Disclaimer: Die Urheberrechte an Harry Potter gehören JK Rowling, alles was zu Bleach gehört ist geistiges Eigentum von Tite Kubo. Mit Sicherheit sind da noch ein paar Verlage im Spiel, vor allem Bloomsbury Publishing (Harry Potter) und Shueisha (Bleach).

Die Idee zu dieser Geschichte stammt nicht von mir, sondern von Eradona. Das hier ist eine Übersetzung, für die ich ihre Erlaubnis habe. Ihr findet das Original unter "www. fanfiction (.net)/ s/ 7197392/ 1/ Harry-Potter-and-the-Order-of-the-Bleached-Phoenix" (ohne Klammern, Leer- und Anführungszeichen).

||Die Charactere sprechen Japanisch||

:Der innere Hollow spricht:

:Zangetsu spricht:


Kapitel 14

Ichigo und Uryu waren unter den letzten Schülern, die zum Unterricht kamen, aber die anderen hatten ihnen Plätze freigehalten. Harry war sich nicht bewusst gewesen, wie sehr er nachh dem anderen Jungen Ausschau gehalten hatte, bis er ihn hereinkommen sah. Er war begierig, etwas über die Selbstständigen Studien bei Snape zu erfahren. Ichigo grinste ihn an, als er sich neben Rukia setzte.

"Wie..." fing Harry zu fragen an, aber er wurde von Professor Umbridge unterbrochen, die aufstand und vor die Klasse trat.

"Guten Tag", sagte sie, als die Klasse sich gesetzt hatte. Harry bemerkte, dass es nur ein paar gemurmelte Erwiderungen gab.

"Gute Güte", sie schüttelte mit vorgetäuschter Verzweiflung den Kopf. "Nun, das geht ganz und gar nicht. Nun, versuchen wir das noch einmal, mit etwas mehr Begeisterung bitte. Und bitte antworten Sie mit 'Guten Tag, Professor Umbridge'. Nun, Guten Tag, Klasse."

"Guten Tag, Professor Umbridge", sagten alle im Chor. Ichigo verdrehte in Harrys Richtung die Augen. Er fühlte sich, als wäre er wieder in der ersten Klasse.

"Viel besser", brüstetete sie sich süßlich, und Ichigo wollte am liebsten würgen. "Nun, Zauberstäbe weg und Federn heraus, bitte." Ichigo und Uryu hatten noch gar keine Gelegenheit gehabt, ihre Zauberstäbe hervor zu holen, da sie es gerade rechtzeitig in den Unterricht geschafft hatten.

Mit Seufzern und niedergeschlagenen Blicken gehorchte die Klasse. Die Freunde wechselten ein paar Blicke, es war so schlimm wie sie befürchtet hatten. Soifon hatte unbemerkt der Planungssitzung zwischen Fudge und Umbridge beigewohnt, also hatten sie gewusst, was sie erwarten würde. Sie alle hatten den eher trockenen, aber interessanten Bericht gelesen, den sie verfasst hatte...

Umbridge zog ihren Zauberstab hervor - er war so kurz und untersetzt wie sie selbst - und tippte damit an die Tafel, was dazu führte, dass Worte in einer übertrieben verschnörkelten Kursivschrift auftauchten: Verteidigung gegen die dunklen Künste: Eine Rückkehr zu den Grundprinzipien.

"Sie hatten solch einen zusammenhanglosen Unterricht in diesem Fach", sagte Umbridge missbilligend. "Der jährliche Wechsel der Lehrer hat sie weit hinter dem zurückfallen lassen, was Sie für Ihre Z.A.G.s brauchen.

"Das Ministerium hat entschieden, dieses Defizit zu beheben. Sie werden sich freuen zu hören, dass wir nun einem neuen, vom Ministerium zugelassenen, sorgfältig strukturierten und theoriebasierten Lehrplan zu defensiver Magie folgen werden. Bitte schreiben Sie das folgende ab:" sie klopfte wieder mit ihrem dicken kleinen Zauberstab an die Tafel und das Wort "Unterrichtsziele" erschien.

1. Verstehen der Prinzipien, die Verteidigungsmagie zugrunde liegen

2. Situationen erkennen lernen, in denen Verteidigungsmagie legal verwendet werden kann

3. Die Verwendung von Verteidigungsmagie in den Zusammenhang mit der praktischen Anwendung stellen

Danach wies Sie alle an, die Bücher herauszunehmen und Kapitel eins zu lesen.

