Consequences of Meddling With Time

by beaweasley2

Chapter 14

SUMMARY: SSHG; DH-compliant. EWE? Hermione Granger wird ein Zeitumkehrer in die Hand gedrückt und die Anweisung erteilt, diesen zu benutzen. Lediglich – die Nutzung eines Zeitumkehrers kann ein klein wenig heikel sein, falls man ihn nicht korrekt verwendet: Ein Fehler, der beim Zählen unterläuft, oder ein Abrutschen der Finger können den Benutzer außerplanmäßig springen lassen, und folglich könnte sie ihre Zeitachse versehentlich verändern. Und als ein solcher Unfall geschieht, verwendet Severus Snape Hermiones Zeitumkehrer, um ein entsetzliches Unrecht wiedergutzumachen. Allerdings ist es sein jüngeres Selbst, der zu der Person wird, die sicherstellen muss, dass der Lauf der Geschichte nicht verändert wird.

DISCLAIMER: Nicht meins. Ich borge sie mir nur für eine Weile aus. Und ich verspreche, sie zurückzustellen, wenn ich fertig bin. Oh, nee, auch keine Knete – nur aus Spaß an der Freud'.

RATED: NC17

GENRES: Romance, Time Turner

WARNINGS: Character Death, Violence

TRANSLATION: AleaThoron

A/A: Vielen Dank an meine Betas, EverMystique und DuchessOfArcadia, dass sie mir dabei geholfen haben, meine zahlreichen Fehler zu bereinigen,und an Pookah für ihre Schulter und ihre freundlichen Ratschläge. Ich weiß es wirklich mehr zu schätzen, als Ihr möglicherweise wisst.


Kapitel 14

Severus war über die Attacke auch jetzt noch wirklich zornig. Er hatte gerade ein beträchtliches Vorkommen an leuchtend gelben, wie aufgestapelt wirkenden Schichten des Gemeinen Schwefelporlings auf der 'Wunde' eines riesigen, alten Baums gefunden. Er hatte nicht gehört, dass sich der Gryffindor-Vierer-Club näherte, bis es zu spät war. Zuerst hatten Potter und Black ihn beide mit dem Entwaffnungszauber getroffen mit genügender Kraft, um seine Rückseite gegen die dicken Wurzeln einer alten Buche hinter ihm zu schleudern, die anscheinend seine Nieren beschädigt hatten. Dann, als er versucht hatte, sich zu verteidigen, hatte Potter eine Ganzkörperklammer auf ihn geworfen, während Black ihn an seinem Knöchel mit dem Levicorpus nach oben gerissen hatte, zur gleichen Zeit, als Pettigrew einen Schleuder-Zauber geworfen hatte. Severus hatte sich nicht vorstellen können, dass, gegen einen Baum geschleudert zu werden, während man in einer Ganzkörperklammer kopfüber in der Luft hing so viele Knochen auf einmal brechen würde, doch Madam Pomfrey hatte sie alle im Handumdrehen geflickt. Allerdings hatten die Schäden an seinen Nieren Madam Pomfrey wirklich Sorgen gemacht.

Der Zaubertrank half, der, doch die Beschwerden machten es für ihn unangenehm, allzu lange zu liegen oder zu sitzen. Nicht, dass Madam Pomfrey es mochte, wenn ihre Patienten in ihrem Krankenflügel hin und her tigerten, aber, da seine Rückseite so sehr geschmerzt hatte, konnte er es nicht ertragen, für eine längere Zeitspanne im Bett zu liegen. Das, und er wollte die Pilze vor dem nächsten Vollmond sammeln – hoffentlich ohne wieder angegriffen zu werden. Und das bedeutete, er brauchte Rückendeckung. Immerhin hatte Hermione seine Rastlosigkeit nicht bemerkt. Dennoch graute ihm davor, für seine vereinbarte Nachuntersuchung und die Zaubertrank-Behandlung zum Krankenflügel zu gehen. Er erinnerte sich vollinhaltlich an die Debatte mit Madam Pomfrey die Nacht zuvor, als er es abgelehnt hatte, noch länger im Bett zu bleiben.

Slughorn kam, um Severus vor dem Frühstück abzuholen, und plauderte mit ihm den ganzen Weg zum Krankenflügel hinauf über die bemerkenswerten Veränderungen, die er bei seinem letzten Zaubertrank vorgenommen hatte. »Ich habe Ihr Euphorie-Elixier an Heiler Weston McKenna im St. Mungo's geschickt. Er war durchaus beeindruckt, Mr. Snape. Er hatte niemals Ihren Gebrauch von Pfefferminze in Erwägung gezogen, um die Nebenwirkungen in Form von ausgelassenem Singen und Nasenjucken auszugleichen – höchst scharfsinnig von Ihnen. Ich habe Sie und Miss Evans für den Hector Dagworth-Granger Höchst Hervorragende Nachwuchs-Zaubertrankbrauer-Preis vorgeschlagen. Zwei meiner Spitzenschüler, beide dieses Jahr um diesen Preis im Rennen. Ich bin so stolz.«

Severus war im Begriff, sich dafür zu bedanken, doch Slughorn stieg in seine übliche Litanei über die Zeit ein, als er seinen Nachwuchs-Zaubertrankbrauer-Preis gewonnen hatte. »… ließ mein Foto mit Reginold Waldheim, dem Zaubereiminister, machen und dem Obersten-Heiler-vom-Dienst aus dem St. Mungo's selbst, nicht, dass ich nicht Gordon McDermid in früheren Jahren als Schüler hatte. Habe ich Ihnen über ihn erzählt? Er war der …«

Severus blendete ihn aus, als er über die beste Möglichkeit nachdachte, zurück in den Wald zu entwischen, um seine Zutaten zu sammeln.

