AN: Hallo :) Hier ist das Kapitel, auf das ihr sicher alle gewartet habt! Carlisle verhört seinen Sohn und Edward wird bestraft! Viel Spass beim Lesen und bis dann! Eure Vanessa

Disclaimer: Die Twilight Saga und ihre Charaktere gehören Stephenie Meyer und nicht mir!

Warning: Eine ausführliche Spankingszene in diesem Kapitel! Bitte nicht lesen, wer das nicht mag!


Edwards PoV

Ich sass allein in Carlisles Büro und haderte der Dinge, die gleich auf mich zu kommen würden. Zu zuhören wie die eigenen Geschwister verhört und eine Standpauke bekamen, war nicht gerade schön und eigentlich machte er das auch nicht vor uns anderen.

Diesmal war es anders gewesen, weil alle Cullen Kinder Mist gebaut hatten! Mit der verbotenen Party, dem Alkohol und Rosalie und ich hatten uns im Wohnzimmer einen tollen Kampf geliefert. Dabei waren leider einige Dinge zu Bruch gegangen und Rose war in die Fensterfront gedonnert. Das war Pech!

Und Dad hatte Rosalie für ihre Respektlosigkeit in unserem Beisein bestraft – was er auch normalerweise nicht machte.

Hatte ich schon erwähnt, dass heute alles anders war?

Ich hatte ein paar Mal Carlisles Gedanken gelesen, um auf eventuelle Wutausbrüche oder dergleichen vorbereitet zu sein.

Alice und Emmett hatten noch mal Glück gehabt, denn er hatte wirklich nicht vor sie übers Knie zu legen. Nun gut, wer konnte auch auf Alice richtig wütend sein? Ich meine richtig wütend! Sie war die Kleinste und die Süßeste von uns und daher reichte es bei ihr manchmal, wenn sie Carlisle ein Lächeln schenkte um ihn zu besänftigen.

Still kramte ich in meiner Erinnerung und überlegte wie oft er Alice schon verprügelt hatte – nicht oft, das war klar! Vier Mal bis jetzt. Einmal hatte sie ein Top mitgehen lassen, obwohl sie genug Geld gehabt hatte, aber der Nervenkitzel war größer gewesen, als der Gedanke an die Konsequenzen. Das hatte ihr den Stock eingebracht und sie hatte es nie wieder getan. Die anderen Male war es Zerstörung von irgendwas. Einmal die Fensterscheibe mit dem Baseball …

Und mein Bruder Emmett? Als Junge hatten wir einen schlechteren Stand als die Mädels, was hieß, Esme und Dad waren strenger zu uns was die Konsequenzen betraf. Wir machten natürlich auch viel mehr Mist! Wir hatten schon oft über seinen Knien oder dem Tisch gelegen. Für diverse Vergehen, die ich nicht mehr alle aufzählen kann.

Ich seufzte laut, während ich wieder an meine unsausweichliche Konsequenz dachte, die ich mir selbst eingebrockt hatte. Mein Blick schweifte zum Schrank hinüber und blieb dort ein paar Sekunden lang hängen. Stock oder Gürtel? Was hatte ich überhaupt alles angestellt?

Da waren die Prügelei mit meiner Schwester. Die unerlaubte Fete und der Alkohol. Mir war nicht mehr schlecht, allerdings würde ich es auch nie wieder so weit kommen lassen! Dann war Marcus aufgetaucht, was aber nicht meine Schuld war. Das mit unserer Party hatte sich sicherlich herumgesprochen. Es war schon lustig gewesen. Wir haben getrunken und viel gelacht. Allerdings nur so lange, bis Esme und Carlisle aufgetaucht waren und Dad ihn im hohen Bogen hinaus gworfen hatte.

An alles kann ich mich leider nicht mehr erinnern, aber seinen wütenden Blick, als er Marcus neben mir gesehen hat, werde ich nie wieder vergessen. Das laute Ticken der Uhr hinter mir nervte mich langsam und am liebsten hätte ich sie von der Wand gerissen und den Balkon hinunter geworfen.

Was tat Dad nur so lange da unten bei Emmett? Diese Warterei war furchtbar!

