Kapitel 20 – Hühnchen
Die Sonne war noch nicht aufgegangen, als Snape erwachte, weil er erneut Sullivans Präsenz in seinem Bewusstsein spürte, zusammen mit der Aufforderung, hinunter zu kommen. Nur in Gedanken fluchend, damit er Tamara nicht aufweckte, setzte er sich vorsichtig auf und erhob sich aus dem Bett. Seine Kleidung legte er in Sekundenschnelle mittels Magie an und schon kurz darauf war er auf dem Weg ins Erdgeschoß.
Sullivan stand in dem unbeleuchteten Flur, am Fenster neben der Eingangstür, und sah durch einen Spalt zwischen den Gardinen hinaus. „Wir haben Besuch", sagte er ohne sich umzudrehen. Er schien Snapes Anwesenheit gespürt zu haben, obwohl dieser sich geräuschlos genähert hatte. Mit schnellen Schritten trat Snape neben den Hausherrn und sah hinaus in das Zwielicht des nahenden Morgens.
„Dort drüben, hinter der alten Eiche links vom Tor", sagte Sullivan, dem anderen seinen Platz freimachend, „rechts davon, hinter der Hecke und hinter dem Gebüsch bei der Straße.
Snape beobachtete die von Sullivan genannten Stellen eine nach der anderen, bis er die dunklen Gestalten die sich nur durch minimale Bewegungen verrieten, ausmachen konnte.
„Seit wann sind sie da?", fragte er.
„Etwa zehn Minuten", erwiderte Sullivan.
„Sind es wirklich nur die drei?"
„Mein Frühwarnsystem hat nur diese drei gemeldet, was aber nicht ausschließt, dass noch andere da sind, die noch nicht nahe genug an den Zaun herangekommen sind, um erkannt zu werden." Sullivan schien diese Vorstellung nicht besonders zu beunruhigen. „Aber nachdem sie nicht herein können, ohne sich dabei umzubringen", fuhr er fort, „braucht uns das nicht weiter aufregen – wir müssen nur vorsichtig sein, wenn wir das Haus verlassen."
„Wie kommt Lucius hierher zurück, ohne Gefahr zu laufen, dass sie ihn entdecken?", wiederholte Snape die Frage, die er schon vor ein paar Stunden gestellt hatte, ohne eine befriedigende Antwort darauf erhalten zu haben.
Diesmal klärte Sullivan ihn jedoch bereitwillig auf. „Besucher, die aus Sicherheitsgründen nicht den regulären Weg nehmen können, apparieren ungefähr fünf Kilometer von hier, auf der anderen Seite des Flusses, in eine Schutzhütte die ziemlich gut versteckt im Wald liegt. Von da reisen sie per Portschlüssel, die sich dort in Form von alten ausgetrockneten Tannenzapfen reichlich befinden, direkt in das dichteste Unterholz meines Gartens, beziehungsweise zu einer kleinen Lichtung, inmitten dieses Dickichts. Allerdings können die Besucher von da aus nur weiterkommen, wenn ich sie – nach dem Alarm, der bei der Ankunft ausgelöst wird – dort heraushole, denn das Unterholz reagiert etwas... nennen wie es mal eigenwillig auf etwaige Befreiungsversuche. Und damit mir nicht etwa andauernd harmlose Wanderer in den Garten schneien, die in der Hütte nur Schutz vor einem Regenschauer gesucht haben, ist die Wirksamkeit der Portschlüssel, an die Benennung eines Passwortes gekoppelt."
Snape sah den alten Mann kopfschüttelnd, aber nicht ohne Anerkennung an. „Und ich dachte immer, Moody wäre paranoid", sagte er mit einem kurzen angedeuteten Grinsen.
„Alastor IST paranoid – zumindest manchmal", entgegnete Sullivan. „Ich dagegen bin nur vorsichtig."
Er warf einen letzten Blick aus dem Fenster, bevor er sich gänzlich abwandte. „Minerva und die anderen werden bald hier sein. Möchtest du eine Tasse Kaffee, während wir auf sie warten?"
Snape versuchte, sich seine Verwunderung nicht anmerken zu lassen. Nach der gestrigen Auseinandersetzung mit Sullivan hatte er bei dem erneuten Ruf eher damit gerechnet, dass der Alte es ausnutzen würde, dass noch niemand da war, der im auf die Finger sehen konnte - dass er ihn noch einmal in die Knie zwingen würde, um der Demonstration vom Vortag mehr Nachdruck zu verleihen – und nun bekam er Kaffee angeboten.
„Ja, gerne", erwiderte er etwas steif.
„Dann komm mit", sagte Sullivan und machte sich auf den Weg in die Küche.
Snape folge ihm und sah zu, wie er mit ein wenig Zuhilfenahme von Magie, um das Wasser schneller zum Kochen zu bringen, Kaffee aufbrühte und auch eine Kanne Tee zubereitete. Allein schon der Geruch, der gleich darauf den Raum durchströmte, legte sich besänftigend um die am Morgen noch ziemlich anfälligen Nerven des Tränkemeisters.
