Letzte Planungen – Teil I
Gegen Abend kamen sie zu Hause an – bis zur letzten Minute hatten sie die Zweisamkeit auf ihrer Insel ausgekostet und ausgenutzt. Am nächsten Morgen waren sie zum Brunch bei Cassies Eltern eingeladen, doch dieser Abend gehörte noch ihnen alleine, ein Umstand, den besonders Tom genießen wollte.
„Herzlich Willkommen", wurden sie in der Eingangshalle von ihren Hauselfen begrüßte. Cassie strahlte und drückte dankbar die kleinen Hände. „Danke, danke schön. Es ist schön, so empfangen zu werden."
Tom schmunzelte, seine Kleine und die Hauselfen. Sollte sie ruhig – er war selbst dagegen, dass die dienstbaren Geister misshandelt wurden. Deshalb hatte er sofort zugestimmt, als Cassie ihm ihre Vorschläge für deren Unterbringung und die Uniformen unterbreitete. „Auch ich bedanke mich für diesen schönen Empfang – so macht das Nachhause kommen doppelt Spaß. Vor allem, weil dieses wunderschöne Geschöpf an meiner Seite endlich meinen Namen trägt und jetzt hier bei mir wohnt."
Cassie errötete und die Elfen schmunzelten – sie hatten bereits gemerkt, dass in diesem Haus ein ganz anderer Wind wehte als in den meisten. „Wir haben alles so vorbereitet, wie Master es wünschte", meldete sich der Oberelf zu Wort.
„Vielen Dank Mipsy." Tom hob Cassie auf seine Arme und ging mit langen Schritten in Richtung Mastersuite.
„Was planst du und warum trägst du mich schon wieder? Nicht, dass ich es nicht genieße, mein starker Mann, aber du hast mich doch schon über die Schwelle getragen."
„Ja, auf unserer Insel, aber noch nicht hier und der weitere Plan wird nicht verraten." Tom grinste und stieß die Tür zur Mastersuite auf. „Ich hätte eine Bitte", er legte Cassie aufs Bett. „Erlaube mir, dich heute hier zu beißen. Sozusagen als kleine Einweihung unserer gemeinsamen Mastersuite. Ich verspreche, ich werde dir nicht zu nahe treten."
Cassie errötete stark, doch sie zog Tom zu sich hinunter. „Du darfst mich überall dort beißen, wo du möchtest. du musst mir nicht immer versichern, dass du nichts gegen meinen Willen tust, Tom. Ich weiß das, ich genieße deine Zärtlichkeiten und ich mag die Bilder, die ich jedes Mal sehe, wenn du mich beißt. Wer würde das nicht, wenn man weiß, wie traumhaft gut der Partner aussieht und wie süß und lieb er seine Frau behandelt.
Denk daran, solltest du in der Nacht oder spät abends weggerufen werden, kommst du bitte in mein Zimmer. Es steht dir jederzeit offen. Ich möchte nicht aufwachen und merken, dass du nicht da bist, da würde ich mir nur Sorgen um meinen geliebten Mann machen."
Tom sah sie verblüfft an. „Du hast richtig gehört – mein geliebter Mann." Cassie lächelte süß und schlang ihre Arme um seinen Hals. „Ich liebe dich, hab mich schon in dich verliebt, als du nur mein Tischherr warst. Doch ich dachte nicht, dass ich jemals bei dir eine Chance haben könnte. Du siehst traumhaft gut aus und was hab ich dir schon zu bieten: Ich bin klein, unscheinbar und nur am lesen und lernen."
Tom unterbrach sie, indem er ihrem Mund mit dem seinen verschloss. Seine Zunge bat um Einlass und verwickelte die ihre in ein spannendes Duell, das er schließlich gewann. „Auch wenn wir keine Seelenpartner wären, Cassiopeia, hätte ich dich erwählt zu meiner Frau. Du bist wunderschön, passt genau in meine Arme und ich liebe kleine, zierliche, intelligente Frauen, besonders, wenn sie Cassiopeia Aurora Bellatrix Lestranges-Gryffindor-Slytherin heißen oder Hermine Jane Granger.
Glaube mir, auch Hermine hätte ich gerne zu meiner Frau gemacht – denn auch in sie habe ich mich auf den ersten Blick verliebt. Hermine, Mia wie deine Geschwister dich nennen, weckte sofort meinen Beschützerinstinkt. Weder meine süße Hermine noch meine kleine Cassiopeia sind unscheinbar, sondern wunder-, wunderschön und einfach nur liebenswert. Ich liebe dich, mein wunderschönes Mädchen."
Lange kuschelten sie so und tauschten verliebte Zärtlichkeiten aus. Doch schließlich erhob Tom sich seufzend. „Meine Überraschung wartet noch – ich würde gerne später auf dein Angebot zurückkommen, vielleicht trägst du dann eines der bezaubernden Nachthemden für mich?"
„Jederzeit mein Gemahl." Cassie störte es überhaupt nicht mehr, dass Tom sie im Nachthemd sah. Warum auch – sie waren verheiratet und Toms Blick gefielen ihr sehr, wenn er sie so bewunderte.
Eng umschlungen gingen sie viele Treppen auf und ab. „Du führst mich in die Irre", lachte Cassie übermütig und piekste Tom in die Seite.
„Ein wenig, meine kleine Cassie", Tom schmunzelte, Cassie versuchte jetzt, ihn zu kitzeln. „Zwecklos, Süße, ich bin nicht kitzelig."
„Schade, war aber ein Versuch wert." Cassies Kleid wurde jetzt hochgeschlossen und ließ ihre Figur unförmig erscheinen, ähnelte einen Kartoffelsack.
„He, verschandel nicht diese hübsche Figur." Tom wedelte mit der Hand und das Kleid war kürzer als zuvor, der Ausschnitt tiefer.
„Jetzt sieht man ja alles", Cassie lachte und änderte dies schnell wieder ab. Das ehemals mintfarbene Kleid war jetzt pink-orange – die Farbe tat Tom in den Augen weh -, dazu färbten sich Cassies Haare knallblau.
„Weib", knurrte Tom gespielt böse und änderte das Kleid wieder ab – jetzt war es wieder knielang und der Ausschnitt war nicht zu tief. „Ich darf alles von dir sehen und sonst keiner."
