So, hat lange gedauert, aber ich habe es geschafft. Das 20. Kapitel. Wenn alles läuft wie geplant kommen jetzt noch drei und dann ist Ende... Und ich weiß noch nicht genau, wie es ausgeht. Während ich schreibe ändern sich meine Gedanken ganz von alleine. Aber keine Sorge, Ginny-Draco wird es nicht.
Ich freue mich wieder sehr über die Leute, die sich die Muße machen, mir ein Review zu hinterlassen... Hermina, kein Angst, du wirst nicht enttäuscht. Dein Review klang so geknickt...ich möchte nicht, dass du die Geschichte nur aus Solidarität liest... ich bin doch auch ein heimlich Harry/Ginny fan... Ok, jetzt ist es nicht mehr heimlich...; Akiba... Kontext? Erwähnte ich die Verpeiltheit meiner Gedanken? Muss mich mal wieder sammeln, ich weiß...; Hallo Sternenkind, schön von dir zu hören. Auch Schwarzleser dürfen Reviews schreiben LEUTE NEHMT EUCH EIN BEISPIEL... nein, ich denke, Ginny hatte viel Zeit zum nachdenken und ist jetzt einfach sauer auf Harry. Am Ende des Kapitels gehe ich darauf auch noch ein. Vielleicht kann ich damit ja zufrieden stellen.; Mrs.Moony-Lupin, siehe vorheriger Satz (und vorvorheriger...), und ich freu mich auf Du-Weißt-schon-was... wir müssen mal hinnemachen! Draco wird NICHT symphatisiert, keine Sorge. Er ist eben ein Slytherin, und ich dachte mir, hey, warum soll er immer so fruchtbar böse sein? Wir wissen noch nicht, was Rowling mit ihm im letzten Band macht...
By the way... ich denke, wenn wir das 7. Buch lesen, werden wir alle denken: Nein, das war doch ganz anders, Draco und Harry gehören zusammen! Es wird sehr schwer sein, FFs und das Original auseinanderzuhalten. So ging es mir beim 6. Buch. Ich musste immer an Snape und Ginny denken. Oder an Hermine und Draco. War etwas irritierend, und da hatte ich nicht annähernd so viele FFs gelesen wie jetzt...
naja... so long... hier das nächste Kapitel: Freu mich auf eure Reviews...
20. Bruder
Lächelnd sah Lucius Malfoy auf Ronald Weasley herab. Er hatte Lust, den jungen Mann umzudrehen und hart von hinten zu nehmen.
Aber er wollte nicht, dass der dumme Rothaarige das nachher seiner Mutter erzählte. Und die ihrem Mann. Lieber nahm er sich später seine Schwester. Die kleine Ginny.
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Lucius war keineswegs nur auf Sex aus. Er wollte, dass Ginny es Harry erzählte, wie brutal er war. Und dabei dachte, dass er besser war als der Blümchensex mit Potter. Er wollte Potter zerbrechen sehen.
Aus keinem anderen Grund hielt er die kleine Weasley fest. Es war seine eigene Idee, sein Meister Voldemort hatte keine Ahnung davon.
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„Wo ist sie? Sag mir wo ihr sie hingebracht habt!", schrie ihn Ron an.
Lucius lächelte noch gutmütiger, wie er hoffte, und schüttelte dann tadelnd den Kopf.
„Ts, ts, ts. So reden doch keine braven Jungs!"
Lucius trat näher an den gefesselten Ron und kam seinen weichen Jungenlippen sehr nah. Sein gutmütiges Lächeln wurde kälter und seine Augen blitzten gefährlich.
„Ich mag ungezogene Jungen, wenn sie nicht gehorsam sein wollen! Sie zappeln dann so … süß!"
Ron versteifte sich und versucht, den Lippen zu entkommen. Lucius hielt plötzlich seinen Kopf mit dem Stock fest und küsste ihn ganz. Ron hatte nie auch nur darüber nachgedacht, wie es wäre einen anderen Mann zu küssen, und nun wusste er auch, warum. Ihm wurde kotzübel und er erbrach sie mit lautem Würgegeräusch, was zur Folge hatte, dass Lucius von oben bis unten mit Erbrochenem bedeckt war.