Endlich nach weiteren fünf Minuten hörte ich Schritte auf der Treppe und das Holz knarren. Na endlich!

Ich sah die Tasse Blut an, die auf seinem Tisch stand. Der Geruch war einfach unwiderstehlich. Ich beugte mich im Stuhl nach vorne und griff nach der schwarzen Tasse. Es war sogar noch heiß!

Als ich den Rand an meinen Mund führte und vorsichtig einen Schluck nahm, ging die Bürotür auf. Ich stoppte in der Bewegung und schielte kurz nach rechts. Als ich sah wie Dad nickte, ließ ich die rote Flüssigkeit langsam meinen Rachen hinunter laufen. Das tat so gut und schmeckte doch viel besser als Bier oder Wodka.

Ich hörte wie er seinen Stuhl neben mich schleifte und sich setzte. Doch ich trank weiter – gierig, denn ich war einige Zeit nicht mehr jagen gewesen. Außerdem wollte ich Zeit schinden. Die Warterei war zwar schlimm, aber jetzt wo mein Vampirvater direkt neben mir sass und mit mir über meine Fehlentscheidungen reden wollte, war mir jede Art von Ablenkung recht.

Also klammerte ich mich an der Porzellantasse meines Vaters fest und trank so langsam, dass man praktisch beim Zusehen einschlafen konnte.

Ein paar Sekunden später wurde es ihm dann doch zu viel und er starrte mich so eindringleich von der Seite an, dass ich zu ihm hinüber schielte.

Stell bitte die Tasse ab …

Ich fixierte wieder, über die Tasse hinweg, die Kante des Schreibtisches, während ich seine Geduld weiter auf die Probe stellte und trank. Ein leises Knurren neben mir, brachte mich auch nicht dazu, die verdammte Tasse einfach abzugeben und mich dem zu stellen, was mich erwartete.

Dad fauchte laut, riss mir dann die Tasse aus der Hand und stellte sie auf dem Tisch ab. Ich ließ meine Hände in meinen Schoß fallen und wusste, dass ich ihn nicht weiter provozieren sollte.

„Entschuldige," stammelte ich leise, noch bevor er etwas sagen konnte.

Als nächstes spürte ich seine starken Finger, die den Kragen meines Pullovers umschlossen und wie ich mit einem kräftigen Ruck nach vorn aus meinem Stuhl gezerrt wurde. Dad war sitzen geblieben, aber jetzt waren wir praktisch Auge in Auge und meine Nase befand sich nur vier Zentimeter von seiner entfernt. Seine goldenen Augen funkelten mich an und er fauchte wütend.

„Willst du das hier auf die sanfte oder die harte Tour machen, mein Sohn," fragte er Zähne knirschend ohne meinen Pullover los zu lassen. Er war wirklich sauer auf mich!

Ich stotterte leise und sah ihm in die Augen. „Die sanfte Tour, Dad."

Er nickte. „Gut, dann würde ich vorschlagen, dass du mit diesem Mist aufhörst und meine Nerven nicht noch weiter strapazierst, Edward! Verstanden?"

„Verstanden," antwortete ich und er lockerte seinen Griff wieder. Als er mich dann ganz los ließ, sank ich in meinen Stuhl zurück. Hatte ich schon erwähnt, dass Dad echt sauer auf mich war?

Er seufzte.

„Erzähl mir was," forderte er leise und lehnte sich in seinem Stuhl zurück, um mir etwas Platz zu geben.

Dann kreuzte er die Arme vor der Brust zusammen und starrte mich an. Ich überlegte unterdessen, wie und vor allem wo ich anfangen sollte. Ich wandt meinen Blick von ihm ab, musterte kurz meine Turnschuhe und den glänzenden Parkettboden zu meinen Füßen und sah ihn dann wieder an.

„Die Idee mit der Party hatten Jasper und ich," begann ich dann langsam und vorsichtig. „Aber sie sollte niemals so außer Kontrolle geraten! Wir hatten nur ein paar Freunde eingeladen mehr nicht! Ich hab keine Ahnung wie die anderen-"

Er hob eine Hand hoch und ich stoppte. „Definiere ein paar Freunde!"

