14. Eiskaltes Erwachen
„Und wohin gehen wir jetzt?", fragte Virginia nach einer ganzen Weile vorsichtig.
Er drehte sich ihr grinsend zu, seine Augen blitzten schelmisch auf. „An einen geheimen Ort, wo niemand ist und dort werde ich über dich herfallen."
Ihr Herz machte einen entsetzlich hohen Sprung, kam schwungvoll an ihrem Kehlkopf zum stehen und rutschte ebenso schnell in ihre Kniekehlen, wo es mit den Kniescheiben ein Glockenspiel zu betreiben schien. „Oh.", sagte sie mit weit aufgerissenen Augen.
Harry drehte sich langsam zu ihr um, zog dann zischend die Luft ein und wedelte wild mit den Armen. Sogar in der Dunkelheit der hereinbrechenden Nacht konnte sie seine Wangen zart erröten sehen. „Oh nein, das war natürlich ein Scherz!", rief er entschuldigend. „Ich würde doch nie-", fügte er hastig hinzu, stoppte aber vor dem Beenden des Satzes.
„Oh.", wiederholte sie sich, dieses Mal eindeutig etwas zu enttäuscht. Dann lachte sie nervös auf. „War klar!"
Er nickte schwach und setzte sich wieder in Bewegung. Resigniert machte sie es ihm gleich, folgte seinen geschmeidigen Bewegungen, welche durch das langsame Tempo nur noch beeindruckender aussahen. Harry Potter war wirklich besonders! Und damit meinte sie nicht die Tatsache, dass er Voldemort mehr als einmal überlebt hatte, dass er ein besonders mächtiger Zauberer zu sein schien oder ein genialer Quidditch-Spieler. Es war einzig und allein die Tatsache, dass er anders war, als die Jungs die sie bisher kannte.
Vollkommen anders, doch sie wusste nicht, ob es nur an seinen Bewegungen, an seinem Lächeln, seinen Augen oder einfach nur der Art, wie er sich gab, lag!
„Wir sind gleich da, dann kann ich es dir zeigen. Eigentlich könnte ich es dir jetzt auch schon erklären, aber ich bin sicher, die anderen können es auch...", begann er leise in die Stille hinein zu flüstern, noch während sie über die verlassenen und öderen Teile der Hogwarts Ländereien schlichen.
Der Rotschopf runzelte verwirrt die Stirn. Die anderen?
„Wenn du heute noch nicht fit bist, macht das nichts! Du kannst ja auch erst einmal zusehen..."
Zusehen?
„Du solltest es jedenfalls besser für dich behalten! Auch vor Mione, sie wäre nicht sonderlich begeistert, da wir schon einige Schulregeln brechen...", sprach er munter weiter, während sie das Gelände der Schule verließen.
Virginia blickte sich etwas unbehaglich um. Von was sprach er da? Sie fürchtete, nicht von dem, was sie sich dachte...
Oder auch erhoffte...
Oder auch nicht...
Sie errötete leicht.
„Erstens ist es nicht offiziell erlaubt und Zweitens verlassen wir das Schulgelände. Doch anders ging es nicht, da alle anderen Plätze in der Schule von Slytherin oder Ravenclaw belegt sind. Und dieser Ort hier ist wirklich perfekt!"
Ort? Slytherin? Perfekt?
Vor ihnen tauchte nun eine große, von Bäumen umgebene Lichtung auf und zwischen deren Bäumen schwebten kleine, schwarze Dinge umher. Beim zweiten Blick entpuppten sie sich als Besen.
„Besen?", wisperte Virginia geistesabwesend und blieb stehen.
Harry tat es ihr gleich. „Oh ja, Besen! Natürlich! Die brauchen wir doch zum Training!"
„Training?", hörte sie sich von weither Winseln.
„Ja, Training! Wir trainieren hier für gewöhnlich außerhalb der üblichen Trainingsstunden! Meistens einmal die Woche, eben immer Freitags um sechs. Slytherin trainiert fast ständig am Rand des verbotenen Waldes, aber wir halten es auf einmal die Woche. Außer bei besonders kniffligen Spielen. Du musst nicht kommen, es ist freiwillig, aber es wäre eben besser-", er stockte und schien etwas an ihr zu suchen. „Wo ist eigentlich dein Besen?"
Ein heiseres, kehliges Krächzen war alles, was ihr entwischte. In ihrem Kopf wirbelte es wild umher. WIE konnte sie nur so dumm sein zu glauben, dass er etwas für sie empfand? Das er ihre Gefühle vielleicht erwiderte? Das er in ihr mehr sah, als die kleine, nichtsnutzige Schwester seines besten Freundes?
Sie war NICHTS in seinen Augen! Nicht mehr, wie ein weiterer Platz im Quidditch-Team! Ein Spieler ohne Besen!
