Hallo!
Oh mann, gleich so viele Reviews! Danke!
Tut mir Leid das es so lange gedauert hat, ich hatte in letzter Zeit ein paar Prüfungen und ziemlich viel Unikram zu erledigen! Aber hier das nächste Kapitel und jetzt versuche ich mich auch wieder ein bisschen zu beeilen. ;-))
LG, und schön reviewn!!!
Der Geruch von Hunden
~°~Edward Cullen~°~
Ich forderte alles was mein Wagen hergab. Viel zu schnell fuhr ich die Straße runter die in Bellas Wohngegend führte. Würde sie neben mir sitzen, hätte sie sich wahrscheinlich kreidebleich an den Sitz geklammert, oder aber, wofür ich eher tendierte, lauthals meinen Fahrstil kritisiert. Ein kurzes Lächeln huschte über mein Gesicht und ich fuhr mir nervös, mit zitternden Händen, durch die Haare.
Hoffentlich ist alles in Ordnung., betete ich und überholte den Wagen vor mir, der verärgert über meine Geschwindigkeit wild hupte. Wenn der wüsste worum es in diesem Moment ging. Kaum ein paar Sekunden später konnte ich das Auto in meinem Rückspiegel nicht mehr sehen.
Ich atmete tief ein und aus um mich ein wenig zu beruhigen. Nicht nur die Tatsache dass ich keine Ahnung hatte ob es Bella gut ging machte mich fertig, auch mein Hals brannte schmerzhaft. Emmet und ich waren gar nicht erst zum Jagen gekommen, denn als Alice anrief waren, wir noch auf dem Weg in das Jagdgebiet. Alleine meine pechschwarzen Augen würden Bella Sorgen bereiten. Wenn es ihr nur gut geht!
Mit quietschenden Reifen stoppte ich hinter Charlies Streifenwagen und rannte zu ihrem Zimmerfenster. Alles war dunkel aber trotzdem sprang ich und warf einen Blick hinein.
Es war tatsächlich verlassen, alles lag noch wie heute Morgen an seinem Platz, mit der Ausnahme, dass das Bett leer und gemacht war.
Im nächsten Moment stand ich vor der Haustür und hielt inne.
Misstrauisch zog ich den Geruch um mich herum ein. Es roch verdächtig nach Wolf und wenn ich mich nicht irrte gehörte dieser Geruch eindeutig nicht zu Quil.
„Nein!", flüsterte ich und drückte hastig und viel zu fest auf die Klingel. Der Knopf blieb stecken und der Ton hielt an, auch noch als Charlie die Tür öffnete.
„Eure Klingel hakt!", stellte ich trocken fest und zuckte unschuldig mit den Schultern. Diese blöde Klingel war mir nun wirklich egal.
„Mist verdammter!", fluchte Bellas Vater und schlug hart gegen das Blech. Nicht so hart wie ich es könnte.
„Charlie, kann ich zu Bella? Wir sind spät dran.". Ich versuchte meinen Engel zu riechen oder auf Geräusche zu horchen die sie im Haus bemerkbar machen würden. Aber es blieb still.
„Da sagst du was.", murmelte er und kratzte sich am Kinn. „Der Bursche sollte sie pünktlich zurückbringen. Sie haben sich bestimmt verquatscht."
//Da wird Bella noch etwas zu hören bekommen. Und vor allem Jacob, er wusste wann sie nach Hause muss. Wann werden die Beiden endlich erwachsen?// Charlies Gedanken prasselten wie Hagelkörner auf mich ein.
Es fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Ich hatte den Wolfsgeruch richtig erkannt und es dämmerte mir, wieso Bella noch immer nicht zurück war. Schlimmer konnte es nicht kommen!
„Jacob Black ist sonst sehr zuverlässig, weißt du. Ich bin sicher sie kommen jeden Moment von ihrem Spaziergang zurück. Komm doch rein und warte solange.", bot Charlie an und öffnete die Tür ganz, um mir Platz zu machen.
Rasch schüttelte ich den Kopf und warf ihm ein dankbares Lächeln zu. „Ich kann in der Zeit noch kurz was erledigen!", murmelte ich und erinnerte mich im letzten Moment daran in menschlicher Geschwindigkeit zum Auto zu hasten. Es hämmerte in meinem Kopf und ich startete den Motor meines Volvos. Ich bemühte mich das Stück Straße in einem angemessenen Tempo zu fahren, bis Charlie mich nicht mehr sehen konnte, dann überschritt ich allmählich wieder die Geschwindigkeitsbegrenzung.
Wie konnte dieser Hund es wagen. Er würde Bella niemals vor den Volturi beschützen können, auch nicht mit seinem Rudel. Dieser Quil musste ihm alles erzählt haben und Jake hatte daraus natürlich seine Schlüsse gezogen und wollte Bella um jeden Preis schützen.
„Verdammt!", knurrte ich und griff nach meinen Mobiltelefon. Hastig tippte ich auf Wahlwiederholung weil ich wusste, dass Alice Nummer darunter gespeichert war.
„Edward?", fragte eine zarte Stimme schnell und ich konnte hören wie sie die Luft anhielt.
„Hör zu Alice, ich bin auf den Weg nach La Push. Es sieht ganz so aus als ob Jacob Black wieder da ist und Bella jetzt festhält weil er meint er könne sie besser beschützen als wir.", knurrte ich und drückte das Gaspedal durch, als ich das Wohngebiet verließ.