Ich leckte mir kurz über die Lippen um den Rest des Blutes in mir aufzusaugen ehe ich antwortete. „So fünfzehn ..."

Er nickte. „Hast du eine Ahnung wieviele in meinem Wohnzimmer standen, als Esme und ich hier eingetroffen sind?"

Stille.

„Ich habe 42 gezählt, Edward! 42 Leute und meine vier Vampirkinder, die mein Haus verwüstet haben, nur um etwas Spass zu haben. Die außerdem jede Menge Alkohol getrunken haben, Bier oder Wodka ist egal!"

Ich wollte etwas dazu sagen, doch sein strenger Blick stoppte mich. Seine Augen waren wieder schwarz. „Außerdem," fuhr er fort und griff an die beiden Armlehnen meines Stuhls, als er sich zu mir beugte. „War Marcus da! Und zwar der Marcus von dem du dich fern halten solltest, wie du ja ganz sicher noch weisst. Allerdings denke ich nicht, dass du ihn eingeladen hast, korrekt?"

Ich nickte langsam.

„Wie bitte, Edward," fragte er und hob eine Augenbraue an.

Mit ihm war echt nicht zu spassen. „Ja, Sir," seufzte ich. Natürlich hatte ich ihn nicht eingeladen, denn so dumm war ich auch wieder nicht …

Carlisle lenhte sich wieder zurück, ehe er fort fuhr. „Du hättest ihn rauswerfen können! Was du nicht getan hast! Und genau das lege ich dir zur Last."

Er hatte recht. „Ich weiss," flüsterte ich leise und sah beschämt zu Boden.

„Am meisten enttäuscht mich, dass ich ein Verbot ausgesprochen habe, was mutwillig von Jasper und dir gebrochen wurde. Das geht nicht, Edward. Wenn ich etwas sage, erwarte ich absoluten Gehorsam. Von euch allen! Das nächste Mal kann es vielleicht um Leben und Tod gehen!"

Als er das sagte, war er ganz ruhig und gelassen, doch ich spürte die Enttäuschung. Und ich hätte am liebsten jetzt los geheult und mich an ihm fest geklammert, doch das würde gleich alles nur noch viel schwerer machen.

Als ich wieder nach unten auf meine Knie sah, die schon weich wurden, wegen der Anspannung, legten sich zwei starke Finger unter mein Kinn und drückten meinen Kopf nach oben.

„Kannst du dich noch daran erinnern, als Jasper und du dieses Vampirrudel auf eigene Faust in die Schranken weisen wolltet?"

Da ich nicht nicken konnte, antwortete ich diesmal verbal. „Ja, ich weiss, Dad."

„Warum war ich damals so sauer auf euch?"

Was hatte das jetzt mit dieser Fete zu tun? Dann wusste ich es! „

Weil wir uns in Gefahr gebracht hatten," sagte ich und er ließ mein Kinn endlich los. Ich fuhr fort. „Und gestern war das ganze Haus voller Menschen, die einiges entdecken oder herausfinden konnten, noch dazu wenn ..."

Ich stoppte abrupt in meiner Erklärung, als mir klar wurde, wohin Dad mich bringen wollte.

„Noch dazu wenn wir so viel getrunken haben, dass wir nicht mehr klar denken konnten."

„Du," sagte er leise. „Du, Edward Cullen, mein Sohn hast so viel getrunken, dass du nicht mehr klar denken konntest! Ganz genau! Und das, obwohl du wusstest was zu viel Alkohol anrichten kann, auch bei Vampiren! Und genau darum geht es mir!"

„Entschuldige."

„Gibt es sonst noch etwas das du mir sagen willst, von dem ich noch nichts weiss, es aber wissen müsste?"

Kurz überlegte ich, aber mir fiel nichts ein. „Ähm, nein. … Das mit dem Bild tut mir echt leid, Dad. Ich weiss, wie sehr du daran hängst und hoffe, dass Mum jemanden findet, der es wieder hin kriegt."

„Das wird sie," sagte er leise und beugte sich wieder nach vorne. Er strich mir zärtlich mit der Hand durch meine Haare und ich genoss diese Berührung sehr.