Kurz darauf saßen sie – jeder mit einer Tasse vor sich, aus der der Dampf aufstieg - schweigend am Küchentisch. Doch im Gegensatz zur letzten Nacht, war das Schweigen nicht eisig und von Feindseeligkeit geprägt, sondern wirkte fast friedlich... oder zumindest wie ein einvernehmlicher Waffenstillstand.
Erst als auf dem Flur das leise Geräusch von Schritten erklang, verabschiedeten sich die beiden Männer von ihrem wohltuenden Kokon aus Stille und heißen Getränken und erhoben sich.
Snape, der schon befürchtet hatte, Tamara wäre aufgewacht, war erleichtert, als McGonagall die Küche betrat. Als sie ihn sah, gab sie ein kleines, helles Geräusch von sich und ging schnellen Schrittes auf ihn zu. Einen Moment lang sah es so aus, als wolle sie ihn umarmen, aber schließlich blieb sie doch noch vor ihm stehen, legte ihre Hand auf seinen Arm und bekundete ihre Freude mit einem strahlenden Lächeln. „Severus!", sagte sie mit bewegter Stimme. „Ich bin so froh, dich wohlbehalten wieder zu sehen. Wo ist Tamara? Geht es ihr gut?", fügte sie besorgt hinzu.
„Sie ist oben und schläft", beruhigte Snape sie.
McGonagall seufzte erleichtert und der Hausherr bot ihr einen Stuhl und Tee an, was sie beides dankend annahm.
„Es wäre vielleicht günstig, mit der Berichterstattung zu warten, bis alle hier sind", schlug Sullivan vor, „sonst muss Severus seine Geschichte viermal erzählen."
„Da hast du natürlich Recht", erwiderte McGonagall, „auch wenn ich es kaum erwarten kann, sie zu hören." Sie lächelte beide Männer kurz an, ehe sie ihre gewohnt strenge und gefasste Miene aufsetzte. „Habt ihr beide eure... Differenzen mittlerweile beilegen können?", erkundigte sie sich und ihr Blick verweilte dabei auf Sullivan.
Der machte ein gleichmütiges Gesicht und sah Snape auffordernd an. „Das ist DIE Gelegenheit, dich über mich zu beschweren, Severus", sagte er ironisch.
Snape erwiderte den Blick des alten Mannes ohne sichtbare Regung. „Wir arbeiten daran", sagte er dann an McGonagall gewandt.
Diese jedoch war nun misstrauisch geworden. „Was gäbe es denn, worüber er sich beschweren könnte, David?"
„Nichts!", beantwortete Snape an dessen Stelle energisch die Frage.
McGonagall jedoch schien sich damit nicht zufrieden zu geben. Sie fixierte weiterhin Sullivan, der jedoch nur die Schultern zuckte und mit einer Geste auf Snape wies, die ‚Was willst du noch? Du hast es doch gehört.' als Untertitel trug.
Mit einer deutlich missbilligenden Miene wandte sich McGonagall ihrem Tee zu und verfiel danach in vorwurfsvolles Schweigen, was aber keinen der beiden Männer zu beeindrucken schien.
Die neuerliche, nun gar nicht mehr so friedliche Stille wurde beendet, als ein durchdringender Pfeifton erklang, der wohl anzeigte, dass ein Besucher im Unterholz gelandet war. Sullivan machte sich auf den Weg zur Hintertür, um den Ankömmling zu befreien und in Empfang zu nehmen. Kaum hatte er den Raum verlassen, startete McGonagall einen neuen Versuch.
„Was hat er dir angetan?", fragte sie scharf.
„Nichts!", stöhnte Snape entnervt und verdrehte die Augen. „Du scheinst deinem Ordensführer-Kollegen nicht über den Weg zu trauen", fügte er bissig hinzu. „Keine sehr gute Vorraussetzung für eine fruchtbare Zusammenarbeit."
McGonagall bekam schmale Lippen ob dieses Vorwurfs. „Ich vertraue David in allem", gab sie zurück, „außer wenn es um dich geht. Die Rivalität, die daraus entsteht, dass ihr beide Gefühle für Tamara habt, ist ein nicht zu unterschätzender Faktor, bei dem sich mir unweigerlich der Vergleich mit einem Pulverfass aufdrängt, an dem die Lunte bereits munter kokelt."
Snape hob überrascht die Augenbrauen. McGonagall wusste darüber Bescheid? „Er hat mit dir über seine Gefühle für Tamara gesprochen?", fragte er zweifelnd.
„Nein, aber wer David ein bisschen besser kennt, kann ihm ansehen, dass er mehr für sie empfindet, als für eine gewöhnliche Schülerin", belehrte ihn McGonagall.
Snape verzichtete darauf, sich laut über diese typisch weibliche Art der Beweisaufnahme zu äußern, zumal er der alten Dame durchaus die Menschenkenntnis und das nötige Einfühlungsvermögen zutraute, die richtigen Schlüsse zu ziehen – was ihr im Fall von Sullivan ja auch eindeutig gelungen war. „Ich werde mich durch diese ‚kokelnde Lunte' nicht beeinflussen lassen, wenn es darum geht, unser Ziel zu erreichen", sagte er stattdessen.
