Disclaimer: Keine der Figuren gehört mir und ich verdiene hiermit kein Geld.
Genre: Romanze, Adventure
Beta: -
Pairing: Kagome/Sesshoumaru
Song: Truly, Madly, Deeply - Cascada
Updates: Jeden Samstag
A/N: Ich bin darauf hingewiesen worden, dass Sesshoumarus Mutter nicht tot ist. Die Deutsche Synchronisation des Animes hat diesen Punkt allerdings noch nicht erreicht (zumindest war das zu dem Zeitpunkt, als ich diese Geschichte geschrieben habe, noch nicht der Fall). Für diejenigen, denen diese Erklärung noch nicht reicht, gibt es noch eine zweite: künstlerische Freiheit^^
ENJOY READING!
Kapitel 13: Der Ball
Innerhalb der letzten Woche hatte Sesshoumaru oft über Xens Worte nachgedacht. Sehr oft. Eigentlich zu oft für seinen Geschmack. Aber irgendwie...
`Ist es denn so offensichtlich, dass ich sie liebe?´, fragte sich der stolze Lord des Westens und würde jetzt viel um den Rat seines Vaters geben. `Was soll ich jetzt tun...´
Sesshoumaru seufzte, dann trat ein harter Ausdruck in seine Augen. Er hatte seinen Entschluss gefasst und er würde das auch durchziehen, selbst wenn es ihm noch so schwer fallen würde.
Er machte sich auf den Weg in sein Zimmer. Dabei war er so in Gedanken versunken, dass er wohl der Einzige war, der den empörten Aufschrei des Schlossherrn nicht hörte.
„WAS?!", fauchte eben dieser nämlich gerade. „ER HAT WAS?! WIE KANN ER-"
„Er hat sie adoptiert, Papa!" Kagome war extrem nervös angesichts des Balls heute Abend, und entsprechend ruppig herrschte sie ihren Vater an. „Sesshoumaru hat jedes Recht der Welt, Rin-chan zu verloben! Außerdem ist sie deswegen nicht unglücklich, sonst hätte Sesshoumaru schon einiges von mir zu hören bekommen. Aber da Rin und Kohaku sich lieben, gibt es keinen Grund zur Aufregung. Stimmt's, Mama?"
„Stimmt Schatz", antwortete Angesprochene aus dem begehbaren Kleiderschrank. Sie befanden sich zu diesem Zeitpunkt in Kagomes Zimmer, da sie dringend ihre Mutter brauchte, um sich für heute Abend passend zu kleiden. Sie hatten viele Kleider verworfen und waren dabei nicht mal bis zur Hälfte des riesigen Ankleidezimmers gekommen, als ihr Vater hereinkam. Kayan beschäftigte sich in der letzten Woche fast ausschließlich damit, seine Zeit zwischen den einzelnen Mitgliedern seiner Familie aufzuteilen und mit ihnen über Gott und die Welt sprechen. Ein beliebtes Thema von Sota war die Nachfolge, die er antreten musste; mit ihrer Mutter tauschte der Fürstsanfte Liebesgeständnisse aus; mit Rin besprach er alles, was das fröhliche Mädchen gerade bewegte und Kagome erzählte er viel über diese Zeit, während sie im Gegenzug von ihren Kämpfen gegen Naraku berichtete. Von dem kleinen Detail, dass seine jüngste Tochter verlobt war, hatte er allerdings scheinbar noch nichts mitbekommen.
„Wie wäre es mit dem hier?", fragte Nunumi jetzt ihre Tochter und hielt Kagome ein unglaublich schönes Kleid unter die Nase.
Oben war es weiß, während der Rock in einem dunklen Rot gehalten war. Der Übergang zwischen den beiden Farben erinnerte an Flammen. Es reichte etwa bis zur Mitte der Waden und um die Taille war ein schwarzer Stoffgürtel geschlungen.
„Perfekt!", strahlte Kagome. Ihre Eltern lächelten über diese Begeisterung nur. Aber ihr Vater war mit dem letzten Thema noch nicht ganz fertig, deshalb fragte er: „Warum bist du dir so sicher, dass sie ihn liebt? Vielleicht irrst du dich ja. Und selbst wenn nicht, könnte er-"
„Ich weiß es, weil ich die Göttin des Lichts bin", unterbrach eben jene den Fürsten. Ihre Augen blitzten gefährlich. „Ich spüre es so deutlich, wie du mich siehst. Und davon einmal abgesehen, wieso unterstellst du Kohaku schlechte Absichten? Das ist völlig ungerechtfertigt, schließlich kennst du ihn ja gar nicht. Dir passt es doch nur nicht, dass du mit der Verlobung nichts zu tun hattest, gib es zu."
Einen Moment lang wollte Kayan wiedersprechen, doch dann entschied er sich dagegen. Er erinnerte sich noch gut an den Sturkopf, den seine Tochter mit sechs Jahren gezeigt hatte, und offensichtlich hatte sich daran nichts geändert. Er schwieg. Seine Frau hingegen nutzte die Stille, um ihrerseits Fragen zu stellen.
„Was hältst du eigentlich von Sesshoumaru, Kagome?"
