Eigentlich war doch alles perfekt. Friede, Freude, Eierkuchen.
Wäre doch ein schönes Ende für eine Geschichte, doch wir wissen so einiges und das Schlimmste ist, dass es kein schönes Ende gab. Also kein Happy End. Das war doch allen klar. Doch wie kam es dazu?
Warum hatte Peter seine Freunde verraten? Warum hat sich unsre bzw. meine schlimmste Erwartung erfüllt? Ist Severus durch und durch böse? Was passiert den eigentlich mit Vany, April und Amanda? Wird Voldemort besiegt?
Fragen über Fragen, doch keine Antworten in Sicht. Also, zurück bei dem Punkt, wo ich beim letzten Kapitel aufgehört habe.
XxXxX
Lily war perplex, doch ihre Überraschung überwand sie schnell und erwiderte den Kuss leidenschaftlich.
Dass es zu Regen begann, bemerkten beide nicht, weil sie so in den Kuss vertieft waren der immer inniger wurde.
Lily schlang ihre Arme um seinen Hals und presste ihn nur noch mehr an sich. Nach längerer Zeit lösten sie sich atemlos von einander und lächelten sich verliebt an.
Lily strich sich eine nasse Strähne aus dem Gesicht und bemerkte erst jetzt, dass es schüttete. Es schien ihr aber nichts auszumachen und so verschloss sie James Mund wieder mit ihren Lippen.
XxXxX
„Lucius, mein Lieber, was ist mit dir?", fragte Vany und ließ von ihm ab. Sie befanden sich in Lucius Gemächer.
Da er Vertrauensschüler war, hatte er ein eigenes Zimmer. Lucius und Vany waren gerade in ein intimes Spiel verwickelt gewesen, als Lucius vor Schmerz zusammen zuckte.
Vany stand auf und streifte sich einen aus, teurer schwarzer Seide gemachten Morgenmantel. Sie betrachtete ihren Freund misstrauisch.
Er rieb sich den Oberarm. Seine schmalen bleichen Fingern streiften den Totenkopf auf seinem Oberarm.
„Er ruft mich. Der dunkle Lord, er ruft seine Diener", flüsterte Lucius rau.
XxXxX
„Ach, Sirius wo gehen wir hin?", meinte April nun schon zum x-ten Mal, da er sie durch dunkle und umbenannte Gänge schleppte.
„Wir sind gleich da, Süße", antwortete Sirius ruhig.
Sie waren am Ende eines Ganges angelangt und Sirius lief mit April an der Hand im Kreis umher.
„Was soll den das?", fragte April verwirrt.
Um sie zu beruhigen, gab ihr Sirius einen Kuss, denn April stürmisch erwiderte. Sirius drückte sie an eine Wand und sie konnte in ihrem Rücken eine Tür spüren. Dass die vorher nicht da war, vergaß sie völlig.
Der junge Mann drückte die Klinge hinunter und beide fielen in den Raum hinein. April knallte auf den Boden auf und Sirius landete auf ihr.
Beide richteten sich auf und merkten erst jetzt, wie schön der Raum war.
In der Mitte stand ein großes schwarzes Himmelbett. An den Wänden hingen verdunkelte Fackeln und auf der rechten Seite gab es einen Kamin.
Sirius half April auf und beide sahen sich den Raum genauer an. April schmunzelte und murmelte „Raum der Wünsche".
„Und was für einen Raum hast du dir gewünscht? Einen, in dem du mich verführen kannst?"
„Nein, überhaupt nicht, ich dachte eher an einen Raum, wo wir tiefgehende Gespräche führen könnten, doch leider ist statt einer Couch ein Bett erschienen", meinte Sirius scheinheilig.
„Oder würdest du doch etwa verführen lassen?"
„Nein. Du wirst derjenige sein, der verführt wird", flüsterte April mit erotischer Stimme.
Sie näherte sich ihm und zog seinen Körper zu ihr, bevor ihre Lippen verschmolzen.
XxXxX
Ein Wald. Eine Lichtung zwischen vielen großen und dichten Bäumen. Eine Lichtung, die den Namen Lichtung gar nicht verdiente da es genau so dunkel war wie im restlichen Wald.
Aus dem Nichts erschienen Leute mit schwarzen Umhängen und verdeckten Gesichtern.
Sie stellten sich alle in einem Kreis auf. Am Schluss apparierte eine Person in die Mitte des Kreises. Alle um ihn herum sanken zu Boden.
„Willkommen, meine Todesser. Erhebt euch", zischte der Dunkle Lord. Die Todesser taten wie befohlen.
„Der Grund für dieses Treffen ist, dass ICH einen neuen Anhänger haben. Es ist zwar noch nicht sehr zutraulich, aber er wird seine Treue schon noch beweisen und wenn dies nicht der Fall sein sollte, wissen wir, was mit ihm passieren wird. Er wird einen qualvollen Tod sterben. Doch dies tut jetzt nichts zur Sache", flüsterte Lord Voldemort.
Stille. Absolute Stille. Die Angst und Spannung drohte die Luft zu zerreißen.
„Pettigrew. Komm her." Eine Gestallt erschien in der Dunkelheit und bewegte sich langsam auf den gefürchteten Anführer der Todesser zu. „Du wirst jetzt meinen treuen Dienern folgen und das tun, was sie dir sagen."
„Ja, mein Lord. Danke Lord.", flüsterte Pettigrew, während er sich hinkniete und Voldemorts Umhang küsste.
Der Dunkle Lord stieß ihn weg und ging auf eine Person in seiner Nähe zu.
„Lucius, ich verlasse mich auf dich. Wenn er ihn nicht foltert und tötet, dann weißt du was zu tun ist", krächzte Voldemort.
„Ja, mein Lord.", erwiderte Malfoy und apparierte.
„Verschwindet, alle."
Das Nichts floss in die Dunkelheit. Die Lichtung war nun wieder verlassen. Nur das leise „schuhu" einer Eule war zu hören, die in den Nachthimmel zum Mond flog.
