Danke für eure Geschenke, ich führe sie alle einem guten Zweck zu... - mir!
Ich hoffe, ihr habt nichts gegen schnelle und ständige PoV-Wechsel. Kann sein, dass an meiner Grippe lag, aber ich hatte das Bedürfnis heute schnell und (hoffentlich) sinnlos witzig zu sein. Naja, nicht komplett sinnlos.Die Massen von Kommis vom letzten Chap haben mich echt sprachlos gemacht! #alle ihre reviewer anspring und abknutsch# Dafür hab ich euch heute auch ein extra-langes Chap mitgebracht. Ansonsten lieg ich hier zu Hause rum und guck mir mit fast 40 Grad Fieber die rosa Bunnys an, die hier so rumhüpfen... Der weisse Elefant sagt, die sind gar nicht wirklich da, aber... #flüster# ... ich glaube der lügt...
Und für alle, die es interessiert: Ich hab für die Hausarbeit, die ich im Fieberwahn geschrieben hab, ne 2,0 bekommen. Es wär ne 1,7 gewesen, aber ich hab das Literaturverzeichnis so verhauen, dass der Dozent mir einen Punkt abgezogen hat. Wanker!
Ich hoffe, es lief für Amruniel, Verena, VitaminA und all die anderen hart arbeitenden Studenten da draussen an den Monitoren auch gut!
Julika: Woher weißt du denn von meinem Bruder? Warst du auf gewissen anim...ierten Seiten? Und ja, es geht ihm gut, er wollte zwar nach Pukhet an dem Tag, es kam aber was dazwischen... zum Glück.
Schwarzleser: #grins# Der war echt gut.
Tess Das hör ich gern. Sowohl die Liebeserklärung, als auch die Lachanfälle auf dem Weg zur Arbeit.
Little Nadeshiko: Für girlslash ist meine Ven zuständig. Die hat ein paar leckere Sachen geschrieben. Guck doch mal bei ihr nach!
Tolotos: Und ich dachte, ich wäre fies. Aber mal ehrlich... willst du wirklich eine Albus Dumbledore NC-17-Szene lesen? #interessiert zuguckt wie 99 Prozent ihrer Leser mit grünem Gesicht davonrennen#
Pima: Keine Angst... ich glaube die meisten von uns ziehen Sev in Gedanken aus... an... aus... an... aus... schmutziger Sex... Ketten... Sahne... Licht... an... aus... an... aus... ärks... entschuldige bitte – das Fieber... (Tequila und Sev reichen mir als Bestechung völlig... und einen Ort an dem niemand seine Schreie... äh, an dem uns niemand findet...)
Habe ich schon erwähnt, dass ich euch alle liebe? Ach, ihr verwöhnt mich... so mag ich das!
Naja, ich wünsch euch jedenfalls viel Spass!
Geißel von Hogwarts
Kapitel 14 – Unresolved tension
Hermione verfolgte den Kampf der Emotionen, die sich auf seinem, für wenige Minuten unmaskierten Gesicht abspielten und war ziemlich zufrieden mit dem Ergebnis. Der zornige Blick war verschwunden und von etwas ersetzt worden, dass sie das letzte Mal in der Bibliothek gesehen hatte.
Purer, unverschleierter Lust.
Wie es aussah, würde dieser Abend doch noch ein Erfolg werden.
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Es klopfte und diesmal ohne irgendetwas abzuwarten, flog die Tür auf und ein geradezu widerlich gutgelaunter Albus betrat die Szenerie, ein Grinsen im Gesicht, dass einen ausgewachsenen Mantikor das Fürchten gelehrt hätte.
„Severus, mein Junge, Hermione, meine Liebe, wie wundervoll euch hier so unvermutet vorzufinden."
Während Hermione schnaubte (unvermutet – also ehrlich...!), sandte Severus ihr einen Blick, der zu ähnlichen Anteilen aus „aufgeschoben ist nicht aufgehoben" und aufkeimender Panik bestand.
Albus Dumbledore in fröhlichem Zustand konnte einfach nur zu grauenhaften Dingen führen. Dinge wie Ferienbällen oder Überraschungspartys. Der Mann war einfach gnadenlos in seiner Freude. Und man war einfach nie davor gefeit, denn es war unvorhersehbar, wann der Blitz der Bosheit in den Turm des alten Mannes einschlug.