„Und darüber bin ich froh", Cassie lächelte, dieses kleine Spielchen hatte ihr gefallen. „Ich werde dich im Unterricht wahrscheinlich nur anhimmeln und kleine Briefchen für dich schreiben. Was glaubst du, was meine ehemalige beste Freundin sagen wird, wenn sie uns knutschend im Klassenraum vorfindet."
Tom überlegte einen Moment und prustete dann los. „Ach du bist es Ginny", Cassie sprach mit gelangweilter Stimme, „merkst du nicht, dass Du störst, ich dachte eigentlich, ich könnte mit meinem Schatz einige ungestörte Minuten verbringen. Prof. Gryffindor-Slytherin, ich erwarte Sie dann nach dem Unterricht in unserem Schlafgemach. Dort können Sie beenden, was Sie heute Morgen begannen."
„Ich bin dabei, Cassie, ich freu mich schon auf Dumbledores Gesicht, wenn er merkt, dass der Dunkle Lord in Hogwarts ist."
Schließlich hatte Tom Erbarmen und führte Cassie in eine wunderschöne Schwimmhalle. „Der Raum hier war eh ungenutzt", erklärte er grinsend. „Ich ließ große Fenster einbauen, damit mehr Licht hineinkommt. Ich möchte dich aber bitten, sie auszustatten, Liegen, Stühle – alles was du magst, mein Herz."
Cassie strahlte und zog Tom hinter sich her. „Ein kleiner Strand, eine Grotte, ein Wasserfall – du hast an alles gedacht." Sie nahm seine Hand und zog sie an ihre Lippen. „Ich hab da schon einige Ideen."
„Hab ich mir schon gedacht", Tom schmunzelte und schob seine Frau in die Umkleidekabine. Wenig später waren sie im Wasser und schwammen nebeneinander her. „Ich dachte mir, wir können hier unsere erste Pyjamaparty mit den Zwillingen veranstalten."
„Ashley und Joshua werden begeistert sein."
Anschließend saßen sie einträchtig nebeneinander, sahen sich Kataloge an und Cassie erläuterte ihre Ideen, während Tom die Bestellungen aufschrieb. Dabei tranken sie Champagner und genossen ihr Abendessen, beobachteten den Sonnenuntergang.
Bella schloss ihre Tochter fest in die Arme. „Mein Schätzchen, gut siehst du aus – Tom scheint hervorragend auf dich aufzupassen."
„Das tut er, Mom. Er ist sehr fürsorglich und aufmerksam – er denkt immer erst an mich, bevor er an sich denkt", vertraute Cassie ihrer Mutter an, während sie nach dem gemeinsamen Brunch spazieren gingen, die Zwillinge tobten ausgelassen vor ihnen herum. „Immer wieder versichert Tom mir, dass er niemals etwas gegen meinen Willen tun würde, dass ich das Tempo bestimme."
„Dein Dad war genauso – ist er immer noch", Bellatrix schmunzelte. „Ich hab ihn tausendmal gesagt, dass ich seine Berührungen, seine Zärtlichkeiten genieße. Doch erst nach unserem ersten Mal dachte er auch einmal – jedenfalls ein kleines bisschen – an sich. Du hast ja schon einen ersten Einblick bekommen, wie es sein wird."
Cassie errötete: „Ja, die Bilder, wenn Tom mich beißt. Eigentlich müsste ich mich fürchten vor seiner Leidenschaft, die ich sehe. Doch ich genieße es, freue mich jedes Mal, wenn Tom beginnt meinen Hals zu küssen."
„Ich weiß, was du meinst", Bella legte den Arm um die Jüngere. „Dein Vater ließ mir die Wahl, wann ich schwanger werden wollte. Wie du vielleicht weißt, muss ein weiblicher geborener Vampir schwanger werden wollen, um ein Baby zu empfangen."
„Wir, wir müssen also nicht verhüten?" stotterte Cassie.
„Genau, sehr praktisch, wenn man es in besonders leidenschaftlichen Situationen mal vergisst." Bellatrix lachte, als sie das hochrote Gesicht ihrer Tochter sah. „Entschuldige, vielleicht möchtest du über so etwas lieber mit Hannah besprechen als mit deiner alten Mom."
„Nein, ich glaube eher, Hannah würde gerne an dem Gespräch teilnehmen. Das wird sie vielleicht auch noch nicht wissen."
„Wir erklären es ihr später zusammen", schlug Bella vor. „Es stört dich also nicht, dass ich so offen bin?"
„Nein, gar nicht. Ich möchte mich Tom gegenüber schließlich richtig verhalten. Und wozu hast du dich entschieden?"
„Du meinst mit dir, mein Schätzchen?" Cassie nickte.
„Ich entschied mich für unsere Hochzeitsnacht, genauso wie deine Tante Cissy, Tante Andromeda und habe es nie bereut, gleich beim ersten Mal schwanger geworden zu sein. Ich würde jedes Mal wieder so handeln. Dein kleines Geschwisterchen hier", Bella strich sich über ihren Bauch, „ist das Resultat deiner Rückkehr. Ich war so glücklich – du warst wieder da und ich bekam die Zwillinge. Da war es für mich logisch, dass ich mir wieder ein Baby wünschte. Ein Baby, damit unser Josh nicht mehr der Jüngste ist", Bella zwinkerte, sie hatte schon einige Male mitbekommen, dass Ashley ihrem Zwilling ab und an unter die Nase rieb, dass sie die Ältere wäre.
„Josh wird sich freuen", Cassie lachte, „genauso wie Ashley und ich mich freuen werden. Ich glaube, ich werde es genauso halten wie du, werde es aber erst noch für mich behalten, bis ich mir ganz sicher bin."
„Ging mir genauso. Ich freu mich für dich. Ich war mir unsicher, wie du reagieren würdest, wenn wir dir erklären, dass du Tom heiraten musst. deshalb war er ständig dein Tischherr oder ich sorgte dafür, dass du seine Begleitung bei deiner Vorstellung warst."
„Ich mochte Tom von Anfang an", gestand Cassie, „ich hab mir aber überhaupt keine Chancen bei ihm ausgerechnet. Tom sieht gut aus, ist charmant und gewandt, er ist ein exzellenter Tänzer. Ich, ich hab doch gesehen, wie die ledigen Frauen und Mädchen ihn auf dem Vampirtreffen ansahen und seine Nähe suchten.
