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Sobald beide sich von dem Schock erholt hatten, sprangen sie hektisch von der Couch, während sie versuchten ihre Kleidung zu richten. „Harry, geh und öffne die Tür," flüsterte Hermione hektisch, als sie versuchte ihre BH wieder richtig anzuziehen. Harry ging zur Tür, aber Hermione stoppte ihn. „Harry!"

„Was?", fragte er und drehte sich um.

„Um Gottes Willen, zieh dein Shirt an," sagte sie und warf ihm das zerknitterte Shirt zu.

Er fing es bevor es sein Gesicht treffen konnte. „Oh. Stimmt."

„Beeil dich," sagte sie, während sie versuchte ihr zerknitterte Kleidung zu glätten. Sie hatte viel weniger an als Harry und ihr ganzer Körper war noch immer erhitzt von Harry´s Petting.

Harry rannte zur Tür und knöpfte auf den Weg dorthin seinen Hosenstall zu. Dann atmete er noch einmal tief ein bevor er schließlich die Tür öffnete. „George, Fred."

„Habt ihr uns nicht gehört?", fragten beide gleichzeitig.

„N-nein, zuerst nicht," sagte er, als Hermione atemlos angerannt kam. „Ist er wirklich wach?"

„Ja und er fragt nach euch beiden!"

„Also beeilt euch ihr zwei!"

Die Zwillinge packten sie und zogen sie aus dem Haus bevor auch nur einer von beiden etwas sagen konnte.

„Wo sind sie?" fragte Ron, der in seinem Bett saß, während seine Familie sein kleines Krankenhauszimmer füllte.

„Fred und George holen sie," sagte Molly während sie die Kissen hinter ihm aufschüttelte, noch immer mit Tränen in den Augen. „Bist du dir sicher,dass es dir gut geht,Ron? Brauchst du irgendetwas?"

„Mum, mir geht's gut," sagte er leise und nahm ihre Hand. „Ich fühle mich als wäre ich gerade von einem sehr,sehr langen Nickerchen aufgewacht."

Genau in dem Moment öffnete sich die Tür und Hermione rauschte herein, dicht gefolgt von Harry. „Ron," sagte sie und ging direkt zu ihm. „Oh,Ron."

„Hermione!"rief er aus und umarmte sie. „Du bist okay? Geht es dir gut?"

„M-mir geht es gut,dank dir," schluchzte sie, als sie sich zurücklehnte. „Fühlst du dich gut?"

„Mir geht es gut," sagte er mit einem Lächeln und wandte sich dann an Harry. „Mensch bin ich froh dich wiederzusehen, mein Freund."

Harry grinste und ging dann los,um seinen Freund zu umarmen. „Dito."

„Wenn du hier bist,kann das nur bedeuten, dass er nicht mehr lebt."

„Das stimmt," sagte er leicht lächelnd, während er versuchte nicht zu sentimental zu werden. „Ich hätte es nicht ohne dich oder Hermione geschafft."

„Wir geben euch dreien jetzt ein wenig Privatsphäre,"sagte Molly und scheuchte dann den Rest der Familie raus.

„Ich muss zurück zur Schule," sagte Ginny, als sie zu Ron zurück ging. „Ich bin so froh, dass du wach bist!"

Ron umarmte seine kleine Schwester. „Danke Gin,bis später."

„Tschüss," sagte sie und nickte Harry und Hermione mit einem lächeln zu,bevor sie ging.

„Okay, also ist Ginny in der Schule," sagte Ron und sah zu ihnen auf. „Das bedeutet, dass ich mindestens den ganzen Sommer bewusstlos war."

„D-du weißt nicht wie lange du geschlafen hast?" fragte Hermione, die nun am Bettrand bei seiner Hüfte saß.

„Niemand hatte wirklich die Zeit mir das zu sagen," sagte er und sah erst sie,dann Harry an, der hinter Hermione stand. „Also,…wie lange?"

Harry schob seine Hände in die Hosentasche und sah ihn entschuldigend an. „Es ist die erste Novemberwoche."

Ron's Miene entgleiste völlig. „Ich werd' verrückt," sagte er, als er ausatmete. „Ich weiß,dass es eine Zeit lang war,aber…verdammte Scheiße."

„Oh Ron, es tut mir so leid," sagte sie und nahm seine Hand. „Ich war gerade …ich hab zu dir gesprochen, aber du hast nicht gewirkt, als wenn du bald aufwachen würdest."

„Wirklich?"fragte Ron. „Du warst hier?"

„Das ist keine Stunde her."

„War irgendjemand in dem Raum,als du aufgewacht bist?" wollte Harry wissen.

Ron's Mundwinkel hoben sich. „Es war die witzigste Sache,"sagte er mit leichtem Kopfschütteln. „Es war als ob all meine Sinne wieder erwachen würden,einer nach dem anderen. Erst spürte ich,dass jemand meine Hand hielt,ich wusste nicht wer es war, aber es fühlte sich warm an…dann roch ich einen blumigen Duft, der von den Blumen kam die mir die Leute gebracht hatten, dann roch ich einen Hauch dann hörte ich es."

