Hallo meine lieben Leser,

Ich hoffe ihr hattet alle schöne Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Ich jedenfalls, war mit meiner Familie zwei Wochen Überraschungsskiurlaub. Meine kleine Cousine (5) ist gleich mal auf ´nem Waldwegerl gegen einen Baum gefahren (nix passiert). Silvester dann der Anruf mein Onkel im Krankenhaus, Intensivstation (Lungenembolie, aber schon wieder zu Hause) meine Mutter hat fast ´nen Herzinfarkt gekriegt. Hoffe mal bei euch war´s ruhiger. Jedenfalls geht's jetzt weiter mit meiner Geschichte.

Hier gibt's heute den ersten Teil des Balls für euch. Ich hoffe mal es gefällt euch. Ich war mal so frei und hab die Ballkleider gegooglet und euch die Links am Ende des Kapitels hingeschrieben. Begründung: Ich mag zwar eine Frau sein, bin aber völlig ungeeignet ewig über Kleidung zu palavern (auch wenn ich mit Freundinnen gesegnet bin, die für ihr Leben gerne einkaufen) und vermute in Folge dessen, dass ihr mit meinen Beschreibungen nicht so extrem viel anfangen könnt (außer Farbe gibt's kaum etwas), also müsst ihr wohl oder übel selbst gucken.

„Hermine", rief Ginny und stürzte in Hermines Zimmer. Es war Nachmittag und heute Abend sollte der Ball im Manor der Malfoys stattfinden.

„Mine, du musst mir helfen", jammerte Ginny. Hermine lächelte ihre rothaarige Freundin verschmitzt an. Es war nicht zu übersehen, dass Ginny nervös war. Vielleicht noch nervöser, als Hermine selbst vor dem Weihnachtsball im vierten Jahr.

„Keine Sorge, Gin, wir haben doch noch ewig Zeit. Meine Mutter ist noch nicht einmal aus der Winkelgasse zurück.", meinte Hermine. Zwar hatte Antea vorgeschlagen, dass Ginny und Hermine sie begleiten sollten, damit sie sich auch ein Kleid aussuchen konnten. Doch die beiden hatten abgelehnt und stattdessen beschlossen sich an Anteas altem Kleiderschrank zu vergreifen. Da war die Auswahl mehr als groß genug.

Antea hatte nur den Kopf geschüttelt und gesagt „Wer trägt denn lieber die alten Kleider seiner Mutter auf, anstatt sich selbst neue auszusuchen.", als die beiden immer noch der festen Überzeugung waren zuhause bleiben zu wollen, war sie gegangen.

Die Gründe der beiden waren verschieden, wollte Ginny sich nicht noch mehr Geld leihen müssen oder noch unangenehmer andere für sich bezahlen lassen, hatte Hermine einfach keine Lust sich stundenlang von ihrer Mutter durch Geschäfte ziehen zu lassen und abertausend Kleider anzuprobieren.

Sie hatten ihre Kleider schon ausgewählt, jetzt hieß es nur noch sich fertig machen, was Ginny dazu veranlasste bereits zum fünften Mal zwischen dem Bad und Hermines Zimmer hin und her zu wechseln.

„Beruhig dich, zieh dir das Kleid an und dann sehen wir weiter.", wies Hermine ihre hibbelige Freundin an, drückte ihr das Ballkleid in die Hand und schob sie wieder zurück ins Bad. Einen Augenblick später trat Ginny wieder in den Raum. Diesmal in ein schulterfreies, blasslila Kleid gehüllt. [A/N: Ich hab euch gewarnt]

„Du siehst super aus, Gin", rief Hermine erfreut „Dreh dich doch mal."

Ginny drehte sich im Kreis und trat dann vor Hermines Spiegel.

„Glaubst du nicht, dass meine roten Haare komisch mit dem violett aussehen?", erkundigte sich Ginny unruhig und zwirbelte eine Haarsträhne um ihre Finger.