Angewidert trat der alte Malfoy zurück, sprach kurz „Crutio", und während Ron sich unter Qualen wand, verließ er den Raum wieder.
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Was für ein dummer Junge. Vertrug nicht mal einen einfachen Kuss.
Enttäuscht strich sich Lucius über die Lippen. Er schmeckte den Jungen nicht mehr, aber hatte noch das Gefühl im Sinn. Die warmen Lippen.
In seinem Arbeitszimmer ließ er Belana kommen.
„Lenk mich ab. Los, SOFORT!" Er hatte sie angeschrieen. Belana wusste, sie musste besonders vorsichtig sein.
Sie kniete vor Lucius nieder und öffnete seine Hose, um ihrem Herrn Erleichterung zu verschaffen.
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Ron hing verloren an der Wand, wo Lucius in gelassen hatte. Sein Mund schmeckte nach Galle und nach Erbrochenem.
„Verdammter Malfoy! Ich verfluche euch alle!", keifte Ron in den Raum und spuckte wütend aus, um den ekelhaften Geschmack aus dem Mund zu bekommen.
Warum hatte er sich nur in dieses Höllenloch gewagt? Warum hatte er nicht Hermine um Hilfe gebeten?
Sie würden ganz alleine ohne ihn hierher kommen, würden Ginny befreien wollen, und ihn nicht mitnehmen.
Ron war nach Heulen zumute. Er wollte nicht wieder der Dumme sein, der von Harry Potter gerettet werden musste.
Konnte man einfach so apparieren? Ron strengte sich enorm an, versuchte zu apparieren, aber es funktionierte nicht. Anscheinend waren die Malfoys schlauer, als er gedacht hatte…
Flashback
„Roooon! Komm schnell herunter!"
Ron sprang auf, warf seinen magischen Bagger zur Seite (der gerade ein Loch in den Holzfußboden seines Zimmers buddelte) und lief freudig zur Treppe. Unten stand Fred und schaute mit dem Grinsen zu ihm hoch, welches er sonst nur seinem Zwillingsbruder schenkte.
„Wir dürfen sie sehen!"
Ron stürmte die Treppe herunter. Seine kleinen Füße waren noch nicht an das schnelle Rennen gewöhnt und er stolperte leicht, gelangte aber unbeschadet unten an.
Dort erwarteten ihn schon Fred und George, hinter ihnen Molly mit einem kleinen Bündel auf dem Arm.
Der dreijährige Ron ging langsam auf das Bündel zu, was seine Mutter als „deine Schwester" bezeichnete.
Sie war zu mager nach der Geburt gewesen, und deswegen knapp anderthalb Jahre in einer Kinderabteilung des Sankt Mungos gewesen. Ron verstand das natürlich noch nicht, aber als er in das kleine Gesicht sah, die lieben Augen ihn anblickten und er über den weichen roten Flaum strich wusste er, dass er nie etwas mehr lieben würde.
Flashback Ende
Ron lief eine verlorene Träne die Wange herunter. Warum musste immer alles so anders laufen, als man dagegen tun konnte? Warum durchkreuzte einem das Schicksal alle Pläne?
Plötzlich vermisste er Hermine. Sie hätte ihm eine liebevolle Antwort gegeben.
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Ginny lag noch immer auf dem Himmelbett. Mittlerweiler gesättigt und zufrieden, eingewickelt in die seidene Decke.
Draco lag neben ihr. Er war nackt und schaute Ginny gedankenverloren an.
„Woran denkst du?", fragte sie.
Draco zuckte mit den Schultern und rollte sich auf den Rücken. „Keine Ahnung. Das du jetzt besser aussiehst als vorhin."
Sie kicherte verlegen.
Ich flirte mit Draco Malfoy. Und hintergehe Harry. Aber irgendwie gefällt es mir.
Draco legte sich wieder auf die Seite.
„Weißt du eigentlich, dass ich noch nie so sorglos mit jemandem geschlafen habe? Ich muss mir zum ersten Mal keine Sorgen über eine mögliche Schwangerschaft machen.", dachte Draco laut.
„Sonst hattest du Angst, schwanger zu werden?", zog Ginny ihn auf und erntete einen Knuff.
Draco kroch näher an sie heran.