Kapitel eins war genauso stinklangweilig wie Harry befürchtet hatte. Jemand stupste ihn in den Rücken. Es war Ichigo, der ihn aufweckte. Als er hinsah stellte er fest, dass sein neuer Freund das Buch noch nicht einmal aufgeschlagen hatte. Der Rest seiner Gruppe hatte das ebenfalls nicht. Er ertappte Tatsuki beim Gähnen; Mizuiro kritzelte etwas auf sein Pergament; Momo starrte ins Leere. Uryu machte Hausaufgaben für ein anderes Fach. Harry versuchte sich wieder auf sein Buch zu konzentrieren, nur um festzustellen, dass sowohl Hermine als auch Rukia die Hände in der Luft hatten. Hermine schüttelte an ihn gewandt den Kopf und Rukia warf Ichigo einen Blick zu der besagte 'frag mich später'.

Dies ist schlimmer als gedacht, wenn Rukia bereits versucht, die Aufmerksamkeit von Umbridge auf sich zu lenken, und der Unterricht dauert noch nicht einmal zehn Minuten. Ichigo starrte zu ihr nach vorn und sie verdrehte die Augen in Richtung Hermine, deren Hand ebenfalls oben war. Rukia musste praktisch aufstehen, um hinter Ron gesehen werden zu können.

Was zur Hölle? fragte er sich. Er sah zu Umbridge hinüber, die beide Mädchen unverblümt ignorierte. Während die Minuten langsam verstrichen wurde es offensichtlich, dass niemand in der Klasse las - noch nicht einmal die Slytherins, die genauso von dem fasziniert waren, was vor sich ging. Selbst Draco Malfoy sah gebannt zu - sie alle beobachteten Hermine und Rukias Versuche, Umbridges Aufmerksamkeit auf sich zu lenken.

"Wollten Sie etwas zum Kapitel fragen meine Liebe?" Umbridge war endlich gezwungen, sie zur Kenntnis zu nehmen.

"Nichts zum Kapitel, nein..."

"Nun, wir lesen gerade..." tatsächlich war niemand am Lesen. Aller Augen waren auf Rukia und Hermine gerichtet.

"Es geht um die Kursziele."

Oh, jetzt ist gleich die Kacke am Dampfen… Ichigo ließ seinen Blick nach links schweifen, wo er sah, dass Momos Augen sich bei Hermines Worten alarmiert weiteten, als sie ihn ansah.

"Und Sie sind..?" Als ob sie das nicht wüsste...

"Hermine Granger."

"Nun, Miss Granger, ich für meinen Teil denke, dass sie vollkommen klar sind", lächelte Professor Umbridge sie an, aber sie schien sich Mühe geben zu müssen, das Lächeln beizubehalten. "Vielleicht haben Sie sie nicht sorgfältig genug gelesen."

"Doch, das habe ich", erwiderte Hermine geradeheraus. "Es ist nur so, dass Sie nichts darüber geschrieben haben, dass wir Verteidigungszauber tatsächlich anwenden würden."

Nach einer kurzen, intensiven Stille, während derer alle die Luft anzuhalten schienen, lachte Professor Umbridge, ein hohes Kleinmädchenlachen, das schlimmer war als Nägel auf einer Tafel.

"Anwenden? Verteidigungszauber?" das Lachen fing wirklich an, Ichigo zu irritieren. Und schlimmer noch, es irritierte ihn ebenfalls. Ichigo konnte fühlen, wie er sich mit einiger Erregung rührte. "Mein liebes Kind, warum um alles in der Welt sollte jemand in diesem Klassenzimmer defensive Magie anwenden müssen?"

Rukia hüpfte nun praktisch auf und ab bei dem Versuch, Umbridges Aufmerksamkeit zu erregen, was ihr endlich gelang.

"Ja, meine Liebe? Müssen Sie auf die Toilette gehen?"

"Ehm - nein. Es ist nur so, dass die meisten dazu neigen mich zu übersehen... oder direkt über meinen Kopf hinweg zu schauen..." lächelte Rukia sie süßlich an. Professor Umbridge lächelte umgehend zurück; Winzling zu Winzling, das dachte sie jedenfalls.

"Oh, das verstehe ich vollkommen meine Liebe. Miss - würden Sie mit bitte Ihren Namen sagen?" Rukia hatte Umbridge jetzt komplett in ihren Bann gezogen, bemerkte Ichigo voller Stolz. Er stützte das Kinn auf eine Handfläche und sah mit einem Beinahelächeln zu ihr auf.

"Er lautet Rukia - Rukia Kuchiki", lächelte sie salbungsvoll. Und so sehr er diese Stimmlage auch hasste, er musste zugeben, dass sie sie viel besser beherrschte...

:Oh bitte, ich kotze hier gleich...:

Oh, Scheiße, dachte Ichigo und holte tief Luft. Das ist nicht gut. Ich kann das nicht gebrauchen...

