Life Renovations

Kapitel 14

To The Hollow

Hermine konnte nicht schlafen und da es nur noch eine Stunde bis Sonnenaufgang war, dachte sie darüber nach wieder in die Bibliothek zurückzukehren. Nachdem Draco sie letzte Nacht verlassen hatte, erkannte Hermine, dass sie dumm war im Bezug darauf, wie sie die Liste führte. Das Buch, das Severus Harry und Draco gegeben hatte, schrieb der magische Kreaturen Seelengefährten-Bund entstand nur, wenn die Natur die Art einer magischen Kreatur erhalten wollte, bevor sie ausstarb. Hermine ging die Liste noch einmal durch und strich sie zusammen, bis sie nur noch etwa ein drittel der Länge hatte.

Es gab nicht viele Kreaturen, die kurz vor dem Aussterben standen und Eigenschaften hatten, die auch die Jungs zeigten. Hermine hatte erst an Vampire gedacht, aber Vampire standen schwerlich vor dem Aussterben und sie hatten auch nicht diese Katzenaugen-Sache, die für sie sprechen würde, so wie Harry und Draco. Sie zog in Betracht, dass, statt das der Bund eine Kreatur vorm Aussterben bewahrte, wahrscheinlicher Harry und Draco dabei waren eine neue Mischlingsrasse zu kreieren und Vampir könnte ein Teil davon sein; was den Seelengefährten gut gefallen würde, da sie so wahrscheinlich noch immer menschlich aussahen. Severus war derjenige gewesen, der den neue Artenmöglichkeit erklärt hatte und sie war sich fast sicher, dass es das war, was passierte.

Sie war so vertieft in ihre Gedanken und Notizen, dass Hermine der getarnte Zauberer nicht auffiel, der in die Bibliothek glitt, und sobald er sie lokalisiert hatte, suchte er sich weiterhin einen Sessel mit einem guten Ausblick und setzte sich, beobachtend. Er wusste, sie würde seine Gegenwart niemals bemerken, da sein Desillusionierungszauber besonders stark war. Und er beobachtete Hermine Granger für Stunden. Der Zauberer sah, wie ein Hauself erschien mit einem Kaffee für die Hexe, als endlich die Sonne aufging, und war leicht amüsiert, als sie begann die Kreatur über Hauselfenrechte und Gleichstellung für magische Kreaturen aufklärte. Zum Schluss verschwand der Elf mit einem ängstlichen Quietschen, die Hexe frustriert aussehend zurücklassend, aber deswegen nicht weniger entschlossen.

Als die Zeit verging, beobachtete der Zauberer in irritierender Stille, wie Severus Snape hereinkam und dazu überging eine Konversation mit der Hexe anzufangen und während sie Severus ihre Gedanken zum magischen Kreaturen-Bund erklärte, erkannte der versteckte Zauberer, dass etwas unter der Oberfläche brodelte zwischen den zwei Leuten, die sich leise an dem Tisch unterhielten.

„Hast du Harry oder Draco diesen Morgen schon gesehen?", fragte Severus, während er Hermines ausführliche Notizen überflog.

„Nein, ich habe nur einen Hauself gesehen." Severus schnaubte und Hermine schaute ihn finster an. „Was?"

„Ich nehme an, dass du versucht hast ihn vom rebellieren und Lohn zu überzeugen, von bezahltem Urlaub und davon, für seine Rechte einzustehen."

„Ich habe ihn nur daran erinnert, dass er den Zauberern einen großen Dienst tut und man ihm dafür entsprechend danken sollte.", antwortete Hermine mit einem Huff. „Du hast Hauselfen, oder Severus? Sicherlich musst du den Schaden sehen, den wir verursachen, wenn wir diese Kreaturen ignorieren …"

Severus schloss seine Augen bevor er sie verdrehte. Er würde sich nicht in eine .R Diskussion ziehen lassen. „So sehr ich auch sagen möchte, dass ich bleiben und mich über Hauselfen unterhalten möchte, kann ich es nicht, da ich es nicht will."

Hermine schaute nun wirklich finster und überraschte damit Severus. „Gut, ich werde für nun nicht mehr über Elfen reden. Wie auch immer, ich wollte mit dir über Harrys Geburtstag reden."

„Gibt es etwas, was du vergessen hast zu erwähnen?"

„Nein, es geht nicht um den Bund. Ich will ihm eine Geburtstagsfeier schmeißen. Ich will, dass es eine Überraschung wird. Ich denke nicht, dass er jemals eine richtige Geburtstagsfeier hatte."

„Ich denke, das kann arrangiert werden. Hast du schon an einen bestimmten Tag gedacht?" Er wurde für sein Mitdenken mit einem strahlenden Lächeln belohnt, dass seinen Bauch verknotete und auch andere Organe stimulierte.

„Wäre nach der Transformation nicht am Besten? Sobald sie sich daran gewöhnt haben."

Severus dachte darüber nach und schüttelte dann seinen Kopf. „Nein, wir werden die Feier in der Nacht haben. Es könnte ihm und Draco gut tun. Du kannst seine Freunde nach Snape Manor einladen und von da dann machen, was du willst. Wird dich das zufriedenstellen, Hermine?", schnurrte er sie an, sich an der hellen Röte erfreuend, die ihr Gesicht einnahm. Hermine lächelte schüchtern und nickte. Für einen Moment war es still bevor beide erkannten, wie die Dynamik in ihrer Beziehung sich geändert hatte.

Severus stand auf und ohne ein weiteres Wort floh er aus der Bibliothek. Hermine leise hinter ihrer Hand kichernd zurücklassend. Der unsichtbare Zauberer schüttelte seinen Kopf. Severus Snape wurde von einem Mädchen zu Boden gebracht. Es war fast widerlich.

Eine weiter Stunde verging und endlich wurde die Hexe von ihrer rothaarigen Weasleyfreundin aus der Bibliothek gezerrt. „Ehrlich, Hermine. Ich weiß, dass du versuchst, Harry und Draco zu helfen, aber die ganze Nacht in der Bibliothek zu bleiben wird niemandem helfen, wenn du zusammenbrichst, weil du nicht geschlafen oder gegessen hast. Du wirst fast so schlimm wie Harry und Draco."

„Du bläst das viel zu stark auf.", murmelte Hermine, als sie ihre Pergamente zurück in ihre Tasche stopfte. Sie wusste, Ginny würde sie nicht in Ruhe lassen, bis sie die Bibliothek für eine Zeit ruhen lies.

„Tu ich nicht. Das ist sowieso nicht wichtig. Wir gehen aus und kriegen etwas Bewegung.", sagte Ginny, als sie begann Hermine zu helfen die Bücher zurückzustellen, damit sie bereit waren, wenn Hermine zurückkehrte. „Wir werden durch die Winkelgasse gehen, Dinge kaufen mit dem Geld, dass ich Draco gestohlen habe -"

„Ginny!"

„Besuchen Fred und George, lachen etwas … und verursachen vielleicht etwas Ärger für Dumbledore. Das wird ein Spaß werden. Komm schon!"

Die zwei Hexen begann hinaus zu gehen. „Severus hat uns die Erlaubnis gegeben, morgen in seinem Manor für Harry eine Überraschungsgeburtstagsparty zu schmeißen.", sagte Hermine fröhlich. Der Zauberer beobachtete Miss Weasley, wie diese sich umwandte und ihre Freundin anstarrte, und sie gingen durch die Tür und verschwanden aus seinem Blickfeld. Er hörte Miss Weasley etwas sagen, obwohl es zu leise für ihn war, um die Worte zu verstehen. Eine Sekunde später rief Miss Granger aus: „Ginny!" Miss Weasleys Lachen folgte ihr die Halle hinunter.

Und der Zauberer blieb sitzen, seinen bizarren neuen Gedanken nachsinnend.


Der Klumpen unter der schwarzen Bettdecke stöhnte und drehte sich um, gähnte dann heftig, bevor er sich streckte. Dann wurde er wieder still und ruhig. Draco verdrehte die Augen. „Harry?", sagte er noch einmal, am Fuße des Bettes stehend mit einem Handtuch um der Hüfte, seine Haare noch immer tropfnass von der Dusche. Er und Harry hatten bis Mittag geschlafen, was Draco nicht wirklich überraschte, da sie nicht wirklich geschlafen hatten seit sie gestritten hatten. Und er konnte sich vorstellen, dass nach der letzten Nacht Harry wahrscheinlich erschöpft war. Aber er wollte Harry nicht den ganzen Tag verschlafen lassen. Sie mussten sich darüber unterhalten, was passiert war, Harry helfen darüber hinweg zu kommen und anzufangen seine Rache zu planen, da Draco sich ziemlich sicher war, dass Harry Rachen haben wollen würde, und wenn nicht, würde sich Draco für ihn rächen.

„Harry, du musst aufwachen."

