14. Ein Zeitalter ohne Helden
Universum: Dark Verse, setzt Kapitel 13 fort und schließt das Dark Verse ab
Spoiler: Für die gesamte 4. Staffel sowie die 7. Staffel von „Arrow" und die 5. Staffel von „Flash"
Pairings: Diverse Pairings, unter anderem Backround Avalance und Darhkatom, Olicity und Westallen, Ray/Neron, Neron/Tabitha, Steelhacker, Vixensteel, impliziertes Constangreen und Atomwave, Steelatom BroTP
Warnings: Spoiler für die 4. Staffe sowie für „Arrow" und „Flash", Angst, Dark Fic, Besessenheit, implizierter Dub Con, Sklaverei, mehrfacher Character Death, Timey-wimey, Ressurections, Machiavellismus
Inhalt: Das ultimative Opfer führt in diesem Verse zu etwas anderen Entwicklungen.
Sie standen in Mitten der Überreste von Palmer Tech, und in gewisser Weise kam es ihnen so vor, als ob die ganze Welt in Trümmern liegen würde. In gewisser Weise lag auch die ganze Welt in Trümmern. Zumindest ihre Welt lag in Trümmern.
Es hätte nicht so enden sollen. Es hätte nicht soweit kommen dürfen.
Es war ein einfacher Plan gewesen: Die Tore zur Hölle durch Angst zu öffnen. Und wer konnte besser Angst verbreiten als magische Kreaturen? Ein bisschen nicht ganz freiwillige Hilfe von Mona und Charlie, mehr war dazu nicht nötig. Und wie er versprochen hatte, ließ er sie frei, nachdem er mit ihnen fertig war, und dann sollten sich die Tore zur Hölle öffnen – inmitten von Heyworld, dem zum Scheitern verurteilten Versuch der Legends der Menschheit klar zu machen, dass magische Kreaturen nichts waren, vor dem man sich fürchten musste. Wenn es nicht so naiv und traurig gewesen wäre, dann wäre es vielleicht witzig gewesen. Ray/Neron hatte ihre Werbeversuche gesehen, in denen sich Sara als Supergirl und Mick als Flash verkleidet hatte. Es war traurig, sie hatte nicht einmal Oliver und Barry dazu überreden können ihnen zu helfen.
Für den Fall, dass es aber doch schief gehen würde, hatte Tabitha eine Gegenmaßnahme vorgeschlagen: ein Drache war immer effektiv, wenn es darum ging Menschen in Angst und Schrecken zu versetzen. Und warum sollten sie die Tore zur Hölle nicht gleich in Heyworld öffnen?
Natürlich hatte John ihn verraten. Ray/Neron hatte das kommen sehen. Von dem Moment an, als Astra als verbitterte erwachsene Frau aus dem Tor zur Hölle getreten war und für John nur Vorwürfe übrig gehabt hatte, hatte er es kommen gesehen. Und Gary, der kein Rückgrat hatte, wenn es um John ging, würde ihm natürlich helfen. Nur gut, dass er Nora zuvor befohlen hatte auf Rays Befehle zu hören als wären es seine eigenen. Und ihr Verrat machte nichts, Ray/Neron hatte inzwischen neue Verbündete, Verbündete, die seine Vision teilten und in seiner Schuld standen. Mit ihnen gemeinsam würde er die schöne neue Welt erschaffen können, von denen Ray und Neron immer geträumt hatten.
Doch Strafe musste sein. Offene Rebellion konnte er nicht dulden. Und John Constantine hatte es gewagt ihn trotz allem, was sie geteilt hatten, zu verraten. Ihm das Genick zu brechen fühlte sich seltsam befriedigend an, bis ihm klar wurde, dass er gar nicht Johns Genick gebrochen hatte, sondern das von Nate.
Oh, mein Gott, nein, nein Nate. Nicht Nate! Und dann, als wäre das nicht schon schlimm genug, war Neron auf einmal weg. Und Ray war vollkommen alleine.