„Das weiß ich, Severus", entgegnete McGonagall und schenkte ihm einen warmen Blick.
„...und alles andere ist eine Sache zwischen ihm und mir", beendete Snape seinen Satz.
„Wie du meinst", sagte McGonagall, aber ihr Tonfall klang eher nach ‚selber schuld'.
Sullivan brachte gleich drei Besucher mit – Shacklebolt, Podmore und Tonks, wobei Tonks sich immer noch darüber amüsierte, wie eng es zu dritt im Gestrüpp gewesen war und Sullivan sich immer noch darüber mokierte, wie man nur so doof sein konnte, zu dritt die Reise dorthinein anzutreten.
„Severus!", rief Tonks erfreut, sobald sie des Tränkemeisters ansichtig wurde und auch Shacklebolt schien sich zu freuen, während Podmore aussah wie immer – neutral.
Während sich alle um den Küchentisch setzten und die Tasse Kaffee, beziehungsweise Tee tranken, mit der ihr Gastgeber sie versorgt hatte, erzählte Snape die Geschichte der vorigen Nacht zum zweiten Mal. Die Erleichterung, dass er nun eindeutig Stellung bezogen hatte, war den Reaktionen seiner Zuhörer größtenteils deutlich anzumerken und auch die Anerkennung, für seinen Kampf gegen Voldemort. McGonagall strahlte geradezu vor Stolz auf ihren Schützling. Auch Tamara, die mit ihrem mutigen Handeln, den Fehler sich entführen zu lassen, wieder wett gemacht zu haben schien, wurde gelobt, aber erst, als die Sprache auf die zukünftige Rolle von Malfoy kam, dessen Tat sie bei der Schilderung alle mit überraschten und zum Teil anerkennenden Blicken gewürdigt hatten, kam richtig Leben in die Runde.
„Ihr meint wirklich, wir sollen Malfoy vertrauen, falls er sich bereit erklären würde, sich uns anzuschließen?", fragte Tonks kritisch. Sie sah dabei zwischen Snape und Sullivan hin und her.
„Es liegt mir fern, Malfoy zu vertrauen", erwiderte Sullivan, „aber er wäre eine große Hilfe für uns... und ich denke, wenn er zu dem Schluss kommen sollte, dass eine Zusammenarbeit mit uns ihm den größten Vorteil verschafft, wird er es auch durchziehen.
„Zumindest solange ihm niemand ein besseres Angebot macht...", ergänzte Shacklebolt.
„Es wäre ein Risiko", sagte McGonagall nachdenklich.
„Auch kein sehr viel größeres als du es, ohne lang zu fackeln, bei Severus eingegangen bist", brummte Sullivan.
„Also wirklich!", schnaubte McGonagall.
Ganz im Gegensatz zu ihr ignorierte Snape die Stichelei einfach.
„Ich sehe das genauso wie David", sagte er ruhig. „Lucius wird das tun, was ihm am meisten Nutzen bringt. Wenn er sich erst einmal entschlossen hat, uns zu unterstützen, ist er ein verlässlicher Partner."
„Und was, wenn er darauf scharf ist, selbst Voldemorts Platz einzunehmen und den Orden nur dazu benutzt, an die Macht zu kommen?", fragte Tonks. Podmore, der wohl gerade dabei gewesen war, denselben Gedanken zu formulieren nickte zustimmend.
„Lucius ist Geschäftsmann", sagte Snape. „Er ist bestrebt, den Reichtum seiner Familie zu mehren. Natürlich spielt dabei auch Macht eine große Rolle, aber es ist dennoch ziemlich unwahrscheinlich, dass er Ambitionen hat, Diktator zu werden."
„Das versuch mal Mad-Eye zu verklickern", meinte Tonks grinsend.
„Oder den Weasleys", fügte Shacklebolt nachdenklich hinzu. „Malfoy hat jahrelang auf sie herabgesehen und kaum eine Gelegenheit ausgelassen, sie in der Öffentlichkeit bloßzustellen."
„Natürlich - Molly und Arthur würden Malfoy nicht gerade mit offenen Armen empfangen", meldete sich McGonagall zu Wort, „aber sie würden die Interessen des Ordens mit Sicherheit über ihre eigene Abneigung stellen. Und was Alastor betrifft... den wird David übernehmen, nicht wahr?" Sie warf Sullivan einen auffordernden Blick zu.
Der verzog das Gesicht, nickte aber. „Er wird es letztendlich akzeptieren – wie bei Severus – weil die Entscheidungen des Ordens auch für ihn bindend sind, aber über den Weg trauen wird er keinem von beiden... und das kann man wohl auch nicht von ihm verlangen."
Snape verzog verächtlich den Mund, sagte aber kein Wort.
„Sind wir uns darüber einig, dass Malfoy eine große Hilfe im Kampf gegen Riddle wäre?", fragte Sullivan in die Runde.