Er seufzte tief und stand dann endlich auf. Er nahm seinen Stuhl und stellte ihn wieder hinter seinen Tisch. Als er seinen Schrank öffnete, wurde mir übel. Die Formalitäten waren jetzt aus dem Weg geräumt und es konnte der nächste Schritt getan werden. Obwohl ich das schon einige Male hinter mich gebracht hatte, spürte ich einen Kloß im Hals.

Ich stand ebenfalls auf, bevor er etwas sagen konnte und stellte seine Tasse auf seine Seite des Tisches. Das Gleiche machte ich mit den Büchern, dem Kugelschreiber und den anderen Dingen, die auf meiner Seite lagen und da jetzt nicht hin gehörten.

Als ich hörte, wie Carlisle den Schrank schloss, sah ich kurz auf und entdeckte den Stock in seiner Hand. Natürlich! Das war klar gewesen, oder? Ich hatte ziemlich viel falsch gemacht. Allein schon, dass ich so betrunken gewesen war, hätte mir den Stock eingebracht, aber ich hatte mich ja auch noch mit meiner Schwester geschlagen. Obwohl ich genau wusste, dass Dad niemals übertreiben würde, hatte ich Angst.

Er legte den Stock auf dem Tisch ab und räumte dann meinen Stuhl an die Wand. Dann klopfte er mir auf den Rücken. „Na, los! Hosen runter, Edward."

Jedes Mal, wenn er das sagte, bekam ich pure Panik … Ich sah ihm kurz nach, als er zur Fensterfrot ging und hinaus blickte, um mir beim Ausziehen etwas Privatsphäre zu geben. Ich begann an meiner Jeans herum zu fummeln und öffnete im Schneckentempo den ersten Knopf. Es folgten der zweite und der dritte. Ich schob mit beiden Händen noch langsamer die Jeans herunter und nahm meine schwarze Boxershorts gleich mit. Die Luft war kühl und ich zitterte leicht.

Carlisle trat vom Fenster weg, als ich mich über den Tisch beugte, die Arme kreuzte und meinen Kopf darauf legte. Die Augen ließ ich auf, als ich die Bürotür fixierte.

Es dauerte noch ein paar Sekunden bis ich seine linke Hand auf meinem Rücken spürte. Er streichelte mich sanft. Dann war sie ruhig und ich spürte einen Luftzug und dann jagte mein Körper nach vorn. Da ich so in meine Gedanken vertieft war, hatte ich nicht bemerkt, dass er den Stock auf dem Tisch hatte liegen lassen. Doch Carlisles Rechte tat auch verdammt weh!

Die nächsten fünf trafen genau an der selben Stelle und ich schluckte einen Aufschrei herunter. Erst hörte ich das Klatschen, dann setzte langsam der Schmerz ein, der sich vergrößerte, bis ich ihn ganz spürte. Dad ließ immr so viel Zeit zwischen den Schlägen, dass sich das Brennen und Pochen gut ausbreiten konnte, bevor er erneut zu schlug. 15. Ich presste meine Lippen aufeinander, während ich zusammen zuckte.

Ich wusste nicht, wieviele ich mit der Hand kriegen würde. Er hatte nichts gesagt. Tat er meistens nicht, damit wir nicht auf die Idee kamen mit zu zählen oder uns Hoffnungen machten, dass es bald vorbei sein würde. Psychologie nannte man das!

Wieder zuckte ich nach vorn und schrie diesmal auf, als er das Tempo etwas anzog. 30. Er würde mich erst mal nicht zur Ruhe kommen lassen, das war klar. Der Rhythmus wurde nach den nächsten fünf einigermaßen erträglich, wenn man das so nennen konnte. Da er immer die gleiche Zeit zwischen dem nächsten Schlag verstreichen ließ, wusste ich, wann der nächste treffen würde und ich konnte mich darauf vorbereiten.

Während ich überlegte, wieviele Rosalie wohl bekommen würde, gab er mir fünf extra harte, die mich wieder zu einem Aufschrei zwangen. Vielleicht hatte ich Glück und es würde gleich vorbei sein – vielleicht aber auch nicht! Dann nach dem 40. kam erst mal nichts mehr.

