Hey ho...
hiermit präsentiere ich das erste Kapitel, welches von Ewiltwin1 beta-gelesen wurde =D
Hier die Antworten zu euren Reviews:
x3: Deine Frage, ob die Streifen bleiben, wird spätestens im Epilog beantwortet :D Ich hoffe du hast Spaß an diesem neuen Kapitel und bleibst weiterhin dabei ;)
EwilTwin1: So lang dir die Worte nicht bei deinen Ideen fehlen ist die Welt für mich noch in Ordnung ;D Und für das Kompliment wegen dem Lemon haben wir ja schon gesprochen, war eben keine 30 Kapitel lang *grins*, aber freut mich, dass es dir gefallen hat *lach*
Die grauen Streifen widme ich Nessi C. *lach und immer noch wie blöd darüber freu*
Kapitel 14.
Die Schlacht beginnt
Vorsichtig drehte Hermione sich auf die rechte Seite, um ihren Partner zu wecken.
"Draco, wach auf.", murmelte sie.
Alles, was sie zur Antwort bekam, war ein Brummen. Mit einer fahrigen Handbewegung sorgte sie dafür, dass die schweren Vorhänge von den Fenstern geschoben wurden und grelles Sommerlicht das Zimmer durchflutete.
"Ich fasse es nicht.", knurrte Draco, während er sein Gesicht in seinem Kissen vergrub.
Seufzend entzog Hermione es ihm.
"Du stehst drauf, mich zu quälen, nicht wahr Granger?"
Nun hatte er wenigstens einen seiner grauen Seelenspiegel geöffnet.
"Es gibt nichts wichtigeres in meinem Leben.", entgegnete sie und kletterte über ihn rüber, um sich auf den Weg in das Badezimmer zu machen.
Ein letztes Mal vernahm sie ein Grummeln, doch ignorierte es diesmal.
Als sie die Tür öffnete, wurde sie mit einem Schlag ausgeknockt.
Die Luft ihrer Lungen entleerte sich in einem Zug und kurzzeitig fiel es ihr schwer, ihre Lungen wieder zu füllen.
"Sam, irgendwann bringst du deine Patentante noch mal um!", rief Ginny vom Flur her.
Die kleine Potter ignorierte ihre Mutter jedoch und schmiegte sich nun an Hermiones Beine.
Hermione beugte sich hinunter und nahm Samantha in ihre Arme.
Sie duftete herrlich nach Schlaf, zarter Haut und Süßigkeiten. Sie erinnerte Hermione an ihre eigene, sorglose Kindheit und an ihre Eltern, die sie nie wieder in die Arme nehmen konnte.
Viel zu früh wurden sie ihr genommen, und sie hoffte, dass die kleine Samantha nicht das gleiche Schicksal ereilen würde.
In diesem Moment fasste sie einen Entschluss.
Sie würde persönlich dafür sorgen, dass kein weiterer Freund ihrerseits sein Leben auf dem Schlachtfeld ließ.
Kein Kind würde mehr wie Harry ohne seine Eltern aufwachsen.
Sie würde es schaffen, ihre Freunde vom Schlachtfeld fernzuhalten. Doch gleichzeitig hoffte sie, auch Draco davon abhalten zu können. Er war stärker als der Großteil ihrer Freunde zusammen.
Doch würde er sterben, würde auch sie sterben. Innerlich.
"Hermi ich habe dich so schrecklich vermisst.", quengelte der kleine Goldschatz in ihren Armen.
Bei genauerem Betrachten kam es Hermione wie eine Ewigkeit vor, die sie von ihrer Patentochter entfernt gewesen war. Ihre Haare waren gewachsen, ihre Wimpern waren dunkler, und ihre Füße größer.
Nie wieder wollte sie auch nur einen einzelnen Zentimeter von Samanthas Leben verpassen.
Lieber würde sie sterben.
"Ich habe dich auch vermisst, kleine Hexe.", kicherte Hermione in die Haare von Sam.