Seine Augen weiteten sich entsetzt und er fuhr sich schleichend langsam durch das zerzauste Haar. Und genau diese Geste, versetzte ihr einen entsetzlich heftigen Hieb. Er sah so fantastisch aus, wenn er dies tat und unbewusst schien jede Phase seines wundervollen Körpers zu schreien, dass sie ihn niemals haben würde.
„Er hat es dir nicht gesagt, richtig?", sagte er dann schließlich leise.
Sie blieb stumm, rührte sich nicht. Die Wut wich der Enttäuschung nun gänzlich und es schmerzte mehr denn je.
„Verdammt Gin, das tut mir leid. Er sollte es dir sagen.", wisperte er, wirbelte herum und stürmte mit schnellen Schritten auf die Lichtung zu. „RONALD WEASLEY!", brüllte er dabei so laut, dass sie befürchtete, jeden Moment das gesamte Lehrerpersonal auftauchen zu sehen.
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Hermione schob langsam das Buch von sich und faltete den Zettel behutsam zusammen. Dann wagte sie es über ihre leicht zitternde Schulter zu blicken.
Und sie erblickte genau, was sie erwartet hatte. „Professor Snape.", sagte sie höflich und ruhig, doch ihre Hände zitterten.
Tiefschwarze Augen musterten sie, dann das Buch und den darin beschriebenen Trank. „Wen wollen sie bezirzen?", fragte er dann schroff. Er hatte ebenfalls ein Buch unter dem Arm geklemmt. Mit Sicherheit eines mit verbotenen Tränken oder ähnlichem...
„Niemanden.", sagte sie matt. „Es ist für eine Hausarbeit."
Seine Augen blitzten kurz auf. „Für welches Fach?"
Hinter ihren Schläfen ratterte es. Bei jedem anderen hätte sie jetzt behauptet, es wäre eine Nachforschung für Zaubertränke gewesen, doch diese Antwort wäre jetzt schier lebensmüde. Welches Fach sollte sie also wählen? Verwandlung passte wohl kaum und dabei hatte sie auch noch eine Erlaubnis von McGonagall. Und diese war auch noch abgelaufen, also schlichtweg gefälscht. Und Severus Snape war keiner der Lehrer, den man auf diese Weise täuschen konnte.
Was sollte sie also tun, um ihren Kopf wenigstens halbwegs zu retten?
Hermione stöhnte resigniert und blickte zu Boden. „Sie haben mich erwischt Professor.", hauchte sie schließlich. Snapes Augen blitzten verwundert auf. Er hatte sicherlich nicht mit einer solchen Antwort gerechnet.
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Wenige Sekunden später folgte sie dem aufgebrausten Schwarzhaarigen durch die Bäume. Direkt dahinter erwarteten sie die bekannten Gesichter des ganzen Quidditch Teams von Gryffindor. Einige redeten und diskutierten am Boden, die anderen waren in der Luft und zogen gekonnt ihre Bahnen, dabei arg darauf bedacht, nicht zu hoch zu fliegen und womöglich gesehen zu werden.
Innerlich ohrfeigte sich der Rotschopf immer noch für ihre eigene Dummheit. Hier stand sie nun, in ihrer besten Jeans, ihrem neuesten Shirt und mit offenem, wild im Wind wehendem Haar zum trainieren! TRAINIEREN!
Wütend ballte sie die Fäuste und folgte ihrem Abgebeten aber Unerreichbaren über die Wiese, hinüber zu ihrem Bruder, der seinen Gegenüber verdattert anstarrte.
„Sollte ich es ihr vor Pomfrey sagen?", knurrte Ron.
„Natürlich nicht, aber es gab keine anderen Gelegenheiten, richtig? Du hast deine Schwester in den letzten 24 Stunden nicht einmal gesehen? Oder davor? Ich habe dir direkt nach dem Training die Aufgabe gegeben-", brüllte Harry zurück und einige der Umstehenden musterten die Streithähne interessiert.
Ihr Bruder machte einen Schritt nach vorne und schnitt seinem besten Freund das Wort ab. „Warum hast du es ihr nicht gesagt? Du hast sie doch genauso oft gesehen!
„Weil es deine Schwester ist Ron!"
Da war es! Direkt aus seinem Mund!
„Hört auf Jungs!", mischte sich nun Sarah ein, warf ihren Besen achtlos zu Boden und machte sich daran, die Streithähne zu trennen.
Die beiden Jungen blickten sich einen Moment wütend an, bevor der Schwarzhaarige herumwirbelte und über das Feld zurück geschossen kam. Seine Augen funkelten vor Zorn und er würdigte ihr keines einzigen Blickes, als er sie passierte.
Ihre Finger bohrten sich noch tiefer in das Fleisch ihrer Handflächen, als sie ihm nachsah und versuchte gegen die aufsteigenden Tränen anzukämpfen. Sie wusste nicht, ob sie wütend auf sich selber, auf ihn oder auf Ron sein sollte.