Madam Pomfrey wich seit dem Moment nicht von seiner Seite, als er sich auf das Untersuchungsbett setzte. »Ich hätte darauf bestanden haben sollen, dass Sie für vier weitere Tage hier im Bett bleiben, aber Sie beharrten ja hartnäckig darauf, dass Sie sowieso gehen würden, um Zaubertränke brauen zu gehen in diesem privaten Labor von Ihrem«, rügte sie ihn.

»Aber, ich weiß, wie sehr Sie den Zaubertrank haben wollten, den ich braute«, sagte er, während er etliche Flaschen aus seinen Taschen zog und sie auf das Bett legte.

Sie nahm die Flaschen und blickte ihn finster an. »Ich dachte, dass ich sagte, es ist Ihnen nicht gestattet, schwere Sachen zu tragen! Ich sollte Sie hier behalten, selbst wenn ich Sie am Bett festbinden muss«, sagte die Heilerin anklagend; allerdings – sie lächelte ungeachtet ihrer eigenen Schimpftirade über die Zaubertränke.

»Ich bleibe im Bett und lese«, protestierte Severus.

Madam Pomfrey blickte ihn finster an. »Sie wissen, dass Sie den ganzen Tag Zaubertränke brauen werden, wenn ich Sie gehen lasse, und ich wünsche, dass Sie sich ausruhen. Ich möchte nicht, dass Sie irgendetwas Schweres heben – und dies bedeutet: kein Heben von Kesseln!«

»Ich werde meine Schlafsaal-Mitbewohner haben, um mein schweres Heben für mich zu erledigen«, versprach Severus und wusste, dass zumindest Hermione ihm helfen würde, die Kessel zu bewegen. »Und ich kann alles mit Hilfe eines Levitation-Zaubers schweben lassen …«

»Dies fällt unter schweres Heben, Mr. Snape. Magisch oder nicht, dabei ist ein bestimmtes Maß an Anstrengung involviert …«

»Madam Pomfrey, ich bin mir sicher, dass Mr. Snape verantwortungsbewusst sein wird«, unterbrach Professor Slughorn unbeabsichtigt, als er noch einmal versuchte, sie zu beschwichtigen. »Ich übernehme die persönliche Verantwortung dafür, Severus für vier Tage in seinem Schlafsaal zu halten, und Severus wird schwören, dass er nichts anhebt, das schwerer als sein Messer, der Glasstab oder ein Federkiel ist.«

Am Ende, trotzdem sie ihren Patienten so gut kannte oder, weil sie wusste, er würde es ablehnen, im Krankenflügel zu bleiben, gab Madam Pomfrey schließlich nach – widerstrebend – und akzeptierte Professor Slughorns Zusicherungen. Wie auch immer, sie entließ ihn nur unter der Bedingung, dass Severus sie für die folgenden vier Tage für eine Behandlung aufsuchen würde – vor dem Frühstück und nach dem Abendessen.

Slughorn eskortierte Severus zu den Kerkern. Indes führte er ihn zum Klassenzimmer anstelle des Gemeinschaftsraums. Severus wusste, dass es höchstwahrscheinlich deshalb war, um sich selbst zu versichern, dass er genügend Zutaten hatte, um für den Rest des Schuljahres die Anforderungen des Krankenflügels zu brauen. glücklicherweise war Hermione auf ihrem Bett – oder Severus vermutete dies, da er sie nicht sah oder hörte, als sie den Raum betraten.

»Gut, gut, Sie scheinen mit allem gut bestückt zu sein«, gab Slughorn weiterhin unnötiges Geschwätz von sich, während er die Zaubertrank-Zutaten überprüfte. »Ich sehe, Sie haben sogar Knabberzeug. Möchte nicht, dass Sie Mahlzeiten überspringen, nur, damit Sie Ihre Brauerei erledigen können, nicht?«

Severus betrachtete die Bänke und zuckte innerlich zusammen. Hermiones sämtliche Bücher, außer dem knurrenden Buch, lagen ordentlich aufgestapelt und gruppiert nach Themen auf der Bank. 'Bitte sei nicht auf dem Fußboden.' »Sir«, sagte Severus, darauf hoffend, dass der Professor nicht zu genau auf die Titel der Bücher schaute.

»Nun, lassen Sie uns Sie in Ihrem Raum etablieren, sollen wir? Ich möchte nicht, dass Madam Pomfrey glaubt, dass ich mein Wort nicht halte. Ich werde bei Ihren Professoren in die Wege leiten, dass Ihnen Ihre Schularbeit hier herunter gebracht wird«, rasselte Slughorn herunter.

»Danke, Sir«, sagte Severus höflich, wobei er dem Mann gerade genügend Ehrerbietigkeit erwies, um ihm zu schmeicheln, ohne wie ein Schleimer zu klingen.

»Sie haben zweifellos einen ganz netten Buchbestand hier drinnen«, erklärte Slughorn, während er Severus leicht auf die Schulter klopfte. »Müssen davon irgendwelche in die Bibliothek zurückgehen?«

»Ein paar, aber ich hatte gehofft, einige nach dem Mittagessen umzutauschen, Sir«, erklärte Severus, als sie den Raum verließen.

