Hallo und so!
Wir schreiten voran. Sorry, dass es so lange gedauert hat, aber ich hatte viel Arbeit. Wünsche euch viel Spaß beim Lesen undmir viele Reviews.
Gruß, wickienchen
Hochzeitsvorbereitungen
Draco
brachte Hermione wieder zum Kamin, um sie zu verabschieden. Dieses
Mal jedoch küsste er sie zum Abschied auf den Mund. Hermione
wunderte sich ein wenig, sagte aber nichts dazu, nahm das Fohpulver
und verschwand in den Kamin. Kurz darauf betrat Hermione den Kamin
der Weaslys. Dort wurde sie bereits erwartet. Die Neuigkeit von der
Hochzeit hatte sich bereits verbreitet – Concordia und Narzissa
hatten ganze Arbeit geleistet.Hermione und Ginny machten sich
gemeinsam auf in die Winkelgasse, um Brautkleid und
Brautjungfernkleid auszusuchen. Gott-sei-Dank gab es in der
Winkelgasse ein Geschäft, das sich speziell auf solche
Ereignisse eingerichtet hatte. Es gab dort traumhafte Kleider. Die
Geschäftsinhaberin, Madame Birdie beäugte die beiden
Mädchen kurz und fragte dann: „Womit kann ich Ihnen dienen,
meine Damen?" „Ich brauche ein Brautkleid und meine Freundin hier
wird meine Brautjungfer, sie braucht auch ein Kleid." Die Dame
nickte. Sie brachte die beiden Mädchen in einen Anproberaum und
war kurz darauf mit verschiedenen Braut- und Brautjungfernkleidern
wieder zurück. Es waren wirklich wunderschöne Kleider, vor
allem waren sie wirklich voll und ganz auf die beiden Mädchen
abgestimmt.
Für Hermione hatte die Verkäuferin drei
verschiedene Modelle gebracht: ein cremefarbenes, ein naturweißes
und ein goldenes Kleid. Natürlich hatten alle drei Kleider
unterschiedliche Schnitte. Das cremefarbene Kleid hatte ein
trägerloses Corsagenoberteil und einen wunderbar fließenden
Rock, das naturweiße glänzte durch ein Holderneck und
einen sehr tiefen Rückenausschnitt mit einem einfachen Rock, der
bis halben Oberschenkel geschlitzt war.
Doch am elegantesten war das
dritte Kleid. Das Oberteil war sehr figurbetont und der Rock setzte
erst kurz über der Hüfte an. Das Dekolleté
war sehr schön, aber nicht übertrieben und das Kleid hatte
lange Ärmel. Doch das raffinierteste war, dass sich über
dem Kleid noch eine Lage Stoff befand. Ein leicht fallender,
hauchzarter Stoff, der im Empirestil und mit wallenden Ärmeln
die Schönheit der Trägerin sehr betonte. (A/N: Wer sich das
Kleid nicht vorstellen kann, dem empfehle ich den Film „Der erste
Ritter" - schaut euch das Hochzeitskleid von Ginevre an!)
Hermione sah aus wie eine Prinzessin. „Deinem Bräutigam wird die Luft wegbleiben", meinte Ginny. Hermione strahlte und gab das Kompliment an ihre Freundin zurück: „Du bist aber auch nicht zu verachten Ginny, du siehst wunderschön aus!" Womit sie recht hatte. Ginny trug ein blassgrünes Empirestil-Kleid, welches ihre zarte Figur unterstrich und ihre wunderschönen roten Haare zur Geltung brachte. „Ich glaube, dass Harry sich dir nicht mehr entziehen können wird!" Hermione grinste. Sie wusste wie sehr Harry und Ginny sich mochten und dass Harry nur zu Ginnys Schutz keine Beziehung mit ihr einging. Für Ginny war das natürlich nicht wirklich leicht zu verkraften, aber sie wusste, dass Harry sie über alles andere stellen würde, wenn nicht dieser vermaledeite Zauberer wäre, der die Weltherrschaft an sich zu reißen versuchte. Selbst mit dem Gedanken an diese Situation im Hinterkopf musste Ginny Hermione recht geben, doch Hermione war eindeutig die Braut, der man die Show nicht stehlen konnte. Sie war einfach wunderschön, obwohl sie kein Make-up trug und ihre Haare nicht wirklich gestylt hatte. Irgendwie leuchtete sie von innen.„Du siehst so glücklich aus, Hermione." „Ginny, ich bin glücklich. Wir verstehen uns ziemlich gut. Er ist überhaupt nicht mehr der, der er in der Schule war." „Was meinst du damit?" „Naja, er ist nett, zuvorkommend, hilfsbereit und wirklich schüchtern." „Was Dra..." Hermine zischte zu Ginny hinüber, um sie aufmerksam zu machen, diesen Namen nicht auszusprechen. „Der ist schüchtern! Das kann ich mir beim besten Willen nicht wirklich vorstellen!" „ Ich denke, da gibt es so einiges, dass du dir nicht einmal Ansatzweise von ihm vorstellen kannst." Die beiden Mädchen hatten sich inzwischen schon wieder umgezogen und waren auf dem Weg ihre Kleider zu bezahlen. Ginny wollte das Kleid selbst bezahlen, aber als sie sah, was es kosten sollte, war sie froh, dass Concordia bereits arrangiert hatte, dass die Kleider aus ihrem Verließ bezahlt werden sollten. Diese beiden wunderschönen Gewänder kosteten in den Augen der beiden Mädchen ein kleines Vermögen. Beide konnten aber nicht bestreiten, dass sie es nicht wert gewesen wären. Die wunderschönen Kleider wurden magisch (kitterfrei und transportfreundlich) verpackt, sodass Draco keinen Blick darauf werfen konnte.