„Nein, nein, Nate!" Zari beugte sich weinend über den reglosen Körper von Nate Heywood, und Ray konnte nirgends anders mehr hinsehen, er konnte nur noch Nate ansehen, seinen besten Freund, den er eigenhändig getötet hatte.
„Es ist vorbei", verkündete der falsche Nate, der in Wahrheit John war, „Es tut mir leid, Großer, aber das war der einzige Weg." Ray schüttelte nur den Kopf. Nichts von all dem hier ergab Sinn, Nate konnte nicht tot sein, das war einfach nicht möglich. „Nora, bring Nate zurück!", forderte er.
Sie schwang ihren Zauberstab, doch es funktionierte nicht. John schüttelte den Kopf. „Für so etwas wäre viel stärkere Magie nötig", erklärte er bedauernd.
„Als ob dich das scheren würde. Der große John Constantine opfert immer alle und jeden für seine Ziele!", meinte Astra anklagend, „Komm, Ray, wir gehen. Das hier muss nicht das Ende sein."
„Genau!", höhnte Tabitha und deutete mit ihren Zauberstab auf Sara in ihrem White Canary Kostüm, sowie Mick, Ava, Charlie, und Mona, „Drache, friss die Legends!"
„Nein!" Ein kleines Mädchen, das Ray dunkel bekannt vorkam, baute sich vor dem Drachen auf und schrie diesen mit einem Namen und einen Befehl an. Statt das Mädchen zu fressen, hielt der Drache inne und … begann zu tanzen.
„Nonsense. Drache, mach dem ein Ende!", verkündete Kuasa, trat nach vor und berührte ihr Totem. Ihre Augen glühten blau auf, genau wie des Drachen, und dann …machte dieser einen Happ und verschluckte das kleine schwarzhaarige Mädchen mit einem Schluck.
„Oh, mein Gott, nein!", schrie Charlie auf, und obwohl die Szene grausam gewesen war, wirkte sie etwas zu aufgelöst über das gerade Geschehene, sie wirkte fast so als …. Rays Blick irrte hinüber zu der schreienden Mutter des gerade gefressenen Kindes, und er kannte sie, er wusste, wer sie war. Er sah hinüber zu der weinenden Zari bei Nates Körper und dann….
… war sie auf einmal verschwunden.
Nein, nein, nicht auch Zari – nicht-
Nate, Nate war tot und das Mädchen, das arme kleine Mädchen. Es herrschte vollkommenes Chaos im Zirkuszelt. Kuasa kontrollierte den Drachen, der über alle herfiel, die sich ihm in den Weg stellten, die Legends flohen, Ray hatte John und Tabitha aus den Augen verloren, er fühlte sich leer und geschlagen.
„Komm, schon, Raymond." Leonard Snart zerrte ihn auf die Beine. „Wir müssen weg. Astra hat recht. Es tut mir ja leid wegen deiner Freundin, aber wir können nicht hierbleiben", erklärte ihm der andere Mann.
Ray blinzelte ihn an. „Freundin? Welche Freundin?", wunderte er sich noch und ließ sich dann auf die Beine und aus dem Zelt ziehen. Ja, es stimmte, er hatte nicht alle Freunde verloren, nicht wahr? Er war nicht vollkommen alleine. Es gab immer noch Hoffnung. Ja, die gab es.
Sie versammelten sich um zu besprechen, wie es weiter gehen sollte. Von Tabitha gab es keine Spur. Vermutlich hatte John sie zur Hölle geschickt, schon wieder.
„Was ist mit dem hier? Hat er uns nicht verraten?" Astra zeigte anklagend auf Gary. „Er hat mit John und Nate gearbeitet." Gary wich zurück und hob abwehrend die Hände. „Bitte, ich wollte doch nur … sie haben mir eingeredet, dass das alles notwendig ist um dich zu retten, Ray. Ich .. sie waren meine Freunde", verteidigte er sich.
