Die Sterne leuchteten hell am Himmel und wurden nur selten von kleinen Wolken verdeckt. Der Wind strich leise durch die stummen Gassen und spielte mit dem roten Haar des Kazekage, der wie jeden Abend am Dach saß. Der Mond war diese Nacht der einzige Zeuge seiner Einsamkeit. Eine innere Sehnsucht nagte an ihm, er fühlte sich verlassen wie noch nie zuvor. Traurig kaute er auf seiner Unterlippe und versuchte, nicht an Sakura zu denken. Er sehnte sich nach ihrer Berührung, aber er wusste, dass es mehr als nur unklug wäre, ihr auch nur ansatzweise nahe zu kommen.
Ich könnte sie nie wieder gehen lassen…
Aber sie durfte nicht hier in Suna bleiben. Es war einfach zu riskant. Er wollte nicht, dass ihr etwas geschah, so etwas hätte er sich nie verzeihen können. Als er gerade zum hundertsten Mal seufzte, sich durch das Haar strich und seine Haltung veränderte, tauchte die dunkle Gestalt seiner Schwester am Dach auf. Perplex hielt sie kurz inne, als sie ihren jüngsten Bruder erkannte, entschloss sich dann aber doch, sich neben ihn zu setzen.
„Du siehst mehr als nur zerknirscht aus, Gaara. Und das will bei dir schon was heißen."
Als Antwort bekam sie nicht viel mehr als ein leises Brummen.
„Gaara, darf ich dir einen Rat geben?", die Stimme seiner Schwester war weich, beinahe zärtlich, als sie ihn fragte. Neugierig geworden wandte er den Blick vom Mond ab und betrachtete stumm ihr Profil. „Du liebst dieses Mädchen doch, oder? Geh zu ihr. Ich kann es nicht ertragen, dich noch einen weiteren Tag wie ein geschlagener Hund herumlaufen zu sehen. Ich weiß, dass sie dich auch mag, das würde sogar ein Blinder bemerken."
„Wenn es so einfach ist, warum gehst du dann nicht zu Shikamaru? Ich kann es dir sagen: Weil du nicht weißt was dich dort erwartet! Ich weiß es, und ich weiß wie sinnlos mein Handeln wäre…"
„Nein, weißt du nicht, Gaara!" Empört sah sie ihn nun an.
„Oh doch, Temari! Glaubst du, ich wüsste nicht, dass mich die Leute für ein Monster halten? Dass sie vor mir Angst haben?"
„Aber Gaara! Sakura hat vor dir doch keine Angst! Das ist doch etwas völlig anderes."
„Ist es nicht. Sie mag keine Angst vor mir haben, sie mag mich vielleicht sogar mögen, Temari, aber stell dir vor wie sie behandelt werden würde, wenn sie meine Freundin wäre! Sakura ist ein geselliger Mensch, sie würde ausgeschlossen werden und darunter leiden… dann ist auch noch die Sache mit diesem verdammten Clan!"
Die Stimme ihres Bruders hatte einen bitteren Klang angenommen, den Temari noch nie bei ihm gehört hatte. Er machte sich offensichtlich sehr viele Gedanken über die Konoha Nin. Daher versuchte sie, ihn zu beruhigen, lächelte ihn traurig an und legte ihren Kopf leicht zur Seite.
„Aber es wäre immer noch ihre Entscheidung. Ich sage dir nicht, dass du heute Nacht gehen musst, Gaara, aber sei dir bewusst, dass du nicht ewig Zeit hast. Ob Sakura sich für ein Leben mit dir entscheidet – egal wie es aussieht, denn das kannst du noch nicht wissen – es wird ihre Entscheidung sein, nicht die deine."
Sie wusste, dass er über ihre Worte nachdenken würde und erhob sich wieder von seiner Seite. Temari konnte nur hoffen, dass er sich richtig entscheiden würde, und den Mut fand das zu tun, wonach sein Herz verlangte.
Sie selbst konnte es nicht, sie hatte viel zu viel Angst davor, abgewiesen zu werden.

Sie konnte nicht schlafen. Immer wieder drehte sie sich hoffnungsvoll um, nur um enttäuscht feststellen zu müssen, dass er nicht da war. Ohne ihn fühlte sie sich merkwürdig leer. Verzweifelt schloss Sakura die Augen, um nicht die Wand anstarren zu müssen, vor der er hätte stehen sollen. Mit einem deprimierten Seufzer schnappte sie sich ein Kissen und drückte es sich auf ihr Gesicht. Tief atmete sie den Waschmittelgeruch ein und schleuderte es wie von der Tarantel gestochen von sich, als sie sich dabei ertappte, dass sie seinen Geruch suchte. Sie konnte und wollte einfach keine Ruhe finden. Irgendwann gab sie es dann schließlich auf, schlafen zu wollen und kroch aus ihrem Bett. Unruhig ging sie durch die Wohnung, kochte sich etwas und schlief schließlich völlig erschöpft auf ihrer Couch ein.