»Ich werde einen meiner Schüler bitten, Ihnen zu helfen«, sagte Slughorn, während er Severus heraus aus der Tür in Richtung des Slytherin-Gemeinschaftsraums führte.

»Ich werde Mulciber oder Avery fragen.« Er wünschte sich, dass Slughorn gehen würde, doch es schadete nicht, den Mann bei Laune halten. Er lauschte der Prahlerei des Professors über die Heiltränke, die er für die Quidditch-Medi-Zauberer erfunden hatte, während sie zu seinem Schlafsaal gingen.

»Catriona McCormack, Jägerin und Kapitän der 'Pride of Portrees', baut geradezu auf meine Hämatom-Salbe, wissen Sie. Sagt, dass das die Beste ist, das sie jemals verwendet hat. Sie sollte Ihre probieren, Severus, und Ihre für Verstauchungen versuchen. Ich habe nie eine bessere gesehen.«

»Danke, Sir.« Severus lächelte, sehr genau wissend, dass, wenn der Kapitän des Quidditch-Teams 'The Prides' seine Zaubertränke mochte, würde er ein stabiles Einkommen auf Lebenszeit haben. Mr. Avery hatte ihn über die Weihnachtsferien Kevin und Karl Broadmoor vorgestellt, den beiden Ex-Treibern für die 'Falmouth Falcons' und Ex-Slytherins, und sie beide benutzten jetzt seine Zaubertränke. »Ich würde ein Empfehlungsschreiben sehr zu schätzen wissen, Sir.«

»Oh, Severus, so ungeduldig«, sagte Professor Slughorn, die Tür zum Gemeinschaftsraum für ihn öffnend. »Können gar nicht abwarten, bis Sie die Schule verlassen, um diese Ihre glänzende Zaubertränke-Karriere zu starten.«

Als Professor Slughorn endlich ging, wartete Severus ganze zehn Minuten, bevor er aufstand, um zum Klassenzimmer zu gehen.

Hermione machte ein paar Schritte nach vorn, um ihn zu begrüßen, als er zurückkam. »Wie fühlst du dich heute Morgen?«

»Besser«, sagte er , während er sich vorsichtig hinunter in einen Sessel manövrierte.

Sie legte ihren Kopf schief, als sie ihn beobachtete. »Du schaust nicht besser aus. Su siehst steif und unbehaglich aus.«

Er schoss ihr einen warnenden, stechenden Blick zu.

Sie streckte ihre Hand nach seiner aus, um diese zu nehmen. »Komm schon.«

»Wohin?«

»Vertrau mir, bitte«, bat sie inständig, während sie ihn zu ihrem Bett anstelle der Tür mit sich zog – also gab er nach. »Zieh' deine Roben und dein Hemd aus und leg' dich dann auf deinen Bauch.«

Er sah sie an, und es bildete sich eine Falte zwischen seinen Augen, völlig verwirrt, während sie in ihrer Tasche grub und ein großes Glas mit Einreibemittel herauszog.

»Leg' dich hin und zieh' deine Roben und dein Hemd aus«, wiederholte sie und zeigte auf das Bett.

»Was ist das?«, fragte er und deutete mit einem Vorstrecken seines Kinns auf das Glas.

»Etwas, das du für Rücken- und Muskelschmerzen geschaffen hast … Ich bekomme Krämpfe in meinen Waden, und das Quidditch-Team verwendet die Salbe für Schmerzen, insbesondere, wenn sie einen Schlag mit einem Klatscher abbekommen haben. Jetzt zieh' dich aus und leg' dich hin.«

Etwas in ihrem Ton, zuzüglich der Tatsache, dass sie sagte, er hatte die Salbe gemacht – offensichtlich in der Zukunft – ermutigte ihn, ihrer Bitte nachzukommen. Das Liniment war beim Kontakt kühl, doch dann setzte sie sich rittlings auf seine Hüften und begann, es auf seinem Rücken zu verreiben. Die Empfindungen waren himmlisch. Das Einreibemittel war unter ihren Händen warm, und es kühlte langsam an den Stellen ab, wo seine Haut entblößt lag, fühlte sich jedoch niemals wirklich unangenehm kalt an. Hermione ließ ihre Hände mit langen, festen Strichen seinen Rücken auf und ab gleiten. Er stöhnte vor Behagen, ausgenommen, als sie über die Stelle rieb, wo die Nierenschmerzen waren. Er spürte, wie sie mehr Liniment hinzufügte und seinen unteren Rücken und seine Seiten damit streichelte, während sie sanft das Zeug in seine Haut einarbeitete.

Er wusste nicht, wann er eingeschlafen war, doch, als er erwachte, lag er noch immer auf seinem Bauch auf ihrem Bett. Sie saß in einem Sessel, ihre Füße auf dem Bett hochgelagert. »Was im Himmel ist in diesem Zeug?«, fragte er, überrascht darüber, dass das meiste von seinen Schmerzen verschwunden war.

»Ich habe keine Ahnung«, antwortete sie und ließ ihre Füße auf den Boden fallen. »Du wirst heute Abend und morgen mehr davon brauchen, aber deine Rückenschmerzen werden in ein oder zwei Tagen verschwunden sein.«

»Oh, ich werde mich nicht darüber beschweren, mehr von dieser Behandlung zu erhalten!«, sagte er in einem fließenden Tonfall, während er sich bewegte und streckte, überrascht über den Unterschied, den er fühlte. »Hermione, danke.«

Sie errötete tief und zuckte mit den Schultern. »Kein Problem. Ich bin froh, dass es hilft.«

Er schaute auf seine Uhr und keuchte auf. 'Es ist bereits Mittagspause! Ich hab' versprochen, Mulciber Nachhilfe zu geben ' »Scheiße, ich bin spät dran!« Er sprang auf und rannte zur Tür hinaus. »Ich komme wieder.«

Er kam später zurück, wobei er Käse, etliche Äpfel, Birnen, ein halbes Dutzend Apfelteigtaschen und ein Stapel geschnittene Rinderrouladen mitbrachte – genügend Essen für vier.

