Birth of a Phoenix

Kapitel 14: Akzeptieren

Am nächsten Morgen

Benjamin war seit dem Treffen mit Dumbledore sehr anhänglich gewesen. Sie nahmen zwar am Unterricht teil, aber Harry hatte große Konzentrationsprobleme, und obwohl mehrere Leh rer ihn aufforderten, mehr aufzupassen, so wurde es doch offensichtlich, das es keine Absicht war. Zugegebenermaßen wussten sie nicht, das er noch erschöpfter war, da er unter der Blut feder gelitten hatte, aber sie wussten das er sehr krank war, und es immer schlimmer wurde. Außerdem wussten sie, das er am Wochenende einen Herzinfarkt erlitten hatte, weshalb sie bei ihm etwas Nachsicht walten ließen.

Harry gelang es nur mit Mühe in ihren Schlafsaal zu gelangen, nach dem der Unterricht been det war, bevor er einschlief, und als Ben ihn wecken kam, sah es so aus, als er nicht aufwa chen wollte, aber Harry musste zur Strafarbeit und er wusste, das eine Weigerung nur noch mehr Probleme verursachen würde. Als Harry wieder in den Gemeinschaftsraum gestolpert kam, brach er beinahe zusammen und Damien und Ben trugen ihn zu Ben's Bett.

Harry erwachte am nächsten Morgen dadurch das sich Ben hinter ihm bewegte, wobei er Har ry's leicht bandagierte Hand fest hielt. Harry hörte, wie die anderen aufstanden, aber er selbst war schlicht zu erschöpft, selbst nachdem er so lange geschlafen hatte, um das warme Bett zu verlassen. So wollte er sterben, in den Armen von Ben. Harry schüttelte leicht den Kopf, denn er wusste zu gut, das er so nicht aufgeben durfte. Er richtete sich auf und öffnete die Vorhän ge von Ben's Bett. Ron zog sich gerade an und hob die Augenbraue, als er Harry sah. Nicht weil Harry sich nicht in seinem eigenen Bett befand, denn daran hatten die anderen Jungen sich mittlerweile gewöhnt, sondern ob des Zustands von Harry.

Ben brummte leicht und richtete sich auf. "Es sind noch zehn Minuten bis zum Frühstück." sagte Ron. "Alles in Ordnung?" fragte er nun Harry und deutete auf seine Hand.

"Wieviele Zeilen konntest du schreiben, bevor die Heilung endete?" fragte Ben.

"Zehn." murmelte Harry und entfernte die Bandage von seiner Hand. Er zuckte zusammen, als die Wunde erneut zu bluten begann. Er musste die selben Linien schreiben wie Ben, 'Ich darf nicht Lügen', und dieser Satz war ihm mittlerweile schlicht egal. Er hatte im Bezug auf seine Krankheit nie gelogen, aber genau das wollte Umbridge erreichen, das alle glaubten, das genau dies der Fall wäre. Das er seine Krankheit schlimmer darstellte, als sie wirklich wäre.

"Brauchst du Hilfe?" bot Ron nun an und Ben erhob sich.

"Ich schaffe das schon, Ron!" sagte Ben halb genervt.

"Ben." Harry ergriff seine Hand, bevor Ben sich bewegen konnte. "Er wollte nur helfen. Vie len Dank Ron, aber es wird schon gehen."

Ron nickte knapp und ging hinaus. Ben drehte sich zu Harry herum. "Ich möchte nicht das die Leute denken das du permanent Hilfe benötigst."

"Er ist dein bester Freund, Benji." sagte Harry lächelnd. "Gestatte ihm doch bitte seine Sorge."

Harry gelang es an diesem Morgen zu Duschen und sich selbst anzuziehen, aber Ben blieb trotzdem in der Nähe, was zur Folge hatte, das sie beinahe zu spät zum Unterricht erschienen. Die Hand von Harry war erneut bandagiert, aber diese war erneut mit Blut voll gesogen. Her mine hatte verlangt es sich ansehen zu dürfen und sich später darüber beschwert.

"Das nächste Mal nehme ich es auf meine Kappe, Harry. Du lässt es mich das nächste mal bit te ertragen." sagte Ben während sie sich zum Unterricht nieder ließen. "Bei mir heilt es we nigstens."

Harry reagierte aber nicht mehr, denn er wusste, das Ben in diesen Dingen sehr stur sein konnte.

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Freitag Abend

Am Mittwoch und Donnerstag Abend kehrte Harry wieder zu Umbridge zurück um die 20 Li nien zu schreiben. Am Mittwoch gelangen ihm nur noch sechs Linien, bevor die Heilung en dete und am Donnerstag waren es nur noch drei. Fawkes erschien jeden Tag zum Mittagessen, um den Schaden so gut es ging zu heilen, was auch meist gelang, aber Harry verpasste trotz dem jeden Tag das Frühstück, da er sehr lange benötigte um sich für den Tag vorzubereiten und in vielen Fällen kamen Ben und er zu Spät zum Unterricht, denn auf Grund der Tatsache das Harry sehr langsam war, kamen sie fast nie rechtzeitig zum Unterricht an. Der Freitag ver lief wie in einem Film vor Harry's Augen und bald sass er erneut mit zwei anderen Schülern im Raum und schrieb die Linien, nur das es dieses mal gar nicht mehr heilte und am Ende war Harry nicht mehr in der Lage seine Finger zu bewegen.

Er wusste, das nun die Sehnen geschädigt waren, aber er hoffte, das es Fawkes gelingen wür de, sie zu heilen. Umbridge entließ ihn, nachdem die Linien fertig waren und er ging in Rich tung des Gryffindorgemeinschaftsraums um sich schlafen zu legen und um den Rest des Wo chenendes nur mit Ben und Damien zu verbringen.

Er ging gerade die letzten Stufen zum siebten Stock hinauf, als ihm schwindlig wurde. Er hat te nur noch weiße Flecken vor den Augen und einen irrsinnigen Schmerz in der Schulter, nachdem er die gesamte Treppe in den sechsten Stock hinab gestürzt war.

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Er erwachte davon, das jemand vorsichtig seinen Kopf hielt und er stöhnte nun vor Schmer zen. Ben war hier und hielt seinen Kopf, während jemand etwas um seine Hand befestigte. Er verstand zwar kein Wort, aber Ben schrie etwas und wenige Minuten später spürte er, wie er gemeinsam mit seinem Bruder auf magische Weise angehoben wurde. Er wurde nun wieder ohnmächtig und als er wieder aufwachte, lag er im Krankenflügel und Damien starrte ihn von der Seite des Bettes her an.

Harry öffnete den Mund um etwas zu sagen, aber es gelang ihm nicht und die Schmerzen kehrten zurück. Er wusste nun, was ihn geweckt hatte. Er litt unter einem seiner kleineren Schmerzanfälle. Er griff nun nach Damien aber seine bandagierte Hand fiel von der Kante des Bettes, während er immer bleicher wurde. Damien sprang nun auf und ergriff vorsichtig seine Hand.

"Madam Pomfrey!" rief Damien nun mehrere Hände zogen ihn erneut auf das Bett zurück, während Ben's fast panisches Gesicht erschien.

"Harry?" rief Ben. Harry richtete sich auf, während der Schmerz durch seinen Körper raste und er presste seine Hand auf den Bauch. "Er hat einen Anfall."

Pomfrey erschien nun mit einer Phiole in der Hand und flößte sie ihm ein, aber sie half in kei ner Weise, und Harry's Mund stand in einem Schmerzensschrei offen. Er griff nach Ben aber Ben's Schmerzen waren genauso schlimm. Eine Person erschien nun und griff nach Ben, be vor er zusammensacken konnte. Es war ihr Vater. Das Bett bewegte sich erneut, als Damien darauf sprang und ihn auf seinen Schoss zog. Harry weinte nun vor Schmerzen und begann zu Zittern, als er schließlich nachließ.

"Es ist..." Ben schnappte nach Luft und richtete sich mit Hilfe ihres Vaters wieder auf und ging zum Bett, um seinen Bruder festhalten zu können. "Er war noch nie so heftig. Jedenfalls kein kleiner."

"Er ist zu schwach." sagte Pomfrey kopfschüttelnd. "Während der Woche hat er jedes mal einen schweren Blutverlust durch die Strafarbeiten und dazu ist er physisch völlig erschöpft."

"Was können sie für ihn tun?" fragte Dumbledore nun.

"FÜR IHN TUN!?" Schrie Pomfrey nun fast. "Für ihn tun? Professor Dumbledore, ich habe ihnen mehr als einmal gesagt, was er benötigt. Verschwinden sie sofort und besorgen sie es ihm, oder ich werde KÜNDIGEN!"

Harry öffnete die Augen und bemerkte, das er Damien ansah, der rot gefärbte Augen hatte und weinte. "Poppy, das ist doch etwas extrem, oder nicht?"

"Albus, ich habe einen Eid geschworen, Leben zu retten. Du reduzierst die Lebenserwartung des Jungen gerade auf drastischste Art und Weise. Ich habe dich beraten und regelrecht ange fleht. Ich muss mittlerweile davon ausgehen das es dir relativ egal ist, wie es ihm geht und sollte es so sein, werde ich es SOFORT dem Schulaufsichtsrat melden." sagte Poppy.

"Ich werde mein möglichstes Versuchen und einige Gefallen einfordern." sagte Dumbledore seufzend. "Ich denke aber nicht das es helfen wird, das wir auf seine Forderung nach Mug geldrogen eingehen, aber wenn es dich beruhigt...."

"Dieser Bastard." fluchte Ben.

"Ben..." sagte sein Vater mit ernster Stimme.

"Sei ruhig." sagte Ben nur direkt heraus.

"Dann geh, Albus." sagte Pomfrey. "Geh und besorge die Freigabe seiner Medikamente, so das St. Mungos sie uns liefern kann. Wenn du bis zum Abend nicht wieder hier bist, werde ich sie selbst besorgen und dir anschließend meine Kündigung übergeben."

Harry hörte nun, wie Dumbledore den Raum verließ und legte kurz darauf seinen Kopf auf den Bauch seines jüngeren Bruders, während Ben ihm sanft den Rücken rieb. "Ich möchte hier weg." flüsterte Harry. "Ich möchte hier weg."

"Wir können uns aber nicht zu Hause um dich kümmern, Harry." sagte sein Vater.

"In diesem Stadium, James, geht es nicht mehr um das Versorgen." sagte Pomfrey seufzend und Harry sah nun wieder auf und bemerkte, das nicht nur Madam Pomfrey und sein Vater hier waren, sondern auch seine Mutter.

"Was meinen sie damit?" fragte seine Mutter.

"Ich werde sterben." murmelte Harry.

"Liebling..." sagte seine Mutter seufzend und Harry zuckte zusammen.

"Nein..." sagte Harry traurig. "Und das sehr bald."

"Sag das bitte nicht!" sagte Ben fast wütend.

"Mr. Potter?" fragte Pomfrey nun. "Möchten sie, das ihre Brüder bei dieser Unterhaltung an wesend sind?"

Harry nickte. "Habe ich recht?"