Der Klumpen murmelte nur unverständlich und drehte sich wieder um. Draco seufzte und kehrte ins Bad zurück. Unter der Bettdecke flatterten Harrys Augen auf und zuerst wunderte er sich, wo er war und warum er von schwarzer Dunkelheit umgeben war. Es dauerte, bis er Draco überall um sich herum roch, dass er sich an letzte Nacht erinnerte und das er endlich in Dracos Bett war. Harry war etwas klarer im Kopf an diesem Morgen, aber er war in keinem Fall über den Fakt hinweg, dass Severus behauptete James Potter hätte Lily Potter getötet und Dumbledore hätte James Potter unter den Imperius Fluch gesetzt, damit dieser das tat.

Harry vergrub sein Gesicht in Dracos Kissen und atmete tief ein, getröstet vom Geruch seines Seelengefährten ließ er seinen Körper Zoll für Zoll entspannen, nur um sich wieder zu versteifen, als er fühlte, wie sich die Bettdecke anhob und Draco darunter schlüpfte und Harrys Rücken gegen seine Brust zog. „Ich weiß, dass du wach bist, Harry."

Harry legte seine Hand über die blasse, die warm gegen seine Brust drückte. „Nur noch ein paar Minuten mehr."

„Also gut, noch ein paar Minuten."

Draco zog sich zurück, ließ seine Finger dabei Harrys Brust hinunter wandern, ging tiefer und ließ die Spitzen seiner Finger Harrys Schritt streifen, ein Keuchen von dem Brünetten lockend. Draco plante aufzustehen und sich weiter fertig zu machen für den schnell vergehenden Tag, als Harry sich plötzlich umdrehte und einen Arm um Dracos Taille legte.

„Bleib bei mir?" Harry errötete und versteckte seinen Kopf an Dracos nackter Brust, was ihn noch mehr erröten ließ. Es war ihm nicht aufgefallen, dass Draco nur Boxer an hatte. Gegen seinen Schritt konnte Harry Dracos erwachendes Interesse spüren, aber anstatt danach zu handeln, fuhr Draco zärtlich mit seinen Fingern durch Harrys Haare.

„Geht es dir gut? Willst du darüber reden, was letzte Nacht passiert ist?" Draco zuckte zusammen, als sich Harrys Fingernägel in seine Haut gruben.

„Yeah, aber erst … wo ist mein Zauberstab?"

„Unter deinem Kissen." Draco beobachtete neugierig, wie Harry seinen Zauberstab holte und damit gegen seinen Mund tippte, blitzartig seine Zähne reinigend und sich um den morgendlichen Mundgeruch kümmernd.

„Ich habe dich vermisst, obwohl du ein verdammter arroganter Depp bist …" Harry sagte dies, während er seine Hand ausstreckte um sanft Dracos Gesicht zu streicheln.

Draco rümpfte die Nase und streckte sie nach oben. „Ich habe dich überhaupt nicht vermisst, du selbstgerechter Bastard.

Harry grinste und umfasste Dracos Nacken, den Blonden hinunter bringend für einen Zehen krümmenden Kuss; er fuhr die leckeren Lippen des Blonden mit seiner Zunge nach, sich an dem Zittern erfreuend, das durch Dracos Körper lief. Als Draco Harry auf seinen Rücken drehte und seinen gut gebauten Körper über ihm ausstreckte, stieß der Brünette seine Hüfte nach oben. Draco umschlang mit seiner Zunge Harrys ein weiteres Mal hungrig, bevor er sich zurückzog und seinen Kopf schüttelte.

„Hör auf mich ablenken zu wollen, Harry. Es wird nicht funktionieren."

Harry seufzte und legte seine Arme um Dracos Rücken, den Blonden wieder nach unten bringend, so dass sein Kopf neben Harrys auf dem Kissen lag und silberne Augen geduldig in die seines Geliebten schauten.

„Ich … letzte Nacht habe ich Severus mit deinem Vater, Sirius und Remus reden gehört. Ich wollte nicht zuhören, aber dann hat Sirius meinen Namen gesagt und sie haben sofort darüber geredet, wie Dumbledore schon immer geplant hatte, Tom Riddle zu Voldemort zu machen …" Draco wollte Fragen stellen, aber er wusste, Harry würde ihm alles sagen, was er wusste. „Ich konnte mich nicht bewegen, also stand ich da, und sie haben begonnen über Severus Loyalität zu reden, eine Sache hat zur anderen geführt und er sagte, dass er zum Dunklen Lord zurückgekehrt sei, weil Voldemort doch nicht meine Mutter getötet hätte. Es war mein Vater, der es getan hat. Dumbledore hat angeblich meinen Vater unter den Imperius Fluch gestellt und ihn dazu gebracht Mum zu töten."

„Wie hat Severus die ganzen Informationen erfahren und warum denkt er nicht, dass es eine Lüge ist?"

„Weil,", sagte Harry ernst, seine grünen Augen dunkel werden. „diese Erinnerungen eigentlich hätten zerstört werden sollen nachdem es passiert war, aber irgendwie hat Severus sie gefunden. Und wir wissen alle, dass Denkariumserinnerungen nicht wirklich gefälscht werden können ohne das es jemand merkt und Severus würde es wissen, wenn er eine falsche Erinnerung anschauen würde." Harry setzte sich schnell auf; seine Augenbrauen waren gerunzelt, während er überlegt. „Ich will diese Erinnerungen sehen. Ich muss sie sehen, bevor ich irgendetwas anderes mache."

„Dann werden wir Severus fragen, sie dir zu zeigen. Lass uns anziehen und wir werden gehen und das tun."

Wieder machte Draco Anstalten aufzustehen, aber Harry war schneller und Draco fand sich bald flach auf dem Rücken liegend mit einer juwelenäugigen Schönheit auf sich sitzend, die ihn unter schweren Augenlidern anschaute. Draco stöhnte und griff nach Harrys Hüften, als der Griffindor seine Lippen befeuchtete. Draco schaute ihn ehrfürchtig an, schon wieder, überwältigt von dem, was er für den sanft lächelnden Griffindor fühlte. Warum hatte er Harry noch nicht gesagt, was er für ihn fühlte? Er wusste, Harry konnte das meiste davon fühlen, aber Draco wollte die Worte richtig sagen.

Jedes Mal, wenn er den Mund öffnet um das zu tun, hielt ihn etwas davon ab. Er schämte sich zuzugeben, dass er Angst hatte. Es war dumm, weil er fühlen konnte, was Harry fühlte und das es das gleiche war, aber auch Harry sagte niemals die Worte und er wusste nicht, wie er fühlen würde, wenn Harry sie nicht erwidern konnte, wenn er sie sagte. Draco nahm an, Harry war noch nicht so weit. So viel war schon in so kurzer Zeit passiert, dass es verständlich war, dass jemand wie Harry einige Zeit brauchte. Draco war nur erstaunt darüber, dass er so viel in so kurzer Zeit fühlen konnte und sich trotzdem dafür bereit zu fühlen. Er genoss jedes neue Gefühl, dass seine Beziehung mit Harry brachte, da er, wie Harry, niemals wirklich dachte, dass er dies haben könnte.

Harry grinste, leckte dann seine Lippen und bewegte sich langsam über Draco, den Blonden dazu bringend zu keuchen, als all seine Gedanke bis auf einer verschwanden. Draco drückte seinen Rücken vom Bett um so viel Reibung wie möglich zu bekommen und brach dann regelrecht Knochenlos zusammen, als Harry begann sich von selbst gegen ihn zu bewegen in einer langsamen Folter, während seine Augen hungrig über Dracos Körper fuhren, das Bild in seine Erinnerung brennend, bevor er seinen Kopf senkte um mit seiner Zunge über Dracos blasse, muskulöse Brust zu fahren, über seine Nippel, dem Slytherin erotisch zitternde Keucher entlockend. Harry fasste hinunter um Dracos Erektion durch seine Boxer zu umfassen und schloss seine Augen in Seligkeit wegen Draco antwortendem Zischen. Harry presste Dracos Schwanz nach oben gegen seinen eigenen, während er sich weiterhin an ihm rieb.

Dracos ganze Sinne begannen zu brennen unter der intensiven Lust, die zu ihm durch den Bund kam. Es war fast zu viel; Harrys Lust zu fühlen genauso wie seine eigene, aber Draco wollte mehr und vor dem Ende war er verloren, als er seinen Kopf zurückwarf und Harrys Namen hinausschrie.

Harry küsste sich wieder Dracos Oberkörper hinauf, seinen Hals entlang und blieb an Dracos verführerischen Mund hängen. Harry bewegte sich nach vorne, bis seine Lippen gegen Dracos Ohr strichen, ihre Hüften setzen ihre schnelle Bewegung fort. Du bissst ssso heisss in diesssem Zzzussstand, Draco.

