1 Jahr nach der Ankunft auf der Erde.
Ranna stand vor dem Spiegel und betrachtete sich eingehend. In dem Kleid sah sie merkwürdig aus, fand sie. Anscheinend fand das auch ihr Mann, den er stand an daneben und versuchte zu lächeln.
„Was ist?", fragte sie, „Sieht es gut aus?"
Goku wusste, dass Raana in dieser Hinsicht ganz anders als ChiChi war, daher war seine Antwort ehrlich.
„Nicht wirklich. Du bist nicht der Typ für „das kleine Schwarze."
Raana atmete erleichtert aus. Sie fürchtete schon sie müsste tatsächlich in diesem Kleid gehen.
„Augenblick noch", sagte sie und verschwand wieder in der Umkleidekabine. Nach einigen Minuten kam sie heraus. Jetzt trug sie enge schwarze Legens und ein langes rotes Shirt. Ihr langes schwarzes Haar fiel ihr auf den Rücken, aber am Kopf stand er zu allen Seiten ab, genau wie bei allen Saiya Jin.
„Besser", sagte Goku, „ich finde es viel besser."
„Ich auch", gab Raana zu, „und außerdem ist das bequemer", sie strich sich über das kleine Babybauch.
Goku konnte sein Lächeln nicht unterdrücken. Er würde wieder Vater werden. Das erschien ihm wie ein Wunder. Noch wusste er nicht, ob es ein Junge oder ein Mädchen sein würde. Raana wusste es, aber sie weigerte sich etwas zu sagen und sie fiel auf keine Fangfragen herein.
„OK, wenn du fertig bist, können wir gehen. Gohan wartet bereits auf uns, wir holen ihn ab und dann ab zur Bulma."
Sie bezahlten an der Kasse und verließen das Geschäft. Nach einigen Metern bogen sie in eine menschenleere Gasse ab und teleportierten sich nach Hause. Tatsächlich waren Gohan und seine Familie schon da. Raana wunderte sich immer noch über Gohan, sie spürte ich ihm ebensolche Kräfte wie in Son Goku, doch Gohan, sah ganz und gar nicht nach einem Krieger aus. Er war ein Wissenschaftler und genau so sah er aus. Doch ein aufmerksamer Blick genügte und man sah einen Krieger. Videl saß in einem Sessel, sie war hochschwanger und daher waren sie hierher gekommen, damit ihnen die beschwerliche Reise erspart würde. Pan flog ihrem Großvater an den Hals.
„Hallo, mein Liebling", sagte er und wirbelte das Mädchen durch die Luft, er stellte sie ab und schaute zur Gohan und Videl.
„Na, gut angekommen?"
"Ja. es waren ja nur ein paar Minuten."
„Hallo, Raana", sagte Pan und umarmte die Frau, „wie war der Einkauf?"
„Spannend. Das ist eine andere Art von Kampfplatz, jeder versucht den anderen zu übertreffen, nur werden hier andere Mittel genutzt."
Die drei Frauen lachten.
„Und was macht das Kleine?", fragte Son Gohan, er hat es lägst aufgegeben zu erfahren ob es ein Junge oder ein Mädchen werden würde.
„Dein Geschwisterchen ist ganz schön auf Trapp", antwortete Raana, „es tritt um sich, wann immer es nur möglich ist."
„Davon kann ich ein Lied singen", sagte Videl, „sogar eine ganze Oper", anscheinend trat das Baby in diesem Augenblick zu und Videl verzog das Gesicht.
„Wenn alle dann so weit sind", meinte Goku und sie alle hielten sich an den Händen, als Goku sie teleportierte. Sie erschienen mitten auf dem Rasen, hinten im Hoff waren die Vorbereitungen für die Party im Gange. Son Gohan und seine Familie gingen dahin doch Raana wollte etwas Zeit haben, um sich für das Treffen vorzubereiten. Also gingen sie mit Goku spazieren.
Raana hat schon mehr als ein Jahr auf der Erde verbracht. Diese Zeit hatte sie fast ausschließlich mit Goku verbracht. Er zeigte ihr den Planeten, sie waren immer allein unterwegs. Natürlich hat sie Gokus Söhne kennen gelernt. Die beiden Jungs nahmen sie sofort an. Sie sahen in ihr nicht ihre Mutter, das wollte Raana auch nicht, aber sie freuten sich für ihren Vater. Und sie freuten sich ungemein auf das Baby. Nach der Ankunft hatte sie mir Bulma keinen Kontakt, ab und zu rief sie an aber dabei war es schon alles. Das letzte Mal sprachen sie sich vor einem halben Jahr als Bulma ihren Sohn Rassek zu Welt gebracht hatte. Sie war bereit bei der Rückkehr zur Erde schwanger gewesen, sie haben fast vier Monate gebraucht um nach hause zu kommen, da die Batharien leer waren und sie lange brauchten, um sie wieder aufzuladen.
