Die Personen und Orte gehören Stephenie Meyer.
Die Originalstory ist von lizzy90.
Wie immer, Danke Vampir Freak für deinen Review.
Rosen und Dornen. Bellas Pov.
Nachdem ich mich richtig ausgeweint und versucht hatte, das Verhalten Jacobs zu verstehen, wusch ich mir das Gesicht und zog mich um. Mein Kleid war ganz schmutzig und da ich noch Sachen im Haus meines Vaters hatte, suchte ich mir ein Kleid in einer ähnlichen Farbe raus und zog es an. Dann ging ich endlich zu meinem Vater, der sich natürlich freute mich zu sehen.
Wir unterhielten uns über alles mögliche, bis ich merkte, wie spät es schon war und das es Zeit zum Essen war. Ich verabschiedete mich von meinem Papa und bat Sam mich zur Hacienda zu fahren.
„Danke." Sagte ich bevor ich ausstieg.
„Bells...das mit Jacob tut mir Leid." Sagte Sam.
„Ich weiß nicht was mit ihm los ist, dass war nicht Jake."
„Er...leidet, dass ist alles."
„Ich wollte ihm nie weh tun."
„Ich weiß und es ist nicht deine Schuld, dass du ihn nicht liebst." Er sah mich verständnisvoll an. „Du solltest rein gehen, dein Mann wartet schon." Ich sah zum Haus und da stand Edward an der Tür und wartete.
„Bis bald Sam." Verabschiedete ich mich.
„Pass auf dich auf Kleines." Ich nickte und stieg aus. Edward hatte die Arme vor der Brust verschränkt und sah mich forschend an.
„Hallo." Murmelte ich, als ich bei ihm angekommen war.
„Hallo Schatz, du kommst spät."
„Tut mir Leid." Entschuldigte ich mich. „Aber die Zeit bei meinem Vater ist wie im Fluge vergangen..
„Ist schon gut." Antworte er nur.
„Hast du schon gegessen?" Wollte ich wissen.
„Ich habe auf dich gewartet, die anderen haben schon gegessen, aber ich wollte mit meiner Frau essen." Ich lächelte ihn an, er nahm meine Hand und wir gingen direkt auf unser Zimmer, allerdings nicht ohne vorher darum zu bitten, dass sie uns etwas zu essen aufs Zimmer brachten.
Als wir im Zimmer waren, legte Edward von hinten seine Arme um mich.
„Du siehst hübsch aus." Sagte er, bevor er meinen Hals küsste. „Hattest du das heute Morgen schon an?"
Ich war dumm gewesen zu glauben, dass es Edward nicht auffallen würde, dass ich etwas anders an hatte.
„Ich bin hingefallen und das andere Kleid ist schmutzig geworden, deswegen habe ich mich umgezogen." Log ich und war froh, dass ich ihn dabei nicht ansehen musste.
„Hast du dir weh getan?" Fragte er besorgt.
„Nein, mir geht es gut."
„Sicher?" Hakte er nach und ich nickte.
„Hast du mit Jacob gesprochen?" Ich nickte wieder. „Und?" Fragte er.
„Er hat es nicht so gut aufgenommen." Murmelte ich, drehte mich um und umarmte Edward, er legte seine Arme um mich und küsste meine Stirn.
„Hat er dir was getan?" Sofort sah ich Jacob wieder über mir liegen, aber ich wollte nicht noch mehr Probleme und sollte Edward je erfahren, was Jake gemacht hatte, war er nicht mehr sicher. Zum Glück klopfte es in dem Moment an der Tür und uns wurde das Essen gebracht.
Wir setzten uns aufs Bett und aßen, ich liebte es, wenn wir solche Momente zu zweit hatten. Nur er und ich, ohne Schatten der Vergangenheit.
Nach dem Essen blieben wir faul auf dem Bett liegen und umarmten uns einfach.
„Ich hab dich vermisst." Sagte ich, ohne nachzudenken.
„Ich war nicht so lange weg und als ich wieder kam, warst du nicht da." Verteidigte er sich und setzte sich auf.
„Ich war doch bei meinem Papa." Edward lachte und ich setzte mich auch hin.