"Wo ist Onkel Draco?", fragte Sam nun. Doch Hermione hatte keine Zeit sich über das Onkel zu wundern, schon war Sam weg.
Die Kleine rannte in das Gästezimmer, hinüber zum Bett, in dem Draco erneut eingeschlummert war.
Unsanft sprang sie auf seinen Bauch, legte sich nieder und beobachtete ihn beim schlafen.
Sie stützte ihren Kopf in ihre kleinen Hände und bohrte ihre Ellenbogen dabei in seine Brust.
Doch als Draco immer noch nicht reagierte, kitzelte sie ihn mit ihrer kleinen Fingerspitze an der Nase.
Daraufhin zuckte Draco. Hermione musste lachen. Sie kniete neben dem Bett und munterte Samantha dazu auf, ihren Freund weiter zu quälen.
Nun hielt die Kleine ihm die Nase zu.
Wenige Sekunden reagierte Draco gar nicht, so dass Hermione befürchtete, er würde ersticken.
Doch dann schoss sein Oberkörper in die Höhe, und Samantha saß kichernd auf seinem Schoß.
Zuerst sah er orientierungslos aus. Sah auf Sam hinab, dann auf Hermione.
Doch schlagartig wurden seine Gesichtszüge weich und er klemmte sich Sam unter den Arm und fachsimpelte lautstark darüber, wo wohl die nächste Toilette war, um den Plagegeist hinunterzuspülen.
Samantha lachte immer heftiger, genau wie Hermione, wobei sie sich kurz unterbrach, um Merlin zu danken, dass Draco wenigstens seine Unterwäsche trug.
Sie ging ihm nach um die jüngste Potter, wenn nötig, zu retten, denn Bestechung half immer.
Als das Kind gerettet und Draco in der Dusche abgestellt war, ging Hermione mit Sam die Treppen hinunter, um Ginny aufzusuchen.
Sie fand sie in der Küche, wo sie für alle Frühstück zubereitete . Grinsend umarmten sich die beiden Freundinnen und Hermione half ihr bei der Arbeit.
"Wo ist Harry?", fragte Hermione.
"Er ist unter der Dusche.", antwortete die Rothaarige.
"Aber ihr habt doch nur ein Badezimmer?", wunderte sich Hermione.
"Ja, wieso?" Nun schaute Ginny von ihrer Arbeit auf.
Hermione öffnete ihren Mund um Ginny zu sagen, dass Draco unter der Dusche stand, doch dazu kam sie nicht.
Vom ersten Stock des Hauses war ein spitzer, fast mädchenhafter Schrei zu hören.
Verblüfft schauten die Freundinnen sich an, bis Ginny sagte: "Das war Harry."
Bevor sie nachsehen gehen konnten kam Draco halbbekleidet die Treppen hinuntergestürzt und rieb sich die Augen, als hätte er Seife in diese bekommen.
"Was ist passiert?", wollte Ginny wissen.
Hermione, die ahnte was los war, begann schallend zu lachen.
"Was ist?", fragte Ginny nun halb beleidigt.
"Dein Mann", keuchte Draco angeekelt.
"Ist ihm etwas passiert?", fragte Ginny wie vom Schlag getroffen.
"Nein!", rief Draco aus. "Aber ich bin blind!"
"Übertreib nicht Malfoy.", rief Harry nun von einer der obersten Treppenstufen.
"Du hast gut reden. Ich weiß nicht wie deine Frau das tagtäglich erträgt."
"AUA!", rief Draco nun, weil er von Ginny hart in die Seite geboxt wurde.
"Hey! Lasst ihn in Ruhe. Er ist morgens sehr empfindlich.", tadelte Hermione ihre Freunde.
Sie führte Draco, der sich immer noch die Hände vor die Augen presste zum Tisch und setzte ihn behutsam auf einen der Stühle ab.
Als alle sich darum versammelten und selbst Platz nahmen, sprach Harry.
"Malfoy, du kannst die Augen so langsam wieder öffnen.", brummte er genervt.
"Das hat Medusa auch zu ihren Freunden gesagt. Und nun sieh dir an was aus ihnen geworden ist."