"Ihr Körper ist in der letzten Woche über die Grenze hinaus belastet worden, bis zu der er es noch verkraftet hätte." Pomfrey wirkte nun sehr wütend. "Erst der Schaden durch die Einnah me von Aphet, deren Auswirkungen nicht heilen konnten und nun noch diese verdammte Blutfeder. Ihr Körper ist nicht mehr länger in der Lage, diese Dinge zu reparieren und auszu gleichen. Es tut mir so Leid."

Harry reagierte hier nicht mehr und versteckte sein Gesicht nur noch am Bauch von Damien. "Wie lange?" fragte Ben nun fast flüsternd.

"Ich gehe davon aus, das ihr Körper spätestens am Monatsende endgültig versagen wird." sag te Pomfrey mit sanfter Stimme. "Vielleicht noch eine Woche oder etwas länger, sollte der Professor die Medikamente bekommen. Es tut mir wirklich Leid, mein Junge."

"Kann denn gar nichts getan werden?" Seine Mutter weinte nun frei heraus und Harry sah ein völlig verzweifeltes Gesicht. Ihr schlimmster Albtraum wurde vor ihren Augen Wirklichkeit, und es gab nichts, was sie tun konnten.

"Machen sie ihm seine letzten Tage so angenehm wie möglich." sagte Pomfrey seufzend. "ich werde ihn auch vom Unterricht befreien. Ich schlage außerdem vor, das sie ihn mit nach Hau se nehmen."

"Möchtest du dies, Harry?" fragte sein Vater.

"Ich möchte..." begann Harry flüsternd.

"Mit uns zusammen." sagte Ben, der verzweifelt versuchte, in dieser Situation stark zu blei ben. "Wir werden bis zum bitteren Ende bei dir bleiben."

"Ja das möchte ich, solange Damy und Benji bei mir sind." sagte Harry nickend. "Ich möchte auch Cacia und Crissy wiedersehen."

"Können sie das Armband entfernen?" fragte Damien nun.

"Ich werde das mit dem Direktor klären." sagte Pomfrey.

"Es wird bis zum Ende des Tages entfernt sein!" sagte James. "Wir sind schließlich deine El tern."

"Das hättet ihr tun sollen, bevor..." begann Damien.

"Damy." sagte Harry. "Bitte nicht jetzt." sagte er.

Damien sackte nun zusammen als wenn ihm seine gesamte Energie entzogen worden wäre und drehte sich danach zu Harry um, an den er sich anlehnte, um zu vermeiden das man sah, wie schwach er war. Harry rieb ihm nun sanft den Rücken.

"Ben, geh bitte mit Damien und packt eure Sachen zusammen." James klang noch immer ge schockt, aber Harry sah ihn nicht an. "Ihr begleitet uns heute Abend nach Hause. Wir werden euch alle von der Schule beurlauben."

Damien umarmte Harry nun, und wollte ihn nicht mehr los lassen, aber Ben stand auf und ging um das Bett herum, bevor er Damien sanft empor zog und fest hielt, während er Harry sanft auf die Stirn küsste. Harry nickte ihm leicht zu und Ben und Damien verließen den Raum um ihren Freunden zu sagen, was geschah.

"Meine Schulter tut weh." sagte Harry zu Pomfrey.

"Du bist am oberen Ende der Treppe ohnmächtig geworden und bist knapp zwanzig Stufen nach unten gefallen." sagte Pomfrey sanft. "Die Bilder haben mich alarmiert, aber deine Brü der erreichten dich vor mir. Ich habe die Schulter wieder einrenken können, aber der Rest muss von selbst heilen."

"Was nicht geschehen wird." sagte Harry seufzend und legte sich wieder hin. Sein Vater über raschte ihn, als er vor trat und die Decke sanft nach Oben bis zu seinen Schultern zog. Harry sah ihn überrascht an, als auch seine Mutter neben ihn trat. "Was ist mit meiner Hand? Ich kann meine Finger nicht bewegen."

Pomfrey rieb sich nun die Nase. "Die Blutfeder hat bis zu den Sehnen hinab für schwere Schäden gesorgt, aber da dies noch immer als Strafe gilt, kann ich ohne den entsprechenden Zaubertrank, der erst am Montag fertig ist, etwas tun. Professor Snape arbeitet mit Hochdruck an dem Trank."

"Fawkes." sagte Harry nur, und ein Trillern erklang über dem Bett, bevor Fawkes herab geflo gen kam und neben Harry auf dem Bett landete. Harry musste mühsam ein Lachen unter drücken, da er nicht mehr die Energie dafür hatte. "Hallo Fawkes." sagte Harry. "Kannst du dies ein letztes Mal für mich heilen? Es wird das letzte Mal sein, ich verspreche es."

Seine Mutter weinte nun, da sie wusste, das diese Aussage im doppelten Sinne korrekt war. Sein Vater legte ihr den Arm um die Schultern und Harry fand keinen Grund dafür, ihr Leben noch schwerer zu machen, in dem er sich ihnen verweigerte.

Fawkes nickte leicht und Harry wünschte sich das er Fawkes so wie als Eridanus verstehen könnte. Harry versuchte nun die Bandage zu entfernen, aber er hatte nicht mehr die Energie dafür. Bevor Pomfrey allerdings reagieren konnte, nahm seine Mutter seine Hand und entfern te vorsichtig die blutige Bandage. Sie musste ihre Tränen mühsam unterdrücken, als sie die Schäden sah und Harry erkannte die mühsam unterdrückte Wut in den Augen seines Vaters. Fawkes lehnte sich vor und eine einzelne Träne fiel auf die Wunde. Harry fühlte sich etwas erleichtert und hatte etwas mehr Energie, während seine Hand ohne eine Narbe wieder ver heilte. Seine Finger schienen sich danach wie von alleine zu bewegen.

Fawkes beobachtete ihn noch kurz, bevor er wieder empor flog und verschwand. Harry be merkte, das seine Hand noch immer von seiner Mutter gehalten wurde und sie schien es eben falls zu bemerken und zog sich zurück. Harry drehte nun den Kopf zu seinen Eltern, während seine Augen sich immer mehr schlossen. Er bewegte seine Hand auf sie zu und seine Mutter erkannte die Bitte, weshalb sie diese wieder ergriff. Sie zog sich nun einen Stuhl heran und setzte sich neben das Bett. Sie küsste erneut seine Hand und Harry musste nun doch etwas lä cheln, während er einschlief.

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Gemeinschaftsraum von Gryffindor

"Was ist los?" fragte Hermine als Damien und Ben den Raum eine knappe Stunde nach dem Frühstück betraten. Es waren viele Schüler noch anwesend.

"Wir verschwinden." sagte Ben, laut genug, damit alle ihn verstanden. Er war derzeit einfach auf alles wütend und nur Damien der ihn am Arm hielt, verhinderte, das er es laut hinaus schrie.

"Geht es ihm gut?" fragte Ron.

Ben zuckte zusammen und Damien drehte sich leicht zur Seite. Hier schnappten alle nach Luft, als Damien zusammen brach. Ben sah zu seinen Freunden und schüttelte den Kopf. "Er ist zwar wieder wach, aber es war zu viel für ihn." sagte Ben leise und doch hörten es alle. "Er ist immer schwächer geworden, aber die Strafarbeiten haben ihm den Rest gegeben, und er hat nun keine Lebenskraft mehr."

"Wie lange noch?" fragte Hermine geschockt, und zuckte bei ihrer Frage zusammen.

"Maximal eine Woche." Ben's Tränen nahmen nun überhand und er bemerkte, wie Hermine ihn in den Arm nahm, aber er konnte seinen jüngeren Bruder einfach nicht los lassen. "Viel leicht auch etwas länger."

"Es tut mir so Leid, Ben. Damien." sagte Hermine als sie sich wieder aufrichtete. Alle hörten ihnen jetzt zu aber keiner sagte etwas und alle waren geschockt. Harry war ein sehr freundli cher und umgänglicher Junge gewesen, dessen Sterben alle mitverfolgen konnten.

"Ich weiss nicht, ob wir zurück kehren werden, Hermine. Es tut mir Leid." sagte Ben. "Mum und Dad möchten uns jetzt zu Hause haben. Und..."

"Und..." sagte Hermine sanft.

"Es ist dieser Ort der ihn getötet hat, Hermine." sagte Ben. Es störte ihn nicht, das er vor über dreißig Leuten weinte. "Dieser Ort, Dumbledore, Umbridge. Sie alle. Er hatte noch viel Zeit und sie haben sie ihm gewollt genommen. Uns allen."

"Ben..." Damien zog den Kopf zurück. Er wirkte wirklich krank. "Hör bitte auf. Nicht jetzt."

Ben umarmte ihn nun fester. "Entschuldige." Ben sah sich nun um. Hermine und Ron standen ihnen am nächsten, während Fred, George und Ginny etwas weiter hinter ihnen standen und sehr aufgeregt wirkten, insbesondere die Zwillinge, denen es trotz aller Versuche nicht gelun gen war, das Armband zu entfernen. Aber es war Ben, der Harry's Bitte entsprochen hatte und Dumbledore nichts von Eridanus erzählt hatte.

"Ryan, Andy?" sagte Ben zu Damien's Zimmerkameraden. "Könntet ihr bitte mit Damien hin auf gehen und ihm beim Packen helfen?"

"Natürlich." sagte Andy und trat vor. Damien folgte ihnen nun zögernd hinauf.

"Du gehst wirklich fort?" fragte Neville.

"Ich sollte jetzt bei Harry sein." sagte Ben zu Neville wobei er wusste, das es nicht dessen Fehler war. "Er sollte nicht..."

"Es ist in Ordnung." sagte Hermine. "Wir verstehen das."

Ben packte so schnell wie möglich seine Dinge zusammen, da er so schnell wie möglich wie der zu Harry wollte und dann von hier verschwinden wollte, und so dauerte es nicht lange, bis sein Koffer und der von Harry gepackt und verkleinert waren. Er betrat nun wieder den Ge meinschaftsraum und bemerkte, das die meisten Schüler fort waren und ging davon aus das der Rest der Schule bald erfahren würde, was geschehen war. "Hermine?" sagte Ben und sah zu Damien, der zwischen seinen Freunden seinem Koffer sass. Er richtete fast unachtsam sei nen Zauberstab auf Damien's Koffer und verkleinerte diesen, bevor dieser zu Ben herüber flog. "Könntest du bitte bald zur Eulerei hinüber gehen und Hedwig und Thor sagen, das wir nach Hause fahren? Ich möchte wieder zu Harry zurück."

"Natürlich." sagte Hermine.

"Wir gehen jetzt besser." sagte Fred hinter ihnen.

"Es tut uns Leid." sagte George zu Ben. Ben sah nur auf seine Füße, sagte aber nichts weiter. Er richtete sich wieder auf und ging zu Damien hinüber, dem er auf half. Er wollte nicht er neut zusammen brechen. Er musste für Damien und Harry stark bleiben. Aber auch für Acacia und Crisanta. Zumindest, bis Harry starb, aber Ben wusste nicht, ob man ihn je wieder würde beruhigen können und auch nicht ob man ihm und seinen Geschwistern würde helfen können.

Ben und Damien gingen durch die Schule zum Krankenflügel zurück, und kurz vor ihrem Ziel trat eine Person aus einem Seitengang. "Seht einmal, wen wir hier haben!" sagte Draco la chend und die vier Slytherins lachten ebenfalls.