„Nein, du siehst wirklich super aus, jetzt müssen wir nur noch eine geeignete Frisur finden, aber da warten wir vielleicht lieber auf meine Mutter. Ich bin schon froh, dass ich meine Haare inzwischen halbwegs unter Kontrolle habe, Kosmetikzauber sind nicht meine Stärke."

„Na gut, dann zieh du jetzt dein Kleid an.", forderte Ginny.

Hermine schnappte sich das himmelblaue Kleid, mit einer Blume auf der linken Schulter und dem leicht geriffelten Mieder. Dann verschwand sie im Bad und kehrte bald darauf eingekleidet zurück.

„Was meinst du?", erkundigte sich Hermine und sah an sich herunter.

„Toll, auch bitte mal drehen.", meinte Ginny und setzte sich auf Hermines Bett. „Ja, ich denke das passt. So nehme ich dich mit."

An der Tür klopfte es und Antea trat ein. „Ah ich sehe ihr seid bereits fündig geworden, lasst mich mal sehen."

Die beiden standen auf und stellten sich vor Antea.

Diese nickte anerkennend. „Ja, sehr hübsch, nur eins." Sie trat auf die beiden zu und fuhr die durchsichtigen Träger von Hermines und Ginnys BHs entlang. „Das sieht etwas merkwürdig aus, vielleicht solltet ihr es mal ohne probieren."

„Aber …, aber sind die durchsichtigen Träger nicht dafür da, um schulterfreie Kleider zu tragen?", erkundigte sich Hermine.

„Bei Muggeln natürlich, aber nicht in der Zauberwelt. Es wäre kein Problem wenn man die Träger nicht sehen würde, aber das tut man wenn man neben euch steht. Probiert mal ob es auch ohne geht."

Die beiden sahen sich an und verschwanden wieder ins Bad. Als sie zurückkehrten, nickte Antea zufrieden. „Viel besser. Was hattet ihr euch für Frisuren vorgestellt?"

„Keine Ahnung, wir hatten gehofft, du hättest eine Idee, Mum"

„Na gut, lasst mich einen Augenblick nachdenken", Antea ging zuerst um Ginny herum.

Dann schwang sie ihren Zauberstab und Ginnys Haare steckten sich mit zwei kleinen Blümchen hoch, sodass ihr Gesicht frei war und ihr ihre Haare leicht in den Rücken fielen.

„Was meinst du, Hermine?", als diese zustimmend nickte, schob Antea Ginny vor den Spiegel.

Auch Ginny lächelte „Jup, gefällt mir. Was machen wir jetzt mit Hermine?"

Antea schwang wieder ihren Zauberstab und auch Hermines Haare steckten sich mit einigen Nadeln halboffen hoch. Ginny nickte zufrieden.

„Passt, was denkst du, Hermine?", meinte Ginny und zog Hermine vor den Spiegel.

Als Hermine nickte meinte ihre Mutter „Gut, dann lasse ich euch vorerst alleine, solltet ihr Hilfe beim Schminken brauchen, dann fragt Nelly. Ich gehe mich dann fertig machen. Draco und Mr. Zabini sollten bald da sein, da wir etwas früher als die anderen Gäste zu den Malfoys apparieren werden." Mit diesen Worten verließ sie das Zimmer und ließ die beiden Mädchen allein.

_:_:_:_:_:_:_:_

Draco stand bei Blaise im Zimmer und wartete darauf, dass sein Freund endlich aus dem Bad kam, schließlich hatte es seiner Tante mitgeteilt, dass sie früh kommen würden. Etwas, das er allmählich zu bereuen begann.

„Blaise, bist du jetzt bald fertig? Wir wollten in fünf Minuten in Dark Hall Manor sein."