„Ja! Wenn er uns wirklich unterstützt – keine Frage", sagte McGonagall.
„Sein Insiderwissen wäre viel wert", ergänzte Shacklebolt.
„Hm", machte Podmore und nickte.
„Es wäre sicher auch spannend, wie der feine Herr sich uns Normalos gegenüber verhält", sagte Tonks schmunzelnd, nachdem sie ebenfall ihre Zustimmung signalisiert hatte. Die belustigten Mienen der anderen, machten klar, dass sie genau wussten, wovon die Aurorin gesprochen hatte.
„Vielleicht zerbrechen wir uns ja ganz umsonst den Kopf", sagte Sullivan, „aber falls Malfoy wirklich bereit ist, das Angebot anzunehmen, ist es gut, dass wir uns einig sind. Für den Fall, dass er es nicht annimmt, habe ich ihm zugesichert, dass wir ihn und seine Familie unbehelligt gehen lassen", fügte er hinzu und warf einen Blick in die Runde, der klar machte, dass er in diesem Punkt nicht verhandeln würde.
„Natürlich! Das sind wir ihm schuldig", sagte McGonagall und sah Snape dabei einen Moment lang an. „Ich schlage vor, du rufst mich und Kingsley", wandte sie sich dann an Sullivan, „wenn er wieder auftaucht und tatsächlich gewillt ist, uns zu unterstützen. Auf Remus müssen wir noch bis morgen verzichten, aber ich bin sicher, er geht mit unserer Meinung konform."
Die Ordensmitglieder verließen das Grundstück auf demselben Weg, auf dem sie es betreten hatten und Snape, der keine Veranlassung sah, Sullivan weiter Gesellschaft zu leisten, ging wieder hinauf in Tamaras Zimmer. Sie schien noch immer zu schlafen, was sie nach den Aufregungen der letzten Stunden auch sicher nötig hatte. Um sie nicht zu wecken, entkleidete er sich lautlos und legte sich vorsichtig zu ihr ins Bett. Sowie sein Körper die Matratze berührte, drehte Tamara sich herum und schmiegte sich an ihn. „Wo bist du gewesen?", murmelte sie schlaftrunken.
„In der Küche", antwortete Snape. „Schlaf weiter!"
Der direkte, wenn auch eher sanft ausgesprochene Befehl, schien bei Tamara das genaue Gegenteil zu bewirken. „Und wenn ich nicht mehr schlafen will?", flüsterte sie, wickelte ihr Bein um Snapes Hüfte und presste ihr Becken herausfordernd an seinen Unterleib.
„Dann wäre das vielleicht der richtige Zeitpunkt, um das ein oder andere Hühnchen mit dir zu rupfen", sagte Snape streng.
„Lass den armen Hühnchen doch eine Weile ihre Federn", flötete Tamara. Sie rieb sich an ihm und stellte entzückt fest, dass dies nicht ohne Wirkung blieb. Das, was da so hart an ihr Schambein drückte, schien durchaus ihrem Wunsch entgegenzukommen, unangenehme Themen bis auf Weiteres zu verschieben.
Snapes war zunächst bemüht, sich nicht anmerken zu lassen, dass seine untere Hälfte bereits dabei war, zu kapitulieren. „Kannst du mir mal erklären, wie ich mich in eine derart undisziplinierte Frau verlieben konnte?", fragte er barsch, aber mit einem viel versprechenden, rauen Unterton.
„Vielleicht, weil du dich berufen fühlst, mich zu disziplinieren...?", schlug Tamara vor und zog ihm ihre Fingernägel langsam, aber mit Nachdruck über den Rücken.
Eine Sekunde später fand sie sich auf dem Rücken wieder, ihre beiden Handgelenke von Severus linker Hand über ihrem Kopf ins Kissen gepresst, während seine Rechte sich zwischen ihre Schenkel drängte, die sie nach einem kurzen Scheinwiderstand bereitwillig spreizte.
„Das könnte sein." Sein Raunen klang verheißungsvoll in ihren Ohren. Er drang mit den Fingern in sie ein und verteilte die Nässe, die er vorfand auf ihren Schamlippen und auf der Klitoris, um sie danach zu reiben, bis sie vor angespannter Erregung vibrierte.
„Nimm mich!", stöhnte sie leise. „Nimm mich doch endlich."
„Ich befürchte, du verstehst etwas ganz anderes unter ‚Disziplinieren' als ich", entgegnete er sarkastisch und hörte gleichzeitig auf, sie zu stimulieren, womit er einen kleinen enttäuschten Aufschrei produzierte.
„Aber du willst es doch auch, Severus!", jammerte sie und schielte nach seinem Penis, der noch immer einsatzbereit in die Höhe ragte.
„Ich kann warten!", entgegnete er mit genüsslicher Überheblichkeit.
„Bastard!", fauchte Tamara, wand sich in seinem Griff und streckte ihm in eindeutig auffordernder Absicht ihr Becken entgegen.
„Ich kann lange warten", bemerkte Snape grinsend, ohne ihren Bemühungen auch nur im Ansatz entgegenzukommen.