„Ähm...", stotterte die und lief rot an. „Ähm, also... also..."
„Kagome-chan", erklang eine Stimme von der Zimmertür her. „Hilfst du mir bitte beim Ankleiden?"
„Natürlich, Sango-chan", antwortete Kagome rasch und mit deutlicher Erleichterung. Sie nahm ihrer Mutter das Kleid ab, suchte noch schnell passende Schuhe und verschwand mit ihrer Freundin aus dem Zimmer.
„Was hat das denn schon wieder zu bedeuten?", wollte ihr Vater von seiner Frau wissen. Doch die kicherte nur und sah Kagome wissend hinterher, was nur dazu führte, dass der Fürst wieder begann, sich aufzuregen...
„Danke."
„Kein Problem" Sango lächelte vor sich hin. Wenn sich da keine Romanze anbahnte, wusste sie auch nicht weiter. `Und trotzdem... Sicher ist sicher!´
"Du liebst also Sesshoumaru", stellte sie fest.
Kagome errötete erneut, aber sie nickte. Sango kicherte, bevor sie meinte: „Na dann ist ja gut. Aber Hilfe beim Ankleiden könnte ich immer noch gebrauchen."
Am Abend stand Sesshoumaru mit den anderen Lords und ihren Familien in der Halle. Auch alle anderen Gäste waren anwesend, es fehlten nur noch die Taijiya und Kagome. Aufgrund seines Vorhabens war der DaiYoukai schon den ganzen Tag unaufmerksam, und so entgingen ihm die schmachtenden Blicke, die ihm die meisten weiblichen Anwesenden zuwarfen. Er hätte sie vermutlich eh nicht verstanden, schließlich trug er nur eine schlichte schwarze Hakama unter einem schneeweißen Kimono. Kein Grund zur Aufregung.
So wenig er die anderen Damen wahrnahm, so schnell bemerkte er, dass Kagome am oberen Ende der Treppe erschien. Es raubte ihm fast den Atem, wie sie da so elegant die Stufen herunter schwebte. Ihr Blick schweifte über die Menge und blieb an ihm hängen. Ein sanftes Lächeln zierte ihr Gesicht und ließ sie wie eine Göttin erscheinen.
Kagome erschien ihm wie ein wunderschöner Traum, der gerade Wirklichkeit wurde. Er wünschte sich so sehr, zu ihr zu gehören, sie in seinen Armen halten zu dürfen... Der stolze InuYoukai musste ein Seufzen unterdrücken und schloss kurz die Augen, um sich wieder zu sammeln. Seine Fantasie ging gerade mit ihm durch...
Aber es war schwer, sich zusammen zu reißen. Dieses Mädchen, diese Frau, verkörperte seine Hoffnung, die er nach dem Tod seiner Mutter verloren glaubte. Trotzdem hoffte er, dass sie seine Liebe erwidern würde, denn andernfalls... Er wollte nicht darüber nachdenken, was geschehen würde, wenn er seine Liebe an einen anderen verlor. Denn Kagome, dass war Sesshoumaru nur zu bewusste, war alles, was er brauchte. Er hätte es auch gewusste, wenn er nicht die Geschichten von den Dämonen kennen würde, die gegen ihr inneres Biest gekämpft hatten oder deren Liebe nicht erwidert worden war.
„Guten Abend, Sesshoumaru-sama."
„Guten Abend, Kagome-sama", gab der Youkai rasch zurück. Dabei atmete er diesen Duft ein, den er mit jedem Atemzug mehr liebte. Innerlich seufzte Sesshoumaru erneut. Es war ihm egal, ob ihn diese Liebe in den Wahnsinn treiben würde. Es war schon zu lange seine einzige Wahrheit, dass er dieses Mädchen liebte. Er war schon zu tief in diese Sache verwickelt. Selbst wenn er wollte könnte er nicht mehr ohne Kagome leben. So verrückt es auch schien, er war unwiderruflich von ihr abhängig geworden...
Langsam ließ Kagome ihren Blick über die Menge schweifen. Ein Lächeln schien sich wie von selbst auf ihre Lippen zu legen, als sie Sesshoumaru dort stehen sah. Er wartete, wie alle anderen, auf SIE. Ihr Magen kribbelte, als sie sich vorzustellen versuchte, dass er tatsächlich nur ihretwegen dort unten stand. Es gelang ihr nicht. Die Bedeutung dieses schlichten Wunsches war zu tiefreichend, als dass sie unbegründete Hoffnung hineinstecken würde.
Sie schritt gelassen auf ihre Eltern zu und begrüßte sie den Etiketten angemessen. Danach wandte sie sich Sesshoumaru zu und wünschte auch ihm einen guten Abend. Ihr war klar, welche Bedeutung es hatte, dass sie ihn gleich nach ihren Eltern willkommen hieß. Denn die hatten ihr immer wieder gesagt, dass derjenige, den sie zuerst begrüßen würde, zukünftig große Entscheidungsgewalt haben würde. Kagome hatte nicht darüber nachgedacht. Es war ihr egal.