:Für den Moment ist er unter Kontrolle, Ichigo: Zangetsus tiefe, sanfte Stimme beruhigte ihn - für den Augenblick.

"Ich habe mich gefragt ob ich das alles richtig verstanden habe, oder ob ich es missverstanden habe, weil mein Englisch nicht gut genug ist. Ich dachte, dass die Z.A.G.s sowohl einen praktischen als auch einen schriftlichen Teil hätten... dass Schüler zeigen müssten, dass sie die defensiven Zauber sowohl anwenden können, als auch wissen müssen, welche es sind. Habe ich das falsch übersetzt?" Rukia blickte Umbridge unschuldig aus ihren großen, indigoblauen Augen an. Professor Umbridge schien einen Moment lang erstaunt zu sein. Sie blinzelte vor Überraschung.

"Wie ich schon sagte", lächelte sie zurück und versuchte, Rukia an Süße zu übertreffen, wobei sie kläglich versagte. "Dies ist ein vom Ministerium zugelassener Lehrplan. Die Examen werden vom Ministerium durchgeführt."

Rukia zog einen niedlichen Schmollmund als ob sie immer noch nicht verstehen würde und setzte sich, enttäuscht von der ausweichenden Antwort, die sie erhalten hatte.

"Wir werden keine Verteidigungszauber anwenden? Überhaupt keine?" fragte Ron laut.

"Schüler werden die Hand heben, wenn sie während dieses Unterrichts sprechen möchten, Mr...?"

"Weasley", Ron stieß seine Hand in die Luft, aber Professor Umbridge drehte ihm den Rücken zu. Harrys und Hermines Hände schossen augenblicklich nach oben, aber Umbridge ignorierte Harry rundheraus, genau wie Ichigo es erwartet hatte.

"Gibt es noch etwas anderes, Miss Granger?"

"Ja. Ich dachte, der ganze Zweck der Verteidigung gegen die dunklen Künste wäre es, die Zauber tatsächlich zu üben."

"Sind sie eine vom Ministerium ausgebildete Erziehungsexpertin, Miss Granger?" Professor Umbridge verlor nie ihr übertrieben zuckersüßes Lächeln.

"Nein, aber..."

"Nun denn, ich befürchte dann sind sie entschieden nicht qualifiziert zu entscheiden, was der Zweck irgendeines Unterrichtsfaches ist. Besonders ausgebildete Zauberer, die viele Jahre älter sind als Sie haben entschieden, was unser Studienprogramm sein wird. Sie werden über Verteidigungszauber in einer sicheren, risikofreien -"

"Was bringt das?" unterbrach sie Harry. "Wenn..."

"Hand, Mr. Potter!" Hand!" sang Professor Umbridge freundlich und drehte ihm dann prompt den Rücken zu, als er nicht seine Hand sondern eine Faust in die Luft streckte. Sie stellte nur fest, dass weitere Hände in der Luft waren.

"Ja, ehm..."

"Dean Thomas."

"Nun gut, Mr. Thomas." Zu diesem Zeitpunkt schien sie sich mit einer Frage- und Antwortstunde abgefunden zu haben.

"Nun, wenn wir angegriffen werden, ist das wohl nicht risikofrei, nicht wahr?"

"Mr. Thomas, ich werde mich wiederholen, da ich nicht glaube, dass Sie mich beim ersten Mal gehört haben - erwarten Sie, in meinem Klassenzimmer angegriffen zu werden?"

"Nein, aber..."

Umbridge lächelte irgendwie immer noch auf diese aufreizende Art. Wie sie es noch aufrecht erhielt, wusste Ichigo nicht.

"Nun, ich habe nicht den Wunsch zu - kritisieren - wie diese Schule bis jetzt geleitet wurde", sagte sie, während alle sicher waren, dass sie genau das beabsichtigte, "aber es hat einige sehr verantwortungslose, um nicht zu sagen gefährliche Zauberer in dieser Position gegeben."

"Wenn Sie Professor Lupin meinen, er war der absolut beste..." sagte Dean heftig.

"Hand, Mr. Thomas! Sie sind mit Zaubern bekannt gemacht worden, die Kinder Ihres Alters nicht kennen, oder damit bekannt gemacht werden sollten. Potenziell tödliche Zauber; Ihnen wurde die Angst eingeimpft, dass sie beinahe täglich angegriffen werden -"

"Nein, wurde uns nicht! Wir haben nur..."

"Ihre Hand, Miss Granger, Ihre Hand!" Professor Umbridge wandte sich jedoch von Hermine ab, sobald diese ihre Hand erhob. Wie üblich.