Daraufhin lachten alle, außer Harry, der ziemlich beleidigt wirkte. Selbst die kleine Samantha lachte, obwohl Hermione sich sicher war, dass sie nicht wusste worüber.
"Malfoy ich werde dich nicht füttern, also hör auf dich wie ein kleines Mädchen aufzuführen und fang an zu essen. Wir haben nicht viel Zeit.", zeterte Hermione.
"Seamus, Dean, ihre Familien und die Zwillingspärchen werden uns in Hogwarts treffen. Sie bringen noch viele andere mit, die bereit sind zu kämpfen. In den nächsten Tagen sollten die neuen Nachrichten dann zu allen durchgedrungen sein und Harry schätzt, dass wir ungefähr 200 Leute sein werden.", wechselte Ginny das Thema.
"Wieso fahren wir nach Hogwarts?", fragte Samantha mit vollen Mund.
Bevor Ginny sich eine passende Ausrede einfallen lassen konnte sagte Draco: "Wir feiern eine riesige Party."
Das überraschte alle, da sich bis auf Hermione alle einig waren, dass Draco Malfoy und Kinder einfach nicht zusammenpassten.
Doch Draco hatte an dem Morgen nach dem Friedensball schon bewiesen, dass dem nicht so war.
"Was für eine Party?", plärrte Samantha und sprang nun aufgeregt auf ihrem Stuhl hin und her.
Draco beugte sich zu ihr hinüber, damit sie nicht vom Stuhl fiel und sagte im verschwörerischen Tonfall: "Eine Marshmallowparty."
"Nein!", kreischte sie aufgeregt.
"Oh doch.", grinste er. "Mit riesigen, essbaren Marshmallow-Schneemännern."
Samantha sah ihre Eltern auf höchste schockiert an. Wie konnten sie ihr nur solch gravierend-lebenswichtigen Informationen vorenthalten?
Ginny war vor unterdrücktem Lachen ganz rot im Gesicht, was Samantha als Schamesröte für die Verschwiegenheit ihrer Mutter aufnahm.
Harry aß einfach weiter und schaute seine Tochter schulterzuckend an.
Hermione konnte ihn nur zu gut verstehen. Wer wusste schon, wie das ganze ausgehen würde.
Sie aßen schweigend weiter, doch Samantha hörte nicht auf Draco über die Party auszufragen und er antwortete ihr bereitwillig.
Die ersten Tränen flossen, als Ginny und Hermione den Abwasch erledigten.
"Ich hab solch schreckliche Angst Hermione.", wimmerte sie, und schnäuzte sich ungeniert ihre Nase an Hermiones T-Shirt.
"Ich weiß Gin. Mach dir keine Sorgen. Wir werden siegen und diesen Todessern die Ärsche versohlen.", versuchte Hermione sie zu beruhigen.
Daraufhin musterte Ginny Hermione mit wässrigen Augen.
"Malfoys vulgäre Sprache färbt eindeutig auf dich ab.", lachte sie nun. Allerdings konnte Hermione nicht sicher sagen, ob es ein Lachen oder ein Schluchzen war. Der Klang war zu seltsam.
Nachdem nun endlich alle vollständig bekleidet und wieder in Besitz ihres Augenlichtes waren, positionierten sie sich nacheinander vor dem Kamin. Harry stieg als erstes durch, gefolgt von Ginny und Samantha.
Bevor Hermione das Flohpulver greifen konnte, zog Draco sie in seine Arme.
"Egal was passiert. Wir ziehen das zusammen durch.", murmelte er, während er ihren Scheitel küsste.
Hermione entschied, dass es besser war gar nichts zu sagen, bevor sie ihn anlog.
Sie versuchte sich an einem zaghaften Lächeln, doch Dracos misstrauischer Blick verriet ihr, dass sie kläglich gescheitert war.
"Wir stehen das zusammen durch, richtig?", drängte er sie.
Sein Blick war intensiv, seine Miene versteinert.
"Wir werden siegen.", sagte Hermione nun schon sicherer, doch Draco schien nicht überzeugt.
