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21. In der Kammer

Ginny schaute nach ihrer Frage Harry erwartungsvoll an, nachdem sie sich ruckartig aufgesetzt hatte. Doch dieser war immer noch in Gedanken. Also wedelte sie mit ihrer Hand vor seinem Gesich herum, während sie ihn fragte: "Halloho, Harry, ich hab dich was gefragt. Gibst du mir endlich eine Erklärung dafür?" Harry schreckte aus seinen Gedanken auf und sah direkt in die Augen seiner Seelenpartnerin. "Warte kurz, Ginny! Ich werde dir alles erklären, aber dafür muss ich erst etwas vorbereiten." Meinte er und stand. Er zog seinen Zauberstab und fragte dann Merlin: "Und, Merlin, wollen sie auch mein Geheimnis erfahren?" Der Phönix nickte kurz. "Dann komm her und setzen sie sich dort auf dem Boden! Ich muss noch..." "Harry, du nennst diesen Vogel 'Merlin' und siezt ihn auch noch. Warum das?" Wurde er von Ginny unterbrochen, die bisher Harry und den Phönix schweigend beobachtet hatte.

"Nun, Ginny, das liegt wahrscheinlich daran, dass dies Merlin ist. Er ist ein Phönixanimagus. Unter anderem!" Erwiderte Harry. "WAS, das ist Merlin, DER Merlin? Das kann nicht sein! Merlin lebte vor tausend Jahren. Du musst dich irren, Harry!" Rief Ginny aus. Doch Harry meinte nur: "Doch, das ist Merlin! Durch seine Animagus-Form, dem Phönix hat er ein paar Eigenschaften des Phönix erhalten. Darunter auch die Wiedergeburt aus seiner eigenen Asche." Ungläubig sah Ginny ihn an, daher fügte er noch hinzu: "Er hat es mir bestätigt, als ich bei Dumbledore im Büro war." Ginny sah in immer noch leicht ungläubig an, zuckte dann mit ihren Achseln und meinte: "Ich glaube du musst mir mehr erklären, als ich anfangs dachte, nicht wahr, Harry?"

Während Harry nun sein Koffer neben Ginny vergrößerte, antwortete er mehr zu sich als zu Ginny: "Da hast du recht. Du kannst dir garnicht vorstellen, wiesehr du da recht hast, Ginny!" Obwohl er fast nur geflüstert hatte, hatte Ginny ihn doch verstanden und sah ihn nun teils erschrocken, teils erwartungsvoll an. Harry holte währenddessen Slytherins Buch aus seinem Koffer und schlug eine bestimmte Seite auf, als Ginny ihn fragte: "Harry, was willst du mit dem Buch? Wolltest du mir nicht diese Sache mit Harry Pauker erklären?" Harry sah auf, direkt in ihre Augen und erwiderte: "Naja, Ginny, ich muss dir viel erklären und dafür brauch ich viel Zeit und die hol ich mir durch ein Ritual mit dem Namen 'die Zelle der Zeit', das in diesem Buch steht, welches übrigens von Salazar Slytherin ist. Aber wahrscheinlich ist das Ritual nicht von ihm, sondern von Merlin." Dabei wendete er seinen Blick zu dem Phönix, der, als er den Blick von Harry sah, zustimmend nickte.

Nun beschwor Harry sieben kleine Steine, von denen er sechs so in einem Kreis auf den Boden legte, dass sie die gedachte Kreislinie in sechs gleich große Teilstücke teilte. Den siebten ließ er über dem gedachten Mittelpunkt des Kreises in einer Höhe schweben, die er gerade so mit seinem Zauberstab erreichen konnte, wenn er sich darunter gerade hinstellte. Als sein Blick auf Merlin fiel, legte dieser fragend seinen Kopf auf die Seite. "Das sind nur die Makierungen für das Ritual." Beantwortete Harry die ungestellte Frage von Merlin.

