Kapitel 13: Liebe, Lust, Leidenschaft, Hass und vieles mehr
Geduld war eine seiner größten Tugenden. Seit er das erste Mal ermordet wurde, hatte er gelernt geduldig zu sein. Viele Jahre hatte er allein das ein und ausgehen in der Akademie beobachtet bis 1958 ein kleines Mädchen seine Aufmerksamkeit auf sich zog. Die kleine Fiona war ein außergewöhnliches Mädchen und er hatte von Anfang an eine Verbindung zu ihr gespürt. Wenn er jemals eine Tochter gehabt hätte, dann hätte er sie sich genauso vorgestellt. Die Jahre vergingen und Fiona wurde erwachsen und verließ irgendwann die Akademie. Erst da bemerkte er, wie sehr er sie liebte. Die Einsamkeit breitete sich tief in ihm aus und ihm erschien alles so sinnlos. Jahr um Jahr verging und das Loch in seinem Herzen wurde immer größer, bis zu dem Tag an dem Fiona zurückkehrte. Er wollte nicht mehr warten, er wollte wieder frei sein und bei Fiona. Er wollte sie nicht länger nur im Stillen beobachten sondern sie in seinen Armen halten, sie berühren, sie spüren und sie vögeln bis sie das ganze Haus zusammen schrie. Er hatte die Schnauze voll davon, seine Erleichterung nur in seiner eigenen Hand zu finden. Und dann endlich war sein Ziel zum greifen nahe, als diese kleinen hinterhältigen Hexen ihn nach so vielen Jahren befreit hatten. Endlich konnte er bei Fiona sein und er wollte ihr alles geben was er hatte, er hätte für diese Frau die ganze Welt abgeschlachtet und doch hätte es nicht gereicht. Nie hätte es ihr gereicht, dessen wurde sich der Axtmann bewusst, als er eine Marionette von Fiona geworden war. Blind hatte er ihr vertraut und sie hatte ihn den Bestien zum Fraß vorgeworfen. Wieder wurde er von Hexen ermordet, doch dieses Mal war es anders, dieses Mal hatte er Vorkehrungen für seinen tot getroffen und war zuvor mit Papa Legba einen Deal eingegangen. Nie wieder würde er allein und einsam sein. Die Ewigkeit konnte wundervoll sein, wenn man sie mit einer Frau verbringen konnte die man liebte. Selbst wenn diese Frau das selbstsüchtigste Miststück aller Zeiten war. Es gab eine Zeit, da hatte er geglaubt, sie würde ihn wirklich lieben. Doch schnell musste der Axtmann feststellen, dass seine Seifenblase geplatzt war und er nichts weiter war, als eine weitere Spielfigur im Leben von Fiona Goode.
Sehnsüchtig wartete der Axtmann in seinem Himmel auf seine Belohnung von Papa Legba für die vielen Seelen die er ihn geopfert hatte. Das war der Deal, viele Seelen gegen eine Ewigkeit mit Fiona auf seiner Farm. Und dann endlich war es so weit, Fiona war gestorben. Jetzt würde das wahre Leben für ihn beginnen und er beschloss all das was zu Lebzeiten geschehen war zu vergessen und von vorn anzufangen. Er würde ihr sogar vergeben, dass sie wie ein Lamm zur Schlachtbank geführt hatte. Leider erwies sich das normale Leben mit Fiona als nicht so einfach wie erwartet. Es verging nie ein Tag, an dem ein Teil von ihm sie hätte umbringen wollen. Er wollte aus ihrer Hölle den Himmel machen und hätte alles für sie getan, was möglich war. Nein, er tat alles für sie was möglich war und doch hatte sie ihn wieder verraten und ihn allein zurück gelassen.
Es sollte das letzte Mal sein, dass sie ihn so behandeln würde. Er war mit einer unglaublichen Wut zu Miss Robichaux's Akademie gegangen und hatte sich vorgenommen, dieses Miststück sofort wieder in die Hölle zurück zu befördern aber als er sie sah, spürte er wieder diesen Zwiespalt in seinem Herzen. Er sollte sie hassen und es sollte ihn ein Vergnügen sein, sie in viele kleine Einzelteile zu zerlegen aber er konnte es einfach nicht. Die Seite in ihm, die Fiona hasste war nicht stark genug um gegen die zu bestehen, die sie liebte. Er beobachtete wie sie ihr Kleid auszog und stellte leise seine Axt in die Ecke. Er würde seine Pläne ändern müssen. Langsam trat er aus den Schatten und lächelte mit einem Grinsen, dass er Hölle selbst entsprungen war. Der Blick in Fionas Augen, als sie seine Stimme hörte, war eine Wohltat für seine Seele.