»Versuchst du, mich zu mästen?«, neckte sie ihn.

»Nö, will nur nicht, dass dir irgendwas ausgeht, falls mir wieder etwas passiert«, sagte er, während er sich hinsetzte, als sie den Tisch eindeckte. »Nimm dir, was du willst, und ich setze den Rest für dich in Stasis.«

»Isst du nichts?«, fragte sie und nahm eine Rindfleischrolle und eine Birne.

»Nö, ich habe auf dem Weg hierher zurück gegessen«, antwortete er, während er sich herumdrehte und das Essen auf die Bank zu ihren anderen gebunkerten Sachen stellte. Er suchte seine Zaubertränke-Bücher zusammen und gesellte sich am Tisch zu ihr. Er hatte sich ein Blatt Pergament von Mulciber geborgt und hatte zwei Versionen der Pustel-Salbe, eine aus seinem Buch Zaubertränke für Fortgeschrittene und eine andere Pustel-Solution, die er in Magische Heilmittel und Heilverfahren für Alltagsprobleme von Sacharissa Tugwood gefunden hatte, herauskopiert. Severus' Ansicht nach war die Pustel-Salbung besser, aber sie wirkte nicht so schnell wie die Pustel-Solution, die Bubotubler-Eiter als Basis benutzte. Allerdings hielt die Salbung länger an. Dessen ungeachtet beschwerten sich die Mädchen in seinem Haus häufig, dass keine davon die ganze Zeit über funktionierte. 'Wenn ich nur eine Möglichkeit finden könnte, sie miteinander zu mischen, unter Gebrauch von …'

»Woran arbeitest du?«, sie fragte zwischen zwei Bissen.

Er schaute von seinem Buch auf. »Ich habe mich gefragt, ob ich den Zaubertrank verbessern könnte, den wir im Unterricht hergestellt haben. Ich hörte die Mädchen sagen, dass er nur zu siebzig Prozent wirksam ist und nur, wenn sie nicht in ernsten Zuständen sind. Ich möchte schauen, ob ich ihn besser machen kann – wirksamer.«

»Oh«, antwortete sie und beobachtete ihn, als sie ihre Mahlzeit beendete.

Er verbrachte einen Gutteil des Nachmittages damit, Zaubertränke-Bücher zu lesen, wobei er versuchte, eine Möglichkeit zu finden, die Pustel-Salbung zu verbessern und einige mögliche Veränderungen auszuarbeiten, während sie still las. Als er anfing zu brauen, kam sie herüber, um zu helfen und lachte, als seine erste Veränderung beinahe den Kessel schmelzen ließ.

»Das ist nicht lustig!«, schnappte er und funkelte sie an, als er den unbrauchbaren Kessel unter den Tisch warf.

Hermione versuchte, ihre Heiterkeit zu unterdrücken. »Ich kann nicht glauben, dass du einen Kessel schmelzen lässt, das ist alles.« Sie hob sein Pergament hoch und begann, seine Anmerkungen zu lesen.

Er wollte es aus ihrer Hand reißen, aber er weigerte sich, sie auch zu nur anzuschauen, wenn sie wegen eines einfachen Fehlers über ihn grinste. »So was passiert. Salamanderblut mit Honig und Orangenschale ergibt ein gutes Gesichtswasser, und der Kampfer und das Erdnussöl verhindern, dass es die Haut reizt. Allerdings möchte ich Bundimunsekret hinzufügen, aber dies reagiert heftig mit Salamanderblut, und Streelersekret macht den Zaubertrank zu heiß.«

Sie legte sein Pergament auf den Arbeitstisch. »Muss nicht Bundimunsekret mit unbehandelter, saurer Gruinard-Ziegenmilch ausbalanciert werden?«

Er betrachtete sie überrascht. »Die Milchsäure in der Sauermilch würde es schaffen. Wo hast du das gelernt?«

»In Zaubertränke. Mein Professor erwähnte das, als er uns über den Gebrauch von Sekreten in Zaubertränken einen Vortrag hielt, also hab' ich nachgeschlagen. Ich fand einen Artikel in einer Zaubertränke-Zeitschrift darüber, wie Milchsäure einige der schärferen Sekrete ausbalanciert, wenn zwei oder mehr davon zusammen in Zaubertränken verwendet werden. Dem wurde allerdings in Zaubertränke zusammenbasteln, Beiderlei: Absonderlich und Wundervoll von Helga Grosselin widersprochen. Ich habe das Buch bei mir, da ich es mag, es als Referenz zu benutzen. Dad schickte mir zu Weihnachten eine Ausgabe. Sie hat ein ziemlich vollständiges Verzeichnis von Zaubertrank-Zutaten, ihren Gebrauch und ihre Wechselwirkungen«, erklärte Hermione mit einem Achselzucken.

»Das würde das Bundimun in der Pustel-Salbung ausbalancieren, aber es würde immer noch die Haut zu sehr irritieren«, sagte er und strich die Anmerkungen für die fehlgeschlagene Version durch.