"Nicht heute, Malfoy." sagte Ben, obwohl er immer wütender wurde. Die war die Person die dafür gesorgt hatte, das Harry permanent Strafarbeiten bekam. Er wusste, das Harry nicht mehr viel Zeit hatte, nachdem er zu Aphet greifen musste, aber Malfoy hatte noch einmal drastisch reduziert.

"Also stimmt es, der kleine Zwilling der Potters verschwindet endlich?" sagte Malfoy la chend. "ENDLICH, dann wird hier endlich wieder frische Luft herrschen."

Ben schnaubte nur wütend und griff nach seinem Zauberstab. Damien war allerdings genauso schnell und beide Zauberstäbe waren nun auf Malfoy gerichtet, der genau dies hatte provozie ren wollen und der Rest der Slytherins reagierte entsprechend. Aber sie waren nicht alleine. Vier weitere Schüler standen nahe dem Haupteingang und weitere kamen die Treppen herun ter. Es wurden immer mehr.

"Nicht. Heute. Malfoy!" sagte Ben wütend.

Malfoy lachte nur. "Nun, wenigstens passiert dieses Jahr etwas, das es mir wert macht, hier her zu kommen."

Damien reichte es nun und der Fluch, der aus seinem Zauberstab kam, flog durch die Luft. Er verbreiterte sich während des Fluges und prallte von dem schwachen Schild ab, das Malfoy errichtet hatte. Ben trat nun vor Damien, während die anderen Slytherins reagierten und er ab sorbierte dank seines Kerns die Zauber. Er tat es fast schon instinktiv. Ein Strahl erschien nun und zerfetzte den Schild von Malfoy und ließ alle fünf Beteiligten und einige Zuschauer durch die Luft fliegen.

"Potter!" erklang nun Umbridge's Stimme in der Nähe. "Das ist das letzte..."

"HALTEN SIE EINFACH DEN MUND!" rief Ben nur.

"Potter!" Rief sie. "Lernen sie endlich mich zu respektieren..."

"Ich muss sie überhaupt nicht respektieren sie miese Kröte! Sie haben ihn ermordet!" rief Ben. "Sie haben ihn ermordet!"

"Ben, verschwinden wir einfach von hier!" sagte Damien. Ben zitterte zwar heftig, aber er ließ es zu, das Damien ihn in einen der Flure zur Krankenstation führte, während Umbridge ihnen alle möglichen Drohungen nach rief. Ben brach allerdings nach dem Eintreten auf dem Boden zusammen. Damien umarmte ihn, bevor er sich umsah. Er sah zu dem Platz wo seine Mutter neben dem Bett von Harry sass. Sie hielt die Hand seines Bruders.

Sein Vater kam herüber gelaufen und half Damien dabei, seinen Bruder auf den Stuhl neben Harry's Bett zu setzen. "Was ist passiert?" fragte Pomfrey, und kam dabei aus ihrem Büro und sah nun Ben und Damien.

"Malfoy." sagte Damien nur, bevor er sich wieder an das Bett von Harry setzte. "Mum? Das ist keine so gute Idee." sagte er und deutete auf ihre Hand.

"Harry nahm ihre Hand." sagte sein Vater. "Kurz bevor er einschlief."

Ben fuhr sich über die Augen und sah seinen Zwillingsbruder an. "Harry hasst es, auf euch wütend zu sein." sagte Ben, bevor er sich im Stuhl umdrehte und die Arme auf das Bett legte. "Er ist jetzt einfach zu erschöpft dafür."

"Von jetzt an zählen nur noch wir sieben." sagte sein Vater. "Alles andere ist unwichtig!"

Pomfrey trat nun an Ben's Seite und legte drei Plastikstreifen neben ihn. "Der Schulrat hat nicht zugestimmt, aber da ihr so oder so abreisen werdet, habe ich sie übergangen. Der Direk tor hat es leider erfolglos versucht und dieses Mal hat er es wirklich versucht."

"Dumbledore hat Harry getötet." flüsterte Ben. "Er und Umbridge. Sie haben ihn solange misshandelt, bis..."

Damien sprang auf und hob Ben vom Bett herunter, bevor er ihn umarmte. Er gab beruhigen de Geräusche von sich, während er ihn zu beruhigen versuchte. "Für diese Sorgen ist es jetzt zu spät, Benji." sagte Damien leise, als wenn Harry sie hören könnte. „Und Harry wird sich nicht in seiner kurzen, verbliebenen Zeit daran erinnern wollen."

"Ja." sagte Ben und nickte.

"Bitte keine Wutausbrüche mehr, ja?" fragte Damien. "Es ist sehr hart dich so zu sehen."

Ben nickte und ließ den Kopf hängen, während Damien ihn erneut umarmte. "Ich möchte nicht, das er geht, Damy." sagte Ben nun und den drei Erwachsenen zerriss es das Herz als sie dies hörten. "Ich brauche ihn doch."

"Ich weiss." flüsterte Damien.

"Ich werde immer bei euch sein." erklang Harry's Stimme leise vom Bett her. Damien stand schnell wieder auf, gefolgt von Ben und lehnte sich vor. Harry griff nach oben und seine linke Hand wurde von etwas zurück gehalten. Er sah hinab und dann zu seiner Mutter. Sie war so in Gedanken versunken, das sie es nicht bemerkt hatte und lies sie nun los, bevor sie nach seiner rechten Hand griff. Er legte nun seine linke Handfläche auf Ben's Herz. "Dort drinnen, in Ordnung?"

Ben weinte erneut und seine Tränen liefen Harry's Nacken entlang. "In Ordnung." sagte Ben und setzte sich auf die Bettkante, bevor er sich hinab lehnte und Harry umarmte.

"Mum, Dad, wann können wir los?" fragte Damien.

"Jetzt." sagte sein Vater.

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Zwei Stunden später

Harry hielt sich an Ben fest, während sie mit dem Portschlüssel reisten, den ihre Mutter vor bereitet hatte, während der Rest der Familie per Flohnetzwerk reiste. Harry war mit Sicherheit nicht in der Lage, auf diese Weise zu reisen und der Portschlüssel war der weniger traumatische Weg der Reise. Beide landeten am Boden aber Ben gelang es, sie aufrecht zu halten, selbst als Harry zusammen sackte, so das Ben das gesamte Gewicht tragen musste.

"Benji!" rief Acacia.

"Harry!" rief Crisanta im selben Moment. Ein Kichern erklang im Hintergrund und Ben be wegte Harry so, das er sich bei ihm abstützen konnte und trotzdem Crisanta umarmen konnte. Acacia umarmte nun Ben bevor sie los ließ, so dass Ben Harry auf das Bett helfen konnte. Acacia sprang nun auf und setzte sich links neben ihn, während Crisanta sich links neben ihn setzte.

Ben kniete sich nieder und ergriff die Hände der beiden. "Hört mir bitte beide zu." sagte Ben. "Ihr müsst bitte bei Harry äußerst vorsichtig sein. Springt ihn bitte nicht an oder rennt auf ihn zu, in Ordnung?"

"Können wir dich trotzdem umarmen?" fragte Crisanta.

"Natürlich könnt ihr das." sagte Harry und umarmte beide. Beide lehnten sich nun an ihn.

"Ist deine Krankheit schlimmer geworden?" fragte Acacia.

"Ja meine Prinzessin." sagte Harry und sah kurz weg, um die Tränen weg zublinzeln. Sie wa ren noch jung, würden in sechs Monaten in Hogwarts eingeschult, aber sie waren nun einmal seine kleinen Schwestern und ihnen zu erklären, das er sterben würde, war fast zu viel für ihn. Er schluchzte bevor er sich zwang wieder hinab zu schauen. Er legte den Kopf auf den von Crisanta und umarmte beide, während Damien im Kamin. "Wir sind nach Hause gekommen um euch wieder zusehen."

Seine Eltern erschienen nun im Kamin und lächelten bei dem Anblick. Damien sah ebenfalls mit Tränen in den Augen zu. Acacia umarmte ihn nun fester und Harry legte nun seinen Kopf auf ihren Haarschopf. "Wirst du wieder fort gehen?" fragte Acacia.

"Kannst du nicht dieses mal bei uns bleiben? Wir werden auch artig sein, das versprechen wir." sagte Crisanta.

"Oh mein Gott." sagte Harry traurig, bevor er sich aufrichtete und sich abwandte. Er konnte es nicht tun. Er konnte sie nicht anlügen aber er konnte ihnen auch nicht sagen, das er sterben würde. Er konnte es ihnen einfach nicht antun. "Benji, ich kann das nicht." flüsterte er und sah seinen Bruder an. Remus war ebenfalls hier, er stand etwas weiter hinten im Raum. Er hatte sich vermutlich um die Mädchen gekümmert, solange seine Eltern in der Schule waren.

"Mädchen geht euch bitte die Hände waschen." sagte Remus, der ihm damit die Bitte abnahm. Er ging hinüber und beide Mädchen sprangen auf und umarmten Remus während des hinaus gehens. Harry lies sich in den Stuhl fallen und Ben setzte sich ebenfalls. Harry legte sich da nach flach hin und legte den Kopf auf Ben's Schoss, bevor er sich umdrehte, und leise weinte.

"Ich kann es ihnen einfach nicht sagen." sagte Harry traurig. Er spürte nun junge Hände auf seinem Rücken und wusste, das Damien ihm den Rücken rieb.

"Ich werde heute Abend mit ihnen sprechen." sagte ihre Mutter. "Ich verstehe es, Harry. Der Gedanke es ihnen zu sagen..."

Harry nickte und hielt sich verzweifelt an seinem Bruder fest. "Könnt ihr uns kurz alleine las sen?" fragte Ben seine Eltern, die nickten und leise hinaus gingen. Harry spürte nun wie Hän de durch sein Haar fuhren und er drehte sich um und sah zu ihnen hinauf. "Kannst du dich verwandeln?" fragte Ben und in seiner Stimme klang etwas Hoffnung mit.

"Ich habe es versucht, sobald Dumbledore das Armband entfernte." flüsterte Harry traurig. Er wäre beinahe endgültig zusammen gebrochen, als er es versuchte und es nicht gelang. "Ich habe nicht mehr die Stärke die Verwandlung in Eri zu schaffen. Mein Körper ist zu sehr ge schwächt. Eine normale Form wäre vielleicht noch möglich gewesen, aber keine magische. Es tut mir so Leid, Benji. Damy."

"Nein." sagte Damien und umarmte ihn. "Es muss dir nicht Leid tun. Du bist wieder zurück gekehrt. Du hast uns das schönste Geschenk gemacht das wir uns je im Leben hätten wün schen können."

Als Damien sich wieder aufsetzte, hob Harry die Hand und legte sie auf seinen Nacken. "Ich bin so froh dich wieder zusehen, Damy." sagte Harry. "Selbst wenn es nur so kurz ist." Dami en begann nun zu weinen. "Ich habe euch alle aufwachsen sehen." Harry hielt nun Inne, und die Tränen liefen seine Wangen hin auf das Genick von Damien. Er sah nun zu Ben der das Gesicht auf das Sofa gelegt hatte. Harry hob nun die Hand und zog seinen Kopf wieder zu sich heran. "Ich bereue es nicht, Benji." sagte Harry. "Ich wusste schon immer, das du hier warst, aber dich wiederzusehen, bedeutete alles für mich. Damit hatte ich wieder einen Sinn im Leben. Aber es ist mein Ernst, für euch beide mag ich fort sein, aber ich werde euch nie wirklich verlassen. Ich werde über euch wachen, egal wo ich landen werde, und ich werde im mer in euren Träumen und Herzen bleiben, in Ordnung?"