Draco kam mit einen scharfen Schrei, seine Finger in Harrys Hüfte vergrabend, während sein Gefährte weiterhin vor und zurück wiegte bis auch er kam mit nur einem sexy kleinen Wimmern, als er zum Schluss atemlos zurückgelassen wurde. Sie lagen zusammen, versuchend ihren Atem und ihre Sinne wiederzuerlangen, und Draco dachte darüber nach noch einmal einzuschlafen und Harry als Decke zu nutzen. Das klang eigentlich wie eine brillante Idee.

Leider hatte Harry andere Pläne und sobald er dazu in der Lage war sich zu bewegen, tat er das auch. „Jetzt können wir aufstehen." Er küsste Draco flüchtig auf die Lippen und sprang dann von ihm runter, vom Bett und in das Badezimmer; Draco verschwitzt, verklebt und noch immer heiß auf seinen Gefährten zurücklassend.

Ich nehme an, das habe ich verdient. Draco brummte, bevor er aus dem Bett rollte, seine Haare wieder einen Kamm brauchend. Er seufzte und ging zu seinem Badezimmer, einen Reinigungszauber über Schweinerei sprechend, während er das tat. „Mach die Tür auf, Harry!" Warum in Merlins Namen, musste Harry die Tür verschließen?

„Nein, ich brauche eine Dusche und wenn ich dich hereinlasse, wirst du mich ablenken."

Draco grinste. Das war wahr. „Ablenkung ist normalerweise spaßig.", sagte er überzeugend durch die Tür.

„Nein."

„Ich muss meine Haare in Ordnung bringen, also lass mich rein. Ich verspreche, nichts anzufangen."

Im Badezimmer seufzte Harry. Es war immerhin Dracos Haar. Und es wäre schrecklich unhöflich Draco warten zu lassen, bevor er sein eigenes Badezimmer benutzen konnte. Zauberstablos entriegelte Harry die Tür und sprang dann in die riesige Dusche, dankbar, dass die Glastüren, die die Dusche umgaben, blickdicht waren. Obwohl Harry einen Moment lang darüber nachdachte, wie es sein würde, wenn Draco ihm unter dem heißen Wasser Gesellschaft leisten würde, und er musste sich in die Lippe beißen wegen der immensen Lustwelle, die in ihn krachte, als Draco hereinkam. Draco begann zu pfeifen und Harry nahm an, dass der Slytherin an seinem Haar arbeitete, was Harry leicht enttäuscht zurückließ, dass Draco sein Versprechen hielt.

Vor dem Spiegel stehend, grinste Draco räuberisch. Harry musste keine Ahnung haben, dass er schickte und Draco hatte nicht vor, durchblicken zu lassen, dass er Harrys Gedanken hören konnte. Er ging nicht zu Harry, so wie sie es beide wollte, da, wenn er gehen würde, sie viel mehr tun würden, als sich gegenseitig durch einfaches gegeneinander reiben zum Höhepunkt zu bringen. Draco würde das sicherstellen. Er würde sich nicht helfen können. Und da Harry niemals Sex mit einem Jungen hatte, wollte Draco seinen Griffindor in einem Schlafzimmer und auf einem Bett verführen und Harry zeigen, wie es möglich war, viele verschiedene Welten auf einmal zu sehen. Also wand sich Draco wieder dem Spiegel zu, nachdem er einen Moment lang Harrys verschwommene Figur durch das Glas beobachtet hatte, und brachte weiterhin seine Haare in Ordnung; sich schon wieder auf die Zeit freuend, an der er seine Hände wieder auf Harrys Körper legen konnte.

Total ahnungslos gegenüber dem, was in Dracos Kopf vor sich ging, machte Harry mit seiner Dusche weiter und verlor sich in seinen eigenen Gedanken unter dem heißen, dampfenden Strahl des Wasser. Es war keine Überraschung, dass er anfing darüber nachzudenken, was er letzte Nacht überhört hatte. War klar, dass er so etwas zu hören bekam. Es war Karma, das auf ihn zurückfiel, dafür, dass er überhaupt zugehört hatte. Aber jetzt wusste er es, der Schock war auch vorbei, ihn resigniert zurücklassend und sicherer in seinen Gedanken darüber, was er und Draco als nächstes tun würden.


Hermine und Ginny sausten durch die Tür von Weasleys Zauberhafte Zauberscherze und sprinteten zur Ladentisch. Es war nie eine gute Idee bei der Tür stehen zu bleiben. Meistens hatten Fred und George diese mit Fallen versehen um ahnungslose Opfer nach Lust und Laune zu übel mitspielen zu können. Glücklicherweise schafften sie es zum Ladentisch ohne Probleme, aber es war niemand da. „Hey, Fred, George? Gibt es hier niemanden mehr, der hier arbeitet?"

„Ginny!" Zwei ähnliche Rufe kamen aus dem Hinterzimmer und einen Moment später Fred, George und sehr zum Missfallen von Hermine und Ginny, Ron kamen aus dem hinteren Arbeitszimmer.

„Ugh! Was tut er hier?", zischte Ginny Fred an, während Ron schnurstracks auf Hermine zusteuerte.

„Er hat man Mum verrückt gemacht und sie hat uns angefleht ihn zum arbeiten zu bringen. Um nicht zu erwähnen, dass Mum fast verrückt vor Sorge ist, weil ihr alle in der Todesserzentrale lebt."

„Es ist nicht mehr wirklich die Todesserzentrale. Voldemort hat die meisten Todesser gehen lassen, solange wir dort sind.", sagte Hermine, ihr bestes gebend Rons Blick zu ignorieren.

„Nein … Wirklich?"

„Ja."

Hermine zog sich von Ron zurück und schlich zu Ginny und den Zwillingen. „Wir sollten das wirklich gerade nicht besprechen." Ihre Augen bewegten sich schnell zu Ron und wieder weg. Die Anderen verstanden und nickten. „Wenn ihr zwei mehr wissen wollte, redet mit Charlie, oder noch besser, ihr solltet Harry und Draco besuchen gehen. Hoffentlich haben sie inzwischen aufgehört zu streiten."

„Ooh, Ärger im Paradies?", fragte Fred und gab Ron dann einen Klaps auf den Hinterkopf, als dieser ein würgendes Geräusch machte.

„Ja, aber da sie Seelengefährten sind und unter dem Bund stehen, ist es zweimal so schlimm. Sie machen nichts anderes außer zu Schmollen, stur zu sein und sich zu weigern den anderen zu sehen … es ist wirklich zum verrückt werden."

„Ginny!" Ron kam heran, sein Gesicht rot mit Ungeduld und Wut. „Du und Hermine müsst sofort nach Hause kommen! Ihr könnt nicht wirklich in Malfoy Manor bleiben wollen? Das ist verrückt. Ihr werdet zu Dunklen Hexen werden!"

„Ronald, ich werde nicht mit dir reden, bis du einsiehst, dass du falsch bei Harry liegst und dich bei uns allen entschuldigst, dafür, dass du so ein ungebildeter Idiot bist!", fauchte Ginny und drehte ihm dann ihren Rücken zu. Hermine gab ihm ein trauriges Lächeln, aber durch die Stellung ihres Kinns und das sture Licht in ihren Augen, war es klar, dass auch sie es sich nicht überlegen würde.

„Ihr seit alle verrückt!" Rons Hände ballten sich an seiner Seite zu Fäusten und er hielt sich zurück um nichts zu schlagen.

„Das haben wir vorher gewusst, kleiner Bruder. Wir mussten nicht daran erinnert werden.", sagte Fred und grinste mit George. Ron stolzierte wieder nach hinten, ohne Ginny und Hermine auf Wiedersehen zu sagen, beide erleichtert, ihn gehen zu sehen.

„Wir haben eine Überraschungsparty für Harry morgen und wir treffen uns alle auf Snape Manor, bevor wir woanders hingehen.!" Hermine redete weiter und ignorierte den überraschten Ausdruck der Zwillinge. „Und natürlich seit ihr zwei eingeladen. Nur … stellt sicher, dass ihr Severus Heim respektiert während wir dort sind."

„Es ist eine Überraschungsparty, sagst du? Bedeutet, Harry weiß nichts davon?" Fred schaute sie komisch an. „Hat Draco mit Snape über Harrys Geburtstag gesprochen?"j

„Nein, Draco weiß noch nichts von der Party."

„Also, was du uns sagen willst …", begann Fred.

„Der alte, biestige Snape hat unser Hermine Granger …"

„Griffindors eigenen Alleswisserin und muggelgeborenen Hexe …"

„Die Erlaubnis gegeben, eine Überraschungsparty in seinem eigenen Haus zu schmeißen …"

„Das ist es, was du sagen willst?", fragte Fred zum Ende.

„Ja, das stimmt genau. Und er nennt sie jetzt Hermine.", warf Ginny ein, bevor sie weghüpfte, als Hermine ihren Zauberstab hob.

„Wir müssen jetzt wirklich gehen, Junges. Geschenke kaufen, wisst ihr." Hermine winkte und eilte hinter Ginny her, bevor die Zwillinge weiter in sie eindringen konnten.