Albus schien sich aus den Blickwechseln nichts zu machen. Er setzte sich der Bequemlichkeit halber in Severus Lieblingssessel, was von diesem mit einem mörderischen Funkeln belohnt wurde, und sah dann zu Hermione, die neben einem der Tische mit Kesseln stand. Er ließ seinen Blick über ihre Kleidung streifen und nickte dann.
„Verstehe, verstehe, Schrumpfzauber, richtig?"
„Äh... hä?" Hermione sah ihn verständnislos an, dann an sich herunter und griff mit einem Japsen nach ihrem Umhang.
Doch für Albus schien das Thema bereits erledigt und er kuschelte sich tiefer in das Leder des Sessels, was, wie er wohl wusste, Severus dazu brachte, die Fäuste zu ballen, denn immerhin hatte er diesen Sessel gute zehn Jahre lang eingesessen, damit er perfekt für ihn war. Albus ruinierte mal wieder alles.
„So, Hermione, Zitronenbonbon?"
„Gerne, danke."
Sie nahm den angebotenen Bonbon, warf sich ihren Umhang über und ließ sich auf einem der überaus unbequemen Besucherstühle nieder, die Snape selbstverständlich mit größter Sorgfalt ausgesucht hatte. Es brachte nichts, Leute durch falsche Sitzgelegenheiten in dem Irrglauben zu wiegen, sie könnten länger bleiben, als unbedingt nötig.
„Severus, Zitronenbonbon?"
„Nein, danke, Headmaster."
Verschwinde alter Mann. Ich habe Dinge zu tun!
Albus lächelte, doch ein Hauch von Stahl schlich sich in seine Stimme.
„Severus, Zitronenbonbon?"
„Gern, danke!", grummelte Snape und ließ sich zähneknirschend auf einen seiner Stühle sinken.
„So", Albus rieb sich die Hände, „nächstes Wochenende ist Hogsmeade mal wieder für die Schüler frei. Sehe ich das richtig, Ms Granger, dass Sie die Schüler der dritten und vierten Klasse beaufsichtigen?"
„Ja."
„Und Ihnen fehlt doch noch jemand, der Ihnen hilft, nicht wahr?"
„Ja."
„Severus?"
„Ja?"
„Sehr schön. Dann haben wir ja auch das geklärt."
Snape riss den Kopf hoch und starrte den Headmaster an. „Was? Moment mal! Was haben wir geklärt? Albus, wenn du auch nur daran denkst..."
Doch Albus griff wohlgelaunt nach der neuesten Ausgabe von „Ars Alchemica" und blendete Severus komplett aus.
„Ich weiß, dass ihr zu tun habt, Hermione. Lasst euch von mir nicht stören."
Sein Gesicht tauchte lächelnd hinter der Zeitung auf und zwinkerte Hermione zu. Diese sah ihn verwirrt an.
„Äh, Sir... Sie bleiben?"
Albus wurde ein wenig rot, nur einen Hauch, und trotzdem biß es sich grauenhaft mit seiner Robe.
„Nun, ächem... ja, ich, äh, hatte da einen kleinen Streit... äh... mit... Minerva... du verstehst? Ich habe da eventuell ein oder zwei... ähm, Dinge gesagt, die nicht besonders... nun ja, jedenfalls wäre es besser, wenn ich mich für eine Weile bedeckt halte... äh... ja."
Und damit tauchte er wieder ab. Hin und wieder war ein Rascheln der Blätter zu hören.
Severus begann ganz offiziell zu schmollen. Er hatte ja geahnt, dass dieses verdammte Karma irgendwann mit ihm aufholen würde...
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Draco trabte von einer Seite des Ganges zur anderen, misstrauisch beobachtet vom wachsamen Blick der fetten Dame. Das Abendessen war bereits vorbei und Dunkelheit legte sich über das Schloss. Dunkelheit und Stille. Normalerweise.
Trab trab trab.
Die Augen der Fetten Dame verengten sich und ihr Mund formte Worte, die sie jedoch noch zurückhielt.
Trab trab trab.