So kannte Raana die meisten Gäste nicht, auf die sie treffen würde. Wie würden sie auf sie reagieren? Wie würden sie über Son Goku denken? Sie kam sich töricht vor. Vor einem Kampf würde sie jetzt weniger Angst haben, als vor diesem Treffen.
Son Goku schwieg eine Weile, Raana sollte sich beruhigen, er verstand ihre Sorgen, doch er wusste, dass sie unbegründet sein würden. Alle, die kommen würden wussten von Raana und sie wussten auch von ChiChis Wunsch und sie alle kannten Goku gut genug, um seiner Menschenkenntnis zu vertrauen.
„Sie werden dich mögen", meinte Son Goku endlich, „du wirst sehen, sie werden dich mögen."
„Meinst du?"
„Ich bin mir sicher."
Sie kamen in den Gartenund für einen Moment verstummten alle Gespräche und alle Blicke richteten sich auf Raana und Goku.
„Hallo, alle mit einander", sagte Goku heiter, ohne auf die Stille zu achten.
„Das ist Raana", sagte er und legte ihr die Hand um die Talje.
Das löste die Erstarrung und Raana war sofort von allen umringt. Genau wie schon bei Gohan und Gothen, war der Empfang warm und freundlich.
Bei Gothen fiel ihr auf, dass diese Versammlung einen weitern Gurnd hatte, als nur dass alljährliche Treffen. Gothen würde zurück komen. Bei dieser Geschichte blickte Raan nicht ganz durch. Gothen war mit Vegetas Tochter Bra durchgebrannt, kurz nach damm sie auf der Erde angekommen waren. Die beiden mieden es auf Vegeta zu treffen, daher hielten sie sich irgendwo versteckt, und nun kamen sie zurück und alle waren deswegen in heller Aufregung. Selbst Vegeta gelang es nur schwer gelangweilt auszusehen.
Die beiden haben sich bereits vor einer Woche eingekündigt, deswegen waren alle schon längs gespannt und waren vollzällig versammelt.
Raana fühlte sich ein wenig unbehaglich in Mitten dieser lauten Gesellschaft. Immer wieder blickte sie zu Son Gohan herüber, der mit Bulmas und Vegetas jüngstem Sohn Rassek spielte, und versuchte sich vorzustellen wie so ein Mensch jemals kämpfen könnte. Sie hatte die Geschichte von Cell gehört und wie Gohan ihn besiegte... Auch Trunks sah nicht so aus, als hätte er Frieser töten können. Aber sie kannte ihre Väter. Und wenn nur ein Funke von ihnen in ihren Kindern Steckte, dann sah Reesa die Geschichten in einem anderen Licht.
Son Goku versuchte mit Vegeta ins Gespräch zu kommen. Doch der dachte nicht mal daran Goku auch nur ein Fünkchen Aufmerksamkeit zu schenken.
Bulma klopfte Goku tröstend auf die Schulter.
„Er tut immer noch so, als sei es ihm egal", sagte sie und war ihrem Mann einen wütenden Blick zu, „in Wirklichkeit hat er heute sein Training unterbrochen um hier zu sein!", erklärte sie und Goku hob verwundert die Augenbrauen.
Vegeta schnaubte verächtlich.
„Ich bin nur hier um diesen Bengel zu verdreschen!", gab er bekannt.
Bulma seufzte. Vegeta blieb unverbesserlich. Er konnte einfach nicht zugeben, dass er sich freute. Nicht vor Son Goku und den anderen.
Schon seit langem freute er sich auf diese Begegnung. Natürlich war er anfangs wütend. Er konnte es einfach nicht hinnehmen. Aber als er sie zum ersten mal gemeinsam gesehen hatte, war alles vorbei. Sie war sein kleiner Abendstern und nun war sie kein kleines Mädchen mehr.
Plötzlich schaute Goku zum Himmel, auch Vegeta folge seinem Blick.
„Kommen sie?", fragte Videl,
Son Goku nickte.
„Na nu!", er klang ein wenig überrascht.
Vegeta wandte seinen Blick von Himmel und starrte Son Goku wutentbrannt an.
