Dax: Danke, das muntert einem immer so richtig auf…
Avallyn Black: Das kommt noch. Erst in ein paar Kapiteln. Es ist eigentlich nicht so schwer, Ereignisse die absolut gar nichts mit meinen Protagonisten zu tun haben, finden so statt wie in den Büchern. Der Rest ändert sich Situationsbedingt. Ich hoffe nicht, ich hoffe das es eine gute Geschichte bleibt. So vom gesamt Eindruck bin ich recht zufrieden.
Nein eigentlich. Das ist mir während den schreiben eingefallen. Harry hat zu den Dursleys nicht viel mitgenommen, zumindest nichts was sich nicht ersetzen ließe bis eben auf den Zauberstab. Warum liegt auf der Hand.
Trang-Ouls-Avatar: Tja konnte nicht so schnell aupdaten, weil ich nicht dazu gekommen bin, ich hoffe man verzeiht mir, deswegen habe ich letzten so schnell hintereinander upgedatet.
Weide: Das will ich nicht näher verraten. Aber glaubst du wirklich, dass Sirius sich mit Severus verstehen würde, denkst du das Harry einem Mann der seinen Freund so hasst so ohne weiteres vertrauen würde?
Schokki: Ja und nein. Die Beziehung zwischen Severus und Albus wird sich noch einige Jahre auf den Tiefpunkt befinden. Menschen brauchen lange um jemanden zu verzeihen. Eine zweite Chance? In der Zauberergesellschaft unter Fudge? Das Leben ist hart. Das stimmt wenn die Gesellschaft eine gerechte wäre würde sie das erkennen, aber so? Nein, leider kriegt man nicht immer eine zweite Chance, eigentlich sogar sehr selten.
Ewjena: Danke, ich weiß, ich habe zwar Korrektur gelesen und so, aber ich übersehe manche Fehler, ich hoffe, sie stören beim Lesefluss nicht zu sehr…
Die meisten Kapitel hat mir zwar jemand anderer auch durchgelesen, aber trotzdem man übersieht manchmal einfach Sachen. Tut mir leid…
Ameisenbaer: Das war die Absicht. Die Grenze wischen gut und böse ist verschwindet. Ich will die Menschlichkeit der Charaktere herausstreichen. Lucius ist eben nicht nur ein Todesser und Albus Dumbledore ist nicht nur der allwissende weise weiße Zauberer.
Ja Lucius Ruf ist jetzt ein sehr viel besserer, er gewinnt an Einfluss und Macht… Er wird immer ein sehr dualer Charakter bleiben-
jdsmile: Nein, er kommt nicht zu Schulbeginn wieder raus. Sondern erst zwei Wochen nach Schulbeginn. Die Verhandlung war Mitte August. Und doch die Strafe hat es gebracht. Er sah sich mit seiner eigenen Schuldigkeit und Fehlbarkeit konfrontiert. Und nein Harry ist nicht schlecht in Verwandlungen, er ist in keinem einzigen Fach schlecht, er hat das Gefühl schlecht in Verwandlungen zu sein. Man kann sich selbst schuldig sprechen. Das wird in einigen Gerichtsfilmen ganz heftig verwendet. Ich habe mich da nicht ganz an das Rechtsystem das Rowling beschrieben hat gehalten.
Was den Teddybären angeht, das ist meine Schuld ich habe ganz am Anfang ein ganzes Kapitel vergessen. Harrys ersten Geburtstag bei Onkel Tom. Da hat ihn Severus diesen Bären geschenkt und es kommt näherer heraus, wie gute Freunde Severus und Harry werden, ich wollte aber nicht die Leute verwirren und die Geschichte war auch in dem Kapitel immer noch logisch. (ufff) Wenn du willst schicke ich dir dieses lost chapter per mail…
xerperus: Ja ein wenig. Aber ansonsten finde ich die Geschichten sehr unterschiedlich sie stehen auch unter einem anderen Kontext...
Moanah: Ja und nein. Lucius wollte Harry umbringen, weil er blind vor Zorn und Wut war. Harry hat ihn um viel gebracht. Seine Position im Schulbeirat, Reputation und Einfluss und um einen Hauselfen. Ich glaube nicht, dass Lucius Harry in erster Linie umbringen wollte, oder eine Ahnung hatte was er da für ein Buch in die Schule geschleust hatte. Lucius sah Dumbledore in erster Linie als seinen Feind und nicht Harry. Für den er wahrscheinlich eher das Begriff Ärgernis verwendet hätte.