Fiona brauchte einen Moment um zu realisieren, was hier gerade geschah. Das war unmöglich! Wieso war er hier? Spielte ihr, ihr Verstand einen Streich? Fiona hatte geglaubt ihn nie mehr wieder zu sehen und nun war er hier, direkt vor ihr und noch dazu in ihrem Schlafzimmer. Ein winzig kleiner Teil in ihr, freute sich ihn wieder zu sehen. Der Teil von ihr, den sie steht's vor der Außenwelt versteckt hielt aus Angst verletzbar zu sein, den Teil den sie für schwach und sentimental hielt, den Teil der sie lieben ließ. Schnell schob sie diesen Teil von sich in die hinterste Ecke ihrer Seele und funkelte den Mann vor sich böse an.
„Was zur Hölle willst du hier?" sagte sie mit fester und drohender Stimme.
Immer noch grinsend, kam der Axtmann dichter und setzte sich auf ihr Bett.
„Hölle….hm, das ist ein wirklich gutes Stichwort Baby. Um ehrlich zu sein, wollte ich dich genau dorthin zurück bringen. Du gehörst hier nicht mehr her und du weißt es. Und selbst wenn ich dir dieses eine Jahr hier lassen würde, würdest du doch wieder in die Hölle kommen."
Ein sarkastisches Lachen hallte durch das dunkle Schlafzimmer und Fiona schüttelte verächtlich den Kopf „Du? Selbst wenn DU mir dieses Jahr lassen würdest? Was glaubst du eigentlich wer du bist? Sieh dich doch an….Gott, du bist ja so armselig. Jahrelang hast du nichts getan außer heimlich, still und leise in meinen Schlafzimmer herum zu schleichen. Selbst nachdem wir tot waren und ich dich wie ein Stück Dreck behandelt habe, was du übrigens auch bist, hast du nicht von mir abgelassen und jetzt? Ha, jetzt sitzt du wieder hier und rennst mir hinterher wie ein streunender Hund. Du bist so verdammt Mitleiderregend und ich kann deinen Anblick nicht mehr ertragen. Ich werde jetzt ins Bad gehen und wenn ich wieder komme, bist du verschwunden Freundchen." drohend zeigte sie mit den Finger auf den Axtmann und drehte sich um.
Hass, Hass, Hass ….. er verspürte so viel Hass für diese Frau und dennoch war es nicht genug um sie mit seiner Axt nieder zu streckten, egal wie sehr er es wollte. Er ballte die Hände zu Fäusten, als ihre verletzenden Worte sein Herz immer mehr in Stücke rissen.
‚Verfluchtes Miststück.'
Mit einem Satz sprang er vom Bett auf und war in Windeseile hinter Fiona, er war so schnell, dass sie keine Zeit hatte zu reagieren. Er packte sie grob an den Schultern, drehte sie zu sich herum und drückte sie mit aller Gewalt an die Wand, wobei ihr Kopf an den Türrahmen stieß. Ein Schmerzensschrei entkam Fiona, als sie das harte Holz an ihrem Hinterkopf spürte.
„Au…..du Arschloch…lass mich los oder ich bringe dich um." schrie sie und versuchte ihn wegzudrücken, doch sein Griff war so fest, dass Fiona das Gefühl hatte sie würde versuchen einen Felsen beiseite zu schieben.
„Das wirst du nicht und weißt du auch warum? Weil du gar nicht willst, dass ich verschwinde. Du willst mich bei dir haben, weil du mich liebst und das weiß ich."
Er versuchte ihr in die Augen zu schauen aber sie mied jede Art von Blickkontakt. Völlig unkontrolliert schüttelte sie den Kopf und versuchte noch immer sich zu befreien.
„Du Bastard sollst mich los lassen." schrie sie wieder und drückte ihren Körper gegen seinen.
„Wenn du das wirklich wolltest, dann hättest du längst einen Weg gefunden damit ich verschwinde. Los…..benutze deine Kräfte und schieß mich aus dem Fenster. Oder bring mich dazu mich selbst umzubringen, ich weiß das du das kannst. Oder schneide mir den Kopf ab wie damals diesem Monster und verschicke ihn Gott weiß wohin. Mach schon….. los…" seine Augen blickten sie gefährlich an, während er sie anschrie „Aber das wirst du nicht tun, weil du mich brauchst….ist es nicht so?" er packte sie an den Haaren und rissen ihren Kopf nach hinten, so dass sie ihn ansehen musste. Er presst seine Lippen hart auf ihre und drückte seinen Körper fest gegen ihren. Er zog fester an ihren Haaren, was Fiona vor Schmerz kurz aufschreien ließ und er nutze die Chance um ihr seine Zunge tief in den Mund zu schieben. Verdammte er liebte diese Frau so sehr.
Fiona spürte den festen Griff und das leichte brennen auf ihrer Kopfhaut, doch sie konnte nicht sagen, dass es unangenehm war. Ganz im Gegenteil sie genoss es in vollen Zügen.