Ben schien dem Zusammenbruch nahe. Er nickte und streichelte sanft das Haar von Harry. "Ich bin froh, das du wieder hier bist, Harry." sagte Ben. "Du hast all die Dinge für mich er träglich gemacht und das Wissen das du über uns wachen wirst, macht es für mich etwas ein facher. Sei es um des Schutzes von Damy, Crissy und Cacia willen. Ich verspreche dir, das ich für dich auf alle acht geben werde."

"Und ich werde für dich auf Ben aufpassen." sagte Damien und legte seinen Kopf auf Harry's Bauch. "Wir werden einander haben, selbst wenn wir dich verlieren sollten. Wir werden ein ander hier durch helfen."

Nun reichte es Ben, und er brach seitlich auf dem Sofa zusammen, während Harry von seinem Schoss rutschte. Harry legte sich vor Ben, während Damien am anderen Ende sass und beide Köpfe auf seinen Schoss gelegt hatte. Ben war nicht zu beruhigen, er weinte und schniefte, murmelte immer wieder das Harry nicht sterben durfte, und das er sich nicht so einsam ohne ihn fühlen wollte. Damien und Harry blieben einzig für Ben so stark denn sie wussten, das er diese Dinge verarbeiten musste.

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Am nächsten Tag

Mit Hilfe ihrer Eltern, Remus und des neu hinzugekommenen Sirius gelang es ihnen, Acacia und Crisanta für den Rest des Tages abzulenken, so dass Ben, Damien und Harry sich in ihren Räumen einrichten konnten, ohne das die Schwestern sie ablenkten. Ihr Vater hatte ihnen ihr Essen und etwas Suppe für Harry herauf gebracht, denn sie hatten ihm erklärt, das Harry nichts anderes mehr vertrug.

Die drei schliefen in Ben's Bett, da sie einander nicht alleine lassen wollten, und Harry störte es nicht wirklich, nachdem er so lange in Hogwarts gewesen war. Harry, der noch immer sehr erschöpft war, erwachte als erstes, aber auch nur, weil ihre Mutter eintrat, denn sie hatten nicht abgeschlossen. Ben und Damien waren zu müde um wachzuwerden und sie war wirk lich leise, als sie das Frühstück neben das Bett stellte. Sie ging nun zu den dreien hinüber und bemerkte, das Harry sie im Licht der aufgehenden Sonne beobachtete.

"Ich bin überrascht, das du wach bist." sagte sie sanft. "Wie geht es dir?"

Harry schüttelte leicht den Kopf, da er ihr nicht sagen wollte, das es ihm genauso ging wie gestern. "Hast du schon mit Cacia und Crissy gesprochen?" fragte er nun.

"Ja." Sie sah nun sehr nachdenklich aus. "Sie verstehen was geschehen wird."

"Sind sie schon wach?" fragte Harry nun.

"Das sind sie meist um diese Uhrzeit. Sie möchten dich auch gerne sehen." sagte sie. "Ich bin mir aber nicht sicher..."

"Ich möchte so viel Zeit wie möglich mit ihnen verbringen. Bitte?" fragte Harry, der sich nicht länger mit seinen Eltern streiten wollte.

"Ich schicke sie dann herein, in Ordnung?" fragte sie. "Sie wissen das sie vorsichtig sein müs sen."

Harry nickte lächelnd und seine Mutter lehnte sich leicht vor, vermutlich um ihn ähnlich wie bei Ben und Damien leicht auf die Stirn zu küssen, hielt sich dann aber damit zurück. Harry hustete leicht, nahm dann aber seine Hand unter Ben her hervor und griff nach ihr. Sie lächel te leicht, als er ihr es gestattete und küsste ihn nun sanft auf die Stirn. Als sie gegangen war, sah Harry zu Ben und bemerkte das dieser Harry überrascht ansah. "Ich kann ihnen einfach im Moment nicht wirklich weh tun." sagte Harry sanft.

"Das weiss ich, kleiner Bruder." sagte Ben. "Ich kann ihnen auch im Moment einfach nicht wütend sein. Das ist es im Moment einfach nicht wert."

"Cacia und Crissy kommen gleich herauf." sagte Harry. "Mum hat es ihnen gestern gesagt."

"Ich wecke dann besser Damien." sagte Ben.

"Damien ist schon wach." murmelte Damien, bevor er Harry umarmte und sich an ihn lehnte. In dem Moment öffnete sich die Tür und ihre Schwestern kamen herein, bemerkten aber rechtzeitig das sie sich besser ruhig verhielten.

"Können wir auch mit auf das Bett?" fragte Crisanta vorsichtig. Harry zuckte leicht zusam men als er sah, das sie sich selbst überzeugen wollte.

"Kein Problem, meine Prinzessinnen." sagte Harry ohne sich aufzurichten. Damien und Ben bewegten sich nun leicht und halfen den beiden zehnjährigen vorsichtig unter die Bettdecke.

"Mum sagte, das du..." murmelte Acacia bevor sie Harry vorsichtig umarmte. "Wir wollen nicht das du gehst." sagte sie mit trauriger Stimme. Harry bemerkte ihre Tränen und ihm selbst liefen seine die Wangen herab. Er umarmte nun auch Crisanta.

"Es tut mir so Leid meine Prinzessinnen." sagte Harry sanft. "Aber ich bin jetzt schon so lan ge schwer krank. Ich bin einfach nur froh, das ich euch in diesem Alter treffen durfte, denn nun weiss ich, wie hübsch und stark ihr beiden seid. Ihr könnt mir so den Gefallen tun und für mich auf Damien und Benjamin acht geben. Werdet ihr das für mich tun wenn ich fort bin? Gebt auf einander acht. Nur ihr vier?"

Während dieser Worte sah er auch zu Damien und Ben und beide sahen nun zu Harry. "Das versprechen wir dir." sagten die Mädchen gemeinsam. "Wir sind auch froh, das wir dich Ken nenlernen durften, großer Bruder." Harry umarmte sie nun fester. "Du bist genau so wie Benji uns immer erzählte."

"Ich liebe euch alle so sehr." flüsterte Harry.

"Wir lieben dich auch." sagten die Mädchen erneut gemeinsam und küssten ihn sanft auf die Wangen. Harry küsste nun beide auf die Stirn.

"Habt ihr schon gefrühstückt?" fragte Ben nun und hob Acacia auf seinen Schoss. Damien stand nun auf und ging zum Frühstückstablett. Beide schüttelten den Kopf.

"Hier ist genug für uns alle." sagte Damien bevor er das Tablett anhob. Harry hatte etwas mühe, aber es gelang ihm, sich aufzurichten und Crisanta half ihm dabei die Kissen entspre chend zu platzieren. Damien stellte das Tablett auf Harry's Schoss und schob Harry die Schüssel mit etwas Suppe und einem Löffel hin. Harry war nicht wirklich hungrig, aber solan ge seine Schwestern hier waren, wusste er, das er essen musste. Mehr um ihretwillen als um seiner selbst willen.

"Bleibst du heute im Bett?" fragte Crisanta und aß ein Stück Pfannkuchen.

"Ich werde wohl später noch aufstehen, Crissy." sagte Harry. "Aber die meiste Zeit werde ich wohl im Bett bleiben, aber ihr könnt mich zu jeder Tages- und Nachtzeit besuchen. Das ver spreche ich euch. Wir werden die Tür mit Sicherheit nicht verschließen."

Harry sah nun zu Ben. Sie hatten nie darüber gesprochen, aber Ben wollte sicherstellen, das dieser in seinem Bett starb. Es war kein schöner Gedanke, aber hatte gerade über diese Dinge nachzudenken, da er nur noch so wenig Zeit hatte. Er würde zum Beispiel mit seinen Eltern über die Beerdigung und die damit zusammenhängenden Dinge sprechen müssen.

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Ein paar Tage später

Harry hatte am nächsten Morgen versucht alleine zu duschen, aber am Ende gab er doch auf und ließ es zu, das Ben ihm half. Eigentlich sollte es ihm peinlich sein, aber Ben musste es ge stattet werden ihm zu helfen, denn sonst würde Ben fast wahnsinnig werden und Harry wollte seine letzten Tage nicht damit verbringen, ohne Körperpflege im Bett zu liegen. Er hatten den vorherigen Tag auf dem Balkon verbracht und wusste, das es viele Besucher im Haus gab, die sich auch auf ihn bezogen, aber keiner von ihnen kam in die Nähe der Geschwister. An die sem Tag allerdings wollte Harry den Raum verlassen und Ben und Damien brachten ihn in das Wohnzimmer. Entweder Ben, Damien, Acacia oder Crisanta hielten ihn zu irgend einem Zeitpunkt fest, aber Harry beschwerte sich nicht und ihm gefiel dieser Kontakt. Er ließ es so gar zu, das seine Eltern ihn vorsichtig umarmten, und er unterhielt sich sogar einige Zeit lang mit Remus, der bei Damien sass. Beide unterhielten sich meist über Damien, dessen Pate Re mus ja auch war.

Remus und seine Eltern, sowie zu einem gewissen Grad auch Sirius, baten Harry nie um Ver gebung, aber Harry wollte auch nicht, das seine Familie auch nach seinem Tod derart zerris sen wurde. Wenn Ben, Damien und die Mädchen den Krieg heil überstehen sollten, so brauchten sie ihre Eltern. Harry nahm den Erwachsenen das Versprechen ab, sicherzustellen, das Ben und Damien wie Erwachsene behandelt würden, da beide vermutlich in kürze eine der schlimmsten Erfahrungen ihres Lebens machen würden, und wenn sie damit klar kamen würden sie auch mit dem Krieg klar kommen. Die vier weinten, aber sie versprachen es Harry ohne zu zögern.

Sein bevorstehender Tod war immer allen im Hinterkopf und Harry war immer im Mittel punkt des Geschehens, selbst wenn Leute die versuchten es zu vermeiden. Ben und Damien befanden sich immer in seiner Nähe und die Mädchen wollten immer wieder mit ihm etwas unternehmen. Das Ereignis wurde aber erst wirklich offensichtlich, als die Zeitungen drei Tage nach ihrer Heimkehr eintrafen. Die Montagsausgabe hatte bereits die massive Ver schlechterung von Harry's Gesundheit bekannt gegeben und das James und Lily Potter ihre drei Söhne von der Schule hatten beurlauben lassen und unbefristeten Urlaub genommen hat ten.

Die Dienstagsausgabe hingegen berichtete über eine ausführlichere, dunklere Geschichte. Sie war von Rita Skeeter geschrieben worden und enthielt, genauso wie der Bericht im Quibbler über die Rückkehr von Voldemort, überraschenderweise die reine Wahrheit, und es wurden mehrere Schüler zitiert und mögliche Beweise vorgebracht. Der Artikel enthielt die gesamte Geschichte von Harry's Rückkehr in die Schule, das Überwachungsarmband des Ministeri ums, Umbridge's Herrschaft und Handlungen den Lehrern gegenüber und der Einsatz der Blutfeder. Er berichtete auch über die rasch schlechter werdende Gesundheit von Harry und es gab auch einen Absatz über das Verhalten von Umbridge im Bezug auf ihre Schülergruppe. Er berichtete auch, das Harry und andere Schüler absichtlich von Umbridge an der Kommuni kation mit seinen Eltern gehindert worden waren.