Ichigo fing an Kopfschmerzen zu bekommen. Er wollte Umbridge mit einem Cero in die Bewusstlosigkeit sprengen und Lupin dahin zurückholen, wo wenigstens einige... okay, die meisten Schüler ihn zu schätzen wussten, selbst wenn es geheim bleiben musste. Er war sich ziemlich sicher, dass er den Trank brauen konnte. Er hatte das Rezept bereits durchgelesen und obwohl es kompliziert wirkte, dachte er, dass er mit Uryus Hilfe... und er war sich ziemlich sicher, dass zu diesem Zeitpunkt niemand Umbridge vermissen würde - außer vielleicht Minister Schokoriegel.

"... nicht nur illegale Flüche vor Ihnen angewendet, sondern Sie auch damit belegt hat..."

"Nun, er hat sich dann als Wahnsinniger herausgestellt, nicht wahr? Selbst wenn wir eine Menge gelernt haben?"

"Mr. Thomas, wie oft muss ich Ihnen noch sagen...?"

"Meine Hand, ich weiß", murmelte Dean und machte sich nicht die Mühe sie zu heben. Er wusste inzwischen, was vor sich ging; sie alle wussten es.

"Nun, das Ministerium ist der Meinung, dass theoretisches Wissen für Ihre Prüfungen ausreichend sein wird. Ja, Miss...?"

"Tatsuki Arisawa. Und wie Rukia vorhin gesagt hat... wie kann man von uns erwarten, dass wir in einer praktischen Prüfung gut abschneiden, wenn wir vorher nicht üben konnten? Ich weiß nicht wie es den anderen geht, aber das erste Mal wenn ich einen Zauber anwende, möchte ich es nicht in einer Prüfung tun!"

"Solange Sie die Theorie gründlich genug studiert haben..."

"Und was nützt uns die Theorie in der wirklichen Welt?" Ichigo ergriff das erste Mal das Wort. Keines dieser Kinder hätte auch nur die geringste Chance gegen einen durchschnittlich starken Hollow. Seine Mutter, eine voll ausgebildete Hexe, die den Vorteil gehabt hatte, dass sie genau wusste, womit sie es zu tun gehabt hatte, war durch die Hand von Grand Fisher gestorben. Und sie hatte eine richtige Ausbildung gehabt, nicht den Mist, den ihnen das Ministerium hier anzudrehen versuchte. "Sicher, hier in diesem Klassenzimmer wird es risikofrei sein, aber da draußen? Sollen Sie uns nicht angeblich darauf vorbereiten?"

"Wirklich, Mr. ah..."

"Kurosaki", sagte er steif und starrte sie wütend an. Aus irgendeinem Grund schien sie seinem Blick nicht begegnen zu können. Rukia hatte ihm gesagt, dass sein Starren so Respekt einflößend geworden war wie der des Generalkommandanten oder ihres Bruders.

"Mr. Kurosaki, was in aller Welt glauben Sie ist da draußen, das Kinder wie Sie es sind verletzen wollen würde?"

Einen Moment lang war Ichigo beinahe versucht, Hemd und Umhang auszuziehen und sie die Narben sehen zu lassen, die er sich während der letzten beiden Jahre zugezogen hatte. Die, die nicht weggegangen waren. "Oh, ich weiß nicht, tatsächlich fallen mir ein oder zwei Dinge ein", konterte er. Er hatte sich eine Liste japanischer Wasserdämonen eingeprägt, die weit über Kappas hinaus ging, und er war darauf vorbereitet, sie ihr um die Ohren zu hauen.

"Ichigo", sagte Rukia leise, warnend.

"Vorsicht, Kurosaki", sagte Uryu hinter ihm, genauso leise. Sie hätten sich keine Sorgen machen müssen. Er hatte bereits bedacht, was er den Leuten sagen würde. Es war unvermeidlich, dass irgendwann jemand bemerken würde, wie viele Narben er hatte. Orihime sei gesegnet, sie heilte ohne Narben zu hinterlassen, aber sie dachte nie daran, die alten Wunden zu versorgen, die bei denen sie nicht in der Nähe gewesen war, um sie zu heilen... Seine Hand war tatsächlich zu seiner Krawatte gewandert, bereit sie zu lösen...

"Da draußen ist nichts!"

"Oh ja?" Harry sprang auf, ehe Ichigo antworten konnte. Sein Gemüt hatte endlich die Belastungsgrenze erreicht. "Lassen Sie mich nachdenken - wie ist es mit..." seine Stimme nahm einen spöttischen Tonfall an, "vielleicht... Lord Voldemort?"

"Harry!" zischte Hermine.