Das hat sich jetzt geändert. Harry ist nicht wie in den Büchern und Lucius hat über Harry viel an Macht und Einfluss gewonnen und er konnte die Macht von Dumbledore brechen. Das wäre ihm so nie gelungen und dessen ist er sich bewusst.
auxia: Ja es war wirklich schwer für mich ein passenden Strafmaß zu finden. Es ist nicht viel, es geht mehr um die Symbolik dahinter. Albus erkennt seine Schuld an, sonst hätte er sich nicht abführen lassen, wie wir alle wissen.
Anm. d. Aut.: Die Verhandlung von Albus Dumbledore war gegen Ende August. Das heißt, dass Albus erst gegen Ende September wieder in Hogwarts auftauchen wird... Falls sich jemand darüber wundert...
Aber jetzt ist Schluss! Ich wünsche allen viel Spaß bei diesem Kapitel!
14. Just another year
Die Ferien waren um. Die Schüler auf der Suche nach einem leeren Abteil rannten lärmend durch die Gänge.
Harry und Draco waren besonders früh gekommen, damit nicht zu viele Leute Harry ansprachen. So saßen sie gemütlich in einem Abteil.
Harry wurde offener mit jedem Tag der verging. Er lachte und riss sogar hie und da einen Witz.
Draco dachte an diese verrückten Ferien. Aber Hauptsache Harry ging es gut, das war das wichtigste. Der Rest kam danach.
Ihr Frieden währte nicht lange. Greg und Vince, Dracos Freunde tauchten bald auf und bombardierten beide mit ihren Fragen. Doch Draco und Harry hatten eine Lösung für das Problem. Sie verteilten die Schokofrösche und die anderen Süßigkeiten. Auch andere Slytherin steckten kurz ihren Kopf in das Abteil. Alle bekamen einen Schokofrosch, von denen hatten sie wirklich genug über um sie großzügig zu verteilen.
Anderorts ging es weniger fröhlich zu. Doch das kümmerte die Slytherins nicht viel. Sie lachten und tratschten teilten Ferien Erlebnisse aus. Niemand fragte Harry nach den Erlebnissen bei den Muggels. Nicht das sie nicht interessiert wären, aber das war nicht ihr Stil. Wenn Harry die Geschichte erzählen wollte, dann würde er das tun.
In Hogwarts änderte sich das. Das Fest wurde von Minerva mit knappen Worten eröffnet. Sie hatte keinen Lehrer für das Fach Verteidigung gegen die dunklen Künste gefunden, deswegen würde das Fach bis auf weiteres von Professor Snape unterrichtet. Bis sie Ersatz gefunden hatten.
Die Lehrerschaft wirkte gedrückt. Es wurde nicht getratscht wie sonst. Immer wieder wurden Harry unruhige Blicke zugeworfen. Die Gryffindors maulten über die Vorstellung den verhassten Lehrer nun in zwei Gegenstände zu haben und warfen Harry vernichtende Blicke zu.
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Die erste Woche verging relativ Reibungslos. Draco hatte Flint den Kapitän der Schulmannschaft solange bearbeitet, bis dieser Nachgab. Er würde sich Harry und ihn ansehen.
In der zweiten Woche sollte es dann passieren. Harry der in der Bibliothek etwas nachgelesen hatte und die Zeit vergessen hatte wollte sich gerade auf den Weg in Richtung Kerker machen, als zwei große Rothaarige Gryffindor sich aufbauten.
„Was denn, ein Slytherin?", fragte der eine.
„So ganz allein?", lachte der andere.
Harry musterte beide und zuckte mit den Schultern.
„Und ist das ein Verbrechen, seit neuesten?"
„Kommt drauf an, von wem? Nicht wahr George."
„Sehr richtig Fred. Kommt drauf an von wem?"
Lachten die beiden Schüler.
„Du hast Dumbledore vertrieben Potter", meinte dann einer ernst.
„Wir mögen Dumbledore", sagte der andere ebenso ernst.
Harry sah sich um. Die wenigen Schüler, die noch unterwegs, schauten, dass sie weiterkamen. Es war bald Ausgangssperre und niemand wollte Filch oder sogar Snape begegnen.
„Was wollt ihr von mir?", fragte Harry mutiger, als er sich fühlte.
„Och nichts, wir würden doch das Slytherin Maskottchen nicht anrühren, oder George", lachte einer der beiden.
„Nicht doch Fred, sonst landen wir auch in Azkaban, wegen Anfassens des Maskottchens, das wollen wir doch nicht riskieren. Oder doch?", fragte der, der wohl George war und schubste Harry in die Richtung Fred.