Als er nun seine Makierungssteine fertig hatte, zog er mit seinem Zauberstab unsichtbare Linie zwischen den am Boden liegenden Steinen, während immer wieder 'Cella temporis' vor sich hinmurmelte. Wobei er mit 'Cella' bei dem ersten Stein begann und mit '...oris' beim nächsten endete, wo er dann wieder mit 'Cella' begann. Als er schließlich alle am Boden liegenden Steine so verbunden hatte, verband er jeden liegenden Stein mit dem schwebenden, wobei er immer am liegenden mit 'Cella' anfing und am schwebenden Stein mit '...oris' stoppte. Beim letzten Mal musste er sich dann überlegen, wie schnell die Zeit im Inneren im Vergleich zur normalen Zeit lief. Er hatte sich dafür entschieden, dass eine Sekunde in der wirklichen Zeit etwa ein Monat in der Zelle der Zeit sein sollte.

Wahrscheinlich hätte er auch einen größeren Unterschied wählen können, aber bei diesem war er sich sicher, dass er funktionierte, denn er hatte es bis zu dieser Verhältnis von Außenzeit zu Innenzeit in seiner alten Zeitlinie ausprobiert. So war es ihm auch möglich gewesen, viel mehr zu lernen, als man eigentlich in dem Jahr lernen hätte können, das in seiner alten Zeitlinie seit Ginnys Tod vergangen war. Als er nun das Ritual mit einem '..oris' beendet hatte, leuchteten die vorher unsichtbaren Linien blau auf und sogar die Flächen dazwischen schimmerten leicht bläulich.

Ginny hatte ihn die ganze Zeit fragend angeschaut, während Merlin eine kritische Miene aufgesetzt hatte, wenn man das auch bei einem Phönix schwer sehen konnte. Als die Linien blau aufleuchteten, nickte er jedoch anerkennend. Ginny hingegen starrte ihn immer noch fragend an. Vorher, als Harry beschäftig gewesen war, hatte sie es nicht gewagt, ihn mit einer Frage zu unterbrechen, doch nun konnte sie ihre Neugier nicht mehr bezwingen und stellte Harry ihre Fragen: "Was hast du da gemacht, Harry? Was ist diese 'Zelle der Zeit'? Davon hab ich noch nie etwas gehört. Und was bewirkt diese 'Zelle der Zeit'? Und wann erklärst du mir endlich, warum du Harry Pauker bist?"

Harry konnte sich ein leichtes Schmunzeln nicht verkneifen, als er sah wie Ginny leicht wütend wurde, da auch nach einigen Sekunden nicht so aussah, als würde er ihre Fragen beantworten. Doch Harry beschloß den Bogen nicht zu sehr zu überspannen, schließlich wollte er Ginny nicht wirklich wütend machen, auch wenn sie noch nicht den Flederwichtfluch beherrschte. Also erklärte er ihr: "Nun, Ginny, die Zelle der Zeit sorgt dafür, dass die Zeit innerhalb des vorher durch magische Linien abgegrenzten Gebiets anders verläuft als außerhalb. Jedoch hat es keine Auswirkungen auf den Körper, er altert in der Geschwindigkeit, in der er ohne die Zelle altern würde. Daher brauchen wir auch weder zu schlafen noch zu essen, auch wenn wir über ein Jahr hier sind, schließlich vergehen draußen nur zwölf Sekunden."

Mit einem Seitenblick auf den Phönix fuhr er dann mit seinen Erklärungen fort, während Ginny ihn nur fassungslos anguckte: "Naja, ich glaube, dass die Zelle einfach unsere Wahrnehmung beschleunigt. Aber auch die Magie, die sich im Inneren befindet und, da alle Gegenstände Magie in sich haben, sieht es für uns so aus als würden sie sich wie immer bewegen, doch eigentlich bewegen sie sich viel schneller", während er die sagte, nickte Merlin und Harry fuhr, dies als Bestätigung nehmend, fort, "natürlich hat Salazar dies anders gesehen und hat sich immer nur gewundert, dass er nicht gealtert war, wenn er Jahre in so einer Zelle der Zeit verbracht hatte. Und Harry Pauker war eine Tarnidentität, um mich ohne Aufsehen in der Winkelgasse bewegen zu können. Oder hätte ich als Harry Potter gehen sollen, Ginny? Dann hätte es einen Aufstand gegeben und ich hätte nichts erledigen können! Aber ich hatte auch noch andere Gründe, aber bevor du die erfährst, musst du erst lernen, das Geheimnis bewahren zu können."