Ichigo zuckte zusammen und ächzte leise. Er war nicht schnell genug eingesprungen um das Gespräch und die Aufmerksamkeit von Harry abzulenken, das Gegenteil war passiert. Er hörte Uryu einen leisen Fluch ausstoßen und Momo sah aus, als ob sie in Ohnmacht fallen würde. Ron keuchte und der arme Neville fiel tatsächlich zu Boden. Die Gruppe aus Karakura musste so tun, als hätten sie den Namen noch nie zuvor gehört. Dennoch konnten sie sich umsehen und aus den verschiedenen Gesichtsausdrücken und Reaktionen gewisse Schlüsse ziehen. Vor allem, da Professor Umbridge ein zufriedenes Feixen auf dem Gesicht hatte. Er kannte diesen Blick, hatte ihn zu oft in seiner Schullaufbahn gesehen, um nicht zu... Scheiße.

"Das sind dann zehn Punkte Abzug für Gryffindor, Mr. Potter." Der Raum war so still, dass man eine Eulenfeder hätte zu Boden fallen hören, als die Leute sich gegenseitig anstarrten. "Nun, lassen Sie mich ein paar Dinge erklären um die Angelegenheit für Sie klarzustellen", Professor Umbridge starrte auf sie alle hinunter. Sie lächelte nicht länger. "Ihnen wurde gesagt, dass eine gewisse - Person - wiederauferstanden wäre..."

"Er war gar nicht tot, so dass er nicht wiederauferstehen musste!" Er..."

"Mr. Potter, wollen Sie mehr Punkte verlieren?" Sie starrte ihn an. "Nun, wie ich schon sagte..."

In Ichigos Geist drehte sich alles. Er musste etwas unternehmen. Irgendetwas. Er stellte fest, dass er die Hand ausstreckte um nach Harrys Arm zu greifen und den Kopf in Richtung des anderen Jungen schüttelte, als Harry sich umdrehte und ihn wütend anstarrte. Harry versuchte seinen Arm wegzuziehen, aber Ichigo hielt fest.

"Harry", schaffte Ichigo leise genug zu flüstern, so dass nur Potter ihn hören konnte. "Stopp, sie ködert dich, sie hat darauf gewartet..."

Professor Umbridge hatte ihren kleinen Vortrag beendet, aber Harry stand auf und zog Ichigo mit sich. Er flüsterte immer noch auf Harry ein, versuchte ihn zu beruhigen, ihn davon zu überzeugen, dass dies genau das war, worauf Umbridge gewartet hatte. Er hatte den triumphierenden Ausdruck in ihren Augen bemerkt, sobald Harry das Wort ergriffen hatte...

Oh, Scheiße, Ichigo wollte Harry einfach K.O. schlagen und die Sache hinter sich bringen. Das hier konnte einfach nicht passieren...

"Harry, nicht!" flüsterte Hermine als Warnung. Ichigo hielt ihn immer noch fest, doch Harry schaffte es dieses Mal, ihm mit einem Ruck seinen Arm zu entziehen. Rukias Augen wurden noch größer und Uryu fluchte fließender.

"Also hat sich Cedric Diggory einfach entschlossen von selbst zu sterben, meinen Sie das?"

Ichigo machte einen letzten Versuch, Harry zu ergreifen. Die ganze Klasse starrte sie nun mit offenen Mündern an.

"Mr. Kurosaki, bleiben Sie bitte sitzen!" sagte Professor Umbridge fest. Ichigo warf ihr einen giftigen Blick zu uns setzte sich widerstrebend. Rukia ließ ihre Hand in seine gleiten und drückte sie. Er hatte sein bestes getan, aber Harry hatte nicht zuhören wollen. Er sah einfach weg, er konnte nicht zusehen. Aber wie bei einem Autounfall musste er sich einfach wieder hin wenden.

Es war keine Spur eines Lächelns mehr auf Umbridges Gesicht zu sehen, sei es nun falsch oder echt. Jedoch ihre Augen; Ichigo kannte diesen Blick, er hatte ihn schon zahllose Male zuvor gesehen: Der triumphierende Blick des Raubtieres, das sein Opfer in eine Ecke gedrängt hatte.

"Der Tod von Cedric Diggory war ein Unfall. Tragisch, aber ein Unfall", Umbridges Stimme war eiskalt.

"Es war Mord", schoss Harry zurück, "Voldemort hat ihn getötet. Sie wissen, dass das die Wahrheit ist."

Ichigo schloss die Augen, er wollte nicht sehen, was als nächstes passierte. Er konnte sich vorstellen, was sie auf dieses fürchterlich rosafarbene Stück Papier für Professor McGonagall schrieb. Alle zuckten zusammen, als Harry die Tür hinter sich zuschlug.