"Natürlich werden wir das. Doch ich werde das Gefühl nicht los, dass du mir etwas verschweigst."
Er schien kurz zu überlegen, bevor er hinzufügte: "Wag es dich nicht, irgendwelche unüberlegten, dummen Sachen anzustellen, Granger. Ich schwöre dir auf meine Kronjuwelen, wenn ich dich dabei erwische, wirst du es bereuen."
Erst wollte sie ihm sagen, dass er nicht so leichtfertig auf seine Genitalien schwören sollte, doch hielt dies für unklug.
Sie küsste ihn sanft auf die Lippen, wissend, dass er dann endlich Ruhe geben würde.
Es schien zu klappen, auch wenn sie ein leichtes Knurren vernehmen konnte, welches aus den Tiefen seiner Kehle kam.
Als auch das letzte Raunen seinerseits verschwunden war, löste sie sich lächelnd von ihm.
"Ich würde nie etwas tun, was dir schaden würde, Draco.", sagte sie wahrheitsgemäß.
Endlich schien er beruhigt und überließ ihr den Vortritt ihrer Reise.
Sie nahm eine Handvoll Flohpulver und stieg in den Kamin.
Nachdem sie ein Mal tief durchgeatmet hatte, sagte sie klar und deutlich: "Hogwarts"
Sich abklopfend stieg sie aus dem Kamin, der Dumbledores Büro zierte, und wurde augenblicklich in starke Arme geschlossen.
Anhand der langen Barthaare, die sich in ihrem ganzen Gesicht verteilten, mutmaßte sie, dass es der Schulleiter höchstpersönlich war, der sie umarmte.
"Hermione. Ich bin froh, dass Mr. Malfoy und du eure Mission erfolgreich absolviert habt.", sprach er.
"Ich bin mindestens ebenso froh, Albus.", schmunzelte sie, während sie sich die letzten Haare seines Bartes aus den Wimpern zog.
"Wie mir mitgeteilt wurde, wart ihr beiden in allen Hinsichten erfolgreich.", stellte er amüsiert fest.
Hermione suchte den Blick Ginnys, doch diese schaute beschämt und mit rotem Kopf zu Boden.
"Das waren wir.", sagte Hermione ohne den Blick von ihrer geschwätzigen Freundin zu nehmen.
"Ich soll dich übrigens von Nessalya grüßen, Albus."
Nun stieg auch Draco durch den Kamin und wurde ebenfalls von dem Schulleiter in die Arme geschlossen. Mehr als verwirrt stand der Blonde da und jagte irritierte Blicke durch die Gegend.
"Ich bin froh, dass Sie und Hermione wohlerhalten zurückgekommen sind, Mr. Malfoy.", wiederholte der Alte sich.
"Danke.", murmelte Draco.
"Freunde. Wir haben viel zu besprechen.", verkündete Dumbledore, während er Stühle für die vier Freunde heraufbeschwörte.
Ein weiterer Schlenker des Zauberstabes und Serverus Snape kam durch die Tür gestürmt.
Er begrüßte alle bis auf Harry höflich, dem er nur ein kurzes Nicken schenkte.
Die beiden haben nie ihre Differenzen überbrücken können.
"Severus. Nimm doch bitte die kleine Samantha hier und wartet im Gang. Wir haben etwas zu besprechen.", bat der Alte.
Harry sah ihn schockiert an, doch Ginny vertraute ihrem ehemaligen Lehrer gern ihr Kind an. Sie wusste, dass wenige Minuten mit ihrer Tochter eine gute Rache für all die abgezogenen Hauspunkte waren.
Sofort sprang Sam auf den Tränkemeister zu und bombardierte ihn mit ihren neu errungenen Information über die Marshmallowparty.
Fast hätte Hermione geschworen, Snape lachen zu hören, als die Tür hinter ihm ins Schloss fiel.
"Also, lasst uns beginnen. Doch zu erst das wichtigste. Wie fühlst du dich Hermione?", begann Albus.
Irritiert antwortete sie.
