksamkeit zu schenken – zumindest nicht mehr.

„Ich sag's doch! Irgendwie muss das was besonderes sein! Warum würden sie es sonst die ganze Zeit machen?", argumentierte Jenny.

„Aber ich hab noch nie gesehen, dass Mom und Dad das machen!", widersprach Trunks. „Und was ist mit Gohan?"

„Gohan kann das nicht machen, weil er keine Freundin hat!", sagte das Mädchen sofort. „Und außerdem scheinen all die Leute das zu mögen."

Wovon zum Teufel sprechen sie?, wollte Gohan wissen und trat einen Schritt näher an die Tür heran.

„Vielleicht tun sie nur so, damit sie den anderen nicht verletzen, weil ich nämlich an bessere Sachen denken kann als meine Zunge in den Mund von jemand anderen zu stecken. Da müsst ihr mir zustimmen."

Gohans Mund fiel bei dem, was Trunks gerade gesagt hatte, offen. Sie sprachen vom Küssen! Und zwar nicht nur von dem harmlosen Schmatzer auf die Wange oder auf die Lippen, sondern von Zungenküssen! Okay, Bulma hatte ihn gewarnt, dass der Tag kommen würde, an dem sie davon sprachen, aber sie waren sieben und acht Jahre alt um Dendes Willen! Viel zu jung um über so ein Thema zu sprechen!

„Nun..."

Jennys zögerliche Antwort wurde unterbrochen, als Goten, der die ganze Zeit ganz still gewesen war, sich plötzlich entschloss, seinen Senf dazuzugeben. „Warum versucht ihr es nicht?"

„Warum sollen wir es versuchen?", fragte das Mädchen. „Warum versuchst du es nicht? Du hast die Frage immerhin gestellt."

„Ja, richtig!", stimmte Vegetas Sohn schnell zu und fuhr dann, mit einer perfekten Nachahmung von Gokus jüngstem Sohn, fort: „Ich fragt mich, warum sich all diese Paare die ganze Zeit küssen. Wisst ihr das?"

Der Teenager starrte seinen jüngeren Bruder entsetzt an. Diese Worte aus dem Mund seines unschuldigen kleinen Bruders? Wann war es soweit gekommen? Aber als er genauer darüber nachdachte, kam er zu dem Schluss, dass diese Frage tatsächlich unschuldig war. Eine unschuldige und neugierige Frage aus dem Mund eines unschuldigen und neugierigen Kindes. Er konnte unmöglich die wahre Bedeutung von so einem Kuss wissen.

„Aber... Ich kann nicht. Jenny ist meine Schwester und ich kann meine eigene Schwester nicht so küssen und nun, du und ich, wir sind Jungs und Vegeta sagte doch mal, dass Jungs keine Jungs küssen…", versuchte Goten sie zu überzeugen. „Als können wir es nur herausfinden, wenn ihr euch küsst."

Trunks und Jenny starrten sich an; beide hatten ihre Arme vor der Brust verschränkt und hatten einen ähnlichen finsteren Ausdruck auf ihren Gesichtern. Gohan betete im Stillen zu Dende, dass sie diesen Vorschlag schnell verwerfen würden, doch er wurde von dem jungen Hüter sehr enttäuscht, als beide Kinder ihre Haltung lockerten und seufzten; sie gaben sich der Idee des schwarzhaarigen Jungen offensichtlich geschlagen.

„Okay, ich bin dabei", sagte Jenny. „Aber denk bloß nicht, dass dieses Experiment irgendwas zwischen uns ändert, Shorty, ich mag dich nämlich immer noch nicht."

Der Junge schnaubte als Antwort. „Wer bin ich, dass ich an so etwas denken würde? Nur zu deiner Information, ich mag dich auch nicht."

„Gut, nun, da das geklärt ist, lass es uns hinter uns bringen."

Gohan hielt seinen Atem an, als er sah, wie seine Schwester und der Junge, den er als einen weiteren Bruder betrachtete, die Entfernung zwischen sich minimierten, sich nach vorne lehnten und ihre Lippen aufeinander drückten. Doch dabei blieb es nicht. Sowohl Trunks wie auch Jenny öffneten ihre Lippen und ließen ihre Zungen in den Mund des anderen gleiten. Er wollte so verzweifelt etwas tun, doch er war wie festgefroren, als er beobachtete, wie seine Schwester und Vegetas Sohn sich das erste Mal küssten. Deshalb war er sichtlich erleichtert, als sie sich plötzlich mit angeekelten Ausdrücken auf ihren Gesichtern trennten. Trunks tat so als musste er würgen und Jenny rieb sich wie wild ihren Mund mit dem Ärmel ihres T-Shirts.