Während des ganzen Balls schaffte es Sesshoumaru kaum, Kagome länger als ein paar Minuten aus den Augen zu lassen. Besonders schlimm war es, dass er zusehen musste, wie sie mit anderen tanzte. Es war kaum auszuhalten, fand Sesshoumaru zumindest. Er selbst tanzte nicht. Nur der, die er als seine Gefährtin erwählt hatte, würde diese Ehre zu Teil werden. Stattdessen unterhielt er sich mit Yun über politische Angelegenheiten, unter anderem ein Bündnis zwischen dem Süden und dem Westen. Beide waren von der Idee angetan, und so wurde beschlossen, dass der Vertrag bald ausgearbeitet werden sollte.
Als das derzeitige Lied gerade endete, entschuldigte sich Sesshoumaru allerdings, um zu Kagome zu gehen.
„Darf ich um den nächsten Tanz bitten?", fragte er charmant und sie nickte lächelnd. Das Herz des InuYoukais schlug automatisch schneller.
Die Melodie eines langsamen Walzers begann. Sesshoumaru schloss seine Herzensdame sanft in die Arme und sie bewegten sich in federleichten Kreisen durch die Halle. Sie blickten sich in die Augen und nahmen deshalb gar nicht wahr, dass außer ihnen niemand mehr tanzte und sämtliche Augenpaare auf sie gerichtet waren. Einige Blicke waren freundlich, wohlgesonnen oder hingerissen, andere feindselig oder eifersüchtig. Die Spannung war fast greifbar, doch das tanzende Paar war zu entrückt, um davon etwas zu bemerken.
Zu Sesshoumarus größtem Bedauern sollte es jedoch bei diesem einen Tanz bleiben, denn gleich darauf verwickelten ihn ein paar Adlige in ein Gespräch über Youkai und Mononoke. Der DaiYoukai verfluchte sie innerlich, schließlich wäre das der perfekte Moment gewesen...
Er spürte die Taijiya hinter seinem Rücken näher kommen, trotzdem war er überrascht, als sie ihm zuraunte: „Ich kümmere mich um sie, immerhin schulde ich euch noch etwas. Geht und sprecht mit Kagome."
Sesshoumaru nickte kaum merklich und entfernte sich schließlich unbemerkt von diesem Gespräch.
Kagome war zum Heulen zu Mute. Ständig forderte sie irgendein junger Adliger zum Tanzen auf, obwohl sie doch eigentlich nur mit Sesshoumaru tanzen wollte.. Aber immer ablehnen konnte sie auch nicht, das wäre unhöflich. Also fügte sie sich ihrem Schicksal, eine bessere Wahl hatte sie ja nicht.
Doch nach fast zwei Stunden wurde das Stoßgebet, das sie schon zu Beginn des Balls zum Himmel gesandt hatte, erhört. Sie spürte Sesshoumarus Youki hinter sich und im nächsten Moment fragte er charmant: „Darf ich um den nächsten Tanz bitten?" Sie nickte lächelnd, sie hätte weinen können vor Freude. Kagome vermied es möglichst, daran zu denken, wie tollpatschig sie sich wahrscheinlich anstellte, dass hätte sie nur in Panik versetzt. Das könnte sie jetzt gar nicht brauchen.
Ihre innere Ruhe kehrte erst zurück, als der Youkai seine Arme um sie schloss. Plötzlich fühlte sie sich so geborgen, sicher und beschützt. Die Göttin des Lichts fühlte sich in den Armen eines DaiYoukai sicher! Aber so sah Kagome das nicht. Sie wünschte sich, dass Sesshoumaru sie niemals loslassen würde…
Sie blickte in sein Gesicht und versank in diesem wunderschönen, goldenen Seelenspiegeln…
Die junge Göttin fragte sich, was sie hier draußen wollten. Natürlich hatte sie nicht nein gesagt, als Sesshoumaru sie fragte, ob sie ihn nach draußen begleiten wollte, wünschte sie sich doch, mit ihm allein zu sein. Aber sie wüsste schon gerne, was jetzt kommen würde…
Der InuYoukai, der bisher mit dem Rücken zu ihr gestanden hatte, drehte sich jetzt zu ihr um. Kagome sah, dass er seine Augen geschlossen hatte. Instinktiv benutzte sie ihre Fähigkeiten und spürte seine Aufgewühltheit.
`Was ist nur mit ihm los?´, fragte sie sich.
„Du willst sicher wissen, worüber ich mit dir sprechen wollte…", begann der DaiYoukai. Er schlug seine Augen auf und sein Blick hielt den ihren gefangen.
„Aishiteru, Kagome-chan", sagte er dann leise, aber deutlich. Sein Gesicht bewegte sich auf ihres zu. Kagomes Herz raste wie wild und sie spürte eine Horde Schmetterlinge in ihrem Magen herumflattern. Sie hoffte so sehr, dass er sie endlich küssen würde…
Und dann, kurz bevor sich ihre Lippen berührten, krachte es laut neben ihnen. Dort, in den Trümmern der Schlossmauer, stand...
Bitte seid so gut und hinterlasst mir ein Review.
Kisses, E*R
Some Piece of Random Information Nobody Needs: -