Tamara hob den Kopf, soweit sein Griff das zuließ. „Das kann ich auch!", fuhr sie ihn an.
„Ach wirklich?", fragte Snape und beugte sich über sie, um an ihren Brustwarzen zu saugen.
Es dauerte nicht lange, bis sie erneut vor Erregung keuchte. „Severus – du machst mich wahnsinnig", flüsterte sie rau.
„Das gehört zu meinem Plan", erwiderte er ungerührt.
„Bitte!", hauchte sie und setzte ein vorgeblich demütiges Gesicht auf.
„Nein – so leicht werde ich es dir nicht machen", belehrte er sie nachsichtig.
Tamara gab ein heiseres Knurren von sich und versuchte abermals, sich von ihm zu befreien – diesmal in der Absicht, es tatsächlich zu schaffen, aber er umklammerte eisern ihre Handgelenke und hielt mit der anderen Hand ihren Unterleib fest auf die Matratze gedrückt, damit sie sich nicht drehen konnte.
„Gut...", seufzte sie nach kurzer Zeit resignierend und überdies schwer atmend, „was willst du machen, während du wartest?"
„Ich denke, ich werde diese Hühnchen-Sache in Angriff nehmen", sagte Snape in freundlichem Plauderton.
„JETZT?", Tamara starrte ihn ungläubig an.
„Ja! Die Gelegenheit ist günstig", meinte Snape. „Immerhin habe ich gerade deine volle Aufmerksamkeit, wenn ich mich nicht irre."
„Du bist... verrückt", zischte Tamara und drehte den Kopf weg. „Na schön – lass mich los, dann reden wir."
„Nein! Ich lasse dich nicht los und du wirst hauptsächlich zuhören, nicht reden. Und schau mich dabei an!" Nachdem sie darauf nicht reagierte – wenn man von ihren wütend geblähten Nasenflügeln beim Ausatmen einmal absah – nützte er nun sein Körpergewicht um sie flach auf der Matratze zu halten, indem er sich rittlings auf sie setzte, und griff mit der frei gewordenen Hand nach ihrem Kinn, um sie dazu zu bewegen, ihn anzusehen.
Tamara versuchte ihn zu beißen, aber er wich ihren Zähnen gekonnt aus.
„Dass du gestern Morgen einfach alleine aus dem Haus spaziert bist", begann er seinen Vortrag, „ohne deinem Meister Bescheid zu sagen..."
„Du meinst wohl ‚ohne um ERLAUBNIS zu fragen'", fiel Tamara ihm wütend ins Wort.
„...und noch dazu, ohne irgendwelche Sicherheitsvorkehrungen zu treffen", fuhr Snape unbeirrt fort, „obwohl du ganz genau wusstest, wie angespannt die Lage war, seit ich in eure Gefangenschaft geriet, war einfach nur abgrundtief dumm und unverantwortlich. Und wenn du meine Schülerin wärst, würde ich dich solange dafür büßen lassen, bis ich sicher sein könnte, dass du von deinem hirnverbrannten Leichtsinn geheilt bist."
„Dann kann ich ja heilfroh sein, dass ich nicht deine Schülerin bin", fauchte Tamara und versuchte sich abermals aus seinem Griff zu befreien.
„Darüber können wir uns weiter unterhalten, wenn du mit deinem guten Freund David gesprochen hast", sagte Snape mit einem deutlich schadenfrohen Unterton. Er nahm die zweite Hand zu Hilfe und drückte ihre Arme nun beiderseits ihres Kopfes in das Kissen, was zwar für ihn etwas bequemer war, für Tamara - ihrer wütenden Miene nach - aber ein genauso unbefriedigende Position zu sein schien, wie die vorherige.
„Danach warst du unglaublicherweise unvorsichtig genug, mich zu berühren, als wir bei der Übergabe in dem Steinbruch aneinander vorbeigingen", fuhr Snape in seiner Aufzählung ihrer Verfehlungen fort. „Was hat dich nur geritten, das zu tun? War dir denn nicht klar, dass Lucius mit Tricks arbeiten würde?"
„Er hat mir verboten, dich zu berühren, weil er dem Orden solche Tricks unterstellt hat", entgegnete Tamara gepresst.
„Na bravo – und du bist darauf hereingefallen", meinte Snape zynisch.
„Ich hatte Angst, dich vielleicht nie wieder berühren zu können", flüsterte Tamara mit vibrierender Stimme.
Der spöttische Ausdruck in Snape Gesicht wurde ein wenig milder.
„Na schön – das ist ein Argument", sagte er gnädig. „Unmittelbar danach hast du dich mit Lucius angelegt – auch nicht sehr schlau, in Anbetracht der Tatsache, dass er zu dem Zeitpunkt dein Leben in seiner Hand hielt."
„Ach was soll's?", erwiderte Tamara bissig. „Du warst ja dabei, um mich vor DEINEM guten Freund Lucius zu beschützen."
Snape brummte unwillig und sah sie strafend an, schien das Thema aber nicht vertiefen zu wollen.
