A/N: halli, hallo! ich weiß, das letzte update ist ziemlich lange her, doch ich hoffe, ihr habt uns noch nicht vergessen! und ich verspreche euch hoch und heilig, dass die updates in zukunft pünktlicher kommen! bitte vergebt uns!! doch ihr dürft natürlich auch sonst weiterlesen ;-)


Nach einer Zeit des staunenden Schweigens gelangten die Gefährten mit der elbischen Eskorte zum Palast der ehrenwerten Galadriel. Misstrauisch krabbelte Gimli den riesigen Baum hinauf, der zu der Elbenherrscherin führte. Ohne festen Boden unter seinen Füßen wurde dem armen Ex-Goldschmied immer ein bisschen komisch zu Mute. Merry bemerkte die Qualen seines Freundes und tätschelte ihn beruhigend am Arm. „Komm schon Gimli, mein Freund! Es ist doch gar nicht so schlimm! Nur noch ein paar tausend Stufen, dann hast du es geschafft!", versuchte er den Atemlosen aufzubauen. „Und dann stehe ich vor dieser Elbenhexe! Schöne Aussichten!", keuchte dieser zurück. Haldir hatte diese Bemerkung natürlich gehört, überging sie aber hoheitsvoll. Schließlich war das da nur ein stinkiger, kleiner Zwerg. Und Zwerge waren beinahe genauso wertlos und minderwertig wie Orcs. Die hohe Herrin würde ihn schon lehren, wie er sie zu behandeln hatte! Bei diesem Gedanken huschte ein feines Grinsen über das sonst so ernste Gesicht des weisen Grenzhüters.

„Sodalä, do wärma!", brabbelte Ronny, als alle wohlbehalten im königlichen Palast angekommen waren. „Hä? Was ist los?", wollte Sam verwundert wissen und auch die im Raum anwesenden Elben sahen das Mädchen leicht irritiert an. Was war denn das für ein Wesen? Welche Sprache sprach es? Es gefiel ihnen gar nicht, dass sie, die allwissenden Erstgeborenen, (man könnte sie fieserweise auch als unverbesserliche Klugscheißer bezeichnen. Aber wirklich nur, wenn man gaaaanz böse war...) dieses Kauderwelsch nicht verstehen konnten. Dieses Mädchen mussten sie einfach in ihr wissenschaftliches Labor bringen lassen! Sie würden es gründlich erforschen und auseinander nehmen! Ronny fühlte sich beobachtet und senkte verlegen den Blick. Das verwirrte ihre Mitstreiterkollegen noch mehr. Eine verlegene Ronny? „Sachen gibt's!", murmelte Aragorn perplex. Diese Göre schaffte es, sogar ihn, den Weiberhelden, immer wieder überraschen. Das durfte er Arwen gar nicht erzählen! Komisch! Wenn er so darüber nachgrübelte, hatte er schon lange nicht mehr an seine Verlobte gedacht. Das einzige weibliche Wesen in seinen Träumen war derzeit diese Ronny! Das war ja schrecklich, unbegreiflich, widerlich,… Oder doch nicht? Der Elbenfreund war wieder einmal total durcheinander. Er war auch noch in diesem Geisteszustand, als die ganze Horde zu Galadriel geführt wurde.