»Als Lavender einen Pickel bekam, zeigte sie mir einen Artikel in Witch Weekly, in dem es darum ging, dass irgendeine Hexe eine Reinigungslösung mit Bundimun benutzte, das mit Tomatenmark vermischt war, und es ihr Gesicht verbrannte, also schlug der Heiler saure Gruinard-Ziegenmilch, Honig, Limettensaft und rohen Zucker vor, um …«

Er schaute auf seine Aufzeichnungen, während sie sprach, und schnitt ihr unabsichtlich das Wort ab, als er murmelte: »Und mit Zucker und Bockshornkleeblättern … Ja, das würde den Unterschied ausmachen!«

»Gern geschehen«, sagte Hermione mit einem Lächeln, am Schreibtisch sitzend und ihre Nase wieder in ihrem Buch vergrabend, als Severus versuchte, eine Lösung dafür zu finden, wann man die Zutaten hinzufügen musste und welche Anpassungen hinsichtlich der zeitliche Koordinierung und Umdrehungen mit dem Glasstab vorgenommen werden mussten.

Sein erster Versuch endete schändlich. Beim zweiten Mal verrechnete er sich schrecklich. Der dritte Zaubertrank schlug in ein gedecktes Limettengrün anstelle von Rosa um, und der vierte Versuch hatte eine blass grünlich-blaue Farbe.

»Das ist, wie er in dem Zaubertränke-Buch aussah«, sagte sie, als er über die Farbe spottete.

»Grün?«, fragte er.

Sie nickte versichernd. »Türkis oder schwach grünlich, wenn richtig hergestellt«, sagte sie und schielte verwirrt zu ihm hinüber. »Welche Farbe, dachtest du, sollte er haben?«

Er zuckte mit den Schultern und sagte: »Die ursprüngliche Version ist rosa.« Er stellte ihn beiseite, um ihn abkühlen zu lassen. »Erzähl' mir nicht, dass du diesen Zaubertrank ebenfalls hergestellt hast.«

Hermione errötete. »Ich habe einen Kessel voll für Lavender gemacht, weil ich es leid war, ihr Gejammer über ihre Akne zu hören … Ich verwendete keine Bockshornkleeblätter oder Zucker, und meiner war nicht derartig dickflüssig. Sie musste wegen der Irritation eine Lotion benutzen und ihr Gesicht zweimal täglich waschen.«

»Ich werde eines der Mädchen ihn ausprobieren zu lassen haben, um zu sehen, wie es funktioniert.« Er füllte seine Probe ab und säuberte seinen Kessel. Er würde warten, bis beide Versuchsreihen ordnungsgemäß getestet waren, bevor er die anderen Varianten streichen würde.

»Ich dachte, dass ein Zaubertrank-Brauer seine eigenen Zaubertränke testet«, schalt sie ihn.

Er verschränkte seine Arme und lehnte sich an den Arbeitstisch. »Falls du es nicht bemerkt haben solltest, ich habe keine Pickel.«

Sie drehte ihren Kopf ab, um ihr Erröten zu verbergen. »Ich sollte mehr des Liniments auf deinen Rücken reiben«, schlug sie vor, vermutlich, um das Thema zu wechseln.

Er zuckte gelassen mit den Schultern und folgte ihr zu ihrem Bett, wobei er sein Hemd auszog, während er hinüberging. Er legte sich hin und lächelte, als sie sich erneut rittlings auf seine Hüften setzte und damit begann, das Gebräu einzureiben. Sein letzter Gedanke, als er in den Schlaf glitt, war, dass er bloß herausfinden musste, was sein älteres Selbst in das Liniment hineingetan hatte.

Als er erwachte, saß Hermione neben ihm und las ein anderes Buch. Er schaute auf seine Uhr und runzelte die Stirn. Er war niemals zuvor auf diese Art bei Tage eingeschlafen, ausgenommen, als er als kleines Kind ein Schläfchen gehalten hatte oder ihm Schlaftränke verabreicht worden waren. »Verdammt, ich hab' das Abendessen verschlafen. Bist du hungrig?«

»Ich habe vorhin einen meiner Äpfel gegessen«, sagte sie und blätterte die Seite um.

Er betrachtete ihren Fuß neben seiner Hand und schmunzelte spöttisch über den Nagellack auf ihren kleinen Zehen. 'Merlin, sie hat kleine Füße.' »Gut, ich könnte genauso losziehen und etwas besorgen. Gibt es irgendetwas Spezielles, was du haben möchtest?«

Sie ließ ihr Buch auf ihren Beinen ruhen und knabberte an ihrer Lippe, während sie sein Angebot überdachte. »Würstchen mit Kartoffelbrei … oder Würstchen mit Bubble und Squeak«, sagte sie mit einem Lächeln.

Er lächelte über ihre Vorschläge, während er plötzlich ebenfalls ein heftiges Verlangen danach verspürte. »Ich werde sehen, ob sie irgendein Flammeri oder Törtchen mit Clotted Cream zum Nachtisch haben«, schlug er vor, wohl wissend, dass die Hauselfen sie für ihn machen würden, wenn er fragte.


Am nächsten Morgen erwachte Severus früh, auch jetzt noch unfähig, für sehr lange Zeit im Bett zu liegen. Hermione offerierte, mehr Liniment auf seinen Rücken zu reiben. Er zog sein Hemd aus und streckte sich auf ihrem Bett aus, insgeheim begierig, ihre Fürsorge zu empfangen. Als sie damit fertig war, saß sie im Schneidersitz neben ihm. Sie sprachen über die Verteidigung gegen die Dunklen Künste, was zu einer Diskussion über die Dunklen Künsten führte.