"Mr. Kurosaki..." Ichigos Kopf schnellte vor Überraschung nach oben als sie seinen Namen aussprach. Tatsächlich blickten sich alle gegenseitig verblüfft an, selbst Malfoys Truppe, da Ichigo einzig und allein versucht hatte, Harry zu beruhigen. Rons Unterkiefer was buchstäblich vor Schock herunter gefallen und Hermines Augen hatten sich geweitet.

"Ich glaube, Sie sollten Mr. Potter Gesellschaft leisten." Er stand langsam von seinem Stuhl auf, warf einen Blick zurück zu Uryu und dann Rukia, die kreidebleich geworden war. Uryu formte mit den Lippen das Wort "Bibliothek" in Ichigos Richtung, der sein ungeöffnetes Buch in seine Tasche fallen ließ. Er hatte nicht die Absicht, in diesen Klassenraum zurückzukehren. Nicht heute. Er wartete mit kalten Blick an ihrem Tisch darauf, dass sie mit der Lüge, die sie gerade zu Papier brachte, beendete. Sie sah ihn nicht an, als sie ihm die versiegelte Notiz reichte. Feigling, dachte er böse als er ging.

Er konnte hören, wie Peeves der Poltergeist Harry in der Ferne verspottete. Der andere Junge war eine ganze Strecke vor ihm, und er hörte wie Harry etwas zurück rief. Ichigo legte einen Schritt zu, versuchte ihn einzuholen und wurde schon bald selbst von Peeves unter Feuer genommen.

"Noch einer aus dem Unterricht? Der hier ist gerissen mit schrägen Augen..."

"Fang was mit mir an, Peeves, und du kriegst eine Fahrkarte ohne Rückreise in die Soul Society", konterte Ichigo. Ja, das ließ den Poltergeist furchtbar schnell verschwinden. Vermutlich wussten alle Geister, egal wo sie her kamen, was die Soul Society war.

Als er bei Professor McGonagalls Büro ankam, war die Tür geschlossen. Er stand davor, rang einen Moment mit sich und klopfte dann.

"Wer ist da?" rief McGonagalls Stimme gereizt.

"Tschuldigung, Professor", antwortete er. "Aber hier kommt noch einer."

"Was...?" Professor McGonagall öffnete die Tür und sah Ichigo mit einiger Überraschung an. "Kurosaki?"

Er reichte ihr die Pepto Bismol-pinkfarbene Notiz. "Tschuldigung", sagte er mit einem Schulterzucken. "Ich habe keine Ahnung, was drin steht."

Harry starrte Ichigo an und Schuldgefühle krochen in ihm hoch. Ichigo war nur aus dem Grund hier, weil er versucht hatte, Harry dazu zu bringen, sich unter Kontrolle zu halten. Was war es gewesen, das er gesagt hatte? Harry konnte sich nicht einmal mehr daran erinnern, war sich nicht einmal sicher, dass er zu der Zeit gehört hatte, was der andere Teenager sagte. Es war mit Sicherheit zwischen Harrys und Ichigos Weggang aus der Klasse nicht genug Zeit gewesen, um ihn in solche Schwierigkeiten zu bringen.

Professor McGonagalls Blick wanderte von Harry zu Ichigo. "Was zum Teufel ist in diesem Klassenzimmer vor sich gegangen?" murmelte sie bei sich, während sie den zweiten Brief öffnete. Ihre Brauen schossen zuerst nach oben und zogen sich dann zusammen. "Einen Klassenkameraden im Unterricht angreifen und mit ihm ringen?"

"Wa-as?" schrie Harry wütend. "Das ist eine glatte Lüge! Das Einzige was er getan hat, ist meinen Arm zu ergreifen und zu versuchen mich zu beruhigen!"

Ichigos Schultern bebten und er versuchte nicht zu lachen.

"Das ist nicht witzig!" sagte Harry hitzig und drehte sich zornig zu Ichigo um. Es überraschte und irritierte ihn, dass dieser die Situation amüsant fand.

"Tut mit leid, Harry", sagte Ichigo und ließ sich auf einen Stuhl fallen. "Aber ich bin so sehr an das hier gewöhnt - für mich ist das lustig."

"Professor -" Harry drehte sich außer sich vor Zorn zu Professor McGonagall um. Sie hielt eine Hand in die Höhe um seinen Protest zu unterdrücken ehe er ihn äußern konnte.

"Lassen Sie mich einen Augenblick nachdenken", sie starrte Ichigo aus verschleierten Augen an, so das Ichigo nur raten konnte, was sie dachte.