Der nächste Morgen brach an und Sakura schleppte sich mit dunklen Augenringen zur Arbeit. Alle fünf Minuten musste sie herzhaft gähnen und erntete dadurch viele fragende Blicke, aber zum Glück traute sich keiner zu fragen, was ihr den Schlaf geraubt hatte. Ihre Stimmung war auf dem Tiefpunkt und jeder ging vor ihren bösen Blicken in Deckung. Beinahe (aber das wusste sie selbstverständlich nicht) reichte ihre miese Laune an die des Kazekage heran, und so verbreiteten beide diesen Tag Angst und Schrecken unter den Leuten die das Pech hatten ihnen zu begegnen.

Das Schicksal meinte es an diesem einem Tag nicht gut mit Sakura und so wurde sie kurz vor Arbeitsschluss in den Turm des Kazekage gerufen. Der arme Junge, der ihr diese Nachricht bringen musste, zitterte am ganzen Körper, da er bereits zuvor von Gaara gehörig in die Mangel genommen worden war und nun unter Sakuras mörderischen Blick einem Nervenzusammenbruch sehr nahe war. Seine Nachricht verursachte in der Medical Nin ein mulmiges Gefühl im Magen, denn sie konnte sich nicht denken, was der Kazekage mit ihr zu besprechen hätte (rein offiziell natürlich).

So machte sie sich unsicher auf den Weg zu seinem Büro und atmete erstmal tief durch, bevor sie leise klopfte. Haltung bewahren, Sakura. Lass dir nichts anmerken. Es war nur ein Kuss, nichts weiter, versuchte sie sich zu beruhigen.
„Herein!"
Unwillkürlich zuckte sie bei seinem gereizten Tonfall zusammen. Sie ahnte bereits, dass sie von Glück sprechen würde können, wenn sie dieses Büro in einem Stück wieder verließ. Mit klopfenden Herzen trat sie ein und erstarrte. Gaara saß mit zerzaustem rotem Haar mitten in einem unordentlichen Haufen, der aus Zettel, Ordner und Büchern bestand und solche auch überall im Zimmer verteilt waren. Vor allem Bücher schienen des Öfteren als Wurfgeschosse missbraucht worden zu sein und lagen halb aufgeschlagen am Boden herum. Seine Sandflasche lehnte mitten in diesem Durcheinander an seinem Schreibtisch und war zu Sakuras Beunruhigung nicht geschlossen.
„Du wolltest mich sprechen?", hauchte sie verunsichert in seine Richtung. Sofort zuckte sein Kopf hoch und sein Bick durchbohrte sie. Ihr blieb die Luft weg, so intensiv schien er sie zu betrachten.
„Du siehst nicht gut aus.", stellte er schließlich trocken fest.
Erleichtert atmete Sakura aus und versuchte ein unsicheres Lächeln, was ihr aber nicht wirklich gelingen wollte.
„Ich habe diese Nacht nicht besonders viel geschlafen."
Eine Augenbraue wanderte langsam nach oben, als er ihre Antwort vernahm und dann wandte er sich abrupt wieder seinen Dokumenten zu. „Ich habe dich zu mir gebeten, um mich davon zu überzeugen, dass alles in Ordnung ist. Ich meine bei deiner Tätigkeit als Medical Nin."

Jetzt stahl sich doch ein kleines Grinsen auf Sakuras Gesicht, als sie bemerkte, wie bedacht er darauf war, korrekt zu erscheinen. Lautlos schlich sie näher zu seinem Schreibtisch heran, so nahe, dass sie ihm ins Ohr flüstern konnte.
„Bei mir ist alles in bester Ordnung", hauchte sie mit lasziver Stimme und bemerkte mit Genugtuung, dass Gaara eine Gänsehaut bekam. Wie erstarrt saß er bewegungslos in seinem Sessel und traute sich kaum zu atmen. Sie war einfach viel zu nahe! Plötzlich wandte er ihr das Gesicht zu und küsste sie zärtlich auf ihre vollen Lippen.
Sakura meinte in diesem Moment sterben zu müssen, so sehr hatte sie diesen Augenblick herbeigesehnt und ohne auch nur eine Sekunde nachzudenken, beantwortete sie seinen Kuss mit dem gleichen Verlangen. Für die Länge dieses Kusses blieb die Welt für die beiden stehen und sie vergaßen alles um sich herum. Erst als sie ihn wieder lösten, begann die Zeit wieder zu fließen.
Fassungslos über seine eigene Unbeherrschtheit starrte Gaara in die unglaublich grünen Augen, die ihn immer wieder in ihre Tiefen zogen. Er wusste, dass er nur in diese Augen blicken musste, um sich in ihnen zu verlieren…