„Ja Azkaban soll ein netter Fleck sein. Na wo sind deine Todesser Freunde jetzt. Maskottchen antworte! Wo sind deine Todesser Freunde denn jetzt?", fuhr ihn Fred an.
Das war zu viel für Harry.
„Meine Freunde sind keine Todesser!", schrie er wutentbrannt.
„Nein? Dann ist der alte Lucius Malfoy plötzlich keiner mehr. Wär' ja was ganz was Neues", lachte Fred und schubste Harry zu George.
„Klar, der alte Todesser Malfoy, sag Maskottchen darfst du auch schon Muggel foltern. Oder reicht es wenn du Lügen über unseren Direktor erzählst?"
Harry zog seinen Zauberstab. Er war in seinem Leben noch nie so wütend gewesen.
„Lucius Malfoy ist ein großer Mann, er hat mir das Leben gerettet. Ihr werdet diese Worte sofort zurücknehmen", verlangte er.
„Klar, zwing uns doch Maskottchen", meinte George lächelnd.
„Falls den Mut dazu findest, in deinem Haus findet man nicht viel davon, Maskottchen."
„Dein Leben ist nicht einmal einen Furz wert", sagte Fred und ließ einen kräftigen fahren.
Harry wollte sich nicht prügeln, er wollte niemand verfluchen, aber die beiden hatten den Vater seines Freundes beleidigt, der obendrein sein Freund war. Er würde es nachher Severus erklären. Die Ehre gebot ihm sein handeln. Er mochte nicht so stark sein wie Severus, oder gerissen wie Draco. Aber er war nicht ehrlos.
Er schoss den ersten Fluch ab und erwachte im Krankenflügel. Die Krankenschwester wuselte um ihn herum und teilte ihm mit, dass der Hausmeister ihn so gefunden hätte und das wenn er wieder auf den Beinen wäre, er sich bei der Direktorin zu melden hätte.
Das war allerdings erst am späten Nachmittag möglich, wenn es nach der Krankenschwester gegangen wäre ohnehin erst am nächsten Tag. Sie hätte den Jungen gerne Übernacht behalten.
Harry rannte nicht zuerst zu der Direktorin, sondern zu Severus.
Leise klopfte er an. Dann trat er ein.
Severus hob seinen Kopf und sah Harry mit müden Augen an.
„Wer ist es gewesen?", fragte er einfach nur.
Harry schüttelte den Kopf.
„Ich habe den Kampf angefangen. Professor Snape dafür verdiene ich es so wie alle anderen bestraft zu werden", sagte Harry ernst.
„Ich verstehe… Harry…rechne mit Angriffen, bleib am Abend im Gemeinschaftsraum. Meide die Bibliothek und lauf nicht alleine herum."
Severus rieb sich die Augen. Er war so unendlich müde. Er nannte Harry noch das Passwort für das Büro der Direktorin. Harry machte sich auf den Weg dahin. Er hatte das Gefühl, dass alle Schüler ihn anstarrten um dann hinter seinen Rücken über ihn zu flüstern.
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Minerva saß hinter dem wuchtigen Schreibtisch und sah Harry scharf an.
„Was ist vorgefallen?", fragte sie trocken.
Harry streckte sein Kinn heraus. Er würde nichts sagen. Er hätte nichts sagen sollen, alles war seine Schuld. Wegen ihm hatte Severus seinen Freund verloren, wegen ihm waren alle so unglücklich, das wollte er nicht. Er hatte nicht begriffen, was die Verhandlung für Konsequenzen gehabt hatte, bis er hier angekommen war. Jetzt wollte er sich nur noch in eine Ecke verkriechen.
„Hat es Ihnen die Sprache verschlagen?", fragte die Lehrerin noch kälter.
„Nein Madam, ich habe den Kampf angefangen. Wenn es das ist was Sie wissen wollen", sagte er ernst.
„Nun ist erster Linie will ich wissen mit wem."
„Das kann ich Ihnen nicht sagen."
„Kannst du oder willst du nicht. Mr. Potter in dieser Schule werden keine Kämpfe ausgetragen. Haben wir uns verstanden! 30 Punkte Abzug für Slytherin und das mir das nicht wieder vorkommt!"
Harry nickte und trottete aus dem Büro.
Er war Richtung Gemeinschaftsraum unterwegs und dachte nach. Wo der Fehler lag. Es war falsch was diese Leute getan hatten. Es war falsch, dass er zu ihnen erster Linie hatte gehen müssen. Er konnte einfach nicht begreifen, wie Dumbledore auf den Gedanken gekommen war, dass er bei denen sicher wäre.