„Was hast du gehört?" fragte Hermione.

„Jemand hat `Weasley is our king´ gesungen und ich hab mein lächeln gespürt und konnte schließlich meine Augen öffnen." Er lachte und schüttelte den Kopf. „Es war Luna!"

Hermione keuchte auf, während sie eine Hand über den Mund legte und Harry musste ein lächeln unterdrücken. „Luna?" fragte Harry amüsiert.

„Aber sie ist in der Schule," sagte Hermione.

„Sie muss um Erlaubnis gebeten haben mich zu sehen."

Harry konnte nur lachen. „Bei einem Lied über dich aufwachen." Er schüttelte seinen Kopf. „Typisch."

Ron zuckte bloß die Schultern und lachte, während Hermione still blieb.

„So,genug über mich, ich lag im Koma, da gibt es nicht mehr zu sagen. Was habt ihr beide so gemacht?"

Harry sah Hermione kurz an und versuchte nicht daran zu denken, was sie vor nicht all zu langer Zeit auf ihrer Couch gemacht hatten. „Äh…wir uhm…" Er sah schließlich zu Ron. „Ich habe ein Haus gekauft. Für uns drei."

„Ein Haus?"

„Yeah,"sagte Hermione leise. „Wir wohnen dort und machen alle für dich fertig. Zuerst haben wir dein Zimmer gelassen wie es ist,aber dann haben wir beschlossen es zu möblieren, so dass du direkt einziehen könntest."

„Wir drei?" fragte Ron grinsend.

„Yep, es ist ein großes Haus auf dem Land," sagte Harry. „Wir haben einen Pool und alles."

„Oh und Daisy!" rief Hermione aus. „Wir haben einen Hund."

„Nein,ernsthaft?" fragte Ron begeistert. „Ich wollte schon immer einen Hund haben."

„Sie ist großartig,"sagte Harry. „Du wirst sie lieben."

„Na, was ist sonst noch alles passiert?" fragte Ron erwartungsvoll. „Ich habe Monat um Monat verpasst, ihr müsst mich einweihen."

Harry und Hermione verbrachten die nächste halbe Stunde damit ihn in alles was passiert war einzuweihen. Hermione erzählte ihm alles über ihren neuen Buchladen,während Harry ihm über seine Arbeit bei den Chudley Cannons erzählte. Ron war sehr erfreut darüber, dass Harry sich für seine Lieblingsmannschaft entschieden hatte.

„Ich hatte bessere Angebote von anderen Teams," sagte Harry. „Aber dir zu ehren habe ich es abgelehnt für eine andere Mannschaft als die Cannons zu spielen."

„Gute Wahl, mein Freund," sagte Ron strahlend. „Ich kann es kaum erwarten diese Maggie zu treffen, sie scheint unheimlich zu sein."

„Sie und Neville sind niemals getrennt," sagte Hermione. „Sie sind sehr süß zusammen."

„Naja, es sieht so aus, als ob ihr beide beschäftigt gewesen seid," sagte Ron und lehnte sich seufzend zurück. „Ich kann es kaum erwarten hier raus zu kommen und mein Leben zu beginnen."

„Wann kannst du gehen?"fragte Hermione.

„Ich kann heute schon gehen," sagte er Begeistert. „Mein Heiler muss meine Werte noch einmal durchchecken und dann kann ich gehen."

„Wir warten," sagte Hermione mit einem Lächeln. „Und wir können dich mit nach Hause nehmen."

„Ich müsste vorher in den Fuchsbau und meine Sachen holen, aber ja… ich würde gerne sofort einziehen."

„Sicher,Ron,"sagte Hermione lächelnd. „Kein beide können es kaum erwarten bis du es siehst. Es war immer etwas leer ohne dich."

Ron errötete und sah auf seinen Schoß hinunter „Danke,Hermione." Er sah dann auf zu ihr und starrte sie eine Zeit lang an bevor er sich räusperte und zu Harry sah. „Hey Harry, könntest du mir einen gefallen tun und mir ein Glas Wasser holen."

Harry war kein Idiot,er wusste dass Ron nicht wirklich ein Glas Wasser wollte. Er hatte gesehen wie er Hermione ansah und dieser Blick gefiel ihm ganz und gar nicht. Was würde jetzt passieren,da Ron wach war?Würde alles was auf der Couch passiert war wieder ein Fehler sein?Würde Hermione sich nun auf Ron einlassen? Sie hatten nicht einmal die Möglichkeit dazu gehabt zu besprechen was auf der Couch passiert war.

Harry erzwang sich ein lächeln. „Sicher schau was ich machen kann." Er sah kurz zu Hermione die schnell wieder weg sah, aber nicht schnell genug er sah noch wie sich ihre Wangen röteten. „Ich bin gleich wieder zurück."

Harry drehte sich um und verließ den Raum und ließ Ron und Hermione zum ersten Mal seit Monaten zusammen zurück.