"Aber, Harry, ich würde nie..." Wollte Ginny laut protestieren, während sie versuchte, sich zu erheben, doch Harry drückte sie sanft in die sitzende Stellung zurück und unterbrach sie gleichzeitig: "Beruhig dich, Ginny! Ich glaube dir ja, dass du mich nie willentlich verraten würdest, aber es gibt Zauberer, die deine Gedanken lesen können, und dagegen bist du im Moment machtlos, aber du hast ja jetzt genug Zeit zu lernen, wie man sich gegen solche Angriffe auf den Geist wehren kann. Und ich denke, dass du es sehr schnell erlernst, auch wenn du eigentlich noch ein bißchen jung dafür bist." Harry hatte den letzten Satz nur aus einem Grund hinzugefügt: Er hatte nämlich gesehen, dass Merlin ein skeptischen Blick aufgesetzt hatte, und, dass es das Alter von Ginny gewesen war, das ihn hatte so skeptisch blicken lassen, bestätigte der Phönix mit einem Nicken, als Harry den letzten Satz beendet hatte.

"Gedankenlesen? Ich habe davon noch nie was gehört. Ich glaube dir nicht, du vertraust mir einfach nur nicht, Harry!" Meinte Ginny leicht eingeschnapt mit vor der Brust verschränkte, Armen. "Soll ich es dir beweisen, Ginny?" Fragte Harry daraufhin und, als Ginny nickte, drang er sanft in ihre Gedanken ein und sah dort ein Bild von sich als Harry Potter und dann eins von sich als Harry Pauker, die sich immer wieder abwechselten. Daher meinte er zu Ginny: "Du warst hin- und hergerissen zwischen mir als dem Jungen, der als Baby den Todesfluch überlebt hat, und meiner Tarnidentität Harry Pauker, für den du Gefühle hattest, die du nicht einordnen konntest. Hab ich recht, Ginny?"

Ginny sah ihn erschrocken an, denn sie hatte über diesen inneren Kampf noch nicht einmal mit ihrer Mutter geredet. "Das.. das stimmt. Wie? Woher weißt du das? Ich hab das niemandem verraten, noch nicht einmal meiner Mum." Stotterte sie. "Ich hab es in deinen Gedanken gesehen. Ich hoffe, du kannst mir diesen Eingriff verzeihen und glaubst mir nun, was ich über das Gedankenlesen gesagt hab." Meinte Harry und hoffte, dass sie ihm diesen Eingriff in ihre intimen Gedanken verzeihen würde.

"Ja, ich glaube dir, Harry, aber wie kann man sich dagegen wehren?" Fragte Ginny und fügte dann noch hinzu: "Und natürlich verzeih ich dir. Ich hätte dir sofort glauben sollen!" "Danke, dass du mir verzeihst, das bedeutet mir sehr viel. Und du wirst Okklumentik lernen, das ist die Kunst seine Gedanken zu verschließen. Aber du wirst meine Art der Okklumentik lernen. Mit dieser läßt du deinen Gegenüber nur unwichtige Gedanken lesen, während du die wichtigen versteckst und auch noch den Zugriff auf diese wichtigen Gedanken abblocken kannst. Also wird keiner merken, dass du Okklumentik beherrscht und das ist sehr wichtig, denn es könnte auffallen, wenn jemand in so jungen Jahren diese Kunst beherrschen würde." Harry hatte seinen Blick bei den letzten Sätzen zu Merlin schweifen lassen und sah, dass dieser seinen Kopf zweifelnd zur Seite gelegt hatte.