„Wunderbar, hau ab, so wie immer!", schrie Ron ihm nach, doch auch auf das reagierte er nicht.
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„Wobei habe ich sie erwischt, wenn ich genau fragen darf?", zischte er nach einer kurzen Schweigensminute.
„Nun ja...", brachte sie gespielt gedrückt hervor und Schluchzte leise, bevor sie fort fuhr. „Ich wollte einen Liebestrank brauen. Für einen Jungen.", beendete sie den Satz so leise, das man ihn kaum verstanden haben musste.
Snape musterte sie mit einer hochgezogenen Augenbraue. „Das ist verboten, Miss Granger!"
Wieder quälte sie sich ein Schluchzen ab, drückte mühsam ein paar Tränen hervor. Ihr Herz raste. Selbst wenn sie glaubwürdig klingen mochte, hatte sie keinen Schimmer ob es genau bei Snape klappen würde. Die Chancen standen sicherlich bedenklich schlecht. Zumal viele behaupteten, Severus Snape besäße kein Herz.
„Er sagte er liebt mich.", schluchzte sie. "Und ich habe es natürlich geglaubt!", fügte sie zischend hinzu und wischte sich eine Träne fort.
Er hatte nun beide Augenbrauen hochgezogen und musterte sie, als wäre ein siebtes Weltwunder vor seinen Augen. „Von ihnen hätte ich mehr Verstand erwartet, Miss Granger!", klirrte er matt. Doch seine Augen funkelten merkwürdig.
Sie nickte zustimmend. „Ich auch. Aber-", begann sie leise und versuchte noch ein weiteres Mal auf die Tränendrüse zu drücken.
Er winkte heftig ab. „Kein aber, Miss Granger! Sicherlich haben sie auch keine Erlaubnis, hier zu sein, liege ich da richtig?"
Ein zustimmendes Nicken. Innerlich fluchte sie, natürlich hatte es nicht funktioniert. Wie konnte sie auch etwas anderes von Snape erwarten? Vor allem, da sie sich in den letzten Monaten mehr als intensiv mit diesem Mann beschäftigt hatte.
„Wie sind sie dann hier rein gekommen?"
Langsam zog sie McGonagalls Erlaubnis aus dem Umhang und reichte sie ihm. Seine Tiefschwarzen Augen fuhren schnell und achtsam über das Blatt Papier. Auf dem Knick blieben sie liegen.
„Sehr gewitzt. Abgelaufen!", zischte er und ließ den Zettel in seinem Umhang verschwinden. Sicherlich würde er ihm McGonagall übergeben.
Wieder stöhnte sie. Was hatte sie überhaupt dazu getrieben, es überhaupt zu versuchen.
„Nun!", knurrte er, wobei er sie fixierte. „20 Punkte Abzug Miss Granger, für unerlaubtes Betreten der verbotenen Abteilung und eine Woche Nachsitzen. Ich erwarte sie am Montag in den Kerkern!", sagte er schmetternd, griff über den Tisch hinweg zu dem Wälzer der immer noch aufgeschlagen vor ihr lag und ließ diesen geräuschvoll zuschlagen. Dann klemmte er ihn sich unter den anderen Arm.
Hermione blickte ihm entsetzt und verwirrt zugleich hinterher. 20 Punkte und eine Woche nachsitzen? Die Strafen für unerlaubtes herumstreunen auf den Fluren waren höher und sie hatte offiziell versucht einen Mitschüler zu verhexen. WAS war also hier los, dass er die Gelegenheit nicht gleich nutzte, sie womöglich noch von der Schule zu verweisen, auch wenn er damit wohl nicht wirklich durchgekommen wäre! Doch mindesten 50 Punkte Abzug und einen Monat nachsitzen hatte sie erwartet.
Der schwarzhaarige, sehnige Mann beförderte das Buch mit einem Zauber zurück in das Regal und blitzte sie dann erwartungsvoll an. „Worauf warten sie? Machen sie, dass sie hier raus kommen!"
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Etwa 2 Stunden später ging sie mit Ron zusammen zurück zum Schloss. Er hatte darauf bestanden sie zu bringen. Wenigstens ein kleines bisschen Gentleman schien in ihm zu schlummern, auch wenn er ein totaler Idiot war, was den Rest betraf.
Wirklich geflogen war sie jedoch nicht. Ihr fehlten dazu einfach die Lust und auch die körperliche Verfassung. Ihr Magen war immer noch in Aufruhe, nicht zuletzt aufgewühlt durch die Geschehnisse von zuvor.
„Es tut mir leid Gin, ich hab's echt vergessen!", sagte Ron entschuldigend.