"Ich fühle mich dem, was kommt, gewachsen, Albus."
Dieser nickte wissend, bedachte sie jedoch mit einem seltsamen Blick.
Sie entwickelten einen Schlachtplan, an dem Hermione sich nur mit mildem Interesse beteiligte, denn ihren eigenen Plan hatte sie fest verankert im Kopf.
Immer wieder suchte der Schulleiter ihren Blick, doch sie verwehrte sich ihm.
Sie wusste, dass nach Draco, nur er sie stellen konnte.
Doch das würde sie nicht zulassen.
"Ich denke, wir sollten ihn angreifen, bevor er nach Hogwarts kommen kann.", stellte Harry fest.
"Guter Einwand Potter. Da gibt es nur ein Problem.", entgegnete Draco.
"Und das wäre?", frage der Schwarzhaarige.
Draco seufzte bevor er antwortete. "Wir wissen nicht in welchem Loch sich Voldemort verkrochen hat."
Das schien Harry die Sprache zu verschlagen, denn er sah beschämt auf den Boden.
"Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sie hier auftauchen. Und auf den Weiten des Hogwartsgeländes spielen wir ein Heimspiel.", warf Ginny nun ein.
Doch plötzlich öffnete sich die Tür.
Severus schubste Sam sanft in das Büro und suchte den Blick Dumbledores.
"Wir werden angegriffen.", formte er tonlos mit seinen schmalen Lippen.
Sofort sprang Hermione auf.
Würde sie jetzt nicht handeln, würde sie es nicht schaffen.
Sie streckte ihre Arme zu beiden Seiten aus, formte dabei einen Halbkreis in der Luft.
Dumbledore sah sie nochmals wissend an, ein leichtes Lächeln zierte seine Lippen.
Draco spie einen stummen Schrei aus, wahrscheinlich fühlte er sich von ihr betrogen. Doch so sehr ihr dabei das Herz blutete, sie konnte nicht kämpfen, ohne ihre Liebsten in Sicherheit zu wissen.
Samantha war die erste, die sich vom Boden abhob. Sie wurde in goldenes Licht gehüllt und schlummerte friedlich vor sich hin.
Einer nach dem anderen folgte ihrem Beispiel, als letztes blieb Draco übrig. Unfähig sich zu bewegen starrte er sie wütend an.
Geräuschlos formte sie mit ihren Lippen die Worte Ich liebe dich und versetzte auch ihn in einen schlafähnlichen Zustand.
Die Arme zu ihren Seiten ausgestreckt, verharrte sie einen kurzen Moment.
Dann schloss sie die Augen und bewegte die Arme immer weiter nach oben.
So weit, bis sich die Hände hoch über ihrem Kopf trafen.
Sie zitterte, doch empfand dies nicht als anstrengend.
Erst als sie eine innere Ruhe verspürte, wusste sie, dass alle ihre Freunde, die sich auf dem Gelände von Hogwarts befanden, nun in Sicherheit in ihrem Kokon schliefen.
Als sie das Büro verließ, duckte sie sich unter dem goldenen Kegel aus Licht, der Severus Snape beherbergte.
Ihre Schritte hallten durch die Gänge.
Schritt für Schritt.
Ruhig atmend.
Die tödliche Gewissheit auf das, was kommen mochte.
Die ersten Todesser begegneten ihr, als sie die Eingangshalle Hogwarts erreichte.
Zahlreiche Lichtkegel erstrahlten in den Höhen der Halle.
Sie erkannte Fred und George, die Patil Zwillinge, Ron, Lavender, Luna und unzählig viele andere Freunde und Verbündete.
Doch vor ihr standen nun viele schwarz verhängte Gestalten mit weißen Masken.
"Das Schlammblut!", spie einer von ihnen aus.
"Seht nur, der Dreck an ihren Armen.", höhnte ein anderer.
"Sie scheint frisch aus dem Schlamm zu kommen." Alle von ihnen lachten.
Doch als Hermione in das Lachen einstimmte, verstummten sie augenblicklich.