Ebenfalls wurde in dem Artikel darüber berichtet, wie die langsame ignorante Reaktion des Schulrates dazu geführt hatte, das Harry's Herz immer schwächer wurde, da ein erprobtes Schmerzmittel ihm verwehrt wurde, nur weil die Muggel es entdeckt hatten. Außerdem wurde geschildert, das Umbridge, nur wenige Tage, nachdem sein Herz massiv geschädigt worden war, ihm eine Strafarbeit erteilt hatte, welche seinen Körper noch massiver geschwächt hatte. Es gab auch Zeugenberichte, die besagten das Umbridge durchaus gewusst hatte, das Harry's Körper diese Strafen nicht aushalten würde. Am Ende des Artikels stand noch, das es für sie verständlich wäre, das die Potterfamilie sich aus dem öffentlichen Leben zurückgezogen hät te, um Harry beizustehen, während die Krankheit ihn am Ende besiegen würde. Effektiv wur de keinem ein Vorwurf gemacht, aber am Ende stand noch der Satz dort, das sie sich weigern würden irgend jemanden einen Vorwurf zu machen, während ein Kind darunter litt, das die magische Welt nicht in der Lage war, auf das zu reagieren, was die jüngere Generation ihnen vermitteln wollte.

Dank dem Artikel begannen viele die Potterfamilie besser zu verstehen, bevor die Zeitung die Bevölkerung darum bat, sie in Frieden die letzte Zeit mit ihrem Sohn verbringen zu lassen. Die Bitte, sie nach dem Geschehen für die Trauerzeit in Frieden zu lassen wurde allerdings ausgelassen. Seine Mutter hatte viele Stunden weinen müssen als sie dies gelesen hatte, aber Harry gefiel dieser Artikel. Durch seinen Tod war es sehr wahrscheinlich das Umbridge aus Hogwarts verschwinden würde. Im Endeffekt würde Dumbledore das Ministerium vor die Wahl stellen können: Entweder sie verschwand oder die Potter-Familie würde sie wegen Machtmissbrauchs und anderer Dinge anzeigen.

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Samstag

Harry wusste, das sein Körper nicht mehr lange durchhalten würde. Jede Stunde war für ihn eine Herausforderung und er wusste, das selbst die strikte Bettruhe ihm nur noch wenige Tage bringen würde, die er sich aber nicht auf kosten seiner Zeit mit seinen Geschwistern erkaufen wollte. Während Harry immer schwächer wurde, verlor sein Körper immer mehr an Farbe. Er war nun sehr blass und seine Hände zitterten fast permanent, sodass Ben und Damien so oft wie möglich seine Hände hielten, um zu vermeiden das seine Schwestern dies mitbekamen. Am Freitag wusste Harry nun, das er dieses Wochenende nicht überleben würde, und er hatte mit seinen Eltern in einem ruhigen Moment gesprochen, als Damien die Mädchen ablenkte. Er wusste, das er Ben nicht aus dieser Unterhaltung heraushalten konnte. Er hatte ihnen direkt gesagt, das es sein einzigster Wunsch wäre, das die Leute ihn so wie jetzt, also lebendig in Er innerung behalten würden und nicht erst nach seinem Tod. Er wollte vermeiden, das Ben ihn während der Beerdigung direkt ansehen musste.

Seine Mutter hatte nur mit Mühe ruhig bleiben können, aber seine Eltern hatten an seinen Bli cken erkannt, das er dies besprechen musste, um sicherzustellen, das sie darauf vorbereitet waren. Er sagte ihnen auch, das, sollten Acacia und Crisanta zum Zeitpunkt seines Todes an wesend sein, diese bitte nicht hinaus geschickt würden. Wenn sie seine letzten Momente in seiner Gegenwart verbringen wollten, so würde er ihnen dieses nicht verwehren. Außerdem versprachen sie ihm, das sie sowohl Acacia als auch Crisanta, sobald sie alt genug dafür wa ren, bei brachten, Animagi zu werden, denn auch Ben und Damien waren es und es würde ih nen helfen sich zu schützen. Außerdem sollten sie so bald wie möglich lernen, sich auch mit Hilfe ihres magischen Kernes zu schützen. Beide Eltern hatten hier genickt, da sie erkannten, das er nur um ihre Sicherheit besorgt war.

Als Harry am Samstag aufwachte wusste er, das es an der Zeit war, sich zu verabschieden. Ben und Damien waren vor ihm erwacht und hatten sich umgezogen und waren sofort bei ihm. Es war bereits Vormittags. Harry sah zu Ben und begann zu weinen, bevor er eine schwache Hand hob und sich die Augen abwischte. Ben wusste was dies bedeutete und Dami en begriff es auch sehr schnell. Harry würde genau die eine Woche aushalten, wie Pomfrey es vorher gesagt hatte.

"Damy, bitte. Ich möchte bitte alle hier haben." sagte Harry und Damien schniefte leicht, be vor er hinaus lief. "Ben, könntest du bitte die Schachteln holen?"

Ben nickte und öffnete eine Schublade aus der er drei Schachteln nahm. "Ben? Dies..." Er be rührte seinen Bauch wo der Phönixanhänger lag, den Damien ihm geschenkt hatte. "Ich möchte nicht das er entfernt wird, solange ich leben, aber..."

"Du möchtest nicht damit begraben werden?" fragte Ben.

Harry schüttelte nur den Kopf. "Ich möchte das Damien ihn bekommt, als Erinnerung an mich, aber bis dahin möchte ich ihn bei mir haben. Ich möchte das er bis zum Ende bei mir ist. Sorge bitte dafür..."

"Ich werde es dir abnehmen und ihm geben." sagte Ben. "Wirst du es ihm sagen?"

"Er wird protestieren." murmelte Harry.

"Er wird es später akzeptieren. Er wird es so wollen." Ben nickte nun und ergriff dann Harry's Hand. Harry bewegte sich so, das er den Finger an Ben's Hand spüren konnte und dieser wusste, das Harry ihn berührte.

"Dies wird dich immer an mich erinnern." sagte Harry. "Egal wo du bist oder welch Dunkle Dinge geschehen mögen. Ich werde immer in deiner Nähe sein." Harry berührte nun sanft Ben's Bauch unter dem T-Shirt. "Genau dort in dir."

Ben bewegte sich nun so, das Harry zwischen seinen Beinen sitzen konnte und sich gegen Ben's Bauch lehnen konnte, anstatt gegen die Kissen, so das er ihn halten konnte, aber er noch immer sah, wer eintrat. Er richtete sich nun leicht auf, denn er wusste, das er dies überstehen musste. "Ben?" fragte Harry. "Lass mich bitte nicht alleine, in Ordnung? Ich habe Angst."

"Das Verspreche ich. Ich werde keine Minute fort gehen." sagte Ben und umarmte ihn.

Sie saßen nun eine Weile so still dar, bevor sich die Tür öffnete und Damien gemeinsam mit Acacia eintrat, die er auf dem Arm trug. Ihm folgten sein Vater, der Crisanta trug und ihre Mutter. Seine Mutter zuckte leicht zusammen, als sie sah das Harry fast auf Ben's Schoss sass und wie blass er war. Sie trat nun um das Bett herum und fuhr ihm leicht durch die Haare, während sie ihm leicht auf die Stirn küsste. Sah ihr dabei in die Augen und beide schienen sich still zu unterhalten. Beide wussten, das es hier enden würde.

"Kommt her meine Prinzessinnen." bat Harry nun und beide Mädchen kletterten vorsichtig auf das Bett und setzten sich vor ihn. "Es tut mir so Leid euch zu verlassen, das wisst ihr, oder?" fragte vorsichtig und sah zu Damien und seinen Eltern die vor dem Bett standen. Da mien sass mit dem Rücken zu seinem Vater, der ihn vorsichtig festhielt. Damien war völlig durch den Wind, aber Harry machte ihm dafür keinen Vorwurf.

"Das wissen wir." sagte Acacia für beide.

"Ich werde mit Sicherheit über euch wachen, in Ordnung?" sagte Harry unter Tränen. "Ich weiss nicht was danach kommen wird, aber ich weiss, das ich euch stark genug liebe, um euch von überall wo ich sein werden beobachten kann."

Harry ergriff ihre Hände und drückte sie so fest wie er konnte, was leider nicht sehr viel war. Ben zögerte kurz, griff dann aber nach den beiden Schachteln auf Harry's Schoss. Harry öff nete eine und schloss sie wieder, bevor er sie Crisanta reichte und die andere danach an Aca cia übergab. "Ich wollte sie euch eigentlich zu eurem Geburtstag übergeben." sagte Harry, während sie diese entgegen nahmen und die Schachteln öffneten.

"Harry?" sagte Crisanta nun.

"Ich habe sie vor langer Zeit für euch hergestellt. Während ich nicht bei euch war." sagte Har ry. "Für den Zeitpunkt wo ich euch wiedersehen würde. Ich möchte das ihr sie bekommt."

Acacia und Crisanta holten beide sehr fein gearbeitete Ketten hervor. Die Anhänger lagen nun in ihren Händen, als sie die Ketten fallen ließen. Jeder Anhänger bestand aus den selben Edel steinen, aber dieser befand sich in einem kleinen Metallkäfig in der Mitte des Anhängers und direkt darunter befand sich eine Blume. "Wisst ihr was im magischen Sinne so besonderes an euren Namen ist?"

Beide Mädchen nickten, da ihre Mutter es ihnen erklärt hatte. Beide Blüten wurden dazu ver wendet, starke, Zaubertrankbasierende Schutzmechanismen herzustellen. "Diese hier werden euch vor Giften schützen." sagte Harry und seine Eltern schnappten nach Luft, als sie erkann ten was es war. "Solltet ihr je glauben, das ihr vergiftet wurdet, so müsst ihr sie nur in ein Ge tränk tippen und schon kann dieses euch von fast allem heilen."

"Harry, es ist fast unmöglich sie herzustellen." sagte seine Mutter.

"Ich hatte Hilfe." sagte Harry lächelnd. "Perenelle hat sie erfunden. Mum kann es dir sicher besser erklären, wenn es dich interessiert."

"Leg sie an." bat Ben, denn Harry wollte sie nicht dazu zwingen, da er nicht wusste, ob sie ih nen gefielen, aber dem war nicht so. Beide Mädchen legten sie an und sahen sie fasziniert an.

"Gefallen sie euch?" fragte Harry.

Beide Mädchen kamen nun herüber und er wurde von beiden eng umarmt. Er küsste beide auf die Stirn, während sie sich wieder setzten, wobei sie aber seine Hände ergriffen hatten. "Wir werden dich nicht vergessen, großer Bruder." sagte Acacia mit trauriger Stimme.

"Großer Bruder..." begann Crisanta nun weinend und Harry strich ihr sanft durch das Haar, bevor er das selbe bei Acacia tat.