„Als die drei Todesser das Schlafzimmer stürmten hast du gut reagiert und dich endlich einmal vernünftig verhalten, bis zu dem Zeitpunkt", Snapes Stirn furchte sich bedrohlich, „als der Lord dich angesprochen hat. Was zum Teufel hat dich geritten, ihn Mr. Riddle zu nennen? Ich dachte, mein Herz bleibt stehen. Wie konntest du nur so unbesonnen und so extrem dämlich sein, ihn zu reizen? Trotz ist in einer solchen Situation wirklich absolut unangebracht."
„Ich habe...", begann Tamara, brach dann aber ab und wich seinem Blick aus.
„Was?", fragte Snape schneidend.
„Es hat mich so wütend gemacht, wie er dich behandelt", sagte Tamara leise, „und es hat mich... wahnsinnig gemacht, wie... demütig du dich ihm gegenüber verhalten hast", fügte sie flüsternd hinzu.
Snape seufzte und legte für einen Sekunde die Augen schließend den Kopf in den Nacken. „Tamara", sagte er dann resigniert. „Ich habe diese Rolle so lange gespielt – es hat mir nichts mehr ausgemacht... na ja – fast nichts. Dass es dich angewidert hat, mich vor ihm kriechen zu sehen, kann ich verstehen, aber das ändert nichts an der Tatsache, dass du dich unheimlich bescheuert verhalten hast. Du hattest großes Glück, dass du nicht mit dem Leben dafür bezahlen musstest, ist dir das eigentlich klar?"
Tamara schluckte, dann nickte sie und ärgerte sich darüber, dass sie nicht verhindern konnte, dass die bloße Erinnerung an den Kampf in Malfoys Haus ihren Puls in die Höhe trieb. „Das weiß ich und es tut mir auch leid, dass ich mich so habe gehen lassen", entschuldigte sie sich, „aber es tut mir ganz und gar nicht leid, was dabei herausgekommen ist", fügte sie gleich darauf herausfordernd hinzu.
„Womit wir auch schon beim Kernpunkt dieser Besprechung angelangt wären", knurrte Snape.
„Wenn du es noch einmal wagst, vor anderen Leuten so mit mir zu reden, wie du es gestern getan hast, wird es dir leid tun." Sein Blick war genauso scharf, wie seine Stimme. „Die Art, wie du mich vor deinem Lehrmeister und den Malfoys angefahren hast, dass ich es - ganz im Gegensatz zu dir - wohl Scheiße fände, nicht mehr Todesser ‚spielen' zu können, war eindeutig mehr, als ich zu tolerieren gewillt bin."
„Ich war wütend", verteidigte Tamara sich - ihre Zerknirschung hielt sich offensichtlich in Grenzen.
„Und? Dann lern gefälligst, dich zu beherrschen", gab Snape ungehalten zurück.
„Außerdem hatte ich Recht", setzte Tamara nach.
„Selbst wenn das so wäre - dein Ton und die Art, wie du dich auszudrücken beliebtest, waren ganz eindeutig unakzeptabel", belehrte Snape sie streng.
Die typische Lehrermiene, die er dabei zog – obwohl er nackt über ihr kniete und sie festhielt – reizte Tamara zum Lachen. Sie gab diesem Drang einen kurzen Moment nach, was diese Miene, die sie gerade noch erheiternd gefunden hatte, schlagartig in etwas Gefährlicheres verwandelte.
„Amüsiere ich dich?", fragte Snape eisig.
„Es tut mir leid", sagte Tamara aufrichtig. „Es ist nur... seltsam, wenn du mich so tadelst und gleichzeitig nackt auf mir sitzt..."
„Weder das eine, noch das andere ist lustig", sagte Snape und zog die linke Augenbraue hoch, was Tamara beinahe den nächsten Heiterkeitsanfall bescherte.
„Aber die Kombination", entgegnete sie mühsam beherrscht.
„Ach ja?" Die Augenbraue wanderte noch ein paar Millimeter höher.
Tamara nickte heftig und schielte dann auf seinen Unterleib. „Wie kann einer einen Ständer haben und gleichzeitig so geschraubt daherreden?", fragte sie mit zuckenden Mundwinkeln.
„Das kommt vermutlich daher, dass ich mich schon darauf freue, dir deine Unverschämtheit auszutreiben", sagte Snape mit seidenweicher Stimme.
Tamara kannte diesen Tonfall. Er kam für gewöhnlich unmittelbar vor einer Gemeinheit.
„Sollte ich mich jetzt fürchten?", fragte sie provozierend.
Snape sah ungerührt auf sie herab. „Entweder das, oder du versprichst mir jetzt gleich, mich in Zukunft nur noch mit dem angemessenen Respekt zu behandeln... angemessen nach MEINEN Kriterien."
„Das kannst du vergessen", schnaubte Tamara.