"Das hört sich aber sehr kompliziert an. Meinst du wirklich, dass ich das lernen könnte, Harry?" Fragte Ginny. "Ich bin mir sicher, dass du das kannst. Du bist nicht nur magisch sehr stark, sondern auch geistig. Also wird das kein Problem sein. Außerdem hast du ja dafür ziemlich viel Zeit. Wir können hier sicher fünf Jahre bleiben, das ist in der Außenwelt nur eine Minute. Und du musst in der Zeit weder essen noch schlaffen." Erwiderte Harry ihr und machte ihr so Mut, es zu schaffen.

Harry ging, nachdem Ginny sich dazu bereit erklärt hatte, noch solange auf Harry weitere Erklärungen zu warten, bis sie Okklumentik gemeistert hätte, zu seinem Koffer und holte ein weiteres Exemplar von seinem Okklumentikbuch hervor. Er übergab es Ginny und meinte: "Dieses Buch hab ich geschrieben. Dort wird ein Weg beschrieben, wie man meine Okklumentik meistern kann. Wenn du Fragen dazu hast, kannst du mich jederzeit fragen, Ginny. Aber ich muss mich zunächst um Merlins Problem kümmern." "Was hat Merlin den für ein Problem, das er nicht selber lösen kann? Wenn er es nicht lösen kann, wieso glaubst du, dass du das könntest? Es ist schließlich Merlin, von dem wir da reden." Fragte Ginny, während sie das Buch von Harry entgegennahm.

"Nun, Ginny, Merlin wurde von Salazar in seine Animagusform eingesperrt. Er hat dadurch all seine Kräfte, die er als Zauberer konnte, verloren. Daher kann er sich nicht allein in seine menschliche Form zurückverwandeln. Außerdem wurde Salazars Fluch auf Parsel gesprochen und der Gegenzauber muss sicher auch auf Parsel gesprochen werden, und Merlin kann kein Parsel, aber ich kann, wie du ja weißt, Parsel sprechen. Also werde ich versuchen, den Gegenspruch zu finden, während du Okklumentik lernst. Aber du kannst, wie gesagt, mit Fragen immer zu mir kommen." Erklärte Ginny, die nach einem Blick zu Phönix, der durch ein Nicken Harrys Geschichte bestätigte, zustimmte und das Buch auf der ersten Seite aufschlug.

So las Ginny die nächste Zeit über aus dem Buch und lernte so Okklumentik kennen, während Harry wieder Slytherins Buch genommen hatte und nun den Zauber, der Merlin gefangen hielt näher studierte. Ginny kam recht selten mit Fragen zu ihm und Harry fragte sich, ob das daran lag, dass sie alles verstanden hatte, oder daran, dass sie sich einfach nicht getraute, zu ihm zu kommen, wenn sie etwas nicht verstanden hatte. Daher ging er nach einiger Zeit auf sie zu und meinte zu ihr, dass es ihr wirklich nicht peinlich sein müsste, wenn sie etwas nicht verstehen sollte, denn auch Hermine hätte es nach über einem Jahr noch nicht richtig verstanden. Danach stellte sie ihm regelmäßiger Fragen, die fast immer beantworten konnte und ihr so half, die erste Stufe schon nach einem viertel Jahr Training fast perfekt zu meistern.

Harry war ziemlich genervt, da es mit Merlins Befreiung nicht so toll lief wie mit Ginnys Okklumentik-Training. Er hatte zunächst den Finite- Zauber sowohl normal, als auch auf Parsel versucht, denn er wollte sich nicht erst einen komplzierten Zauberspruch ausdenken, der vielleicht nicht einmal funktionierte, und dann merken, dass es mit einem so einfachen Gegenzauber klappte. Dann hatte er den Spruch, mit dem man ein Animagus zwingen konnte, seine menschliche Form wieder anzunehmen, ausprobiert. Sowohl normal, als auch auf Parsel, aber das Ergebnis war jedes Mal, wie beim Finite-Zauber, denn schließlich war Merlin durch Slytherins Fluch ja eigentlich kein Animagus mehr.