„Das war einfach... bäh!", rief Trunks aus.

„Ich glaube zum ersten Mal in meinem Leben muss ich dir wirklich zustimmen", sagte Jenny.

Gohan seufzte. Nun, da das vorbei war, konnte er sich endlich wieder bewegen und beschloss, dass jetzt ein guter Zeitpunkt wäre sich zu zeigen. „Hey ihr Zwerge! Was macht ihr hier?" Drei Gesichter wandten sich ihm zu, wobei zwei mehr Schock zeigten als das dritte, welches jedoch auch ein wenig rot war. Zumindest kann ich jetzt sicher sein, dass sie so etwas nicht wieder tun werden, dachte Gohan.

„Wir? Nichts... Wir schauen nur fern… Wie war dein Tag?", versuchte Jenny schnell die Aufmerksamkeit von ihnen abzulenken. „Wir trainieren doch morgen, oder?"

„Sicher doch", antwortete Gohan, doch plötzlich fiel ihm was ein. „Ich meine, es tut mir Leid, aber ich kann nicht. Ein Mädchen aus meiner Klasse bat mich mit ihr zu trainieren und wir wollten uns morgen treffen."

„Gohan hat eine Verabredung", witzelte Goten.

„Nein!", antwortete sein älterer Bruder heftig und man konnte jetzt auch ein bisschen Röte auf seinem Gesicht sehen. „Es ist nur... Das Mädchen hat herausgefunden, dass ich Saiyaman bin und nun erpresst sie mich mit dem Wissen, damit ich ihr Flugstunden gebe..."

„Hey Gohan, du bist früh heute", stellte Bulma, die plötzlich in der Tür stand, fest.

„Gohan hat eine Verabredung!", wiederholte Gohan wieder und lief an Bulma vorbei durch die Tür, als sein Bruder ihm einen scharfen Blick zuwarf, gefolgt von den anderen beiden Kindern.

„Aha, der zweite Schultag ist gerade vorbei und Gohan hat schon ein Mädchen kennen gelernt... Das ist interessant." Bulmas Augen leuchteten ganz merkwürdig.

„So ist es nicht", knurrte der Teenager und ließ sich auf die Couch fallen. Bulma setzte sich auf den Sessel gegenüber und wartete auf eine Erklärung. „Ich hab dir doch gestern von diesem Mädchen erzählt, Videl Satan, erinnerst du dich? Nun, sie hat heute herausgefunden, dass ich Saiyaman bin und erpresst mich nun, damit ihr ich beibringe zu fliegen und zum Budokai gehe, das in einem Monat stattfindet."

„Ich verstehe... Wird sie morgen hierher kommen oder gehst du zu ihr?"

Der jugendliche Saiyajin schüttelte seinen Kopf. „Nein, ich hab sie gebeten, sich mit mir auf der auf dem großen Feld in der 439. Bergebene treffen. Das war der einzige Ort, an den ich denken konnte, wo uns niemand stören würde."

„Gohan...", sagte Bulma besorgt.

„Es ist okay, Bulma... Das Feld ist ein paar Kilometer von... du weißt schon… entfernt." Er streckte seine Glieder von sich und stand mit einem Lächeln auf seinem Gesicht, bei dem Bulma nicht sehen konnte, ob es gestellt war oder nicht, von der Couch auf. „So, ich muss noch ein paar Hausaufgaben machen... Du rufst mich, wenn das Essen fertig ist, ja?"

„Natürlich Gohan. Übrigens... was das Budokai angeht… Ich glaube, du solltest den anderen davon erzählen. Vielleicht wollen sie auch teilnehmen. Es wäre wie in alten Zeiten."

Gohan nickte. „Du hast Recht. Ich frage sie, wenn ich mit meinen Hausaufgaben fertig bin."

Bulma beobachtete mit einem besorgten Lächeln auf ihrem Gesicht, wie Gohan das Wohnzimmer verließ. Sie wusste nicht, was sie von seiner Entscheidung, das Mädchen an diesem Ort zu trainieren, halten sollte. Aber es gab auch einen kleinen Hoffnungsschimmer. Vielleicht würde der Junge es nach all diesen Jahren endlich schaffen, den Tod seiner Eltern zu bewältigen. Er war wirklich ein guter Schauspieler, der überall, wo er auftauchte, ein tapferes Gesicht zeigte, doch Bulma wusste, dass es genau das was – Schauspielerei. Eine Front um sich und die Menschen um sich herum davon zu überzeugen, dass es ihm gut ging, wenn es in Wirklichkeit nicht so war.