„Snapes Haus?" George wandte sich an seinen Bruder mit einer gehobenen Augenbraue. Fred grinste zurück. Die Zwillinge nickten zusammen und gingen zurück um sicher zu gehen, dass Ron sich nicht mit einem ihrer Produkte selbst umbrachte.


Draco führte Harry durch die Korridore des Manors mit einem Grinsen im Gesicht. Er war dabei eine besonders strenge Regel seines Vaters zu brechen. Harry brauchte die Denkariumserinnerungen und dafür brauchten sie Severus. Eine Hauselfe hatte ihn darüber informiert, dass Severus im privaten Büro seines Vaters war, also waren sie dahin unterwegs. Zu dem privaten Büro, dass komplett verboten war. Draco interessierte sich nicht für die Konsequenzen, da es nichts gab, was sein Vater tun konnte, sobald sie dort waren, nicht so, wie Harry brütete.

Während seiner Dusche hatte sich Harry selbst in einen rasenden Zustand gebracht und alles, was Draco tun konnte, war den wilden Ritt mitzumachen. Wirklich, sogar Harrys Haare flogen wild um sein Gesicht, trotz das sie einen Zuglosen Korridor in einem gleichbleibenden Schritt hinuntergingen. Oh, und die Macht um den Brünetten war fast erstickend. Und als sie am Büro ankamen, konnte Draco fühlen, wie die Schutzzauber seines Vaters um das Büro herum zusammenfielen unter Harrys mächtiger Magie und sie waren noch immer zehn Fuß von der Tür entfernt.

Und das ganze waren die Gründe, warum Draco ein selbstgefälliges Grinsen im Gesicht hatte, als er die Tür öffnete und Harry erlaubte ihm in den Raum zu folgen, wo Lucius und Severus an dem großen, roten Holztisch saßen und leise etwas diskutieren. Beiden, Harry und Draco, fiel der hochlehnige Stuhl nicht auf, der zum Kamin stand. Harry schritt auf den Tisch zu und klatschte seine Hände darauf.

Harrys Augen bohrten sich in Severus wie zwei Jadepfeile. „Ich will diese verdammten Erinnerungen."

„Draco, du hast besser eine gute Erklärung für diese Unterbrechung.", schnarrte Lucius, aufstehend und seinen Zauberstab hervorziehend. Harrys Augen leuchteten als brennend goldene Schlitze auf und er stieß eine scharf bekrallte Hand in Lucius Richtung. Die Kraft der zauberstablosen Magie warf den älteren Malfoy zurück, ließ ihn über den Stuhl fallen, auf dem er gesessen war. Draco blickte um den Tisch und unterdrückte ein Schnauben, als er sah, dass sein Vater entmobilisiert worden war.

„Ich will die Denkariumserinnerungen von dem alten Teufel jetzt, Severus.", zischte Harry.

Draco berührte Harrys Arm um ihn zu beruhigen. So sehr der Slytherin auch genoss in den Effekten von Harrys Magie zu schwimmen, wollte er nicht, dass das Büro in die Luft flog, während sie noch alle darin waren. Und Harry zeigte mehr Eigenschaften auf einmal, als Draco das jemals getan hatte. Seine Augen waren wieder Katzenartig geworden, außer, dass sie grün-golden leuchteten, und seine Fingernägel hatten sich verlängert und geschärft, genauso wie seine Zähne. Und die letzte sichtbare Eigenschaft waren Harrys Augen, die sich zugespitzt hatten, wie … nun, er war nicht sicher, wie er es erklären sollte. Aber Draco wusste eine Sache; Harry war faszinierend anzuschauen.

„Harry James Potter.", sprach Severus langsam, vorsichtig auf die Füße kommend. Es schwirrte so viel Wut um den Jungen herum; Severus war überrascht, dass der Platz bis jetzt noch nicht niedergebrannt war. „Du wirst dich kontrollieren und aufhören, von mir etwas zu verlangen, als ob du älter und weiser wärst."

Severus schaute ebenso um den Tisch und hob eine Augenbraue über Lucius Zustand. Severus zog seinen Zauberstab hervor, langsam um Harrys willen und versuchte Lucius aus seinen Fesseln zu befreien. Nur, um herauszufinden, dass Lucius Fesseln komplett fest und undurchdringbar von jedem Spruch war, den Severus ausprobierte. „Du wirst Lucius befreien und gehen. Ihr solltet nicht hier sein." Severus hatte sich nach vorne gelehnt und den letzten Teil gezischt.

„Unsinn, Severus. Mir wäre es lieber, wenn sie bleiben würden. Ich würde sehr gerne mehr über diese Erinnerungen wissen."

Draco und Harry wirbelten herum, beide versuchend den anderen hinter sich zu schieben. „Lass los, Draco!"

„Wie wäre es, wenn du los lässt!"

„Ihr müsst wirklich nicht darüber streiten, wer sich heute für denjenigen, den er liebt, opfern wird.", sagte Voldemort, als er aus seinem Stuhl aufstand. „Ich fühle mich nicht nicht danach jemanden zu töten."

„Nun, das ist gut, Tom. Wir würden ja nicht wollen, dass deine Top-Todesser zu sehen bekommen, wie du wieder miserabel verlierst."

„Harry!", zischten Draco und Severus, aber der Dunkle Lord hob eine Hand und alle wurden still.

„Du hast so viele Nerven, Potter. So viel Ärger." Voldemort kam näher. „Trotzdem bist du nicht wirklich wütend auf mich, od-"

Voldemort verschluckte seine Worte. Dieses Mal war es Harry, der näher kam, bis er fast Zeh an Zeh mit Voldemort stand. „Nicht wirklich wütend auf dich? Oh, ich bin rasend, Tom. Ich schulde dir etwas für das letzte Mal, als wir uns getroffen haben. Erinnerst du dich? Als du versucht hast meinen Seelengefährten umzubringen?" Wenn möglich wurden Harrys Augen noch heller mit der Absicht seine Rache zu haben.

„Was ist los? Kannst du nicht aus meinen Einfrierungszauber entkommen? Bist du überrascht, dass meine Macht deine schon übertroffen hat, sogar wenn du gerade neue Macht erhalten hast … ja, ich kann es fühlen. Diese neue Macht von dir. Ich frage mich, wofür du sie nutzen wirst."

Es brauchte zwei Minuten, bis Voldemort sich aus Harrys Fluch befreite und den jungen Zauberer in Verwunderung und Wut anstarrte. Es wurde klar in dem Moment, in dem der Dunkle Lord es schaffte die Wut beiseite zu schieben. „Hast du dich nicht gefragt, warum dein Kopf nicht mehr schmerzt, wenn du in meiner Nähe bist?", fragte der Dunkle Zauberer endlich. „Und warum ich dich und deine Freude alleine gelassen habe?"

„Ich habe nicht darüber nachgedacht …"

„Doch, hast du."

Harry knurrte die schwarz-ummantelte Figur vor sich an. „Gut, dann. Warum tust du mir nicht weh?"

„Vielleicht gibt es etwas, was ich von dir will."

„Wir hören zu.", antwortete Draco bevor Harry eine weitere Beleidigung raus hauen konnte. Ein Teil ihrer großen Pläne beinhaltete, wie zivil der Dunkle Lord ihnen gegenüber sein wollte, und es würde nicht funktionieren, wenn Harry den Dunklen Lord zu sehr bedrängte, weil der Griff nicht über fast sieben Jahre voller Hass kam.

Voldemort stieß seine Kapuze zurück und Harry verstand, was Voldemort versuchte zu tun. Das erste, was er bemerkte, war die fast gewachsene Nase in dem mehr weißen als grauen Gesicht. Bääh! Die Nase war grässlich unfertig!

„Du versuchst, deinen menschlichen Körper zurückzubekommen; den, den du hattest, bevor du dazu geworden bist.", sagte Draco und erhielt eine halb gewachsene Augenbraue, die sich wegen der Kühnheit des jungen Malfoys im Umgang mit dem Dunklen Lord hob. Es war gut, dass Draco ein intelligenter Mund gewachsen war. Voldemort könnte Draco Malfoy sonst nicht als Harry Potters Partner und Gleichgestellten sehen.

„Nun, offensichtlich hast du das königlich versaut.", murmelte Harry und zog einen Kreis um Voldemort und nahm dabei jeden Zoll von ihm unter die Lupe. Er fing die hell roten Flammen in seinen Augenhöhlen ein, wo die Augen sein sollten. „Wir könnten das auch in Ordnung bringen."

Harry schob für einen Moment die Denkariumserinnerungen zur Seite, wissend, dass dieser Moment entscheidend war und deshalb begann er all seine Gedanken automatisch an Draco zu übertragen, damit dieser verstehen konnte, warum Harry sich so verhielt, wie er es gerade tat.

Das ist ein brillanter Plan, Harry. Wir wären nicht aufzuhalten. Ich werde deiner Führung folgen.