„Edward..." Ich biss mir auf die Lippe, ich hatte noch nie die Initiative ergriffen, aber ich brauchte Edward jetzt. Er musste die Erinnerung an Jacobs grobe Berührungen aus meinem Kopf löschen. Ich zögerte nicht lange und setzte mich auf seinen Schoss. Edward war zuerst überrascht als ich ihn küsste, erwiderte meinen Kuss dann aber enthusiastisch.
„Willst du?" Murmelte er gegen meine Lippen und als ich nickte kam er meinem Wunsch sofort nach. Er schob seine Hände unter mein Kleid, zog es mir in einem Zug aus und warf es in die Ecke. Edward legte seine Hände auf meinen Hintern, ich konnte spüren, wie bereit er schon war und stöhnte. Wir ließen uns gehen und das letzte an was ich mich erinnere, bevor ich Sterne sah war, wie Edward sich heftig in mir bewegte...
Das nervige Klopfen an der Tür weckte mich, ich machte die Augen auf und sah, wie Edward sich seine Hose anzog.
„Was ist?" Fragte ich.
„Schlaf weiter, ich sehe nach was los ist." Sagte er, ich kuschelte mich wieder in die Kissen, machte die Augen zu und hörte Gemurmel von der Tür her.
„Wir werden da sein." Hörte ich Edward sagen und die Tür wurde zugemacht. „Amor." Sagte er und ich machte langsam die Augen wieder auf.
„Was ist?" Fragte ich wieder und breitete meine Arme für ihn aus.
„Obwohl ich gerne wieder zu dir ins Bett kommen würde, aber es geht nicht." Sagte er.
„Warum?" Fragte ich schmollend.
„Didyme ist gestorben." Antwortete er ernst.
„Oh Gott! Wir müssen zu Demetri und Felix." Sagte ich sofort und sprang aus dem Bett. Ich ging ins Bad um mich etwas frisch zu machen und suchte mir dann ein schwarzes Kleid heraus, dass ich mir anzog.
„Fertig Schatz?" Fragte Edward, ich nickte und er hielt mir seinen Arm hin, damit ich mich einhakte. Wir gingen die paar Meter zu Fuß, da die kleinen Häuser der Arbeiter nicht weit vom Haus entfernt waren. Der Rest von Edwards Familie war schon da und ich sah auch sofort Felix und Demetri. Ich seufzte, einen geliebten Menschen zu verlieren war immer so traurig.
„Demetri." Murmelte Edward und gab ihm die Hand. „Mein herzliches Beileid."
„Danke das sie gekommen sind." Sagte Demetri und Edward ließ meine Hand los,damit ich Demetri umarmen konnte.
„Es tut mir so Leid Dem." Ich umarmte ihn und er drückte mich fest.
„Meine Mama Bella." Schluchzte er.
„Ich weiß Dem." Sagte ich, obwohl ich genau wusste, dass es egal war was ich sagte, nichts würde ihn im Moment wirklich trösten können, der Schmerz würde nie ganz gehen, er würde nur erträglicher werden. Demetri ließ mich los und ich umarmte auch Felix, die beiden Brüder hatten ihre Mutter angebetet und konnten jetzt jeden noch so kleinen Zuspruch gebrauchen.
Ich stellte mich zu Edward und seiner Familie und suchte aus den Augenwinkeln nach Tanya, die ich nirgendwo sehen konnte. Das war typisch für sie, sie interessierte sich nur für sich und war fürchterlich undankbar, ohne Didyme wäre sie schon vor Jahren auf der Straße gelandet. Didyme hatte sie damals aufgenommen, als ihre Eltern gestorben waren und sie hatte es ihr nie richtig gedankt.
Ich spürte einen penetranten Blick auf mir und als ich auf sah, sah ich direkt in Jacobs dunkle Augen. Instinktiv klammerte ich mich an Edward.
„Ist was?" Fragte Edward sofort, ich schüttelte den Kopf, doch als Edward Jacob entdeckte, versteifte er sich sofort und gab mir einen Kuss, mit dem er offensichtlich sein Territorium markierte. Ich lächelte ihn an, wenn er den eifersüchtigen Macho zeigte, war er richtig süß.