„Ah das Slytherin Maskottchen mal wieder, mir scheint wir rennen uns des Öfteren übern Weg", lachte George.
Harry sah ihn mit ausdruckslosen Augen an. Egal was kommen würde, er würde nicht kämpfen. Sollten die doch tun was sie wollten, er würde es ertragen, was konnten Jungendliche schon tun. Sie würden ihn sicher nicht mit dem Gürtel schlagen und Essen verbieten konnten sie auch nicht.
Fred lachte hinter ihm.
„Ich denke, wir sollten dem Slytherin Maskottchen farblich nach helfen, findest du nicht George?"
„Sicher, Sicher."
Harry starrte die beiden an. Einer hielt ihm den Zauberstab vor die Nase. Der andere streute Pulver über ihn und murmelte dabei Zauber, die Harry gar nicht kannte.
„Ja so ist schon viel besser, aber eine Kleinigkeit fehlt noch finde ich. Mann sollte seine Narbe in etwas… Passenderes umändern", lachte einen von ihnen.
Dann ließen sie Harry laufen. Der rannte wie er noch nie in seinem Leben gelaufen war. Zum Gemeinschaftsraum.
„Was zum Teufel", fing einer an den er umgerannt hatte. Der drehte sich um und musterte Harry von Kopf bis Fuß.
„Weißt du eigentlich, dass du grün bist?", fragte der Schüler ernst.
„Grün! Ah, das meinten die mit Farbe. Ich hatte einen Zusammenstoß mit ein paar Leuten", meinte Harry einfach und zuckte mit den Schultern. Er wollte sich nur noch verziehen, er würde später Draco fragen was er versäumt hatte.
Eine richtige Schülerschar hatte sich rund um Harry gebildet dem der Grund für die Aufregung nicht verstand. Gut er war grün, das war peinlich, aber nicht mehr. Er schaffte es nicht sich darüber auf zu regen. Sie hatten ihn nicht geschlagen oder verhext.
„Harry!", hörte er Draco rufen.
Mit Greg und Vince Hilfe. Pflügte Draco den Haufen und schaffte seinen jungen Freund in den Schlafraum.
„Harry deine Narbe!", meinte Draco aufgebracht.
„Was ist damit, ist sie auch grün?", fragte Harry leise.
Draco holte einen Spiegel aus seinem Koffer. Draco war eitel, er war wahrscheinlich der einzige der seinen eigenen Spiegel mitgebracht hatte und hielt ihn Harry vor die Nase.
Da dort wo seine Narbe, dort war das dunkle Mal. Es war gelb, ein Totenkopf, aus dem eine Schlange kroch. Draco erkannte die Unterschiede zu dem echten dunklen Mal, aber wie viele Schüler würden die Unterschiede bemerken?
„Harry so kannst du nicht die Halle, wir müssen sofort einen Gegenfluch finden", redete der Slytherin hektisch.
Harry starrte auf den Spiegel und rannte dann in das Badezimmer. Besser gesagt schloss sich dort ein. Draco rannte ihm nach.
„Harry! Wir kriegen das hin! Ganz bestimmt, ich werde sofort den Professor nach einen Gegenzauber fragen. Harry bitte mach auf, wir sind deine Freunde!", schrie Draco verzweifelt.
Aber es half nichts, Draco bekam außer einem leisen Schluchzen keine Antwort. Harry war gegen eine Wand gesunken und versuchte einen klaren Gedanken zu fassen. Jemand hatte ihm das Zeichen, der Mörder seiner Eltern auf die Stirn gemalt. Warum? Wie kam irgendwer auf die Idee, dass er Voldemort gegenüber freundliche Gedanken hegen würde. Ihm verdankte er die Dursleys, ihm verdankte er es, dass die ersten sieben Jahre seines Lebens die Hölle gewesen waren und er noch heute darunter litt.
Wenn Tom ihn nicht gefunden hätte und Severus nicht gewesen wäre. Harry war überzeugt er wäre bereits Tod. Der Gedanke hatte etwas ironisch.
„Weißt du Voldemort, du musst gar nicht kommen und mich töten, du musst mich einfach nur zu denen stecken, die machen das für dich. Hörst mich!", schrie er dann laut. „Du musst nicht kommen und mich töten, es gibt andere die das für dich tun und die sind nicht einmal deine Anhänger, du musst du dir nicht die Hände an mir schmutzig machen!"
Draco und andere hatten den Ausbruch gehört.