Die Tür öffnete sich und sein dunkelhaariger Freund trat auf ihn zu. Wie auch Draco trug Blaise einen elegante schwarzen Festumhang, schwarze Hosen und ein weißes Hemd. Die Fliege war auch noch weiß und musste noch an die Farbe des Kleides seiner Begleitung angepasst werden. „Komm ja schon, Draco, was hast du es denn so eilig. Wir kommen doch pünktlich."

„Ja, aber auch nur, weil ich schon seit einer halben Stunde nichts anderes tue als dich zur Eile zu ermahnen.", meinte der Blonde und fasste seinen Freund am Arm, bevor er seinen Portschlüssen betätigte, der sie vor die Eingangstür von Dark Hall Manor bracht.

Er pochte mit dem Türklopfer an die schwere Eichentür. Diese öffnete sich und offenbarte den Blick auf eine Hauselfe, die sie aufgeregt hereinwinkte. „Misters sind da, wenn Misters Nelly bitte folgen würden."

Die Elfe eilte auf das Wohnzimmer zu klopfte und trat ein. Draco konnte hören wie sie fiepte „Missesse, Misters sind da." Dann öffnete sie die Türe und die beiden jungen Männer traten ein.

Draco ging auf Hermine zu, griff nach ihrer Hand, verbeugte sich leicht vor ihr und hauchte ihr einen Kuss auf die Hand. „Du siehst sehr hübsch aus, Cousinchen"

„Du auch, Draco", erwiderte Hermine und als Draco aufsah, bemerkte er, dass sie knallrot angelaufen war.

„Das will ich aber mal nicht hoffen, Männer sehen nicht hübsch aus, Männer sehen gut aus."

„Wenn du meinst. Wir müssen noch auf meine Eltern warten, aber sie sind sicher gleich so weit."

Draco nickte und legte Hermine eine Hand auf die Schulter und schob sie sanft zum Fenster wo Ginny und Blaise standen.

Er wandte sich einen Moment Ginny zu und begrüßte sie, während Blaise auf Hermine zutrat. Dann kehrte er an die Seite seiner Begleiterin zurück und legte ihr die Hand auf die Hüfte. Das schien diese jedoch nicht zu begrüßen, denn sie schob seine Hand wieder weg. Draco grinste in sich hinein und murmelte „Hermine, du weißt schon, dass du für heute Abend meine Begleitung bist, in der Folge dessen wirst du dich von mir anfassen lassen müssen, oder wie stellst du dir vor wie wir tanzen?"

„Aber wir tanzen momentan nicht", erwiderte Hermine.

Bevor Draco antworten konnte, öffnete sich die Tür und Rabastan gefolgt von seiner Frau trat ein. Antea hatte sich wie es schien mal wieder für ein dunkelblaues Kleid entschieden, dessen Träger sich hinter ihrem Nacken vereinigten und im Rumpfbereich silberne Spuren aufwiesen. Die Haare hatte sie sich mit einigen Spangen hochgesteckt. Rabastan trug ebenfalls dunkle Roben und hatte für diesen Anlass ausnahmsweise auch zum Spazierstock gegriffen.

Rabastan begutachtete die vier Teenager bevor er sprach: „Ach, alle schon versammelt, sehr schön. Bevor wir aufbrechen, Hermine, Miss Weasley, noch eine Sache. Ich möchte, dass ihr den Abend über euren Begleitern nicht von der Seite weicht. Heute Abend sind, so hat mich der Dunkle Lord informiert, nicht nur Todesser anwesend, sondern auch einige ähm Randgestalten, die Narcissa am liebsten gar nicht in ihrem Haus hätte. Deren Anwesenheit aber leider nicht vermeidbar ist. Jedenfalls möchte ich nicht, dass eine von euch alleine unterwegs ist. Denn ich traue keiner dieser Gestalten weiter, als ich sie werfen kann. Und ihr, Jungs, ihr seid mir heute Abend für die beiden verantwortlich."

„Natürlich, Lord Lestrange", antwortete Blaise und verneigte sich leicht.