Plötzlich tauchte Tanya in meinem Blickfeld auf und sie kam zielstrebig auf uns zu, doch Alice stellte sich ihr in den Weg und sprach ihr ihr Beileid aus, dann nahm Demetri Tanya sofort am Arm und hinderte sie daran, zu uns zu kommen.
Nach einer Weile entschuldigte sich Edward und ließ mich bei Esme und Alice, ich stand auf um mir einen Kaffee zu holen.
„Bells..." Ich ließ vor Schreck den Löffel fallen. „Nicht erschrecken...Bitte..." Ich drehte mich zu Jacob um und konnte jetzt sehen, dass seine Wange angeschwollen war.
„Was willst du?" Fragte ich kalt.
„Mich entschuldigen." Sagte er geknickt. „Ich weiß auch nicht was mit mir los ist, es war, als wäre eine Bestie in mir zum Vorschein gekommen."
„Ist Ok." Antwortete ich nur.
„Wirklich Bella, verzeih mir, ich wollte das nicht und weiß der Teufel was in mich gefahren ist."
„Ich muss zu meinem Mann zurück." Murmelte ich.
„Klar, aber denk bitte an meine Worte." Bat er und ich ging ohne ein weiteres Wort an ihm vorbei.
Als ich wieder zu den anderen kam, sah ich das Angela auch gekommen war, sie sagte mir, dass mein Vater schon schlief und sie ihn nicht aufregen wollte. Ich dankte ihr und entschuldigte ihn bei den Denalis.
Tanya war nicht zu sehen, aber was mich viel mehr beunruhigte war, dass Edward auch nicht zu sehen war. Ich entschuldigte mich bei den anderen und ging vors Haus. Ich konnte niemanden sehen meinte aber, jemanden reden zu hören und ging zu den Bäumen.
Ich erstarrte auf der Stelle, als ich zwei Personen stöhnen hörte wie besessen, die eine Person war Tanya und sie stöhnte Edwards Namen.
Mein Herz zerbrach in tausend Teile und ich konnte nicht glauben was ich da hörte. Das konnte nicht sein, aber sofort kamen mir Jakes Worte in den Kopf. Er wir dir weh tun, hatte er mich gewarnt und so war es auch. Unbewusst machte ich einen Schritt zurück und stieß mit jemandem zusammen.
„Was ist? Geht's dir gut?" Fragte Edward besorgt.
„Du..." Ich schlang meine Arme um ihn und er erwiderte meine Umarmung sofort.
„Was hast du Amor?" Wollte er wissen und ohne drüber nachzudenken, stellte ich mich auf die Zehenspitzen und küsste ihn. Er war hier, bei mir.
„Amor? Du machst mir etwas Angst." Sagte Edward, als ich mich wieder fest an seine Brust drückte. „Was ist?"
„Nichts. Lass uns später zu Hause reden." Bat ich.
„Gut, aber wir werden reden." Ich nickte. „Lass uns rein gehen, es wird kalt." Er zog sich seine Jacke aus und legte sie über meine Schultern.
Wir gingen wieder zu den anderen und ich setzte mich neben Alice. Es war unglaublich zu was Tanya fähig war und ich musste höllisch aufpassen, damit ich nicht in ihre Fallen tappte. Aber da war noch etwas, was mir jetzt im Kopf herum ging...Wer war da bei Tanya gewesen?
„Amor." Sagte Edward um meine Aufmerksamkeit zu erregen und als ich auf sah, sah ich meinen Bruder in der Tür stehen. Als er uns sah, kam er direkt zu uns.
„Hallo Bells."
„Hallo James." begrüßte ich ihn. „Und Papa?"
„Ich hab ihm noch nichts gesagt, ich wollte ihn nicht aufregen und sag es ihm Morgen früh." Ich nickte und gab ihm einen Kuss auf die Wange.
James begrüßte auch den Reste der Cullens und ging dann zu Demetri, um ihm sein Beileid auszusprechen. Sie waren mal die besten Freunde gewesen, aber das war, bevor Onkel Marcos zu uns gezogen war, durch ihn hatte James sich sehr verändert. James hatte jetzt keine wirklichen Freunde mehr, er hatte die ehrliche und uneigennützige Freundschaft von Demetri und Felix, gegen die falsche Freundschaft von Leuten wie Mike Newton eingetauscht.
