UNTER FREUNDEN!
Nachdem Remus mit Sirius gesprochen hatte war er wieder sehr Ruhig geworden. Sirius hatte ihm nicht auf seine Frage geantwortet wie es ihm ginge. Remus kannte seinen Freund zu gut, er wusste das Sirius nicht gerne lange alleine ist und deshalb, da war er sich sicher, ging es seinem Freund alles andere als gut. Lucy vermisste ihn auch, sie war unter Freunden und verging fast an Liebeskummer. Sirius war ganz alleine, er wollte sich gar nicht vorstellen wie es ihm ging.
Die Weihnachtstage zogen nur langsam vorbei. James und die anderen meldeten sich zwar mehrmals Täglich doch Sirius wurde immer depressiver. Wenn James ihn erzählte was sie alles getan hatten merkte Sirius wie ihm das Herz schwer wurde. Warum musste er auch immer so eine scheiße bauen? Er schwor sich, absofort keine großen Streiche mehr zu spielen. Ein paar kleinere konnten nicht schaden, aber nichts Großes mehr.
Der Spiegel, in seiner Tasche vibrierte und meldete somit James als Gesprächspartner an. Automatisch ließ er seine Hand in die Tasche gleiten, als er den Spiegel berührte hielt er aber inne. Warum sollte er mit James reden? Er würde ihm nur wieder erzählen, dass er den Kopf nicht hängen lassen sollte und welchen Spaß sie heute hatten. Frustriert ließ er den Spiegel in der Tasche und setzte sich in den Sessel am Kamin. Eine ganze Weile vibrierte der Spiegel weiter, dann hörte er auf. Sirius zog ihn nun doch aus der Tasche und schmiss ihn auf den Tisch.
„ Master Black? Master Dumbledore erkundigt sich nach Euern Befinden?" fragte Flinky, die mit einem Plop erschienen war. „Mir geht's gut! Danke der Nachfrage!" antwortete Sirius leise. Flinky verbeugte sich und verschwand. Eine ganze Weile später vibrierte der Spiegel wieder, dich Sirius ignorierte ihn. Gedankenversunken sah er in die Flamen und schrak zusammen als Flinky ihn einen Brief in die Hand drückte. Seufzend öffnete er diesen und las die paar Zeilen.
Sirius,
warum meldest du dich nicht über den Spiegel? Ist alles ok? Schreibe bitte deine Antwort und gebe sie Flinky mit
Albus Dumbledore
Sirius drehte den Brief um und schrieb:
Habe keine Lust zu reden! Bin schon deprimiert genug, brauche nicht noch zu wissen was die anderen heute alles gemacht haben!
Sirius
Er drückte den Brief Flinky in die Hand und legte sich ins Bett. Er hatte jetzt schon 2 Tage nichts mehr gegessen und um ehrlich zu sein hatte er immer noch kein Hunger. Wozu sollte er auch etwas essen? Es interessierte doch eh niemanden! Ihm war zwar ein wenig übel und schwindelig, aber ansonsten war alles bestens.
Dumbledore machte sich langsam wirklich Sorgen um Sirius. Seine Antwort hatte ihm nicht gefallen, doch wollte er James nicht beunruhigen und sagte ihm, dass Sirius den Spiegel verlegt hätte und nicht wüsste wo er wäre. Der junge Potter wirkte nicht überzeugt, verließ aber trotzdem sein Büro. Als er den Wasserspeier unten zuklappen hörte, stand er auf, warf etwas Flohpulver in den Kamin und verschwand.
Als er in dem runden Raum aus dem Kamin trat, war von Sirius keine Spur zu sehen. Leise ging er ins Schlafzimmer und entdeckte seinen Schüler im Bett. Vorsichtig trat er näher. Sirius war unnatürlich blass und er zitterte trotz decke erbärmlich. Dumbledore trat näher und berührte ihn an der Stirn. Sirius glühte. Er hatte Fieber. Ohne lange nachzudenken hob er Sirius hoch und verschwand mit ihm zum Krankenflügel.
Madam Pomfrey berichtete, nach einer ausführlichen Untersuchung, das Sirius schon seit mehreren Tagen nichts oder nur wenig gegessen hätte. Sein Kreislauf wäre im Keller, sein Immunsystem ebenfalls und außerdem hätte er eine Zauberblockade, die sie nicht durchbrechen könnte. Das Fiber hatte sie senken können und das war auch das einzige. Sie ließ Dumbledore mit Sirius alleine und verschwand in ihrem Büro.
Als Sirius erwachte wusste er sofort dass er nicht in seinem Raum war. Hier roch es anders und es gab Geräusche. Ganz langsam öffnete er die Augen und bemerkte Dumbledore der neben ihm saß. „Professor?" fragte er leise. „Sirius! Merlin sei Dank, du bist wach. Ich habe mir Sorgen gemacht!" sagte Dumbledore erleichtert. „Was…was ist denn passiert?" fragte Sirius verwirrt. „Du hast seit einiger Zeit wohl nicht mehr Richtig gegessen. Dein Kreislauf und Immunsystem sind im Keller und du hast eine Zauberblockade die wir nicht durchbrechen können." erklärte Dumbledore ruhig. Sirius schwieg. „Ich werde deinen Freunden bescheid sagen, dass sie dich besuchen können. Allerdings wirst du dir einen aussuchen müssen. Poppy hat mir befohlen nur einen deiner Freunden her zulassen." meinte Dumbledore. Sirius dachte nach. Am liebsten würde er Lucy sehen, aber James und die anderen auch. Dann viel es ihm ein.
„Ich würde gerne mit Remus sprechen, Sir" antwortete Sirius schließlich. Dumbledore sah ihn stolz an, stand auf und sagte: „Ich werde ihm, sobald es geht zu dir schicken. Ruh dich noch ein wenig aus. Zurzeit ist er in Hogsmead." Sirius nickte und Dumbledore verließ den Krankenflügel. Pomfrey brachte ihn verschiedene Tränke die er nehmen sollte, dann schlief er ein.
Das nächste mal, als er wach wurde, ging die Sonne gerade unter. Gedankenverloren sah er nach draußen und bemerkte Remus, der den Krankenflügel betreten hatte, erst als dieser ihn ansprach. Erschrocken wandte Sirius sich ihn zu und lächelte, als er ihn erkannte. „Was ist passiert?" fragte Remus besorgt und setzte sich mit aufs Bett. „Habe wohl zu wenig gegessen, dadurch ist mein Immunsystem und Kreislauf im Keller. Außerdem habe ich noch eine Zauberblockade" antwortete Sirius und sah zu Boden. Remus schwieg. „Remus, es… es tut mir leid. Ich habe damals nicht nachgedacht und war sauer auf Snape. Ich schwöre dir, dass ich nie wieder irgendetwas über diesen Baum oder der Hütte sagen werde. Zaubererehrenwort!" Remus lächelte leicht und sagte: „ Weißt du, langsam sollte ich dich kennen. Als ich erfuhr, übrigens von Snape persönlich, was passiert war, war ich sauer auf dich. Allerdings verflog dies sofort, als ich hörte was deine Strafe war." „Snape hat es dir erzählt?" fragte Sirius erstaunt.
„Nein, er hat mich abgefangen und beleidigt. Mit dir wird er wohl auch noch ein Wörtchen reden. James und Lily haben mir es dann erzählt. Ach ja, schöne Grüße von allen. Lucy meinte ich solle dir ein Kuss von ihr geben, doch ich sagte ihr den sollte sie dir schön selber geben" Beide fingen an zu lachen.