Beide wichen nun zurück und umarmten ihre Mutter, welche sie festhielt und Harry griff nach Damien der vorsichtig näher trat und sich neben ihn auf das Bett setzte und eine der Hände er griff. "Ach Damy, ich bin so froh, das ich dich wieder gesehen habe. Das ich sehen konnte wie du aufgewachsen bist und bei Mädchen rot geworden bist." Damien musste nun leicht lä cheln. "Verliere nie dein Lächeln, Damy. Ben?"

Ben reichte ihm eine Box und Harry reichte sie an Damien weiter, der sie öffnete und zögerte. Er holte ein metallenes Armband hervor, das so dunkel war, das es fast das Licht zu verschlu cken schien, was auch der Fall war. "Was?" fragte Damien.

"Dad wird es erkennen." sagte Harry lächelnd. "Leg es bitte an."

Damien tat es und sobald der Verschluss geschlossen war, leuchtete es auf. Es schien hol zu sein und jede Seite des Armbands leuchtete in einem rot-weißen Licht. "Was ist das?" fragte Damien.

"Es ist ein Triadam." sagte ihr Vater, und sah zu Harry. "Wie auch die Anhänger basiert es auf Zaubertränken aber die Vorbereitung muss Monate gedauert haben. Alleine die Kosten für die Reagenzien würden meine Einnahmen fast übersteigen."

"Die Flamels gaben mir die Reagenzien." sagte Harry nun. "Genauso wie die Materialien für den Ring den Ben trägt und die Anhänger."

"Was bewirkt es?" fragte Damien nun.

"Es ist eine Art Glücksbringer." Sagte sein Vater. "Es wird über die Zeit hinweg immer etwas von deiner Magie aufnehmen und Speichern, bis es gefüllt ist. Dieses hier ist derart gut herge stellt, das es eine große Menge an Macht wird speichern können."

Harry ergriff nun Damien's Hand und legte die seinige auf das Armband. "Selbst wenn du es ablegst, wird es sich nicht entladen und niemand außer dir wird die Energie verwenden kön nen. Aber wenn du es so wie jetzt trägst, und dir ganz verzweifelt etwas wünschst, wird es versuchen dir dies zu ermögliche. Sei es etwas Wasser wenn du durstig bist oder wenn du vor etwas fliehen musst. In diesem Falle wird es wie ein Portschlüssel wirken."

"Es wird dich schützen und es kann auch Zauber ausführen, wenn du deinen Zauberstab nicht hast." sagte Harry. "Dad kann dir das später genauer erklären, aber in seinem Innern befindet sich eine von Eridanus' Federn. Gleiches gilt für die Anhänger und den Ring. Sie wurden frei willig gegeben. Damit sind sie noch stärker und verbessern die Schutzfähigkeiten."

Harry zuckte zusammen als er erneut schwächer wurde und er bemerkte, wie auch Ben zu sammen zuckte. "Damien..." sagte Harry und griff nach ihm. Damien legte die Box zur Seite und umarmte Harry fest. Ben umarmte nun seinen jüngeren Bruder und streichelte ihm durch das Haar, denn Harry hatte nicht mehr die Kraft dazu. Damien lehnte sich etwas zurück, brachte es aber nicht fertig, aufzustehen. Beide Schwestern traten nun wieder zu ihm und Da mien hielt beide fest, während sie Harry beobachteten.

Ihre Eltern saßen auf der anderen Seite des Bettes. Ihr Vater hielt ihre Mutter eng umschlun gen. "Ich liebe euch beiden." sagte Harry. "Egal was in der Vergangenheit vorgefallen ist, es ist jetzt unwichtig."

"Wir lieben dich auch, Harry." sagte ihr Vater, während ihre Mutter zusammen brach. Harry spürte wie seine Eltern gemeinsam mit Ben seine linke Hand ergriffen, während Damien, Cri santa und Acacia die andere ergriffen. Ben's Körper begann hinter Harry zu Zittern, und seine Arme umschlossen Harry während er sein Gesicht an dessen Hals legte. Harry hörte, wie er alle nur möglichen Wesen anflehte, aber er hatte nicht mehr die Kraft ihn aufzuhalten. Er hat te nicht mehr die Kraft, irgend etwas zu sagen, aber er wusste, das er nur seine Worte wieder holen würde. Er spürte nun wie Tränen seinen Nacken entlang liefen, bevor sein Körper völlig taub und immer schwerer wurde.

Harry's Augen schlossen sich und er war in gewisser Weise froh, das er keinerlei Schmerzen mehr spürte und in Frieden gehen konnte. Nicht nur für ihn, sondern insbesondere für seine Familie, denn so mussten sie nicht miterleben, wie er in seinen letzten Momenten unter Schmerzen litt. Es war als wenn er einschlafen würde, während seine Brüder um seine Fami lie um ihn herum standen.

Ben's Reaktion war das erste Anzeichen für die Familie, das Harry eingeschlafen war. Ben schrie auf und umarmte Harry's Körper noch fester. Damien und ihr Vater sprangen auf, denn sie wussten, das Ben die Symptome des Verlusts genauso spürte wie früher, während Harry's Symptomen. Ihre Mutter lief schnell um das Bett herum, um die weinenden Mädchen zu um armen, während Damien und ihr Vater Ben festhielten und versuchten diesen dazu zu bewe gen, seinen Bruder los zulassen.

"Nein..." rief Ben. "Das kann nicht sein. Es fühlt sich..."

"Shhh..." Ihr Vater versuchte ihn zu beruhigen, und legte sanft eine Hand auf den Kopf, wo sein Gesicht am Nacken von Harry lag. Damien zog sanft die Hände von Ben vom Bauch von Harry und nahm sie in die eigenen.

"Komm bitte, Ben, ich weiss es ist hart." sagte Damien mit tränen erstickter Stimme, da er ge nauso trauerte. "Denk an Cacia und Crissy. Ich weiss das du genauso viel Hilfe brauchst wie die beiden. Gib nicht auf, großer Bruder. Bitte gib nicht auf. Lass ihn in Frieden ruhen. Das verdient er."

Ben sackte wie eine Puppe zusammen, deren Schnüre durchtrennt worden waren, aber er hielt sein Gesicht noch immer an Harry's Nacken gepresst. "Er ist fort, Damy." sagte Ben weinend. "Ich spüre ihn nicht mehr. Er ist wirklich fort."

"Komm schon, Benji, lass ihn bitte los, damit wir ihn hinlegen können." sagte Damien sanft. Er mochte es nicht, seinen Bruder so zu sehen, aber er wusste, das er so nicht zu beruhigen war. Harry hatte dies auch gewusst, aber Ben war sehr sensibel und so half ihr Vater ihm, Harry wieder auf die Kissen zu legen, und die Decke ordentlich auszubreiten, als wenn diese eine Sache irgend etwas ändern würde. Ben setzte sich wieder neben Harry und nahm eine seiner Hände in die seinige und küsste diese sanft, bevor er sie auf den Bauch legte.

"Damien, schau bitte nach deinem Bruder." sagte ihr Vater nun. Damien nickte und fuhr sich über die Augen, bevor er sich neben Harry's Kopf setzte. Er nahm Ben's Kopf in den Schoss und hielt ihn einfach dort, während er ihm sanft durch die Haare fuhr und ihm vermittelte, das er nicht alleine war. Seine eigenen Tränen liefen ihm das Gesicht herab aber er wischte sie nicht erneut fort, selbst als erst ihre Mutter und dann seine kleinen Schwestern eintraten, und Harry dann sanft auf die Stirn küssten, bevor sie von James hinaus geführt wurden.

Ben begann sich nun zu bewegen und richtete sich auf, bevor er an der Kette von Harry zu hantieren begann und sie mit zitternden Händen abnahm. Er drehte sich nun um und sah den verwirrten Damien an, bevor er hart schlucken musste. "Benji, was...?" begann Damien.

"Harry bat mich, sicherzustellen das er nicht hiermit begraben wird." sagte Ben flüsternd, als wenn er vermeiden wollte, das Harry davon gestört würde. "Er möchte das du ihn bekommst. Er bat mich um das Versprechen."

Damien versuchte die Kette mit dem Phönix-Anhänger zu nehmen, aber seine Hände zitterten zu sehr. Ben bewegte sich leicht, und lehnte sich schützend an Damien's Seite, während er ihm die Kette umlegte. Er legte den Anhänger vorsichtig auf den nackten Oberkörper von Da mien und legte seine Hände darüber. "Damien, ich kann das nicht alleine tun." sagte Ben wei nend. Damien legte seinem Bruder die Hände auf die Schultern und lies es zu, das dieser den Kopf auf seinen Bauch legte. Ben hielt noch immer eine der Hände von Harry, aber er schlief irgendwann in dieser Position ein.

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Zwei Tage später

Ben stand neben Acacia um die er einen Arm gelegt hatte und Damien stand in ähnlicher Weise auf der anderen Seite. Crisanta stand vor Damien und dieser hatte seine Arme um sie gelegt. Sie alle hatten rote Augen und sprachen kein Wort, während sie im Wohnzimmer des Hauses standen, das sich langsam mit Leuten füllte. Sie kannte kaum welche von ihnen, aber die Ordensmitglieder umgingen sie in weitem Bogen. Harry's Sarg stand auf einem blumenbe deckten Tisch am Ende des Raumes und direkt daneben stand das Lieblingsbild von Harry, das Ben, Damien und Harry als kleine Kinder zeigte. Eben jenes, das Damien seit seiner Kindheit neben dem Bett stehen hatte. Neben diesem stand ein Photo, das während der Weih nachtsferien entstanden war und alle fünf Geschwister im Schnee zeigte.

Ben sah immer wieder zu dem Sarg hinüber, während Damien seinen Arm sanft drückte, mit dem er seinen Bruder hielt. Damien fühlte sich wie jemand, dem etwas durch den Bauch ge rammt worden war, aber er wusste, auch das Ben sich in seinem Innern sehr leer fühlte. Ben war solange nicht von Harry's Seite gewichen bis Pomfrey und ein Team aus St. Mungo's er schienen waren um Harry zu untersuchen und alles nötige einzuleiten, bevor Harry kurze Zeit fort gebracht worden war, um für den heutigen Abend im Sarg zurecht gemacht zu werden. Er war eine Zeit lang geöffnet gewesen und Ben und Damien waren die gesamte Nacht nicht von Harry's Seite gewichen, bis am nächsten Tag der Sarg geschlossen und versiegelt worden war.

Damien hatte darüber nachgedacht, etwas zu Harry zu legen, aber Ben hatte sich zum ersten mal zu Wort gemeldet seit sie neben Harry gesessen hatten und dessen Hand bis zum Schluss gehalten hatten und ihm gesagt, das Harry es wünschen würde, wenn Damien all jene Dinge behalten würde, die ihm im Bezug auf Harry wichtig waren. Deshalb hatte Damien sein aller erstes Modellflugzeug doch behalten und Ben behielt den Zauberstab von Harry, der sich in seiner Hose befand. Die Zeitung des Sonntag Vormittag hatte Harry offiziell für Tod erklärt, aber Ben war trotzdem zusammengebrochen, als er dies gesehen hatte und hatte darauf ver zichtet, es zu lesen.