Manchmal konnte ich in den Augen meines Bruders die Traurigkeit und den Schmerz sehen, den Tanya verursacht hatte. Deswegen hasste ich sie, sie hatte jemanden verletzt, den ich sehr liebte. Tanya und Onkel Marcos hatten mir meinen Bruder weggenommen, nachdem was zwischen den beiden passiert war, ist er nie wieder der alte geworden.
Esme reichte mir einen frischen Kaffee und dann fingen wir an mit einem Rosenkranz für Didyme zu beten.
Edwards Pov.
Bella war mal wieder an meiner Schulter eingeschlafen und es war an der Zeit, dass wir nach Hause gingen. Ich verabschiedete mich von Demetri, der liebevoll auf meine schlafende Frau sah,obwohl die Traurigkeit über den Verlust seiner Mutter in seinem Gesicht zu sehen war. Ich konnte seinen Schmerz gut verstehen, genau wie Bella wusste ich nur zu gut, was es bedeutet seine Mutter zu verlieren.
Und einmal mehr trug ich Bella die Treppe zu unserem Zimmer herauf, ich liebte es, wenn sie sich so an mich kuschelte, ich liebte es, wenn sie die Nase kraus zog, wie sie die Stirn runzelte, wie sie manchmal völlig überraschend stolperte, ich liebte alles an ihr. Mit der Hilfe von Alice, die uns begleitet hatte, machte ich die Tür auf.
„Gute Nacht Schwesterchen." Sagte ich, Alice nickte nur müde und ging auch in ihr Zimmer. Ich legte Bella aufs Bett und sie umarmte sofort ihr Kissen. Ich lächelte, sie war so süß und ich hoffte, in nicht allzu langer Zeit, eine exakte, kleine Kopie von ihr zu haben, die ich verwöhnen und verziehen konnte.
Ich musste sie wecken, es würde unbequem für sie sein, wenn sie in ihren Kleidern schlief.
„Amor." Ich streichelte ihre Wange, sie bewegte sich und machte langsam die Augen auf.
„Wo sind wir?" Fragte sie verschlafen.
„Zu Hause." Sagte ich und sie setzte sich auf.
„Demetri." Murmelte sie.
„Du bist eingeschlafen und ich habe uns bei ihm entschuldigt, wir sehen ihn Morgen ganz früh bei der Beerdigung." Sie nickte und lehnte sich wieder in die Kissen. „Zieh dich um." Bat ich.
„Ich will nicht." Murmelte sie. „Bin viel zu müde."
„Es ist unbequem, wenn du dich nicht umziehst."
„Zieh du mich um."
„Das ist keine gute Idee, du wirst Morgen früh viel zu müde sein wenn ich dich ausziehe, weil ich dann nämlich für nichts garantieren kann." Erklärte ich ernst und Bella wurde rot. Ich lachte und fing an mich auszuziehen, aus den Augenwinkeln beobachte ich Bella, als das kurze Nachthemdchen ihre helle Haut bedeckte, knurrte ich leise, ich begehrte sie so sehr.
Wir legten uns ins Bett und Bella kuschelte sich sofort an meine Brust.
„Ist was Schatz'" Fragte ich, sie schüttelte den Kopf.
„Ich hab nur an...Dem gedacht. Es ist so traurig, dass er seine Mutter verloren hat, sie war eine ganz besondere Frau."
„Manchmal ist es für einen Menschen besser so, Demetri wird am Anfang leiden, aber seine Mutter hat unter der Krankheit gelitten und hat jetzt Frieden und Ruhe gefunden." Versuchte ich sie zu trösten.
„Das sag ich mir auch immer, wenn ich an meine Mama denke." Antwortete sie traurig.
„Das war ungerecht Schatz, du warst noch viel zu klein, um ohne deine Mutter leben zu können.." Ich küsste ihr Wange.
„Genau wie du." Sagte sie, ich umarmte sie fest und so schliefen wir ein.