Harry hielt genau vor Voldemort an. „Du hast unsere Verbindung durch die Narbe geblockt?"

„Ja."

Harry nickte und berührte Voldemorts Gesicht und fühlte dabei nur eine leichte Irritation, die von der Narbe herrührte. Ich weiß nicht, wie ich das tun kann. Es ist wahrscheinlich wieder der Bund.

Das ist unglaublich, Harry!

Severus Atemholen alarmierte Voldemort, dass etwas passiert war.

„Was hast du getan?", fragte er.

Der Dunkle Lord fühlte sich nicht anders, was ihn nur neugierig statt vorsichtig werden ließ. Draco kam heran mit einem heraufbeschworenen Spiegel und hielt ihn nach oben, damit Voldemort sein eigenes Gesicht sehen konnte. Die Reflektion seiner dunkelbraunen Augen weiteten sich vor Überraschung als sein Blick seine tiefschwarzen Haare, die bis zur Basis seines Halses hingen und aus dem Gesicht gefegt waren, einfingen. Voldemort fasste nach oben um die gerade, attraktive Nase seiner Jugend, aber zog sich wieder zurück, als seine blasse, spinnenartige Hand im Spiegel erschien, heftig mit der glatten, gebräunten Haut kontrastierend, von der er nur träumte, sie jemals wieder zu erlangen, und die Illusion zerstörte. Harry ließ seine Hand fallen und Voldemorts Gesicht kehrte zu seiner normalen Abscheulichkeit zurück.

„Ich könnte dir helfen, deinen alten Körper zurückzubekommen, Tom. Du weist, den einen; den Körper, den du aufgegeben hast, als du deine Seele an Satan verkauft hast!"

„Harry.", stöhnte Draco. Er zog ihn zurück und nahm Harrys vorherige Position ein. „Was er meint, ist, wir können dir damit helfen."

Ich hoffe, du hast damit recht. Ich ziehe es nicht vor über die Konsequenzen nachzudenken, wenn wir das nicht durchziehen können.

Ich verspreche dir, ich bekomme nur diesen Impuls diese Dinge zu tun. Wir können das tun.

„Was müsste ich dafür geben?", fragte Voldemort ohne Zögern. Er brauche einen neuen, mehr menschlichen Körper. Das war essenziell bevor er irgendetwas anderes tun konnte. Und er würde alles tun um das zu erreichen.

Severus schaffte es einen Stuhl zu erreichen, bevor seine Beine nachgaben, und versuchte noch einmal Lucius zu befreien. Zu seiner Überraschung klappte es. Es schien, als ob Harry nicht die komplette Kontrolle über seine wachsenden Kräfte hatte, der Bengel! Er konnte den Nerv von Harry nicht glauben, als er einfach bei ihnen rein platzte … auf der anderen Seite wusste Harry von Dumbledores Erinnerungen und er musste wissen, worum es in ihnen ging. Hatte Harry seine Diskussion mit Black, Lupin und Lucius überhört? Severus schloss seine Augen und stöhnte fast. Wenn Harry es gehört hatte, war es wahrscheinlich einer der schlimmsten Momente seines Lebens. Und verdammte Hölle! Er hatte sich nicht einmal anmerken lassen, dass er es gehört hatte. Er musste alleine damit zurecht kommen …

Er sah auf und erkannte, dass das nicht richtig war. Harry war nicht alleine gewesen. Er war offensichtlich zu Draco gegangen, oder Draco war zu ihm gekommen, da sie scheinbar wieder in Harmonie waren und mit Voldemort über die Bedingungen einer eventuellen Allianz verhandelten.

„Sagst du mir mal, was verdammt nochmal hier vor sich geht?", zischte Lucius, nachdem er seinen Stuhl hinüber gezogen hatte um neben Severus zu sitzen.

„Sei einfach leise und hör zu."

„Ich will dein schniefendes Haustier Peter Pettigrew und Ihre Königliche Verrücktheit Bellatrix Lestrange. Keine Fragen gestellt.", sagte Harry und legte seine Hände flach auf den Tisch.

Voldemort nickte sofort. „Gemacht."

Harry grinste und begann seine Hände gegeneinander zu reiben. „Das wird böse werden.", sagte er zu Draco, der zurück grinste, als Harry ihm all die Bilder schickte, die er in seinem Geist heraufbeschwor. Oh yeah. Harry hatte einige böse Pläne.

„Wenn das alles ist …"

Draco hielt eine Hand hoch und Voldemort hörte sofort auf zu sprechen. Und dann fing sein Auge an zu zucken und Draco ließ schnell seine Hand wieder sinken. „Ähm … Nein, das ist nicht alles. Ich will, dass meine Mutter weggeschickt wird. Ich will sie aus dem Malfoyname ausradiert haben, damit mein Vater wieder heiraten kann, wenn er das will."

Lucius sprang auf die Füße. „Was machst du da? Du kannst das nicht verlangen, Draco!"

„Leise, Vater. Ich rede mit dem Dunklen Lord." Draco wandte sich wieder an Voldemort und schaute ihm direkt ins Auge … Nun, er schaute auf jeden Fall in den roten Nebel. „Ich weiß, dass du überall Leute hast und ich weiß, dass du es passieren lassen kannst."

„Willst du damit sagen, du willst sie tot haben?", fragte Voldemort und war überrascht, als Draco erst darüber nachdenken musste.

„Ich nehme an … nicht. Sie hat mich immerhin geboren. Aber ich sehe sie nicht mehr als meine Mutter und sie bekommt nicht eine Gallone aus dem Malfoyvermögen."

„Gemacht."

„Ich kann nicht glauben, dass das passiert.", flüsterte Lucius. „Kann er das machen? Narcissa aus der Hochzeit entfernen?"

„Natürlich kann er das. Es ist schon vorher getan worden. Aber normalerweise sterben die Leute."

„Ich kann dich das nicht machen lassen, Draco. Ich habe meine Ehre. Deshalb habe ich Narcissa überhaupt erst geheiratet -"

„Du wurdest gezwungen sie zu heiraten, Vater. Und jetzt zwinge ich dich sie zu entheiraten."

„Entheiraten ist kein Wort.", flüsterte Harry und bekam eine Ellbogen in den Bauch für seine Antwort.

„Du solltest begeistert sein, Lucius.", kommentierte der Tränkemeister. „Es gibt dir Zeit mit dem Hund im Park zu spielen."

„Pass auf, Severus."

„Es ist das, was du willst, oder?"

Lucius zischte. „Severus."

Severus grinste und dann schauten er und Lucius weiter zu, wie Geschichte geschrieben wurde. Harry klopfte auf den Tisch mit seinen Fingern, seine Fingernägel wieder normal seit der Zeit, in der er Voldemorts Gesicht berührt hatte.

„Noch eine Sache von dir, Tom. Wir wollen jetzt einen Zaubererschwur von dir, genau jetzt. Ich will die Zaubererwelt genauso wie du vor der Muggelwelt sicher wissen. Allerdings will ich nicht, dass Muggelgeborene diskriminiert werden, wenn sie es nicht verdienen. Meine Freundin Hermine hat mehr rohe Macht in ihrem kleinen Finger als die meisten Zauberer und Hexen in ihrem ganzen Körper und ich will nicht länger sehen, wie Menschen wie sie diskriminiert oder verfolgt und getötet werden, nur wegen ihrem Blut."

„Ich stimme zu." Das kam von Draco. „Hermine hat bereits bewiesen, dass sie eine mehr als fähige Hexe ist und sie hat es verdient hier zu sein. Es ist nicht ihre Schuld oder die der anderen Muggelgeborenen, dass sie in die Zaubererwelt kommen ohne etwas darüber zu wissen."

„Ich habe mir wegen eurer Freundin Miss Granger viele Gedanken gemacht und ich kann sehen, warum ihr euch gegenseitig vertraut. Meine Meinung über diese Muggelgeborene hat sich verändert."

Severus und Lucius Münder fielen herunter.

„Und andere?", fragte Draco. Voldemort lächelte verachtend und Draco zuckte zurück wegen der Garstigkeit des nichtssagenden Lächelns.

„Ich werde mein Bestes geben."

„Du wirst einen Zaubererschwur geben.", verlangte Draco. „Du wirst unsere Pläne nicht in Gefahr bringen, weil du dich entscheidest wieder psycho zu werden."

Voldemort wandte sich um und schaute zu Lucius. „Du hast deinem Sohn endlich beigebracht ein Mann zu sein, Lucius." Der Dunkle Lord klang zufrieden und Lucius hasste es wirklich ihn zu enttäuschen.

„Ah, eigentlich, mein Lord. Ich bin sicher, ich bin nicht der Grund dafür."