Ich dagegen bin unscheinbar und ständig nur am lesen und lernen. Doch Tom erzählte mir, dass er sich auch in Hermine Jane Granger verliebt und diese geheiratet hätte. Er, er hat mir sogar gesagt, dass er mich liebt", die junge Frau strahlte.
Bella schmunzelte, da war anscheinend nicht nur ihr Schwiegersohn verliebt, sondern ihre Tochter hat es auch schlimm erwischt. Es freute sie auf alle Fälle. „Ich glaube, ich sollte dir einen Spiegel schenken, Cassie. Weder Hermine noch Cassiopeia sind unscheinbar – sie sind bildhübsche Mädchen, die man einfach nur lieb haben muss. Ich hoffe, Dein Tom wird dich bald davon überzeugen."
„Er gibt sich auf alle Fälle sehr viel Mühe", lachte Cassie. „Wir würden die Zwillinge später gerne mitnehmen und eine Pyjamaparty veranstalten. Tom hat übrigens eine Schwimmhalle bauen lassen – er meinte, der Platz wäre eh ungenutzt und wir würden ja beide gerne schwimmen. Auch wenn es wohl ein Vorwand dafür ist, mich öfters im Bikini sehen zu können."
„Pyjamaparty in der Schwimmhalle – die Mäuse werden begeistert sein. Aber möchtest du nicht lieber noch einige Stunden alleine mit Tom verbringen bevor die Schule wieder losgeht?"
„Das kann ich immer noch – und so können Tom und ich schon etwas Vater, Mutter, Kinder spielen."
Wie erwartet jubelten die Zwillinge, als sie mit nach Mystery Castle durften. Begeistert tobten sie durch die Schwimmhalle mit ihrem großen Bruder herum, während Cassie das Picknick am Strand richtete. „Kommt heraus", lachte sie schließlich und winkte mit großen Handtüchern.
„Es war schön, Mia", sprudelte Joshua heraus, „danke, dass wir bei euch schlafen dürfen."
„Das haben wir euch ja versprochen." Cassie trocknete die Kinder ab und zog ihnen andere Sachen über. „Gefallen euch die Zimmer?"
„Ja, die sind voll toll – die sind so schön wie zu Hause. Mommy hat gesagt, wie bekommen bald ein Geschwisterchen", erzählte Ashley aufgeregt und biss in ihr Brötchen. „Bekommt ihr auch ein Baby."
„Im Moment noch nicht, Häschen. Aber irgendwann bekommt ihr Nichten und Neffen von uns. Tante Ashley und Onkel Joshua hört sich sehr gut an", Cassie grinste Tom mit roten Wangen an.
„Sehr gut", Tom zog Cassie in einen Kuss. „Und können wir euch schon einmal als Babysitter verpflichten, Mäuse?"
„Mmh", Ashley strahlte und Joshua grinste. „Können wir Jillian einen Brief schreiben? Wir müssen ihr doch erzählen, dass Mia den Märchenprinzen geheiratet hat."
„Eindeutig Slytherin", Tom schmunzelte und zog die drei in seine Arme. „Jillian wird sich bestimmt freuen über diesen Brief. Ihr diktiert und wir schreiben."
Eifrig wurde der Brief verfasst und die Zwillinge hatten eine Menge Spaß. Anschließend ging es noch einmal kurz ins Wasser und dann schliefen die Zwillinge auch schon ein. „Sehr pflegeleicht unsere Geschwister", schmunzelte Tom und trug die Zwillinge zusammen mit Cassie in ihre Zimmer. Er installierte einen Überwachungszauber und sie beobachteten die Kinder noch einige Minuten beim Schlafen. Toms Hand lag auf Cassies Bauch, streichelte vorsichtig darüber.
Cassie lächelte, diese Geste war eindeutig. Sie lehnte sich an Tom und öffnete ihre Gedanken für ihn. Sie stellte sich vor, dass sie gerade ihre eigenen Kinder ins Bett brachten – einen dreijährigen Jungen und ein Baby. „Gefällt mir, Engelchen."
Arm in Arm verließen sie das Kinderzimmer, wollten sich noch etwas in ihre kleine Bibliothek zurückziehen. Doch kaum dort angekommen, erhielt Tom einen Hilferuf über das Flohnetzwerk: „Tom, da gibt es wieder einen „Todesserüberfall", meldete sich Sev. „Es ist Castlebay."
„So ein blöder Hund", knurrte Tom und drehte sich zu Cassie um. „Ich muss weg, Cassie, tut mir leid. Ich verspreche, ich komm bald zurück. Nimm doch noch ein schönes Bad und leg dich dann hin."
„Pass auf dich auf, Tom, ich möchte dich nicht verlieren." Cassie liefen die Tränen die Wangen hinab.
„Engelchen, ich hab noch viel zu viel mit dir vor um unvorsichtig zu sein." Tom zog seine Frau in einen kurzen, dennoch sehr leidenschaftlichen Kuss. „Ich pass auf mich auf und meld mich bei dir sobald ich zurück bin. Nimm das Bad der Mastersuite." Mit diesen Worten war er verschwunden.
Cassie tat wie ihr geheißen und versuchte sich zu entspannen. Sie versuchte sogar, sich in Toms Gedanken einzuklinken, doch er hatte die Verbindung unterbrochen. „Es ist wohl sehr schlimm", flüsterte sie daraufhin vor sich hin und begann wieder zu weinen. „Nicht weinen, meine süße Cassiopeia", vernahm sie da Toms Stimme. „Mir geht es gut und allen anderen auch. Beruhig dich und entspann dich mein Mäuschen."
„Ich versuch's."
Lange hielt es Cassie in der Wanne allerdings nicht aus. Sie trocknete sich ab und zog sich eins von Toms Lieblingsnachthemden an: Weiß, bis zum Knie und mit einem kleinen Ausschnitt. „Ich glaube, ich sollte mich gelegentlich mal an Toms Hemden vergreifen, die sehen fast genauso aus", Cassie grinste. Sie begann Tom zu durchschauen. „Mein kleiner süßer Macho. Ich möchte nicht wissen, was du sonst noch an Wäsche oder Nachthemden für mich schon gekauft hast und diese jetzt versteckst. Da werden doch bestimmt auch noch so einige mehr als knappe Bikinis darunter sein."