Sakura betrachtete ruhig Gaaras Ausdruck und musste feststellen, dass er ganz und gar in sie vernarrt zu sein schien. Jetzt erst bemerkte sie, dass er kaum merklich vor Erregung zitterte und konnte nicht verhindern, dass sich ihre Augen überrascht weiteten. Sofort reagierte der Rotschopf und verkroch sich hinter seiner abweisenden Miene, aber das was die junge Kunoichi für wenige Sekunden erblicken hatte können versüßte ihr den restlichen Tag. Vielleicht war noch nicht alle Hoffnung verloren…

Gaara starrte ihr hinterher, als sie ohne ein weiteres Wort zu verlieren aus seinem Büro verschwand. Hatte er sie gerade wirklich geküsst, oder war das nur ein Traum? Hatte sie ihn wirklich liebevoll angesehen?
Kurzerhand traf er einen Entscheidung: Er würde diese Nacht zu ihr gehen und sich Gewissheit verschaffen! Aber sobald er sich einmal entschlossen hatte, konnte er sich auf nichts anderes mehr konzentrieren und schleuderte noch drei Bücher auf den Boden bevor er aufgab und sich auf den Weg nach Hause machte.

Die Nacht kam auf leisen Sohlen und senkte ihren dunkeln Mantel über Suna Gakure aus. Mit dem ersten Stern am Himmel huschte eine schwarze Gestalt durch die Straßen der Stadt und eilte ohne Umwege auf eine kleine Wohnung zu. Sie sprang behände auf den niederen Balkon und verharrte unsicher geworden vor der verschlossenen Tür. Unruhig lief sie kurz auf und ab, bevor sie sich ans Knacken des Türschlosses machte.

Zur selben Zeit streifte eine junge Frau unruhig durch ihr Zimmer, als sie leise Geräusche vor ihrer Wohnung vernahm. Sofort schlug sie den Weg zum Balkon ein und riss, ohne auch nur eine Sekunde zu zögern, die Tür auf. Die Wucht ihrer Aktion ließ den Mann am Eingang einen Schritt zurückweichen, doch sie ließ nicht zu, dass er sie schon wieder verließ. Sofort zog sie ihn an sich und verwickelte ihn in einen leidenschaftlichen Kuss. Viel zu lange hatte sie darauf warten müssen, und nun war ihr egal, was er von ihr dachte. Sie wollte mehr, und da er diese Nacht zu ihr gekommen war, schloss sie, dass auch er sie brauchte.
Sakura drückte sich noch fester an seinen Körper, sie konnte spüren, wie sein Herz raste und er seine Arme um ihre Taille schlang. Ohne den Zungenkuss zu unterbrechen glitten seine Hände ihre Rückseite hinab und packten sie an den Oberschenkeln. Instinktiv gehorchte sie und umfing seine Hüfte mit ihren Beinen. So von Gaara getragen gelangte sie ins Wohnzimmer und von dort direkt ins Schlafzimmer.
Inzwischen wusste sie nicht mehr ob ihr heiß oder kalt sein sollte, denn ihr Verlangen nach seinem Körper war zu stark, um sie an irgendetwas anderes denken zu lassen. Vorsichtig setzte er sie am Bettende ab und verschloss ihren Mund sofort wieder mit seinem. Seine Küsse machten sie rasend, sie wollte mehr!
Als hätte er ihre Gedanken gelesen ließ er von ihren Lippen ab und küsste einen feurigen Pfad ihren Hals hinab. Sakura atmete schwer, als er mit seiner Zunge immer tiefer wanderte und ihr mit federleichten Fingern das Nachtkleid über die Schultern streifte. Sachte küsste er jeden frei werdenden Zentimeter ihrer Haut, entlockte ihr dadurch ein genussvolles Stöhnen. Seine Hände zogen langsam das Kleid über ihre Brüste und seine Zunge umkreiste spielerisch ihre erregten Brustwarzen. Sakura genoss jede seiner Berührungen, verfolgte mit geschlossenen Augen den Weg seiner Zunge hinunter bis zu ihrem Bauchnabel. Dann endlich zog er das Nachtkleid über ihre Hüften und widmete sich mit glühenden Augen wieder ihrem Mund. Sakura ließ ihre Hände zu seinem Hosenbund gleiten und zog ungeduldig an seinem Hemd. Da sie es ihm nicht ohne seine Hilfe ausziehen konnte, löste sie den Kuss und sah ihn erwartungsvoll an. Mit einem kleinen Lächeln auf den Lippen hob er seine Arme über seinen Kopf und sie konnte ihn von diesem lästigen Kleidungsstück befreien. Leise fiel es zu Boden und war sofort vergessen. Zufrieden spürte Sakura jetzt seine Muskeln auf ihrer nackten Haut und küsste seinen Hals. Sofort verstärkte sich sein Griff um ihren Körper und er presste sie noch dichter an sich.
Als sie von seinem Hals abließ, konnte sie den Beweis seiner Erregung nicht mehr ignorieren, denn nur all zu deutlich spürte sie sein steifes Glied an ihren Schenkeln. Das wiederum erregte sie umso mehr und sie machte sich mit zitternden Fingern daran, seine Hose loszuwerden. Das dauerte doch etwas länger als ihr lieb war, aber zu ihrem Glück bekam sie den Bund doch relativ rasch auf. Kaum hatte sie das geschafft, streifte sie ihm auch schon die Boxershorts ab. Sie schenkte ihm noch einen verlangenden Kuss, bevor sie sich in der Mitte des großen Bettes platzierte und ihn herausfordernd ansah. Das Mondlicht tauchte seien muskulösen Körper in ein weiches Licht und ließ sie bei seinem Anblick kurz die Luft anhalten.
Aber viel Zeit blieb ihr nicht, sich an seinem Anblick zu erfreuen, denn schon war er über ihr und beanspruchte auf ganz andere Weise ihre Aufmerksamkeit. „Das ist unfair", murmelte er zischen zwei Küssen und ließ eine seiner Hände zu ihrem Slip wandern. Frech grinste Sakura, bevor sie ihre Hüfte anhob, um ihm das Abstreifen zu erleichtern.