„Und du bist mein Freund, Gary", meinte Ray müde, „Lass ihn in Ruhe, Astra." Sie schnaufte unzufrieden und murmelte irgendetwas vor sich hin.
„Was hast du jetzt vor, Ray?", wollte Amaya von ihm wissen. Ihr Toten glühte wie immer, seit er sie zurückgeholt hatte, seltsam blau, genau wie ihre Augen, und genau wie die Augen von ihrer Enkelin Kuasa, die stumm neben ihr stand. Mit Noras unfreiwilliger Hilfe hatte Ray das Totem benutzt um Amaya dazu zu überreden mit ihm heimzukommen. Der Zeithack hatte geholfen ihm einen Weg aufzuzeigen, den er ihr dargelegt hatte, im Grunde musste sie nur zum richtigen Zeitpunkt ihre Tochter zeugen und ihr Dorf beschützen, wenn diese Daten eingehalten wurde, dann war alles andere egal. Trotzdem war Amaya nicht willens gewesen wieder heimzukommen, zumindest nicht ganz freiwillig, aber ein wenig Magie hatte ihr Totem gerade genug verändert um sie davon zu überzeugen sich das zu holen, was ihr zustand. Sie und Nate waren sich in der letzten Zeit wieder näher gekommen und wären sich noch näher gekommen, wenn nicht … Ich habe das Gefühl irgendetwas vergessen zu haben.
Nate. Ray wollte nicht daran denken.
„Wir haben diese Runde verloren, aber das bedeutet kein Ende des Krieges", meinte Leonard gerade. Im Gegensatz zu Amaya war er einfach zu überreden gewesen sich ihm anzuschließen. Was vielleicht auch damit zu tun gehabt hatte, dass Ray ihn jederzeit wieder in das Raumzeitgefängnis, aus dem er ihn gerettet hatte, verbannen konnte, was er auch bewiesen hatte, indem er Rip dorthin zurück verbannt hatte, nachdem er sich geweigert hatte zu kooperieren. Seitdem war Leonard Snart erstaunlich kooperativ.
„Ich bin mir da nicht so sicher", meinte Ray dann, „Nate … er ist nur meinetwegen…"
„Und deswegen solltest du jetzt aufhören, Ray", mischte Nora sich ungefragt ein, „Nachdem ihr mich aus Mallus' Gewalt gerettet habt, da habt ihr mir eine zweite Chance gegeben: Mona, Ava, und du. Jetzt ist es an der Zeit für deine zweite Chance. Ich kenne dich, und ich weiß, dass das alles nicht du warst. Es war Neron. Wende dich von seinem Irrweg ab und sei wieder der Mann, den ich …."
„Ach bitte!", unterbrach Astra sie rüde, „Keiner hat dich gefragt, Gute Fee!"
Nora. Wenn Ray daran dachte, was er ihr alles angetan hatte, wurde ihm ganz anders. Aber das war nicht einmal das Schlimmste, was er in der letzten Zeit getan hatte, nicht wahr? Nate war tot. Er hatte ihn getötet!
„Ray, hör mir zu", meinte Amaya eindringlich, „Ich weiß, was jetzt in dir vorgeht. Niemand vermisst Nathaniel mehr als ich, aber genau deswegen können wir jetzt nicht aufhören. Wir haben noch so viel vor: Den Professor und Saras Schwester retten, die Regeln, die uns andere aufzwingen zu brechen, die Welt zu retten. Ich meine, wir wissen, was aus der Zukunft wird, Metas werden unterdrückt und verfolgt werden, aber wenn wir diese Welt regieren, wenn wir sie gemeinsam mit den Metas vor den Schlimmsten der Schlimmen aus der Hölle retten und diejenigen, die dort nicht hingehören uns dabei helfen, dann wird ihre Zukunft nie eintreffen. Dann wird alles gut werden. Das hier muss nicht das Ende sein, es kann nur ein kleiner Rückschlag sein. Kuasa hat mir gesagt, dass wir stärkere Magie brauchen um Nathaniel zurückzuholen. Na dann besorgen wir uns einfach stärkere Magie."
