Die Personen und Orte gehören Stephenie Meyer.

Die Originalstory ist von T. G. Kira.

Zusammenbruch. Bellas Pov.

Etwas kitzelte mich im Gesicht und in den Haaren. Am Anfang spürte ich es kaum, aber dann wurde es intensiver. Verschlafen machte ich die Augen auf und sah in glänzende, grüne Augen.

„Edward?" Fragte ich mit rauer Stimme.

„Hallo." Antwortet Edward mit einem traurigem Lächeln. Seine Finger tanzten weiter durch meine Haare und über mein Gesicht. Er spielte mit einer Strähne meiner Haare, steckte sie mir hinters Ohr, streichelte meine Stirn und sagte nichts, er sah mich nur...bewundernd an.

Ich sah die Melancholie in seinen Augen.

„Was ist?" Wollte ich wissen und versuchte mich aufzusetzen, es war nicht einfach, aber ich schaffte es.

„Ich habe von etwas sehr schönem, aber unmöglichem, geträumt." Flüsterte er, als ob er mir ein Geheimnis anvertrauen würde.

„Wirklich? Und was?"

„Das kann ich dir nicht sagen. Es könnte dich irgendwie stören."

„Du kannst mir alles sagen." Ich nahm seine Hand in meine. „Nichts was du sagst, könnte mich stören Liebster." Es fühlte sich so gut an, ihm zärtliche Worte sagen zu können.

Er sah mich konfus an und das machte mir Angst.

„Was hast du?"

„Du hast mich, Liebster genannt? Bedeutet das...war es kein Traum?" Er drückte meine Hand.

„Du glaubst, dass du das was Gestern passiert ist, ein Traum gewesen ist? Du glaubst, dass es ein Traum gewesen ist, dass ich gesagt habe das ich dich liebe?" Fragte ich verwirrt.

„Als ich wach geworden bin warst du nicht da und es machte keinen Sinn. Es konnte nur ein Traum gewesen sein, nichts anderes." Er redete, als ob er es nicht glauben konnte.

„Beruhige dich Edward, sieh mich an. Was passiert ist, ist keine Traum gewesen. Ich liebe dich." Ich beugte mich zu ihm und gab ihm einen keuschen Kuss auf die Lippen.

„Du warst nicht da." Flüsterte er.

„Es tut mir Leid. Ich wollte nicht..." Die weichen Lippen Edwards unterbrachen mich abrupt.

Als er sich wieder von mir löste, legte er seine Stirn auf meine Schulter und seine Arme um meine Taille.

„Gott sei Dank war es kein Traum." Murmelte er erleichtert und drückte mich an sich.

Wir blieben eine ganze Weile so sitzen und genossen einfach die Nähe des anderen. Dann legten wir uns, genauso schweigend, in mein Bett. Irgendwann schlief Edward wieder ein, was sich leider nicht konnte. Ich bleib wach und betrachtete sein Gesicht. Sein Gesichtsausdruck hatte sich verändert, er sah wesentlich ruhiger und entspannter aus und es gab nichts schöneres für mich, als zu sehen, dass es ihm besser ging.

Man könnte sagen, dass diese Nacht auch für mich wie ein Traum war. Es war einer der schönsten Momente in meinem Leben, aus dem einfachen Grund, weil ich ihn mit Edward teilen konnte. Aber im täglichen Leben würden wir nicht so zusammen sein können, wenigstens nicht vor den anderen. Vor allem nicht vor Jasper.

Vielleicht war er ja wirklich kein schlechter Mensch, er hatte versuchte es mir zu erklären. Er trug eine große Schuld auf seinen Schultern und aufgrund dieser Schuld, war er bereit uns sofort zu trennen, sollte er irgendetwas unangebrachtes sehen.

Aber was war unangebracht daran, dass ich mit Edward zusammen sein wollte? Was gab es schlechtes daran, dass ich ihn liebte, oder er mich?

Trotzdem wollte ich es nicht riskieren, dass man uns trennte.

Der Morgen präsentierte sich sonnig aber etwas kühl, trotzdem fanden wir ihn ideal um ihn im Garten zu verbringen.

Edward und ich verbrachten so viel Zeit im Garten wie wir konnten.

Wir setzten uns wieder unter die hohen Bäume, dort wo uns niemand sehen konnte und kuschelten uns aneinander. Es wurde zu dem schönsten Augenblick des Tages, einfach zusammen zu sein und sich gegenseitig „Ich liebe dich" zu zuflüstern.

„Was denkst du?" Fragte Edward und riss mich aus meinen Träumen.

„An nichts. Nur daran, wie sehr ich dich liebe." Antwortete ich spielerisch, nahm seine Hand und wir gingen wieder ins Gebäude.

„Ich dich mehr, meine Puppe." Sagte er genauso spielerisch. Und jetzt störte es mich auch nicht mehr, wenn er mich so nannte. Ehrlich gesagt, war es ein schöner Kosename.

Während wir durch den Garten gingen wurde mir wieder schwindelig. In meinem Kopf drehte sich alles, die Sonne stach in meine Augen und ich sah nichts mehr. Dann wurde mir schwarz vor Augen und ich konnte mich nicht mehr auf den Füßen halten.

Das letzte was ich noch sagen konnte war: „Edward."

