Hi Leute… ich lebe noch! Und ich hoffe keiner von Euch ist vor Spannung gestorben! ^^
Hab ja über's Wochenende kein Internet gehabt (sorry Fee20, deswegen konnte ich dir das Chapi natürlich auch nicht vorher schicken, ich hoffe du überlebst dein Skilager… ^^), sonst hätte ich euch ganz bestimmt auch nicht so lange auf das nächste Chapi warten lassen… auf jeden Fall konnte ich jetzt grade endlich eure ganzen tollen Reviews lesen und hab mich total gefreut! Deswegen dachte ich mir, ihr verzeiht es mir, wenn euch jetzt nicht noch auf die Reviews antworte, sondern gleich das neue Chapi hochlade… einverstanden?! *hoff* ^^
Also dann, viel Spaß beim nächsten Chapi… die Spannung steigt ins Unermessliche…!!! *muhaha*
Disclaimer: Wie immer, alles Stephenie Meyers!
Alice POV
Wir schritten gemeinsam durch die Schiebetüren und wandten uns gleich den Fahrstühlen zu. Diesmal wussten wir schließlich schon, wo wir hin mussten.
Um diese Uhrzeit war um einiges mehr los, als bei meinem letzten Besuch am Abend. Der Fahrstuhl war voll als wir in den zweiten Stock fuhren. Ein paar Personen stiegen im ersten Stock aus, andere ein. Im zweiten Stock angekommen hielten wir uns nach links und traten kaum 5 Sekunden später durch die Milchglastür zur psychiatrischen Abteilung.
Auch hier war eindeutig mehr Betrieb. In den Sitzecken saßen einige Besucher und sogar zwei Kinder spielten in einer Ecke.
Wir gingen zielstrebig auf den Empfangstresen zu. Ich konnte spüren, wie Edward neben mir immer nervöser wurde. Würde unser Plan hinhauen? Wusste hier wirklich niemand Edwards Namen oder hatte generell eine Vorstellung von ihm?
Zuerst hatten wir überlegt ihn einfach anders zu nennen. Anthony zum Beispiel, sein zweiter Vorname. Doch es war uns zu riskant gewesen. Was, wenn wir uns versprochen hätten? Und sollte Bella wirklich auf ihn reagieren, war diese ganze Sache sowieso unnötig. Also hofften wir erst einmal das Beste.
Tatsächlich saß wieder Beatrice McCarthy hinterm Tresen. Sie erkannte mich sofort und lächelte mich freudestrahlend an.
"Das ging aber schnell!"
"Ich hatte Bella versprochen bald wieder zu kommen. Das ist doch kein Problem?" Man wusste ja nie.
"Nein, natürlich nicht! Innerhalb der Besuchszeiten darfst du sie natürlich so oft besuchen wie du möchtest!"
In der Zwischenzeit hatte sie selbstverständlich auch Carlisle und Edward entdeckt.
Ich zeigte zuerst auf Edward. "Das hier ist mein Bruder Edward. Wir gehen auf die gleiche Schule. Er war Bellas Tischnachbar in Biologie." Jetzt würden wir wissen, ob zumindest Beatrice Edwards Namen schon kannte.
"Schön, dass du mitgekommen bist, da wird Bella sich bestimmt freuen." Beatrice schaute Edward offen an, ohne den Funken einer Erkenntnis. Soweit wäre es erst einmal geschafft!
Offensichtlich wusste Beatrice wirklich nichts von Edward, denn dieser entspannte sich sichtlich neben mir (wahrscheinlich hatte er noch etwas in ihren Gedanken geschnüffelt). Auch von Carlisle und mir fiel etwas die Anspannung ab.
Dann zeigte ich auf Carlisle. "Und das hier ist Carlisle Cullen, unser Vater."
Die Verwirrung stand offen in Beatrice Gesicht geschrieben. Klar, Carlisle sah grade mal aus wie Mitte 20, höchstens Anfang 30...