Sie hatte recht, wurde Ray klar. Es war jetzt nicht an der Zeit aufzugeben, es war an der Zeit zu kämpfen. Und wer hatte stärkere Magie als ein Dämon? Ja, er und Neron waren voneinander getrennt worden, aber … es gab keine Regel, die besagte, dass sie nicht wieder zusammenfinden konnten. Sie konnten einfach einen neuen Pakt schließen.
„Nein, Ray, bitte", begann Nora, doch Ray sagte nur: „Sei still." Ja, Neron würde alles wieder in Ordnung bringen, mit Neron an seiner Seite würden seine Zweifel verschwinden, die paralysierende Trauer würde nachlassen, und Ray würde wieder wissen, was zu tun war. Alles, war er tun musste, war Neron zurückzubringen.
Er sah Astra an. „Wie findet man einen Dämon?", wollte er dann von ihr wissen.
Sie lächelte, und es war kein sehr angenehmes Lächeln. „Keine Sorge", meinte sie, „Es gibt nichts, was leichter als das ist."
Sie hätten niemals erwartet, dass Ray sich freiwillig wieder auf die Suche nach Neron begeben würde und sich freiwillig wieder mit ihm verschmelzen würde. Und da sie diesmal nicht wussten, was er für einen Preis bezahlt hatte, konnten sie den Pakt nicht so einfach brechen.
Neray wütete weiter durch die Zeiten, sammelte sich Verbündete, holte Leute zurück ins Leben, und die Legends sahen sich gezwungen ebenfalls aufzustocken. Zu wissen, dass es Ray war, gegen den sie kämpften, machte alles nur noch schwieriger. Ray, der immer der Beste von ihnen allen gewesen war, Ray, der niemals einen von ihnen aufgegeben hätte. Ihn aufzugeben, sich der Tatsache zu stellen, dass er nicht mehr zu retten war, war das Schwierigste an all dem. Sara, Mick, und Ray waren von Anfang an dabei gewesen, sie waren die letzten Reste vom Original Team, nun zumindest waren sie das gewesen, bevor alles begonnen hatte spektakulär schief zu gehen. Aber sie wussten auch, dass Ray Palmer in Wahrheit mit Nate Heywood gestorben war und mit Zari Tomaz, wer immer sie auch gewesen war, Gideon hatte ihnen gesagt, dass sie ihre Teamkameradin gewesen war und sie ihnen allen sehr nahe gestanden hatte.
Wie es vorauszusehen gewesen war, kam es zum letzten Kampf in Palmer Tech, bei dem Freund gegen Freund, Geschwister gegen Geschwister, und Liebhaber gegen Liebhaber stand.
Rays immer anwachsendes Team bestand aus Astra, Tabitah (die man, wie es aussah, nicht in der Hölle halten konnte), dem Drachen, Kuasa, Damien Darhk, Gary und der von ihm versklavten Nora Darhk, Amaya, Leonard Snart, Firestorm in Form von Martin Stein und Jefferson Jackson, Hank Heywood und Laurel Lance, Kendra und Carter, Vandal Savage, dem Reverse Flash, und vielen Team Hölle-Mitgliedern, die dachten ihren Status verbessern zu können, wenn sie sich Neron anschlossen. Neron, der wieder in Ray residierte und der Ray wieder beherrschte.
„Oh, nein, Ray Palmer ist immer noch hier", pflegte er den Legends und ihren Verbündeten zu versichern, wann immer es sich einrichten ließ, „Ich hätte nie gedacht, dass er mich freiwillig aufsuchen würde, aber seht ihr, er hat es getan. Ich dachte, was ich und Tabitha haben wäre Liebe, aber diese Level an Hingabe war mir neu. Ich glaube nicht, dass mich irgendjemand jemals so geliebt hat wie Ray Palmer. Und seltsamerweise liebe ich ihn auch. Ansonsten hätte ich euch alle schon längstens getötet, glaubt mir. Aber es war mir ein Vergnügen seinen Bruder auszuweiden, und eines Tages, wenn seine Wut auf euch groß genug ist, werde ich ihn dazu bringen euch alle ins Jenseits zu befördern, auf diesen Tag freue ich mich bereits."