Potter war nach dem Essen einfach mit seinen kleinen Freunden in den Gryffindor-Turm verschwunden. Einfach abgehauen! Jetzt mal ehrlich – so was machte man doch nicht! Man hatte nicht einen Nacht lang den wahnsinnigsten Sex, den es überhaupt nur gab (und am Morgen noch mal) und machte sich dann einfach vom Acker! Das ging doch nicht. Verdammt noch mal, Potter war Gryffindor! Sollte er nicht das Gespräch mit Draco suchen, ihm für alles danken, was er mit ihm erleben durfte und ewige Liebe, aber doch zumindest sexuelle Abhängigkeit schwören?
Trab trab trab.
Die fette Dame tapste auf ihrem Portrait ungeduldig mit dem Fuß, während ihre Augen Blitze auf den blonden Slytherin schossen.
Trab trab trab.
„Na schön!", fauchte sie schließlich. „Was in Nimues Namen willst du? Du latschst hier seit Stunden rum. Was. Willst. Du?"
Dracos Kopf ruckte hoch und sah die Bild an, als hätte er es erst jetzt bemerkt.
„Das geht dich so was von rein gar nichts an", grummelte er griesgrämig, winkte mit einer Hand ab und setzte seine Bemühungen, Rillen in den Gang zu laufen, fort. Dann, ein paar Sekunden später, hob er erneut den Kopf. „Andererseits... kannst du nachsehen gehen, ob jemand Bestimmtes da drin ist?" Er nickte in Richtung des Gemeinschaftsraumes.
„Natürlich könnte ich das", rümpfte die fette Dame die Nase, raffte ihr aristokratisches Flair wie einen Mantel um sich herum und sah hochnäsig auf den jungen Mann herab. Sie war vielleicht genervt, aber sie würde sich sicher nicht von dieser halben Portion Slytherin anmaulen lassen. Die Jugend in diesem Jahrhundert – also wirklich...!
„Tja... würdest du es machen?"
Sie beäugte ihn. „Gehst du dann woanders hin? Irgendwo weit weg von hier?"
Er nickte.
„Na schön. Und nach wem soll ich Ausschau halten?"
Er trat näher an das Bild ran und murmelte aus dem Mundwinkel: „Harry Potter."
Die fette Dame sah ihn erstaunt an. Harry Potter? So wie er hier herumgeschlichen war, hätte sie eher einen Mädchennamen erwartet. Eine romantische, verbotene Liaison zwischen zwei rivalisierenden Häusern wäre doch um so vieles aufregender gewesen... aber nein, da stand er und wollte sich wohl lediglich ein Wort- oder Faustgefecht liefern. Was für eine Enttäuschung!
Sie seufzte, zuckte die Schultern und verschwand aus dem Bild.
Draco biss sich auf die Unterlippe und steckte die nervös geballten Fäuste in die Taschen, entsann sich dann aber, wer er war und stellte sich mit verschränkten Armen und herablassendem Grinsen lässig an eine der Wände.
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Ja, schön, es wäre gelogen zu sagen, dass Hermione nicht enttäuscht war. Aber die Tatsache, dass sie mitansehen konnte, wie Severus um sie herumschlich, wie die (äußerst schwarze) Katze um den (äußerst heißen) Brei, entschädigte sie doch ein ganzes Stück, und sie musste zugeben, dass es ihr einen gewissen Schub von Machtgefühlen gab, diesen aufregenden, widerspenstigen Mann ihr, wenngleich nicht völlig, so doch zumindest etwas, ausgeliefert zu wissen.
Da sich ihr sturer Tränkemeister plötzlich genötigt sah, ihr tatsächlich weiterführenden Tränkeunterricht zu geben, eröffneten sich ihr auf ein Mal ungeahnte Möglichkeiten ihn auf eine Weise zu quälen, die Voldemort stolz gemacht hätte.
In diesem Sinne schwebte sie hüftenschwingend durch den Raum, beugte sich so weit vor, dass selbst ein Blinder ihren Ausschnitt gesehen hätte und es ihr leicht schwindlig wurde, da das ganze Blut in ihren Kopf rauschte und widmete dem Rührstab eine ganz und gar unangemessene und ziemlich zweideutige Aufmerksamkeit. Beim „Liegt es an mir oder ist es heiß hier?"-Spiel, hätte Severus gleich beim ersten Tip gewonnen.