„Nein, es ist auf jeden Fall nicht dir zu verdanken, Vater." Draco wandte sich wieder den vorliegenden Situation zu und verpasste das verletzte Zucken seines Vaters. „Wir drei werden einen Zaubererschwur leisten. Ich will nicht immer über meine Schulter schauen müssen, wenn du in der Nähe bist und ich bin sicher, du denkst genauso. Wir wollen keine Hinterhältigkeiten erleben, oder? Ein Zaubererschwur oder gar nichts. Ich werde nicht es nicht zulassen, dass Harry sich jede Minute des Tages Sorgen wegen dir macht."

„Gut. Ich werde den Schwur geben."

Nicht lange danach standen Harry, Draco und Voldemort in einem drei-Mann Kreis und sprachen den Zaubererschwur, sicher stellend, dass keiner der drei die anderen verraten konnte. Harry wunderte sich, warum er dies so bald in dem Spiel tat. Er hatte geplant eine Art weiße Flagge zwischen ihnen zu hissen, um die Dinge zu beenden und es bekannt zu machen, dass Harry glücklich war seinen eigenen Weg zu gehen und zur Hölle Voldemort nicht im Weg stehen würde, aber es fühlte sich fast wie ein Anfang von etwas an und es fühlte sich richtig an. Aber wie konnte es sich so anfühlen, wenn Voldemort derjenige war, der die Narbe auf seinem Kopf verursacht hatte?

„Ich muss diese Erinnerungen sehen. Ich muss sehen, was passiert ist."

„Ich denke, ich werde mich dir anschließen, wenn du Dumbledores Erinnerungen anschaust. Severus, wo sind sie?"

„Mein Lord, ich habe die Erinnerungen an dem Platz versteckt, an dem sie entstanden sind."

„Ah, genau unter Dumbledores Nase. Sehr gut gemacht. Du wirst sofort gehen und sie holen."

„Ja, mein Lord." Severus verbeugte sich vor Voldemort bevor er sich zur Tür wandte.

„Ich komm mit dir mit." Harry holte zu Severus auf, als sein Onkel auf die Tür zulief. Er sah zurück um zu sehen, ob Draco kam, aber Lucius hatte den Weg seines Sohnes blockiert.

„Du wirst nicht gehen, Draco. Wir haben einige Dinge zu diskutieren. Sofort."

Du gehst weiter, Harry. Und bitte sei vorsichtig. Ich weiß, dass es für deinen idiotischen Griffindorverstand schwer zu verstehen ist, aber du musst die Dinge durchdenken bevor du dich mit dem Kopf voran in eine Situation stürzt. Harry verdrehte die Augen als er mit Severus den Gang hinunterlief. Dumbledore sucht immer noch nach dir. Er wird Leute haben, die Godric's Hollow beobachten und erwarten, dass du deinen Familiensitz besuchen willst, nun, dass du dazu in der Lage bist, also sei vorsichtig.

Du machst dir zu viele Sorgen. Geh und rede mit deinem Vater. Ich werde in Ordnung sein. Harry hörte Dracos mentales Seufzen und lächelte.

„Wisch das Lächeln von deinem Gesicht, Harry." Der Ton in der Stimme seines Onkels sagte Harry, dass Severus nicht das kleinste bisschen amüsiert oder zufrieden mit der Situation war.

„Hast du erwartet, dass ich ruhig bleiben würde, wenn ich es herausgefunden habe?"

„Nein, was der Grund ist, warum ich damit warten wollte es dir zu sagen."

„Es hätte mir gesagt werden sollen, in dem Moment, in dem du diese Erinnerungen gesehen hattest."

Sie hielten an der Vordertür an und Severus schaute finster auf Harry hinab, was dazu führte, dass der junge Zauberer an seinen Roben herumspielte. Verdammt. Er hasste es falsch zu liegen.

„Es tut mir Leid, in Ordnung."

„Du hättest Lucius verletzten können."

Harry hob eine Augenbraue, als ob er sagen wollte 'wirklich? Hältst du mir wirklich eine Predigt darüber diesen Mann zu verletzen, nach allem, was er mir angetan hat?'. Stattdessen sagte er: „Er hob seinen Zauberstab gegen Draco." Ende der Diskussion.

„Ich muss zugeben, die Magie, die du gezeigt hast, war unglaublich. Wie hast du das mit dem Gesicht des Dunklen Lords gemacht?"

„Nicht sicher. Es war wie ein Impuls. Ein natürlicher Instinkt, den ich niemals zuvor gefühlt habe. Und darum bin ich sicher, dass ich seinen Körper zurückbekommen kann, obwohl ich im Moment noch keine Ahnung habe, wie. Dieser Instinkt sagt mir, dass es möglich ist."

Sie begannen nach draußen zu gehen außerhalb der Schutzzauber, wo sie apparieren konnten. „Es mag ein Instinkt und eine Kraft sein, die der magischen Kreatur zur Verfügung steht, zu der du werden wirst."

„Das scheint sehr wahrscheinlich zu sein. Und weist du, was das bedeutet?", fragte er, plötzlich aufgeregt. Severus hob eine Braue. „Es bedeutet Draco und ich werden immer noch in der Lage sein Magie zu nutzen! Wir werden nicht nur magische Kreaturen sein! Wir werden immer noch unsere eigene Magie haben."

„Ja. Mächtige Magie."

„Yeah!" Harry grinste strahlend und Severus fühlte ein Lächeln seine Weg auf sein Gesicht suchend. „Es scheint so seltsam,", sagte sein Neffe weiterhin. „dass ich Dinge wie diese annehmen kann ohne zu blinken, aber wenn ich höre, dass mein Vater meine Mutter getötet hat, werde ich leer. Ich nehme an es hat damit zu tun, dass ich vom leben mit Leuten, die Muggel im strengsten Sinne waren, komme und dann, als mir diese Welt gezeigt wurde, war ich so voller Wunder. Ich habe alles in mich aufgenommen, alles geschätzt. Zuerst war das Sehen von Magie sehr seltsam für mich, aber es ist ein Teil von mir und es hat nicht viel gebraucht mich daran zu gewöhnen. Jeden Tag gab es etwas anderes zu sehen bis ich nun von nichts mehr wirklich überrascht werde. Persönlich denke ich, es ist alles möglich mit Magie."

„Stell dir vor, was du tun können wirst, wenn du dein Erbe erhalten hast und die Macht kontrollieren kannst. Stell dir vor, was du und Draco tun könntet. Fast alles …"

„Du klingst wehmütig, Severus."

„Schwerlich. Aber ich muss zugeben, meine Ambitionen sind wieder gestiegen." Harry grinste daraufhin. Severus kam normalerweise nicht mit optimistische Kommentaren.

Kurz bevor sie apparierten, brachte Harry das Thema auf, dass Dumbledore Godric's Hollow überwachen lassen könnte.

„Draco hat recht. Es werden Ordensmitglieder da sein und beobachten und bestimmt nicht weniger als zwei. Das kommt davon, wenn man Dinge verlangt. Wir hatten keine Zeit Lupin oder Weasley zu kontaktieren …"

„Es kann nicht so schwer sein mit ihnen fertig zu werden. Wenn wir Glück haben, könnten Remus oder Charlie dort sein und wenn wir besonders viel Glück haben, werden nur die zwei dort sein."

„Es tut dir nicht gut, so zu denken. Dumbledore wird keinen der beiden das Hollow bewachen lassen. Trotz das sie im Orden sind und angeblich loyal gegenüber Dumbledore, würde er ihnen damit nicht vertrauen, weil sie dir für seinen Geschmack zu nahe stehen um überhaupt darüber nachzudenken."

Harry machte ein unverbindliches Geräusch, als Severus ihn um die Taille herum festhielt, dann verschwanden sie. Sie landeten in einem Feld fast 3 Meilen von Godric's Hollow entfernt.

„Drei Meilen?", fragte Harry, seinen Onkel ungläubig anschauend, als Severus ihm dies sagte. „Warum so weit entfernt?"

Severus begann langsam zu sprechen, jede Silbe einzeln betonend. „Weil, du Dummkopf, wir uns an die Ordensmitglieder anschleichen wollen und sie überraschen wollen."

„Drei Meilen außerhalb in der Mitte von Nichts scheint nur etwas extrem."

„Schließe deinen Mund und nimm die Füße in die Hand."

Harry schnaubte, aber er gehorchte und sie begannen in Stille zu laufen. Harry kehrte nach innen, um zu sehen, was Draco machte und war amüsiert, als er fand, dass sein Seelengefährte die Rede seines Lebens bekam. Aber wenigstens hielt Lucius sein Temperament zurück und schien nicht so wütend, dass er seinem Sohn schaden würde.

Das ist, weil er angst hat, was du ihm antun würdest. Draco dachte zu ihm zurück und hörte dann seinem Vater weiter zu, wie dieser vorgab über den Fakt wütend zu sein, dass Narcissa weggeschickt wurde, sie nicht länger eine Malfoy war und keine weitere Gallone des Malfoyvermögens bekommen würde. Oh, yeah … sicher. Ich kann sehen, warum er wütend sein würde … Riiichtig.

Harry lachte laut darüber und wurde dann wieder still, als Severus ihn böse anschaute.

