sry! Ich weiß, hab viel Zeit gebraucht aber dieses Chap ist auch n bissel länger, glaub ich, als die anderen. Und ich finds auch eigentlich ganz gut ...man muss sich ja auch mal selber loben, gell? Aber damit IHR mich loben könnt(oder dissen ...yeaahhhh ) ist es euch vergönnt REVIEWS zu schreiben! Also dann mal an die Arbeit! Auf, auf!


Chapter thirteen GG/ Home

Rory fühlte die warmen Sonnenstrahlen ihren nackten Rücken entlang kriechen und ließ ihren müden Kopf wiederwillig auf den College Block unter ihr sinken. Die Chemie-Formeln schwirrten in ihren Gedanken herum wie Bienen um ihr Nest. Sie sah zu Lorelai herüber, die in ihrem Bikini unbeweglich auf dem Liegestuhl lag.

„Gib mir mal noch so einen Reiscracker, bitte."

„Mhh?" Lorelai blinzelte ihre Tochter an.

„Den Reiscracker, ich komm nicht dran." Rory streckte ihren Arm halbherzig in Richtung Plastikhocker, ließ ihn aber so gleich wieder fallen.

Lorelai schloß wieder die Augen: „Geht nicht."

„Wieso nicht?"

„Zeit ist noch nicht um."

„Ist egal ...ich will den Cracker."

„Und ich will gleichmäßig braun werden."

Im selben Augenblick ließ ein pinker Fellwecker, der auf dem Hocker positioniert war, ein ohrenbetäubendes Klingeln ertönen, bevor Lorelai ihm mit einem gezielten Schlag Einhalt gebot. Dann warf sie Rory einen Cracker zu und ließ sich von ihrer ehemaligen Rückenlage auf den Bauch fallen.

„Danke."

Lorelai ließ ein Grummeln ertönen.

„Das ist total dämlich."

„Ist es nicht."

„Seit 2 Stunden drehst du dich jetzt schon im 10 Minuten Takt von einer Seite auf die andere."

„Und?"

„Warum nicht einfach jede halbe Stunde? Dann würde ich nicht dauernd dieses schrille Pfeifen ertragen müssen. Ich hab langsam das Gefühl, dass mein Kopf platzen wird wie in Mars Attacks wenn ich das noch ein paar mal höre."

Lorelai zuckte mit den Schultern: „Dann halt dir eben die Ohren zu."

„Das hat den armen, grünen Dingern im Film auch nicht mehr geholfen."

Bevor sie ihr Gespräch weiter führen konnten, erschien Babette in der Tür die zum Garten führte.

„Ach hier seid ihr Süßen !"

Rory und Lorelai ließen ein einstimmiges „Hi Babette" hören.

„Ich hab eben Brownies gebacken und dachte ich bring euch mal ne Platte rüber."

Mutter und Tochter stießen einen Schrei des Entzückens aus und Rory langte sofort nach einem der Kuchenstücke.

„Mhhh...wie kriegst du die nur immer so lecker hin?"

„Ey, gib Mummy auch was!" Rory beugte sich zu Lorelai und gab ihr ein Stück in die ausgestreckte Hand.

„Was ist mit ihr? Kann sie sich nicht bewegen?" Fragte Babette besorgt.

Lorelai schüttelte stumm den Kopf und aß eifrig das Kuchenstück weiter.

„Sie sonnt sich." Versuchte Rory zu erklären. „ Sie denkt sie hätte die wissenschaftliche Entdeckung des Jahres gemacht, zu dem Thema wie man sich am besten sonnt ohne am ganzen Körper ungleichmäßige Bräunungsflecken zu bekommen."

„Ja! So war's nämlich letztes Jahr!" Brachte Lorelai zwischen schlucken und kauen hervor.

Babette sah sie Stirn runzelnd an. „Aber Schätzchen, letztes Jahr hast du es ja auch mit Bräunungscreme versucht!"