Ben und Damien hatten in dieser Nacht versucht gemeinsam in Damien's Bett zu schlafen, aber es gelang ihnen nicht und sie lagen einander in den Armen und gedachten ihres Verlusts, wobei sie wussten, das sie am Montag ihren Bruder beerdigen würden. Jetzt beobachteten sie in Stille, und voller Trauer wie viele Leute zu Harry's Sarg traten und kurz darauf sich in klei ne Gruppen aufteilten und sich unterhielten. Niemand außer den Geschwistern hatte Harry wirklich gekannt.

"Glaubst du, das er jetzt bei den Flamels ist?" fragte Damien nun flüsternd Ben, während sie sahen wie Dumbledore den Raum betrat.

"Ja." sagte Ben flüsternd. "Sie werden auf ihn acht geben, so wie sie es vor ihrem Tod taten."

"Benji..." sagte Acacia nun. "Glaubst du, das Harry jetzt glücklich ist?"

Ben gewann durch seine Geschwister wieder etwas an Stärke hinzu, während sie ihn sanft be rührten um ihm zu helfen, und er wusste, das, sollte Harry an seiner Stelle sein, er das selbe täte. "Harry hat nicht länger Schmerzen, er ist nicht länger krank, und er kann jetzt glücklich sein. Er wird auf uns acht geben und wisst ihr noch, was er sagte? Wir werden alle gemeinsam auf einander acht geben."

"Und er wird immer bei uns sein." sagte Damien. "In unseren Herzen und in unseren Erinne rungen."

Acacia drehte sich zu Ben um und umarmte ihn fest, genauso wie Ben es bei ihr tat, während er den Sarg anstarrte, in dem der Körper seines Bruders lag. Er hatte noch eine gewisse, aber schöne Zeit mit Harry erleben dürfen und dafür war er unendlich dankbar. Er hatte noch im mer seine Erinnerungen an seinen Bruder in seinem Herzen, und nicht nur jene als kleine Kin der die langsam verblassten, sondern etwas noch sehr lebendiges. Aber für Ben war das schmerzhafte, das er Harry sein gesamtes Leben lang in sich gespürt hatte. Er hatte gewusst, das Harry noch lebte, denn er konnte es in seinem Innern spüren, aber jetzt war dieses Gefühl fort, es war zusammen mit Harry gestorben, und egal wieviele Jahre vergehen würden, so wusste er doch, das er dieses leere Gefühl nie loswerden würde.

Ben und Damien trugen gemeinsam mit ihrem Vater, Remus und Sirius den Sarg. Harry wur de neben seinen Großeltern auf dem Familienfriedhof beerdigt und er erhielt einen wunder schönen Grabstein auf dem Stand: Harry unser geliebter Sohn und Bruder, der nie vergessen wird.

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Harry sah sich die weiße Umgebung irritiert an und fragte sich, ob das Leben nach dem Tod wirklich derart simpel sein sollte. Er spürte erneut die Trauer darüber, seine Brüder und Schwestern verlassen zu haben und wollte nichts mehr als zurück zu kehren. Er wusste aber, das sie eines Tages hier erscheinen würden um ihn zu suchen, wobei er hoffte das dieser Zeit punkt noch lange in der Zukunft liegen würde und er wusste, das er sie vermissen würde, aber er hatte wenigstens die Gelegenheit erhalten sie kennen zu lernen und er wusste, das er sich diese Chance hart erarbeitet hatte. Eridanus hatte ihm diese Gelegenheit gegeben und er war Nick und Perenelle unendlich dankbar dafür, das sie ihm diese ermöglicht hatten. Er wünschte sich aber noch immer, das er seine Geschwister wenigstens beobachten könnte. Er hatte es ih nen versprochen das er auf sie aufpassen würde und er hatte genau dies vor, selbst wenn er dafür jemandem drohen musste.

"Hallo, Harry." Erklang nun eine ihm nur zu bekannte Stimme. Er drehte sich um und er lä chelte glücklich als er die Gesichter erkannte, obwohl sie jetzt jünger wirkten. Er kannte sie aber trotzdem nur zu gut.

"Ich träume nicht?" sagte Harry vorsichtig. "Ihr seid es wirklich, Nick? Peri?"

"Wir sind es wirklich, Harry." sagte Perenelle lächelnd und breitete die Arme aus. Harry lief auf die wie eine dreißigjährige aussehende Frau zu und umarmte sie fest. Er merkte nun wie beide ihn umarmten. "Wir haben dich die gesamte Zeit über beobachtet, Harry. Du hast uns sehr stolz mit deiner Fürsorge gemacht."

Harry sah sie lächelnd an als er wieder auf sah. "Wir können sie von hier aus beobachten?" fragte Harry.

"Ja, Harry." sagte Nick.

"Ich habe euch so vermisst." Harry hatte nun Tränen in den Augen.

"Bitte das jetzt nicht, Harry." sagte Nick lächelnd.

"Ich vermisse sie aber." sagte Harry nun traurig.

"Das ist in Ordnung, Harry." sagte eine fremde Stimme hinter ihnen und Harry drehte sich um und starrte den Fremden an. Er war ihm völlig fremd, schien aber in seinem Alter zu sein.

"Wer seid ihr?" fragte Harry, aber während er dies sagte, veränderte sich das Weiß und Harry spürte das Gras unter seinen Füßen und er sah eine große Grasfläche und in der Fern einen kleinen Wald sowie ein Haus. "Wo sind wir?"

"Wir sind dort, wo du denkst das wir es sind." sagte der Fremde. "Aber die Form ist bei jedem anders."

"So beobachten wir die Welt der Lebenden." sagte Nick. "Du musst nur an jede denken, die du sehen möchtest."

Nick schien sich an dem Fremden nicht zu stören, weshalb Harry nicht weiter darauf einging. Er war immerhin tot, also konnte der Jugendliche ihm nichts antun. Vielleicht waren Nick, Perenelle und er so etwas wie seine Führer oder so. So dauerte es auch nicht lange und Harry dachte an Ben, Damien und seine Schwestern. Er sah nun wie diese auf einem Sofa saßen und im Haus ihrer Eltern Fern sahen. Harry hatte diesen Raum allerdings als Eridanus nur selten betreten, da sie sich meist im Zimmer von Ben aufgehalten hatten. Ben und Damien lehnten an einander und umarmten ihre Schwestern, während sie Shrek sahen, was dazu führte, das Harry lächeln musste.

"Ist dies das jetzt?" fragte Harry.

"Dies ist die Gegenwart." sagte der Fremde. "Die Zeit vergeht hier anders als dort. Aber wäh rend du die Welt der Lebenden hier beobachtest, vergeht die Zeit im Einklang, aber sonst ver geht sie dort deutlich schneller."

"Ich kann Dinge verpassen?" fragte Harry.

"Du wirst es verstehen wenn du über deine Freunde achten musst." sagte der Mann. "Aber in deinem wie auch in meinem Fall ist dies anders."

"Was?" sagte Harry. "Wieso nicht? Ich möchte auf sie achten. Das habe ich versprochen. Bitte nehmt mir diese Möglichkeit nicht!"

"Ich wollte damit nur sagen, das deine Zeit auf der Erde noch nicht vorbei ist." sagte der Fremde.

"Das verstehe ich nicht." sagte Harry. "Ich bin Tod, oder?"

"In gewissem Sinne ja. Dein menschliches Leben ist vorüber." sagte der Jugendliche. "Aber du warst nie ein einfacher Mensch, oder?"

"Wenn sie über Eridanus sprechen weiss ich nicht, wieso meine Animagusform hier einen Unterschied macht." sagte Harry.

"Es ist schlicht unmöglich für einen Menschen, eine magische Kreatur zu werden, insbeson dere ein Phönix." hier lächelte der Jugendliche.

"Mir gelang es aber." sagte Harry.

"Nein tat es nicht." sagte der Mann kopfschüttelnd. "Der Phönix übernahm dich."

"Was?" Harry trat einen Schritt zurück und Nick umarmte ihn sanft.

"Es ist in Ordnung, Harry. Wir wissen es bereits, du kannst dich beruhigen. Es ist etwas sehr gutes." versicherte ihm Nick.

"Was genau meinst du damit?" fragte Harry.

"Alle Phönixe werden als Menschen geboren, als der jüngere Teil von Zwillingen. Sie starben alle, die meisten in ihren jungen Jahren und wurden zu dem, was sie eigentlich sind." erklärte der Junge nun. "Ich habe dir aber diesen Teil bereits einmal erzählt."

"Was?" sagte Harry zögernd. "Wer bist du?"

"Mein Name ist Fawkes." sagte der Jugendliche lächelnd. "So sah ich als Mensch aus, bevor ich zu dem wurde, was ich jetzt bin. Als Phönix kann ich frei zwischen dieser Welt und er Welt der Lebenden wechseln. Es war mein Schicksal andere im Laufe der Jahrtausende zu be schützen. Mein erster Partner war damals mein älterer Zwillingsbruder, Godric Gryffindor."

"Der Hut...?" Harry schnappte nach Luft. "Er sagte..."

"Das es noch einen anderen wie dich gäbe?" sagte Fawkes lächelnd. "Ich war bisher der jüngste Phönix dieser Welt, wobei es noch zwei weitere unserer Art gibt. Jetzt allerdings bist du der jüngste unserer Art."

"Ich..." Harry begann zu zittern. "Sag mir bitte das dies bedeutet."

"Du wirst als Eridanus in die Welt der Lebenden zurückkehren." sagte Fawkes. "Du wirst wie früher als Phönix aussehen, allerdings fehlt dir nun dein menschlicher Teil. Diese Form ist jetzt fort, der Körper ruht nun in seinem Grab. Niemand außer deinen Geschwistern darf je die Wahrheit darüber erfahren, wo die Phönixe her kommen. Godric erfuhr davon und deine Ge schwister werden es ebenfalls erfahren, aber niemand sonst. Es ist ein Geheimnis das genauso gewahrt werden muss wie das Geheimnis dieses Ortes."

"Ich kann zu Benji zurückkehren?" fragte Harry vorsichtig. "Und zu Damy? Zu Crissy und Cacia?"

"Ja." sagte Fawkes zufrieden nickend. "Solange sie leben wirst du an sie gebunden sein, pri mär an Benjamin aber das schließt deine anderen Geschwister nicht aus. Aber deine Eltern dürfen die Wahrheit nicht kennen. So sind seit Jahrtausenden die Regeln."

"Und ich kann jederzeit hier her kommen?" fragte Harry. "Auch später? Ich kann sie besuchen kommen?"

"Wir können so oft wie wir möchten hier her kommen." sagte Fawkes lächelnd. "Wir sind die Wächter hier. Ich werde dir alles beibringen, was du wissen musst, wenn du zurückkehrst, und du wirst bald zurückkehren müssen."

"Wieso?" fragte er.

"Der Übergang ist recht zeitintensiv und bei den Sterblichen ist bereits über ein Monat ver gangen." sagte Fawkes. "Voldemort wird bald gegen Benjamin vorgehen und du musst ihn beschützen."

"Hat er Schmerzen?" fragte Harry nun Fawkes. "Er wusste immer, das ich noch am Leben war. Ist die Verbindung erloschen?"

"Sie ist unterbrochen." sagte Fawkes nickend. "Aber sobald du zurückkehrst, wird eine neue Verbindung entstehen, eine noch stärkere, die eure alte ersetzen wird."