Wüsste sie es nicht besser, würde sie denken, er könnte Gedanken lesen. „Egal.", log sie. Ihr Bruder war der Letzte, dem sie ihr Herz ausschütten wollte. Eher würde sie es Harry selber sagen, da war es sicherlich besser aufgehoben, als bei der unfreiwilligen Tratschtante neben ihr.
Ron antwortete nichts, schlich schweigend neben ihr her.
„Er ist in der letzten Zeit sehr launisch.", brach sie nach wenigen Minuten die Stille.
Ron blickte verwirrt auf. „Ja, es liegt an dieser Sache, vom letzten Jahr."
„Sirius."
„Gin!"
„Ron, es ist Ok, wir beschmutzen sein Andenken doch nicht, wenn wir ihn erwähnen!", tadelte Virginia ihren älteren Bruder.
„Das sollten wir aber nicht in Harrys Gegenwart, sonst passiert so was wie gerade! Er verpisst sich einfach!"
„Es ging doch gar nicht um Sirius."
„Stimmt! Prinzipiell wollte er eh nicht bleiben, aber es ist eben typisch.", knurrte er leise.
Die ersten Umrisse von Hogwarts tauchten vor ihnen in der Dunkelheit auf.
„Warum wollte er eh nicht bleiben?", fragte das Mädchen stirnrunzelnd.
„Hast du seinen Besen irgendwo gesehen?", fragte Ron spitz.
Virginia zog erstaunt die Augenbrauen hoch. Ron hatte Recht, Harry war ohne Besen gekommen.
„Außerdem kommt er in der letzten Zeit eh nur noch zu den regulären Trainingtagen. Und selbst die verpasst er ständig!", fuhr der männliche Weasley fort.
„Warum?", fragte Virginia besorgt.
„Na, wegen Cho und ihrer verdammten Fick-Beziehung!", erwiderte Ron wütend, schien sich im nächsten Moment aber selber auf die Zunge zu beißen.
Ihre Knie begangen entsetzlich zu zittern und die gewohnte Übelkeit der letzten Tage stieg schlagartig in ihr hoch. Sie musste mehr als nur stark dagegen ankämpfen, sich in den nächst bestem Busch zu übergeben.
„Sag ihm und Mione nicht, dass ich es dir gesagt habe! Ich glaube, dass solltest du nicht wissen!", sagte ihr Bruder schließlich flehend.
Sie nickte stumm, immer noch gegen den Brechreiz und dem dazugekommen Druck hinter ihren Schläfen ankämpfend.
Harry und Cho...
Es hallte durch ihren ganzen Körper, schien sie mehr als nur zu verspotten. Warum reichte es nicht, sie nur zu Boden zu reißen, warum musste man auf ihr herumtrampeln? Sie treten bis sie blutete?
Harry und Cho!
Huhu ihr Süßen! Erst einmal muss ich mich entschuldigen, dass es hier etwas länger gedauert hat. Nun ja, es ging schneller wie beim letzten Mal, aber es wäre schneller gegangen, wenn ich nicht erstmal Dryed Tears beendet hätte. Naja, aber nun hab ich für´s erste mehr zeit für dieses gute Stück... :D
Großer Dank geht wie immer an meine lieben und treuen Reviewer und Leser...
Moin (Na, ab jetzt dürfte es etwas schneller voran gehen! Jedenfalls werde ich mir Mühe geben), MrsGaladriel (Habt ihr mich also doch noch durchschaut. Sehr fies, ich weiß! Aber, die arme Ginny wird noch ne Menge duchmachen...;)), black-eyed-april (Ok, ich denke ich hätte es sicherlich NOCH schlimmer machen können. Aber, für den Anfang reichte das doch, oder? Eine voll anwesende Cho, wäre sicherlich Ginnys aus... Aber, mal sehen, was noch so alles kommt... Neben weiteren Schreckenserlebnissen mit Snape... ;)), haunted jess (Ich mache ja schon weiter...), shila848, Anny Ann, Lucky Shadow, blub, Little Nadeshiko (Danke... knuddel Zu der Sache mit Virginia/Gunivra...Mittlerweile weiß ich es, aber als ich die Story begonnen habe, dachte die halbe Welt noch, sie hieße Virginia. Ich liebe diesen Namen, was man von JKR´s Version leider nicht behaupten kann... ;) Deswegen behalte ich ihn in dieser Story einfach bei...), Gwendolyne (Tja... Was soll ich noch sagen? Ich bin eben sadistisch... ;)), Reason (Das freut mich.. :D Wie war es denn in London?? DA möchte ich nämlich unbedingt auchmal hin... :( Naja, ich hoffe es hat sich gelohnt. Und wie war das Wetter? Da soll es ja immer regnen...), Nicky, milva, die-na (Ähm... Ja?!? ;) :D)...
Ich liebe euch alle, ihr seit wirklich die besten... knuddel&knutsch