„Was?" Rory grinste ihre Mutter überrascht an. „Du benutzt Bräunungscreme?"

„Stimmt doch gar nicht." Lorelai versuchte möglichst entrüstet zu gucken, aber auch damit konnte sie den beginnenden Lachkrampf ihrer Tochter nicht mehr stoppen. "Babette!"

„Aber Lorelai, ich weiß noch ganz genau wie du es mir erzählt hast!" Meinte Babette verwundert.

Rory kicherte weiter während Lorelai ihr Gesicht verzog und die Zunge rausstreckte. Babette sah grinsend von einem zum anderen und meinte dann:

„Aber was ich euch eigentlich fragen wollte: wer ist denn dieser schnuckelige Gitarrist, der schon seit ner halben Stunde mit der Band in der Garage probt?"

Rory zog die Augenbrauen hoch: „Meinst du etwa Dave?"

„Nein, nein den kenn ich ja, echter Leckerbissen übrigens...aber leider schon vergeben. Nein, ich glaube die haben einen neuen Gitarristen gefunden. Den musst du dir angeln Schätzchen!" Sie zeigte mit dem Finger auf Rory und nickte heftig mit dem Kopf.

„Babette ich habe einen Freund..."

„...ich meine ja nur...man sollte immer zwei Eisen im Feuer haben."

Lorelai grinste ihre Tochter mitleidig an und meinte: „Ganz meine Worte! Das sage ich jeden Tag zu ihr, nicht war Schätzchen?" Sie zwickte ihrer Tochter in die Wange bevor Rory sie genervt wegschubste.

„Tja...Wie auch immer, aber er sieht wirklich toll aus: blonde Haare, blaue Augen, durchtrainierter Körper."

„Oh man in unserer Garage steht Brad Pitt, los lauf Rory und mach was Babette gesagt hat!"

Rory verdrehte die Augen und lächelte: „Ich hatte sowieso vor, den anderen ein paar Brownies zu bringen. Ich will mir aber erst was über ziehen." Rory deute auf den Bikini den sie trug, doch Lorelai schüttelte heftig den Kopf.

„Nein! Das musst du anlassen. Was dir fehlt sind ein paar High Heels. Denk doch mal an Lil' Kim! Die läuft dauernd in so was rum und kriegt deswegen alle Kerle. "

„Kriegt sie nicht!" Rory lachte und lief über den Rasen zur Veranda bevor sie in der Küche verschwand.

„Trotzdem! ...Guck nach ob du noch ein goldenes Hüftkettchen findest und schnapp dir dann Brad Pitt!"

GG/ Home / Garage

„Zach! Es sind nur diese paar Noten! Versuch sie dir verdammt noch mal zu merken!"

„Ja man, bleib mal locker. Kein Grund so annervend zu werden!"

„Jungs!" Lane sah von Brian zu Zach und wieder zurück. „Können wir jetzt bitte weiter machen?"

„Ja könnten wir, wenn Brian nicht ständig so einen Scheiß schreiben würden den sich keiner merken kann."

„Also, warte mal, du bist ja wohl der einzige der sich das nicht merken kann. Und dürfte ich dich mal daran erinnern, dass wir mit diesem so genannten Scheiß ziemlichen Erfolg haben?"

Zach warf die Hände in die Luft und meinte zu Lane gewandt: „Und dauernd rastet er so aus wenn man mal Kritik übt. Diese Akkorde taugen nichts, Brian!"

„Diese Akkorde...bilden...den ...verdammten Refrain!"

Lane seufzte und verließ ihren Platz hinter dem Schlagzeug. Sie bahnte sich ihren Weg hindurch, zwischen den 2 Streitenden, ging aus der Garage und wäre fast mit Rory zusammen gestoßen.

„Wow, lecker Brownies!"

„Ja, von Babette. Ich dachte ich bring euch mal ein paar rüber."