Die beiden Mädchen schlenderten noch ein wenig
durch die Winkelgasse, sprachen aber nicht viel miteinander –
zumindest nichts wichtiges. Ginny interessierte sich aber brennend
für Dracos neues Gesicht, deshalb zog sie ihre Freundin in den
Tropfenden Kessel, um wieder in den Fuchsbau zu kommen. Dort verzogen
sich die beiden Mädchen nach einem kurzen Lagebericht bei Molly
in Ginnys Zimmer. „So, jetzt erzähl doch bitte etwas über
Draco, Hermione. Ich finde das furchtbar unfair, zuerst spannst du
mich auf die Folter und dann redest du in der Winkelgasse kein
bisschen über ihn." „Sei nicht böse Ginny, aber du
weißt, dass die Wände vor allem in der Winkelgasse Ohren
haben und ich möchte meinen Verlobten nicht verlieren. Nicht
jetzt, wo ich ihn wirklich kennengelernt habe."„Höre ich da
ein klein bisschen mehr heraus?" fragte Ginny lächelnd. „Ich
denke schon. Ich glaube ich bin dabei mich in ihn zu verlieben. Ach
Ginny, schau nicht so. Er ist wirklich nett. Und wenn du so eine
Kindheit hinter dir hättest ..." „Hermione, du bist mir
heute etwas zu kryptisch. Ich weiß ja, dass Lucius kein
Sonnenschein ist, aber etwas deutlicher musst du schon werden!"
Hermione erzählte Ginny von dem Link und einigen Szenen, die
Draco ihr gezeigt hatte. Auch den sexuellen Missbrauch ließ sie
nicht unter den Tisch fallen. Ginnys Augen weiteten sich immer mehr
und als Hermione geendet hatte, war sie unfähig gleich etwas zu
sagen. Nach einem Moment fand sie jedoch ihre Sprache wieder und
meinte: „Oh mein Gott, der kann einem ja wirklich leid tun. Schön
langsam kann ich nachvollziehen, warum er so ekelhaft zu uns war."
„Weißt du was, er hat sich für sein Verhalten sogar
entschuldigt und gemeint, ich solle ihn nicht heiraten, denn er wäre
sowieso für alle nur eine Belastung." „Ist nicht wahr!"
Hermione nickte traurig, aber dann fuhr sie fort: „Und weißt
du was heute war? Er hat mich geküsst!" „Wie geküsst?"
„Na richtig geküsst mit Zunge und allem drum und dran!"
„Und?" „Es war himmlisch. Ich fliege jetzt noch immer, wenn ich
daran denke." Ginny grinste bei dieser Antwort ihrer Freundin. „Ich
glaube du bist nicht dabei dich zu verlieben, du bist es nämlich
schon. Und weißt du noch was, ich finde es schön, dass du
jemanden hast und ich wünsche dir, dass er immer zu dir steht,
so wie du jetzt zu ihm!" Jetzt war es an Hermione sprachlos zu
sein. Sie ging auf ihre Freundin zu und umarmte diese. Die beiden
Mädchen setzten ihre Konversation noch längere Zeit fort,
bis sie beide, völlig k.o. auf Ginnys Bett eingeschlafen waren.