"Ich hätte auf dich hören sollen", murmelte Harry und ließ sich auf den Stuhl neben Ichigo fallen. "Aber ich konnte dich kaum hören, so zornig war ich..."

"Ich habe versucht dich zu warnen", seufzte Ichigo und rieb sich den Nacken. "Ich habe den Ausdruck in ihren Augen wiedererkannt. Ich habe ihn schon bei Lehrern gesehen, die es auf mich abgesehen hatten. Sie hat dich absichtlich gereizt. Sie wollte, dass du explodierst."

Alles Teil des großen Plans, wie Soifon berichtet hatte. Professor McGonagall, Professor Snape und Professor Dumbledore waren die einzigen drei Personen in Hogwarts, die Zugriff auf den Bericht erhalten hatten. Ihre Augen huschten einmal abschätzend zu Ichigo, ehe sie sich gedankenverloren verengten. Wahrscheinlich denkt sie über den Bericht nach, überlegte Ichigo.

"Also", sagte sie langsam. "Beschreiben Sie mir ganz genau, wie dieser - Ringkampf - angefangen hat."

Beide Jungen nickten, und nach einer kurzen Erklärung demonstrierten sie es sogar. Professor McGonagalls Lippen wurden schmal. "Ein Angriff, dass ich nicht -" murmelte sie zornig. "Sie beide warten hier." Sie fegte aus dem Zimmer.

"Sie geht auf Umbridge los", grinste Harry.

"Das kann sie nicht", schüttelte Ichigo den Kopf. "Ministeriums-Petze, erinnerst du dich?" Er sah Harry an und entschloss sich, den anderen Jungen dazu zu bringen, mit ihm zu reden - und zwar jetzt. "Okay, also wer ist dieser 'Du-weißt-schon-wer' vor dem alle so eine Angst haben? Dieser Moldy-Typ, den du im Unterricht erwähnt hast?"

"Moldy-Typ", Harry lachte beinahe bei Ichigos Beschreibung von Voldemort. Hmm. Moldy-mort? Hysterisches Gelächter brodelte unter der Oberfläche, aber er unterdrückte es um Ichigo zu erklären wer Voldemort war und was er getan hatte.

"Also spielt das Ministerium Vogel Strauß und steckt den Kopf in den Sand - ja, ich weiß dass Strauße das nicht wirklich tun - und hat dieses ziemlich schädliche Gewächs hierher geschickt, um dich und Dumbledore aus der Bahn zu werfen", er runzelte die Stirn und blickte ins Leere. "Ergibt Sinn", murmelte er.

"Was denn?"

"Lass mich noch ein wenig mehr darüber nachdenken..." Er kaute gedankenverloren an seiner Unterlippe. "Also müssen wir die Leute davon überzeugen - diese oh so leichtgläubigen Leute wie Seamus' Mutter - dass Old Moldy zurück ist", murmelte er jetzt zu sich selbst, wie Harry erkannte, der zu lächeln begann. Ichigo hatte ihm geglaubt ohne Fragen zu stellen, hatte noch nicht einmal eine Sekunde lang an ihm gezweifelt. Aus irgendeinem Grund fühlte er Dankbarkeit. Er wusste, dass Ron und Hermine ihm glaubten, sie waren von Anfang an dabei gewesen; und es war schön zu wissen, dass auch Neville das tat. Aber dass dieser Teenager aus einem weit entfernten Land ihm glaubte, der bis heute noch nie etwas von Voldemort gehört hatte - das fühlte sich gut an.

Moldy-mort. Old Moldy. Er wollte Voldemort diese Namen ins Gesicht sagen, nur um zu sehen, wie er Schaum vor dem Mund bekam...

Professor McGonagall kam kurze Zeit später zurück, ihr Gesichtsausdruck war immer noch grimmig.

"Nun", sagte sie, "ich habe sie dazu gebracht zuzugeben, dass sie die Situation etwas - übertrieben - hat, Kurosaki. Einen Tag Nachsitzen statt einer ganzen Woche."

"Oh, ist es das, was sie mir aufbrummen wollte?" bemerkte Ichigo milde. "Ich glaube, damit kann ich leben."

"Bei Ihnen gibt es keine Veränderung, Potter. Nachsitzen um fünf Uhr an jedem Tag dieser Woche, Beginn morgen."

"Autsch", sagte Ichigo als sie gingen und blickte auf den Jungen mit den dunkleren Haaren hinunter. "Das tut weh."

"Dich scheint es nicht sonderlich zu stören", sagte Harry als sie sich im Gedränge wiederfanden. Die Unterrichtsstunden waren zuende.