"Ben wird glücklich sein?" fragte Harry.

"So glücklich wie mein Zwilling, als ich zurückkehrte." sagte Fawkes lächelnd. "Du hattest ein hartes Leben, Harry, voller Schmerz, aber dies ist nun vorbei. Jetzt beginnt dein neues als Eridanus und deine Geschwister werden dich für immer als Beschützer haben, obwohl der Rest der Welt dich nur als Phönix kennen wird."

Harry drehte sich nun zu Nick und Perenelle um. "Ich muss zu Ben." sagte er und Perenelle umarmte ihn.

"Du verdienst es, glücklich zu sein, Harry." sagte sie. "Besuch uns aber bitte regelmäßig, ja?"

"Natürlich." sagte Harry lächelnd. "Ich vermisse euch aber beiden sehr."

"Du passt sehr gut auf dich selbst auf." sagte Nick und umarmte ihn. "Aber auch auf deine Geschwister. Aber keine Sorge, wir werden hier oben auf euch acht geben."

"Komm jetzt, Eridanus." rief Fawkes und nahm seine Hand. "Dies wird sich sehr komisch an fühlen, aber ich werde uns beide wieder in die Welt der Lebenden bringen. Ich fürchte unsere Zeit hier ist vorerst abgelaufen."

"Wieso?" fragte Harry.

"Hör auf deine Gefühle, du wirst spüren, das Ben in großer Gefahr ist." sagte Fawkes. "Er braucht dich aber nur du kannst ihn rechtzeitig erreichen."

Flammen erschienen nun um die beiden herum und Harry drückte Fawkes' Hand, nur verlor er kurz darauf den Griff, als er sich zu verändern begann. Er nahm wieder die Form von Erida nus an, bevor er spürte wie wieder auf Phönixart reiste, nur das dies länger als sonst dauerte. Als er seine Umgebung wieder wahrnahm, bemerkte er, das er nach unten fiel und breitete rein instinktiv die Flügel aus. "Es tut so gut, wieder so handeln zu können." sagte er zu sich selbst, aber heraus kam nur ein leises Trillern.

"Du musstest es viel zu lange vermissen." sagte Fawkes trillernd und Harry drehte sich zu dem neben ihm fliegenden, deutlich größeren Phönix um.

"BITTE HILF MIR DOCH JEMAND!" Hörte er einen Schrei in seinem Kopf und er wäre beinahe abgestürzt.

"War das...?" fragte Harry.

"Ben." sagte Fawkes nur. "Er ruft mental um Hilfe. Ich höre es ebenfalls, aber nur du kannst darauf reagieren. Vertraue deinen Sinnen. Du weißt wo er ist, also gehe zu ihm." Gab Harry trillernd einen wütenden Ton von sich der sich gegen jeden Angreifer seines Bruders richtete und verschwand in einer Flammensäule.

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Ben versuchte sich hinter einem der Bäume im Wald zu verstecken, der sich in der Nahe des Hauses seiner Eltern befand. Er konnte einfach nicht glauben, das er so dumm gewesen war. Er hatte Sirius hier draußen gesehen wie er nach ihm rief und er war bereitwillig nach draußen gegangen. Jetzt spielte Voldemort nur mit ihm, während die Todesser ihn zu umzingeln be gannen. Er hatte versucht, das Haus wieder zu erreichen, aber er wusste, das Voldemort ihn erreichen würde, sobald er den Wald verlassen würde. Er benötigte dringend Hilfe, aber Vol demort hatte seinen Zauberstab zerbrochen, das er vor zehn Minuten kurz mit ihm gekämpft hatte.

Die Schutzzauber waren ob der Anwesenheit von Voldemort aktiviert worden und er wusste, das seine Eltern und seine Geschwister seine Abwesenheit bemerkt hatten, aber sie würden ihn niemals rechtzeitig erreichen. Der Baum in seinem Rücken wurde immer heißer und Ben gelang es gerade so, sich zu entfernen, bevor er explodierte. Er ergriff Harry's Zauberstab, den er seit über sechs Wochen immer bei sich trug. "Bitte, Irgend jemand, bitte helft mir." flüster te er. Der Zauberstab in seiner Hand bewegte sich und Ben drehte sich leicht um, bevor er mittels eines Zaubers die Pflanzen zerteilte. In Folge der daraus resultierenden Verwirrung ge lang es ihm los zulaufen, wobei ihn die Macht von Harry's Zauberstab doch überraschte. Er hatte ihn nie zuvor verwendet aber er schien ihn zu akzeptieren. Als wenn Harry bei ihm wäre.

Er durchbrach nun die Reihe der Bäume aber seine Freiheit war nur von kurzer Dauer, denn ein Zauber schleuderte ihn kurz vor den Schutzzaubern zu Boden. Er konnte sein zu Hause bereits in der Dunkelheit erkennen und er sah die Leute, die hinaus stürzten. Einige Auroren und seine Eltern, und der echte Sirius, und nicht die Imitation, mit der Voldemort ihn aus der Sicherheit der Schutzzauber heraus gelockt hatte. Aber sie waren zu weit entfernt und Volde mort und die Todesser waren zu nahe. Ben kam nun wieder auf die Knie und erhob sich lang sam wieder auf die Füße, als Voldemort erneut mittels eines Zaubers zu Boden warf.

"Vielleicht sehe ich dich früher, als ich gehofft hätte, mein lieber Bruder." flüsterte Ben. "Es tut mir so Leid, Damy..."

Er wurde allerdings bei seiner Entschuldigung dadurch unterbrochen, als am Himmel eine Flammenbahn erschien und das Trillern eines Phönix die Umgebung durchdrang. Er spürte wie seine Energie wieder zurückkehrte, während er den Phönix erblickte, der auf ihn zugerast kam.

"NEEEEEEEIN!" hörte er nun den Schrei von Voldemort, während der Phönix flügelschla gend auf seinem Bauch landete. Dort zerfetzte er die Kleidung mit seinen Krallen und sofort stand Ben's Welt praktisch in Flammen. Ben spürte wie er gut einen Fuß nach unten fiel, be vor er recht unsanft auf seiner weichen Matratze landete, und er wollte schon nach dem Vogel greifen, entschied sich aber dagegen. Das änderte sich aber, als der Phönix sich auf seinem Bauch nieder ließ und den Schnabel sanft in ihm nur zu bekannter Weise an seinem Kinn rieb.

"Harry!" rief er mit tränen erstickter Stimme, bevor er sich aufsetzte und den etwas kleineren Phönix als früher mit den Armen auffing, bevor er ihn umarmte, wobei der Vogel sich zwar etwas aufzurichten versuchte, aber nicht fortfliegen wollte.

"Hallo Benji." Harry's so sehr vermisste Stimme erklang nun in seinem Geist. Ben begann vor Schock, Erstaunen und Panik schneller zu atmen. "Nur um etwas deutlich zu machen, du soll test nicht wirklich alleine um diese Zeit in den Wald gehen."

"Bitte lieber Gott, lass mich nicht träumen..." murmelte Ben nur.

"Nein, du träumst nicht, Benji." sagte Harry.

"Du bist gestorben." sagte Ben geschockt. "Ich habe dich in den Armen gehalten, als du ge storben bist."

"Ja das bin ich auch." sagte Harry und drehte sich soweit um, das er mit seinem Kopf sanft über die Wangen von Ben und mit dem Schnabel durch dessen Haare fahren konnte. "Laut den Erzählungen von Fawkes war dies allerdings nur der Beginn meines Lebens als Erida nus."

"Das verstehe ich nicht." sagte Ben.

"Die Tatsache das ich ein Phönix bin, hat meinen menschlichen Körper getötet." sagte Harry. "Der Körper war nur übergangsweise gedacht, damit ich mit dir zusammen leben konnte, aber am Ende war es so gedacht, das er versagen würde, damit ich endgültig zum Phönix werden konnte."

"Du bist hier." sagte Ben.

"Aber ohne menschlichen Körper." sagte Harry nun. "Aber ja, ich bin wieder hier."

"Ich ich spüre dich in meinem Innern." sagte Ben und deutete auf seinen Bauch. "Es war fort. Du warst fort."

"Aber jetzt bin ich wieder da. Ich werde dein Phönix sein und ich werde weiter auf dich, Damy, Crissy und Cacia aufpassen." sagte Harry.

"Was sage ich ihm dann also?" sagte Ben bevor er auf die Füße sprang. "Moment, sie könnten denken, das ich verletzt bin. Ich muss es ihnen sagen!"

"Also gut." sagte Harry. "Damy, Cacia und Crissy können die Wahrheit erfahren, aber Mum und Dad müssen mich weiter für Tod halten."

"Aber..." Ben sah ihn überrascht an.

"Ich habe die Regeln nicht aufgestellt, großer Bruder." sagte Harry bevor er sich befreite und auf Ben's Schulter kletterte.

"Wir müssen nach Damien suchen." sagte Ben und fuhr sanft mit der rechten Hand nach oben, um ihn vorsichtig zu streicheln, während ihm die Tränen die Wangen hinab liefen. "Ich kann es noch immer nicht glauben das du hier bist. Ich dachte..."

"Oh, das weiss ich, Benji." Harry rieb nun sein Gesicht an Ben's Ohr, bevor er sanft am Ohr läppchen knabberte und ihm durch das Haar fuhr. "Ich liebe dich so sehr und nun gibt es nichts mehr, das uns trennen kann."

Die Tür flog nun auf, weshalb Harry mit den Flügeln schlug, während Ben nach seinem Zau berstab griff, der auf dem Bett lag. Damien kam in den Raum gestürzt, sah sich um und starrte nun nur noch Eridanus an, der auf Ben's Schulter sass. "Ist das...?" sagte Damien mit tränen erstickter Stimme und griff nach der Kette um seinen Hals.

"Ja, Damy." sagte Ben lächelnd, obwohl ihm die Tränen die Wangen hinab liefen. Harry brei tete seine Flügel aus und flog zu Damien hinüber, bevor er auf dessen Arm landete und zur Schulter hinauf lief. Er fuhr sanft durch Damien's rotes Haar, bevor er in dessen Ohr etwas zu trillern begann.

"Es tut mir so Leid, das ich so sterben musste, Damien." sagte Harry, worauf hin sein jüngerer Bruder auf schluchzte. "Es war aber leider unvermeidlich um es mir zu ermöglichen, von mei ner Krankheit geheilt zu werden."

"Wieso bist du hier?" fragte Damien.

"Es scheint so, als wenn dies Ereignis unvermeidlich war." sagte Harry. "Fawkes sagte mir, das ich sterben müsste, um ein echter Phönix werden zu können."

"Du bist wirklich real?" fragte Damien, während er versuchte sich um zudrehen, um ihn anzu sehen. "Und du bleibst hier?"

"Ich bleibe." sagte Harry ihm gerade heraus. "Für immer."

Damien hielt es nicht länger aus. Er hob Eridanus von seiner Schulter und nahm ihn in die Arme, wobei er ihn vorsichtig umarmte. Harry zuckte leicht, war aber insgesamt äußerst zu frieden und begann nun leicht mit dem Schnabel an Damien's Kinn zu knabbern, während Ben beide vorsichtig umarmte.

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End Chapter