„Super, die können wir gebrauchen." Lane grinste und Rory merkte worauf Lane anspielte, als ein wütender Aufschrei von Brian zu ihnen herüber klang.

„Oh verstehe!...Und wie geht's so ?"

„Mama Kim hat neue Kleiderregeln erfunden..." Während Lane erzählte versuchte Rory möglichst unbemerkt einen Blick in den improvisatorischen Proberaum zu erhaschen.

„Suchst du was?" Lane sah sie verwundert an.

„Was?...Nein, nein...ich meine ja, doch eigentlich schon. Habt ihr nicht einen neuen Gitarristen?"

Lanes Gesicht erstrahlte: „Ja! Und er ist so gut! Es war überhaupt alles ein Zufall, aber ich denke wirklich wir haben ein neues Bandmitglied. Jedenfalls kann ich mir die Band schon gar nicht mehr ohne ihn vorstellen." Lane lachte und zeigte auf eine Gestalt die im gleichen Moment aus der Garage kam.

Rory stieß ein „Oh nein" hervor als sie plötzlich in Tristans Gesicht blickte.

„Mary!" Tristans Gesicht erhellte sich im Bruchteil einer Sekunde, als er Rory erblickte. „Was machst du hier?"

„Was ich hier mache?" Auf Rorys Gesicht zeichnete sich allerdings nur totale Schockiertheit ab. „Ich wohne hier! Was du hier machst ist wohl er die Frage die gestellt werden sollte."

„Moment. Ihr kennt euch?" Lane blickte von einem zum andren.

„Leider. Das ist Tristan Dugrey, Lane. Er geht mit mir nach Chilton." Lane hatte sofort begriffen wen sie hier nun also tatsächlich vor sich hatte, war aber schlau genug sich nichts anmerken zu lassen."

„...Und Traum deiner schlaflosen Nächte." Tristan grinste.

„Gott. Bitte verschone mich mit diesem Mist." Rorys Wut wurde von Minute zu Minute größer.

„Ehm, ich geh dann mal wieder." Lane schaute ihre Freundin entschuldigend an und verschwand in der Garage.

„Ich komm gleich nach Lane!" Rief Tristan ihr hinterher.

„Sei dir da mal nicht so sicher, das ist schließlich immer noch meine Garage." Rorys Augen schienen kleine, tödliche Pfeile auf Tristan abzuschießen. „Warum. Bist. Du. Hier."

„Wow, wenn es eine Situation gäbe, bei der dieser Satz wohl angebracht wäre dann jetzt, also : Wenn Blicke töten könnten..."

„...hätte ich wohl schon bei unserer ersten Begegnung einen Mord an dir verübt. Lenk nicht vom Thema ab."

„Lane hat mich in einem Musikgeschäft spielen gehört, war natürlich hellauf begeistert, gerade eben habe ich vorgespielt und wahrscheinlich bin ich sowieso schon längst Bandmitglied."

„Weißt du eigentlich wie sehr mich dein überdimensionales Ego ankotzt?"

„Übrigens, sehr nettes Autorennen hast du da gestern geliefert. Wer war die andere? Diene Schwester?"

„Meine Mutter." Tristan zeigte für einen Augenblick Überraschung bevor er sich wieder fasste.

„Glaub mir, du hast schon jetzt bei ihr verschissen."

„Was bringt dich auf den Gedanken der Eindruck den deine Mum von mir hat, wäre mir wichtig?"

„Du lenkst schon wieder vom Thema ab."

„Was ist das Thema?"

„Das Thema ist, dass du hier in Stars Hollow bist, in meiner Garage stehst, dich bei meinen Freunden einschleimst und dich so auch noch versuchst in mein Privatleben einzumischen."

„Ich..."

„Nein Tristan, versuch dich gar nicht erst raus zu reden, ich kann dir nämlich versichern das dieser Einmischungsversuch fehl schlagen wird. Du kehrst wieder nach Chilton zurück und hältst dich aus meinem Leben raus!"