Leise fragten die anderen Slytherins was vorgefallen war. Draco erzählte ihnen in knappen Worten was geschehen war. Die Slytherins hielten Harry zwar für schwach, aber er half jeden wann man zu ihm kam und er war ein netter Junge. Zu nett für den Geschmack der meisten.
„Das hat er davon, wenn man nett zu den Leuten ist, treten sie einem in den Arsch", meinte Blaise verdrießlich.
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Harry war nicht beim Abendessen, aber die Zwillinge hatten längst rum erzählt was sie getan hatten, na ja in Ansätzen. Das Potter jetzt viel besser aussah und sie nicht verstanden warum er sich versteckte. Ein paar anderen lachten und meinten, er würde wahrscheinlich ein paar Todessertricks üben.
Harry konnte sich nicht ewig verstecken, dass wusste er und er hatte Hunger, sollte diesen Verrückten ihren Sieg gönnen, oder nicht?
Severus kam am späten Abend vorbei. Harry hatte das Badezimmer nicht verlassen. Als Severus nach ihm verlangte, kam er langsam heraus. Severus Augen weiteten sich vor Schreck.
Er probierte Gegenzauber aus, alle die er kannte und gab Harry allerlei Gegenmittel zu trinken.
„Da kann man nichts tun, ich weiß zwar was mit dir gemacht worden ist. Die Wirkung wird in wenigen Tagen nachlassen. Ich schreibe dir eine Entschuldigung, dass du so nicht zum Unterricht musst", meinte Severus abwesend.
„Nein! Ich habe schon einen Tag versäumt, ich will keinen weiteren fehlen!" schrie Harry verzweifelt.
„Harry. Na gut, wenn du meinst, dass du das durchstehst."
„Du meinst, dass sie mich einen Todesser nennen? Es ist gelogen! Es ist gelogen genauso wie alles andere auch!"
Severus hob eine Augenbraue. Aber er wusste Harry würde nicht sagen was er mit alles andere auch meinte, nicht vor den anderen Schülern. Harry hatte seinen Stolz.
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Die folgenden Tage waren ein Spießrutenlauf. Draco und die anderen Schüler ließen Harry keinen Augenblick aus den Augen. Die Schüler zeigten mit erschreckten Gesichtern auf Harry und murmelten untereinander.
Für Harry selbst war es die Hölle, er war schon seit jeher ein Einzelgänger, der zwar gern unter Menschen war, aber genauso gern unter sich. Trips in die Bibliothek konnte er vergessen.
Nach einigen Tagen nahmen seine Haare und sein Gesicht wieder seine normale Haarfarbe an.
Harry hielt sich auch noch die kommende Woche an das Gebot des Lehrers, aber dann wurde es ihm zu bunt. Er musste in die Bibliothek er wollte etwas für Professor Flitwick nachlesen. Er konnte doch nicht zu lassen, dass er nur wegen dem Schwachsinn plötzlich schlechtere Noten hatte.
Draco wollte unbedingt noch mit Flint reden, weil sein Geschenk bald ankommen würde und er nicht den ganzen Tag in der Bibliothek rumhängen wollte, wies er Greg und Vince an, auf Harry acht zu geben. Aber Harry kam das blöd vor, er sagte sie könnten ruhig gehen, er wäre kein kleiner Junge mehr, er könnte selbst auf sich achten.
Ein Fehler. Harry begraben unter einen Stapel von Büchern vergaß die Zeit. Er hatte sich in den Texten und Zeilen verloren. Die Hausübung war längst fertig, dennoch las er eine kleine Weile bis das dämmrige Licht der Bibliothek und der Hinweis, dass bald Ausgangsperre war ihn daran erinnerte, dass er schleunigst in den Keller gelangen sollte.
Harry stopfte seine Sachen eilig in die Tasche und machte sich auf. Es war wirklich schon dunkel er würde sich beeilen müssen…
Eine Gruppe von Schülern baute sich hinter ihm auf.
„Das Todesser Maskottchen beehrt uns mit seiner Anwesenheit", lachte einer der Schüler.
Es war sicherlich ein Sechst- oder Siebentklässler aus Gryffindor. Die anderen fielen in das Lachen mit ein.
„Wir wollen keine Todesser auf dieser Schule", knurrte einer und hob seine Fäuste. „So ein Abschaum hat hier nichts verloren."
„Verräter!", spie ein anderer und spuckte ihm vor die Schuhe.
„Deine Eltern müssen ja mächtig stolz auf dich sein. Ha ich hab's vergessen du hast ja gar keine Slytherin Maskottchen. Wie ist alles, wofür die Eltern gearbeitet haben, zu verraten? Muss ein tolles Gefühl gewesen sein, als du dich an Malfoys Rockzipfel gehängt hast", keifte ihn einer an.