"Sag, was findest du daran so witzig Schlammblut? Hast du endlich kapiert wo du hingehörst?"
Sie erkannte die Stimme Parkinsons. Sie drehte ihr Handgelenk und die Maske verschwand.
"Pansy, du solltest deine gespaltene Zunge zügeln."
Daraufhin schnippte Hermione mit den Fingern und Pansy hielt sich kreischend beide Hände vor den Mund. Blut ergoss sich über ihr Kinn und ihren Hals, bis in ihren schwarzen Umhang.
"Was hast du gemacht Schlammblut?", kreischte ein junger Todesser.
Andere wisperten im Gleichsang: "Wie hat sie das gemacht?"
Hermione ließ sich nicht dazu herab auch nur einem von ihnen zu antworten.
Sie erhob ihre Hand, machte den Anschein sich zu ergeben.
Doch als die Todesser lachend auf sie zukamen machte sie eine schnelle Bewegung nach rechts. Als würde sie etwas wegwischen. Etwas löschen.
Und das tat sie.
Die Augen der Gegner wurden plötzlich leer. Ihre Iriden verschwanden komplett und ließen nur kleine, schwarze Knöpfe zurück, ihre Pupillen.
Sie fielen fast sanft zu Boden. Ihre Gesichter mit dicken, roten Adern überzogen.
Ihr Tod für das Leben meiner Freunde.
Sie ging weiter.
Schritt für Schritt.
Die Ruhe in ihr breitete sich weiter aus, sie kam ihm immer näher.
Doch plötzlich fühlte sich etwas falsch an.
Als der verbotene Wald näher und näher kam, schwang sie beide Arme in die Luft.
Augenblicklich knisterten Äste, brachen Zweige und raschelten die Blätter der dichten Baumkronen.
Sie vernahm die Schreie der Todesser, die sich feige in den schützenden Schatten des Waldes versteckt hatten.
Eine ihrer Hände verweilte in der Luft, während die andere die gleiche Bewegung wie vor wenigen Minuten ausführte.
Ihr Tod für das Gerechtigkeit meiner Familie.
Sie vielen zu Boden.
Hermione konnte tote Knochen knacken hören.
Sie konnte Haut reißen hören.
Konnte Fleisch zerfetzen hören.
Es war ein bitteres Lied, von den Opfern komponiert.
Als sie die Arme senkte, besah sie ihre Arme.
Die braunen Streifen waren nun schwarz. Die goldenen leuchteten.
Sie ging in den Wald, war sich sicher, dass die Todesser eine Verteidigungsmauer für Voldemort darstellen sollten.
Sie passierte den ersten Baum am Rand des Waldes und strich sanft über die brüchige Rinde.
Dieser Baum hatte mehr Kriege erlebt, als Hermione Lebensjahre ihr Eigen nennen konnte.
Dennoch strahlte er in seiner Pracht, bot Schutz für Bedürftige, Widerstand für Übermütige, und Gesellschaft für Träumende.
Sie sah sich um. Sah tiefer in den Wald, als ihre Augen es erlaubten, und nahm Geräusche, nicht weit entfernt von ihr, wahr.
Etwas näherte sich ihr mit rasanter Geschwindigkeit. Etwas mit vier Beinen, ohne Arme.
Es galoppierte, doch besaß keine Hufen.
Schnaufte laut, hatte einen weiten Weg zurückgelegt.
Für sie.
Wegen ihr.
Doch gegen sie.
Sie sah den Werwolf, bevor ihre Augen ihn wahrnahmen.
Er hatte braunes, glänzendes Fell, war gut gepflegt, und tollwütig, wie alle seine Ahnen.
Er war alleine, was sie beinah beleidigte.
Dumm von ihm zu denken, dass es nur eines einzelnen Wesens bedarf, um sie zur ewigen Ruhe zu bringen.
Kurz musste sie an Nessalya denken.
Sie würde diesen Werwolf in Fetzen reißen.
Nun sah sie ihn. Ihre Augen blitzen gefährlich, doch freudig auf und sie streckte ihre Arme vor ihrem Körper aus.