Meine Augenlider waren schwer und es kostete mich einige Anstrengung die Augen auf zumachen. Das Licht war so hell, dass ich sie sofort wieder zu machte. Alles um mich war so brillante und hell, bedeutet das, dass ich tot war? Das glaubte ich dann doch nicht. Ich machte die Augen wieder auf und es dauerte etwas bis ich klar sehen konnte und versuchen konnte den Ort zu erkennen, an dem ich mich befand. Was mir aber nicht möglich war. Ich hatte keine Ahnung, wo ich war.

Nach einem Moment der Konfusion, schoss mir ein Name in den Kopf.

„Edward?" Meine Stimme klang kratzig und rau, ich erkannte sie selber nicht wieder.

Ich spürte wie meine Hand gedrückt wurde und drehte vorsichtig den Kopf, um zu sehen wer das war.

„Shh, entspann dich." Hörte ich Alice sagen.

„Wo bin ich?" Schaffte ich es zu fragen.

„Im Krankenhaus. Sie haben dich wegen einer...Dekompensation und...ich habe den medizinischen Begriff vergessen, eingewiesen. Also du warst sehr schwach und fast anämisch." Erklärte Alice.

„Wirklich?" Rief ich erstaunt aus. Ehrlich gesagt, fühlte ich mich eher so, als ob ich sterben würde, aber nachdem was Alice sagte, war alles halb so schlimm.

„So ist es. Aber du hast mir einen ganz schönen Schrecken eingejagt." Es war ihren Worten anzuhören, dass sie wirklich besorgt war.

„Tut mir Leid." War das einzige was ich dazu sagen konnte.

So langsam wurde ich richtig wach und auch mein Kopf wurde etwas klarer.

„Und Edward." Platzte ich plötzlich wieder heraus und versuchte mich aufzurichten, aber Alice drückte mich wieder herunter.

„Bleib liegen, du hast einen Tropf im Arm und könntest dir weh tun."

„Das ist egal. Wo ist Edward?" Ich hatte ihm versprochen bei ihm zu bleiben, wie würde er reagieren, wenn ich plötzlich weg war?

„Ich weiß es nicht Bella. Er wir wohl in der Klinik sein. Ich bin direkt hier ins Krankenhaus gekommen, als ich angerufen wurde. Aber Edward geht es bestimmt gut. Du solltest dich nicht so aufregen." Versuchte Alice mich zu beruhigen.

Das versuchte ich zu tun, mich aufzuregen brachte mir nichts, aber das fiel mir alles andere als leicht. Ich ließ einige Minuten vergehen, um meinen Kopf ganz klar zu bekommen und einige Fragen zu formulieren. Die Medikamente machten mich benommen und ich machte die Augen wieder zu und holte tief Luft. Trotzdem vergingen einige Minuten, bis ich wieder sprechen konnte.

„Seit wann bin ich hier?"

„Seit Gestern. Demetri hat mich gegen Mittag angerufen." Erklärte Alice.

„Wie lange muss ich hier bleiben?"

„Das weiß ich nicht Bella. Ehrlich gesagt, weiß ich nicht viel."

„Toll." Schnaufte ich.

„Jetzt sei nicht sauer auf mich."

„Entschuldige Alice. Aber wenn ich jetzt so darüber nachdenke, was ist mit dir passiert? Ich hab dich ewig nicht mehr gesehen." Stellte ich sie zur rede. Das war jetzt ein abrupter Themenwechsel, aber ich hatte sie so lange nicht mehr gesehen und wollte endlich wissen, was los war.

„Ich...es tut mir Leid." Murmelte sie.

„Warum gehst du mir aus dem Weg?" Wollte ich wissen.

„Das tue ich doch gar nicht."

„Doch das tust du. Du gehst mir aus dem Weg und kommst auch nicht mehr zur Klinik. Und zwar seit dem Tag...an dem ich Jasper erwähnt habe." Das Letzte murmelte ich leise und erinnerte mich na das, was Jasper mir erzählt hatte.

Alice sagte nichts.

„Du kennst Jasper, stimmts?"

„Selbstverständlich nicht." Antwortete Alice, sah mich dabei aber nicht an.

„Sag mir die Wahrheit Alice. Ich bin deine Freundin, vertraue mir." Ich musste sie etwas unter Druck setzten, wenn ich ein Antwort wollte.

„Ich kann nicht Bella, ich hab Angst." Und diese Angst konnte ich deutlich in ihren Augen sehen.

„Du bist Mary Alice Brandon, stimmts?" Als ich mit diesen Worten herausplatzte, fielen ihr fast die Augen aus dem Kopf.

„Was?...Wie?..Wer...hat dir das gesagt?" Fragte sie entsetzt.

„Das ist dein richtiger Name. Ist das nicht so?" Ich würde jetzt eine Antwort von ihr bekommen, ob sie wollte oder nicht.

In einer Sekunde saß Alice noch auf ihrem Stuhl und in der nächsten umarmte sie mich und weinte verzweifelt.

„Sag das bitte niemandem. Bitte! Ich will nicht zurück. Bitte Bella!" Flehte sie mich an.

„Ist gut Alice, sieh mich an." Bat ich sie sanft. Du musst keine Angst haben. Ich möchte nur, dass du mir die Wahrheit sagst. Jetzt weine bitte nicht mehr, Ok?" Ich wischte ihr die Tränen aus dem Gesicht.

Alice sah mich einen Moment schweigen an, dann holte sie tief Luft und sagte.

„Ja, ich bin Mary Alice Brandon."