„Warum können wir uns jetzt nicht unterhalten? Ich hasse Stille."

„Unterhalt dich mit Draco."

„Nein, er ist mit seinem Vater beschäftigt. Interessiert es Lucius wirklich, dass seine Ehe kurz davor ist annulliert zu werden? Ich hatte den Eindruck, dass er seine Frau nicht sehr mag. Ich habe den Eindruck, dass niemand sie wirklich mag."

„Lucius ist wahrscheinlich ekstatisch, aber er kann nicht wirklich hingehen, herum springen und es der Welt verkünden. Er muss ein Image bewahren und will nicht, dass die Leute denken, dass er willentlich da mitgemacht hat."

„Ich denke, das kann ich verstehen." Für die nächste halbe Stunde herrschte wieder Stille bevor Harry sie wieder durchbrach. „Erzähl mir mehr davon, was Dumbledore getan hat."

Überraschenderweise nickte Severus. „Weist du, warum du niemals ein besonderes Training erhalten hast, um gegen den Dunklen Lord zu bestehen?"

„Nein. Aber ich habe mich gewundert, warum er so darauf bedacht war das ich improvisiere, wenn es Zeit für mich sein würde, Voldemort zu töten."

„Es ist, weil die Prophezeiung eine komplette Fälschung ist, Harry." Er nickte, als Harry stocksteif stehen blieb und ihn ungläubig anstarrte. „Es wurde nie eine echte Prophezeiung über Voldemort gemacht, in der er jemanden markiert, den er als seinen Gleichgestellten sieht, noch gab es irgendwas, das gesagt hat, du müsstest ihn zerstören oder sterben. Dumbledore hat die ganze Sache gestellt."

Harrys Hände ballten sich zu Fäusten und er kniff die Augen zusammen. Severus wartete geduldig, dass der Junge sein Temperament in den Griff bekam. Endlich öffneten sich Harrys Augen wieder und er stieß ein Zischen aus. „Ich wusste Trelawney war voller Scheiße! Und Voldemort weiß es nicht?"

„Ja, er weiß es jetzt. Als ich es entdeckt hatte, dass ich durch einen Trick dazu gebracht worden war die Prophezeiung zu überhören, und deshalb der Grund war, warum der Dunkle Lord Dumbledore in die Falle gegangen ist, dachte ich, es wäre das Beste, den Dunklen Lord darüber zu unterrichten."

„Und du bist noch immer hier, am atmen? Ich bin erstaunt, dass er dich nicht getötet hat."

„Ich bin nicht wirklich im besten Zustand von ihm weggegangen. Aber … mein Lord hat in der letzten Zeit klarer gedacht. Ich glaube, dass das der Grund ist, warum ich nun noch immer atme. Ich habe ihm erzählt, dass die Prophezeiung gestellt war, direkt nachdem er versucht hat den Dunklen Lord in deinem Geist zu töten."

„Darum verändert er sich also. Er will auch nicht mehr in Dumbledores Pläne passen. Er wird nicht weiter Dinge tun, wie zuvor, weil das genau das ist, was Dumbledore von Voldemort erwartet. Er will die Zaubererwelt ins Chaos stürzen."

Severus nickte. „Du siehst eine Menge, Harry. Vielleicht ist das der Grund, warum Dumbledore dir nie etwas sagen wollte. Er hatte Angst, dass du irgendwann die Dinge hinterfragen würdest, und so wie ich dich kenne, würdest du selbst losziehen und die Wahrheit finden."

„Hat Dumbledore noch etwas anderes getan?"

„Wenn er es getan hat, weiß ich nichts davon." Sie waren ein ganzes Stück gelaufen, während sie geredet hatten, und Severus entdeckte bald das Dorf von Godric's Hollow in der Entfernung und der Kirchturm und die Dächer der Häuser glänzten von der Mittagssonne.

Severus hielt ihre Wanderung durch das Feld an. „Hast du deinen Unsichtbarkeitsmantel mitgebracht?"

Harrys Augen weiteten sich und er schlug sich gegen die Stirn. „Nein.", murmelte er. „Den hab ich komplett vergessen."

Severus verdrehte die Augen. War klar. „Wir müssen von hier aus an leise sein. Wir gehen nach Westen herum und kommen durch die Hintertür des Friedhofs. Ich weiß, dass du deine Eltern sehen möchtest Harry,-"

„Nein, nicht jetzt. Nicht während Dumbledores Leute in der Nähe sind. Unsere Mission jetzt ist es die Denkariumserinnerungen zu holen. Ich werde ein anderes Mal zurückkommen." Sein Onkel gab ihm einen verständnisvollen Blick und drückte seine Schulter. „Ich will dich etwas fragen, bevor wir weitergehen, Severus."

„Red weiter."

„Warum folgst du noch immer Voldemort?"

„Weil Voldemort die Sachen geschafft kriegt. Wir wollen alle Veränderungen sehen. Um unsere Welt beschützt zu halten und zu verbessern. Er hat die Macht das zu tun, wenn er nicht die ganze Zeit von einem alten, manipulativen, machtgeilen Idioten abgelenkt wird."

„Also warum hörst du nicht auf sein Untergebener zu sein und arbeitest mit uns. Ich kann es nicht ausstehen zu sehen, wie du dich vor seinen Füßen verbeugst, Severus. Du bist besser als das."

„Ich … Ich schätze deine Gedanken. Aber du vergisst, wer ich bin, denke ich. Ich bin noch immer ein Todesser, Harry. Das Dunkle Mal wird immer noch schwarz auf meinem Arm. Ich habe keine andere Chance, außer der Untergebene des Dunkle Lords zu sein. Er kann mich immer noch töten Harry, und er wird es machen ohne Rücksicht auf die Allianz, die ihr gemacht habt, wenn er denkt, ich werde ihn wieder verlassen."

„Es ist eine Allianz auf Probe.", murmelte Harry finster. Wenn Voldemort wollte, dass Harry und Draco ihm halfen seinen alten Körper zurückzuholen, dann würde er aufhören müssen Severus wie ein Haustier zu behandeln … und vielleicht auch Lucius.

Sie gingen weiter und blieben still. In Stille schmollen war etwas, von dem Harry am besten wusste, wie es ging, und er nutzte die Zeit, genau das zu tun, aber er blieb wachsam und hielt seine Umgebung im Blick. Er würde verdammt sein, wenn er Dumbledore wieder die Oberhand gewinnen ließ.

„Schau genau.", murmelte Severus nachdem er den Desillusionierungszauber über sie gelegen hatte, während sie den tödlich leisen Friedhof betraten. Harry dachte, das es zu schade war, dass die Sonne schien, es hätte viel besser zu seiner Stimmung gepasst, wenn es geregnet hätte und es würde sich nicht so anfühlen, als wenn sie sich im Offenen befänden, wenn der Himmel bewölkt wäre.

Sie hielten sich im Schatten auf, der von der Baumreihe geworfen wurde, die der leeren, dreckigen Straße folgte, die sie hinuntergingen. Den halben Weg die Straße runter sah Severus das Haus der Potters ins Blickfeld kommen.

„Du wirst hier auf mich warten. Ich werde bald zurück sein."

„Aber-"

„Nein. Es wird leichter sein, wenn eine Person hinein geht. Die Ordensmitglieder, die Dumbledore geschickt hat, sind wahrscheinlich unsichtbar oder wenigstens getarnt. Und du hast nicht gelernt, wie man eine Hexe oder einen Zauberer entdeckt, der unter einen Zauber steht."

Harry wusste, dass er recht hatte, also nickte er und lehnte sich gegen einen Baum und beobachtete Severus, wie dieser sich auf den Weg näher zum Haus machte, bis sein Onkel komplett aus seiner Sicht verschwand. Harry hielt ein aufmerksames Auge auf das Haus; obwohl es nicht viel brachte, da er nicht sehr gut sehen konnte und das Haus nur als grau-braunen Fleck ausmachen konnte.

Das ist scheiße! Er hätte mit Severus diskutieren sollen und mit ihm gehen. Er wollte helfen, nicht an der Seitenlinie stehen und beobachten wie ein verdammtes Baby!

Beruhige dich Harry. Du wirst den Orden auf deine Gegenwart aufmerksam machen, wenn du deiner Magie erlaubst die Kontrolle über dich zu übernehmen.

Ich hasse es zu warten.

Genauso wie ich. Draco schnurrte ihn an.

Harry stellte sich aufrechter gegen den Baum und zog an seinem Kragen. Draco, ich soll nach dem Feind Ausschau halten, und wenn du so redest, wirst du mich nur ablenken … und es beruhigt mich in keinster Weise.

Gut, zerstör meinen Spaß!

Hey, wenn ich zurück bin, lass uns Quidditsch spielen. Wir können ein Sucherspiel machen.

Da werde ich mitmachen. Ohne deine ganzen Griffindork Teammitglieder, werde ich dir endlich zeigen können, wer der bessere Sucher ist.