Damit drehte sich Rory auf der Stelle um und verschwand mit schnellem Schritt im Haus. Sie sah rot vor Wut. Sie wollte nicht das ihr Privatleben sich mit Chilton vermischte. Und vor allem wollte sie nicht das Tristan hier in Stars Hollow war. Das war ihre Stadt.

Trotzig lief sie in ihr Zimmer und schmiss sich auf ihr Bett.

„Hey gibt es einen Grund warum du dich wie ne 4- jährige benimmst, die keine Zuckerwatte mehr bekommt weil sie schon 6 gehabt hat und man sie deswegen nach Hause rollen kann?"

„Sehr witzig. Geh nach draußen und schau dir den neuen Gitarristen von Lane's Band an."

„Ooooky." Lorelai tat was Rory gesagt hatte und ging aus dem Haus zu ihrer Garage.

„Hey"

„Hi Lorelai." Lane winkte ihr, hinter dem Schlagzeug sitzend, zu. Lorelai brauchte nicht lange zu suchen bis ihr Blick auf Tristan fiel.

„Du bist der neue Gitarrist?"

„Kann man wohl so sagen." Tristan war von dem seltsamen Blick mit dem Lorelai ihn von oben bis unten ansah verunsichert. Lorelai verzog ihr Gesicht zu einem Lächeln: „Na dann, Tschüss!"

Bevor Tristan etwas erwidern konnte war sie schon aus der Garage raus und wieder in Rorys Zimmer.

„Und?" Lorelai sah ihre Tochter fragend an.

„Du hast ihn nicht erkannt, stimmts?"

„Erkannt? Ich sollte ihn kennen?"

Rory stöhnte auf und vergrub ihren Kopf wieder in den Kissen. Lorelais Kopf arbeitete allerdings auf Hochtouren, bis:

„Ahhhh!"

„Was?"

„Ich weiß es! Ich kenne ihn! Er ist der Dieb, der mir mein Lieblingsauto gestohlen hat."

Rory lächelte halbherzig: „Dafür hast du aber verdammt lange gebraucht."

„Und...?"

„Und...?"

„Wir... hassen ihn?"

„Ja! Wir hassen ihn."

„Ok...Nur weil er einen Lamborgini besitzt heißt das ja nicht automatisch das wir ihn hassen müssen."

„Tun wir aber."

„Bono besitzt bestimmt auch einen."

„Wir hassen Bono aber nicht."

„Gott sei dank. Ich dachte schon jetzt müsste ich auch noch Bono hassen." Lorelai setzte sich neben Rory auf ihr Bett." Also ist dieser Gitarre spielender, Lamborgini fahrer, der da in meiner Garage steht ist ein Spezialfall?"

„Ganz genau. Jedenfalls für mich." Rory drehte sich auf den Rücken und sah ihre Mutter an.

Lorelai grinste: „Und für mich. Solidarität Schwester! Jajajajajaaaaa!" Rory lachte und stimmte dann ein: „Jajajajaaaa!"

Plötzlich wurden sie in ihrem Freudengeschrei unterbrochen als ein vorsichtiges Klopfen an der Tür zu hören war.

„Ehm..." Tristan stand, sichtlich verunsichert in der Tür und Rory wurde klar, dass sie das erste Mal sah, dass Tristan die Worte fehlten.

Lorelai stand vom Bett auf und im gleichen Moment fasste sich Tristan wieder unter streckte seine Hand aus: „Ma'am"

Lorelai zog die Augenbrauen hoch: „Oh, jetzt hast du endgültig verschissen." Und damit ging sie an einem äußerst überraschten Tristan vorbei aus dem Zimmer.

Nachdem ihre Schritte im Haus verhalten, herrschte eisige Stille im Zimmer.

„Womit hab ich das nur verdient?"