Als nach ein paar Sekunden immer noch nichts kam, wurde ich etwas nervös und hoffte schon, dass es das gewesen war. Doch er streichelte mir weder über den Rücken, noch sagte er irgend etwas in diese Richtung. Meine Hoffnungen wurden komplett zerstört, als ich ein leises Klicken hörte und meinen Kopf nach vorn nahm. Nur um zu sehen, wie eine Hand den Stock vom Tisch nahm.

Oh, nein! Ich spannte meine Beine an, auch mit der Befürchtung, dass ich vielleicht einen Krampf kriegen würde. Dann legte ich meinen Kopf wieder auf die Seite und schloss die Augen. Obwohl ich wusste, dass das nichts bringen würde. Ich hörte, wie der Stock durch die Luft schnitt und dann jaulte ich auf. Carlisles Hand war dagegen gar nichts!

Mein Atem ging schneller, als ich wieder den Mund schloss, um den nächsten Hieb abzuwarten. Und der kam!

Nach zehn weiteren, die er genau so hart durchzog, dass ich jeden mit einem kleinen Aufschrei quittierte, spürte ich wie er mit dem Schuh sachte an mein linkes Bein stieß. Ich wusste, was da bedeutete und ich hatte gehofft, dass er es nicht sehen würde. Ich schielte kurz hinter mich, nur um sein grimmiges Gesicht zu sehen und trippelte kurz auf der Stelle um meinen Beine zu lockern. Dann hörte ich ihn in meinem Kopf.

Ich denke, du weisst es besser, oder nicht? … Locker, bitte! Wir sind gleich fertig!

Ich ließ meinen Kopf wieder auf die Arme sinken und presste die Lippen aufeinander. Ich hörte, wie er ausholte und zu schlug. Dieser Schlag war der festeste bis jetzt und sollte mich wohl daran erinnern, so etwas nicht noch mal zu tun.

Tränen stiegen mir in die Augen und rannen mir dann die Wange hinunter. Bis jetzt hatte ich mich zusammen reißen konnen, aber damit war es nun vorbei. Dad setzte die nächsten vier genau so hart und zielsicher. Wieviele waren das jetzt? 17?

Ich presste die Lippen aufeinander und meinen Kopf in meine Arme. Doch es kam nichts mehr, stattdessen hörte ich wieder das leise Klicken, als der Stock auf dem Tisch abgelegt wurde. Das Gefühl, wenn es endlich vorbei war, war doch dasSchönste.

Ich versuchte langsam meinen hektischen Atem zu kontrollieren und spürte dann Dads Hand, die meinen Rücken streichelte.

„Langsam und ruhig atmen, so ist es gut," sagte er leise.

Als ich mich einigermaßen gesammelt hatte, half er mir auf die Beine und nahm mich in den Arm. Wie jedes Mal krallte ich mich an ihm fest, legte mein Gesicht auf seinen Pullover, nur um seinen feinen Geruch in mir aufzusaugen. Dad streichelte mir durch das Haar, während er einen Arm um meinen Rücken gelegt hatte.

„Ich liebe dich, Edward," flüsterte er leise. „Ganz ruhig. Sch … So ist es gut."

Meine Tränen sammelten sich auf seiner Schulter. Er drückte seine Wange an meine und rieb mir den Rücken. Es war mir ganz und gar nicht peinlich, dass ich jedes Mal an ihm hing, wie ein Kleinkind! Das war meine Art darüber hinweg zu kommen und er ließ mich natürlich.

Fünf Minuten später atmete ich nur noch hektisch und die Tränen waren nicht mehr zu sehen. Dad drückte mir einen Kuss auf die Stirn. Als ich Anstalten machte, mich von ihm zu losen, nahm er seine Arme zurück und half mir dabei die Jeans los zu werden.

Dann gingen wir langsam in mein Zimmer, wo er mich versorgte. Er schraubte das Desinfektionsmittel wieder zu und zog mir die Unterhose wieder an. Ich jaulte auf.

„Entschuldige," sagte er leise und kraulte mir den Kopf.