Als er sich aus seinen Kuss zurückzog, blickte er Fiona ins Gesicht und sah ein freches und breites Grinsen. Sie blickte ihn an mit einem Ausdruck der verspielt und zur gleichen Zeit herab lassend war. Sie lachte leise, als sie begann zu sprechen „Das war bisher gar nicht so schlecht….vielleicht bist du doch nicht so eine Pussy wie ich die letzten Jahre dachte." Sie wusste sie würde ihn bis aufs Blut reizen aber genau das wollte sie und sie konnte seine Antwort kaum erwarten.
„Worauf du dich verlassen kannst." Knurrte er und stieß sie gegen die Kommode. Er packte sie von hinten und begann an ihren Hals zu saugen, während er hastig ihren BH öffnete.
Fiona stöhnte als sie seine großen Hände auf ihren nackten Brüsten spürte die sie mit viel Kraft massierten. Sie fühlte sich so lebendig wie schon lange nicht mehr und sie wollte sich noch viel viel lebendiger fühlen. Sie schob ihren Hintern nach hinten und rieb gegen seine Erektion, die sie durch seine Hose spüren konnte.
Ihre Bewegungen brachten ihn fast um den Verstand und er konnte nicht mehr warten, er wollte es jetzt und er wusste, dass wenn Fiona in dieser Stimmung war, dass sie es ebenso wollte. Er drückte sie mit einer Bewegung nach unten auf die Kommode und machte sich nicht die Mühe ihr Höschen auszuziehen. Er riss einfach den Stoff von ihren schönen runden Hintern und bewunderte für einen Moment die nackte Frau vor sich. Schnell öffnete er seine Hose und hielt seinen steifen Penis in der Hand. Ohne auch nur eine weitere Sekunde zu warten, stieß er in sie und entlockte ihr einen lauten Schrei der Lust. Er fühlte sich so verdammt groß in ihr an und so verdammt gut. Fiona krallte sich mit den Händen an der Tischkante fest, während er immer fester und schneller in sie stieß. Es war grob und rau und hatte nichts Liebevolles an sich, aber genau das war es, was beide jetzt wollten. Mit seinen Händen hielt er sie an der Hüfte fest und drückte hart zu. Wahrscheinlich würde sie morgen blaue Flecke haben, aber das war ihm egal. Immer wieder rammte er seine Hüfte gegen ihren Arsch und er konnte den Drang nicht widerstehen, mit der flachen Hand ihr zwei Mal auf ihren Hintern zu klatschen, was ein freudiges Stöhnen bei Fiona hervorrief. Er wurde immer schneller mit seinen Stößen und spürte dass er bald in ihr kommen würde. Vielleicht sollte es ihm egal sein, ob sie befriedigt war, aber das war es nicht. Er wollte dass sie so hart für ihn kommt, wie nie zuvor. Er wollte sie schreien hören und das nur für ihn. Er zog sie ein Stück nach hinten, sodass er um sie herum greifen konnte und begann mit festen Druck ihre Klitoris zu reiben. Mit jeden Stoß, rieb er fester und spürte nach nur kurzer Zeit, wie sie sich um ihn zusammen zog. Sie begann laut zu keuchen und zu stöhnen, als ein phänomenaler Orgasmus über sie hinweg fegte.
Er hörte sie ihr lautes lustvolles Stöhnen, als sie wie ein Vulkan für ihn kam und das schob auch ihn über den Rand. Mit einem animalischen Stöhnen und einigen letzten tiefen Stößen, kam er tief in ihr.
‚Verdammte Scheiße…..ich liebe sie so sehr.'
Beide atmeten noch schwer, als er seinen Penis aus ihr heraus zog und er sein verschwitztes Gesicht mit den Handrücken abwischte. Das war gut….zu gut und fast hätte er vergessen weshalb er gekommen war. Er trat einige Schritte zurück, zog seine Hosen hoch und knöpfte sie zu.
„Das war wirklich unglaublich gut Baby Doll aber ich werde dann mal verschwinden."
Fiona erhob sich langsam und blickte auf ihre geschundenen Beckenknochen die die ganze Zeit über mit der Kommode kollidierten. Ein zufriedenes Lächeln war auf ihrem Gesicht und sie fühlte sich unglaublich gut, jedenfalls bis sie seine Worte hörte. Sie drehte sich zu ihn um und sah, dass er schon wieder komplett angezogen war.
„Was soll denn das jetzt bitte?"
Der Axtmann ging zu der Ecke, in die er seine Axt gestellt hatte und zuckte mit den Schultern.
„Sagen wir, das war ein Abschiedsfick. Leb wohl Baby."
Mit diesen Worten verließ er ohne einen weiteren Blick auf Fiona das Zimmer und ließ sie schockiert allein zurück.