"Ich hab's dir gesagt - ich bin daran gewöhnt", Ichigo zuckte lässig die Achseln. "Darum habe ich überhaupt mit Karate angefangen."

"Sie sollten jetzt das Abendessen auftischen", sagte Harry. "Kommst du?"

"Hm. Wir wollten uns alle in der Bibliothek treffen", sagte Ichigo milde. "Natürlich nur, wenn ich mich daran erinnern kann, wo das vermalledeite Ding ist."

"Hier entlang", sagte Harry und führte Ichigo in die richtige Richtung. Während Harry Ichigo in Richtung Bibliothek führte, kamen sie an einer kleinen Gruppe hinkender Slytherins vorbei. Ichigo hielt inne und sah ihnen mit einem leichten Stirnrunzeln nach. Harry hielt an um auf ihn zu warten, er fragte sich, was er sich ansah. "Was ist los?"

Ich glaube, du wirst eine Menge hinkender Leute zu sehen bekommen... wenn sie nicht schlau werden", sagte Ichigo mit einem schwachen Lächeln.

"Wieso das denn?" fragte Harry, nicht dass ihm das etwas ausmachen würde.

"Rukia mag es nicht, wenn man sie wegen ihrer Größe aufzieht. Und dieser eine Junge hat sich das Schienbein genau an der richtigen Stelle gerieben... für einen gut gezielten Tritt." Er fügte nicht hinzu, dass er gefühlt hatte, dass ihr Reiatsu zornig um die Jungen herum gewirbelt war - also hatte sie ein bisschen zusätzlichen Schwung in diesen Tritt gelegt.

Die anderen warteten gemeinsam in einer Gruppe auf ihn. "Ich sehe dich dann beim Abendessen", sagte Harry leise und machte sich von dannen.

Rukia warf die Arme um ihn. ||Was ist passiert? Professor McGonagall kam praktisch feuerspeiend in die Klasse,|| sagte sie und drückte ihn fest an sich.

Ichigo erwiederte die Umarmung, ließ aber einen Arm um sie gelegt, während sie sich durch die Menge gingen, die sich auf die Große Halle zu bewegte. ||Oh, Dumbridge hat versucht, es als "Ringen im Unterricht" und "Angriff auf einen Mitschüler" auszugeben.||

||Was?|| Rukia starrte ihn an, wilde Wut in ihren schönen, indigofarbenen Augen. ||Diese, diese...||

Ichigo zuckte die Achseln. "Keine große Sache." Dann, ||Harry war da, wir haben ihr gezeigt, woraus unser 'Ringkampf' bestand. Darum war sie so zornig.||

||Ich frage mich, warum sie dich so aufs Korn genommen hat? Granger hat viel mehr gesagt,|| überlegte Uryu.

||Aber ich war sichtbar, ich war genau da.||

||Denkst du, dass du dich irgendwie verraten hast?|| fragte Mizuiro als sie sich unter die große Gruppe von Schülern mischten, die in die Große Halle schlenderten.

||Ich glaube nicht,|| Ichigo schüttelte den Kopf. ||Ich denke hier geht etwas anderes vor sich. Sie hat - oder wollte - mich nicht ansehen, als sie mir diese Notiz für McGonagall gegeben hat.||

Ichigo sah sich in der gefüllten Halle um und lauschte dem Summen der Unterhaltungen. Das meiste drehte sich um Harrys Ausbruch im Unterricht und die Wahrscheinlichkeit, dass es wieder passieren würde. Sie waren gezwungen sich zu trennen und zu ihren getrennten Haustischen zu gehen, wo Uryu Toshiro über das was passiert war auf den neuesten Stand bringen würde. Momo und Mizuiro würden Yuzu die Neuigkeiten mitteilen.

"Weißt du, ich glaube nicht, dass mir danach ist, hier allzu lange zu bleiben", murmelte er und ließ sich auf einen Sitz am Ende des Tisches fallen. Der Tisch der Gryffindors war bereits voll und sie konnten Harry, Ron oder Hermine noch nicht einmal sehen. Oder Karin, was das anging. Ichigo versuchte das Reiatsu seiner Schwester in der Masse der Körper zu erspüren, konnte es aber nicht. Wie kam es, fragte er sich, dass er seine Schwester in einer Stadt voller Leute finden konnte, aber nicht in einer vollen Halle?

"Ich glaube mir geht es ähnlich", murmelte Tatsuki während sie sich umsah. "Lass uns einfach essen und dann hier verschwinden. Wir können unsere Hausaufgaben oben im Gemeinschaftsraum des Gryffindor-Turms erledigen."

"Klingt für mich nach einem Plan," stimmte Rukia zu.