„Klar ein Todesser unter Todessern. Gleich und Gleich gesellt sich gern!"
Harry starrte die Gruppe rund um ihn an. Er war in der Falle, was hatte er auch lesen müssen! Er war so dämlich.
„Ich bin kein Todesser und ich werde auch ganz gewiss keiner werden. Keiner meiner Freunde sind Todesser, aber vielleicht seid ihr ja welche. Erzählt man sich nicht, dass Todesser es liebten in der Gruppe auf zu treten, um Schwächere zu vernichten? Ist es nicht das was ihr gerade tut?", fragte Harry.
„Du kannst reden was du willst Todesser, dass müsst ihr gut können, wer weiß vielleicht gefällt ‚du weißt schon wer' dein Geschwafel", lachte ihn einer aus und schubste ihn kräftig.
Harrys Gesicht wurde zu Stein. Sie konnte ihm nicht wehtun. Er würde nicht schreien, egal was sie taten, er würde nicht schreien. Er würde sich nicht wehren. Sie würden keine Macht über ihn gewinnen, er würde die Schläge und Tritte ertragen. Jemand riss ihm die Brille herunter und trat darauf, er konnte das Knirschen hören.
Ein anderer hielt seine Arme fest. Dann begannen andere auf ihn ein zu prügeln. Harry biss die Zähne zusammen. Er schrie nicht, ab und an, wenn sie eine besonders empfindliche Stelle trafen, hisste er vor Schmerz. Sie ließen los und er rollte sich auf einen kleinen Ball zusammen und versuchte seinen Körper so gut er vermochte zu schützen.
„WAS IST HIER LOS!", schrie eine Stimme, die alle zusammen fahren ließ.
Das war Albus Dumbledore, niemand anderer, als der ehemalige Direktor von Hogwarts. Den Mann dessen Ehre sie zu verteidigen glaubten.
Die Schüler stoben auseinander. Harry zuckte noch ein wenig unter den Schmerzen, aber sie hatten aufgehört ihn zu schlagen und er hatte nicht geschrieen. Gut.
„Was fällt euch ein zu siebent auf einen Zweitklässler ein zu prügeln, was fällt euch ein überhaupt jemanden zu prügeln. Ihr habt euch verhalten wie…wie", schimpfte Dumbledore dem vor lauter Zorn kein Wort einfallen wollte.
„Wie Todesser", murmelte Harry und starrte den Direktor an, na ja er versuchte ihn zu sehen, aber seine Sicht war ohne Brille und mit dem geschwollenen Auge sehr, sehr schlecht.
Die Schüler sahen betreten zu Boden. Dumbledore nahm etwas das aussah wie eine Taschenuhr.
„Professor Snape würden Sie bitten in den ersten Stock, vierten Flur kommen", sprach er in das Ding.
„Sie werden bleiben, da sie ein Mitglied eines anderes Hauses angegriffen haben, wird Professor Snape über ihre Strafen entscheiden, ob sie der Schule verwiesen werden, kann ich Ihnen nicht sagen, aber richten Sie sich darauf ein", sagte er eisig zu den Schülern die mit jeden Wort kleiner wurden.
Harry bückte sich nach seiner Schultasche und nach seiner zerstörten Brille. Er hatte diese solange er denken konnte, sie war ein Teil von ihm.
Severus ließ nicht lange auf sich warten und er hatte in wenigen Sekunden die Lage eingeschätzt. Trotzdem stellte Albus in kurzen Worten klar, was hier passiert war. Der Professor zog jedem 50 Punkte ab, erteilte Monatelange Strafarbeiten und schwor, dass er der Direktorin eingehend zu einem Ausschluss der Schüler raten würde.
Harry wollte nur noch weg. Er hatte sich schon wieder Feinde gemacht, er hätte auf den Professor hören sollen, aber nicht in die Bibliothek zu dürfen, das war eine zu harte Strafe für den jungen Slytherin.
„Mr. Potter wenn sie in mein Büro mitkommen würde, dann kann ich mir ihre Wunden ansehen und sie müssen die Nacht, dann im nicht im Krankenflügel verbringen, wenn Ihnen das Recht ist", sagte Albus sanft zu ihm.
Harry nickte und trottete dem Lehrer hinter her.
Sie gingen nicht in das Büro des Direktors sondern in ein anderes. Harry war es gleich, er wollte sich nur setzen, er wollte nur schlafen, die Schmerzen und den Stress vergessen.