»Hermione, was Zauber von Flüchen unterscheidet, ist in Wirklichkeit nur die Absicht dahinter«, antwortete er auf ihre Nachfrage. »Dasselbe gilt für das Meiste bei den Dunklen Künsten. Sie sind Flüche, Verwünschungen und Zauber, die mit der Absicht verwendet werden, um körperlichen Schaden zu verursachen. Es ist nicht immer der Zauberspruch selbst; es ist die Absicht desjenigen, der ihn wirft.«

Sie rollte ihren Zauberstab träge in ihrer Hand. »Also gilt, wer auch immer schneller ist …?«

»Es ist nicht immer die Geschwindigkeit, sondern Genauigkeit und Entschlossenheit, was jemanden das Duell gewinnen lässt«, sagte er, während er auf seine Seite rollte. »Die Dunklen Künste sind nicht derartig statisch wie – sagen wir – Zauberkunst oder Verwandlung. Sobald ein neuer Verwandlungs-Zauberspruch entdeckt wird, wird er in einem Buch aufgeschrieben und jedermann benutzt ihn … solange, bis eine geringfügige Veränderung den Zauberspruch einfacher oder effektiver macht.«

Er schob ihr Kissen unter seinem Kopf zurecht, um es sich bequemer zu machen. »Dunkle Künste sind vielgestaltig und so einzigartig, wie die Individuen, die sie benutzen; sie verändern sich ständig und sind genauso verdreht, wie der Verstand, dem sie entsprungen sind. Um dich davor zu verteidigen, musst du ebenso kreativ, einfallsreich und entschlossen sein. Dein Angreifer mag erbitterter und cleverer sein als du, deshalb musst du in deiner Verteidigung flexibel und erfinderisch sein.«

»Ungefähr so, als – wenn du dich duellierst, musst du nicht nur versuchen, im Voraus zu berechnen, was dein Angreifer verwenden wird, sondern du musst auch in der Lage dazu sein, gleichzeitig abzublocken und zu werfen.«

»Das ist Teil davon. Aber in einem Duell ist es einer gegen einen. Bei echten Angriffen dürftest du mit zwei oder mehr Gegnern konfrontiert sein. Das ist der Moment, in dem du ebenfalls wissen musst, wie man Zaubersprüchen ausweichen und sich darunter wegducken kann.« Er schaute sie an und fragte sich, warum sie dermaßen besorgt war, sich selbst zu verteidigen.

»Genau wie, wenn du von Potter und Black angegriffen wirst«, spezifizierte sie und zog dann ihre Augenbrauen über seinen ärgerlichen Blick hoch. »Wann immer du angegriffen wirst, machst du immer sie dafür verantwortlich, und du nennst niemals den einen ohne den anderen.«

Er grinste über ihre Beobachtung. »Weil sie normalerweise zusammen sind. Sie sind Feiglinge, Hermione, und Feiglinge müssen Verstärkung haben, um sich tapfer zu fühlen.« Er setzte sich auf und schaute auf seine Uhr. »Verdammt, ich muss gehen. Wir können später über defensive Zaubersprüche sprechen, wenn du magst?«

Hermiones Mund verzog sich zu einem Lächeln, das jedoch den beunruhigten Blick in ihren Augen nicht auslöschte. »Ja, das würde ich sehr gern.«

Er dachte über ihre Äußerung den ganzen Weg zum Krankenflügel hinauf nach. Sie hatte Recht; sie griffen ihn immer gemeinsam an. Potter und Black hatten eine Woche Nachsitzen dafür bekommen, ihn im Wald angegriffen zu haben, und sie würden sich dafür revanchieren wollen. Wenn er vorhatte, seine Pilze zu sammeln, würde er jemand benötigen, der ihm Rückendeckung gab.

Als er zu seinem vorgesehen Termin angekommen war, war Madam Pomfrey über Severus' Fortschritte überrascht. Er erklärte ihr, dass die Bettruhe dafür verantwortlich war, doch er wusste, dass sie ihm dies nicht abkaufte. Er fragte sie hinsichtlich des Experiments, das er mit der Pustel-Salbung versuchte. Sie war ordentlich beeindruckt und sagte sogar, dass sie glücklich sein würde, ihm zu helfen, seine Versuchsreihe zu testen. Sie brachte ihn zurück zur Treppe in der Eingangshalle, die zu den Kerkern führte, während beide über seine Hypothese hinsichtlich des Zaubertrankes diskutierten.

»Ich werde ihn heute Abend fertig haben«, versprach er ihr.

»Mr. Snape, während ich die ausgezeichnete Qualität Ihrer Zaubertränke schätze, wünsche ich nicht, dass Sie den ganzen Tag auf Ihren Füßen sind. Sie sollen ruhen«, ermahnte sie ihn in einem freundlichen Ton.

»Aber, ich kann auch nicht nicht den ganzen Tag liegen! Er schmerzt immer noch, wenn ich das tue«, antwortete er, sorgfältig darauf bedacht, einen ermahnten Eindruck zu machen, selbst wenn er sich nicht so fühlte. »Ich versprach, es ruhig angehen zu lassen, und das mache ich auch.«

Sie nickte und lächelte. »Ich erwarte Sie nach dem Abendessen.«

»Ja, Ma'am«, antwortete er und wandte sich zur Treppe um.