Rory sah mit einem möglichst verachtendem Blick zu Tristan, der, mit Händen in den Taschen an den Türrahmen lehnte.

„Da fragst du noch?"

„Wenn ich es wüsste würde ich hier jetzt wohl nicht stehen."

Rory seufzte und fuhr wütend vom Bett. „Das ist es doch Tristan. Wieso stehst du hier, wieso bist du hier uneingeladen in meinem Haus, in meiner Stadt?"

Tristans Gesicht verhärtete sich: „Ich wusste nicht das ich so unerwünscht bin. Außerdem, hab ich nicht gemerkt das dir diese Stadt gehört?"

„Du weißt was ich meine."

„Nein weiß ich nicht." Längst stand Tristan nicht mehr so entspannt da wie er wollte. Seine Worte kamen immer schärfer aus seinem Mund und er hatte große Lust irgendetwas zu zerschlagen.

„Du nervst mich an Tristan. Dauernd verfolgst du mich, redest irgendwas von Freundschaft, die meiner Meinung nach aber nie entstand oder entstehen könnte. Und jetzt das hier, was für ein Zufall, dass du gerade hier auftauchst, meinst du nicht? In dieser Band, wo es doch in Conneticut bestimmt an die tausend gibt." Rory stand ein paar Meter von ihm entfernt und merkte nicht was sie mit ihren unüberlegten Worten anrichtete. „Lass mich ein für alle mal in Ruhe, halt dich aus meinem Leben raus, verstanden?"

Tristan versuchte zu überspielen, wie sehr ihn ihre Worte verletzt hatten. Er verstand sich selbst nicht mehr, was er an diesem Mädchen gefunden hatte um sich so erniedrigen zu lassen. Alle anderen Mädchen träumten davon eine Nacht mit ihm verbringen zu können, wenn Rory nicht wollte war es auch egal. Eine mehr oder weniger, darauf kam es im Endeffekt auch nicht an.

Ihre letzten Worte halten in seinem Kopf nach und er erwiderte: „Was gab es daran wohl nicht zu verstehen?"

Er sah sie mit einer Mischung aus widergewonnenem Stolz und Verachtung an, bevor er sich umdrehte, kurz davor dieses Haus ohne ein weiteres Wort zu verlassen.

Da kam ihm der Gedanke, dass er vorher unbedingt noch etwas klar stellen wollte. Für die Nachwelt.

Er blieb stehen, dachte einen Augenblick nach, drehte sich um und ging ein paar Schritte auf sie zu, mit denen er sofort ihren Privatbereich durchdrungen hatte und nur Zentimeter von ihr entfernt stand: „Du glaubst also wirklich ich hätte das nur wegen dir gemacht, Mary ?"

Rory sah ihn einen Moment lang ungläubig an und schritt dann, fest entschlossen keine weitere Minute für ihn zu verschwenden an ihm vorbei zur Tür.

Als sie dann spürte wie sich eine Hand hart um ihren Oberarm schloss und sie mit einem Ruck zurück zog und gegen die Wand drückte entfuhr ihr ein Laut der Überraschung.

„Wo willst du denn so schnell hin?" zischte Tristan. Er drückte seinen Körper gegen ihren, was ihr wohl Angst machen sollte, und versuchte sie so zwischen der Wand und ihm selber einzuzwängen.

„Lass mich los."

Der Druck von Tristans Händen um ihre Schultern verstärkte sich.

„Du warst gerade sehr unhöflich, mir meine Frage nicht zu beantworten. Also?"

Rory wusste nicht wirklich was für ein Spiel Tristan dort spielte, doch sie war fest entschlossen nicht mit zu spielen.

„'tschuldingung, hab heute meinen blonden Tag, was war es noch gleich was du wissen wolltest?" Rory stetzte ein zuckersüßes Lächeln auf.

„Du glaubst wirklich, ich hätte das hier," er deutet mit dem Kopf nach draußern zu Garage, in der die Band immer noch probte," nur wegen dir gemacht?"