Gohan war erleichtert, als die Schule am folgenden Tag endete. An diesem Tag war nichts schiefgelaufen und er hoffte, dass es den Rest des Tages so blieb. Nun, da Videl dachte, sie wüsste, was er vor ihr verheimlichte, war sie in seiner Gegenwart viel freundlicher und starrte ihn nicht mehr so an, als wollte sie mit ihrem Blick zwei Löcher durch ihn bohren. Sie konnte sogar – nett – sein, wenn diese ganze ‚Erpressungsgeschichte' nicht wäre.

Eine weitere Sache, die zu seiner guten Laune beitrug, war die Tatsache, dass er nicht der einzige sein würde, der zum Budokai ging. Sobald Vegeta davon gehört hatte, hatte er verkündet, dass er auch käme, davon überzeugt, dass er den jüngeren Saiyajin in den letzten Jahren eingeholt hatte. Doch nicht nur Vegeta wollte teilnehmen, sondern auch Krillin und seine Frau Juuhachigou, Piccolo und besonders die Kinder, die davon absolut begeistert waren. So würde Gohan zumindest nicht der einzige mit herausragenden Kräften und Fähigkeiten sein und das Tenkaichi Budokai versprach in diesem Jahr ein ziemlich interessantes Ereignis zu werden.

Son Gohan landete auf dem Feld, auf das er schon seit fast acht Jahren keinen Fuß mehr gesetzt hatte, und das erste was er tat, war sich umzuschauen. Nichts hatte sich verändert. Es schien fast so, als ob in dieser Region in den letzten Jahren die Zeit stillgestanden hatte. Diese Tatsache machte es für ihn nicht einfacher dort zu sein und er zweifelte plötzlich an seiner Entscheidung, diesen Ort als Trainingsplatz für Videl zu nehmen. Doch er konnte nicht mehr zurück, da er schon die Geräusche von dem Copter des Mädchens hörte. Er hätte viel früher hier ankommen sollen, doch je näher er gekommen war, desto langsamer war er geworden. Er hatte auch gezielt einen Umweg geflogen, damit er nicht über den einen Platz fliegen musste, zu dem er nie wieder gehen wollte, geschweige denn sehen wollte. Das war seine Vergangenheit und er hatte sie hinter sich gelassen...

Er wandte seinen Blick dem Himmel zu und sah schon bald einen gelben Fleck auf sich zukommen. Er bewegte sich nicht von der Stelle, wo er stand und löste seine Augen nicht von dem Copter, bis er direkt vor ihm landete und Videl, wie gewohnt in ihrem großen T-Shirt und Shorts gekleidet, heraussprang.

„Nun, Son Gohan, hier bin ich und nun zeig mir, wie man fliegt." Gleich auf den Punkt. Das Mädchen war wirklich entschlossen, bemerkte Gohan. Das könnte zu ihrem Vorteil sein. Ihr Ki war hoch genug und diese Zielstrebigkeit konnte ihr nur helfen, sich auf ihre Aufgabe zu konzentrieren.

„Okay." Gohan zeigte ihr, sich hinzusetzen, und tat das gleiche. „Die Kunst des Bukuu, oder in anderen Worten zu fliegen, ist eigentlich ziemlich einfach. Es ist nur Ki-Kontrolle..."

„Ki-Kontrolle?", fragte Videl verwirrt. „Was genau ist Ki?"

„Öhm, du weißt nicht, was Ki ist?" Gohan war verblüfft. Wenn sie nicht wusste, was Ki war, würde es das ganze noch schwerer machen. „Vielleicht hat deine Familie einen anderen Namen dafür, zum Beispiel Macht oder Energie. Es ist praktisch deine Lebensenergie."

„Mein Dad nennt es gewöhnlichen faulen Zauber."

„Nun, es scheint, dass du wirklich nichts über Ki weißt... Das wird dein Training verlängern, aber ich bin mir sicher, dass du es schaffen wirst, es zu kontrollieren."

„Und wie mach ich das?"

„Öhm, erst musst du dich entspannen und dich konzentrieren. Versuche an nichts zu denken und lass die Energie in deinem Körper frei fließen", erklärte Gohan. Er machte es sich bequemer, als er sah, wie Videl konzentriert ihre Augen schloss. Ihre Brauen zogen sich zusammen und er konnte bald sehen, wie sich ihre Muskeln verspannten und kleine Schweißtropfen auf ihrer Stirn erschienen. „Sei nicht so angespannt. Du kannst dein Ki nicht allein durch Kraft herauszwingen. Das wichtigste ist, dass du entspannt bist und dich konzentrierst. Lass es einfach zu dir kommen. Atme ruhig und regelmäßig. Hier, halte so deine Hände." Er half ihr, ihre Hände so wie eine Schale vor sich zu halten. „Und nun einatmen, ausatmen, einatmen, ausatmen..." Er bemerkte, dass die Falten in ihrer Stirn verschwanden und wie die Verspannungen in ihrem Körper nachließen. Er nickte zufrieden. So würde sie es heute schaffen.