Diese ersten Versuche waren es aber nicht, die Harry verzweifeln ließen, denn er hatte bei diesen Versuchen nicht wirklich mit einem Erfolg gerechnet. Aber dann hatte er mehrere Zauber entwickelt, die aber nicht den gewünschten Effekt hatten. Einer davon hatte Merlin zwar in seine menschliche Gestalt zurückverwandelt, doch, als er sich dann wieder in einem Phönix verwandelt hatte, hatte er sich nicht mehr zurückverwandeln können.

Harry hatte daraufhin diesen Zauber wieder angewandt und hatte sich Merlin genauer angesehen. Vor ihm war nicht ein alter Mann wie Dumbledore gestanden, sondern ein Mann mit schwarzen Haaren, einem schwarzen, etwa zehn Zentimeter langen Vollbart und braunen Augen, der nicht älter als Sirius aussah. Ginny hatte von ihrem Buch aufgeschaut und Merlin hatte auf ihren erstaunten und fragenden Blich gemeint: "Ich altere wie ein Phönix, das heiß, dass ich kurz nach einem Brandtag wahrscheinlich wie ein Baby aussehen würde, wenn ich mich in meine menschlich Form verwandeln würde. Theoretisch! Ich hab es noch nie ausprobieren können, denn als ich mich für meinem ersten Brandtag verwandelt habe, hat mir dieser hinterhältige Salazar aus dem Hinterhalt diesen Fluch auf den Hals gehetzt. Nach meinem Brandtag wollte ich mich dann zurückverwandeln, aber es ging nicht. Auch altere ich als Phönix zunächst sehr schnell bis ich das menschliche Mannesalter erreicht habe, aber danach fast garnicht mehr. Das beantwortet doch ihre Frage, junge Maid."

"Ja, das beantwortet meine Frage, erhabener Merlin." Hatte Ginny erfürchtig geantwortet. "Einfach nur Merlin, ihr könnt mich ruhig duzen. Sonst komme ich mir so alt vor." Hatte dieser lachend erwidert. "Ok, Merlin, es ist mir eine Ehre sie.. dich kennen zu lernen." Hatte Ginny daraufhin erwidert. "Die Ehre ist ganz auf meiner Seite, kleine Ginny." Hatte er ihr entgegnet, woraufhin diese schmollend die Arme vor der Brust verschränkt und leise vor sich hinmurmelt hatte: "Ich bin nicht klein." "Natürlich nicht, Ginny. Entschuldigung!" Hatte Merlin daraufhin immer noch leicht lächelnd gemeint.

Harry hatte dann geflucht: "Warum, zur Hölle, klappt das einfach nicht!" "Du solltest nicht fluchen, junger Mann! Du bist auf dem richtigen Weg. Du hast schon mehr erreicht, als ich von einem so jungen Zauberer jemals erwartet hätte." Hatte Merlin ihn daraufhin zurecht gewiesen. "Ja, aber sie sind dadurch von mir abhängig und das will ich nicht." Hatte Harry gemeint, ohne auf Merlins Vorwurf einzugehen. "Das macht doch nichts, Harry. Jeder ist von anderen Menschen auf eine gewisse Art und Weise abhängig, und ich habe fast Tausend Jahre als Phönix verbracht, ein paar mehr machen mir da nichts mehr aus, auch wenn ich es am Anfang verflucht habe, habe ich mich mit den Jahren damit abgefunden." Hatte dieser ihm erklärt.

Harry hatte ihm dann gesagt, dass er nicht so jung wäre, wie er ausähe, und Merlin hatte ihn gefragte, wie er das meinen würde. Harry hatte daraufhin zu Ginny und dem Okklumentikbuch geguckt un sich dann wieder an Merlin gewandt: "Gut, ich erzähl euch mein Geheimnis. Bei Ginny ist abzusehen, dass sie bald meine Art Okklumentik schafft und du kannst doch sicher Okklumentk, Merlin?" Harry hatte eine kurze Pause gemacht, die Merlin benutzt hatte, um ihm das durch ein kurzes Nicken zu bestätigen, und hatte ihnen danach von seiner alten Zeitlinie und seiner Zeitreise erzählt, wobei Merlin von letzterem zunächst nicht sehr begeistert gewesen war, aber die Notwendigkeit der Zeitreise eingesehen hatte, als Harry ihm von seinen Erlebnissen dort erzählt hatte.