„Nein, ich hatte höchstens Angst, eine Frau zu schwängern."
Ginny rollte mit den Augen, aber schloss sie fast sofort, denn Draco küsste sie liebevoll.
Er küsst so gut. Viel besser als Harry.
Ginny bekam eine Gänsehaut. Sie sympathisierte mit Draco Malfoy. Das durfte sie nicht. Er war ihr Feind!
„Sag mal Draco… warum bist du so zu mir?"
Erneut zuckte er mit den Achseln und machte Anstallten, zu ihr unter die Decke zu kriechen, was sie aber verhinderte, und ihn eindringlich ansah.
Die vergangenen Stunden waren schön gewesen, sie hatte etwas gegessen, ein wenig ungestört schlafen können (in diesem wundervollen weichen Bett), und später hatte Draco sie geweckt, um ihr zu erklären, dass er unbedingt mit ihr schlafen müsse. Verlockt von dem liebevollen Duschen und noch verschlafen hatte sie nicht protestiert.
Aber nun bereute sie es leicht. Es war nicht richtig, aus Freude mit Harrys Rivalen zu schlafen.
„Du warst die gesamte Schulzeit über ein Mädchen, was mich anzog, ich aber nicht ausziehen konnte.", schmunzelte Draco.
Sie lachten über den Wortwitz.
„Nein mal ehrlich…" Draco setze zu einer Erklärung an, als seine Zimmertür aufgerissen wurde und Lucius gefolgt von Belana den Raum betrat.
Sofort versuchte Draco seine Blöße zu verdecken (die sich zu allem Übel auch noch durch den Kuss von Ginny leicht aufgerichtet hatte), aber Lucius zerrte ihn vom Bett und ließ ihn im Raum stehen.
„Sohn… Zieh dich an, wir müssen weg."
„Aber Vater-"
Lucius hob seinen Stock und Draco huschte in sein Ankleidezimmer. Belanas Blick folgte ihm.
Ginny hockte zitternd im Bett. Auch sie war nackt und wünscht sich, dass sie im Zimmer bleiben konnte. Sie hoffte, Lucius hätte sie übersehen.
Aber damit lag sie falsch. Auch sie wurde aus dem Bett gezerrt und suchte hastig ihre schmutzigen Sachen, um sich anzuziehen.
„Belana!", bellte Lucius, „Gib ihr etwas zum Anziehen. Etwas Hübsches."
Belana lächelte verschwörerisch und schubste Ginny vor sich her.
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Belanas Zimmer war nicht sehr groß. Ihr Ankleidezimmer dagegen schon. Ginny konnte sich nicht verkneifen, zu fragen, warum sie so viel Kleidung hatte.
„Lucius sieht mich gerne in schönen Sachen. Er schenkt sie mir."
Angewidert schüttelte Ginny den Kopf.
Derweil suchte Belana Anziehsachen heraus, die Lucius gefallen würden. Schließlich musste Ginny einen Tanga, einen sehr aufreizenden BH und ein kleines Hemdchen, welches sich über dem Bauch öffnete, anziehen. Da Belana keine Schwangerschaftskleidung hatte, musste Ginny ein Top anziehen, welches um den Bauch sehr weit was, und einen knappen Hüftrock. Dazu Lederstiefel und Strapsen.
„So wird er dich mögen!"
Draco würde das nicht mögen. Höchstens die Unterwäsche.
Verblüfft schlug sich Ginny leicht gegen den Kopf. Sie dachte schon wieder an den Malfoy.
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Ron keuchte auf, als Ginny in den Keller gestolpert kam. Sein Keuchen wiederholte sich, als er ihre Kleidung sah.
„Ginny!"
Freudig sah das Mädchen auf, und lief dann auf ihren Bruder zu, um ihn in den Arm zu schließen.
„Wie siehst du denn aus?", fragte Ron entgeistert.
„Dasselbe könnte ich dich fragen! Was ist mit dir passiert?"
Ginny schaute sorgenvoll an ihrem Bruder herab und wieder herauf. Er sah scheußlich aus.
„Das ist alles die Schuld von diesem miesen Malfoy!", grummelte Ron.