Carlisle kam ihr zu Hilfe. "Meine Frau und ich haben die Beiden - unter anderem - adoptiert." Er lächelte sie freundlich an, als wäre es das Normalste der Welt ihr das zu erzählen. Nun, genau genommen, war es das auch beinahe schon, immerhin war mit solch einer Reaktion meistens zu rechnen.
"Oh" Beatrice schien noch etwas durcheinander, hatte sich aber schnell wieder gefangen. "Das ist wirklich toll. Solche Menschen wie sie gibt es heutzutage leider viel zu wenige auf der Welt." Dabei lächelte sie uns fröhlich an. Langsam fragte ich mich, was die Angestellten hier eventuell einnahmen, um immer so freundlich zu sein. Bei dem Gedanken musste ich mir ein Grinsen verkneifen. Auch Edward versuchte angestrengt ernst zu bleiben... natürlich hatte er meinen Gedankengang verfolgt. Schnüffler!
Carlisle wandte sich nun wieder etwas ernster an Beatrice. "Ich würde gerne mit dem leitenden Psychologen der Abteilung sprechen, wenn dies möglich ist. Oder einen Termin vereinbaren. Ich bin selber Arzt und würde gerne mit ihm über Bellas Zustand sprechen, soweit möglich."
Schon wieder schaute Beatrice etwas verwirrt, hatte sich aber sofort wieder gefangen. Wir verwirrten diese arme Frau wirklich zu viel!
"Moment, ich werde mal kurz bei Dr. Russel anrufen, dann werde ich erfahren, ob er Zeit für sie hat. Warten sie doch so lange dort drüben." Sie zeigte auf eine der Sitzecken. "Luise dürfte auch gleich vorbeikommen. Ich schicke sie dann zu euch, dich kennt sie ja schon." Sie schaute mich an und ich nickte.
"Vielen Dank." sagte Carlisle noch, Beatrice nickte uns freundlich zu und dann begaben wir uns zu der Sitzecke, auf die sie uns verwiesen hatte.
Edward war ein reines Nervenbündel. Wir mussten noch an Luise vorbei... vielleicht kannte sie ihn ja, immerhin verbrachte sie eindeutig mehr Zeit mit Bella als Beatrice. Doch meiner Meinung nach, war es eher die Anwesenheit Bellas in diesen Räumen, die er unterbewusst bestimmt schon spürte.
Es kam mir vor wie Stunden, dabei waren es nur einige Minuten, bis Luise auf uns zukam. Sie lächelte mich glücklich an.
"Na das ist ja eine Überraschung. Ich hätte nicht gedacht, dass du so schnell wieder kommen würdest. Immerhin... naja...." Sie sprach nicht weiter, aber ich wusste auch so was sie wohl meinte. Edwards gequältes Gesicht verdeutlichte mir das nur noch. Offensichtlich dachte Luise an meinen letzten Besuch zurück und wie Bella dabei reagiert bzw. ja eher nicht reagiert hatte. Nun, gleich würden wir wissen, inwieweit Luise Bescheid wusste.
"Naja, mein Bruder hier, Edward, wollte Bella auch gerne mal besuchen und ich dachte, ich komme mit." Ich lächelte Luise freundlich an und zeigte auf Edward. Nicht, dass sie ihn noch mit Carlisle verwechselte.
Luise sah ihn genauso abschätzend an wie mich bei meinem ersten Besuch. Edward saß wie auf Kohlen. Zu gerne wüsste ich, was sie in diesem Moment dachte. Doch Edwards Gesichtsausdruck entspannte sich sichtlich. Es sah eher so aus, als wenn er sich ein Grinsen verkneifen musste.
"Es ist schön zu sehen, dass Bella so gute Freunde hat." Dabei lächelte sie uns Beide glücklich an. Also hatte auch sie keine Ahnung wer Edward "wirklich" war! Glück gehabt!
Im Hintergrund kam Beatrice auf uns zu und wandte sich an Carlisle. "Dr. Russell hätte sofort Zeit für sie, wenn sie möchten." Carlisle war darüber sehr glücklich, schien aber auch mit nichts anderem gerechnet zu haben... Ärzte unter sich eben.