Die Handflächen zusammen, mit den Fingerspitzen in seine Richtung. Die Daumen nach oben.
Ihr Lächeln wuchs, ihre weißen Zähne strahlten, dank dem wenigen Sonnenlicht, welches durch wie Baumwipfel fiel.
Der Werwolf hatte einen tollwütigen Ausdruck in den Augen, ließ sich von ihrem Lächeln nicht irritieren.
Er stürmte mit rasanter Geschwindigkeit auf sie zu, hatte sie fast erreicht.
Hermione schloss die Augen und ihren Mund. Das Lächeln verließ nie ihre Lippen.
Ein leises Summen erklang in ihren Ohren, ihre Fingerspitzen kribbelten.
Sie spürte warme Nässe auf ihrer Haut, die nächste Melodie erklang. Das Lied des Sieges.
Geprägt durch den Klang zersplitternder Knochen, gerissener Haut, erlöschendem Lebens.
Sie wischte sich die Feuchtigkeit von den Augenlidern und besah ihre roten Fingerspitzen.
Ihr Kleid war von Blut gefärbt, sie konnte es von ihrem Kinn tropfen spüren, Gewebefetzen rutschten von ihren glatten Armen.
Sie drehte sich um, sah auf den Boden.
Da lag der Komponist seiner eigenen Symphonie des Todes.
Der Werwolf war in 2 Hälften geteilt, und doch sah er ganz aus.
Endlich wurde er von seinem Fluch erlöst, konnte nun in Frieden ruhen.
Sie richtete ihr Kopf gen Himmel und schloss erneut die Augen.
Ein zartes Lächeln umspielte abermals ihre blutbespritzten Lippen.
Sie würde heute viele gute Taten vollbringen. Vielen armen Kreaturen ihren lang ersehnten Frieden bringen.
Sie warf einen letzten Blick auf den nun menschlichen, geteilten Körper. Das Lächeln verließ ihre Lippen nicht.
Sein Tod für die Eltern jedes Kindes.
Wieder setzte sie ihren Weg fort.
Ein Außenstehender hätte vermutet, dass sie durch den Wald schlenderte, wegen des schönen Wetters.
Dass sie die Ruhe genoss.
Die Ruhe vor dem Sturm.
Sie dachte viel an Draco.
Was er tun würde, würde sie zurückkommen.
Was er tun würde, würde sie nicht zurückkommen.
Würde sie wiederkommen, würde er ihr diese Vorgehenweise nicht verzeihen.
Würde sie nicht wiederkommen würde er es sich nie verzeihen.
Sie wurde wieder ruhiger.
Sie kam ihrem Ziel näher.
Nur Merlin wusste, wie diese letzte Schlacht ausgehen würde.
Sie hoffte, dass sie die Gelegenheit bekam, Nessalyas Behausung zurück an die Oberfläche zu bringen.
Sie hoffte, dass die irgendwann eine Mrs. werden würde.
Sie hoffte, Samantha kleine Spielgefährten schenken zu können.
Ihr Wissen weitergeben zu können.
Ihr Wissen zu erweitern.
Ihre Freunde beim Altwerden zu beobachten.
Selbst alt zu werden.
Mit Draco alt zu werden.
Und dann sah sie ihn.
Scharenweise hatten seine Anhänger sich um ihn versammelt.
Sie zu zählen war nicht möglich.
Inmitten von ihnen stand er.
In all seiner scheußlichen Pracht.
Nun war alles ruhig.
Soooo…
Ich hoffe, dass es euch gefallen hat und ich mit diesem Kapitel mehr Leute dazu bewegen kann mir ein Feedback dazulassen, als ich es sonst tue.
An meine Reviewer des letzten Kapitels: Herzlichen Dank für eure Komplimente, Anregungen und Wünsche. Ich freue mich, euch als meine Leser bezeichnen zu dürfen und bete, dass ihr auch bei meiner nächsten Story dabei seid.
Es wird noch ein Finales Kapitel geben und danach einen Epilog…
Bis Dienstag *wink