Albus bugsierte ihn in einen weichen Sessel und gab ihm eine Phiole zu trinken. Harry kannte das Gebräu es war ein mittelstarker Heiltrank, es würde die meisten Blessuren heilen.
Harry legte die Brille auf den Tisch.
„Könnten Sie auch meine Brille richten?", fragte er schüchtern.
Albus lächelte leicht und tat worum man ihn gebeten hatte.
Harry fühlte sich gleich viel wohler, jetzt wo er seine Umgebung wieder wahrnahm und die Schmerzen abklangen, konnte er wieder einen klaren Gedanken fassen.
„Es war meine Schuld Sir, ich hätte nicht alleine unterwegs sein dürfen und schon gar nicht um diese Uhrzeit. Ich war in der Bibliothek, Professor Snape hatte mich gebeten es nicht zu tun, aber ich… ich gehorchte ihm nicht, also ist es meine Schuld. Was passiert ist."
„Harry…"
„Alles ist meine Schuld! Wenn ich nicht gewesen wären Sie nicht verurteilt worden, wenn ich nicht gewesen wären Sie und Severus noch Freunde!"
„Harry, hör mich an, bitte hör mich an. Du trägst an dem ganzen keine Schuld. Die hatten Recht weißt du, ich hätte nicht so verbohrt sein dürfen, ich hätte auf Severus Warnungen hören müssen, egal wie verletzt ich war. Verstehst du, ich bin ein erwachsener und erfahrener Zauberer. Auf Severus Urteil war und ist Verlass, er beschönigt nichts, er lässt nichts weg. Er hat mir als einmal gesagt, dass es für dich gefährlich wäre zu deinen Verwandten zu gehen, dass sie dich misshandelten. Ich habe nicht auf ihn gehört, ich dachte, ich wäre ich viel weiser, als er. Aber ich bin es nicht. Harry ich bin es nicht, ich habe einen Fehler gemacht."
Harry nickte verstehend.
„Und dieser eine Fehler kann uns viel kosten. Er hat mich meine Position als Direktor gekostet, die Frage ist, wie viel er noch kosten soll. Die Frage ist ob du mir vergeben kannst?"
„Alles was ich je wollte und immer noch will, ist in meinen zu Hause zu leben, bei Onkel Tom. Dort fühle ich mich sicher, es ist mein zu Hause und wissen was ich glaube."
„Was denn?"
„Ich bin nirgendwo sicher, die einen verdammen mich, weil ich ein Slytherin bin, die anderen weil ich den dunklen Lord vernichtet habe. Was ich ohnehin nicht glaube, es ist unlogisch und widerspricht den Prinzipen der Magie."
Albus nahm einen Zitronenzuckerl aus einer seiner Manteltasche und bat Harry fort zu fahren.
„Prinzipien der Magie?"
„Ja, Magie basiert auf verschieden Prinzipien. Die Magie, als dieser komische Spruch den der dunkle Lord angewandt hat."
„Nenne ihn bitte Voldemort zumindest in meiner Gegenwart, Harry", bat Dumbledore ihn.
Harry nickte.
„Voldemort hat dunkle Magie angewandt, aggressive Magie und die basiert auf mehr Macht. In der Theorie wäre jeder Fluch blockbar, wenn man mehr Macht hat als das Gegenüber. Bei diesem kommt hinzu, dass es sich um so genannte Todesmagie handelt. Muss ein Ableger eines nekromantischen Spruches sein, ich nehme an der Zauber früher in Kombination gesprochen wurde um lebende Tote oder Untote her zu stellen. Weil der einzige Spruch ist der den Körper völlig intakt lässt. Und deswegen weil es sich um so ungewöhnliche Magie handelt von der heute bis auf diesen Zauber nichts mehr bekannt ist, kann man ihn nicht blocken. Man bräuchte einen Meister der Nekromantie, der würde es wahrscheinlich mit einer Leichtigkeit schaffen, aber ich weiß nicht ob es so was je gegeben hat."
Albus lehnte sich zurück und musterte den Schüler.
„Nicht viele Mitarbeiter der Mysteriumsabteilung, wissen soviel über das Thema wie du. Woher hast du dein Wissen?", fragte Albus höchst interessiert.
„Aus Büchern, das meisten stand eigentlich im dem Buch vergessene Flüche und ihre Bewandtnis. Das habe ich während einer Inventur bei Florish and Blotts gefunden und Henry hat gesagt, ich könne es behalten, weil so einen Schinken ohnehin keiner mehr lesen würde."