Ginny war ganz erschüttert von Harrys Geschichte gewesen, vorallem als sie von ihrem eigenen Tod und dem ihres ungeborenen Kindes erfuhr. Damit sie nicht in Versuchung kam, hatte Harry wie auch bei seinen Erzählungen gegenüber Remus, Regulus und Sirius den Fakt weggelassen, dass Peter Pettigrew und Krätze ein und dieselbe Person waren. Nach diesem Gespräch, in dem Harry auch erwähnt hatte, dass er die Zeitlinie bis Voldemorts Wiedergeburt nicht sehr verändern würde, hatte sich Merlin wieder in einen Phönix verwandelt, damit Harry weiterforschen konnte. Merlin kannte natürlich den Begriff Horkrux, schließlich hatte es Salazar Slytherin auch mit dieser zweifelhaften Kunst versucht, um sich ein ewiges Leben zu sichern. Ein paar Tage vor seinem Brandtag hatte Merlin Salazars Geheimnis entdeckt und den Horkrux zerstört. Das hätte diesen wahrscheinlich auch dazu gebracht, Merlin mit diesem Fluch zu belegen. Jedenfalls hatte Merlin gegenüber Ginny und Harry diese Vermutung geäußert.

Merlin war geschockt gewesen, als er von Merlin erfahren hatte, dass Voldemort seine Seele sogar in sieben Teile geteilt hatte. Soweit war, Gott sei Dank, noch nicht einmal Salazar gegangen. Er hatte sich viel zu sehr davor gefürchtet, seine Persönlichkeit dadurch zu verlieren, und hatte sich lieber damit abgefunden, wieder sterblich zu sein. Natürlich hatte er Merlin nicht nur aus Rache danach in seine Tierform gesperrt, sondern auch, damit dieser nichts von seinem Experiment weitererzählen konnte. Schließlich war mit der Herstellung ein Mord verbunden.

Voller Wut über seine Erfolglosigkeit, weitere Fortschritte zu machen, hatte Harry schließlich Merlin in seiner menschlichen Gestalt mit Slytherins Parsel-Zauber belegt und hatte dann diesen dazu aufgefordert, sich in einen Phönix und danach wieder zurück zu verwandeln. Dieser versuchte es und hatte zunächst unerwartet etwas Schwierigkeit bei der Verwandlung in den Phönix, doch zum Schluß gelang es ihm. Auch die Rückverwandlung klappte nicht auf Anhieb, doch sie klappte.

Merlin fragte Harry daraufhin, was er getan hätte, und dieser erklärte es ihm zögerlich. "Das war sehr riskant, meinst du nicht auch, Harry? Vielleicht hätte ich mich danach nicht mehr in einen Phönix, geschweige denn in eines meiner anderen Tiere verwandeln können." "Das stimmt schon. Tschuldigung! Könntest du versuchen dich in die anderen Tierformen zu verwandeln! Ich will wissen, ob das noch geht oder nicht." Merlin nickte dazu und versuchte es. Zunächst hatte er, wie bei den anderen Verwandlungen Schwierigkeiten, doch, als er sich mehr konzentrierte, stand plötzlich ein großer stolzer Adler vor Ginny und Harry. Die Rückverwandlung klappte sofort und Merlin meinte: "Es klappt, wie du siehst, auch wenn es so schwer ist wie damals, als ich mit den Animagusformen angefangen hab, aber mit ein bißchen Übung wird das schon wieder. Ich danke dir, Harry. Ich hab nie gedacht, wieder frei über meine Erscheinungsform entscheiden zu können."