„Gut, dann los."

Rabastan trat auf Draco und Hermine zu und fasste beide am Arm, bevor er sie nach Malfoy Manor apparierte. Dort angekommen tauchte einen Moment später auch schon Antea mit Blaise und Ginny auf.

Gemeinsam gingen sie in den Ballsaal, wo Lucius sie schon erwartete.

„Ah, schön, dass ihr schon da seid, Narcissa lässt sich noch einen Augenblick entschuldigen", begrüßte er sie. Er küsste Mrs. Lestranges Hand bevor er ihrem Mann die Hand gab, dann wandte er sich den Kindern zu. Schließlich sagte er an Rabastan gewandt „Dein Bruder und Bellatrix müssten auch gleich kommen."

Und tatsächlich traten wenig später Bellatrix und Rodolphus ein und begrüßten die Anwesenden. Bellatrix steckte in einem schwarzen Kleid, was wohl nicht anders zu erwarten war. Hermine hätte ihren Kopf darauf verwettet, dass die Hexe kein einziges buntes Kleidungsstück besaß. Sie trug die Haare offen, wenn auch weniger explodiert als sonst.

Die Erwachsenen unterhielten sich leise, während Hermine, Draco, Ginny und Blaise schweigend daneben standen. Bis Ginny schließlich leise fragte „Warum begleitet ihr eigentlich uns, als wir bei den Zabinis zum Abendessen waren, habt ihr doch erzählt, dass ihr verlobt seid, solltet ihr dann nicht mit den Greengrass-Schwestern gehen?"

„Normalerweise schon", antwortete Draco „Aber die Greengrass Familie hat sich schon vorab entschuldigt, da Lord Greengrass heute am späten Nachmittag einen wichtigen Geschäftstermin hat."

„Aber wieso kommen dann Astoria und Daphne nicht?", erkundigte sich Hermine.

„Es ist unüblich als Kind ohne Eltern zu erscheinen und Lady Greengrass wird nicht ohne ihren Mann kommen, sodass sich die ganze Familie entschuldigt hat.", erklärte Blaise.

„Verstehe, wer kommt denn eigentlich?"

„Die Mitglieder des Inneren Kreises, einige hochrangige Zauberministeriumsbeamte, die zwar keine Todesser sind, aber dafür Sympathisanten. Und dann noch ein paar rangniedrigere Todesser, so wie Helfer des Dunklen Lords. Ihr solltet also bei uns bleiben. Solltet ihr uns verlieren, dann solltet ihr möglichst schnell zu einem anderen Mitglied des Inneren Kreises gehen, denn bei diesen seid ihr sicher. Diese wissen wer ihr seid und haben genug Angst vor den Lestranges um euch nichts zu tun.", meinte Draco nachdenklich.

Dann öffnete sich die Tür und Narcissa kam hereingewuselt. Sie hatte sich in ein tiefgrünes Kleid mit silbernen Ornamenten gesteckt. Slytherin eben und trug ebenfalls eine Hochsteckfrisur mit einigen weißen Perlen. „Oh, ihr seid alle schon da, dann sollten wir uns beeilen, die anderen werden sicher auch bald kommen." Sie trat auf Draco zu und rückte seine Fliege gerade und strich ihm die Haare aus der Stirn.

„Lass das bitte, Mutter, du zerstörst meine Frisur.", keuchte Draco entsetzt und sah hilfesuchend zu seinem Vater.

„Narcissa, lass Draco, er ist inzwischen alt genug um sich selbst herzurichten.", erbarmte sich dieser auch wenn er schelmisch zu den Lestrange-Brüdern hinübergrinste.

Hermine und Ginny tauschten einen amüsierten Blick aus, der Abend würde vielleicht wirklich lustig werden.