„Ms Granger", schnarrte Snape plötzlich mit finsterer Stimme, „geben sie mir den Kappa-Huf."
Selbstverständlich wäre es für ihn kein Problem gewesen, den Huf selbst zu holen, wie Hermione bemerkte, zumal er gerade mal auf dem Tisch hinter ihm lag, doch scheinbar wollte die Fledermaus jede Chance nutzen, sie in seiner Nähe zu haben. Sehr nahe. Körpernahe. Nicht, dass von ihr Einwände gekommen wären.
„Ja, Sir."
Beide warfen einen vorsichtigen Blick auf Dumbledore, doch entweder war dieser wirklich, wirklich gefesselt von den neugewonnenen Erkenntnissen über die Verwendung von Doxyhaaren in Vervielfältigungstränken, oder aber er schlief hinter der Zeitschrift. Vermutlich eher letzteres, denn er hatte seit gut 20 Minuten keine Seite umgeblättert und die gelegentlichen Schnarcher ließen ebenfalls darauf schließen.
Hermione nahm den Kappa-Huf in die Hand und ging langsam hinüber zu Snape. Er streckte die Hand aus und sie legte den Huf hinein. Blitzschnell schloss er die Finger um ihre Hand und zog sie dicht an seinen Körper, so nah, dass sie die Hitze spüren konnte, die von ihm ausging.
Seine andere Hand schlang sich um ihre Taille und seine Augen tauchten dich vor ihren auf. Merlins Arsch... konnte Schwärze brennen? Ihre rechte Hand fuhr in sein Haar und sie zog seinen Kopf zu sich heran, presste ihre Lippen auf seine und presste sich an sich, als wollte sie ihm unter die Haut kriechen. Scheinbar hatte er Ähnliches vorgehabt, den in der Sekunde, in der ihre Münder sich berührten, schlüpfte seine Zunge schon zwischen ihre Lippen.
Ihre Knie zitterten. Das war ungerecht. Der Mann konnte einen Kuss so unanständig wirken lassen! Zu ihrem Erstaunen entschlüpfte ihr, statt des geplanten Knurrens, ein Schnurren. Die Antwort bestand darin, dass er sie noch enger an sich presste.
Ein besonders ausgefeilter Schnarcher ließ sie auseinander springen und – zwar nicht schuldbewusst, aber besorgt – zu Albus schauen. Keine Veränderung im Lande Dumbledore.
Hermione hob den Huf auf und reichte ihn Snape.
„Danke", kam es rauh aus seiner Kehle.
„Jederzeit wieder", war die entsprechend atemlose Antwort.
Und sie meinte es so.
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Langsam ging ihm das cool dastehen und herablassen lächeln ganz schön auf die Nerven. Draco stellte sich gerade hin und schüttelte die Arme, die langsam drohten einzuschlafen. Naturbedingt war das der Moment, in dem sich das Portrait öffnete und Harry herauskam.
Draco öffnete Mund und Augen ziemlich weit und schluckte hart. Eine schwarze Hose zu den schwarzen Haaren war ja schon heiß, aber ein offenes, schwarzes Hemd? Wenn Harry sich heimlich wünschte, mal Sex auf einem öffentlichen Gang zu haben, dann war er jetzt ein Stück näher an der Erfüllung dieses Wunsches.
„Was is, Malfoy?", gähnte der Junge-der-wirklich-nach-Slytherin-hätte-sortiert-werden-sollen.
Draco widerstand dem Drang, aufgeregt auf der Stelle zu hüpfen.
„Ich... öhm... wollte mal mit dir reden, Potter", verkündete er, nicht sehr überzeugend.
Harry nickte und sah ihn erwartungsvoll an.
„Äh... also, vielleicht nicht gerade hier?", murmelte der Slytherin.
Harry nickte und sah ihn erwartungsvoll an.
Das lief nicht ganz wie geplant. Draco seufzte.
„Wenn ich sage „nicht hier", dann meine ich, woanders", erklärte er langsam, während er demonstrativ einen Schritt nach hinten in Richtung der Treppen ging. Harry zog eine Braue hoch und sah Draco an, als hätte er den Verstand verloren.