Harry fühlte sich daraufhin zerrissen. Einerseits war es im immer noch peinlich, dass er Merlin gefährdet hatte, andererseits war er stolz auf dessen Dank. Harry hatte natürlich alle diese Zauber mit dem Stab ausgeführt, den er aus seiner alten Zeitlinie mitgebracht hatte, schließlich waren teilweise nicht gerade weiße Zauber darunter gewesen und er wollte nicht, dass jemand davon etwas zu früh erfuhr. Diesen Stab reichte er nun Merlin und meinte: "Du solltest auch probieren, ob du noch zaubern kannst, Merlin." "Ich glaub ich werde mich nie an diese neuen kleinen Zauberstäbe gewöhnen. Ich hab immer mit einem fast zwei Meter langen Stab gezaubert." Mit diesen Worten nahm er den Zauberstab entgegen, schwang ihn kurz und vor ihm erschien ein gemütlicher Stuhl, auf den er sich auch sofort setzte, und dann zu Harry meinte: "Mein alter Stab war um einiges kraftvoller als dieser hier." "Nun, das ist auch mein Stab, ich könnte mit Ginnys Stab auch nicht so gut zaubern. Warte bis dich ein Stab ausgesucht hat, mit dem kannst du dann sicher genauso gut zaubern wie mit deinem alten Stock." Erwiderte Harry grinsend. Merlin sah ihn wütend an und murmelte: "Stock, sagt er zu meinem treuen Stab." Harry und Ginny lachten.

Während Ginny in Okklumentik und anderen Dingen, die Harry und Merlin ihr zusätzlich beibrachten, schnell Fortschritte, übte Merlin seine Animagusformen. Auch Harry war beim Thema Animagus, doch bei ihm war es mehr die Frage, wie das mit weiteren Animagusformen ging. Merlin hatte auf seine Fragen dazu immer nur gemeint: "Das musst jeder Zauberer selber herausfinden. Aber du kannst es auf jeden Fall schaffen, da bin ich mir ganz sicher."

Schließlich waren die drei mehr als ein Jahr in der Zelle der Zeit, die Harry erschaffen hatte. Ginny war nun genauso gut wie Harry in Okklumentik. Auch Merlin hatte sich mit Harrys Okklumentik beschäfttigt, was Harry noch Stolzer als Merlins Dank für seine Befreiung gemacht hatte, denn schließlich lernte der älteste noch lebende Zauberer etwas von ihm. Harry hatte am Ende doch noch herausgefunden, wie man sich in mehrere Animagus-Formen verwandeln konnte. Es war ein fast schon zu leichter Zauber, der für Harry zu diesem Ziel führte: 'Addo Animagum!' Als Harry sich dann schließlich in den schwarzen Vogel mit dem roten Strich auf dem Rücken verwandelt hatte, hatte er es nur mit größter Mühe geschafft, den Willen des Vogels zu bezwingen. Aber auch Merlin hatte ihne fassungslos angestarrt und ehrfürchtig geflüstert: "Mein Gott, ein Lightning-Phönix!"

Harry hatte sich daraufhin zurückverwandelt und Merlin gefragt, was es denn mit diesem Phönix auf sich hätte und warum dieser verächtlich geschaut hatte, als er ihn gefragt hatte, ob er ein Phönix wäre. Merlin hatte ihm daraufhin erklärt: "Harry, der Lightning-Phönix ist der König aller Phönixe. Es kommt vielleicht alle Hunderttausend Jahre mal vor, dass einer gebohren wird. Dazu muss nämlich ein Blitz das Nest von einem normalen Phönix treffen und das ist sehr unwahrscheinlich, da Phönixe schon sehr selten sind. Während normale Phönixe getötet werden können, wenn man im richtigen Augenblick die Asche verteilt, kann der Lightning-Phönix nur sterben, wenn er es will." "Heißt das ich bin jetzt unsterblich?" Hatte Harry gefragt, doch Merlin hatte gemeint, dass es darauf ankommen würde, ob er diese Eigenschaften von dem Phönix übertragen bekommen hätte oder nicht. Und dies wäre nicht sicher, hatte Merlin hinzugefügt. Schließlich meinte Merlin, dass Harrys Weg zum Mehrfach-Animagus nicht der seine gewesen war. Damit ging die Zeit in der Zelle der Zeit ihrem Ende entgegen. Harry freute sich einen so machtvollen Verbündeten hinzubekommen zu haben.