_:_:_:_:_:_:_:_:_:_:_

Die Zeit verging für Hermine wie im Flug. Der Saal hatte sich schnell mit Gästen gefüllt, darunter viele Personen denen Hermine lieber nicht begegnet wäre. Als Antonin Dolohov seinen Weg zu ihnen gebahnt hatte wäre Hermine am liebsten hinter Draco verschwunden, doch sie hatte ihren ganzen Mut zusammengenommen und sich dem Mann gestellt.

Auch auf die Begegnung mit Macnair, dem beinahe Henker von Seidenschnabel, Rookwood oder Wurmschwanz, der Ratte, hätte Hermine gut verzichten können.

Jedoch interessierten sich die meisten Todesser nicht sonderlich für das kleine Grüppchen aus Hogwartsschülern, das bald von Pansy Parkinson und Theodor Nott und später von Crabbe, Goyle und Bulstrode komplettiert wurde.

Immer wieder kam Narcissa oder Antea bei ihnen vorbei, um sich zu vergewissern, dass alles in Ordnung war und bald schon amüsierten sich alle ganz fabelhaft. Hermine tanzte mit Draco und Blaise, später am Abend auch mit Goyle, der alleine gekommen war.

Dann jedoch wurde es ruhiger und die Todesser schlossen sich langsam aber sicher in kleine Gesprächsgruppen zusammen und Hermine fand sich zwischen einer Unterhaltung über Quidditch und einer über neue Herbstschuhe wieder.

Sie sah von Ginny, die sich erstaunlich gut mit Pansy und Millicent zu verstehen schien, zu Draco, der gerade mit Theo über ein neues Quidditch Manöver diskutierte. Keiner schien sie zu beachten und so schnaubte sie genervt auf. Ihr Blick wanderte durch den Saal und suchte nach ihrer Mutter und fand diese im Gespräch mit Narcissa, Mrs. Parkinson und Mrs Goyle wieder.

Die Suche nach ihrem Vater oder Rodolphus blieb ebenso Ergebnis los. Diese waren mit den gruseligen Carrows, Rowle und Jugson im Gespräch. Bellatrix stand neben Avery, neben dem eine wenig begeisterte Andromeda stand.

Hermine zog die Augenbrauen hoch, was machte Andromeda denn hier, sicher sie hatte den Orden verlassen, aber so schnell in mitten von Todessern auftauchen? Aber wer war sie das zu beurteilen. Sie kannte die Frau nicht sonderlich gut, eigentlich nur als Tonks Mutter. Gerade wollte Hermine zu den dreien hinübergehen, als sie sah wie auch Dolohov und Wurmschwanz die Gruppe ansteuerten. Nein, darauf hatte sie beim besten Willen keine Lust.

Ob es wohl jemandem auffallen würde, wenn sie eine Weile in die Bibliothek von Malfoy Manor verschwinden würde? Sicher nicht, andererseits hatte ihr Vater gesagt sie sollte bei Draco bleiben. Grimmig starrte Hermine auf den blonden Hinterkopf. Was fanden nur alle an diesem langweiligen Quidditch?

Sie straffte die Schultern, sie würde in die Bibliothek gehen, sich ein Buch heraussuchen und dann zurückkommen. Das würde ganz schnell gehen. Vielleicht zehn Minuten, es würde sicher niemandem auffallen und was sollte schon in der kurzen Zeit passieren.

Entschlossen sah sie sich noch einmal prüfend um, ob sie auch keiner beobachtete, dann drehte sie sich um und schlüpfte durch die kleine Seitentür in einen dunklen Gang. Dabei entgingen ihr ein Paar gelber Augen, die ihren Bewegungen aus dem Raum folgten.

Hermines Blick wanderte den dämmrigen Gang entlang, und eilte dann zur Bibliothek, die Augen der Malfoy Portraits folgten ihr.