„Das habe ich gehört", Tom stand grinsend in der Tür. „Ich will halt was von meinem Mädchen sehen und meine Hemden stehen dir jederzeit zur Verfügung."
Cassie grinste und lief zum begehbaren Kleiderschrank. Dort zog sie sich flink eines von Toms Hemden an. „Gefall ich dir?" Sie stand lächelnd in der Tür zum Schlafzimmer."
„Was für eine Frage", knurrte Tom und eilte auf sie zu. „Ich mach dir einen Vorschlag – kuschel dich etwas aufs Bett, ich mach mich kurz frisch. danach erzähl ich dir alles, wenn es dir noch nicht zu spät ist."
„Erst einmal muss ich mich überzeugen, dass du nicht verletzt bist, Tom." Cassie nahm Tom den Umhang ab und öffnete das Hemd. Ihre kleinen Hände fuhren über seinen Oberkörper.
„Fühlt sich sehr gut an, kleine Cassie", Tom schnurrte fast.
„Zieh die Hose aus", ordnete diese jetzt an.
„Wie Mylady wünschen." Tom öffnete seinen Gürtel und ließ seine Hosen fallen, so dass er nur noch in Boxershorts vor seiner Frau stand – die Schuhe sowie Socken hatte er schon vorher abgestreift.
Erst jetzt bemerkte Cassie, um was sie ihren Mann gebeten hatte. Sie wurde feuerrot schluckte, doch ließ nicht davon ab, diesen auf Verletzungen zu untersuchen. „Entschuldige, daran hab ich nicht gedacht."
„Cassiopeia – du bist die einzige Frau, die das von mir fordern darf. Und mir gefiel es, wie du dich um mich sorgtest. Mach weiter so." Toms Hände schlossen sich um Cassies Gesicht und küssten sie zärtlich. „In Badehose hast du mich doch auch schon so einige Male gesehen."
„Mmh." Cassies Arme schlossen sich wie von selbst um Toms Taille. „Es war die Hölle das Warten, besonders als ich merkte, dass du unsere Verbindung unterbrochen hattest."
„Ich wollte dich schützen – ich geh schnell duschen und danach erfährst du alles."
Cassie krabbelte in das große Bett, kuschelte sich in Toms Decke und lauschte dem Wasserrauschen. Nach 10 Minuten kam Tom schon wieder und legte sich zu ihr. „Komm in meine Arme, Cassie."
Seine Frau tat ihm den Gefallen – sie lag mit dem Rücken zu Tom. „Als wir kamen, war schon das totale Chaos ausgebrochen", erzählte Tom leise, während seine Hand über Cassies Bauch strich. „Einer meiner Leute lebt in diesem Dorf und informierte uns. Dumbledores Leute drangen in die Häuser ein und zerrten die Dorfbewohner heraus – es waren größtenteils Muggel. Sie folterten und töteten sie, egal ob Mann, Frau oder Kind. Sie flüchteten, als wir kamen, wir konnten niemanden mehr erwischen."
Tom schwieg mehrere Minuten, er zog Cassie dichter an sich, drehte sie herum und zog sie in einen Kuss. „Wir konnten nur noch vier Kinder retten, die Kinder meines Mannes dort sowie von Nachbarn – er war mit einer Muggel verheiratet, glücklich verheiratet. Lara war eine tolle Frau – Sev und ich waren einige Male zum Essen eingeladen. Sie lachte gerne und hörte immer zu, wenn wir von Dumbledores Mätzchen erzählten. Sie gab uns etliche Denkanstöße und schimpfe mit uns drei, wenn wir nur in vorgegebenen Bahnen dachten.
Zuletzt sah wir sie drei Tage, nachdem du wieder da warst. Ich erzählte Lara von dir, schwärmte von deiner Klugheit und deiner Schönheit. Lara lachte mich aus und meinte, auf dich Wundermädchen würde sie sich schon freuen und ich sollte dich recht bald mitbringen. Außerdem meinte sie, es wäre Zeit, dass du mich unter deine Fittiche nimmst. Der große böse Dunkle Lord bräuchte eine kleine, taffe Lady an seiner Seite."
Cassie lächelte: „Ich hätte sie gerne kennengelernt. Musste Lara sehr leiden?"
„Nein, zum Glück nicht. Ein Querschläger scheint sie getroffen zu haben. Die Kinder waren im Keller versteckt und bekamen zum Glück nichts mit. So viele Tote und alles nur, um es mir in die Schuhe zu schieben."
„Wo sind die Kinder jetzt?"
„Die Nachbarskinder, die ebenfalls magisch veranlagt sind, wohnen jetzt bei den Malfoys. Sie heißen Jamie, er ist sechs Jahre, und Tiffany ist vier Jahre. Laras und Kenneths Kinder heißen Patrick, acht Jahre alt, und Misty, sie ist fünf Jahre alt. Dad und Pa haben sie zu sich genommen – sie wollten immer schon mehrere Kinder haben."
„Hätte ich die Schule fertig, hätte ich darauf bestanden, dass sie zu uns kommen", flüsterte Cassie erschüttert. „Ich möchte morgen meine neuen Geschwister kennenlernen, Tom, und auch meine neue Cousine und Cousin."
„Wirst du."
Es dauerte eine Weile, bis Cassie völlig erschöpft einschlief – Tom hielt sie die ganze Zeit in seinen Armen und tröstete sie. Erst als sie ruhig und fest schlief stand er auf und trug seine Frau in ihr Zimmer. „Schlaf gut, meine Schöne, viel lieber würde ich dich bei mir behalten. Aber bald ist es soweit, da bin ich mir ganz sicher." Er strich Cassie die Haare aus dem Gesicht und gab ihr noch einen Gute-Nacht-Kuss.
Am nächsten Morgen wachte Tom von Kaffeeduft auf. „Morgen, mein Großer." Cassie saß auf seiner Bettkante – in der Hand einen Becher mit Kaffee. „Ich dachte mir, ich verwöhn dich ein wenig, solange die Zwillinge noch schlafen." Sie zeigte auf ihren Rock und ihre Bluse – beides war kurz und knapp gehalten.