„Jah, das dachte ich mir fast. Aber da du hier seit Stunden stehst und mir jetzt vorgeschlagen hast, woanders hinzugehen, bin ich doch tatsächlich davon ausgegangen, dass du bereits eine vage Vorstellung davon hast, wohin wir gehen sollen."
Draco war gerade soweit seinen Plan vorzubringen, als ihn etwas an dem Gesagten auffiel.
„Sekunde! Da ich hier seit Stunden stehe? Woher weißt du, dass ich hier seit Stunden stehe?"
Statt zumindest ein wenig ertappt auszusehen, grinste Harry lediglich und zog ein vergilbtes Blatt Pergament hervor. Draco sah viele verschiedenen Punkte, von denen sich einige bewegten und Zeichnungen, die wie Korridore aussahen, doch bevor er sich das näher ansehen konnte, hatte Harry seinen Zauberstab gezogen, das Blatt angetippt und etwas gemurmelt, von dem Draco nur das Wort „Unheil" verstand und auf ein Mal war das Pergament leer.
„Sagen wir einfach, ich sehe dich hier schon seit einer ganzen Weile rumrennen. Ich hab eigentlich nur darauf gewartet, dass du die Nerven verlierst und endlich einen Ton von dir gibst."
„Du meinst, du wusstest es und hast mich hier einfach stehen lassen?"
Harry grinste.
Wie jedem echten Slytherin, schoss Draco Bosheit direkt in die Libido. Er griff sich Harry am Ellenbogen und zerrte ihn zu einer der Treppen.
„Wo gehen wir hin?"
„Das wirst du schon sehen, Potter. Das wirst du schon sehen!"
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Diese keine Hexe, dachte Severus grummelnd und warf Hermione unter dem Schutz seiner Haare einen Blick zu. Er wusste ganz genau, welches Spiel sie da spielte, vorrangig, weil er die gleiche Idee gehabt hatte. Ausgesprochen slytherin, das Mädchen. Der Trank, den er braute, Traumloser Schlaf, köchelte neben ihm vor sich hin, während er den Kappa-Huf schnitt.
Hermione schwebte vorbei, ihre Aufmerksamkeit komplett einer Ausgabe von „Höchst potente Tränke" gewidmet, die Brauen zusammengezogen und finster blickend. Scheinbar fand irgendeine erweiterte Rezeptur in der neuen Ausgabe nicht ihre Zustimmung und sie listete in Gedanken gerade die korrekte Reihenfolge der Zutaten auf. Er konnte spüren, wie seine Begierde nach ihr wuchs. Seine Hände begannen den Huf schneller zu bearbeiten.
Hermione warf einen Blick auf seinen Tisch und zog ihre Braue auf eine Weise hoch, die ihm seltsam bekannt vorkam.
Sie blickte auf das Pergament neben dem Kessel, wieder zu seinen Händen und lächelte hinterhältig.
„Geschnitten, Professor, nicht püriert!"
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Scheinbar sah Harry es doch nicht, denn für ihn war dieses „Schleichen" durch das Schloss mehr ein zielloses Gesuche. Sie waren jetzt schon gut 20 Minuten unterwegs, irgendwo in Slytherin-Gebiet und irgendwie glaubte Harry nicht mehr wirklich daran, dass das zu etwas führen würde. Pünktlich bei diesem Gedanken blieb Draco stehen.
„Da wären wir."
Harry sah auf die Tür, vor der sie stehengeblieben waren.
„Und das ist...?"
„Das wirst du gleich sehen. Mach dich auf was gefasst, Potter. So was, wie das hast du noch nie gesehen. Es ist ein Slytherin-Geheimnis!" Er stellte sich neben die Tür und grinste hochmütig. „Das hier Potter, ist..." Er riss die Tür auf.
Stille.
„... ein Besenschrank, Malfoy! Ich bin beeindruckt! Wie ausgesprochen slytherin. Ich nehme an, es ist ein böser Besenschrank?"
Draco schnaubte leise. „Ich hasse es, wenn das passiert."
Er ging zwei Schritte zur Seite und seine Hand umfasste den Knauf der zweiten Tür.
„Dass hier ist..."