Aber wir wissen doch schon, wer der bessere Sucher ist. Ich an deiner Stelle würde mir keine Hoffnungen machen den Schnatz zu fangen, wenn ich in der Luft bin.

Wie auch immer, Potter. Du bist so dran.

Gut, beweise es Malfoy.

Harry grinste wie verrückt bei der Aussicht gegen Draco in einem Eins gegen Eins um den Goldenen Schnatz spielen zu können, wenn er plötzlich einen geschrienen Fluch und eine kleine Explosion hörte, die aus der Richtung des Hauses kamen. Er begann sofort zu rennen, seinen Zauberstab vor sich haltend und nach jedem Zeichen für einen versteckten Zauberer auf dem Weg Ausschau haltend. Draco, ich muss gehen. Irgendwas ist passiert.

Draco musste die Dringlichkeit in Harrys Stimme gehört haben. Brauchst du Hilfe?

Nein. Ich werde es dich wissen lassen, wenn wir Verstärkung brauchen.

Sag es mir sofort, Harry. Sag nicht nichts, weil du andere davor bewahren willst verletzt zu werden, wenn sie dir helfen.

Harry erreichte das Ende der Straße und hockte sich neben die alte Steinmauer, die das Haus umgab. Als er über die niedrige Mauer schielte und den vorderen Teil des Hauses sah, versuchte Harry nicht die traurige, alte und zerfallene Architektur des Ortes zu sehen, an dem er mit seinen Eltern gelebt hatte bis sie ermordet wurden, und begann stattdessen nach Ordensmitglieder Ausschau zu halten. Er fand drei davon, zwei lagen auf dem Rasen direkt vor der Eingangstür und das dritte Ordensmitglied war Mad Eye Moody und durch das ausgebrannte Loch von oben konnte Harry Severus sehen, der mit dem einbeinigen Zauberer duellierte.

Harry rannte in das Haus und scannte die Umgebung. Jemand musste das Haus ausgeräumt haben, da es nun nur aussah, als ob es ein ausgebranntes Skelett wäre. Seine Gefühle zur Seite schiebend, die dieser Gedanke auslöste, raste Harry nach oben, dorthin, wo die meiste Zerstörung stattgefunden hatte. Er konnte hören, dass das Duell weiterging und wäre in den Raum gerannt, aber eine schwere Hand fiel von hinten auf seine Schulter und er fühlte, wie der Desillusionierungszauber sich auflöste. Harry fluchte heftig, dass er sich selbst fangen ließ.

„Whoa, Harry.", sagte eine Stimme in einem tiefen, samtenen Bariton und die Hand zwang Harry, sich umzudrehen. Er wusste bereits, dass er Kingsley Shacklebolt über sich aufragen sehen würde, aber er war überrascht zu sehen, das der große, schwarze Auror seinen Zauberstab nicht auf ihn gerichtet hatte. „Snape kann mit dem alten Mad Eye umgehen, mach dir keine Sorgen."

„Sollten Sie sich dann nicht Sorgen um Mad Eye machen?"

„Nein. Er kann auf sich selbst aufpassen."

„Schau, Shacklebolt. Severus ist mein Onkel und ich werde nicht hier stehen und mich von Ihnen ablenken lassen, während Mad Eye versucht, ihn umzubringen. Er ist meine Familie!"

„Beruhige dich. Ich versuche nicht, dich abzulenken. Ich will wissen, was du und Severus hier machen. Ihr müsste gewusst haben, dass wir den Platz beobachten."

„Ich kann nicht glauben, dass Sie tatsächlich für die Überwachung ausgesucht wurden.", sagte Harry. Er dachte wirklich nicht, dass es eine gute Idee wäre Kingsley den Grund zu sagen, warum er und Severus in Godric's Hollow waren. „Sie sind der Topauror, Shacklebolt. Was zum Teufel tun Sie hier?"

Kingsley grinste, seine weißen Zähne zeigend. Harry musste fast seine Augen abschirmen, so hell waren sie. „Oh, er ist ermüdet. War nicht glücklich mit mir seit unserem letzten Treffen. Er wusste ich war nicht zufrieden damit dich zu verhaften. Was ich immer noch nicht vor habe."

„Haben Sie nicht?"

„Offensichtlich nicht. Andererseits hätte ich dich schon längst geschockt und später Fragen gestellt. Aber da der Befehl von Dumbledore kam und nicht vom Ministerium, fühle ich mich nicht, als ob ich irgendwelche Regeln breche, wenn ich dich in Ruhe lasse. Der einzige Grund, warum ich hier bin, ist, weil ich gekommen bin um mit Sturgis Podmore zu reden, von dem ich schon gesehen habe, dass er Snape in die Finger gekommen ist. Genauso wie Hestia Jones. Aber sie hatten sowieso keine wirkliche Chance gegen Snape …" Harry hielt seine Hand hoch und Kingsleys weite Augen waren der einzige Hinweis, dass er überrascht war über die Macht, die Harry über ihn hatte.

„Also sind Sie nicht hier um das Haus zu beobachten? Und Sie sind nicht hier um mich zu Dumbledore zu bringen oder Severus zu verhaften?"

„Nein."

„Gut." Harry wandte sich wieder dem Zimmer zu und rief: „Beeil dich mal Severus! Du hättest ihn schon längst ausschalten sollen. Du bist nur halb so alt!" Er wandte sich wieder einem grinsenden Kingsley zu, als Severus 'versehentlich' einen Fluch an Harrys Ohr vorbeifliegen ließ.

„Also sag mir, warum ihr hier seit und versuch nicht wieder das Thema zu wechseln. Wir werden nicht gehen, bis du mir wahrheitsgemäß geantwortet hast."

Harry seufzte. Er wäre nicht in der Lage zu lügen. Kingsley war darauf trainiert solche Dinge zu entdecken. „Wir sind gekommen um Beweise für Dumbledores Fehltaten zu holen. Und nein, ich werde sie nicht übergeben. Nicht bis ich sie oft genug gesehen habe um jedes kleinste Detail zu kennen."

„Als ein Auror habe ich das Recht das an mich zu nehmen, was ihr an Beweisen hier findet."

„Sie haben das Recht, aber du hast nicht die Macht oder die Verstärkung und ich werde sie Ihnen nicht geben, bis ich dazu bereit bin. Die Beweise sind sehr persönlich und so weit ich betroffen bin, sollten nur diejenigen, die bei dem Event dabei waren, das die Beweise zeigen, auch Zugang zu den Informationen haben.

Kingsley studierte ihn für einen Moment. Harry nahm an Kingsley versuchte zu ermitteln, ob er die Wahrheit über die Beweise sagte, und versuchte wahrscheinlich einzuschätzen, wie stark Harry war. Harry hoffte, er hatte reif genug für den Auror geklungen. Kingsley war selber mächtig, genauso wie er sehr intelligent war und generell eine gute Person, was der Grund war, warum Harry ihn hätte gerne weiteren Umgang mit dem schwarzen Auror, aber er war sich nicht sicher, ob er Kingsley in seine zukünftigen Pläne einbeziehen konnte. Der Mann war so geradeheraus wie ein Pfeil, wenn es um das Gesetz geht, soweit er wusste, und Harry plante Dinge zu tun, die nicht wirklich legal waren. Nun okay, sie waren in keinster Weise legal und Kingsley war ein charakterfester Reformer.

Endlich nickte Kingsley. „Ich werde euch mitnehmen lassen, was auch immer ihr hier finden wollt, aber wenn Dumbledore etwas getan hat, was die Zaubererwelt in Gefahr bringt, dann solltest du uns das wissen lassen, Harry. Ich weiß, dass du es nie gemocht hast, wenn man dich im Dunkeln gelassen hat."

„Fies, Kingsley. Wirklich fies.", murmelte Harry dunkel, aber der Auror grinste ihn weiterhin an. „Gut. Sie werden also von mir hören. Fühlen Sie sich frei, Dumbledore zu erzählen, worüber wir geredet haben, da ich sicher bin, dass er wissen möchte, was ich vor habe."

„Ich werde Dumbledore noch nicht einmal von meiner Anwesenheit hier erzählen, aber ich bin neugierig, was deine Pläne sind."

„Ich plane natürlich im September nach Hogwarts zurückzukehren. Ich muss die Sch-"

Expulso!" Harry hatte fast keine Zeit Moodys geschrienen Fluch aufzunehmen, bevor die Wand über ihm explodierte und ihn unter einer Menge von schweren Beton und Putz begrub. Das letzte, woran er sich erinnerte, bevor er das Bewusstsein verlor, war das überraschte und erschrockene Gesicht von Kingsley zu sehen und Harry war nicht sicher, aber er dachte er hörte Severus seinen Namen schreien. Als er in eine stille, schmerzfreie Dunkelheit glitt, realisierte er vage, dass Blut sein Gesicht runter lief wie ein schmaler Wasserfall.