Hermione füllte seine Zaubertränke ab, als er hereinkam. »Ich war im Begriff, das zu machen.«

Sie lächelte einfach. »Ich bin fast fertig.«

Er beobachtete sie einen Moment, überrascht darüber, wie gut sie miteinander zurechtkamen. Sie war bislang drei Wochen mit ihm hier zusammen gewesen, und er wusste, dass ihre Zeit fast abgelaufen war. Während Hermione die Zaubertränke zu Ende abfüllte, nahm Severus das blaue Kästchen aus seiner Tasche, sorgfältig darauf bedacht, ihr dabei seinen Rücken zuzukehren. Er nahm den Zeitumkehrer heraus, um den Sand zu untersuchen und war augenblicklich enttäuscht. Er legte ihn leise weg, schloss das Kästchen und verstaute es wieder in seine Tasche, tief in Gedanken. Hermione betrachtete ihn weiterhin, doch er wurde von seinen eigenen Gedanken zu stark in Anspruch genommen, um dies zu bemerken.

Das Problem war, dass der Sand glitzerte, irisierend und granuliert war, doch nicht derartig transparent, wie er gehofft hatte. 'Nicht ganz der glitzernde weiße Sand, der erbeim letzten Mal war Verdammt. Aber – er ist nicht der opaleszierende weiße Sand, der er sein sollte.' Er wusste, dass er sich selbst belog; der Zeitumkehrer war nahezu bereit, von ihr eingesetzt zu werden. Allerdings – er war nicht bereit, von ihr verlassen zu werden, obwohl es an der Zeit war, sie gehen zu lassen. Nach dem, was sein älteres Selbst gesagt hatte, sollte ein Monat für ihn mit ihr vorgesehen sein, und er würde keine Anstalten machen, ihren Besuch abzukürzen. Außerdem hatte sie anscheinend gehört, dass ihr Aufenthalt ein Monat sein würde, was also würde ein wenig Irreführung überhaupt für eine Rolle spielen? 'Was würde es schaden, ihr zu erzählen, dass der Sand wieder in den Normalzustand zurückkehren wird,in einigen Tagen in einer Woche?' Er drehte sich herum , um den leeren Raum zu betrachten, in dem ihr Bett stand, und seufzte. 'Ich warte lediglich für einige Tage mehr.Es ist ja nicht so, als ob sie nicht zu ihrer Zeit zurückkehrt, nur einfach später.'

»Severus, bist du in Ordnung?«, fragte sie, was ihn dazu brachte, sich zu ihr umzuwenden, um sie anzuschauen.

Er lächelte und griff nach dem ruinierten Kessel. »Yeah, es geht mir gut. Ich werde diesen hier ersetzen gehen. Ich bin gleich zurück.« Auf seiner Weg zum Zaubertränke-Klassenraum, um einen anderen Kessel zu besorgen, entschied er sich herauszufinden, wie viel Hermione über defensive Zaubersprüche wusste und ihr einige einfache zu zeigen. 'Und nebenbei – sie macht mehr Spaß als Mulciber oder Avery, selbst wenn sie wie einer der beiden aussehen muss.'

An diesem Nachmittag unterrichtete Severus Hermione darin, wie man die dunklere Version des Schockzaubers, den Schock-Fluch, warf, und von Zeit zu Zeit untersuchte er sie, um sich zu vergewissern, dass sie nicht überanstrengt war. Er brachte ihr ebenfalls die dunkleren Versionen des Stolperfluchs und des Beinklammerfluchs bei, sowie den Betäubungsfluch. Sie war eine talentierte Schülerin und nach mehrfachen Versuchen, schaffte sie es, sie alle ziemlich gut zu bewerkstelligen. Sie bat ihn, ihr noch mehr defensive Zaubersprüche zu zeigen, also fragte er sie ab über das, was sie wusste, überrascht darüber, dass sie buchstäblich ein Jahr im Rückstand war. »Du lernst erst jetzt über Dunkle Geschöpfe?«

»Professor Quirrell unterrichtete uns die Grundlagen von Flüchen, Verhexungen und Verwünschungen und wie sie sich von Zaubern aus meinem ersten Jahr unterscheiden«, antwortete sie.

»Das ist normal für das erste Jahr«, antwortete er, nickend, und winkte mit seiner Hand, um sie zu ermutigen fortzufahren.

»Aber im zweitem Jahr demonstrierte Professor Lockhart größtenteils, wie er gefährliche Wesen und Geschöpfe bekämpfte … und nun ja… es stellte sich heraus, dass er ein Aufschneider war, der nur den Ruhm dafür einheimste, was andere Leute getan hatten.«

»Verflixt«, sagte er, nicht sicher, was er über ihre Äußerung denken sollte. »Was ist mit defensiven Zaubersprüchen?«

»Ich kann Immobilus, den Babbelfluch, den Kitzelfluch verwenden, und die Ganzkörperklammer. Wir lernten über Wabbel-Körperglied-Flüche, doch darüber haben wir nur gelesen. Ich kann den Wabbelbein werfen, aber ich habe kein Glück mit dem Wabbelfinger-Fluch gehabt, und ich kann einen Ohrensausen-Fluch werfen«, sagte sie, während sie lässig ihren Zauberstab hielt.