„Du weißt, was deinem Mann so früh gefällt", Tom setzte sich auf und zog Cassie neben sich. Dass dabei der Rock höher rutschte, störte ihn überhaupt nicht. „Wunderschön, sehr sexy. Ich wusste gleich, warum dir dieser Rock stehen würde."
„Weil du einen sehr tiefen Einblick bekommst", Cassie lachte verlegen, aber sie hatte dieses Spiel angefangen und musste es jetzt auch beenden.
„Genau – trag ihn in einigen Wochen oder Monaten für mich und ich werde für nichts garantieren können."
„Wenn das dann in der Nähe von Dumbles geschieht, bekommt der gewiss einen Herzinfarkt."
„Du glaubst doch nicht, dass ich dich mit diesen Rock in die Nähe eines anderen Mannes lasse oder überhaupt in die Öffentlichkeit", Tom schnaubte, „nur ich darf dich so sehen."
„Mom hat mir schon prophezeit, dass du so reagieren wirst", Cassie kicherte und trank einen Schluck aus Toms Becher. „Mom hat mir ein wunderschönes elegantes Abendkleid ausgesucht für den Halloweenball, ich hoffe, es gefällt dir. Es ist elegant, silberfarben und besitzt einen sehr dezenten Ausschnitt. Daneben gibt es das auch noch in einer etwas anderen Version."
„Was für eine?"
„Nun, die sogenannte Ehemann-Version geht bis zum Knie und ist schulterfrei."
„Halloween ist dieses Jahr auf einen Freitag", überlegte Tom und sah Cassie grinsend von der Seite an. „Nach dem Ball reisen wir umgehend nach Mystery Castle und tanzen noch etwas in unserem eigenen Ballsaal."
„Männer."
Die Zwillinge unterbrachen ihr Gespräch, indem sie sich über den Überwachungszauber bemerkbar machten. Cassie stand auf und half Ashley und Joshua sich für das Frühstück fertig zu machen. Das Wetter war so schön an diesem Morgen, dass sie auf der Terrasse frühstückten. Mit kindgerechten Worten erklärten sie dabei den Kindern, dass es je zwei neue Kinder bei den Malfoys und den Gryffindor-Slytherins geben würde.
„Sind ihre Mommys und Daddys auch tot so wie unsere?" Ashleys Lippe zitterte und Tom zog sie tröstend in seine Arme.
„Ja, genau wie bei euch."
„Aber jetzt sind Tante Cissy, Onkel Luc, Onkel Ric und Onkel Sal ihre neuen Eltern, so wie Mommy Bella und Daddy Rod bei uns", Joshua kletterte Cassie auf den Schoß. „Jetzt haben wir wieder eine Familie und Mia ist mit dem Märchenprinz verheiratet und Jillian mal nicht.
„Genau so ist es, Häschen. Seid besonders lieb zu Jamie, Tiffany, Patrick und Misty."
Bevor sie nach Slytherin Castle aufbrachen, kontrollierte Tom haargenau Cassies Bekleidung, doch fand er an dem Sommerkleid nichts auszusetzen. Es zeigte nicht so viel und war auch nicht so kurz wie der Rock, den sie zum Morgenkaffee getragen hatte. Seine Frau amüsierte sich köstlich über dieses Verhalten und natürlich erzählte sie es auch sofort Hannah.
„Kommt mir bekannt vor – Sev ist genauso", Hannah grinste. „Ich habe vorhin scherzeshalber ein Kleid getragen, das extrem kurz war. Prompt hexte Sev es länger, und der Lieblingsplatz seiner Hand bzw. Hände ist seit der Trauung auf meinem Bauch und auf meinem Po. Mein Knie ist auch ein sehr bevorzugter Liegeplatz."
„Der von Toms Händen auch. Was machen die eigentlich, wenn wir irgendwann schwanger sind?"
„Euch überhaupt nicht mehr aus den Augen lassen", kam die zweistimmige Antwort.
„Männer", mehr sagten Cassie und Hannah nicht. Dann fielen sie ihren Schwiegervätern um den Hals und begrüßten die Anderen.
„Hallo Patrick, hallo Misty – tut uns leid wegen Eurer Eltern." Cassie und Hannah umarmten die Kinder.
„Das sind eure neuen Schwestern", stellte Godric vor. „Hannah ist mit Sev verheiratet und Cassie mit Tom."
„Mommy und Daddy haben von Euch erzählt", Misty liefen die Tränen über die Wangen. „Sie, sie haben gesagt, ihr kommt uns bald einmal besuchen."
„Das haben wir leider nicht mehr geschafft, Engelchen, das tut uns auch wahnsinnig leid. Wir haben so viel von euren Eltern und auch euch erfahren. Wir kriegen die bösen Menschen, die das getan haben, versprochen."
„Das hat Onkel Sal auch schon gesagt und dass, dass wir mit nach Hogwarts dürfen."
„Oder möchtet ihr lieber zu den Malfoys?" Godric zog die Kinder in seine Arme. „Dort sind ja auch Jamie und Tiffany."
Misty schüttelte den Kopf. „Mommy hat immer gesagt, wenn ihnen was passiert, dürften wir bei euch bleiben."
„Das dürft Ihr auch", Cassie strich ihr über den Kopf. „Nur in Hogwarts werden einige sein, die nicht allzu nett zu euch sein werden. Das bedeutet, ihr müsst ständig in unserer Nähe bleiben und euch auch nicht weglocken lassen. Bleibt ihr bei den Malfoys, besuchen wir euch selbstverständlich regelmäßig und ihr könntet zu uns kommen, sobald es in Hogwarts ruhiger wird. Glaub mir, Misty, ich hab auch schon die Auflage bekommen, mich nicht zu weit wegzubewegen von meinen Freunden oder von Tom."
„Bekommst du sonst Ärger?" forschte das Mädchen mitleidig nach.
„Den bekommt Cassie auf alle Fälle, Misty. Ihre kleinen Geschwister, die ein Jahr jünger sind als du, kommen mit den Eltern mit und wissen auch, dass sie in Hogwarts weniger Freiheiten haben werden als zu Hause."
„Dann müssen Patrick und ich auf alle Fälle mit, wir müssen doch auf Cassies Geschwister aufpassen. Die sind viel, viel kleiner als wir."