Sie erreichte die Bibliothek ohne auch nur einer Seele, nicht einmal der eines Hauselfen, begegnet zu sein. Schnell wanderte sie durch die Buchreihen zu den Zaubertränkebüchern und zog eines heraus. Mit diesem unter dem Arm eilte sie wieder zum Ausgang, wurde jedoch von einer gewaltigen Schlange jäh gestoppt.

Erstarrt blickte Hermine in die schlitzförmigen Augen des Riesenreptils, das sich ihr neugierig zuwandte. Langsam glitt die Schlange näher und züngelte in Hermines Richtung.

„Oh mein Gott", murmelte Hermine und folgte mit den Augen den anmutigen Bewegungen der Schlange, die sie langsam umkreiste „Ob die Malfoys wissen, dass in ihrem Haus soetwas unterwegs ist?"

Doch die Schlange schien Hermine nicht als Abendessen zu planen, denn mit einem Mal richtete sie sich auf und zischte bedrohlich in Richtung einer Regalreihe. Gebannt beobachtete die Gryffindor wie sich der lange Wurm beinahe auf anderthalb Meter aufrichtete und den Kopf hin und her schwenkte.

Dann stutzte sie und rümpfte die Nase, wo kam mit einem Mal dieser Geruch nach nassem Hund her. Dann knarzte eine Diele und Hermine fuhr zu dem Gang herum, den die Schlange fixierte. Eine große, massige Gestalt schälte sich langsam aus dem Dunkel und trat auf sie zu. Die Nägel an den Händen erinnerten mehr an Krallen und die Augen schimmerten gelbgräulich in der Dunkelheit. Als er näher trat öffnete er den Mund und knurrte heiser, wobei er den Blick auf scharfe, spitze Eckzähne freigab.

Fenrir Greyback.

Hermine stockte der Atem und sie wich langsam zurück, vergessen jeder Gedanke an die Riesenschlange in ihrem Rücken. Lieber wurde sie von einer Schlange gefressen, als das dieses Monster auch nur auf fünf Meter an sie heran kam. Jetzt wusste sie warum sie bei den anderen hätte bleiben sollen.

Vorsichtig um bloß nicht seine Aufmerksamkeit auf ihre Hand zu lenken, wanderte selbige in den Saum ihres Kleides auf der Suche nach ihrem Zauberstab.

„Sieh an, was haben wir denn hier leckeres, hm. Ganz allein, meine Kleine, hat dir niemand gesagt, dass es gefährlich sein kann hier herum zu streunen?", knurrte der Wolf und schlich näher an Hermine heran.

„Bleib bloß von mir weg", fauchte Hermine, auch wenn das eher wie ein ängstliches Wimmern heraus kam.

„So unfreundlich, meine Süße, der gute alte Greyback, will doch nur ein Pläuschchen halten"

Hermine winselte und tastete hinter sich und fand schon bald ein breites Bücherregal. Ihr Blick huschte zu der schweren Eichentür. Wie hoch ihre Chancen wohl waren durch die Tür zu kommen, bevor der Werwolf sie erreichte.

Der Wolf schien ihrer Gedanken zu erraten, denn er lachte keuchend „Willst du etwa schon gehen, das denke ich nicht. Wo wir doch so viel Spaß zusammen haben können."

Langsam glitt Hermine an dem Bücherregal entlang auf der Suche nach dessen Ende, denn der Wolf kam ihr allmählich zu nahe. Ihre Hand schloss sich langsam um das beruhigende Stück Holz. Wo war nur die verdammte Schlange abgeblieben, wenn sie das Reptil zwischen sich und den Wolf bringen könnte, dann würde ihr das ihr vielleicht die nötige Zeit verschaffen um zu verschwinden.

Doch das Glück schien nicht auf Hermines Seite zu sein, die Schlange war unauffindbar und der Wolf kam immer näher. Ein Zittern bemächtigte sich Hermines Körper, als sie die Bewegungen des Wolfes beobachtete, langsam schob sie sich weiter in Richtung Tür.