„Besser?", hauchte sie, als auch dieses Kleidungsstück seinen Platz am Boden einnahm.
„Mhm", war seine einzige Antwort zu ihrer Frage, denn er widmete sich genüsslich und mit quälender Ruhe wieder ihrem Busen. Das brachte sie endgültig an den Rand ihrer Geduld und sie richtete sich im Bett auf. So gezwungen, sich in eine kniende Position zu begeben, setzte sich Gaara ebenfalls auf und zog sie dich an sich heran. Ungeduldig küsste sie ihn und ließ ihre Hand zu seinem Glied wandern. Ein lautes Stöhnen bestätigte ihr, dass sie das Richtige getan hatte, denn nun wollte und konnte Gaara nicht mehr warten. Mit sanfter Gewalt drückte er sie zurück in die Laken und legte sich zwischen ihre Beine. Sofort umfingen ihre Schenkel seine Hüfte und er drang tief in sie ein. Als er ihr Zucken spürte, hielt er sofort inne, auch wenn sein ganzer Körper danach schrie weiter zu machen. Sakura strich ihm auffordernd mit ihrer Nase über die seine und er begann sich langsam in ihr zu bewegen.

Sakura passte sich perfekt seinem Rhythmus an und hob ihr Becken, damit er tiefer in sie eindringen konnte. Immer öfter entkam ihr ein Stöhnen, je näher sie ihrem Höhepunkt kam. Die Grenzen zwischen ihren beiden Körpern verschwammen mit zunehmender Geschwindigkeit immer mehr, und bald konnte Sakura nicht mehr zwischen seiner und ihrer Lust unterscheiden. Sie wurde von den Wogen ihrer Empfindungen überschwemmt und konnte nur hilflos ihre Finger in Gaaras Rücken krallen, als sie kam. In Ekstase bog sie ihren Rücken durch und als kurz nach ihr auch Gaara seinen Höhepunkt erreichte, sanken beide völlig befriedigt in die Kissen zurück. Zärtlich küsste er sie noch, bevor er sich aus ihr zurückzog und sich neben ihr platzierte. Schnell zog er sie nahe an sich heran und breitete die Decke über sie beide aus. Dann vergrub er seine Nase in ihrem Haar und schloss zufrieden seine Augen. Sakura kuschelte sich an seinen heißen Körper und genoss das Gefühl, das seine gedankenverlorenen Streicheleinheiten in ihrem Körper verursachten. Bald schloss auch sie ihre Augen und fiel in einen tiefen Schlaf.