„Wir kommen."
„Nein bleibt wo ihr seid. Ich finde sie schon."
„Bist du sicher?", fragte sie nervös und ich hörte wie sie auf der Tischplatte herumtippte.
„Halt du bei ihr Zuhause Ausschau falls ich mir irre und sie doch zurückkommt. Und behalt sie und die Volturi im Auge."
„Alles klar. Pass auf dich auf!", ermahnte sie mich noch rasch, bevor ich das Handy zuklappte.
Wenn es nach Alice Vision ging dann würde ich zu spät kommen. Demnach hätten die Volturi sie bereits geschnappt und es wäre wahrscheinlich zu spät. Aber aufgeben würde ich nicht. Bella war mein Leben und darum würde ich kämpfen. Und auch ein kleiner übermütiger Wolf wird mich davon nicht abhalten können!
Ich zwang mich ruhig zu bleiben und parkte den Volvo an der Grenze des Reservates. Ich konzentrierte mich auf Bellas oder Jacobs Geruch und rannte so schnell ich konnte durch den Wald. Alles was ich wahrnahm war Holz, nasses Laub und Harz. Wo versteckte er sie?
Ich musste tatsächlich einige Zeit rennen, als ich schließlich am Rande des Waldes Jacobs Geruch ausmachen konnte. Von Bella allerdings keine Spur. Eins musste man dem Hund also lassen, er hatte nachgedacht und sie wahrscheinlich bis zu dem Versteck getragen, damit die Volturi ihren Geruch nicht finden konnten. Aber das würde nicht ausreichen, Jane und die Anderen waren schlau genug um Jakes Geruch vom Haus aus zu verfolgen, um dann sicher auf Bella zu treffen. Dann war es zu spät.
Schon von weitem konnte ich eine kleine Hütte erkennen und Bellas Geruch wurde langsam stärker. Dort mussten sie sein.
Ich stoppte kurz vor der Lichtung und schloss die Augen um mich auf meine restlichen Vampirsinne zu konzentrieren. Es schien kein fremder Vampir in der Nähe zu sein, allerdings war es um der Hütte herum ebenfalls viel zu still.
Als ich näher kam konnte ich eine Person erkennen, die verkrümmt auf dem nassen Waldboden lag.
Jacob war komplett nackt, seine Hose hing an seinem Bein in der Schlaufe. Er war übersät mit Wunden und schien bewusstlos zu sein.
Wut und Verzweiflung kochte in mir hoch als ich resignierte, dass Bella nirgendwo in der Nähe war und nach dem verletzten Werwolf zufolge waren Jane, Caius und Felix bereits hier gewesen. Ich kam zu spät.
Unwirsch rüttelte ich Jacob und gab ihm eine saftige Ohrfeige. Ich spürte seine heiße Haut nachträglich immer noch an meiner Hand und wünschte mir tatsächlich er wäre eiskalt. Es wäre ein Zeichen dafür gewesen, dass er wenigstens nicht überlebt hatte, wenn er Bella schon nicht beschützen konnte.
Er hustete und schlug entsetzt die Augen auf. Er wich ein großes Stück vor mir zurück und ich knurrte ihn wütend an. In mir herrschte das reinste Chaos. Wut, Verzweiflung und der Wunsch diesen Werwolf hier und jetzt zu töten.
„Bella!", keuchte er und hustete wieder. Jacob Black ballte die Fäuste und blinzelte mich überrascht an.
Ich ignorierte ihn und wartete ungeduldig bis sich Alice Stimme am Handy meldete.
„Hast du sie? Sag dass du sie hast! Ich sehe noch nichts Neues!"
„Jacob hat es vermasselt und ich bin zu spät. Sie waren hier, Alice, und sie haben Bella.", flüsterte ich erstickt und jedes einzelne Wort traf mich wie ein Messerstich. Ich hatte zugelassen dass ihr jemand wehtun konnte. Meinem Engel.
„Wir retten sie. Kopf hoch Edward! Wir treffen uns am Flughafen!". Alice legte auf und ich kniete mich neben Jacob.
„Ich bin nackt!", keuchte er und wich meinem Blick aus.
„Das ist mir herzlich egal, stinken tust du immer gleich. Was ist passiert?"
„Eure Vampire aus Italien waren hier. Ich wollte kämpfen aber sie waren zu dritt und gegen ihre Fähigkeiten-… ich konnte Bella einfach nicht beschützen!", schluchzte der Werwolf und vergrub seine Hände in den langen Haaren.
„Das was du getan hast war nicht mehr als sie ihnen auf einem Silbertablett zu servieren.", knurrte ich und drückte ihn hart gegen die Holzwand. „Ich bete für dich dass wir nicht zu spät kommen. Sonst denke ich weiß du was ich mit dir mache."
Ich ließ ihn unsanft ins Gras fallen und machte mich auf den Weg zum Auto. Wir mussten so schnell wie möglich das nächste Flugzeug bekommen um nach Volterra zu fliegen.
Vielleicht gab es noch eine Möglichkeit da zu sein, bevor sie Bella etwas tun würden. Bevor sie das was mir am meisten bedeutete entweder töteten, oder wie ich vermutete, verwandelten um sie dazu zu zwingen Eine von Ihnen zu werden. Ich durfte sie nicht verlieren!
Bis zum nächsten Chap, ich geb Gas!!!! Reviews Reviews Reviews!!!