Mit einer schnellen Bewegung riss Hermine ihren Zauberstab hoch und schrie: „Stupor" gerade als der Wolf zum Sprung ansetzte. Der rote Blitz traf den Werwolf mitten auf die Brust, doch das schien diesen nicht im Geringsten zu stören. Greybacks Hand schloss sich um ihr Handgelenk und sein massiger Körper hielt Hermines gegen das Bücherregal fixiert.

„Hat dir noch nie jemand gesagt, dass ein Schockzauber auf Werwölfe keinerlei Wirkung hat. So, wen haben wir denn hier, hm" Er umfasste mit seiner freien Hand ihren Nacken und drehte ihren Kopf so, dass sie zu ihm aufsehen musste.

„Du riechst nach Lestrange, und diesem Malfoy Balg, sehr interessant. Aber wer ist deine Mutter, Kleine, du erinnerst mich an jemand.", knurrte Greyback.

Hermine wimmerte und versuchte den schweren Körper von sich zu drücken und ihre Handgelenke aus dem schraubstockartigen Griff zu befreien. Ohne Erfolg.

„Ich habe dir eine Frage gestellt, Mädchen", der Wolf beugte sich zu ihr herab und flüsterte die Worte in Hermines Ohr.

„Lass mich los, sofort.", forderte Hermine und versuchte ihrer Stimme einen selbstsicheren Klang zu geben.

„Nein, also zurück zu meiner Frage. Es ist nicht Malfoys Weibchen, und auch nicht die Wahnsinnige, hm." Er schnupperte noch einmal an ihr und schien angestrengt nachzudenken. „Wessen Welpe bist du?"

Hermine antwortete nicht, sondern zappelte weiter herum und versuchte sich von dem unangenehmen Mann zu befreien. Das schien den Wolf aber nicht in seinen Überlegungen zu stören.

„Grrr, jetzt weiß ich´s. Antea Ravier, niedliches Weibchen, aber …" mit einem Mal wurde Greyback mit einem entsetzlichen Jaulen von Hermine herunter gerissen und schlug einige Meter entfernt gegen ein anderes Bücherregal.

Hermines Kopf schoss hoch um zu sehen, wer sie vor dem grausamen Werwolf gerettete hatte, doch was sie sah, ließ ihr das Blut in den Adern gerinnen. Keine drei Schritte entfernt stand eine blass, hoch gewachsene Gestalt in einen dunklen Umhang gehüllt. Das Gesicht der Gestalt war schlangenartig verzerrt und gnadenlose rote Augen saßen hinter schlitzartigen Augenhöhlen und starrten an Hermine vorbei auf den zusammengesunkenen Werwolf, der sich gerade wieder auf die Beine kämpft und wütend herumfuhr, den eigenen Zauberstab in der Hand.

Als sein Blick aber auf den schwarzen Zauberer und die mächtige sich zu dessen Füßen kringelnde Schlange fiel, sank sein Zauberstab herab.

„Greyback, ich wünsch zu erfahren, was das hier werden sollte.", die hohe kalte Stimme von Lord Voldemort ließ Hermine erzittern und sie drückte sich enger an ihr Bücherregal, als der Dunkle Lord näher trat und auf einer Höhe mit ihr stehen blieb.

„Mein Lord, es ist nicht so wie es aussieht. Ich hab die Kleine ganz alleine gefunden und dachte ich leiste ihr etwas Gesellschaft.", knurrte der Wolf leise und sah zu Hermine.

„Ist das so, Greyback? Wieso aber glaube ich dann deinen guten Absichten nicht? Wenn mich mein Gedächtnis nicht im Stich lässt, dann meine ich mich daran zu erinnern, dass ich dir verboten habe, dich an den Kindern meiner Todesser zu vergreifen." Der Dunkle Lord sah abschätzend auf den kauernden Werwolf herab, bevor er den Zauberstab hob und den Wolf fiel jaulend auf den Boden. Seine Klauen kratzten über den alten Holzboden, bei dem Versuch irgendwo Halt zu finden und er wand sich unter gepeinigten Schreiben am Boden.