"Er wartet in seinem Büro auf sie. Die letzte Tür rechts den Gang runter." Sie zeigte nach links.
Carlisle bedankte sich bei Beatrice und verabschiedete sich von uns. Nicht, ohne uns noch schnell ein paar Anweisungen und Warnungen zuzuwispern, was natürlich weder Beatrice noch Luise mitbekommen konnten.
"Grüßt Bella von mir, ich komme dann später bestimmt noch vorbei." Mit diesen Worten war er im Gang verschwunden. Beatrice schaute ihm schmachtend hinterher und Edward verdrehte die Augen. Ich wollte gar nicht wissen, was sie anscheinend über Carlisle dachte. Unsere Wirkung auf Menschen war nichts wirklich Neues.
Luise scheuchte Beatrice wieder an den Empfangstresen, an dem auch wie zum Zeichen gerade das Telefon anfing zu klingeln, und wandte sich nun Edward und mir zu. "Nun, dann sollten wir Bella mal nicht weiter warten lassen, oder?!" Sie lächelte uns an, drehte sich um und bewegte sich, wie schon bei meinem letzten Besuch, auf die Tür zum Aufenthaltsraum zu.
Wir folgten ihr. Edward wurde wieder zusehends nervöser. Ich versuchte ihn mit meinen Gedanken wenigstens ein bisschen abzulenken und dadurch zu beruhigen. Es klappte nicht wirklich.
Schon von weitem konnte ich Bella wieder in dem Sessel am Fenster sitzen sehen. Auch Edward schien sie erkannt zu haben, er verspannte sich merklich.
Luise ging voraus und beugte sich lächelnd zu ihr hinunter. "Bella, du hast Besuch. Deine Freundin Alice ist wieder da und hat dieses Mal ihren Bruder mitgebracht. Edward."
Edward...
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Edwards POV
Jede Sekunde, die nach Alice Erlebnisbericht verging, kam mir vor wie Stunden. Ich wusste, dass ich meine Familie mit meiner Ungeduld in den Wahnsinn trieb, aber ich hatte einfach auch nicht die Selbstbeherrschung mich zur Ruhe zu zwingen.
Dennoch hatte eine solche Ruhe von mir Besitz ergriffen, wie ich sie seit 5 Monaten und 15 Tagen nicht mehr verspürt hatte. Ein Widerspruch in sich!
Ich hatte wieder ein Ziel.
Meine Familie hatte wieder ein Ziel.
Ich musste Alice Recht geben, es war erstaunlich wie sehr uns diese Tatsache in so kurzer Zeit so stark verändern konnte.
Es kam mir vor, als wären wir Tage nach Seattle unterwegs gewesen, nicht nur ein paar Stunden.
Alice ermahnte mich andauernd, dass ich nicht so rasen bräuchte, weil es eh nichts bringen würde. Ich ignorierte sie.
Doch das Fahren beruhigte mich gleichzeitig. Auto fahren und laufen waren für mich schon immer Mittel gewesen abschalten zu können. In den letzten Monaten hatte dies nie funktionieren wollen, doch erstaunlicherweise klappte es jetzt richtig gut. Vielleicht hatte Jasper da ein wenig seine Hände im Spiel, aber das war mir egal.
Bei unserer Ankunft in Seattle hatte ich mich soweit runtergefahren, dass ich Alice Einwurf nun doch beherzigte. In dieser frühen Stunde im Krankenhaus aufzutauchen war wirklich keine gute Idee.
Doch mit jeder weiteren Minute die verstrich, wurde ich wieder zusehends nervöser. Ich fühlte mich wie der sprichwörtliche Tiger im Käfig.
Als ich um Punkt 10 Uhr mit Alice und Carlisle vor dem Haupteingang des Krankenhauses stand, war meine Anspannung und Nervosität schon beinahe greifbar. Alice sang in Gedanken irgendwelche Schlaflieder… ich wünschte, ich könnte sie ausschalten wie ein nerviges Radio. Aber mein genervter Blick bestärkte sie eher noch in ihrem Tun. Manchmal hätte ich sie nur zu gerne erwürgt und dies war solch ein Moment.