Sekunden verstrichen in denen keiner der beiden was sagte.

„Scheint ja wohl so, oder?"

Tristan lächelte selbstgefällig: „Immer diese schnippischen Suggestivfragen Rory. Fällt deinem Einstein-IQ tatsächlich nichts besseres ein?"

Rory fühlte sich ertappt. Es war ihr nichts besseres eingefallen. Und das war darauf zurück zu schließen, dass sie nicht nur überrascht war von Tristans Reaktionen sondern auch langsam eine Erinnerung in ihr hochkam, ein Gefühl, wie sie es schon einmal erlebt hatte. Die ganze Situation kam ihr bekannt vor. Nur hatte sie damals, nicht eine kalte Wand hinter ihrem Rücken gespürt, sonder eine noch kältere Metalltür, genau genommen die von ihrem Spind in Chilton.

Überrascht stellte sie plötzlich fest, dass Tristan wieder angefangen hatte zu reden, doch sie hörte nicht zu. Es interessierte sie nicht sonderlich, zu hören was er in seiner Wut hervorbrachte. Viel gefährlicher fand sie diese plötzliche Erinnerung, die unpassender nicht sein konnte. Sie zwang sich wieder in die Realität zu schalten.

„...so egoistisch und eingebildet sein, so was zu denken. Nicht alles dreht sich um dich Rory und ich sowieso ganz bestimmt nicht. Vielleicht, ...vielleicht hatte ich wirklich mal Interesse an dir, aber ich denke das hat sich heute schlagartig geändert. Du bist mir egal Rory," er sah ihr in die Augen, überzeugt davon die Wahrheit zu sprechen, „geh nur zu deinem Freund, Bean oder Dean oder wie er auch heißt...es macht mir nicht das geringste aus."

Ironie des Schicksals? Diese Frage schoss Rory durch den Kopf während sie seine Worte vernahm. Ironie des Schicksals das er fast genau die gleiche Wortwahl benutzte wie damals? Damals als er sie gegen ihren Spind gedrückt hatte und sie selber sich entschuldigen wollte wegen des missglückten Telefonats.

Sein griff um ihre Arme hatte sich gelockert. Seine Hände fuhren ihre nackten Arme entlang, eine Spur von Gänsehaut hinterlassend.

Damals hätte er sie fast geküsst. Wie hatte er nur so schnell umschalten können. Wie hatte er nur merken können was ihr in diesem Moment durch den Kopf gegangen war.

Plötzlich fiel es ihr wieder ein. Es waren ihre Gefühle gewesen, die sie überwältigt hatten. Dumme, unnütze, falsche Gefühle die wohl gedacht hatten, dass Dean statt Tristan vor ihr gestanden hätte. Und es war ihr Blick gewesen, der sie verraten hatte. Es hatte an ihr gelegen.

Sie beugte ihren Kopf und sah auf ihre Handgelenke, die jeweils von Tristans Händen festgehalten wurden. Seine gebräunte Haut um ihre milchige Haut gelegt. Und wenn es nicht nur die Handgelenke wären, fragte sich eine unsichtbare Stimme in ihrem Kopf, wenn es andere Stellen an ihrem Körper gäbe wo dieser Anblick von zwei verschiedenen Hauttönen aufeinander, nebeneinander, genauso gut aussehen würde?

Rory zog die Luft scharf ein und sie merkte wie ihre Wangen förmlich brannten. Plötzlich dankte sie Tristan, dass er sie hier fest gegen die Wand gedrückt hielt. Die Kühle aus der Mauerwand hinter ihr war mehr als angenehm.

„Rory? Hörst du mir überhaupt noch zu?" Er schüttelte sie leicht und versuchte sie so zu zwingen in seine fragenden, wütenden Augen zu blicken.

Sie hob ihr Gesicht und ihm viel sofort auf, wie rot ihre Wangen glühten.