Die hohe Herrin stellte sich vor sie hin und musterte alle gründlich. „Boah! Was für schöne Haare!", schwärmte Josie entzückt. „Die sind bestimmt nicht echt!", antwortete Nova mit einem abschätzenden Blick auf die blonde Lockenpracht vor ihr. „Doch, natürlich sind die echt! Was denkst du denn!", flüsterte die kleine Schönheitsfanatikerin giftig. „Nee, ich glaub auch nicht, dass diese Fussel da echt sind!", mischte sich Gimli fachkundig in die Unterhaltung der Mädchen ein. „Ich werde es euch schon beweisen, dass ihre Haare echt sind!", trotzte Josie. „Und wie willst du das machen?", wollte Nova neugierig wissen. „Willst du ihr die Perücke herunterreißen, oder was?" „Das ist keine Perücke verdammt noch mal!", kreischte die Kleine plötzlich in voller Lautstärke. Erschrocken starrten sich die Elben und auch die Gefährten an. Doch bevor Haldir den kleinen Störenfried zurechtweisen und ihr eine Strafe für das Fluchen in königlichen Gemächern aufbrummen konnte, stapfte Josie schon auf Galadriel zu. Sie blieb neben der Elbin stehen und packte kurz entschlossen die blonden Locken und zog kräftig daran. „Seht ihr! Die sind echt!", sagte sie mit einem triumphierenden Grinsen. Doch bevor sie sich noch an den entsetzten Gesichtern ihrer Kollegen weiden konnte, wurde sie schon unsanft auf die Seite gestoßen. Josie wollte protestieren, doch da bemerkte sie, dass Galadriel von einer Horde von Elben umringt war, die die Elbe langsam aber bestimmt in ihre privaten Gemächer zurückdrängten.

Plötzlich bemerkte Josie etwas in ihrer Hand das da überhaupt auf gar keinen Fall hingehörte. Shit! Sie begann innerlich zu fluchen, wie sie noch nie zuvor geflucht hatte. Sie wollte dieses haarige Teil in ihrer Hand nicht sehen! Sie wollte Galadriels blonde Perücke nicht in der Hand halten. Unsicher wagte sie einen Blick zu ihren Freundinnen hin. Wie nicht anders zu erwarten, war Nova total geschockt und Ronny nahe an einem Lachkrampf. Doch was viel Schlimmer war, war, dass Frodo sie ganz angeekelt anstarrte. Was hatte dieses dumme Geschöpf nur gemacht? Die hohe Herrin von Lothlorien so bloß zu stellen! Das Gerücht, dass Galadriel ihre Haare mit dem verfluchten Blutrot gefärbt hatte und die Farbe nicht mehr loswurde, war schon in ganz Mittelerde herumgegangen, doch bis zu diesem Tag war es eben nur ein Gerücht gewesen.

Boromir hatte vollstes Mitleid mit Galadriel. Er wusste, wie beschissen eine falsche oder unpassende Haarfarbe sein konnte. Die übrigen Gefährten starrten nur peinlich berührt auf den Boden. Mit Ausnahme von Legolas, der beinahe vor Wut platzte: „Du…du…du absolut dümmstes aller dummen Geschöpfe...!" „Halt, du hast dich vergessen, Schätzchen!", fiel ihm Ronny ins Wort und stellte sich zum Schutz vor ihre total am Boden zerstörte Freundin. „Halt die Klappe! Ich habe jetzt keine Zeit für deine pubertären Späßchen!", fauchte der Blaublütige. „Ganz meine Meinung! Also schwirr ab! Das ist total kindisch, was du da machst! Du hast nur Schiss, dass dein angebeteter Haldir kein Wort mehr mit dir redet, wenn er bemerkt mit was für tollpatschigen Geschöpfen du durch dieses Land reist, aber jedem kann einmal ein Fehler unterlaufen! Josie ist bis jetzt zwar ins größte und fettigste Fettnäpfchen getreten, aber deine Zeit kommt auch noch!", antwortete sie mit einem gefährlichen Funkeln in den Augen. „Komm schon Leggi! Lass es gut sein! Schau mal, die Kleine ist doch sowieso schon fix und fertig!", wies Boromir den aufgebrachten Düsterwäldling dezent auf die angeknackste Psyche von Josie hin, die mit riesigen Glupschaugen auf dem Boden saß und vor sich hin wimmerte. „Kommt, lasst uns in unser Quartier gehen!", schlug Aragorn vor und wurde von Ronny für diesen Vorschlag noch einmal so doll geliebt. Er hatte Josie gerade vor ihrem seelischen Ende bewahrt. Irgendwann würde sie sich bei ihm dafür bedanken. Irgendwann. Auf eine sehr besondere Weise!

A/N: ich hoffe, das kapitel hat euch ein bisschen für die lange wartezeit entschädigt! aber das könnt ihr uns ja in einer kleinen review mitteilen ;-)