„Wie du meinst", entgegnete Snape gleichmütig. Er schwang sich von ihr herunter, richtete sich auf und zog Tamara dabei mit sich. Sie kniete noch auf dem Bett, als er schon daneben stand und ehe sie den Gedanken noch zu Ende gedacht hatte, was er nun wohl vorhatte, setzte er sich auf die Bettkante und zerrte an Tamaras Handgelenken, sodass sie das Gleichgewicht verlor und bäuchlings auf seinen Oberschenkeln landete. Sie wehrte sich verbissen, trotzdem fand sie sich Sekunden später mit auf dem Rücken verkreuzten und von Snape mit einer Hand eisern festgehaltenen Armen wieder. Seine andere Hand lag – diesen sachte tätschelnd – auf ihrem nackten Hinterteil.
„Das wirst du nicht wagen", fauchte sie aufgebracht. Ihr Ton klang leicht hysterisch aber zu ihrem Leidwesen hatte sie auch die Erregung, die sie dabei empfand, so behandelt zu werden, nicht ganz daraus verbannen können.
„Ach...? Und warum nicht?", erkundigte sich Snape.
„Weil..." Tamara zögerte einen Moment... einen Moment, den Snape nutzte, um die Hand zu heben und sie auf ihren Hintern klatschen zu lassen – nicht übermäßig schmerzhaft aber doch beeindruckend.
Tamara gab ein wütendes Quietschgeräusch von sich. „Hör sofort auf!"
„Nein!" Die Hand sauste ein zweites Mal auf ihren nackten Po herab.
„Das kann doch nicht dein Ernst sein", rief Tamara.
„Fühlt es sich denn wie Spaß an?", erkundigte sich Snape vorgeblich überrascht und schlug gleich darauf noch einmal zu – diesmal schon erheblich fester.
„Au!", jaulte Tamara. „Du spinnst doch!"
Als Antwort darauf klatschte Snapes Hand erneut auf ihren Hintern.
„Hör auf!", schrie sie empört.
„Nein!" Ein weiterer Schlag folgte.
Die Schmerzen waren nun schon nicht mehr zu ignorieren und die seltsame Mischung aus Wut und Erregung, die Tamara bei dieser demütigenden Behandlung empfand, wühlte sie erheblich auf. Sie hielt ein paar der Schläge aus, die mit aufreizender Gleichmäßigkeit abwechselnd ihre beiden Pobacken trafen, ehe sie die Taktik änderte.
„Bitte Severus!", hauchte sie.
„Nein!" Es klatschte laut und ihre rechte Pobacke brannte wie Feuer.
„Was zum Teufel willst denn hören?", jammerte Tamara.
„Dass du dich für dein unverschämtes Benehmen entschuldigst und mir versprichst, dich in Zukunft respektvoll mir gegenüber zu verhalten", sagte Snape bevor er ihrer linken Hinterbacke die selbe Aufmerksamkeit zukommen ließ, wie zuvor der rechten.
„Du weißt genau, dass so was nichts wert ist, wenn es erzwungen wird", begehrte Tamara auf.
„Das macht nichts – ich will es trotzdem hören", entgegnete Snape. Seine flache Hand erwischte schmerzhaft den Übergang des Pos zu den fest zusammengepressten Oberschenkeln.
Tamara schnappte nach Luft. „DU ELENDER BASTARD!" Als der nächste Schlag dieselbe Stelle traf, jaulte sie empört auf. „Na schön – es tut mir leid!", krächzte sie gleich darauf.
„Wie bitte?", fragte Snape während seine Hand sanft über die erhitzte, gerötete Haut ihrer Rückseite strich.
„Es tut mir leid, dass ich mich vor den anderen so unverschämt dir gegenüber benommen habe", beeilte sich Tamara den Satz zu ergänzen.
„Das klingt schon mal nicht schlecht", sagte Snape gönnerhaft um gleich darauf ein weiteres Mal seine Hand auf ihren Hintern klatschen zu lassen.
„Hey!", schrie Tamara. „Ich hab mich doch schon entschuldigt."
„Richtig, aber da fehlt noch was."
Aus den Augenwinkeln nahm sie wahr, dass Severus die Hand erneut hob. „Ich verspreche, dich in Zukunft mit Respekt zu behandeln", keuchte Tamara.
„Schön, dass du das einsiehst", sagte Snape und senkte seine Hand wieder um ihren Hintern sanft zu streicheln. „Eine schöne Farbe", bemerkte er sinnend. „Rot steht dir gut."
Da er ihre Hände noch immer festhielt, schluckte Tamara die heftige Entgegnung herunter, die ihr auf der Zunge lag. „Könntest du mich jetzt vielleicht loslassen... bitte", sagte sie stattdessen.
„Natürlich", entgegnete er freundlich.
Tamara nahm ihre verspannten Arme nach vorne, stützte sich auf und schoss im nächsten Moment herum, um sich auf ihren Peiniger zu stürzen. Der hatte scheinbar damit gerechnet und nahm sie lachend in Empfang. Sie rangen eine zeitlang wild miteinander, wobei Tamara natürlich den Kürzeren zog, aber immerhin konnte sie ihm einige tiefe Kratzer am Arm und auf den Händen beibringen.