„Verstehe. Harry du bist ein außergewöhnlicher Junge, ein wirklich außergewöhnlicher Junge. Bei allem was ich dir angetan habe, will ich dir nicht noch mehr antun. Aber, ich denke…wer weiß wie viel Zeit ich noch habe…Ich will dir sagen warum, der schwarze Lord deine Familie angegriffen hat und warum er versucht hat dich zu töten. Es wird dir nicht gefallen."
Harry nickte ernst, klar so was konnte keinem gefallen, aber es war gut, dass er endlich eine Antwort auf die Frage bekam, die ihm seit Jahren auf der Seele brannte und er bis jetzt keine zufrieden stellende Antwort bekommen hatte.
„Harry kurz vor deiner Geburt wurde eine Prophezeiung gemacht. Eine die den Lord über alle Maßen erschreckte. Es hieß in der Prophezeiung, dass einer der geboren würde, den der Lord als gleichwertig zeichnen würde, jemanden der ihn vernichten könnte. Es gab zwei Kandidaten und es Voldemort der sich für dich entschied und ihr habt durchaus Ähnlichkeiten mit einander. Nicht zu leugnen, aber ihr seid auch sehr unterschiedlich", erklärte Dumbledore.
„Diese Prophezeiung und die Befürchtung, dass es jemanden gäben könnte der stark genug wäre ihn zu vernichten, veranlasste ihn dazu. Er wollte dich und deine Familie auslöschen, aber das Opfer deiner Mutter, die ihr Leben für dich gab sorgte irgendwie dafür das sein Fluch auf ihn zurückprallte und hinterließ dich lebend mit dieser Blitznarbe im Gesicht."
Harry traute seinen Ohren kaum.
„Und ich soll der jenige sein, der Voldemort vernichtet, ich gerade ich? Ich kann das nicht, ich will das nicht können. Ich will niemanden schaden!"
„Nicht einmal Voldemort, den Mörder dein Eltern?", fragte Albus überrascht.
„Ich weiß es nicht, die Vorstellung, ich wüsste nicht wie", meinte Harry ehrlich. „Ich meine er ist vernichtet, oder etwa nicht?"
„Nein Harry das ist er nicht und du weißt das, du bist ihm bereits begegnet, er ist geschwächt aber nicht vernichtet und du bist der einzige des wirklich kann. Du kennst den Rest, dieser Prophezeiung nicht."
Harry hörte ihm wieder angespannt zu.
„Einer muss denn anderen zerstören, denn einer kann nicht leben solange der andere existiert."
„Das heißt entweder er? Oder ich? Das ist ein Witz! Das muss ein Witz sein, wer denkt sich so einen Schwachsinn aus, ich kann nicht, ich will nicht, ich werde nicht. Nein, das kann man von mir nicht verlangen, ich weiß gar nicht wie das anstellen soll?", jammerte Harry verzweifelt.
„Wenn du es nicht tust wird die Welt eines Tages in Dunkelheit untergehen und alles was du schätzt und liebst wird vernichtet werden. Willst du das Harry?", fragte Albus sanft.
„Nein, ich will aber auch nicht kämpfen, gebe es denn keinen anderen Weg?"
„Harry, wenn es den gegeben hätte, würdest du jetzt nicht hier sitzen und ich würde dir nicht deine Kindheit rauben. Glaub mir ich wünschte es wäre anders, wie sehr wünschte ich mir es wäre anders…", murmelte der Lehrer vor sich hin.
Harry nickte, er hatte nicht alles verstanden, aber das was er wissen musste hatte er verstanden. Er musste ein großer Zauberer werden, mehr denn je. Nicht nur mehr weil er es werden wollte, sondern weil die Notwendigkeit bestand. Voldemort war ihm 50 Jahre voraus und er würde lernen müssen, wie man kämpfte. Aber das wichtigste, er musste herausfinden warum Voldemort den letzten Krieg überhaupt gekämpft hatte, worum es bei der ganzen Sache überhaupt ging.
Harry straffte sein Kinn.
„Sie werden mir helfen müssen, wenn ich Voldemort besiegen soll muss ich Sachen wissen, die Sie mir nicht erzählt haben, die mir keiner erzählen konnte."
„Was denn?", fragte Albus milde erstaunt. Harry war wirklich ein außergewöhnliches Kind.
Er ging wohl an jedes Problem wie an einen Trank heran.
„Warum hat Voldemort den letzten Krieg gekämpft?", fragte Harry.
Albus starrte ihn mit großen Augen an.
„Ich weiß es nicht, der einzige der dir diese Frage beantworten kann ist Voldemort persönlich."
Reviews! Bidde bidde, bidde!