„Das ist richtig Misty, du bist süß."
Misty lief jetzt zu Salazar, der etwas abseits stand und gerade die Malfoys anflohte. „Da ist noch etwas, oder?" Patrick sah Godric, Sev und Tom forschend an.
„Ja. Du weißt ja, dass der Überfall so aussah, als wenn Tom und seine Todesser es getan hätten."
„Ja, aber ich weiß, dass Dad selbst zu Toms Leuten gehörte. Er war es also nicht."
„Richtig, Patrick. Der aktuelle Direktor von Hogwarts, Dumbledore, steckt dahinter. Doch bislang können wir es nicht beweisen. Er brachte vor Jahren auch die Eltern von Nate und Nick um, James und Lily. Besser bekannt als James und Lily Potter."
„Dann ist Nick Harry Potter!" Patrick war verblüfft.
„Ja, genau und Nate ist Neville Longbottom, dessen Eltern angeblich von den Lestranges – Cassies Eltern – in den Wahnsinn gefoltert wurden."
„Das waren die aber auch nicht, oder?"
„Nein, das waren meine Eltern nicht, doch sie kamen dafür für einige Jahre erst nach Nurmengard und anschließend nach Askaban. Eine Freundin von Mom nahm mich und versteckte sich mit ihrem Mann und mir bei den Muggeln." Cassie lächelte und verschränkte ihre Hand mit der von Tom.
„Also sucht ihr nach Beweisen in Hogwarts."
„Auch, erst einmal werden wir Dumbledore als Direktor absetzen und uns, die vier Gründer wieder einsetzen. Hogwarts wird völlig umgekrempelt, Dumbledore darf als Wahrsagelehrer bleiben, damit wir ihn unter Beobachtung behalten können. Daneben suchen wir selbstverständlich nach Beweisen. Während des Festmahls wird das ganze verkündet und eine unserer Hauselfen wird sofort das Büro und die Privaträume von Dumbledore sichern und nur seine wirklichen persönlichen Sachen packen und herausgeben. Alles andere bleibt dort."
„Daneben waren Cassie, Nate und Nick vor einigen Wochen im Zaubereiministerium und wurden dort von „Todessern" angegriffen und Nick hatte dort auch eine kleine Auseinandersetzung mit „Lord Voldemort". Wir wollen später einmal zusammen mit meinen Leuten, die angeblich im Ministerium waren, die Erinnerungen ansehen und schauen, ob wir herausfinden, wer das wer das wirklich war."
„Misty und ich kommen mit nach Hogwarts", bestimmte Patrick. „Wir passen auf die Zwillinge auf und vielleicht können wir auch helfen. Kinder fallen nicht so auf."
„Wir schauen mal. Wir müssen nur schauen, was wir Misty erzählen und was nicht. Sollte es irgendwann mal brenzlig werden, geht ihr mit den Zwillingen zu den Malfoys. Ihr bekommt Notfallportschlüssel und wir werden die Kamine mit einem Zauber belegen, so dass nur du mit den Kindern direkt zu den Malfoys flohen kannst. Sollte sich ein Erwachsener an euch hängen, der euch nicht freundlich gesonnen ist, wird er sonst wo landen."
„Wird für den nicht lustig", Patrick lächelte etwas.
„Morgen steht auch noch ein Besuch bei den Dursleys an." Tom grinste und rieb sich die Hände.
„Ja, ich freu mich schon auf meine alte Freundin Petunia", Sev grinste diabolisch.
„Muss ich eifersüchtig sein", Hannah sah ihren Mann unschuldig lächelnd an.
Severus knurrte und küsste seine Frau stürmisch. „Du weißt, Weib, das du die einzige Frau in meinem Leben bist. Du gehörst mir."
„Ich hör es halt immer wieder gern", Hannah lachte schallend, steckte damit alle an – selbst Patrick begann herzhaft zu lachen.
Später stießen die Malfoys zu ihnen. „Na, Dracilein, wie waren deine Flitterwochen mit Mommy und Daddy?" Severus gab sich keine Mühe, besonders leise zu sprechen. Draco wurde feuerrot im Gesicht, vor allem, weil jetzt auch die Familien Nott, Zabini, Crabbe und Goyle anwesend waren, zudem Walden McNair, Jugson, Mulciber, Avery, Antonin Dolohow, Augustus Rookwood mit ihren Ehefrauen. „War doch bestimmt lustig, seine Frau zu küssen, wenn Mommy und Daddy dabei sind. Musstet ihr eure Zimmertür offenlassen oder nicht. Dürft ihr überhaupt schon ein gemeinsames Zimmer haben oder gibt es eine Bettenkontrolle?"
„Oh man, Onkel Sev", jammerte Draco los. „Es tut mir leid, dass ich Hannah damals davon abbrachte, nach Slytherin zu gehen. Echt, sorry."
„Es geht ja nicht nur um Hannah", fauchte Severus los, dabei hielt er Hannah fest in seinen Armen. „Es geht auch um Cassie, Nate und Nick und ich möchte nicht wissen, wen du noch alles davon abbrachtest."
„Ich hatte auch die Wahl", meldete sich Luna leise zu Wort und sah Draco entschuldigend an. „Doch entschied ich mich für Ravenclaw, weil ich gerade ein Buch über Tante Rowena gelesen hatte und ich es spannend fand, den Gemeinschaftsraum nur betreten zu können, wenn ich jedes Mal ein anderes Rätsel lösen würde. Ich hatte auch die Wahl nach Gryffindor zu gehen, doch ich hätte mich eher für Slytherin entschieden als für dieses Haus, sorry Onkel Ric. Aber ich hatte gleich ein komisches Gefühl bei Ginny und Ronald Weasley."
„Okay, da hat Dray ja mal Glück gehabt. Aber ich werde auf alle Fälle noch mit Dean Thomas, den Creevy-Brüdern, Susan, Seamus Finnigan und auch Megan sprechen."
„Susan hatte auch die Wahl zwischen Slytherin und Hufflepuff – da wir uns schon auf dem Bahnsteig gut verstanden und sie meinen Zusammenstoß mit Draco mitbekam, kam sie mit nach Hufflepuff." Hannah schlang ihre Arme um Severus Taille und schmiegte sich in seine Arme.