Er riss die Tür auf und Harry hatte die Chance auf einen kurzen Blick in ein großes, gemütliches Zimmer in seidigen grünen Farben, welches eindeutig magisch beeinflusst war, denn die Luft selbst schimmerte und Musik, die träge und doch anregend war, durchfloss das Zimmer, kaum hörbar, nur am Rande des Bewusstseins. Ein Kamin nahm eine der Wände ein, die sich, wenn man sie ansah, weiter nach hinten verschob, und ein gewaltiges Bett stand auf einem Podest, erhoben von vier silbernen Krallenfüßen. Das alles sah wirklich äußerst faszinierend aus, doch bevor sich Harry weiter umsehen konnte, kam mit einem Mal aus selbigem Bett ein unterdrücktes Quieken von einer nackten Padma Patil kam und ein ebenso nackter Blaise schlug ihnen die Tür vor der Nase zu.
„... besetzt!"
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Der Trank war fertig und Snape und Hermione saßen sich an ihrem Schultisch gegenüber, sich gegenseitig anstarrend und in Gedanken bei dem, was sie eigentlich gern tun würden, wenn nicht Albus wie ein schon älterer Geier hinter Snapes Schreibtisch hocken würde.
Schließlich hatte Snape genug. Angucken und nicht anfassen hin oder her, er hielt das nicht mehr aus. Dann beendete er den Abend mit ihr lieber jetzt, kickte Albus raus und begab sich mit einer großen Flasche Feuerwhisky in sein Bett. Natürlich erst, nachdem er noch etwas durch die Gänge patrouilliert war. Konnte nicht schaden, noch ein paar streunenden Erstklässlern ein Trauma zu verpassen. Er stampfte, immer von Hermiones Augen verfolgt, hinüber zu Dumbledore und stieß ihn nicht gerade sanft an.
„Frühstück schon fertig, Minni?", murmelte der Headmaster verschlafen und sowohl Snape als auch Hermione wanden sich bei der implizierten Bedeutung der Worte.
„Nein, aber der Trank. Machs gut, Albus", fauchte Snape. Scheinbar hatten ja alle außer ihm ein Liebesleben. Das schrie ja förmlich nach Rache.
„Ah, so, verstehe." Albus rieb sich die Augen und zwinkerte dann fröhlich-müde in die Runde. „Na wenn es schon so spät ist, stehen die Chancen ja gut, dass Minerva sich abgere... ich meine, dass wir jetzt alle zurück in unsere Betten können."
Erneutes innerliche Schaudern und Winden bei Severus und Hermione.
Das Headgirl trat noch einmal zu ihrem düsteren Tränkelehrer.
„Danke, Sir, für Ihre... Zeit und Mühe. Ich hoffe, dass ich mich morgen revanchieren kann."
Severus verzog keine Miene, aber seine Augen funkelten. „Wir werden sehen Ms Granger, aber ich denke, wir finden schon etwas, wobei Sie mir zur Hand gehen können..."
Die sexuellen Untertöne und die dicke erotische Energie im Raum, die man mit einem Messer hätte schneiden können, wurden von Albus völlig ignoriert.
„Wunderbar, wunderbar", strahlte er vergnügt. „Ich wusste doch, dass das eine ausgezeichnete Idee von mir war."
Hermione und Snape sahen ihn kurz an und dachten exakt das Gleiche.
Klar. Denn wir reden ja auch ganz bestimmt vom Tränkebrauen.
Dumbledore begleitete Hermione zur Tür hinaus, die nach ihnen mit einem dumpfen Ton in den Rahmen fiel. Severus ließ sich tief seufzend in seinen Lieblingssessel hinter seinem Tisch sinken. Er wackelte ein wenig hin und her, doch so richtig perfekt saß er nicht. Verdammter Albus! Der musste einem auch alles vermasseln. Ein Zauberstabschwenken später landete eine Flasche Feuerwhisky vor seiner Nase und ein dazugehöriges Glas. Einen tiefen Schluck, sagte er sich, dann würde er sich die Streuner in der Schule vornehmen.
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„Super und jetzt?"
Draco drehte sich zu Harry um und mit der Wucht eines wohlgezielten Hammerschlages, wurden ihm zwei Dinge bewusst. Erstens stand er hier völlig allein, mit einem äußerst heißen und trotz nicht mehr jungfräulichen, so doch noch immer verführerisch unschuldigen Gryffindor (für einen Slytherin ein äußerst schmutziges, verbotenes und neuerdings erotisches Wort) und zweitens: sie waren völlig allein.