Gegen Neray und seine Anhänger standen Sara, Mick, Ava, Mona, Charlie, und John zusammen mit ihren Verbündeten Leo Snart, Wally West, Barry Allen und seine Frau Iris, Killer Frost, Elongated Man, Green Arrow, und sogar Supergirl. Doch sie alle schienen nicht genug zu sein. Es hatte Tote gegeben und herbe Rückschläge.
Nachdem Neray klar geworden war, dass sie Verbündete von anderen Erden holten, hatte er es irgendwie geschafft Erde-1 zu versiegeln. Ohne seine Kräfte war Cisco nutzlos gewesen, Team Arrow war mit Ausnahme von Oliver und der untergetauchten Felicity ausgelöscht worden, dem CCPD war es ähnlich ergangen, und die magischen Wesen, die einst mit ihnen gekämpft hatten, hatten sich schon lange in alle Winde zerstreut um ihre eigenen Leben zu retten. Die Dinge hätten wirklich besser stehen können. Trotzdem gaben sie nicht auf, sie wussten, dass sie gewinnen mussten, wenn sie diese Welt vor Nerays verrückten Plänen retten wollten, und so kam es zum letzten Kampf.
Sie schenkten einander nichts. Die beiden Snarts vereisten sich gegenseitig, Killer Frost und Firestorm vernichteten einander in einem Sturm aus Eis und Transmutation, Charlie setzte ihre neuentdeckten Fähigkeiten, die weit übers Gestaltenwandeln hinausgingen, ein um Amaya standzuhalten und als sich Kuasa in Nichts auflöste war klar, wer diesen Kampf gewonnen hatte. Die drei Speedster verschwanden, als sie miteinander beschäftigt waren. Damien Darhk wurde noch einmal von Oliver Queen getötet. Hawkgirl und Hawkman wurden von Supergirl die Flügel gebrochen.
Sara wusste nicht, wo sie hinsehen sollte, überall war alles nur furchtbar. Noras Zauberstab fror Wolfie mitten im Sprung auf Gary ein, aber nicht alle kämpften so rücksichtsvoll – Vandal Savage hatte kein Problem damit Elongated Man zu vernichten, und Iris entging nur sehr knapp dem Tod durch Drachenfeuer.
Sara wandte sich ihrer Schwester zu. Es wäre so viel einfacher sich einzureden, dass sie das hier nicht wäre, dass das hier Black Siren wäre, doch Sara hatte an der Seite der anderen Laurel gekämpft und zugesehen, wie diese heldenhaft umgekommen war, während die Laurel hier an Nerays Seite gestanden hatte. Und Sara kannte ihre Schwester. „Ich weiß, er hat dich gerettet, aber wie kannst du ihn nur unterstützen? Du, die du immer unser aller Symbol für Hoffnung warst?!", wollte Sara von ihrer Schwester wissen.
„Wie ich mich ihm anschließen konnte? Er hat mich gerettet, im Gegensatz zu dir, die du das nicht getan hast, obwohl du es hättest tun können, Sara. Und sieh dir doch nur mal diese Welt an, sieh dir an, was aus ihr geworden ist, seit ich gestorben bin! Ich weiß, was diese Stadt mit Oliver getan hat. Zuerst haben sie ihn eingesperrt und dann vertrieben! Und die Metas in Central City wurden abgeschlachtet, zwei Jahre lang, von einem Verrückten nach dem anderen , und außer dem CCPD und Team Flash hat niemand auch nur versucht sie zu schützen! Was haben sie stattdessen versucht? Sie zu heilen, als ob sie krank wären, das haben sie versucht! Und das ist erst der Anfang, Sara. Ich habe die Zukunft gesehen, ich weiß, wo das hier hinführt. Und ich werde es nicht zulassen! Das hier mag dir falsch vorkommen, aber es wird zu einer besseren Welt führen!", entgegnete Laurel, „Einer besseren Welt für uns alle!"