Ich wurde sehr früh wach und ließ Bella noch etwas schlafen, während ich mich duschte und für die Beerdigung anzog. Dann weckte ich auch sie und als auch sie fertig war, tranken wir schnell einen Kaffee und gingen mit den anderen zur Kirche. Die Beerdigung würde in der Kirche des Dorfes stattfinden, ich hatte Demetri und Felix die Kapelle auf der Hacienda angeboten, doch sie hatten abgelehnt.
In der Kirche fand eine kurze, aber sehr gefühlvolle Messe statt, dann ging der Trauerzug zum nahe gelegenen Friedhof. Charlie und James waren auch da, nur das sie, wegen Charlies angegriffener Gesundheit, mit dem Auto fuhren. Wer allerdings im Trauerzug mit ging, war Jacob Black und da Bella seinem Blick geflissentlich auswich, wusste ich, dass irgendetwas zwischen ihnen passiert war.
Demetri und Felix trugen, zusammen mit einigen engen Freunden der Familie den Sarg. Tanya ging neben Demetri, sie hatte einen Rosenkranz und einem Strauss weißer Rosen in der Hand. Sie war perfekt geschminkt, trug eine schliche schwarze Bluse und einen engen schwarzen Rock und gab die perfekte, trauende Nichte. Tanya drehte sich zu uns um und lächelte mir zu, Bella versteifte sich und ich verstand nicht warum.
„Was ist Bella?" Fragte ich sofort, aber sie sagte nichts und hielt sich an meinem Arm fest.
„Seit Gestern bist du sehr seltsam." Bemerkte ich.
„Das bildest du dir nur ein." Antwortete Bella und wand sich dann Angela zu.
„Nichts da, du hast irgendwas und darüber werden wir später noch reden." Sagte ich fest und sie schnaufte.
Der Trauerzug war am Friedhof angekommen und der Pfarrer sagte einige Worte zu Ehren von Didyme. Demetri und Felix standen neben dem Pfarrer und versuchten stark zu sein, aber man konnte ihnen die Trauer ansehen. Tanya dagegen war völlig neutral, sie lächelte zwar nicht, aber es waren auch keine Tränen zu sehen, es war, als ob sie nichts fühlen würde, was für mich absolut unverständlich war. Ich konnte es nicht glauben, dass sie nichts für die Person empfand, die sie vor dem Heim gerettet hatte.
Als meine Mutter gestorben war, hatte ich einen unbändigen Hass für meinen Vater empfunden, weil er sie mir weggenommen und sie zu sich geholt hatte.
„Edward, bist du Ok?" Fragte Bella und zog eine Augenbraue hoch, ich nickte, aber sie nahm meinen Arm etwas fester.
Der Sarg wurde ins Grab gelassen, Demetri, Felix und auch Tanya warfen weiße Rosen in das Grab und die Beerdigung war beendet.
Wir gingen alle zu den Brüdern, um ihnen nochmal unser Beileid auszusprechen. Charlie und James gaben den Brüdern die Hand und ignorierten Tanya geflissentlich.
„Es tut mir so Leid." Sagte Bella, umarmte Demetri und dann auch Felix. Ich wurde mal wieder grundlos Eifersüchtig, die Brüder waren wie ein Teil von Bellas Familie und sie hatte sie einfach nur gern.
„Mein Beileid." Sagte auch ich und gab den Brüdern die Hand. „Nehmt euch alle Zeit die ihr braucht." Bot ich ihnen an.
„Danke." Murmelte Felix.
„Ja, Danke, aber ich bevorzuge es zu arbeiten, dass lenkt mich ab." Antwortete Demetri.
„Wie ihr wollt." Meinte ich nur.
„Oh Edward." Trällerte Tanya und hing plötzlich an meinem Hals.
„Tanya!" Knurrte Demetri und nahm ihren Arm, um sie von mir weg zu ziehen. Bella warf mir einen Killerblick zu, genau wie Charlie und James.
„Es reicht Tanya." Demetri hielt Tanya an den Handgelenken fest.
„Aber ich hab doch nichts gemacht." Sagte Tanya mit unschuldiger Kleinmädchen Stimme.