Auf der anderen Seite musste ich zugeben, dass ihr Plan aufgegangen war. Ich hatte kaum gemerkt, wie wir zielstrebig bis zu den Milchglastüren der psychiatrischen Abteilung gegangen waren.
Doch was würde uns nun erwarten? Würde Alice' Plan aufgehen? Würden die Pfleger der Abteilung wirklich keine Rückschlüsse auf mich ziehen im Bezug zu Bella? Ich hoffte es sehr, auch wenn ich wusste, dass sie mich nicht davon abhalten können würden, sie zu sehen. Allerdings wäre Carlisle mit den Alternativen wohl kaum einverstanden.
Meine Nervosität steigerte sich ins Unermessliche. Ich kam mir vor, als würde ich darin ertrinken.
An dieser Beatrice McCarthy kamen wir ohne große Probleme vorbei. Sie hatte aber auch nicht so viel mit Bella zu tun. Vor Luise graute es mir viel mehr.
Als diese auf uns zukam und freudig Alice begrüßte, rechnete ich mit dem Schlimmsten. Doch dann war die Anspannung von einer Sekunde zur nächsten wie weggespült. Auch Luise hatte keinen blassen Schimmer wer wirklich vor ihr stand. Ich konnte meine Euphorie kaum bremsen, die von Carlisles Warnungen nur geringfügig geschmälert wurde. Natürlich würden wir aufpassen nichts Dummes anzustellen, für wen hielt er uns denn?!
Okay, bis vor 20 Sekunden hatte ich noch reichlich Szenarien durchgespielt wie ich trotz der Erkenntnis der Pfleger zu Bella gelangen würde, aber das war ja jetzt unnötig geworden.
Kaum traten wir jedoch mit Luise durch die Türen zum Aufenthaltsraum war meine Euphorie wieder der Nervosität gewichen. Gleich würde ich Bella das erste Mal seit 5 Monaten und 16 Tagen wieder mit meinen eigenen Augen sehen können. Ich freute mich wahnsinnig und gleichzeitig graute mir vor diesem Moment wie vor keinem Anderen. Gleich würde ich mit eigenen Augen sehen, was ich ihr angetan hatte.
Das hier war meine persönliche Hölle, nur, dass Bella auch hier war. Ich musste sie hieraus befreien, um jeden Preis!
Meine Augen hatten sie schon gefunden bevor mein Verstand überhaupt anfangen konnte nach ihr zu suchen. Ihr Geruch war so unmissverständlich. Wie sehr hatte ich ihn vermisst! Das erste Mal wurde mir wirklich bewusst, dass nicht das Monster in mir sich nach diesem Geruch verzerrte, sonder ganz alleine ich selbst. Diese Erkenntnis hatte etwas Befreiendes.
Sie saß in dem gleichen Sessel am Fenster, wo ich sie auch schon in Alice Gedanken hatte sitzen sehen. Luise ging zielstrebig auf sie zu, beugte sich zu ihr hinunter und sagte den entscheidenden Satz. Nur ein Wort daraus war mir wirklich wichtig… mein Name…
Edward…
Muhahaha, ich weiß ich bin fies… jetzt hab ich wohl wirklich Morddrohungen verdient! *schnellwegduckend* Aber hey, ich hab nicht gesagt, dass ihr in diesem Chapi die Antwort bekommt, nur das der letzte Cliff schon fies war… *hihi*
Auf jeden Fall ist mein Projekt jetzt vorbei und ich hoffe, ich komme jetzt wieder zum schreiben, hab zur Zeit nämlich nur noch 2-3 Chapis in der Hinterhand… Aber das wird schon… bei so viel positiver Resonanz bleibt einem ja gar nichts anderes übrig als fleißig weiterzuschreiben, was?! ^^
Ach so, für Morddrohungen jeglicher Art und natürlich auch nette, freundliche Kommis… einfach den Review-Button anklicken und was „Nettes" hinterlassen! *zwinker*