Entsetzt schlug Hermine ihre Hände auf die Ohren und wandte den Kopf von dem Bild vor sich ab. Mit zusammengekniffenen Augen wartete sie bis die Schreie des Wolfs nachließen.

„Du kommst mir heute Abend besser nicht mehr in die Quere", drohte der Dunkle Lord und aus den Augenwinkeln konnte Hermine sehen, wie der Wolf davoneilte.

Hermine konnte spüren, dass der Dunkle Lord sich nun ihr zuwandte.

Vorsichtig hob Hermine den Kopf und sah ihrem Gegenüber in die Augen, aber nur kurz, dann senkte sie den Kopf auf Höhe seines Halses und murmelte „Danke."

„Ich denke, dein Dank gebührt Nagini", antwortete der schwarze Magier und auf Hermines verwirrten Blick nickte er zu der Schlange.

Hermines Blick glitt über die gewaltige Schlange. „Ähm, danke Nagini" Hermine schwieg einen Augenblick und dann meinte der Dunkle Lord. „So, du bist also Rabastans Tochter?"

Unsicher nickte Hermine, sah aber nicht auf.

„Hat dir dein Vater nicht gesagt, dass dies hier Momentan kein Ort ist, an dem eine Frau alleine herumwandern sollte, noch weniger ein Kind."

Schwer schluckte Hermine und nickte dann langsam. „Doch er hat gesagt ich soll bei Draco bleiben."

„Und warum finde ich dich hier alleine, in Gesellschaft eines Werwolfes. Und nicht nur irgendeines Werwolfes, nein, Fenrir Greyback."

„Ich wollte mir nur schnell ein Buch holen.", verteidigte sich Hermine.

„Immer der kleine Bücherwurm, was?", meinte der Dunkle Lord milde amüsiert. Und Hermines Kopf schoss hoch. „Ich weiß so einiges über dich, Miss Granger, schließlich musste ich doch ein Auge auf Potter haben und seine kleinen Freunde. Nerv tötende Besserwisserin, Lehrerliebling, Bücherwurm und intelligenteste Schüler, die seit meiner Zeit in Hogwarts. Kaum zu glauben, dass du dumm genug warst trotz einer eindeutigen Warnung hier herumzulaufen. Kannst du dir eigentlich vorstellen, was Greyback mit kleinen Mädchen macht?"

Hermine lief ein unangenehmer Schauer den Rücken herunter. So eine ungefähre Vorstellung hatte sie. Alles was sie über den gefürchteten Werwolf gelesen hatte deutete darauf hin, dass er ein schon fast zwanghaftes Verlangen nach Menschenfleisch hatte, ob als Wolf oder als Mensch. Auch waren die meisten seiner Opfer kaum mehr zu identifizieren, wenn er mit ihnen fertig war.

Sie richtete ihren Blick auf ihr Gegenüber, welches sie von oben herab anblickte. „Wärst du meine Tochter, dann würde ich sicherstellen, dass du es nie wieder wagst einem meiner Befehle nicht zu gehorchen. Aber zu deinem großen Glück bin ich nicht dein Vater, also wird sich Rabastan um deine Strafe kümmern."

Dann fasste der Dunkle Lord Hermine an der Schulter und schob sie aus der Bibliothek.

Kleider/Frisuren:

Hermine:

images/4cc11f5df27f94.1/big_2094_t%25FCrkis_

.

Ginny:

.

Antea:

.

.

Narcissa:

.

media/images/lockennadel-perle-klein-2_

Bellatrix:

images/4937f2a716f4e6.9/big_1560_

So meine Lieben, das war´s fürs erste, ich hoffe es hat euch gefallen und ihr lasst mir eure Meinung da. Bis bald (hoffentlich) eure justreaderr