„Und ich muss es jetzt noch schlimmer machen", Blaise meldete sich zu Wort, „Dean und Seamus hatten ebenfalls die Wahl zwischen Gryffindor und Slytherin: Dean wurde von Draco als dreckiges Schlammblut beschimpft beim Einsteigen in den Zug und zu Seamus sagte er Karottenkopf."
„Colin hatte ebenfalls die Wahl, genauso wie Dennis. Doch Colin wollte unbedingt in das Haus von Harry Potter und äußerte dies auch auf der Hinfahrt, woraufhin Draco ihn unsanft zur Seite stieß und Dennis folgte einige Jahre später Colin nach Gryffindor." Theo hielt für Ashley einen Eisbecher, die diesen hingebungsvoll auslöffelte.
Wie Tom es vorausgesagt hatte, war Theo hocherfreut über das Testergebnis gewesen. Er kam sofort mit seinen Eltern zu den Lestranges und besuchte das kleine Mädchen. Ihm tat sein Großonkel aber immer noch leid. Doch Ashley war einfach nur goldig – sie lachte ihn sofort an und wollte zusammen mit ihrem kleinen Bruder wissen (das Wort „klein" wurde ausdrücklich betont), ob er ein Freund von ihrer Mia sei.
Auch Theos Eltern waren mit der Seelengefährtin ihres Sohnes einverstanden und so schenkte Theo Ashley wie damals auch Tom einen Ring, dazu ein Kettchen mit einem Kleeblatt als Anhänger. Auf Joshuas Frage nach dem Warum, erklärte Bella ihren Zwillingen in kindgerechter Weise, um was es ging. „Und Theo ist wie Mias Tom?"
„Ja, Theo wird dein Tom, Ashley."
„Schön, ich mag es, wie Onkel Tom mit Mia umgeht. Willst du auch ein Eis, Theo?"
Seitdem war der sonst so stille und in sich gekehrte Slytherin richtig aufgeblüht. Er redete mehr und musste den Zwillingen bei jedem Besuch viele Geschichten erzählen und mit ihnen spielen. Und wenn er mal traurig wurde, weil seinem Großonkel dieses Glück bislang immer noch verwehrt wurde, tröstete Ashley ihn: „Wir finden für Onkel Ted noch jemanden, ganz bestimmt. Josh hat ja auch noch niemanden."
Später kümmerte sich eine Hauselfe um die Kinder und alle sahen sich zusammen die zusammengefügten Erinnerungen von Luna, Cassie, Nick und Nate an, auch die von Tonks, Remus und Sirius waren dabei. Sie ließen sie mehrere Male ablaufen und hielten sie immer wieder an.
„Jetzt weiß ich was Luna meint, irgendwie hab ich jetzt auch das Gefühl, dass Mad Eye einer der Todesser war, ich kann es aber auch nicht erklären", Cassie sah in die Runde.
„Irgendwie das Laufen von dem einen „Todesser", das ist nicht so ganz rund", bestätigte Draco und wies auf den Mann, den er meinte. „Und diese „Bellatrix" kommt mir komischerweise auch bekannt vor."
„Ihr habt klasse gekämpft, Kinder", Walden McNair sah die Mitglieder der DA anerkennend an. „Ihr habt euch gut was beigebracht. Der Typ, der später mit dem Babykopf herumlief, muss auf alle Fälle einen ausgezeichneten Heiler gehabt haben, um wieder „normal" zu werden."
„Umbridge Mann ist Heiler", warf Lucius ein. „Anfangs arbeitete er doch im St. Mungos oder nicht Devon?"
„Stimmt", bestätigte Blaises Vater. „Er wusste immer alles besser, dabei war er nur Durchschnitt. Ich weiß nicht, ob er das wieder hinbekommen hätte, aber so können wir den „Todesser" auf alle Fälle erkennen."
„Lunas Vater gab mir ein Tagebuch", erzählte Lucius jetzt.
„Wollte Daddy dich deshalb alleine sprechen?"
„Ja, Luna, deshalb solltest du den anderen eurer Geheimversteck zeigen und auch die persönlichen Gegenstände Deiner Eltern einpacken. Jedenfalls Xenophilius kamen einige Dinge, die Luna ihm schrieb, merkwürdig vor, zumal er bei einer seiner Suchaktionen in der Nähe des Fuchsbaus sah, wie Umbridge und Arthur Weasley sich angeregt unterhielten, sich schließlich mit einem Wangenkuss verabschiedeten. Molly stand in der Nähe, doch kam nicht dazu.
Von da an beschattete er den Fuchsbau, wurde aber irgendwann entdeckt. Deshalb streute er das Gerücht, dass er Luna auf die Expedition mitnehmen würde. Sobald Luna wieder in der Schule wäre, so sein Plan, würde er zurückkommen und weiterforschen."
„Armer Daddy", Luna liefen die Tränen über die Wangen. Draco nahm sie in den Arm und tröstete sie.
„Nicht weinen, Luna-Schätzchen."
„Daddy." Luna sprang ihrem Vater in die Arme.
„Hallo meine kleine Süße, hallo Draco. Ich bin wieder da. Deine Schwiegereltern boten mir an, in ihrem Manor zu wohnen."
„Was ist mit unserem Haus?"
„Niedergebrannt – da muss jemand die Schutzzauber durchbrochen haben. Jemand, der sehr, sehr gut ist. Das Büro des Klitterer ist heute Morgen ebenfalls abgebrannt."
„Ziemlich viele Zufälle", brummte Severus und sein Bruder nickte.
„Nun, auf jeden Fall beobachten wir den Fuchsbau jetzt intensiv."
„Wie macht Ihr das?" Nick sah Lucius neugierig an.
„Spione", Lucius grinste verschlagen. „Sehr gute Spione, Kleiner. Die besten, die man für diesen Fuchsjob bekommen kann."
„Du nicht auch noch", maulte der ehemalige Potter-Erbe. „Cassie, dein Onkel ärgert mich."
„Onkel Luc darf das", Cassie grinste. „Er ist einer meiner beiden Lieblingsonkel."
„Du hast doch nur zwei!"
„Deshalb hab ich auch nur zwei Lieblingsonkel – meinen Onkel Luc und meinen Onkel Rusty. Onkel Siri und Onkel Reg sind ja eigentlich meine Großcousins. Ich hab ganz tolle Onkels, die sind ganz furchtbar lieb, die ärgern keinen."