„Dann solltest du nicht durch die Gegend laufen und den Mann meiner Tochter umarmen." Knurrte Charlie. „Kannst du nicht ein bisschen Respekt für deine Cousins und deine Tante zeigen Mädchen? Sie ist gerade erst beerdigt worden."
„Mischen sie sich nicht ein." Fauchte Tanya.
„Red nicht so mit meinem Vater du..." Bella machte einen Schritt auf Tanya zu.
„Ist gut Schatz." Unterbrach sie Charlie.
„Wir gehen Tanya!" Felix nahm Tanya am Arm. „Entschuldigt." Sagte er zu uns und zog Tanya mit sich weg.
„Es tut mir Leid." Sagte auch Demetri und sah uns und vor allem Bella, entschuldigend an. „Bella, Charlie ich..."
„Es ist nicht deine Schuld Dem." Unterbrach ihn Bella. „Und auch nicht nur Tanyas, stimmts?" Bei den letzten Worten sah sie mich durchdringend an und ich wusste, dass ich in ernsten Schwierigkeiten steckte.
„Sie ist wahrscheinlich nur etwas verwirrt wegen ihrer Tante und den neuesten Ereignissen." Murmelte ich.
„Kann sein." Sagte Bella, nicht sehr überzeugt. „Wir verabschieden uns jetzt Demetri, mein Vater muss sich ausruhen."
„Blödsinn." Schnaufte Charlie.
„Papa!" Schimpfte Bella sofort. „Du darfst dich nicht so anstrengen."
„Ja ja." Sagte er und zuckte mit den Schultern.
Bella legte ihm den Arm um die Taille und ging mit ihm zum Auto, ich ging mit James hinter her. Er wurde etwas langsamer und als Bella uns nicht mehr hören konnte, wusste ich warum.
„Ich breche dir jeden einzelnen Knochen, wenn meine Schwester wegen dir Leiden muss." Sagte er und sah mich drohend an. „Tanya ist eine Schlange, ein tückisches Weib, eine Lügnerin und falsch wie keine andere."
„Sagst du das aus eigener Erfahrung?" Fragte ich sauer, ich mochte es nicht, dass er sich in mein Leben einmischte.
„So ist es." Antwortete er trocken. „Mir ist es mit Tanya genauso gegangen wie dir, sie ist hübsch, heiß, hat einen sexy Körper und ist jederzeit zu allem bereit, aber mehr nicht, dass hab ich vor langer Zeit begriffen."
„Ich hab nichts mit Tanya." Sagte ich, obwohl es ihn nichts anging.
„Das hoffe ich. Tanya hasst uns und würde nicht eine Sekunde zögern, wenn sie Bella weh tun kann. Ich hoffe, du kannst zwischen Rosen und Dornen unterscheiden. Meine Schwester ist eine Rose und Tanya ein Dorn im Hintern." Er machte einen Schritt auf mich zu. „Entscheide dich, was von dem beiden du willst. Meine Schwester ist keine zweite Wahl."
„Ich..."
„Ist was?" Bella stand plötzlich vor mir.
„Nichts Schwesterchen." Murmelte James, Bella sah uns fragend an, sagte aber nichts mehr.
„Papa wartet auf dich, wir kommen später zum Essen zu euch." Sie zog mich wie selbstverständlich in den Plan mit ein und das gefiel mir. James nickte und gab seiner Schwester einen Kuss auf die Stirn.
„Was ist passiert?" Fragte Bella, als ihr Bruder weg war.
„Nichts."
„Edward!"
„Sagst du mir, was mit dir ist?" Wollte ich vom Thema ablenken.
„Ich hab doch schon gesagt, nichts." Sie verschränkte die Arme vor der Brust.
„Genau wie bei mir und jetzt lass uns nach Hause gehen und frühstücken, ich hab noch einiges zu erledigen, bevor wir zu deinem Vater fahren." Bella nickte, ich nahm ihre Hand und bemerkte, dass Jacob Black uns von weitem beobachtete.
Wir legten den Weg nach Hause schweigend zurück. Zu Hause hatte ich eine Überraschung für Bella und hoffte, dass ich sie damit wieder etwas fröhlicher machen würde.