„Du bist ein mieser, gemeiner Sadist", zischte Tamara, als sie schließlich nahezu bewegungsunfähig unter ihm lag.
„Wenn du mich in den Wochen auf Hogwarts wirklich so gut kennen gelernt hast, wie du behauptest, wird das sicher keine Überraschung für dich sein", sagte Snape und biss sie in die Schulter.
„Nein – ich hatte es nur vergessen." Tamara versuchte zurück zu beißen, aber sie bekam den Kopf nicht hoch genug. Snape nützte ihr ‚Entgegenkommen' um sie mit einem Kuss zu überfallen, der ihr sofort wieder in Erinnerung rief, was sie eigentlich ursprünglich hier im Bett mit ihm hatte tun wollen. Sie verspannte sich nicht länger unter ihm, sondern drängte sich seinem Körper auffordernd entgegen.
Als er ihre Handgelenke losließ, um ihre Schenkel zu spreizen und in sie einzudringen, krallte Tamara ihm die Finger in die Schultern – allerdings nur so lange, bis er begann, sie mit tiefen, harten Stößen zu vögeln, die es nötig machten, dass sie sich stattdessen am Kopfteil des Bettes festhielt, um seinem Ansturm etwas entgegensetzen zu können. Sie warf den Kopf zurück und stöhnte laut, was Snape noch mehr anzustacheln schien. Seine Finger schlossen sich wie Schaubstöcke um ihre Hüften, während er keuchend ihren Schoß durchpflügte. Das satte, klatschende Geräusch beim Aufeinandertreffen ihrer Körper und die gutturalen Laute, die ihrem Geliebten über die Lippen kamen, peitschten Tamaras Erregungskurve ebenso sehr in die Höhe, wie das unglaublich intensive Gefühl, vollkommen ausgefüllt und hart genommen zu werden.
Der Orgasmus brach über sie herein wie ein Orkan und sie schrie ihre Lust hemmungslos hinaus. Jeder weitere Stoß schien ihren Unterleib in Flammen zu setzen und als Snape ihr auf den Gipfel folgte und sich mit einem triumphierenden Knurren in ihr ergoss, verteilte sich die Wärme auf ihren ganzen Körper.
Kurz darauf, als sie sich an ihn kuschelte, ihren Kopf auf seinen Brustkorb legte und seinem noch immer beschleunigten Herzschlag lauschte, hatte Tamara Severus bereits jegliche Gemeinheit vergeben. Sie wusste, wie er tickte und gerade das hatte sie von Anfang an ihm fasziniert. Sich darüber zu beschweren hieße, sich selbst zu belügen.
„Ich liebe dich", sagte sie stattdessen.
„Immer noch?", fragte Snape ironisch.
„Ja, du Blödmann", erwiderte Tamara und zwickte ihn strafend in den Bauch. „Immer mehr!"
„Wirst du etwa schon wieder frech?", fragte Snape und hielt ihre Hand fest um weiteren Attacken zu entgehen.
„Das ist schon mal ein Vorschuss", meinte Tamara grinsend. „Schreib's mir gut für nächstes Mal."
„Darauf kannst du dich verlassen", raunte er und allein der Tonfall verhalf Tamara zu einer wohligen Gänsehaut.
Eine Weile genoss sie nur das wundervolle Gefühl entspannt bei ihm zu liegen und die Wärme seines Körpers zu spüren. Dann fiel ihr ein, dass sie gar nicht wusste, was passiert war, während sie geschlafen hatte.
„Ist eigentlich Malfoy schon wieder zurück?", fragte sie. „Und war jemand vom Orden hier?"
Snape berichtete ihr von dem Gespräch mit den Ordensmitgliedern. „Lucius ist noch nicht zurück", sagte er zum Abschluss und in seinem Tonfall schwang dabei leichte Besorgnis mit.
„Er wird bestimmt bald kommen", sagte Tamara sanft.
„Hm..."
„Meinst du, dass er das Angebot annimmt und den Orden gegen den dunklen Lord unterstützt?", fragte Tamara.
„Ich hoffe es", seufzte Snape. „Wenn ihm irgendetwas daran liegt, auch nach einem Sturz des Lords in der Gesellschaft wieder Fuß zu fassen, müsste er es eigentlich annehmen."
„Und wie geht es dann weiter?", fragte Tamara. „Was wird als nächstes geschehen? Was wirst DU als nächstes tun?" Im gleichen Moment bereute sie ihre Frage und rechnete mit einer bissigen Antwort, die auf die Befehlsgewalt Davids Bezug nehmen würde, der er unterstand. Aber was sie befürchtet hatte, trat nicht ein.
„Ich muss nach Hogwarts", sagte er stattdessen.
„Warum das?", fragte Tamara. Noch während sie nachdachte, ob sie auf eine bestimmte Antwort hoffen durfte, gab Snape sie ihr bereits.
„Ich will meine Erinnerungen zurück haben", sagte er leise.
xxx
tbc
Habt ihr noch Lust auf ein, zwei Kapitel? :)