Stunden vergingen und Gohan selbst hatte angefangen zu meditieren um die Zeit zu vertreiben, bis er plötzlich einen Unterschied in Videls Ki bemerkte. Er öffnete seine Augen und sah sofort den kleinen blauen Ball zwischen ihren Handflächen. „Glückwunsch... Du hast es geschafft."

Videl starrte mit Verwunderung den kleinen Energieball, der so einfach zwischen ihren Handflächen schwebte und dessen blaues Licht sich in ihren Augen spiegelte, an. „Wow." Sie schaute zu Gohan auf und durch den plötzlichen Konzentrationsverlust verschwand der Ball wieder. „Kann ich jetzt lernen, wie man fliegt?"

„Hey, hey", lachte Gohan ein wenig. „Du hast es gerade geschafft, einen kleinen Teil deines Kis zu kontrollieren, aber um zu fliegen, wirst du mehr brauchen. Wir sollten morgen weitermachen, wenn du willst. Es hat keinen Sinn mehr, jetzt weiterzumachen, außerdem wird es schon dunkel." Er blickte zum Himmel und sofort erschien ein düsterer Ausdruck auf seinem Gesicht. Ja, es war dunkel, aber nicht nur durch die untergehende Sonne, sondern auch und noch wichtiger durch schwarze Wolken, die bedrohlich über ihnen lauerten. Er bemerkte auch jetzt erst, dass es in den letzten Stunden merklich kälter geworden war und dass der Wind scheinbar stärker geworden war, viel stärker. Donner grollte gefährlich nahe und nur eine oder zwei Sekunden später konnten sie einen Blitz sehen. Es war nur noch eine Frage der Zeit bis es anfing zu regnen.

„Das sieht nicht gut aus", bemerkte Videl und rieb ihre nackten Arme.

„Nein, das tut es nicht", stimmte Gohan zu. „Du solltest jetzt wirklich gehen."

Noch ein Donner, gefolgt von noch einem Blitz. Dieses Mal noch näher. Der Wind schien noch mehr Geschwindigkeit zu sammeln, sodass sogar stärkere Bäume begannen sich zu biegen. Die ersten Regentropfen fielen.

Gohan fluchte leise. Er hätte den Wandel im Wetter früher bemerken müssten. Nun sollte es für Videl zu spät sein, den ganzen Weg durch den Sturm zurück zu fliegen. Egal wie gut sie war, der Sturm würde sie schließlich einholen und er wollte nicht wissen, was dann passieren würde. Aber nun waren sie draußen und ungeschützt, willige Ziele für einen Blitz. Sie mussten von diesem Feld verschwinden, doch nur wohin?"

Als ob sie seine Gedanken las, rief Videl plötzlich über den Wind: „Ich glaube nicht, dass mein Copter den ganzen Weg nach Hause in diesem Sturm schaffen würde, aber ich habe auf meinem Weg hierher ein Haus gesehen. Es ist nur ein paar Kilometer weg. Wir sollten es mit dem Copter dorthin schaffen." Sobald diese Worte ihren Mund verlassen hatten, hatte sie schon die Tür zum Pilotensitz geöffnet. Sie stieg ein, schloss die Tür und öffnete dann die Tür auf der anderen Seite. „Gohan, komm schon!"

Die Regentropfen vermehrten sich und wurden härter, doch Gohan starrte nur auf die offene Tür. Er war wie gelähmt. Gelähmt vor unerklärlicher Furcht und Schmerz. Sein ganzer Körper zitterte. Er brauchte nicht dorthin gehen. Er würde es unbeschadet durch den Sturm schaffen. Doch er konnte Videl nicht alleine lassen. Er fühlte sich hier draußen irgendwie für sie verantwortlich. Er hatte schon zu viele Leute, um die er sich sorgte, enttäuscht und er würde nicht noch jemanden enttäuschen, nur weil er seine Gefühlte nicht unter Kontrolle hatte!

Ein weiterer brüllender Donner direkt über ihnen, gefolgt von einem weiteren verzweifelten „Gohan!" war alles, was er brauchte, um aus seinem Schockzustand gerissen zu werden. Ohne zurückzuschauen rannte er zu der offenen Tür, stieg ein und zog sie hinter sich zu, bevor er in einem hoffnungslosen Versuch seinen Körper zu beruhigen seine Augen schloss, als der Copter in den Himmel stieg und in die Richtung von dem Haus flog, zu dem er geschworen hatte, niemals wieder zurückzukehren.