Ginny stimmte ihm zu und setzte sich vor ihren Bruder auf den Boden. Mit raschen Worten hatten sie einander erzählt, was vorgefallen war. Ginny erwähnte jedoch nicht den Sex mit Draco. Weder den ersten noch den zweiten. Sie war sich so unsicher über ihre Gefühle.
Irgendwann fragte Ron nach ihrem Zauberstab und einem Weg nach draußen.
Aber Ginny musste beide Male verneinen.
„Ich wäre viel zu schwach für irgendwelche vertrackten Fluchtpläne…", entschuldigte sie sich.
Schließlich wusste Ginny, es führte kein Weg daran vorbei, sich ihrem Bruder anzuvertrauen.
„Du, Ron."
Erwartungsvoll schaute er sie an.
„Ich glaube, ich bin in Draco Malfoy verliebt."
Er sagte nichts. Schaute sie nicht an. Schloss die Augen und presste die Lippen aufeinander.
„Ich kann dir nicht sagen, warum, schließlich hat er mich vergewaltigt… aber vorhin, in der Dusche… war er so anders. So… Un-Draco-haft. Er ist so anders als Harry. Er…"
Sie stoppte. Ron hatte die Augen noch immer geschlossen.
Verwirrt vergrub Ginny ihre Hände in ihren Haaren. Das Letzte, was sie jetzt noch gebrauchen konnte war ihren Bruder zu vergraulen.
„Hör mal, ich weiß, dass Harry dein Freund ist, und ich sein Kind bekomme. Aber Draco ist anders. Er nimmt mich jetzt – JETZT, wo ich schwanger bin - vollkommen ernst. Ich bin nicht nur ein Mädchen, die er auf Befehl seines Vaters vergewaltigen soll. Vorhin hat er es aus freien Stücken getan, weil er mich begehrt, oder zumindest meine Nähe schätzt. Wenn ich das Kind bekomme, könnte ich mit ihm weggehen. Ich weiß, er würde ja sagen. Er würde mich und das Kind lieben. Ron. Sprich mit mir! Bitte."
Ron hob den Kopf. Schwerfällig.
„Was hat Draco anders gemacht als Harry?", fragte er lediglich.
Ginny stockte. Sie wusste keine Antwort, sie verstand die Frage nicht mal richtig.
„Glaubst du wirklich, dass Draco ein Kind lieben könnte, was von seinem Erz-Rivalen ist? Von dem Mann, den sein Meister, sein Vater und seine gesamte Sippe verachten?"
Niedergeschlagen musste Ginny verneinen.
„Ich glaube, du redest dir das nur ein."
Nun wurde Ginny wütend, obwohl ein Teil ihres Verstandes das einsah, und eine leise Stimme prangerte sie wegen ihres Seitensprungs an. Denn noch immer hoffte Ginny in ihrem Herzen auf eine Rettung von Harry, und wusste, sie hatte ihn betrogen, was sich nicht entschuldigen ließ.
„Du… was weißt du denn schon?! Du bist seit einem Tag hier. Du musstest nichts erdulden."
Ron wollte protestieren, aber Ginny brachte ihn mit einer energischen Handbewegung zum Schweigen.
„Du wurdest nicht von Draco Malfoy vergewaltigt, du musstest dir nicht anhören, dass sein Vater hinter dir her ist, du musstest nicht Tagelang hier unten hocken, in denen die Stille nur von Erniedrigungen durch diese fiese Frau durchbrochen wurde! Und du musstest nicht darüber nachdenken, dass einzige alleine Harry an dieser ganzen Sache Schuld ist! Ich weiß, dass ich ebenso für meine Schwangerschaft verantwortlich bin, aber wenn nicht Harry der Vater wäre, wäre meine Situation nicht so dramatisch! Verstehst du nicht, dass ich mich nach jemanden sehne, der wenigstens so tut, als ob er mich beschützen wollte, und es auch könnte?! Verstehst du meine Angst?
Harry ist nicht hier. Harry sucht mich nicht. Harry will nur gegen Voldemort kämpfen. Wäre ich nicht schwanger, hätte er mich schon lange wieder fallen gelassen. Oder hätte er mich nur zum Dampf ablassen benutzt.
Ron, ich hatte viel Zeit zum nachdenken.
Ich will Harry nicht mehr."