In diesem Moment wurde es Rory klar: Es würde immer an ihr Liegen.

Sie schluckte, ihr Herz raste und der einzige Gedanke der ihr gequältes Hirn ausstieß war: weg hier. Das war gefährliches Territorium. Viel zu gefährlich für Rory, viel zu gefährlich für Tristan und für sie beide konnte es nur eins bedeuten: Sie würden von dem schmalen Grat auf dem sie wanderten hinunterfallen. Und fallen, insbesondere sich fallen lassen hatte Realitätsverlust zur Folge, was für Rorys Beziehung mit Dean tödlich enden würde.

„Tristan... lass mich." Ihre Stimme hörte sich leiser an als Rory es erwartet hätte.

Er beobachtete sie, konfus wie sie war hatte sofort irgendetwas in seinem Kopf Stopp geschrieen. Irgendwas stimmte hier nicht.

„Warte." Er umfasste ihr Handgelenk enger und fühlte sofort ihren überhöhten Puls. „Rory?" Er lächelte arrogant, „dein Herz rast."

„Ich ...bin ja auch sehr ...wütend." Rory verfluchte sich für diese schwachen Worte, die sie mit zitternder Stimme hervorgebracht hatte. Sie versuchte sich los zu reißen, von Tristan und von diesen gefährlichen Gedanken die sie umgaben.

Er zog sie wieder zurück, selbstsicherer wie nie.

„Warum willst du denn so schnell weg?" Und wie als könnte er ihre Gedanken lesen: „Das hier wird zu gefährlich für dich, nicht war?"

Wenig wusste Tristan, wie sehr er damit ins Schwarze getroffen hatte. Sowieso hatte er noch nicht begriffen, warum ihr Selbstbewusstsein plötzlich fiel, wie ein Mantel der von ihren Schultern rutschte. Er hatte das Gefühl, und kam sich dabei wie der Held eines Billigromans vor, dass sie mit dem Rücken die Wand bis zum Boden entlang rutschen würde, hielte er sie nicht so an sich gepresst. Der Gedanke daran ließ ein Lächeln auf seinem Gesicht ausbreiten. Innerlich war es ein lautes Lachen, äußerlich war es selbstgefällig und hochmütig.

Rory sah das Lächeln und wollte ihn sofort von sich schubsen. Sie löste ihre Hände aus Tristans Umklammerung und versuchte ihn weg zu stoßen. Auf halbem Weg aber schienen ihre Hände vergessen zu haben, was sie vorgehabt hatten und klammerten sich plötzlich zitternd an Tristans T-Shirt fest.

Tristan reagierte automatisch und seine Arme schlangen sich um ihre dünne Taille. Rory konnte nicht fassen warum ihre Hände nicht mehr ihrem Gehirn gehorchten. Als hätten sie ein Eigenleben zehrten sie an Tristans Shirt, ihn immer weiter zu sich ziehend.

„Tristan..." Sie hatte vorgehabt ihm zu sagen er sollte aufhören, mit dem was er tat oder am besten, aufhören zu existieren. Sie schaute ihn flehend in die Augen, doch er hatte zu lange auf diesen Moment gewartet, als das er sie hätte gehen lassen.

„Ich wusste du würdest nachgeben...früher oder später..."

Rory konnte seinen Worten nicht mehr Beachtung schenken. Ihr Kopf war voll mit Emotionen, der Platz für Überlegungen fehlte. Sie schloss die Augen, ließ sich mit Tristan vom Grat fallen und fühlte nur noch wie sein heißer Atem über ihre Lippen strich, immer näher kam, bis sie nicht mehr wusste ob es nun schon seine Lippen, die schmale Luft dazwischen oder ihre Einbildung war...