Dominic grummelte etwas in seinen nicht vorhandenen Bart und Tom feixte. „Wer sind jetzt deine Spione?"
„Wir", hörte man in diesem Moment Stimmen und fünf Rotschöpfe traten dazu.
„Bill, Charlie, Percy, George, Fred. " Nick und Cassie fielen ihnen um den Hals. „Mit dir hätte ich ja gar nicht gerechnet, Percy."
„Das war ja auch meine Tarnung, ich arbeite schon seit der 6. Klasse für Tom", Percy grinste und setzte sich neben seine Brüder. „Dumbles hält mich für seinen Spion – mit Hilfe von Sev und Tom habe ich ihm einige falsche Hinweise gegeben. Du warst dafür meine Belohnung, Cassie. Sehr zum Leidwesen von Ron, denn ich verbot ausdrücklich, dass er dich anfasst."
„Danke, Perce."
„Da nicht für", der drittälteste Weasley-Bruder zwinkerte verschmitzt. „Was tut man nicht alles für seine kleine Schwester. Ich hab mir immer eine Schwester wie Dich gewünscht und was haben wir bekommen?"
„Ginny", stöhnten seine Brüder im Chor.
„Yap – wir sind echt gestraft worden."
„Und was habt ihr herausgefunden?" platzte Nate heraus.
„Allerhand, zum Beispiel, dass Molly unter dem Imperius steht, zumindest zeitweise oder, dass Ginny und Ronald nur unsere Halbgeschwister sind und Arthur Weasley gar nicht Arthur Weasley ist", ließ Fred die Bombe platzen.
„Ich glaube, ich hab was an den Ohren", Nate prüfte nach, ob er wirklich noch richtig hören konnte. „Hab, hab ich das gerade richtig gehört?"
„Ja, hast du. Wir hatten so unser Zweifel, weil Ron und Ginny völlig anders sind als wir. Deshalb schlichen wir uns eines Nachts in den Fuchsbau und zapften ihnen etwas Blut ab. Bill hier ist gut in Zaubertränke und so war es ein Leichtes, einen Vaterschaftstest durchzuführen. Das Ergebnis hat uns jedenfalls von den Socken gehauen. Als Vater taucht dort nämlich Mad-Eye Moody auf." Charlie nahm einen Schluck aus seinem Wasserglas.
„Wir warteten eine günstige Gelegenheit ab, als wir wussten, dass dieser sich mit Dumbledore trifft und dann suchten wir fünf gemeinsam den Fuchsbau auf. Mom wollte uns zuerst nicht hereinlassen, wir merkten anhand ihres Auftretens, dass sie unter dem Imperius stand. Wir lösten ihn und sie erzählte uns weinend alles."
„Dad und Mom fingen nach der Geburt der Zwillinge an", übernahm Percy von Fred die Erzählung, „Dumbledore zu misstrauen. Sie beobachteten ihn eine Weile und beschlossen dann, sich an Tom zu wenden. Doch leider bemerkte Mad-Eye etwas von dem Vorhaben und nahm Dad gefangen. Selbst übernahm er seinen Platz an Moms Seite mit allen Rechten und Pflichten eines Ehemannes. Er quälte Dad, indem er ihn teilweise zusehen ließ. Schließlich brachte er ihn um, um Mom zu zeigen, dass es kein Entkommen gab, wenn ihr unser Leben lieb wäre."
„Und wir haben uns immer gewundert, warum „Dad" Ginny und Ron vorzog, ihnen alles durchgehen ließ, sie immer neue Kleidung bekamen, nie gebrauchte Schulbücher haben durften, von Hilfe bei der Hausarbeit ganz zu schweigen. Jetzt ist alles klar", George schnaubte angewidert. „Lange konnten wir nicht bleiben, Mom gab uns den Zauberstab ihres Bruders, den sie versteckt hatte und befahl uns, sie wieder unter den Imperius zu setzen, damit Mad-Eye nicht misstrauisch wurde. Wir kamen dem nach, versprachen aber, sofort zu Tom zu gehen. Leider hilft dieser Zauberstab Mom aber nicht, sich gegen Mad-Eye zu wehren – der sprach einen Fluch über sie aus, dass sie ihm niemals etwas antun kann. Würde sie es dennoch versuchen, würden einer von uns fünf Höllenqualen erleben und schließlich daran sterben. Danach wäre der nächste von uns dran und so weiter."
„Und was ist jetzt mit Molly?"
„Wir holen sie später heraus und lassen einem Golem da", Severus grinste, „an dem kann Mad-Eye sich austoben. Er ist so programmiert, dass er Mad-Eye spätestens morgen derart provoziert, das er „Molly" umbringt. Dann ist sie in Sicherheit und wir haben ein Motiv gegen „Arthur". Den Rest werden wir ihm auch noch beweisen, die Hauptsache ist, dass Molly in Sicherheit ist."
„Molly und die Weasleys werden genauso wie Lunas Vater auf Malfoy Manor wohnen", erklärte Narzissa, „dort ist dann sozusagen die Zentrale der gesammelten Informationen. Luc hat das Manor schon unter zusätzliche Zauber gelegt, u.a. unter dem Fidelius. Sollte irgendetwas in Hogwarts geschehen, schickt ihr sofort die Kinder zu uns."
„Okay."
„Ich werde mir Molly später einmal ansehen", versprach Devon Zabini.
„Percy, ich glaube fast, dass du dann nicht mehr als Dumbledores Spion arbeiten kannst."
„Ja, leider, aber dafür bin ich jetzt der Assistent des neuen Schulministers – hab vor einer Stunde das Angebot dazu bekommen. Somit werde ich mich häufiger in Hogwarts aufhalten." Percy grinste und seine Brüder taten so, als wenn sie ihn umbringen wollten.
„Damit rückst Du erst jetzt heraus, Perce", rügte Bill scherzhaft. „Wer ist denn der neue Schulminister?"
„Ich", Lucius grinste. „Ich konnte dieses Angebot schlecht ablehnen, vor allem, weil Dumbledore noch gar nichts von seinem Glück weiß. Percy und ich werden schon dafür sorgen, dass unsere Arbeit uns Spaß macht."