Sie warf eine ihrer Waffen nach Sara, die dieser auswich. Tabitha und John schossen in einen magischen Kampf verstrickt an ihr vorbei. Sara versuchte nicht daran zu denken, dass sie Ava schon lange nicht mehr gesehen hatte, und was das zu bedeuten haben könnte.
Und dann blieb auf einmal alles stehen, wie eingefroren.
„Oliver, Sara, gebt auf, wenn ihr wollt, dass ihr nichts passiert!", rief Rays Stimme, und Sara drehte sich zu ihm um und sah wie Ray Palmer, der gute treue liebenswerte Ray Palmer, eine offensichtlich schwangere Felicity Smoak mit einem Messer bedrohte und ihnen allen präsentierte.
„Ray, nein!", rief Oliver, „Du kannst nicht … das ist Felicity!"
„Ja genau, und wenn man bedenkt in welchem Zustand sie sich befindet, dann wirst du kaum zulassen, dass ihr Schaden wiederfährt, nicht wahr?", meinte Ray, „Zieh deine Leute zurück. Dasselbe gilt auch für dich, Sara. Wenn ihr wollt, dass sie lebt…."
Sara suchte Oliver Blick, doch der starrte nur auf seine gefangene Frau. Dann meinte er langsam. „Nein, ich glaube nicht, dass du ihr etwas antun würdest, Ray", sagte er dann.
Sara hielt den Atem an, und Ray wirkte für einen Moment verblüfft. Dann meinte er: „Nun, damit hast du recht. Geh zu deinem Mann, Felicity."
Die bebrillte Blondine stolperte von dem besessenen Mann weg, quer über das Schlachtfeld in Richtung Oliver. Dieser öffnete seine Arme für sie und wurde im nächsten Moment von einem Taserstrahl getroffen und ging zu Boden. „Es tut mir leid, Oliver, aber Ray hat recht", erklärte Felicity dann, „Die Welt, die kommen wird, in der wir bereits leben, ist keine Welt, in der ich meine Kinder großziehen will. Ich habe Ray die Daten von Archer gegeben."
Wie auf Stichwort erschienen eine Menge Drohnen über ihnen am Himmel. Und Sara wusste, dass jede dieser Drohnen mindestens einen von ihnen im Visier hatte.
„Kara", war alles, was Sara sagte, und dann sprintete sie los und versuchte den Schüssen, die auf sie abgegeben wurden auszuweichen. Und sie war nicht die Einzige. Nur Charlie spazierte unbehindert quer über das Schlachtfeld auf Ray zu. Ihre sich ständig verändernde DNS konnte von Archer nicht aufgespürt werden.
Sara wusste, dass Kara versuchte so viele Drohnen wie möglich zu zerstören, und sie musste nur lange genug durchhalten, lange genug bis Sara das getan hatte, für das sie hergekommen war.
Sie erreichte Ray gerade noch rechtzeitig um zu sehen, dass sie nicht die Erste hier war. Was aus Charlie geworden war, wusste sie nicht, doch Mick stand stumm vor seinem ehemaligen Freund und zielte mit seiner Hitzkanone auf ihn. Ray musterte ihn nur ruhig. „Komm schon, Mick, du hast doch schon mal auf mich geschossen", meinte Neray dann. Sara hielt den Atem an. Doch anstatt zu schießen, senkte Mick die Waffe,
„Ich kann nicht", gestand er sich selbst, Ray, und Sara ein.