Dementsprechend war es für niemanden, außer vielleicht Harry, verwunderlich, das Draco den Dunkelhaarigen plötzlich wortwörtlich ansprang. Dazu fand der Gryffindor nur ein einziges Wort.
„Iiiekk?"
Draco machte sich schnurrend, wie eine übergroße, platinblonde Raubkatze über den überraschten Jungen her, und bevor dieser das nächste Mal Worte fand, war er schon sein Hemd los und die Hose balancierte gefährlich lose auf den Hüftknochen, was Draco lediglich dazu brachte, sich ein wenig herunterzubeugen und mit seiner Zunge langsam selbige Hüftknochen entlang zu fahren.
„Draco", keuchte Harry, was aber auf den Slytherin weniger wie ein „hör auf" wirkte, sondern mehr wie ein „oh ja".
Harrys Arme legten sich um Dracos Hüften und zogen ihn näher an sich heran. Es kümmerten ihn auf ein Mal nicht länger, wo sie waren und es war ihm egal, ob jemand sie sah. Alles was noch zählte, war die glühende Haut des anderen an seiner und diese vor Verlangen sprühenden Augen. Sein Mund fand die weichen Lippen des Slytherin und sie versanken in einem so feurigen Kuss, dass ihr beider Blut im wahrsten Sinne des Wortes zu kochen begann und sie nichts mehr mitbekamen, außer dem pochenden Rauschen in ihren Ohren und dem Knoten der Erregung, der sich immer fester in ihren Mägen zu verengen begann. Umschlungen stolperten sie in eine Ecke, in der das Dämmerlicht der Fackeln sie nur noch unzulänglich erreichte und Harry begann, gegen die Wand gedrückt, heftig an Dracos Hosen zu zerren.
„Mr Malfoy!"
Sie erstarrten, als wäre ein Kübel Eiswasser über ihnen entleert worden.
Draco wandte den Blick nicht von Harry, vor dem er wie ein Schutzschild stand.
„Professor Snape?"
„In der Tat, Mr Malfoy. Von Ihnen hätte ich nun wirklich mehr erwartet. Wie oft habe ich Mr Zabini bereits gesagt, dass ich derartige... Zusammenkünfte... auf den Schulfluren und ganz besonders in der Nähe des Slytherin-Gemeinschaftsraumes nicht dulde?"
Draco lehnte sich nach vorn.
„Wenn ich jetzt sage, dann rennst du los", flüsterte er Harry zu. „Ich lenke ihn ab."
„Quatsch", flüsterte Harry zurück. „Er würde uns beide mit einem „Stupor" abschießen."
„Hören sie auf zu flüstern! Das Ganze hier hat ein Nachspiel, das versichere ich Ihnen. Und nun zu der jungen Dame. Ich bin äußerst gespannt, wen Sie da bei sich haben, Mr Malfoy. Nun, Mädchen, komm ins Licht!"
Verlegenes Husten und Rascheln, als Klamotten geordnet wurden. Snape grinste schadenfroh. Das lief ja besser, als er gedacht hätte. Wen er schon Albus nicht falten konnte, so war dies hier doch nun wirklich das Nächstbeste. Er rieb sich mental die Hände.
„Das wird Ihnen eine Lehre sein, Mr Malfoy. Ich schlage vor, dass nächste Mal suchen Sie sich eine etwas weniger öffentliche Stelle mit Ms..."
Harry trat nach vorn.
„POTTER?"
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So, das wars mal wieder. Für Fragen, Anregungen, Aufregungen und Ähnliches, benutzt einfach die Kommifunktion. Hat ja auch schon letztes Mal so gut geklappt.
Und bevor mich irgend jemand darauf hinweist, dass ich Albus Hermione und Severus abwechselnd duzen und siezen lasse – dass ist mir bewusst. Das ist tatsächlich Absicht.
Für all jene unter euch, die auch bei livejournal sind – ihr könnt mich unter „mhorrighan" finden. Mein üblicher nick war schon weg #grrrrr#, darum was Neues.
Bis zum nächsten Mal, ich liebe euch alle! #g#
Eure viv