„Man Rory, ich-...Oh mein Gott!" Lorelais Gesicht schien von ihr zu fallen als sie die Tür aufstieß und die beiden, die wie von einem Stromschlag getroffen auseinander sprangen, erblickte. „Was ...was soll denn das..oh nein!" Sie hielt sich die Augen zu und lief rückwärts in die Küche. „Hat dir deine Mutter denn nicht gesagt, dass du keine anderen Typen küssen sollst -oder was auch immer ihr da machen wolltet- wenn du dauernd mit einem dunkel haarigen, etwas zu groß geratenem aber trotzdem ganz netten Jungen zusammen rum hängst und er behauptet dein Freund sein!"

Lorelai hatte immer noch die Hände schützend vor die Augen gelegt und konnte nicht sehen, dass ihre Tochter in einer Art Delirium zu sein schien und ihre Worte nicht zu ihr durchdrangen.

„Ehm..." Lorelai blinzelte zwischen ihren Fingern hindurch." Konntest du mir folgen?" Sie blickte von Rory zu Tristan, der wie angewurzelt neben ihr stand. Lorelai ließ ihre Hände fallen und seufzte zu Tristan gewandt: „Was hast du nur mit Rory gemacht..." Halb sprach ihr diese Frage aus der Seele, halb wollte sie die beiden damit zu einer Äußerung zwingen. Doch bevor noch jemand etwas sagen konnte erschien Luke im Haus und entrüstet die letzen Gesprächsfetzen aufgesogen hatte.

„Hey, was ist denn hier los?"Er ging den Flur entlang auf die offene Zimmertür zu.

Lorelai fasste sich mit beiden Händen an den Kopf und stieß genervt ein: „Oh nicht doch..." aus bevor Luke einen Blick auf das Szenario vor ihm warf und sich sein Gesicht in sekundenschnelle verfinsterte: „ Was,...verdammt noch mal tust du hier mit Rory?" Er ließ Tristan keine Zeit zur Erwiderung sondern stürmte sofort ins Zimmer und schrie: „Hände weg von Rory! Nimm die Hände in die Luft!"

Lorelai versuchte schnell Luke, dessen Gesicht rot war vor Wut, aus dem Zimmer ihrer Tochter zu zerren: „Luke, komm raus, los!"

„Ich will die Hände in der Luft sehen!" Luke zeigte auf Tristan, schrie ihn an und ließ sich nur äußerst unwillig von Lorelai hinausbefördern. „Hände. In. Die. Luft!"

„RAUS!" Mit einem kräftigen Ruck waren sie durch die Hintertür verschwunden und es klangen nur noch Gesprächsfetzen ins Haus.

Rory schien plötzlich wie aus einem Traum erwacht und blickte gehetzt und mit großen Augen auf die Küchentür.

Beruhig dich...".

Lorelai, er war da drin alleine mit Rory!"

Ich weiß ...aber..."

Wie als hätte Rory auch erst jetzt die Situation begriffen sprang ihr Blick schnell zu Tristan und dann wieder quer durchs Zimmer: „Oh mein Gott...oh mein Gott." Verwirrt murmelte sie weiter: „Oh mein Gott..." Bevor sie, ohne sich noch einmal umzublicken aus ihrem Zimmer und zur Haustür lief und schließlich ganz verschwand. Tristan war sprachlos.

„Rory?" Lorelais Kopf blickte aus der Küchentür suchend ins Haus während sie die verklingenden Schritte ihrer Tochter hörte. Sofort eilte sie Rory nach, Tristan keine Beachtung schenkend. Luke war hinter ihr aufgetaucht und sah Lorelai hinter her.

Luke's Blick schnellte zu Tristan: „ Ich bring dich um du kleines, mieses..."

„Luke, RAUS!"


Alle weiteren Fragen werden im nächsten Chap beantwortet!

hey...pssssst! Hab da n' kleines Geheimnis für euch, muss aber unbedingt unter uns bleiben. Hab nämlich gehört, dass man schon jetzt das nächste Chap sehen kann wenn man auf den GO Button links unten drückt! Wirklich!