»Was ist mit dem Colloportus – um eine Tür zu verschließen oder dem Impedimenta, dem Lähmzauber – um eine Person oder ein Objekt langsamer werden zu lassen oder ganz bewegungsunfähig zu machen oder Abwehrzaubern wie Defensoris oder Averrunco?«, fragte Severus, einige von denjenigen auflistend, die er in seinen frühen Jahren in Verteidigung gelernt hatte, doch Hermione schüttelte nur ihren Kopf. »Infantiae tardus – um deinen Angreifer sich langsam bewegen und langsam sprechen zu lassen, wie in Zeitlupe?«

Sie schüttelte abermals ihren Kopf. »Mir wurde gezeigt – na ja, Professor Lockhart demonstrierte den Homorphus-Zauber, um einen Werwolf zurück in einen Menschen zu verwandeln, an meinem Freund Harry, und uns wurde der Expelliarmus, der Entwaffnungszauber, in einer Duelldemonstration gelehrt. Und dieses Jahr versucht Professor Lup— äh«, stammelte sie, um dann fortzufahren: »versucht unser gegenwärtiger Lehrer, uns das aufholen zu lassen, was wir im letzten Jahr versäumt haben.«

»Du möchtest mir nicht seinen oder ihren Namen sagen. Warum?«, fragte er, die Arme verschränkt, als er zu ihr herunter blickte. Sie hatte ihm die Namen ihrer anderen Professoren genannt, gut, abgesehen von dem ihres Zaubertränke-Professors, aber er hatte inzwischen eine recht gute Vorstellung davon, wer das war.

»Äh, nein«, räumte Hermione ein, während sie ihren Daumen betrachtete.

»Warum?«, beharrte er auf einer Antwort. Er zerbrach sich den Kopf nach irgendjemandem mit einem Familiennamen, der mit 'Lupäh' begann.

Sie weigerte sich, ihn anzuschauen. »Du magst ihn nicht, und ja, du kennst ihn – kanntest ihn. Es ist keine gute Idee. Ich sollte das wirklich nicht«, sagte sie und vermied ganz offensichtlich, ihm eine Antwort zu geben.

'Also heißt das, ich kenne ihn nicht wie in: ich werde ihn (irgendwann) kennen ich kenne ihn.' Severus konnte mit zwei – nein, drei Möglichkeiten nur aufwarten. »Sag' mir nur, dass es nicht Rene Lupperger oder Marcus Luppertz oder … Remus Lupin ist«, sagte er, wobei er die einzigen Leute nannte, von denen er wusste, dass ihre Familiennamen mit 'Lup' begannen.

»Okay, nein«, sagte sie. »Zeig' mir, wie ich …«

»Nein, sag' mir zuerst, wer«, beharrte er eigensinnig auf einer Antwort. »Du sagtest, ich kenne ihn.«

»Ich sagte ebenfalls, dass du ihn nicht sonderlich magst«, sagte Hermione mit einem bestimmten, entschlossenen Blick, der ausdrückte, dass sie sich anschickte, in dieser Hinsicht unbeugsam zu sein. »Wirst du mir jetzt endlich zeigen, wie man unfreundliche Zaubersprüche abblockt oder nicht?«

'Ich mag ihn nicht? Hmmm.' Rene Lupperger war während Severus' erstem und zweitem Jahr Gryffindor-Vertrauensschüler und eine Nervensäge gewesen. »Sag' mir, dass es nicht Rene Lupperger ist«, drängte Severus. Er wusste, dass es nicht Luppertz sein konnte. Er erinnerte sich an Luppertz aus Lucius Malfoys Jahrgang: ein reinblütiger Hufflepuff, hatte ein bisschen was von einer Tunte an sich, aber piekfein, ein Gutmensch und Severus' Erachtens nach nicht sonderlich clever. Er hatte in Severus' zweitem Jahr McGonagalls Tiere freigelassen, weil er gedacht hatte, dass sie misshandelt würden. 'Ich habe mich niemals wirklich um den Typen gekümmert, und ihn sicherlich nicht ablehnt. Er und Malfoy sind auch jetzt noch befreundet, glaube ich …'

»Es ist nicht Rene Lupperger«, sagte sie und verschränkte mit einem wütenden Schnauber ihre Arme.

Es gab nur eine andere Person, von der er wusste, dass sein Name mit 'Lup' begann. »Du willst damit etwa sagen, dass es Lupin ist?«, fragte er – fassungslos.

Für den Bruchteil einer Sekunde starrte sie ihn mit offenem Mund ungläubig an und schüttelte dann ihren Kopf. »Nein, das habe ich damit auch nicht gesagt. Also, wirst du mir jetzt …?«

'Das ist nicht möglich.Es ist eine Sache, den Werwolf hier zur Schule kommen zu lassen …' Es brauchte einen Moment lang für ihn, um klar denken zu können. 'Er ist einer von Dumbledores favorisierten Vier.'

»Duellieren wir uns jetzt?«, fragte sie ungeduldig.

»Ja, ja. Mach schon. Versuch', mich mit einer Ganzkörperklammer zu treffen«, sagte er, während seine Gedanken sich nach wie vor um die Tatsache drehten, dass der Werwolf in Hogwarts unterrichtete. 'Allerdings – sie hat gesagt, dass Dumbledore und McGonagall in ihrer Zeit immer noch in Hogwarts waren … Scheiße!'

Hermiones Ganzkörperklammer überrumpelte ihn. »Bist du nicht so weit?! Ich dachte, dass du bereit wärst?!«, rief sie aus, als sie ihn aus dem Fluch befreite.

»Nun, jetzt bin ich es«, schnappte er, verärgert mit sich selbst, sich ablenken lassen zu haben. Er wandte seinen Fokus auf sie und nahm die Duell-Grundhaltung ein. »Bereit, los.«

Fortsetzung folgt