Ich war so müde. Carlisle stand langsam auf und wollte zur Tür gehen, doch ich schreckte hoch, als mir etwas einfiel. Er hatte die plötzliche Bewegung gesehen und drehte sich zu mir. „Was ist denn?"

„Ähm, wohin gehst du," flüsterte ich leise.

Ich wusste, ich wollte jetzt nicht allein sein!

Dad öffnete die Tür. „Emmett von seiner Musik befreien und fernsehn," antwortete er und grinste.

Wenn du lieber bei mir auf dem Sofa schlafen willst, dann sag es, Edward …

Jetzt war ich sehr glücklich, dass er wusste worauf ich hinaus wollte. Ich nickte hektisch. „Ja."

„Okay," sagte Carlisle leise und ich rappelte mich vom Bett hoch. Dann ging ich zum Schrank und zog mir eine Trainingshose über. Die war auf jeden Fall viel bequemer als die raue Jeans.

Als er noch kurz in sein Büro ging, um aufzuräumen, wartete ich im Flur auf ihn. Dann folgte ich Dad leise die Treppe hinunter und ins Wohnzimmer.


Emmett sass auf dem schwarzen Sofa, wippte zum Takt der Musik hin und her und fixierte den Fernseher, der aber nicht lief. Als Dad in die Küche ging, schlich ich leise von hinten an meinen Bruder heran, nur ihn dann mit einem Ruck die Kopfhörer auf den Ohren zu ziehen.

Er schreckte herum. „WAS … oh du lebst noch, Bruder!"

Ich grinste leicht. „Ja, so grade noch ..."

Er stellte die Musik ab und stand auf, während er die Kabel zusammen fummelte. Ich nahm die warme Wolldecke und faltete sie auseinander. Dad kam zu uns, warf Emmett das schnurlose Telefon zu. „Hier! Tu mir den Gefallen und ruf die Bande wieder zusammen, ja? Und geh dafür nach oben bitte!"

Emmett fing es mit einer Hand auf. „Mach ich!"

Als er weg war, nahm Dad sein Handy vom Ladekabel und ließ sich auf dem Sofa nieder. Er rückte bis an den Rand der rechten Seite, zog die Schuhe aus und stellte sie auf den Teppichboden. Ich deponierte ein dickes Kissen auf seinem Oberschenkel und kuschelte mich dann müde in die Decke. Ich legte mich auf die Seite und den Kopf auf das Kissen.

Er tippte eine Nummer ein und hielt das Handy an sein Ohr. Der andere Arm lag auf der Sofalehne. Ich atmete tief aus und rückte meinen Kopf etwas zu recht. Während dessen sprach Carlisle mit Esme.

„He, Schätzchen! Wir sind hier fertig," sagte er sanft. Dann hörte er kurz zu und lachte. „Esme, was denkst du von mir? Natürlich lebt er noch!"

Seufzen. Dann sah ich das schwarze Telefon vor meinen Augen. „Sag, Mum, dass du noch lebst ..."

Ich grinste und hielt es an mein Ohr. „Hey, Mum," begrüßte ich sie lächelnd, während Dad sich ein Stück nach vorne reckte um die Fernbedienung zu greifen. „Ja, ich lebe noch. … Ja … okay. Bis gleich."

Ich drückte auf eine Taste und gab Dad das Telefon zurück, der es auf dem kleinen Tisch ablegte.

Kommt sie gleich nach Hause?

„Ja," sagte ich gähnend und zog die Decke ein Stück höher.

Dad schaltete den Fernseher ein und suchte das Baseballspiel, was heute lief. Ich schloss die Augen und hörte, wie er die Lautstärke regulierte und die Fernbedienung ablegte.

„Ich liebe dich Dad," flüsterte ich müde. „Entschuldige wegen dem Ganzen Mist."

Als nächstes spürte ich seine linke Hand, die er auf meinen Bauch legte und mich kraulte. „Ist schon okay ..."

Ich genoss diese Nähe in vollen Zügen. Knurrte leise um ihm meine Dankbarkeit und mein Wohlbefinden zu zeigen, während er dem Spiel zu sah und mich so lange kraulte bis ich einschlief.

Tbc ...