Er hob abwehrend die Hände.
„Ich habe nichts damit zu tun!", sagte er beschwichtigend und wich ein Stück zurück.
„Er ist dein Sohn!", knurrte Vegeta.
Raana versuchte zu verstehen, was gerade passierte. Sie sah zwar, das Vegeta wütend war, aber sie spürte den Zorn nicht in seiner Aura, ganz im Gegenteil, er war..., sie konnte es sich gar nicht vorstellen, aber er war außer sich vor Glück.
„Beachte die beiden nicht!", hörte sie Bulmas Stimme neben sich, „es ist ein Spiel zwischen den beiden" erklärte sie.
„Ein Spiel?"
Bulma nickte.
„Ich weis, das Vegeta nicht einen Augenblick zögern wurde um sein Leben für Goku zu geben, auch Son Goku wurde auf der Stelle für Vegeta sterben. Sie können einfach nicht anders!" Reesa sah beeindruckt zu wie Vegeta und Goku sich gegenseitig Beleidigungen an den Kopf warfen.
„Was zum Geier ist hier los?", fragte Videl, die sich zu den beiden Frauen gesellte,
„Sie sind zu dritt!", erklärte Son Gohan, der sich ebenfalls dazu stellte.
Raana schaute ihn fragend an.
„Sie kommen zu dritt", erläuterte er, „und sie fliegen nicht selbst, dazu sind sie zu langsam. Das bedeutet, das Bra..."
„Ich dachte es kommt erst in zwei Wochen.", sagte Bulma gedankenverloren.
„Du hast es gewusst?", fragte Videl erstaunt.
„Sie ist meine Tochter, natürlich, habe ich es gewusst!", antwortete die Frau.
Ein Motorgeräusch versetzte alle in Schweigen. Vegeta und Goku drängten alle in Hintergrund und stellten sich schweigend und mit ziemlich finsteren Minen vor die anderen.
Im Vorgarten landete ein Auto und ein junges Paar stieg aus.
Die Frau, mit langen blauen Haaren, trug ein kleines, schlafendes Kind auf den Arm. Sie hatte eine erstaunliche Ähnlichkeit mit Bulma. Der junge Mann, der ganz eindeutig Gokus Sohn war, folgte ihr.
Schuldbewusst starrten die beiden zu Boden. Vor ihnen standen Goku und Vegeta und sahen auf die beiden herab.
„Vater...", begannen die beiden gleichzeitig.
Doch Son Goku hob die Hand und sie verstummten. Er schritt nach vorn und nahm das Kind aus den Händen der jungen Frau. Dann drehte er sich mit dem Rücken zu den beiden und betrachtete das Kind.
Es hatte schwarze Haare und ein langes, hin und her zuckenden Schweif. Der Kleidung nach zu beurteilen war es ein Junge. Das Kind öffnete die Augen und betrachtete das fremde Gesicht eine Weile, dann lächelte es.
Immer noch herrsche Schweigen. Keiner wagte auch nur ein Wort zu sagen. Die Eingeweihten, gnossen die Show, die anderen versuchten sich vorzustellen, was sie gegen zwei SSJ4 unternehmen könnten.
„Er hat deine Augen, Vegeta!", verkündete Goku und übergab das Kind an seinen Freund.
Er hielt es wie ein wertvolles Juwel in den Armen. Das Kind schaute ihn an lächelte und streckte ihm sein Händchen entgegen. Zärtlich berührte er die winzigen Finger.
Bulma löste dich von der Gruppe ab und stellte sich neben ihrem Mann.
„Herzlichen Glückwunsch, du bist jetzt Großvater!", flüsterte sie ihm ins Ohr und Vegeta lächelte kaum merkbar.
Er machte einige Schritte auf das junge Paar zu und übergab das Baby an seine Mutter.
Dann drehte er sich zu Son Gothen um.
Gothen hob stolz den Kopf. Und sah in Vegetas eiskalte Augen.
„Ich warne dich Bursche, wenn du ihr weh tust, dann werde ich dich auf der Stelle töten!", zischte Vegeta und streckte Son Gothen seine Hand entgegen.
Entgeistert starrte er die Hand an. Dann fiel sein Blick auf seinen Vater und er sah ein Zwinkern.
Langsam, wie in Traum streckte er seine Hand Vegeta entgegen. Er drückte es und zog Gothen zu sich.
„Es war dafür, dass du meine Tochter gestohlen hast!", flüsterte er und ließ die Maskerade fallen.