Ray schenkte ihm ein Halblächeln. „Schon okay, Mick, das weiß ich doch. Ich habe es immer gewusst, weißt du? Ich habe immer gewusst, was du für mich empfindest. Und zwei Jahre meines Lebens damit verschwendet auf dich zu warten, darauf zu warten, dass du endlich einen Zug machst. Aber dann hat sich herausgestellt, dass eine Frau, die mich gefoltert hat, mehr für mich übrig hatte als du", erklärte er, „Was für eine Verschwendung."
Ebenso ruhig wandte er sich Sara zu. „Und? Wirst du es tun?", wollte er dann wissen, „Diesmal wird kein riesiger Beebo, den ihr lieber mit einem Fast-Fremden als mir gemacht habt, auftauchen um euch zu retten."
Sara starrte ihn an. „Manchmal", sagte sie, „hasse ich dich, Ray."
Er nickte wissend. „Darauf habe ich mich immer verlassen", gestand er ihr, und dann stieß sie mit dem Dolch, den sie verborgen gehalten hatte, zu.
Und dann war es vorbei. Sara wiegte Avas Leiche in ihrem Schoss, als Gideon zur ihr trat. Sie sah aus wie immer in menschlicher Form, und für einen Moment fragte sich Sara, ob das alles nur in ihrem Kopf war, noch mehr als Rip neben Gideon trat.
„Ich möchte, dass du weißt, dass das hier nicht umsonst war", erklärte Rip und kniete sich vor sie nieder, „Die Menschheit wird niemals vergessen, dass Metas und Kreaturen und Vigilanten für sie gegen die Mächte der Hölle gekämpft haben. Das Meta-Menschenregistierungsgesetz wird niemals verabschiedet werden. Das hier hat alles für immer geändert. Keiner, der heute gestorben ist, ist umsonst gefallen." Sara blickte ihn durch tränenverschleierte Augen an.
„Ray wusste das", erkannte sie, „Das war sein Plan. Die ganze Zeit über." Laurel hatte es ihr gesagt, sie hatte nur nicht zugehört.
„Der Flash und der Reverse-Flash sind verschwunden. Green Arrow ist gestorben. Keiner wird sie jemals vergessen", fuhr Rip fort, „Das hier war ein Moment der Geschichte, der fabriziert wurde, obwohl er niemals geplant war. Aber es war ein guter Moment. Und der Dolch, den Constantine dir gegeben hat, der hat Neron getötet. Es ist vorbei."
Doch Sara kannte Rip gut genug um durch seine Lügen hindurch zu sehen. „Was sagst du mir nicht? Und wer ist der Kerl dort?" Sie deutete auf eine hochaufragende dunkelhäutige Gestalt in seltsamer Kleidung, die mitten am Schlachtfeld zwischen all den Toten und Verletzten stand und irgendwie bedrückt wirkte.
Der Kerl wandte sich zu ihr um. „Eine Krise wird kommen", sagte er, „Eine Krise, die die letzte von allen sein könnte. Ich war auf der Suche nach Champions, die sie abwenden sollten, doch nun …. Erde-1 kann nicht mehr für das Multiversum kämpfen, und ohne Erde-1 bin ich nicht sicher, ob wir gewinnen können."
Sara verstand kein Wort. „Rip, was redet der Kerl da? Du hast mir doch gerade von der Zukunft erzählt!", beschwerte sie sich bei ihren doch nicht so toten ehemaligen Boss.
„Ja, aber Sara, die Sache ist die: Die Zukunft kann sich verändern", meinte der Brite nur mit schwerer Stimme, „Das tut sie jeden Tag. Und nach dieser Katastrophe hätte das Zeitalter der Helden beginnen sollen. Doch jetzt …"
„Doch jetzt was?"
„Jetzt fürchte ich, steht uns ein Zeitalter ohne irgendeine Art von Helden bevor", schloss er düster.
Fin.
A/N: Sorry? Aber ich habe immer gesagt, dass das hier eine Dark Fic ist und das Verse heißt Dark Verse, also… ja, wurde es düster.
Wer nicht extra als tot erwähnt wurde, ist vermutlich nicht gestorben, vielleicht tröstet euch ja das.
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